reisebobThemenstarter106 Beiträge · seit 202315. Jan. 2025 · #41
reisebobThemenstarter106 Beiträge · seit 202316. Jan. 2025 · #42
9. Station: 2 Nächte im Askiesbos ... Samochima Bush Camp bei Shakawe Nachdem wir ein letztes Mal das hervorragende Frühstück auf der Terrasse genossen hatten, machten wir uns an den Check-out. Unser Sohn verabschiedete sich speziell von den beiden deutschen Praktikantinnen sehr herzlich inklusive Bussi und Umarmung. Als eine von beiden vorschlug, dass er gerne bei ihnen bleiben könne, dauerte die Überlegungszeit ziemlich lange. Glücklicherweise entschied er sich dann aber doch für die Weiterfahrt: "ich will ja auch noch die anderen Unterkünfte kennen lernen" 😄 Die ca. 20km lange Fahrt zum Grenzübergang Mohembo nach Botswana erfolgte via Transitstrecke durch die Mahango Core Area, hierfür muss man keinen Parkeintritt bezahlen. Der Grenzübertritt ging verhältnismaßig schnell, da wir - mal wieder - die einzigen Touristen waren. Unser Sohn war dennoch etwas irritiert darüber, wozu die ganzen Formulare und Stempel dienen sollten. Er freute sich aber über den neuen Stempel in seinem Kinder-Reisepass 🙄 Die Grenzübertrittsgebühren betrugen 60 BWP fürs Auto, 50 BWP für die Road Safety Levy Fee sowie 150 BWP für die Haftpflichtversicherung, also insgesamt 260 BWP, welche man mit Kreditkarte bezahlen konnte. Die A35 in Botswana war recht gut geteert, so dass die ca. 50km bis Shakawe zügig zu fahren waren. An der Kreuzung mitten im Ort entdeckten wir eine Bank mit Geldautomat, somit konnten wir uns gleich mit Bargeld eindecken. Die Unterkunft "Askiesbos ... Samochima Bush Camp" liegt außerhalb des kleinen Örtchens Shakawe und man fährt am Schluss ca. 2km Sandpiste. Es gibt einen zentralen Parkplatz, wo wir von einem Angestellten begrüßt wurden. Aufgrund unserer frühen Anreise war das Zimmer noch nicht fertig, wir hatten aber im Vorfeld mit den Besitzern geklärt, dass wir unser Gepäck deponieren können. Denn wir wollten zu den Tsodilo Hills fahren um die dortigen Felszeichnungen anzuschauen. Man fährt hierbei erst 20km Teerstraße bis Ncamasere und wechselt dann für ca. 30km auf eine halbwegs gute Sandpiste. Am Ende befindet sich der Eingang zum Tsodilo Camp, wo man aus verschiedenen Touren auswählen kann. Wir entschieden uns für den Rhino-Trail, welcher 120 BWP für den Guide kostet, dazu kommen 50 BWP pro Person und 10 BWP pro Kind für den generellen Parkeintritt. Die Mitarbeiterin erklärte uns, dass wir noch ein paar Kilometer weiter in den Park fahren müssten, am kleinen Museum würde dann ein Guide warten. Als wir am Parkplatz ankamen, kam auch direkt ein Mann auf uns zu. Dieser erklärte uns aber, dass er heute der einzige Guide sei, da alle Kollegen auf einer Beerdigung seien. Da er noch eine andere Tour hätte, müssten wir leider 1 Stunde warten. Das war für uns in Ordnung, da wir so die Mittagspause vorzogen. Afrika-typisch war es am Ende aber (natürlich) keine Stunde, sondern eher 1,5-2 Stunden, er entschuldigte sich damit, dass ihn die andere Gruppe noch zum Mittagessen eingeladen hatte. Was solls, somit konnte unsere Wanderung ja endlich starten ... dachten wir zumindest. Denn er erklärte, dass wir mit unserem Auto zu verschiedenen Stationen fahren würden. Dort stiegen wir aus und liefen zumindest kurze Strecken zu verschiedenen Felszeichnungen. Keine Ahnung, ob dies der normale Ablauf ist (im Internet hatte ich in Berichten von wirklichen Wanderungen gelesen) oder ob der Guide an dem Tag eher lauf-faul war oder ob er es aufgrund unseres Sohnes machte. Da wir aufgrund des verspäteten Starts Mitten in in die pralle Mittagshitze geraten waren, konnten wir uns mit dieser Variante aber anfreunden. Zumal der Guide sehr sympathisch wirkte und in hervorragendem Englisch (und etwas deutsch für unseren Sohn) viele Infos zu den Felszeichnungen und der Geschichte und Kultur der Gegend erzählte. Trotz holprigem Start und anders als geplantem Ablauf war die Tour durchaus empfehlenswert, wenngleich eine ähnliche Tour in Patagonien zur Cueva de las Manos deutlich besser und professioneller war. Nach ca. 1-1,25h war die Tour zu Ende und der Guide fragte, ob wir ihn zum Ausgang mitnehmen könnten, da er nun Feierabend machen würde. Wie sich herausstellte, war die Dame am Eingang sein Frau und hoch-schwanger in Erwartung des zweiten Kindes. Der Rückweg nach Shakawe war auch wieder problemlos machbar, anstatt zur Unterkunft fuhren wir weiter in das Örtchen, da wir zum Abendessen das Dijo Deli einer österreichischen Besitzerin eingeplant hatten. Als wir hinkamen, hing am Tor leider ein Zettel "closed". Da wir die als Alternative ausgesuchte Pizzeria nicht am in Google und Tracks4Africa ausgewiesenen Platz fanden, gab es die Notfall-Option: nach dem Einkaufen im Choppies in der Acacia Mall holten wir in einem Imbiss Hähnchen-Teile und Pommes. Das war jetzt kein kulinarisches Feuerwerk, schmeckte aber einwandfrei und war mehr als sättigend. Zurück in der Unterkunft war unser Gepäck bereits in die gebuchte Familiensuite gebracht worden, welche den hervorragenden Online-Eindruck zu 100% bestätigte: von der großen Terrasse mit Tisch und Stühlen kommt man in das Zimmer aus dickem Zeltstoff, welches trotz zusätzlicher Matratze für unseren Sohn noch genügend Platz bot. Das Doppelbett war extrem bequem und man konnte die zahlreichen Fenster nach Wunsch verdunkeln. Im hinteren Bereich gibt es ein Badezimmer mit Toilette und Badewanne. Letztere nutzten wir auch hier nicht, da die große Außendusche wirklich toll und außergewöhnlich ist mit Blick auf das Okavango-Delta. Im Inneren gab es einen kleinen Kühlschrank und einen Ventilator. Das WLAN funktioniert laut Homepage eigentlich nur im Gemeinschaftsbereich, durch die Nähe zu dieser hatten wir aber auch in der Hütte Empfang, wobei die Bandbreite aufgrund der abgelegenen Lage der Unterkunft aus nachvollziehbaren Gründen eher eingeschränkt war. Inklusive Genius-Rabatt bezahlten wir über booking.com lediglich 75€ pro Nacht. Frühstück konnte für 155 BWP pro Person und ein Abendmenü für 195 BWP dazugebucht werden (unser Sohn kostete jeweils die Hälfte). Nachts hörte man immer mal wieder Geräusche von Hippos und Vögeln, wir schliefen aber auch hier hervorragend.
reisebobThemenstarter106 Beiträge · seit 202316. Jan. 2025 · #43
reisebobThemenstarter106 Beiträge · seit 202316. Jan. 2025 · #44
reisebobThemenstarter106 Beiträge · seit 202317. Jan. 2025 · #45
Nach einem guten Frühstück inklusive Eierspeise nach Wahl auf der Terrasse im Gemeinschaftsbereich nahmen wir um 8:00 an der “Discover the Panhandle”-Bootstour teil. Diese dauert 6 Stunden und wird für 800 BWP (Kinder die Hälfte) angeboten. Dammann, der junge und freundliche Besitzer der Unterkunft, erzählte uns, dass wir die einzigen Teilnehmer seien und brachte uns zum Guide Lucky, welcher uns am kleinen Boot in Empfang nahm. Lucky sprach hervorragend Englisch und brachte uns im Laufe der nächsten Stunden die Natur und Tiere der Region auf unterhaltsam-lehrreiche Weise näher. Wir sahen sehr viele Tiere, speziell natürlich Vögel, u.a. Flusspferde, Elefanten, Pel's Fishing Owl, Fischadler, Krokodile, Bee-eater, ... Die Mittagspause verbrachten wir auf einer kleinen Insel, auf der nachts Flusspferde grasen. Entsprechend lag viel Flusspferd-Kacke herum, was uns beim Essen aber nicht störte. Gegen 14:00 waren wir wieder an der Unterkunft, von den vielen wunderbaren Eindrücken total überwältigt. Als unser Sohn meinte, dass er gerne noch weiter mit Lucky herumfahren würde, erwiderte dieser grinsend, dass er ihn als Junior-Guide einstellen würde, wenn er etwas älter sei 😉 Nachdem wir uns im sehr gemütlichen Gemeinschaftsbereich entspannt hatten, machten wir noch einen von mehreren ausgeschilderten Spaziergängen über das Gelände und sahen dabei Pferde und Bushböcke. Vor dem Abendessen kann man um ein Lagerfeuer sitzen und den Ausblick auf das Delta genießen oder mit den anderen Gästen in Kontakt kommen. Von den Mitarbeitern wurde es liebevoll "Bush-TV" genannt. Das gebuchte Abendessen bestand aus Kürbissuppe, Schweine-Kotelett mit Kartoffelspalten und Gemüse und zum Nachtisch Applecrumble. Es schmeckte sehr gut, auch diese Küche verstand ihr Handwerk.
Unser Fazit: Die Tsodilo Hills waren in Ordnung, die 6-stündige Bootstour ins Okavango-Delta absolute spitze. Und die Unterkunft für gerade mal 75€ plus Frühstück/Abendessen ist ein echter Preis-Leistungs-Tipp. Ursprünglich hatten wir Drotsky's Cabins ins Auge gefasst, welche aber schon ausgebucht war. Dass wir dadurch diese tolle Unterkunft gefunden haben, war ein echter Glücksfall.
reisebobThemenstarter106 Beiträge · seit 202317. Jan. 2025 · #46
reisebobThemenstarter106 Beiträge · seit 202317. Jan. 2025 · #47
reisebobThemenstarter106 Beiträge · seit 202317. Jan. 2025 · #48
reisebobThemenstarter106 Beiträge · seit 202318. Jan. 2025 · #49
10. Station: 1 Nacht in Maun Nachdem wir abermals das leckere Frühstück auf der Aussichtsterrasse genossen hatten, checkten wir aus und machten uns gegen 8:15 auf den Weg nach Maun. Bis auf kurze Abschnitte war die Straße durchgehend gut geteert, wobei die Ränder teilweise stark ausgefranst waren. Unser Sohn fragte daher, ob Tiere daran geknabbert hätten 😄 Je näher wir uns Maun kamen, desto häufiger gab es Schlaglöcher im Asphalt. Da es aber auch hier nur wenig Verkehr gab, konnte man diese gut umfahren, zumal sie mit Farbe eingekreist waren. Nach etwa 4,5 Stunden kamen wir an der Unterkunft in Maun an, wir hatten ein Family Chalet im Discovery BnB gebucht. Die Mitarbeiterin Carol zeigt uns die schöne Anlage und unser rustikales Chalet Nummer 8. Dieses ist im Stil einer Rundhütte gebaut und besitzt zwei Ventilator. Neben einem Doppelbett gab es auch ein Stockbett für Kinder, was unseren Sohn freute. Wir gönnten uns im Café der Unterkunft einen sehr leckeren Cappuccino und nutzten danach den Pool zum Abkühlen. Anschließend fuhren wir zur neuen Mall und kaufen im Checkers für die nächsten Tage in Khwai ein. Danach hatten wir bei Marc’s Eatery einen Tisch fürs Abendessen reserviert. Da noch nicht viel los war, kam Marc zu uns an den Tisch und wir unterhielten uns eine Weile. Wir nahmen aus der umfangreichen Speisekarte Fish & Chips bzw. einen Gazellen-Burger plus Süßkartoffel-Pommes für unseren Sohn, alles schmeckte sehr gut. Die kurze Heimfahrt bei Dunkelheit war kein Problem, wobei wir langsam und achtsam fuhren.
reisebobThemenstarter106 Beiträge · seit 202318. Jan. 2025 · #50
Guten Abend, Reisebob, damit ist Dir ja ein toller Schnappschuss gelungen. Wenn mich nicht alles täuscht, dürfte das ein Broad-billed Roller (Zimtracke) sein. Den sieht man nicht so häufig! Schöne Grüße Friederike
reisebobThemenstarter106 Beiträge · seit 202318. Jan. 2025 · #52
Hallo Friederike, dankeschön! Aufgrund der Vielzahl an Sichtungen während der insgesamt 6 Stunden habe ich mir nicht alle Namen gemerkt, auch wenn der Guide Lucky zu allen Tieren die Namen genannt hat. Als Anlage noch zwei weitere Bilder. LG & schönes Wochenende!
CuF schrieb:Guten Abend, Reisebob, damit ist Dir ja ein toller Schnappschuss gelungen. Wenn mich nicht alles täuscht, dürfte das ein Broad-billed Roller (Zimtracke) sein. Den sieht man nicht so häufig! Schöne Grüße Friederike
reisebobThemenstarter106 Beiträge · seit 202320. Jan. 2025 · #53
11. Station: 3 Nächte in Khwai Auch in dieser Unterkunft bot das Frühstücksbuffet eine gute und leckere Auswahl inklusive Eierspeisen nach Wahl. In der Nähe des Frühstücksbereichs gab es einen Futterplatz für Vögel, so dass man diese gut beobachten konnte. Wie schon am Vortag kamen wir mit der sehr sympathischen Besitzerin Marije ins Gespräch, in dessen Verlauf sie erzählte, dass sie auch schon unsere Unterkunft in Khwai genutzt hätte. Sie klang dabei sehr begeistert, was unsere Vorfreude auf die nächsten Tage noch entsprechend steigerte. Gegen 8:30 checkten wir aus und fuhren über Mababe nach Khwai. Bis kurz vor dem Desinfektions-Checkpoint ging die Teerstraße weiter, danach wurde es zur Sandpiste mit abschnittsweise herausfordernden Tiefsand-Passagen. Dank der Übung und Erfahrung aus den letzten Wochen kamen war aber ohne Probleme und gut durch. Wie schon auf der Strecke nach Maun wurden wir auch an diesem Desinfektions-Checkpoint durchgewunken. Auf dem Weg sahen wir bereits Elefanten und Giraffen, etwa auf Höhe der Abfahrt zum Magotho Camp zudem einen Elefanten-Kadaver, der von Geiern und Marabus belagert war 😕 Nach etwa 3 Stunden kamen wir an unserer Unterkunft in Khwai an. Da das Angebot an Hotels, Guesthouses oder BnBs in dieser Region recht begrenzt ist und die meisten Unterkünfte entsprechend hochpreisig sind, suchte ich während der Planung recht lange nach etwas Passendem und fand letztendlich "The Termite Mound". Hierbei handelt es sich um eine noch recht neue Privatunterkunft mit insgesamt drei Schlafzimmern mit jeweils eigener Dusche und Toilette. Dazu gibt es eine voll ausgestattete Küche und einen großen Gemeinschaftsbereich. Man bucht die Unterkunft ab mindestens 2 Gästen komplett, der Preis liegt dabei bei 150 USD pro Person. Da die Übernachtung unseres Sohnes kostenlos war, bezahlten wir somit insgesamt 300 USD pro Tag für die gesamte Unterkunft. Selbstverständlich ist dies auch ein mehr als stolzer Preis, im Vergleich zu den anderen Unterkünften der Region aber geradezu ein Schnäppchen. Vor allem wenn man die Einzigartigkeit der Unterkunft bedenkt: denn diese besteht aus zwei großen Frachtcontainern im Erdgeschoss, welche aufwändig umgebaut wurden (auf der einen Seite ist ein Schlafzimmer, auf der anderen Seite die Küche). Jeweils darüber, also quasi im ersten Stock, befinden sich zwei weitere Schlafzimmer mit Wänden aus hochwertigem Zeltstoff und einem Balkon mit Blick auf den Garten. In den Fenstern sind Moskitonetze, zusätzlich sind weitere Netze am und um die bequemen Betten angebracht. Man kann die Zimmer komplett verdunkeln, wir ließen jedoch das Fenster am Balkon frei um morgens durch den grandiosen Sonnenaufgang geweckt zu werden. Die Küche ist vollständig ausgestattet mit Kühlschrank, Gasherd/-backofen, Geschirr, Pfannen, Töpfen, ... Die Vorderseite der Küche kann mittels einer Kurbel geöffnet werden, so dass man auch von hier einen tollen Blick auf den Garten bekommt. Im Gemeinschaftsbereich gibt es einen langen Tisch mit Stühlen sowie ein gemütliches Sofa. Im Garten steht ein Grill und es gibt eine Feuerstelle, an der man abends sitzen kann. Das Highlight für unseren Sohn war der Hochsitz/die Aussichtsplattform im Garten, auf dem Gartenmöbel stehen und von dem aus man einen wunderbaren Ausblick Richtung Fluss hat, an dem wir häufiger Elefanten, Flusspferde, Büffel, ... sahen. Nachts hörte man immer mal wieder Flusspferde und Elefanten in der Umgebung grunzen bzw. tröten. Die Unterkunft verfügt über eine Solaranlage, welche für Strom und warmes Wasser sorgt. Es gibt sogar Satelliten-Internet und in einem weiteren Gebäude auf dem Grundstück wohnt Llumba, die bei Fragen oder Problemen als Unterstützung dient. Alles in allem war The Termite Mound zweifellos eine der außergewöhnlichsten und coolsten Unterkünfte aller unserer bisherigen Urlaube 🤩
Nachdem wir uns mit der Unterkunft vertraut gemacht hatten, fuhren wir nachmittags noch etwas durch die Khwai Community Concession, welche keinen Eintritt kostet. Einer der Wege führt am Fluss entlang und wir sahen wieder viele Tiere wie Elefanten, Flusspferde, Wasserböcke, Fischadler, Affen, Zebras, Krokodile, ... Anfangs hatten wir Probleme uns im Labyrinth der gewundenen Sandwege zurecht zu finden, da die Garmin-Karten unseres Navis diese nur teilweise im Bestand hatte. Die Karten der kostenlosen Handy-App MapsMe waren jedoch sehr akkurat, weshalb die Navigation damit hervorragend klappte. Nachdem wir eine Weile am Fluss entlanggefahren waren, kamen wir zu einer Furt. Da wir uns vorgenommen hatten, Wasserdurchfahren zu vermeiden, drehten wir um, da es inzwischen auch später Nachmittag geworden war. Zurück in der Unterkunft wollte unser Sohn vorm Duschen noch auf den Hochsitz klettern, von oben entdeckten wir dabei ca. 50 Elefanten, Flusspferde und Büffel in der näheren Umgebung 🤩 Zum Abendessen gab es leckeres Rinderfilet mit Kartoffeln, danach setzten wir uns an die Feuerstelle im Garten und genossen dieses paradiesische Fleckchen Erde. Irgendwann hörten wir ein Knacken aus den Büschen und stellten etwas erschrocken fest, dass einige Elefanten zum Fressen bis in den Garten gekommen waren. Sicherheitshalber schauten wir uns die Sache erstmal von den Balkonen aus an, dann kam aber auch Llumba vorbei und meinte, dass dies gelegentlich vorkäme, aber noch nie etwas passiert sei, da die Elefanten irgendwann weiterziehen würden. Nach einer Weile waren die Elefanten in der Tat satt gefressen und stampften gemütlich weiter, als Andenken hinterließen sie einige große Kackhaufen 😗 Wiedermal vollkommen von den Afrika-Eindrücken überwältigt schliefen wir in den gemütlichen Betten ein.
reisebobThemenstarter106 Beiträge · seit 202320. Jan. 2025 · #54
reisebobThemenstarter106 Beiträge · seit 202320. Jan. 2025 · #55
Und an dieser Stelle auch von mir vielen Dank für den schönen Reisebericht!!
Viele Grüße Peter
reisebobThemenstarter106 Beiträge · seit 202321. Jan. 2025 · #57
Wir wachten mir einem herrlichen Sonnenaufgang durch das Balkonfenster auf. Nach einem selbstgemachten Frühstück fuhren wir gegen 7:00 in den Moremi Nationalpark, die Zufahrt von Khwai aus erfolgt dabei über eine etwas abenteuerlich aussehende Holzbrücke. Am Eingang bezahlten wir den Permit, welcher 270 BWP pro Erwachsenem und 75 BWP fürs Auto betrug, Kinder sind kostenlos. Der Mitarbeiter war recht freundlich, auf meine Frage, ob es am Vortag irgendwo empfehlenswerte Sichtungen gab, meinte er, dass es in den letzten Tagen keine Meldungen von Sichtungen von Löwen oder Leoparden gegeben hatte, er wünschte uns aber Glück. Kurz nach dem Eingang zum Park fuhren wir von der Transitstrecke in Richtung South Gate ab und wechselten auf die Strecke nach Xakanaxa. Man sah immer mal wieder andere Fahrzeuge, es war aber auch hier deutlich weniger los als ich erwartet hätte. In der Nähe des Flusses tummelten sich zahlreiche Tiere, u.a. Elefanten, Giraffen, Zebras, Wasserböcke, Fischadler, Äffchen und alle möglichen Vögel. Die Paradise Pools kurz vor Xakanaxa dagegen waren nicht sehr ergiebig, was aber auch am ziemlich wenigen Wasser gelegen haben könnte. Die Mittagspause machten wir auf einer Aussichtsplattform nahe des Hippo Pool. Als wir zur Weiterfahrt aufbrachen, kamen zwei Guides angefahren, welche ein Picknick für eine Reisegruppe vorbereiteten. Wir kamen kurz ins Gespräch und auch sie erzählten, dass sie die letzten Tage leider keine Großkatzen entdecken konnten. Wir fuhren den Weg am Wasser entlang zurück zum Parkausgang und waren gegen Nachmittag in der Unterkunft, wo wir den Rest des Tages entspannten.
reisebobThemenstarter106 Beiträge · seit 202321. Jan. 2025 · #58
reisebobThemenstarter106 Beiträge · seit 202321. Jan. 2025 · #59
reisebobThemenstarter106 Beiträge · seit 202322. Jan. 2025 · #60
Am nächsten Tag starteten wir gegen 7:00 wieder in die Khwai Community Concession. Wie am ersten Tag versuchten wir so viel wie möglich am Fluss entlang zu fahren, was Dank dem detaillierten Kartenmaterial von MapsMe ziemlich gut funktionierte. Wir hatten dabei tolle Ausblicke auf die Flusslandschaft und viele Tiersichtungen wie Flusspferde, Elefanten, Affen, Zebras, Krokodile und natürlich Vögel. Außerdem konnten wir eine Löwenmutter mit ihrem Nachwuchs entdecken 🤩 Außer im Bereich um das Magotho Camp und das Khwai River Camp sahen wir keine anderen Fahrzeuge. Auf dem Weg immer am Fluss entlang kamen wir letztendlich an ein Schild des Chobe Nationalparks, hier drehten wir um und fuhren wieder gemütlich zurück in Richtung Unterkunft. Wir machten dabei einen Abstecher zu der Stelle, wo wir am ersten Tag den Elefanten-Kadaver entdeckt hatten und sahen noch immer Geier und Marabus daran herumnagen. Nachdem wir über Mittag in der Unterkunft entspannt hatten, fragte uns unser Sohn, ob wir nicht nochmal losfahren könnten, da er gerne weiter Tiere sehen würde 🤩 Gesagt, getan, wobei wir im Gebiet um die Unterkunft blieben, da uns Llumba beim Check-in ein paar schöne Plätze erklärt hatte, welche zu der Zeit problemlos erreichbar waren. Anschließend genossen wir den letzten Abend in dieser wunderbaren Gegend.
Unser Fazit: Sowohl der Moremi und noch mehr die Khwai Community Concession gefielen uns sehr gut und boten tolle Tiersichtungen. Im Etosha gab es zwar gefühlt noch mehr Tiere, allerdings war unser Afrika-Erleben in Botswana ausgeprägter, da alles ursprünglicher / weniger organisiert / wilder wirkte. The Termite Mount war eine sehr außergewöhnliche und uneingeschränkt empfehlenswerte Unterkunft, die ihren Preis unserer Meinung nach definitiv wert ist.