Wir stehen früh auf, heute fahren wir weiter nach Okaukuejo und planen eine Frühstückspause nach 20 km an einem Picnic-spot. Zuerst gehen wir aber noch in aller Frühe zur Aussichtsplattform gut getarnt einen Löwen.
Er beobachtet die Gegend ums Wasserloch. Allerdings haben ihn die Objekte seiner Begierde bemerkt und halten sich in sicherem Abstand zu ihm auf. Auch unseren Albino Springbock sehen wir hier wieder.
Wir können ihm auch nicht helfen
Zwischendurch bleibt auch Zeit einen Blacksmith Lapwing – Waffenkiebitz zu beobachten.
Nach einer dreiviertel Stunde macht sich der Ärger breit.
Keine Chance
Er macht sich sozusagen vom Acker. Sofort verlassen wir die Plattform und eilen, so gut es geht, zurück zum Wagen. Zum Glück haben wir schon alles fertig. Vielleicht können wir den Löwen außerhalb des Parks noch erwischen. Und tatsächlich, unser Instinkt war richtig. Gemütlich trottet er über die Pad und legt sich etwas weiter ins Gestrüpp.
Was für ein Tagesanbruch Wir fahren los und erreichen um halb neun Tobieron Am Wasserloch die üblichen Verdächtigen
Wir freuen uns auf ein kleines Frühstück mit Kaffee. Es hat sich in diesem Jahr bewährt den Kaffee am Abend zuvor zu kochen, in der Stanley Thermoskanne ist er dann am nächsten Morgen immer noch heiß. Am Picknick Platz angekommen erwartet uns eine Überraschung, die man nicht beschreiben kann, deshalb hier ein Paar Bilder.
Uns ist der Appetit vergangen. An einer etwas weniger dreckigen Ecke trinken wir wenigstens unseren Kaffee. Wie kann man alles so verkommen lassen? Der nächste Stopp ist dann am Ozontjuitji M’Bari Wasserloch. Bis hierhin war die Pad gut zu fahren. So viele Tiere wie hier habe ich in Etosha an einem Wasserloch noch nicht gesehen.
Alles steht in Reih und Glied
Ende Teil 1 Fortsetzung folgt....
Teil 2218. Jan. 2025
SA. 12.10.2024
Teil 2
Die restlichen Wasserlöcher bis Okaukuejo sind alle trocken, die Piste im Moringa Forest ist in sehr schlechten Zustand. Um 12:30 Uhr kommen wir im Camp an, bekommen Campsite 9 zugeteilt. Der Platz bietet keinen Schatten und um uns herum stehen später 3 Overlander Busse. Einer wird jeden Abend den Abspülraum mit der Essenszubereitung besetzen. Danach riecht es dort wiederlich. Nach einer kurzen Rast treibt es uns zum Wasserloch. Über eine Stunde unterhält uns dort eine Elefantenherde.
Wieder eine Mal... Dieser Eli hat einen Teil seines Rüssels verloren
Man könnte ihnen stundenlang zuschauen.
Zum Abendessen haben wir einen Tisch im Restaurant reserviert und wir freuen uns darauf einmal nicht selbst kochen zu müssen. Leider gibt es nur ein Buffet. Die Vorspeisen sin okay, aber die Fleischgerichte sind nur für jemanden, der gerne fettiges Fleisch ist. Leider können wir Das Restaurant nicht empfehlen. Zurück am Platz gehen wir gleich wieder zum Wasserloch. Und das enttäuscht uns nicht. Zuerst kommen zwei Löwinnen zum Saufen, danach Giraffen, Elefanten und Spitzmaulnashörner.
Ein herrlicher Tag geht zu Ende.
Fortsetzung folgt....
Teil 2326. Jan. 2025
SO. 13.10.2024
Etosha, Okaukuejo, gefahrene KM 80
Nach dem langen Abend am Wasserloch schlafen wir heute Morgen etwas länger und starten erst um 6:45 Uhr zur Morning drive. Es geht zunächst zum Nebrownii Wasserloch, dort ist aber nichts zu sehen. Wir fahren weiter in Richtung Halali, ein Strauß läuft uns kurz darauf über den Weg.
Und wenige Meter weiter biegen wir rechts ab um nach Gemsbokvlagte zu gelangen. Langsam kommen wir weiter, die Pad ist auch hier in keinem besonderen Zustand, am Abzweig der Pad, die im Bogen wieder zurück zur C38 führt, sehen wir mehrere Fahrzeuge stehen. Rechterhand liegt dort ein Löwenrudel in etwas Entfernung. Es ist nicht leicht etwas zu sehen, da Rotel Busse sich breit machen.
Nach einer halben Stunde fahren wir wieder zurück, ohne dem Geschehen näher gekommen zu sein. Kurz vor Gemsbokvlakte treffen wir noch eine einzelne Hyäne, die sich vorsichtig dem Wasserloch nähert.
Um 8:00 Uhr erreichen wir dann Olifantsbad, ein Garant Kudusichtungen. Beim unserem letzten Besuch 2020 sahen wir dort auch ein Hyänenrudel beim Verdauungsbad. Dieses Jahr leider nicht.
Wir fahren hoch zum Picknickplatz, hier wird gebaut, der Sanitärbereich ist geschlossen, Baumaterial ist vorhanden, aber keine Bauarbeiter bis auf eine einsame Dame, die uns das Tor öffnet. Nach einem kurzen Zwischenstopp fahren wir dann wieder zurück in Richtung Gemsbokvlagte und biegen kurz darauf wieder in Richtung der Löwensichtung ab. Das Rudel ist mittlerweile weiter gezogen und wir folgen dieser Pad weiter. Nach ca. 500m stehen wieder Fahrzeuge am Wegrand, wir sind wieder zu spät und müssen uns natürlich anstellen Ein Gepard liegt sehr kaum auszumachen im Gestrüpp unter einem Baum. Wir hätten ihn im Vorbeifahren wahrscheinlich nicht entdeckt.
Dieser Weg ist gut zu fahren. Wir stoßen wieder auf die C38 und biegen nach Kapupuhedi ab. Dort gibt es nichts zu sehen, also weiter zurück nach Okaukuejo mit nochmaligem Stopp bei Nebrownii. Am Wasserloch tummelt sich gerade eine große Springbockherde.
Nach einer kurzen Verschnaufpause auf der Campsite gehen wir zum Wasserloch und sehen Springbock, Kudu (getrennt nach Männlein und Weiblein), Oryx, Zebra.
Wir beschließen heute nicht mehr raus zu fahren, mittlerweile machen sich die schlechten Pisten im Park doch bemerkbar. Wir laufen etwas rum und besuchen den Pool. Nach dem Abendessen geht es nochmals zum Wasserloch. In der Dämmerung und der anschließenden Dunkelheit ist wieder einiges geboten.
Ihm fehlt leider der Schwanz
So endet ein schöner Abend.
Fortsetzung folgt....
Teil 2431. Jan. 2025
MO. 14.10.2024
Etosha, Halali, gefahrene KM 94
Nach zwei Nächten in Okaukuejo fahren wir heute weiter nach Halali, wo wir uns ebenfalls für zwei Übernachtungen eingebucht haben. Um 7:00 Uhr noch ein schneller Blick zum Wasserloch,
dann geht’s los. Schon zwischen Okau und Nebrownii treffen wir auf eine Hyänenfamilie, die uns den Gefallen tut, schon nach kurzer Beobachtungszeit direkt auf uns zuzusteuern.
Fängt ja heute ganz gut an. Bei Nebrownii tut sich wieder nichts. Wir biegen Richtung Gemsbokvlakte ab (auch nichts), und fahren auf die Verbindungsstraße zur C38. Ca. 5 km vor der Wegekreuzung entdecken wir zuerst einen Toni Igel,
und ganz kurz danach huscht etwas vor uns über die Pad. Und tatsächlich für uns eine Erstsichtung. Ein Honigdachs. Leider gelingt Peter nur ein Bild. Zu schnell und zu wuselig ist er wieder weg.
Na, das könnte doch so weiter gehen. Auf der Hauptpad nach Halali werden wir dann wieder kräftig durchgeschüttelt. Wir sind zumeist beide damit beschäftigt einen fahrbaren Weg durch das Wellblech zu finden, Tiersichtungen sind dadurch auf den Verbindungsstrecken zwischen den Wasserlöchern kaum möglich. Am Homob Wasserloch haben wir keine Sichtung. Wir verlassen dann die C38 in Richtung Salzpfanne.
Unterwegs bieten sich dann noch schöne Ausblicke auf die Pfanne.
Am Sueda Wasserloch hält sich eine Gnuherde auf.
Bei Salvadora meckert wieder eine Gackeltrappe über unsere Störung.
Ereignislos hoppeln wir bis Rietfontein und treffen dort auf eine Elefantenherde.
Um 12:30 Uhr erreichen wir dann ziemlich fertig Halali. Wir können uns eine Campsite selbst aussuchen, was natürlich auch wieder zu Diskussionen führt. Wir einigen uns dann auf einen Platz, der nicht so weit weg vom Wasserloch liegt, gut für den immer noch Fußkranken, aber leider auch ziemlicher Fahrverkehr zum Wasserloch. Einige rücksichtslose Zeitgenossen sind natürlich der Meinung, dass man Camper einstauben muss.
Wir haben heute keine Lust mehr auf eine Nachmittagstour und halten uns auf dem Platz und am Wasserloch auf.
Peter entdeckt noch einen Bare-checked Babbler (Nacktwangen-Drossling).
Nach dem Essen ein Abend am Moringa Wasserloch.
Fortsetzung folgt....
Teil 2503. Feb. 2025
DI. 15.10.2024
Etosha, Halali, gefahrene KM 53
Wir brechen heute Morgen um 8:00 Uhr auf zur vormittags Gamedrive. Unser erstes Ziel sind die beiden Goas Wasserlöcher. Kurz vor dem Abzweig nach Goas stoßen wir auf einen Zebra Roadblock Zebrastreifen = anhalten, wie in der Fahrschule gelernt.
An den Goas Wasserlöchern sehen wir einen Kuhreiher, Riesentrappe bei der Nahrungssuche, Impala, Springbock, Kuhantilope und Gnu.
Am Wasserloch tummeln sich Zebras und ein Kudu Bulle. Alle sind heute etwas schreckhaft, der Grund hierfür ist aber nicht auszumachen.
Den weiteren Tag verbringen wir auf der Campsite, gehen am Abend nochmals zum Wasserloch, ist aber nichts los.
Fortsetzung folgt....dann ein größerer Bericht
Teil 2605. Feb. 2025
MI. 16.10.2024
Etosha, Namutomi, gefahrene KM 102
Um 7:00 Uhr brechen wir auf zu unserem letzten Ziel, Namutomi. Damit haben wir dann den Etosha Park komplett durchquert. Es wird ein ereignisreicher Tag, und die Sichtungsfee uns diesmal wohlgesonnen sein. Nach einer halben Stunde erreichen wir wieder Goas, aber hier haben wir keine Sichtung. Beate wir schon etwas ungeduldig und ist der Meinung, dass wir bisher Rhinos und Elis nur an Wasserlöchern gesehen haben und nicht in freier Wildbahn. Und Schwupps, nach 20 Min. weiterer Fahrstrecke stellt uns die gute Fee ein Rhino direkt neben die Pad. Nur für uns allein.
Kurz bevor wir wieder auf die C38 treffen, die obligatorische Gackeltrappe, die Peter immer wieder gerne sieht.
Am Batia Wasserloch treffen wir Kudu Weibchen, und in etwas Entfernung eine große Elend Herde an. Schön.
Zur Abwechslung mal ein weibliches Exemplar
White-quilled Bustard_Gackeltrappe weiblich
Wir verlassen wieder die Rüttelpiste und fahren die Route an der Salzpfanne entlang.
Vor Okerfontein:
Pale Chanting-Goshawk – Großer Singhabicht
Am Wasserloch selbst keine Sichtung. Wir wollen am nächsten Picknickplatz frühstücken. Wieder nichts, geschlossen. Wir treffen hier zwei Bauarbeiter, die auf Material warten. Wir laden sie zu einem Kaffee ein und teilen ihnen unsere Rusks.
Nach dem Frühstück, bei dem uns die Arbeiter versichern, dass in 2025 die Teerstraße bis Halali fertig sein wird, fahren wir vorsichtig weiter und biegen dann zum Kalkheuwel Wasserloch ab. Und Beate wird wieder erhört. Elefanten kreuzen unseren Weg.
Sie verschwinden dann im Busch laufen aber parallel mit uns zum Wasserloch.
Kurz nach der Ankunft der beiden Bullen wird der schon anwesende Elefant in die Schranken gewiesen.
Nach ausgiebiger Beobachtung schleichen wir weiter nach Chudop. Unterwegs kommen wir an einem Nissan Gamedrive Fahrzeug mit Hinterachsbruch und einem MiniVan mit Plattfuß vorbei. Beide verlassen. Bei Chudop treffen wir auf die nächste Elefantenherde. Am Wasserloch stehen schon einige weitere Fahrzeuge.
Wir beobachten ausgiebig die Schlammschlacht.
Mit den Elefanten ziehen auch die Fahrzeuge ab. Wir beschließen noch etwas zu bleiben, nach der Tortur heute werden wir sowieso nicht mehr rausfahren. Ein weiteres Fahrzeug trifft noch am Wasserloch ein. Und dann bewegt sich etwas von rechts kommend. Beate bestimmt das Tier sofort: ein Gepard! Peter kontert: nein Leopard!! Und behält recht. Hoffentlich haben wir jetzt die Sichtungsfee nicht zu stark beansprucht. Was will man mehr. Wir lieben diese schöne Katze. Sie kommt leider nicht nahe ans Wasser, sondern biegt vorher von uns weg zu den Büschen ab.
Warten kann sich doch lohnen!
Wir fahren weiter, unterwegs kann Peter noch einen
Forked taled Drongo – Trauerdrongo ablichten
Das letzte Wasserloch vor Namutomi ist Koinachas. Hier sehen wir noch eine badende Hyäne.
Um 14:00 Uhr checken wir in Namutomi ein. Wir sind glücklich und völlig erschöpft. Wegen der schlechten Wegstrecke war es schier unmöglich während der Fahrt Tiere zu erspähen, so sehr schüttelte es uns durch und war man mit dem ausspähen des günstigsten Weges beschäftigt.
Wir können uns einen Platz aussuchen.
Teil 2 folgt....
Teil 2705. Feb. 2025
Teil 2
Wir erfrischen uns und gehen zum Wasserloch. Leider ist der Zugang zum Aussichtsplatz auf dem Fort gesperrt. Wir gehen stattdessen noch am Zaun entlang.
Danach kehren wir später zum Sundowner zurück und erleben zum Abschluss den schönsten Sonnenuntergang im Etosha Park.
Auf dem Rückweg zur Campsite haben auch die Zebramangusten eine Erwähnung verdient.
Fortsetzung folgt....
Teil 2810. Feb. 2025
DO. 17.10.2024
Waterberg, gefahrene KM 344
Heute verlassen wir Etosha. Fazit: Unser diesjähriger Eindruck ist sehr zwiegespalten. Sehr positiv sind immer die vielen Sichtungen während der letzten Tage, die wunderbaren Wasserlöcher auf den Campsites, wobei die Plattform in Olifantsrus doch etwas abfällt, schön gemacht, aber schlecht durchdacht. In der oberen Ebene Sicht von oben auf die Tiere ist nicht besonders schön, und auf der unteren Ebene mit Scheiben, die sehr stark verschmutzt sind. Zudem ist der Belag der Zuwegung bei Regen sehr rutschig und gefährlich. Die Campingplätze und sanitären Anlagen sind mittlerweile doch sehr in die Jahre gekommen und für den aufgerufenen Preis sollte man doch etwas mehr auf Sauberkeit achten und an Renovierung denken. Dass der Spülblock in Okaukuejo von den Köchen der Overlander als Metzger- und Kochstube komplett in Anspruch genommen wird ist vielleicht Ansichtssache, aber danach das eigene Geschirr dort abzuwaschen ist nicht zumutbar. Über die Straßenverhältnisse wurde schon einiges geschrieben, nach unserer Meinung schlecht bis katastrophal. Wir haben während unseres Aufenthaltes nicht einen einzigen Grader im Einsatz gesehen, sie standen schön geparkt im Bauhof der Camps. Wahrscheinlich warten alle auf den Bau der Teerstraße und glauben jetzt die Pads nicht mehr pflegen zu müssen. Hier müssen wir eindeutig Stellung beziehen: wir sind gegen Teerstraßen in Naturreservaten und denken das Man auch Gravelroads anständig pflegen kann, wenn der politische Wille dazu besteht. Über die Picknickplätze im Park möchte ich mich nicht mehr äußern, dazu habe ich im Bericht geschrieben. Wir werden in diesem Jahr Etosha wieder besuchen, weil wir nach dem Besuch Damara und Kaokofeld/Kunene noch etwas WildDNA brauchen, umfahren aber dazu Etosha und kommen über das Anderson Gate nach Okaukuejo als einzigen Standort im Park.
Wurde jetzt leider etwas ausführlich, aber jetzt geht auf dem Rückweg nach Windhoek zu unserer letzten Station, dem Waterberg. Hier sind wir bisher immer vorbei gefahren, aber in diesem Jahr passte es in die Planung. Nach dem Besuch des Wasserloches, war nichts zu sehen, und Frühstück brechen wir um viertel vor neun auf. Auch Klein Namutomi war verlassen und so verlassen wir den Park ohne eine weitere Sichtung. Trotz der Länge ist die Strecke doch recht kurzweilig und vor allem: Rückenschonend! Vor Tsumeb beginnt es kurz zu schütten, zur Freude des Tankwartes an der Puma-Tankstelle als er unser komplett nasses Auto sieht. Nach dem Tankvorgang besuchen wir den angrenzenden Farmstall. Ein wirklich einladendes Geschäft, extra eingerichtet für den Saarländer,
auch mit Speisen zum direkten Verzehr. Wir nehmen uns einen Kaffee und verschiedenes zum Essen und machen hier ein zweites Frühstück. Peter ist der Meinung, dass die Gasflasche leer ist da heute morgen kein Gas mehr aus der Flasche ausströmt, Auf Nachfrage beim Tankwart schickt er uns Richtung Tsumeb zu einem Gashändler. Wir finden diesen auch wie beschrieben vor der Stadt. Nur ist dies ein Großhandel, überall stehen riesige Gasflasche und Gastanks, und wir kommen mit unserer 3kg Flasche. Wie peinlich, werden aber trotzdem überaus freundlich bedient. Die Flasche wird geprüft, ist in Ordnung und noch nicht leer, und mit 1,7 kg Gas gefüllt. Es stellt sich später heraus, dass der Flaschenaufsatz verstopft ist. Auf einen ordnungsgemäßen Lieferschein folgt eine ordnungsgemäße Rechnung in zweifacher Ausfertigung, ein Paar Dollar wechseln den Besitzer und wir fahren wieder zum Ausgang. Aber die Schranke bleibt geschlossen. Zuerst muss die zweite Rechnung abgegeben, die erste für uns danach abgestempelt werden und dann öffnet sich der Schlagbaum. Herrlich!!
Danach fahren wir weiter über Grootfontein, Rietfontein und D2512 und erreichen nach 6:45 Stunden unser Ziel. Das Waterberg Plateau Restcamp.
Wir können uns wieder einmal einen Platz unserer Wahl aussuchen. Geht diesmal sogar relativ schnell und nur mit kleinen Meinungsverschiedenheiten. Das scheint irgendwie ein Ritual zu werden.
Nach dem Aufbau gehen wir einen kleinen Wanderweg zum Restaurant.
Wir würden gerne eine Kleinigkeit essen, aber leider ist der Koch nicht mehr dazu zu bewegen uns etwas zuzubereiten. Wir trinken dann etwas und brechen dann zum Friedhof auf. Das Waterberg Plateau sieht im Nachmittagslicht toll aus.
Leider hat der Friedhof für uns einen faden Beigeschmack. Alle Gräber der ehemaligen Schutztruppen sind hervorragend hergerichtet,
für die gefallenen Herero blieb leider nur diese kleine Gedenktafel.
Zurück am Campingplatz schmerzt Peter’s lädierter Fuß wieder sehr. Die Wanderung auf den Tafelberg muss Beate wieder alleine unternehmen. Und dabei war diese Reise doch so geplant, dass wir uns dieses Mal öfter gemeinsam bewegen.
Fortsetzung folgt…
Teil 2903. März 2025
So, nach Büsnau und anschließendem geht es jetzt endlich in den Schlussspurt des Berichtes.
FR. 18.10.2024
Waterberg, gefahrene KM 0
Heute Morgen ohne Wecker aufstehen, dann gemütlich frühstücken, und dann macht sich Beate für ihre Wanderung auf den Waterberg bereit.
Dank des immer noch schmerzenden Fußes bleibt Peter im Camp zurück und kann den Vormittag gemeinsam mit einem Otti chillen.
Hier Beate's Bericht zu Ihrem Abenteuer. Eigentlich ist der Weg gar nicht so schwer zu finden 😎
Mountain View – rauf auf`s Waterberg Plateau
Da Peter mit seinem Fuß immer noch lädiert ist, breche ich morgens nach dem Frühstück alleine auf, das Plateau zu erklimmen. Um den Einstieg in den Weg zu finden, gehe ich zunächst auf dem Gelände bergauf, vorbei an den teuren Lodges, die ganz oben im Gelände stehen. Dahinter entdecke ich einen kleinen schmalen Pfad nach oben in die Berge. Ich folge ihm.
Was dann folgt, ist ein stetiger Aufstieg in immer schwierigerem Gelände bis ich nach ca. 30 Min. vor einer unüberwindlichen Felswand stehe, die ohne Kletterausrüstung nicht zu überwinden ist.
Ich habe mich bis zu diesem Punkt schon ganz schön hochgequält. Schwierige, steile Passagen mit etwas Klettern und kaum Platz für die Füße, so schmal war der Pfad. Wohl doch nur für Tiere geeignet. Mit Grauen dachte ich an den Rückweg. Runter geht’s zwar schneller, aber wohlbehalten anzukommen war mein oberstes Ziel. Ich brauchte fast genauso lang wie nach oben. Irgendwann hatte ich es geschafft und war wieder am Ausgangspunkt. Aufgeben war keine Option. Ich wollte auf das Plateau. Ich machte mich also auf die Suche nach dem richtigen Weg zum Mountain View und fand ihn dann auch. Auch dieser Weg ging steil nach oben und war nicht einfach, allerdings kein Vergleich mit dem Irrweg. Nach 40 Minuten kam ich dann oben an und wurde belohnt mit einem spektakulären Ausblick. Der schönste Platz ganz vorne oben war bereits von einer Pavianhorde belegt,
so dass ich mich mit dem zweitschönsten begnügen musste.
Ich genoss den Ausblick und hatte mir eine kleine Rast nun redlich verdient. Der Aufstieg (über den ausgezeichneten Weg) lohnt sich auf jeden Fall. Der Abstieg ging nun wesentlich schneller und ich erreichte gegen Mittag wohlbehalten unser „Basis-Lager“ und meinen Peter. Nach Beate's Rückkehr und Erholungspause gehen wir noch zum Pool und später zur Bar und genießen unseren letzten Tag vor der Weiterfahrt nach Windhoek.
Ende Teil 1
Teil 3003. März 2025
Teil 2
SA. 19.10.2024
Brakwater, gefahrene KM 268
Um 9:15 Uhr haben wir gefrühstückt und alles gepackt. Wir fahren heute den direkten Weg zur Immanuel Lodge kurz vor Windhoek, wo wir unsere letzte Nacht in Namibia in einem Komfortbett verbringen werden. Nach knapp 3 ½ Stunden eintöniger Fahrt
erreichen wir die Ausfahrt Brakwater. Doch die zwei Kilometer Reststrecke zur Lodge sind gesperrt. Also wieder zurück auf die Autobahn und die nächste Abfahrt wieder runter. Ist zwar nichts ausgeschildert, aber der Weg ist einfach zu finden. Auf der Lodge werden wir sehr freundlich empfangen und bekommen das Rhino Häuschen zugeteilt.
Dann wartet eine große Aufgabe auf unseren Gepäckboten. Da wir unseren Wagen für seinen „Winterschlaf“ vorbereiten wollen müssen zusätzlich zu unserem Gepäck noch sechs Ammo-Kisten zum Haus verfrachtet werden, was kein Problem ist und mit einem guten Tip belohnt wird. Wir machen noch einen kurzen Rundgang übers Gelände, werden noch von Stephan begrüßt und beginnen dann mit unseren Räumarbeiten, die sich dann bis zum Dinner hinziehen.
Als Belohnung erwartet uns dann ein vorzügliches Abendessen in sehr schöner Atmosphäre.
Richtig satt fallen wir dann um 10:00 Uhr ins Bett.
Ende Teil 2
Teil 3103. März 2025
Teil 3
SO. 20.10.2024
Rückflug, gefahrene KM 85
Nach einem leckeren Frühstück brechen wir um viertel vor neun zu unserer letzten Wegstrecke zu unseren Camper Unterstellplatz auf.
Fazit Immanuel: Nachdem Siggi ihr Tamboti Guesthouse geschlossen hat, sind wir zum ersten Mal auf der Immanuel Lodge eingekehrt, und wir waren hochzufrieden. Ein wunderbarer Abschluss einer schönen Reise mit einigen Malaisen. Wir haben hier wieder für die letzte Nacht unserer diesjährigen Namibia Reise gebucht. Wie gewonnen, so zerronnen. Leider wird die Lodge 3 Wochen nach unserer Übernachtung geschlossen. Familie Hock werden sich zurückziehen und ihren Ruhestand genießen. Wir wünschen Ihnen für die Zukunft alles Gute und hoffen, dass sie einen adäquaten Nachfolger finden werden.
Nachdem uns die nette Dame kreuz und quer durch Windhoek gelotst hat, und sich auch nicht durch Peter‘s „hier war ich schon mal, nein jetzt rechts, nicht links ab“ erweichen lässt, treffen wir erst um halb elf auf Glücksland ein. Markus und die zwei Hunde begrüßen uns, Markus kocht uns dann den obligatorischen Kaffee, dann noch ein letztes Tafel Lager und schon geht es weiter zum Flughafen.
Der Flug über Addis nach Brüssel ist pünktlich, wir werden wieder bestens versorgt. Danach mit der belgischen und luxemburgischen Bahn pünktlich(!!) zum Bahnhof Lux und weiter mit dem Pendlerbus nach Saarbrücken. Und schon erreicht und die deutsche Wirklichkeit. Der Bus wird kurz nach der deutschen Grenze gestoppt, und alle Passagiere werden kontrolliert. Schönes Schengen, armes Deutschland. Juhu, wir sind wieder zurück, jetzt mit der obligatorischen einstündigen Verspätung.
Das wars aus dem letzten Jahr, wir bedanken uns besonders bei allen Kommentatoren und Danke-Drückern, bei allen stillen Mitlesern fürs geduldige Mitfahren in unserem „PIG-PEN“ (so heißt nun unser Wagen, und so wird er auch in der Zukunft zu erkennen sein). Der Aufkleber ist schon fertig.