Eigentlich war für dieses Jahr nicht unbedingt eine Namibia-Reise geplant. Wir haben uns für einen Südfrankreich Urlaub entschieden. Aber in den kalten Monaten mit Winterdepression macht man sich doch einige Gedanken, was man im nächsten Jahr noch unternehmen kann. Namibia…Namibia… könnte man doch auch noch machen. Urlaub und Resturlaub berechnet. Frankreich und Namibia… passt doch ideal zusammen 😊. Sofort macht sich Peter an seine Lieblingsbeschäftigung: Reiseplanung, grob skizziert soll es in diesem Jahr in den Westen Namibias und Etosha gehen. Zu den schönen Plätzen, die wir schon einmal besucht hatten und Orte und Regionen, die neu für uns sind. Die endgültige Entscheidung hängt aber noch an der Buchung des Fluges, hier ist unser Budget begrenzt, und der Zeitpunkt bis zum Abflug schon fortgeschritten (wir haben immer die besten Erfahrungen mit Frühbuchungen gemacht). Mit allen Kniffen finden wir einen sehr günstigen Flug mit Ethiopian und interessanter Anreise (dazu aber später im Bericht mehr), bei Lufthansa/Discover waren die Preise im Gegensatz dazu schon fast unverschämt. Dazu fällt mir gerade ein, dass gestern unser Flug mit Lufthansa im Oktober 24 für September 25 gebucht, jetzt schon storniert wurde, da der LH-Zubringerflug nach München um eine Stunde nach hinten verlegt ist und nun die Umsteigezeit zu kurz ist. Erfahrung macht doch nicht klug, bin mal gespannt wieviel Stunden Warteschleife jetzt noch dazu kommen. So sah dann die Planung für 3 Wochen Namibia aus:
Bevor es losgeht müssen einige Verbesserungen am Wagen vorgenommen, und Schäden aus dem letzten Jahr behoben werden. Leider klappte nicht alles bis zu unserer Ankunft, wenn man nicht vor Ort ist, wird halt einiges aufgeschoben, und so konnte dann der Schaden an der Blattfeder mangels Ersatzteil noch nicht behoben werden und wir mussten wieder mit einem Provisorium fahren.
Vielleicht habe ich Euer Interesse geweckt, ich würde mich über Mitfahrer freuen.
So, und jetzt geht es zur Weihnachtsfeier, wird sich zeigen, ob ich Morgen schon auf's Pedal treten kann
Teil 221. Dez. 2024
DO. 26.09.2024 UND FR. 27.09.2024 ANREISE Heute geht es los. Gebucht haben wir bei Ethiopian ab Brüssel mit Stopover in Wien und Umstieg in Addis Abeba. Das Ganze für 850 € inkl. 2 x 23 kg Aufgabegepäck, was uns sehr zustatten kommt, weil wir doch noch etliches Zubehör für unseren Camper mitnehmen müssen. Pünktlich um 9:25 Uhr fährt unser Linienbus Saarbrücken – Luxemburg (Preis 9,00 € hin- und zurück) und ist eine Stunde später ohne Zwischenhalt am Lux – Hauptbahnhof. Dort in den Zug und mit einem Zugwechsel in Arlon nach Brüssel (pünktlich!! 🙂 ). Uns bleibt am Flughafen noch Zeit um etwas zu Essen.
Zuerst fliegen wir zu einem Zwischenstopp nach Wien, wo noch einige Passagiere zusteigen, dann weiter nach Addis. Dort müssen wir umsteigen, am Flughafen ist alles sehr gut ausgeschildert, überhaupt kein Problem das richtige Gate zu finden.
1 ½ Stunden später sitzen wir schon in der Maschine nach Windhoek.
Wir landen sogar früher als geplant, verlieren diese Zeit dann aber bei der Immigration. Neuerdings muss man sich zuerst am Health Schalter anstellen, was zu etwas Chaos führt. Natürlich muss Peter wie erwartet zur Gepäckkontrolle um seinen Koffer mit den Autoteilen zu öffnen. Da dies schon erwartet wurde, ging alles zügig und sehr freundlich von statten. Peter muss nur dem Beamten die Einzelheiten der CubeCamp Matratzenunterlage erklären. 😎 Zu Ethiopian Airlines gibt es nur Gutes zu berichten, die Verpflegung war gut (keine halb gefrorenen Brötchen o.ä. zum Frühstück, und hinten gibt’s nur noch Hühnchen), sehr freundliches und hilfsbereites Personal, kostenfreier Wein als Schlaftrunk, Kissen, Decke etc. Das Einzige was mir nicht gefällt ist die 3-3-3 Bestuhlung im Dreamliner.
Am Ausgang wartet schon Markus auf uns, um uns zu unserem Wagen auf seinen Car Storage zu bringen. Unterwegs eine Premiere: gestern wurde die neue Autobahnbrücke der Straße nach Dordabis eröffnet. Mit dem Wagen ist alles in Ordnung, Markus lässt noch das zweite Ersatzrad montieren und nach einem gemeinsamen Kaffee verabschieden wir uns um 16:00 Uhr für die kommenden drei Wochen von Glücksland. Wir fahren direkt zum Urban Camp nach Windhoek, hier haben wir uns für die nächsten drei Tage einquartiert. Beim Einchecken bekommen wir die Campsite 21 zugewiesen. Im Prinzip eine schöne Campsite für einen Camper mit Dachzelt, aber für unser Aufstelldach leider zu niedrig, so dass der Aufbau an der Canvasplane scheuert. Wird für die erste Nacht gehen. Wir bauen schnell auf, hängen den Strom an und Peter schaltet den Kühlschrank an. Ein kurzes Flackern und…..aus. So geht das weiter bis Peter aufgibt. 😠 So ein Mist, Wochenende und wir können erst am Montag früh in die Werkstatt. Im Platzrestaurant essen wir zu Abend, Beate Fisch mit Gemüse und Salat, Peter Wildschnitzel mit Bratkartoffen, Gemüse und Salat, alles sehr lecker. Beate probiert noch ein neues Geträn, das anscheinend zur Zeit angesagt ist: „Springbokkie“, Pfefferminzlikör mit Amarula. Lekker. Total übermüdet fallen wir ins Bett.
Fortsetzung folgt…
Teil 322. Dez. 2024
SA. 28.09.2024
Urban Camp
Es wird jetzt etwas textlastig für den geneigten Mitleser, aber ab Montag gibt es dann wieder mehr Bilder. Morgens gehen wir am Campingplatz frühstücken und es zieht sich dann doch bis 10:30 Uhr bis wir einen anderen Platz bekommen. Leider stehen wir hier komplett in der Sonne.
Wir fahren dann zum Einkauf in die Auas Mall. Irgendwie verpeilen wir die Schließzeiten der Bottle Stores am Samstag (kein Gin). Wieder zurück besorgen wir am Campingplatz Eis für unseren defekten Kühlschrank und nutzen die Gelegenheit um zum ersten Mal einen Kalahari Shandy (Angustura, Ginger Ale, Bitter Lemon und viel Eis) zu probieren. Schmeckt. Am Nachmittag werden dann die gekauften Lebensmittel verstaut. Eine Dose Clausthaler Alkoholfrei hat den Transport nicht überlebt, nicht schade um den Inhalt 😊, ist aber eine schöne Sauerei. Die Margarine hat auch zweimal den Aggregatzustand gewechselt und sieht jetzt leicht verschwitzt aus. Im Schatten von Platz 21 baut Peter auf dem vorhandenen Tisch auf. Die Matratze misst zwar 8cm in der Dicke, ist aber immer noch nicht sonderlich bequem. So sieht das dann aus (nur ein Beispiel):
Am Abend gehen wir wieder zum Camp-Restaurant und genießen unseren ersten Sundowner in der Double Gin Ausführung. Zum Essen bestellen wir uns zwei leckere Pizzen, für Peter eine Namibiana und Beate nimmt eine Spinat Feta. Dazu gibt es noch Knoblauch, Parmesan und eine superscharfe Paste.
Nach dem Abendessen noch einen Rotwein als Schlummertrunk.
SO. 29.09.2024
Urban Camp
Wir haben diese Nacht sehr gut geschlafen auf unserer neuen Matratze. Um acht Uhr stehen wir auf, duschen, ziehen die Wanderklamotten an und frühstücken. Heute wollen wir einen Ausflug nach Daan Viljoen unternehmen und etwas wandern gehen. Doch dazu wird es nicht kommen, beim Zusammenklappen des Camperdaches und Abspringen vom hinteren Rad landet Peter auf einem sehr großen Kiesel, verdreht sich das Fußgelenk und merkt sofort, dass hier etwas größeres passiert ist (Malaise 1). Bänder verletzt, nix geht mehr.
Beate geht gleich Eiswürfel zum Kühlen kaufen. Das wars dann mit der Wanderung.
Nach ein paar Stunden traditioneller Behandlung, hochlegen und kühlen, fahren wir noch zur Grove Mall (bzw. ich hinke zum Wagen und Beate fährt). Bei Pupkewitz Megabuilt Baumarkt finden wir einen Parkplatz im Schatten, Beate kauft direkt davor in der Apotheke eine starke Voltaren Salbe und eine Bandage für den Invaliden. Beate geht danach noch etwas shoppen, Peter legt den Fuß hoch und liest. Wieder zurück auf dem Campingplatz bereiten wir uns Spaghetti mit Tomatensoße zu, und Beate beginnt nach dem Essen mit der Vorbereitung des Wagens für die Weiterfahrt morgen. Peter nimmt noch eine Ibu, wird später von Schüttelfrost geplagt und geht früh zu Bett. In der Nacht ging es dann los -Durchfall-. Unter größten Mühen und Schmerzen schafft Peter es gerade so zur Toilette, ist zum Glück nur 10 m entfernt, kommt ihm aber wie ein Marathon vor. Und das Ganze noch zwei weitere Male (M. 2, und das an einem Tag).
Fortsetzung folgt....
Teil 423. Dez. 2024
MO. 30.09.2024 Ababis Guestfarm, gefahrene KM 285
Nach der ziemlich üblen und kalten Nacht (4°C) klingelt um halb sechs der Wecker. Peter geht es heute ziemlich schlecht, freuen uns aber trotzdem aus Windhoek weg zu kommen auf die Pad. Fazit Urban Camp: Wir müssen sagen, dass wir angenehm überrascht waren wie schön der Platz angelegt ist. Das Staff Personal ist sehr freundlich, alles ist sauber, schöner Pool und das Lokal ist ein Mini Joe’s Beerhouse. Es wird am Wochenende auch viel von Einheimischen besucht. Essen und Getränke waren sehr schmackhaft zu vernünftigen Preisen. Das Camp wird viel von Overlandern frequentiert, war aber alles sehr rücksichtsvoll und störte überhaupt nicht. Beate fährt heute, bei mir geht nix. Wir haben heute noch einiges zu erledigen und stehen um 7:30 Uhr bei Christian im Offroad Centre. Er nimmt den Wagen gleich in die Werkstatt und prüft den Kühlschrank und die Stromversorgung. Nach 30 Min. ist er wieder zurück und sagt uns es sei alles i.O., der Kühlschrank läuft. Peter war einfach zu blöd den Kühlschrank über das Bedienfeld richtig zu starten (das sagt Christian natürlich nicht so). Wie peinlich (Mal. 3, und wir sind erst 3 Tage hier). Das gute an der Sache ist, dass es bei Christian immer einen super leckeren Kaffee gibt. Wir verabschieden uns und fahren wieder quer durch die Stadt zur MEFT, um uns das Permit für Mirabib zu besorgen. Um Viertel nach zehn (!) hinke ich rein und um halb elf ist das Permit ausgestellt, und wir können los. Zuerst müssen wir aber noch zur Auas Mall, kaufen in der Apotheke Immodium für Peter, das aus Beate‘s Reiseapotheke ist leider schon abgelaufen. Danach erwerben wir noch eine Schüssel, Pfanne, Gelkissen zum Kühlen, fehlende Lebensmittel, und der Gin Vorrat wird ergänzt. Nach einem Frühstück bei Pick'n'Pay geht es dann endlich auf die Piste. Die Großbaustelle ist endlich fertig und zum ersten Mal seit 4 Jahren verfahren wir uns nicht und finden wir sofort den Einstieg zum Kupferberg Pass. Nach dem Passieren des Check Points fühlen wir uns zum ersten Mal in Namibia angekommen. Unterwegs kommen wir zunächst zum angeblich waren Tropic of Capricorn Schild.
Der Spreetshoogte Pass mit obligatorischem Fotostopp muss sein und es beeindruckt immer wieder der weite Blick in die Namib. Wie man auf dem unteren Bild sieht, ist gerade ziemlich viel los.
Weiter geht es über die C43 nach Solitär zum obligatorischen Apfelkuchen. Peter hat keinen Appetit und verzichtet, trinkt nur einen Kaffee. Der Magen rebelliert immer noch.
Heutiger Sichtungserfolg 😊
Nach weiteren 14 km erreichen wir unser heutiges Tagesziel, die Ababis Guestfarm. Wir werden von Katrin und Uwe herzlich begrüßt und können uns eine Campsite aussuchen, wir sich die einzigen Campinggäste. Für Beate ist morgen das Offroad Training gebucht. An unserem Platz klappen wir die Markise auf und nachdem uns Fred das bestellte Feuerholz bringt und dann auch noch den Donkey für warmes Duschwasser angefeuert hat, genießen wir den ersten Sundowner bei einem herrlichen Sonnenuntergang.
Heute wird zum ersten Mal gegrillt, es gibt für Peter ein Filet Steak und für Beate Hühnchen Cordon Bleu. Es wird sehr schnell dunkel, kühl und der Wind frischt auf. Peter hat wieder keinen Appetit und bringt kaum einen Bissen runter, so dass der größte Teil des Steaks in den Abfall wandern muss. Wir gehen dann ziemlich früh ins Bett, da der Fahrkurs um 9:00 Uhr beginnt und wir uns vorher in der Lodge noch zum Frühstück angemeldet haben. Es wird wieder für Peter eine schlimme Nacht. Trotz Immodium muss er mehrmals unter Schmerzen mit Durchfall zur Toilette „rennhumpeln“. Einfacher Weg ca. 50m. Der Wind frischt auch immer mehr auf, so dass wir um ca. 5:00 Uhr gemeinsam die Markise einklappen müssen. Ein Hering war schon weggeflogen. (MAL. 4). Was lernt man daraus. „Am Owend werd die Markies ingeklappt. Baschda“
Fortsetzung folgt...
Teil 524. Dez. 2024
DI. 01.10.2024
Ababis Guestfarm, gefahrene KM 30
Endlich ist diese schreckliche Nacht vorbei. Die Markise ist gerettet und verpackt, der Starkwind hat auch am Morgen nicht nachgelassen.
Frühzeitig fahren wir zum Farmhaus und frühstücken, d.h. Beate frühstückt ausgiebig und Peter begnügt sich mit einer Tasse Tee. Absolut kein Appetit. Und dabei gibt es alles was das Herz begehrt: Salami vom Zebra, Schinken vom Oryx, Eieromelette vom Hühnchen, Käse von der Kuh und Brot und Müsli aus sonstigen Naturprodukten. Und Beate, die sich sonst nur bei Fleisch auf Geflügelprodukte und Fisch beschränkt, genießt plötzlich Oryx Schinken. Gegessen wird am großen Frühstückstisch in sehr netter Gesellschaft. Wir erfahren, dass die Farm die Fläche der Stadt München einnimmt. Anmerkung: da zu jeglichen Größenvergleichen immer unsere Heimat, das Saarland, herangezogen wird (Waldbrand in XY auf einer Fläche 2x so groß wie das Saarland usw., etc…), hat Peter jetzt die tatsächliche Größe der Farm errechnet, damit jeder Mitleser Bescheid weiß: München = 370 km² Saarland = 2.570 km² Daraus folgern wir: im Saarland hätten nur acht (!) Farmen dieser Größenordnung Platz.
Um 9:00 Uhr geht es mit Beate’s Offroad Training los. Damit der Eindruck nicht verfälscht wird, hier der Auszug aus Ihrem Original Script: „Um neun Uhr ging mein Offroad Training los, ganz individuelles Einzeltraining (Anm.: mit eigenem Wagen) mit Carsten los. Eine Stunde Theorie auf Basis der Infos des ADAC (Kooperation Ababis mit ADAC) und anschließend ins Gelände. Tiefsand, Berge, Steigungen, Schräglage, alles was Mann/Frau können muss. Es war sehr interessant und lehrreich und hat mir das Auto etwas näher gebracht, besonders Allrad in allen Variationen und Situationen. Insgesamt dauerte es 5 Stunden. Eine brenzlige Situation war dabei, die wir letztendlich gut bewältigt haben. Carsten sagte danach nur, dass es ziemlich heikel war. Uff, geschafft.“ Und die Konsequenz daraus: ab sofort wird jeden Tag am Steuer gewechselt.
In der Zwischenzeit macht Peter es sich auf dem Farmgelände bequem mit lesen, herumhumpeln und einfach nur die Ruhe und Schönheit der Natur und Farm genießen. Er beschränkt sich bei der Ernährung ausschließlich auf Rusk’s.
Graulärmvogel – Grey Go-away Bird
Nach Beate’s Rückkehr vom Fahrtraining verbringen wir noch etwas Zeit am Pool.
Um 15:30 Uhr fahren wir zur Campsite zurück, duschen und chillen.
Zum Dinner sind wir pünktlich um 20:00 Uhr am Farmhaus. Der Tisch ist auf der Veranda gedeckt. Alle an einer Tafel versammelt, wie eine große Familie. Zum Essen gibt es Suppe, Salat, eine Oryx Lasagne und Pudding zum Nachtisch. Dazu einen Rotwein für Peter, dem es zum ersten Mal wieder so richtig schmeckt, Beate bestellt sich ein Viertele Weißwein, bekommt aber vom Praktikanten (ein Schreiner aus dem Bootsbau) einen halben Liter serviert. Kein Problem, bei der guten Stimmung schafft Sie den. Nach diesem wunderbaren Dinner geht es mit Stirnlampenbeleuchtung zurück zur Campsite, während der Wind wieder richtig auffrischte. Wir gingen auch gleich zu Bett. Peter schlief diese Nacht richtig gut, während Beate der Meinung ist dass wieder irgendwo der Kalahari Wüstensäger aufgetaucht sein muss. Morgen geht es weiter nach Mirabib. Fazit Ababis: Eine wunderschöne Guestfarm mit sehr netten Besitzern, die Zimmer können wir nicht beurteilen aber die Campsites, wir hatten Nr. 3, sehr gepflegt und alles sauber. Heißes Wasser morgens und abends (Fred war immer für uns da). Das Essen und Frühstück hervorragend. Das Offroad Training ist sehr zu empfehlen. Alles in allem – wir kommen wieder.
Teil 627. Dez. 2024
So, Weihnachten ist vorbei, jetzt kanns weiter gehen.
MI. 02.10.2024
Mirabib Campsite, gefahrene KM 158
Da es schon wieder sehr windig ist, packen wir ohne Frühstück zusammen, bezahlen und verabschieden uns und fahren um 09:45 Uhr los. Peter geht es heute Morgen besser. Wir frühstücken in Solitaire Apfelkuchen und Chicken-Brötchen. Dann fahren wir über die C14 in den Namib-Naukluft Park und biegen später auf die D2186 ab.
Zweimal überqueren wir wieder den Wendekreis des Steinbocks und kommen bis zum Abzweig zur Zebra Pan gut voran. Bis hierhin ist die Pad gut gegradet. Die letzten 20 km nach Mirabib sind dann aber arges Wellblech. Einige ganz schlaue, oder besser üble Zeitgenossen haben statt sich anzupassen, neue Fahrspuren links und rechts des Weges in die Namib gelegt. Hierfür habe ich leider kein Verständnis. Wir sind als erste um ca. 14:30 Uhr in Mirabib und haben die freie Auswahl der Campsite. Wir fahren einmal um den Berg und entscheiden uns diesmal für die Nr. 5. Vor zwei Jahren hatten wir die Nr. 1, die nicht so schön gelegen war. Nach einigem Begutachten und Rangieren steht dann auch der Camper. Nervig sind die vielen „Kitzelmücken“, die uns bis Sonnenuntergang belagern. Sie werden uns in Zukunft weiterhin belästigen.
Mein Haxen sieht immer noch schlimm aus und richtig laufen kann ich auch noch nicht. Inzwischen sind alle Zehen blau. Wir haben eigentlich hier eine gemeinsame Wanderung über das Plateau machen wollen, aber ich muss leider passen.
Beate macht die Wanderung alleine, hier Ihr Bericht: „Um 17:00 Uhr breche ich zu einer Wanderung auf. Wunderschöne Aussichten und ich klettere kreuz und quer über die Steine. Irgendwie habe ich mich in der Zeit und der Entfernung verschätzt und bin erst nach Sonnenuntergang am Camp angekommen. Peter war zu Recht sauer und wir hatten den gemeinsamen Sundowner verpasst“
Bilder von Beate:
Peter hat inzwischen auch noch fotografiert:
Mountain Wheatear, Bergsteinschmätzer
Natürlich haben wir trotzdem noch mit einem Gin-Tonic auf den wunderschönen Tag angestoßen.
Zum Essen gab es Boerewoors mit Bratkartoffeln und Gurkensalat.
Nachdem es ganz dunkel wurde, genossen wir einen herrlichen Sternenhimmel bei Neumond. Danach noch die Blaulicht Taschenlampe ausprobiert und auch gleich einen Skorpion entdeckt.
Fortsetzung folgt...
Teil 728. Dez. 2024
DO. 03.10.2024
Swakopmund, gefahrene KM 171
Bei schönstem Sonnenlicht am Morgen stehen wir auf. Heute geht es weiter nach Swakopmund.
Zum Frühstück gesellt sich dann ein Dassie, der uns zuerst genau beobachtet und wahrscheinlich abschätzt, ob es gefährlich ist. Er erkennt den Invaliden sofort und nähert sich ohne Scheu. Bevor er dann wieder verschwindet, säuft er noch die Vogeltränke leer.
Danach heißt es wieder einmal zusammenpacken und um 10:15 Uhr auf die Pad.
Es geht weiter auf der D2186 Richtung Gobabeb. Die ersten 15 km sind wieder schlimmes Wellblech, so dass wir nur langsam vorankommen. Vor Gobabeb wird es dann besser.
Um ca. 13:00 Uhr erreichen wir die Düne 7. Da es Mittagszeit ist beschließen wir noch das Lokal zu besuchen. Es ist nicht viel los. Eine Gruppe geht zum Sandboarden eine andere Quadfahren. Wir trinken und essen lieber etwas. Beate nimmt Hühnchenstücke mit Pommes und Peter Steak Roll mit Pommes. Für einen Imbiss ist das Essen in Ordnung und die Preise zivil.
Um ca. 15:00 Uhr kommen wir dann in Swakopmund an Und quartieren uns in Meike’s Guesthouse für zwei Nächte ein. Wir bekommen Nr. 7, ein sehr großzügig geschnittenes Appartement.
Später gehen wir noch zum Supermarkt um die Ecke, wo wir unser geliebtes Braai-Gewürz (auch für unsere lieben Reisepartner Steffen und Anne, die uns im nächsten Jahr wieder begleiten werden, nehmen wir eins mit) und noch andere Kleinigkeiten kaufen. Da Bushwhackers fast direkt vor der Haustür liegt ergänzen wir unsere Camperausstattung (Grillzange,ist einfach besser als eine Gabel), Grillrosttasche, Essenswarmhaltegefäß (so nennen wir das jetzt mal), Toasteraufsatz für Gasflasche (macht namibisches Brot lekker), kleine Handsäge, große Gabel, Seifendose, Eiswürfelbereiter aus Kautschuk (super Sache für das Gefrierfach des Kühlschranks) und für Beate Elefantensocken (machen die Füße breiter, passen dann besser in UGGS). Nach diesem Großeinkauf räumen wir den Wagen entsprechend um und gehen ausgiebig duschen.
Da wir mittags schon warm gegessen haben, gibt es zum Abendessen nur Brot, Wurst und Käse.
Fortsetzung folgt...
Teil 830. Dez. 2024
FR. 04.10.2024
Swakopmund, gefahrene KM 16
Nach einem ausgiebigen und leckeren Frühstück bei Meike beschließen wir heute uns nur in der Stadt aufzuhalten, ohne großartige Pläne. Vieles haben wir schon 2021 zu Corona Zeiten gesehen, es waren damals nur fast keine europäischen Touristen unterwegs, und deshalb lassen wir uns mehr oder weniger etwas treiben. Zuvor müssen wir aber noch zur MEFT ein Permit für den Dorob Park besorgen. Da die Permitstelle wegen Renovierungsarbeiten vorübergehend umgezogen ist, und wir nur eine Adresse, die Logi (glaube ich) im Forum eingestellt hat, haben, fragen wir Klaus , ob er den neuen Standort kenne. Er kann uns auch nicht weiter helfen, also beginnen wir mit dem Navi und der Adresse zu suchen und landen in einer großen Buswerkstatt im Industriegebiet. Auf Nachfrage kann uns auch niemand Auskunft geben und zu unserem Glück fährt dann gerade ein städtischer Mitarbeiter auf den Hof. Er erklärt sich sofort bereit uns zur MEFT zu bringen und fährt mit seinem Wagen voraus bis an die Haustür. Dort wird gerade die Hausnummer angebracht. Flux rein, Peter ist alleine drin, war ja auch nicht zu finden, und wir haben ein kostenloses Permit für den Dorob Park in Händen. Toll!! Falls die MEFT noch nicht zurück ist habe ich hier noch zwei Bilder wie sie zu finden ist.
Das ist das MEFT Gebäude
Weil ich meine registrierte MTC Sim Karte nach mehrmaligem Verlängern, schlussendlich doch verschlampt hatte, fahren wir weiter zur „Platz am Meer“ Mall. Beate setzt hier Peter beim MTC Laden ab und geht shoppen. Sechs andere Personen sind in der Reihe vor ihm dran, witzig ist das Stühlerücken, wie vor zwei Jahren bei der Natis. Zwei Beamtinnen an den Schaltern und ein Kunde, der gefühlt ewig braucht, lassen Peter schon befürchten, dass dies heute langwierig wird. Aber weit gefehlt. Nach nicht einmal einer Stunde war alles erledigt. Beate hat in der Zwischenzeit die Ausstattung des Campers mit einer roten Hose, einer Futtersackhose und Drogeriemarkartikels aufgebessert. Wir fahren dann zurück in die Stadt und parken in der Ludwig Koch Street. Nach dem Erwerb von einigen weiteren nützlichen Dingen in der Stadt, gehen wir zu „Brewer and Butcher“ zum Mittagessen. Wir sitzen auf der Terrasse und genießen die Mittagssonne und den Blick auf Strand und Meer. Auch das Essen ist köstlich. Für Beate gibt es eine Roulade und für Peter Lambshank. Wir sind jetzt zum zweiten Mal hier gewesen und nicht enttäuscht worden. Anschließend besuchen wir das Swakopmund Museum. Das Museum ist sehr interessant und hat bei seiner begrenzten Fläche eine ungeheuer große Anzahl von Exponaten zu bieten. Man verliert sich in der Zeit und schon ist es 17:00 Uhr. Schließzeit des Museums. Wieder draußen unterhalten wir uns über unsere Eindrücke und sind beide etwas zwiespältig, finden, dass das Museum zu sehr die „weiße“ Sicht auf die Geschichte Namibias ausdrückt. Das ist unsere persönliche Ansicht, wir möchten hier keine Diskussion vom Zaume brechen. Wir besuchen Swakopmund diesmal ohne Kamera, deshalb hier nur eine textliche Beschreibung. Bilder sind in unserem Bericht von 2021 zu finden. Auf dem Rückweg haben wir noch im Spar-Center unsere Vorräte für die nächsten Tage ergänzt. Morgen geht es weiter zur Spitzkoppe.
Fortsetzung folgt...
Teil 931. Dez. 2024
SA. 05.10.2024
Spitzkoppe, gefahrene KM 175
Morgens wieder sehr gut gefrühstückt, zusammengepackt und uns von Klaus verabschiedet. Swakopmund ist zwar schön, aber trotzdem sind wir froh wieder aufzubrechen und in das Namibia zu fahren, das uns immer wieder anzieht. Da wir uns, wie bereits erwähnt, täglich mit dem Fahren abwechseln, ist heute Beate an der Reihe. Ich lasse mich chauffieren und genieße es einfach daneben zu sitzen, und die Landschaft auf mich wirken zu lassen. Über die D1991 fahren wir zuerst zum Aussichtspunkt Moon Valley. Der Blick in die Tiefe ist atemberaubend, und die Kamera kann hier nicht das abbilden, was das menschliche Auge erkennt.
Weiter geht es nach Goanikontes. Um Vierten nach Zehn kommen wir dort an zum zweiten Frühstück mit Kaffee, Cheesecake und Kaltgetränk und genießen die Stille. Um diese Uhrzeit sind wir fast die einzigen Gäste.
Keine Ahnung welches Huhn das ist
Lesser Masked-Weaver
Zunächst sollte die weitere Strecke ein Stück durch das Khan Riverbed führen, aber aufgrund der fortgeschrittenen Zeit lassen wir das aus. Die Strecke ist zwar sehr schön (waren diese 2021 gefahren), aber wir wollen doch zeitig an der Spitzkoppe sein, um noch einen schönen Platz zu finden. Die Fahrt über die B2 ist sehr anstrengend wegen des vielen LKW Verkehrs und wir sind froh bald wieder abfahren zu können. Die ersten Kilometer auf der D1918 lassen sich noch gut fahren, nach dem Abzweig auf die D3716 wird es dann ziemlich unangenehmes Wellblech bis zur Spitzkoppe. Wir haben reserviert und das einchecken geht zügig voran. Wir blicken uns kurz auf der Campsite um, beschließen dann uns auf dem Platz 13 niederzulassen.
Später geht's weiter...
Teil 1031. Dez. 2024
FORTSETZUNG
Direkt an unserem Platz entdecken wir dann einen
Black-fronted Bulbul - Feueraugenbülbül
Pale-winged Starling - Fahlflügelstar
Cape Bunting – Kapammer
Den vorderen Hügel haben wir uns als Sundowner Platz ausgesucht. Es ist für Peter nicht, leicht aber schafft es hinauf zu kraxeln. Solange er den Fuß nicht drehen muss, geht es.
Die Futtersackhose
Von dort oben ist die Aussicht auf die Spitzkoppe herrlich.
Zum Abendessen gibt es Lende in Pfefferrahmsoße mit Nudeln. Nachts haben wir einen tollen Blick auf unsere Milchstraße. Peter muss sich doch noch etwas mit der Sternenfotografie beschäftigen.
Fortsetzung folgt...
Teil 1102. Jan. 2025
SO. 06.10.2024
Twyfelfontein, gefahrene KM 242
Nach einer ruhigen Nacht stehen wir mit einem sehr schönen Sonnenaufgang, der die Spitzkoppe beleuchtet, auf. Bei Peter hat sich der Durchfall dank Immodium in eine Verstopfung gewandelt. Wird sich bestimmt bald ändern.
Nach dem Frühstück packen wir zusammen und brechen auf zu unserem nächsten Ziel: Twyfelfontein. Dort haben wir einen Campingplatz gebucht, Elephant Drive und Campsite. Die Homepage sagt nicht soviel aus, aber es gab einen netten Mailkontakt. Aber bevor wir wegfahren, kann Peter noch einen Vogel ablichten
Mountain Wheatear
Die Strecke zwischen der Spitzkoppe und Twyfelfontein ist wirklich, bis auf die Teerstücke, sehr schlecht. Wir sind in 8 Jahren Namibia schon recht viel herumgekommen, aber dieses Jahr werden wir richtig durchgeschüttelt. Mich wundert, dass die C-Straße noch am schlimmsten sind. Unterwegs sehen wir außer einem Strauß keine Tiere.
Wir sind froh in Uis einen Stopp einlegen zu können. Wir werden von unserem Navi kreuz und quer durch den Ort geschickt, bis das „Cactus Coffee“ erreichen.
Hier kehren wir ein und stärken uns für die Weiterfahrt.
Nach der Pause fahren wir weiter bis zur Tankstelle und füllen nochmals Diesel nach.
Wir werden weiter geschüttelt, nicht gerührt, bis Twyfelfontein. Auf Gravel fahren wir nie schneller als 80 km/h, aber hier benötigen wir für die 240 km reine Fahrzeit 41/2 Stunden. Das sind gerade mal 54km/h. Da der Campingplatz relativ neu ist konnte Peter ihn auf der T4A Karte nur ungefähr markieren (beim neuen Update ist er jetzt erfasst) und so suchen wir erst etwas, bis wir ein Gebäude finden, das passen könnte. Der erste Eindruck ist: wenn sich hier der Campingplatz befindet, na toll, und wir haben zwei Übernachtungen. Das Gebäude steht 50 m von der Straße entfernt und ringsum nur Staub und Mücken. Also los, suchen wir die Rezeption. Wir werden sehr freundlich empfangen und fragen nach der Campsite. Die Dame am Empfang sagt uns, dass wir in ca. 10 Minuten von einem Fahrer zum Camp gebracht werden. Glück gehabt. Wir tragen uns noch für die Elephant Drive für morgen früh ein, und schon werden wir abgeholt. Es sind jetzt noch ca. 1,5 km bis zur Campsite, direkt am Unib Flussbett gelegen. Wie Kann man sich vom ersten Eindruck doch täuschen lassen. Uns erwartet hier eine tolle, sehr gepflegte Anlage mit schönen, großen Stellplätzen.
Campsite Nr. 3
Blick ins Flussbett
Abends grillen wir Würstchen und es gibt Brot dazu.
Zart besaitete Naturen mögen bitte den nächsten Abschnitt überspringen. Für die restlichen Leser sei Kopfkino erlaubt (der Autor entschuldigt sich schon einmal, gehört aber zum Fortgang des Reiseberichtes).
Dann geht es los. In der Nacht geht es los. Peter’s Wackersteine rumpelten im Bauch und etwas später war es soweit. Hinkespurt die 30 m zum Klo, fast geschafft aber es fehlten halt 10 cm und es war soweit. Na toll, eine Stunde Waschhaus putzen, abduschen und ganz leicht (eher gar nicht) bekleidet zum Camper zurück. Und immer wieder zwickt es. Mittlerweile geht die Sonne fast auf. Na dann noch eine gute Nacht.
Fortsetzung folgt.... falls jetzt noch jemand mitlesen will
Teil 1204. Jan. 2025
MO. 07.10.2024
Twyfelfontein, gefahrene KM 0
Heute Morgen stehen wir frühzeitig auf.
Peter geht es nicht so gut. Er muss die Gamedrive absagen, zu groß ist die Angst mit heruntergelassenen Hosen neben einem Wüstenelefanten zu stehen. Beate muss alleine fahren und wird um 08:20 Uhr abgeholt. Da sonst nur noch Pärchen mitfahren, darf sie neben dem Guide Rosalie vorne sitzen und die Tour genießen. Sie fahren in das Abu-Huab Flussbett und folgen Elefantenspuren. Nach einiger Zeit entdecken sie die Herde, ein Eli kommt sogar bis auf Griffweite ans Gamedrive Fahrzeug. Aber all sind sehr entspannt. Rosalie erklärt bestens die Lebensgewohnheiten, Populationszahl und Vorkommen im Huab. Alle Elefanten haben ihre Namen, ein Elefant heißt auch Rosalie.
Teil 1305. Jan. 2025
Fortsetzung:
Peter geht es nicht so gut. Er muss die Gamedrive absagen, zu groß ist die Angst mit heruntergelassenen Hosen neben einem Wüstenelefanten zu stehen. Beate muss alleine fahren und wird um 08:20 Uhr abgeholt. Da sonst nur noch Pärchen mitfahren, darf sie neben dem Guide Rosalie vorne sitzen und die Tour genießen. Sie fahren in das Abu-Huab Flussbett und folgen Elefantenspuren. Nach einiger Zeit entdecken sie die Herde, ein Eli kommt sogar bis auf Griffweite ans Gamedrive Fahrzeug. Aber all sind sehr entspannt. Rosalie erklärt bestens die Lebensgewohnheiten, Populationszahl und Vorkommen im Huab. Alle Elefanten haben ihre Namen, ein Elefant heißt auch Rosalie.
Der Kleine ist erst zwei Monate alt
Teil 2 des Tages folgt...
Teil 1405. Jan. 2025
Fortsetzung Teil 2 des Tages:
4 Stunden dauert die Fahrt bis zur Rückkehr zum Campingplatz und 900 NAD sind ein sehr guter Preis für eine schöne Tour. Beate ist richtig glücklich endlich ihre geliebten Elefanten sozusagen hautnah erlebt zu haben. Peter hat sich derweil ausgeruht und es geht ihm mittlerweile besser. Zu erwähnen ist noch, dass es zwischenzeitlich kurz geregnet hat.
Später machen wir noch einen gemeinsamen Spaziergang ins Flussbett des Unib. Wir entfernen uns nicht allzu weit vom Camp und auf dem Rückweg haben wir uns noch die Baustelle angeschaut.
Im Moment wird an einer Poolanlage mit Bar gearbeitet und wie man den Baufortschritt beurteilen kann, wird wohl 2025 dieser neue Bereich fertig sein.
Zum Abendessen gibt es für Beate Bratkartoffel mit Ei und für Peter Pellkartoffeln mit Butter.
Fazit: sehr zu empfehlen Hier tut sich was, eine schöne, saubere Campinganlage mit Spülmöglichkeit und Grillstelle auf jeder Campsite, und einem sehr empfehlenswerten, günstigen Gamedrive Angebot. Dazu überaus freundliches Personal.
Fortsetzung folgt...
Teil 1506. Jan. 2025
DI. 08.10.2024
Palmwag, gefahrene KM 94 Teil 1
Heute fahren wir weiter nach Palmwag. Peter geht es endlich etwas besser. Der Magen scheint sich beruhigt zu haben. Nach einem gemütlichen Frühstück brechen wir 09:50 Uhr auf. Nach kurzer Fahrt sehen wir am Straßenrand eine Springbockherde, das lässt sich ja heute gut an.
Wir fahren auf der C39 auf einer guten Pad, muss auch einmal erwähnt werden
und treffen um 10:45 Uhr auf die C43, der wir weiter folgen werden. An der Kreuzung sind noch die Überreste der Oasis Bar zu sehen.
Einen Kilometer weiter kommen wir zur kleinen Ortschaft Bergsig. Im Shop besorgen wir uns noch Wasser. Etwa 50m hinter dem Laden befindet sich eine Polizeistation. Peter nutzt die Gelegenheit und lässt sich hier die Fahrzeugpapiere und die TRN beglaubigen. Die notwendigen Kopien haben wir schon dabei. In zehn Minuten ist alles erledigt und kostet nix (!). Uns ist in diesem Örtchen sehr angenehm aufgefallen, dass wir hier ganz normale Menschen erlebt haben, die sich für uns interessierten, aber uns nichts zu verkaufen versuchten, geschweige denn, bettelten. Wir werden es noch anders erleben. Wir fahren weiter und sehen ca. 18 km vor Palmwag eine sehr magere Giraffe an einem Wassertank.
Die Auswirkungen der langen Dürreperiode zeigt, dass die Wasserversorgung noch in Ordnung ist aber die Futterversorgung dramatisch ist. Und dann nach drei weiteren Kilometern entdecken wir an einem Berghang eine Elefantenherde. Peter’s erste Wüstenelefanten. Sie stehen leider zu weit weg und es reicht nur für Beweisfotos.
Um 12.20 Uhr erreichen wir den Veterinärzaun und werden nach der Frage nach unserem Ziel sofort durchgewunken. Süd nach Nord kein Problem. Morgen müssen wir in die andere Richtung. Wir checken in Palmwag ein und bekommen die Campsite 3. Ein schöner Platz mit nicht allzu verbuschter Sicht ins Tal und eigenem Sanitärblock.
Teil 2 Fortsetzung folgt....
Teil 1606. Jan. 2025
DI. 08.10.2024
Palmwag, gefahrene KM 94 Teil 2
Beate stromert schon auf dem Lodge Gelände herum (im Gegensatz zu manch anderen Plätzen kann man hier das Angebot der Lodge nutzen), während Peter noch in seinen Sachen kruschpelt (saarländisch für alles auspacken, nichts finden, wieder einpacken und nochmal auspacken…….). Beate ist schnell zurück um von Elefanten zu berichten, die direkt vor der Lodge stehen. Etwas ungläubig geht Peter doch mit. Und tatsächlich hat sich eine Herde am Wasserloch versammelt.
Jetzt haben wir Hunger und bestellen uns an der Bar zwei Hamburger (Chicken und Beef) und relaxen danach am Pool.
Familie House Sparrow – Haussperling beim Zwiegespräch
Das Auto wird danach auch noch inspiziert und Peter stellt fest, dass schlechte Strecken schon ihren Tribut gefordert haben.
1 Hier fehlt eine Schraube
2 Hier versucht sich die Radkastenverkleidung zu verselbstständigen, was mit dem Wundermittel Kabelbinden verhindert werden kann.
Das Kabelbinderprovisorium muss auf Wellblech ca. alle 20 km erneuert werden, dann hat es die Kabelbinder wieder weggerissen. Heute Abend gibt es Brot und viel Wurst (Morgen Vet-Fence). Nach einem schönen Sonnenuntergang besuchen uns noch Kudus, für ein Foto ist aber das Licht nicht mehr ausreichend.
Fortsetzung folgt...
Teil 1709. Jan. 2025
MI. 09.10.2024
Kamanjab, Porcupine Camp, gefahrene KM 115
Heute verlassen wir Palmwag. Es ist hier zwar sehr touristisch, aber trotzdem schön. Eine Oase in der Wüste. Ein paar Vögel lassen sich auch noch von Peter ablichten. Es sind wieder die üblichen Verdächtigen:
Zum Frühstück gibt es Reste: Wurst und Eier. Die müssen vor dem Vet Fence weg.
Kurz vor unserer Abfahrt kommen die Elefanten noch rechtzeitig zum Wasserloch. Sie gehen ganz dicht an Beate vorbei.
Um 10:00 Uhr fahren wir los, es ist heute ein leichter Fahrtag bis zum Porcupine Camp. Ursprünglich war die Planung über den Otjitheka Trail Richtung Kamanjab zu fahren, da wir diesmal aber alleine ohne zweites Auto unterwegs sind, haben wir aber nach dem Studium von Bele’s und Eulenmuckel’s Bericht schon vor der Reise Abstand davon genommen. Wir nehmen also die Route über die C40 und müssen zuerst einmal den Vetfence passieren. Das wird bei uns immer eine ziemlich aufwändige Prozedur. Daran, dass sich der Kühlschrank bei der Veterinärkontrolle so weit öffnen lassen muss, damit der/die Kontrolleur/in zumindest den Kopf reinstecken kann, hat bei den südafrikanischen Camperherstellern niemand gedacht. Für uns heißt das dann immer: • Reserverad hinten wegklappen und sichern • Trittleiter entriegeln und runter schwenken • Klappdach entriegeln und 30cm aufstellen • Einstiegstür nach oben schwenken • Einsteigen und das Bett so weit wie möglich anheben • Kühlschrank öffnen und die Deckel unter dem Bett verkeilen • Aussteigen und dem meist schon genervten Kontrolleur einen Blick in den Kühlschrank werfen lassen, was angesichts der Enge selbiger meist mit einem Blick auf den Kühlschrank dann sein lässt und uns durchwinkt. • Letzter Schritt: das ganze nochmals rückwärts. Danach stehen dann im verkehrsarmen Namibia zwei weitere Fahrzeuge hinter uns. Es sind nur ca. 20km bis zum Grootberg Pass. Die Strecke ist sehr schön, man sieht spitze Berge, Plateau Berge, Hügel in vielen Farben (bitte fragt Peter nicht nach deren Namen).
Nach einer Pause auf der Passhöhe, leider haben wir die Grootberg Lodge nicht besucht, fahren wir weiter. Kurz vor Erwee treffen wir auf einen POI, der in der T4A Karte mit Granitblock bezeichnet wird. Wir machen hier eine Pause und wandern etwas herum.,
Um ca. 13:00 Uhr erreichen wir dann das Porcupine Camp.
Es hat hier vor wenigen Jahren ein Besitzerwechsel stattgefunden. Die Farm gehört jetzt einem Namibier mit seiner belgischen Frau, die sich um den Campingplatz kümmert. Wir werden sehr freundlich empfangen und können, da wir heute die einzigen Gäste sein werden, uns eine Campsite auswählen. Sie lädt uns dann für 20:00 Uhr zur Stachelschweinfütterung ein. Wir wählen eine Campsite nach etwas hin und her wo man jetzt am besten steht, bauen auf und sehen uns um. Der Sanitärbereich ist rustikal mit viel Wellblech, aber sehr attraktiv. Heißes Wasser steht mittels Gasdurchlauferhitzer immer zur Verfügung. Alles ist einfach und sehr sauber.
Am Nachmittag sehen wir uns dann noch auf dem Farmgelände um. Vorher geht Beate noch zur Toiletten und sieht auf dem Weg dahin eine Schlang, die sich aber sofort verkrümelt. Wir haben noch nach dem auf der Karte eingezeichneten Korhaan birding Trail gefragt, aber es scheint keine Wegweiser mehr zu geben. Angeblich existiert noch in einer Wanderapp eine Aufzeichnung der Wegstrecke.
Pünktlich um 20:00 Uhr holen sich die Stachelschweine ihr Gemüse ab. Wir sehen sie zum ersten Mal und sind überrascht, wie groß diese Tiere sind. Peter darf auch aus der Hand füttern. Nach 10 Minuten verschwinden sie wieder in die Dunkelheit.
Nach diesem schönen Erlebnis gehen wir zurück zum Platz. Wir haben gefragt, ob wir für nächtliche Besucher unsere Gemüsereste und Kartoffelschalen auslegen dürfen. Das ist erlaubt. Um ca. 21:00 Uhr kommt das erste Stachelschwein zu uns und beginnt zu fressen. Kurz darauf kommt auch das Zweite, klaut sich eine Kartoffel und verschwindet sofort wieder. Als beide verschwunden sind, gehen wir schlafen. Nachts wird Peter durch stark knirschende Geräusche geweckt. Er hört sich das eine Zeitlang an und beschließt dann wagemutig mit einer Taschenlampe bewaffnet, den sicheren Camper zu verlassen. Aus dem Augenwinkel kann er sehen, wie etwas stacheliges, schwarzes die Flucht ergreift. Jetzt muss nur noch die Ursache für die Geräusche entdeckt werden, und Peter findet den aufgerissenen Holzkohlesack und angefressene Holzkohlen. Wusste nicht, dass Holzkohlen zu den Grundnahrungsmitteln der Stachelschweine gehören. Vielleicht hat es ja Durchfall. 😊
Fortsetzung folgt...
Teil 1811. Jan. 2025
DO. 10.10.2024
Hobatere, gefahrene KM 82
Beate schafft es heute Morgen um 7:00 Uhr eine Farmrunde zu joggen. Nach Duschen und Frühstück packen wir zusammen und fahren zum Farmhaus zum Bezahlen. Man kann hier nur bar bezahlen.
Fazit Porcupine Camp: Eignet sich gut als Ziel für einen Zwischenstopp. Freie Platzwahl. Sanitäranlagen ähneln Ngepi, alles nach oben offen, nur in Wellblechdesign. Sehr sauber und immer warmes Wasser. Höhepunkt sind natürlich die Stachelschweine.
Wir fahren heute bis Hobatere. Zuerst müssen wir aber nach Kamanjab zum Tanken, Einkaufen und Radwechsel in der Werkstatt. Schon beim Tanken werden wir dann Händlern heftig bedrängt, so dass wir nur kurz aus dem Auto aussteigen, aber nach kurzer Zeit aufgrund der Hartnäckigkeit, die fast schon aggressiv ist, wieder in den Wagen flüchten. Nach dem Tankvorgang fahren wir gleich gegenüber in die Werkstatt und lassen das Ersatzrad montieren, da ein Reifen schon ziemlich mitgenommen aussieht. Außerdem wird die fehlende Schraube am Frontbumper ersetzt und die Radlaufabdeckung mit Draht befestigt. Alle, die hier was reparieren wollen, bitte vorab einen Preis vereinbaren. Dann noch schnell zum Einkauf in den kleinen Laden hinter der Tankstelle. Wir haben Glück, denn die „Händler“ sind gerade mit einer größeren Reisegruppe beschäftigt. Jetzt aber schnell los, es ist nicht weit und rechts liegt schon der Etosha Park. Unterwegs können wir schon Giraffen entdecken.
Nach ca. 70km biegen wir links von der C35 ab zur Hobatere Campsite. 500m weiter befindet sich der Campingplatz. Wir sind ziemlich früh und können uns einen Platz aussuchen. Der Camp Attendent versorgt uns noch mit Feuerholz für den Donkey und wir bezahlen bei ihm den Platz für eine Nacht. Auch hier ist nur Barzahlung und auch nur in NAD möglich.
Ein Mitbewohner
Um 15:00 Uhr gehen wir zum Wasserloch. Man steigt auf einen kleinen Hügel und blickt von einem überdachten Freisitz in eine Talsenke. Schön, aber noch besser wäre es, wenn diese lästigen Fliegen nicht wären, die versuchen durch nicht verschlossene Körperöffnungen in uns einzudringen. Beate vergleicht es mit Alice Springs in Australien. Ein Imkerhut wäre nicht schlecht.
Hier endet Teil 1, im Moment mag er meine Bilder nicht.
Teil 1911. Jan. 2025
Teil 2
Mit dem Sonnenuntergang gehen wir zurück zum Camp. Hier sprechen uns zwei verzweifelte Amerikaner an. Der Camp Attendent nimmt keine US-Dollars an, auch nachdem ich ihm den neuen Online Kurs zeige, und die beiden noch ein Paar Scheine drauflegen wollen, weigert er sich standhaft. Also wandern die US-Dollars in Beates Geldbörse und ihre NAM-Dollars zum Camp. Die gute Tat für heute. Nach dem Essen bereitet Peter noch mit seinem Lieblingsspielzeug, der Freude des Campers, seiner Kelly Can, ratz-fatz heißes Wasser zum Spülen zu.
Fortsetzung folgt, es geht in den Etosha Park
Teil 2012. Jan. 2025
FR. 11.10.2024
Etosha, Olifantsrus, gefahrene KM 146
Endlich wird es heute in den Etosha Park gehen, den wir dieses Mal von Osten nach Westen durchqueren wollen. Der Westen ist für uns Neuland. Wir sind sehr gespannt. Aber bevor wir aufbrechen gehen wir nochmals zum Wasserloch. Am Morgen kommt ab und an ein Löwe zum Trinken, leider scheint er heute keinen Durst zu haben. Stattdessen werden wir von Dassies unterhalten.
Um 7:30 Uhr verlassen wir Hobatere und reisen durch das Galton Gate in den Etosha Park ein. Keine Waffen, keine Drohnen, alles klar. Bei Sterculia gib es nichts zu sehen, auf die ersten Tiere treffen wir dann am Renostervlei Wasserloch.
Kuhantilope – Red Hartebeest beim Schubbern
Direkt am Wasserloch sehen wir außerdem noch: Steppenzebra, eingesaute Hartmann-Bergzebras im Elefantendressing, Strauß, Oryx, Springbock
Wir entscheiden uns für die Nord-West Route und sehen am Rateldraai Wasserloch: Schwarznasenimpala, Steppenzebra, Kuhantilope, Oryxherde.
Um 10:00 Uhr erreichen wir das Dolomite Camp und machen auf dem Parkplatz Frühstückspause. Auf dem Weg zum Dolomitpunt Wasserloch beginnt dann ein plötzlicher Sandsturm. Er trifft auf einige Herden, die gerade auf dem Weg zum Wasserloch sind, darunter auch eine große Gnuherde.
So schnell wie der Sturm kam, ist er auch wieder vorbei.
Wir fahren vom Wasserloch weg und treffen etwas weiter diesen armen Gesellen.
Malaisse Nr. XY, diesmal nicht Peter.
Wieder auf der Hauptpad sehen eine Eland Antilope, die sofort die Flucht ergreift.
Kurz vor dem Duinefeld Wasserloch:
Spotted Thick-knee – Kaptriel
Und kurz danach ein:
Greater Kestrel – Steppenfalke (?)
Am Wasserloch Duinefeld ist wieder eine bunt, nein eigentlich schwarz-weiß gemischte Zebraherde aus Berg- und Steppenzebras zu sehen. Dazu gesellt sich noch eine Oryxherde.
Cape Crow – Kapkrähe im Abflug
In Deckung liegt ein Steinböckchen
Am Nomab Wasserloch
White-backed Vulture – Weißrückengeier
Und Zebras
Bald erreichen wir das Olifantsrus Camp.
Vorher aber noch eine Springbock Malai…. Völlig ungetarnt muss er mit der Herde ziehen.
Eine Gackeltrappe darf auch nicht fehlen
Um 12:30 Uhr kommen wir an und checken ein. Wir haben die freie Auswahl und finden auch einen Platz mit Stromanschluss. Wir schauen noch im Shop vorbei, aber außer ein Paar 0,5l Wasserflaschen und Grillanzünder gibt es….nix. Und genau diese Grillanzünder brauchen wir. Danach gibt außer Wasser…nix. Wir machen uns auf den Weg zum Hide am Wasserloch. Achtung: wenn es nass ist, ist der Steg sehr, sehr rutschig. Am Wasserloch sind einige Gnus und ein alter Elefant zu sehen.
Am Nachmittag brechen wir nochmals zu einem Evening Drive auf,
Black-headed heron – Schwarzhalsreiher am Okawao Wasserloch
Kori bustard – Riesentrappe
Noch ein kleines Steinböckchen
Am Leeukamp ist nichts zu sehen.
Um 17:30 Uhr sind wir wieder zurück.
Die Straßen bis Olifantsrus sind ganz gut zu befahren, es sind einige schlechte Passagen dabei, aber dies hält sich in Grenzen.