Die Loeffels in Schottland - Highlands im Herbst

Reisebericht 70 Antworten · 4'445 Aufrufe · gestartet 03. Nov. 2024 von loeffel
Themenstarter1'411 Beiträge · seit 201310. Nov. 2024 · #41
Hallo Logi, an einen Wellington Bomber dort kann ich mich nicht erinnern, auch auf der homepage finde ich keinen.

Hallo Tanja,
und willkommen im Reisebericht, schön dass du auch dabei bist 🙂 .
Eine dritte Reise nach Schottland ist sicher nicht verkehrt, es gibt dort sooo viel zu entdecken.
Wir hätten alleine in Fort William und Umgebung unseren ganzen Urlaub verbringen können ohne dass uns langweilig geworden wäre.

Wir/Ich waren bisher auch 2x im Frühjahr dort und das ist eine tolle Zeit für Schottland, gerade auch wenn es um Tiere/Vögel geht.
Die hat man im Herbst leider so nicht mehr. Dafür entschädigt die bunte Herbstlandschaft mit ihrer Pracht, speziell bei schönen Wetter leuchtet alles. Ein weitere Vorteil ist die Abwesenheit der Midges, die können auch schon im Frühjahr wirklich nervig sein.
LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 10. Nov. 2024
Themenstarter1'411 Beiträge · seit 201310. Nov. 2024 · #42
Mo, 7.10.2024 An die Speyside und nach Elgin

Heute fahren wir an die Speyside und später weiter nach Elgin.

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D.h. heute geht es um Whisky, aber nicht nur.
Wir beginnen den Tag in der Speyside Cooperage. Die Führung dort muß man vorbuchen, und wir haben die Machbarkeit auch wegen Beates Rolli im Vorfeld abgeklärt.
Bei der Speyside Cooperage handelt es sich um eine aktive Küferei, d.h. hier werden Whiskyfässer gebaut, instandgesetzt und auch umgebaut. Rund 100.000 Fässer werden hier pro Jahr aufbereitet.

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Wegen Beates Rollstuhl bekommen wir eine Privatführung in einem Showroom, in den die ganzen Abläufe in der Werkshalle per Kamera auf einen Monitor übertragen werden. Dazu einen eigenen Guide, der alles erklärt und auch meine zahlreichen Fragen beantwortet. Normalerweise finden die Führungen auf einer Galerie oberhalb der Werkshalle statt, diese ist aber mangels Aufzug mit Rollstuhl nicht erreichbar.
Zum Abschluß darf ich für ein paar Fotos noch auf die Galerie.

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Natürlich gibt es zum Abschluß noch eine Whiskyverkostung, schließlich sind wir hier im Herzen der schottischen Whiskykultur. Ein „secret speyside“ Single Malt einer ungenannten Brennerei der Region, speziell abgefüllt für die Cooperage. Wegen Autofahren bekommen wir unsere Drams extra in kleine Samplefläschchen abgefüllt, wir haben sie erst zuhause in Deutschland probiert.

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Damit endet die Tour, rund eine Stunde dauert sie und man bekommt viele Informationen rund um die Fassaufbereitung, aber auch um die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen.
Für Interessierte wie uns ein lohnendes Ausflugsziel.

Unsere Mittagspause verbringen wir an der Old Craigellachie Bridge. Die alte Eisenbrücke, erbaut 1812-1815 ist die älteste ihrer Art in Schottland. Natürlich längst durch eine moderne, den heutigen Anforderungen entsprechende Brücke ersetzt, ist sie aber noch als Fußgängerbrücke nutzbar und fristet ein beschauliches Dasein abseits des Trubels.

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Unser nächster Stopp ist ganz im Sinne von Beate: Walker Shortbread haben in Aberlour ihren Stammsitz, das Hauptwerk und auch einen Fabrikverkauf, Klar ganau da will mein Leckermäulchen hin, denn im Laden wird unter anderem B-Ware zu Schnäppchenpreisen verkauft.
Und so landen 1000g Shortbread B-Ware und auch ein Walkers Adventskalender als Mitbringsel für unsere Katzensitterin in unserem Koffer.

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In Elgin besichtigen wir die Ruine der Elgin Cathedral. Mit 10 GBP pro Person kein günstiges Vergnügen, und man kann in Schottland und auch in Irland problemlos eindrucksvollere Ruinen finden.
Für uns hat es sich nicht wirklich gelohnt.

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Pech habe ich bei Gordon McPhail, dem größten unabhängigen Whisky-Abfüller Schottlands.
Das Stammhaus wird gerade umgebaut und ist daher ausgerechnet montags geschlossen. Schade, in dieses Whisky-Paradies hätte ich nur zu gerne einen Blick geworfen und wäre auch bereit gewesen, dort ein paar Pfund zu lassen.
In einem Pub genehmigen wir uns vegetarisches Chili sin carne (reichhaltig und lecker), bevor wir uns so langsam auf den Heimweg machen.
Wir fahren bewusst durch Keith, wo wir noch einen Fotostopp bei der Strathisla Distillery machen, die oft als die schönste Brennerei in Schottland bezeichnet wird. Im Jahre 2000 haben wir die Brennerei besichtigt, heute genügt uns ein kurzer Rundgang und der Blick von außen.

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Blicke durch diverse Fenster:
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Und tatsächlich wird es schon wieder dunkel, als wir unsere Unterkunft erreichen.
LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 15. Nov. 2024
766 Beiträge · seit 200710. Nov. 2024 · #43
Lieber Stefan, liebe Beate,

wie schön, dass Ihr beide wieder unterwegs gewesen seid und uns hier im Forum die nötige Inspiration für Reisen außerhalb des afrikanischen Kontinents gebt....
Ich bekenne: dafür bin ich durchaus empfänglich!
🤩

Auch wenn ich bisher nur still mitgereist bin, habe ich doch jede Etappe von Euch genau verfolgt!
Die Zugfahrt könnte mir auch gefallen! Und als bekennende Whiskyliebhaberin (schottischer Singlemalt) würde diesmal die ein oder andere Destillerie auf dem Plan stehen .
Meine erste und letzte Schottlandreise war 2001 - seitdem spukt mir Schottland immer mal wieder im Kopf rum 😗
Damals entdeckte ich in Oban auch meine Liebe zu dem goldenen Destillat.

Vielleicht wird es ja 2025 möglich....
Aber da könnten wir nur im Juli und ich glaube, dass ist eine eher suboptimale Zeit für Schottland (Midges & Co) 😕

Dafür reise ich auf jeden Fall weiter mit Euch mit und freu' mich auf weitere Kapitel.

Liebe Grüße aus der Stadt am Neckar
Simone

P.S. gar nicht weit weg von Deinem sensationellen Whiskydepot 😈
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
Themenstarter1'411 Beiträge · seit 201311. Nov. 2024 · #44
Hallo Simone,
schön dass du auch dabei bist 🙂 .
Da sind wir mal gespannt, ob du 2025 tatsächlich eine Schottlandtour realisieren kannst.
Schottland lohnt sich immer, nicht nur wegen Jacobite oder Whisky.
Das Problem bei Brennereitouren ist meist die Verkostung in Kombination mit der anschließenden Autofahrt 😊 .
Und Whiskykauf vor Ort lohnt sich nur bei besonderen Abfüllungen, die es in Deutschland nicht gibt. Ansonsten ist Whisky in Deutschland günstiger.
Hier gibt es übrigens eine "Midget-Vorhersage": https://www.smidgeup.com/midge-forecast/
Mein Whiskydepot, ist weniger sensationell, eher umfangreich 😉 . Innerhalb von meinem Whisky-Bekanntenkreis bin ich da aber ein Waisenknabe ...
LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
Themenstarter1'411 Beiträge · seit 201311. Nov. 2024 · #45
Di, 8.10.2024 An der Nordseeküste Teil 2

Heute zieht es uns wieder an die Nordsee. Wir nehmen uns einen Abschnitt an der Ostküste nördlich von Aberdeen vor, zwischen Newburgh und Peterhead. Überwiegend schroffe Steilküste gibt es hier, und die Nordsee hat tiefe Einschnitte in die Felsen gefressen.

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Für einen ersten Stopp haben wir uns den Newburgh Seal Beach ausgesucht. Hier bildet die Flußmündung des Ythan River weite Sandbänke, die gerne von Seehunden genutzt werden. Der ganze Bereich ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen und darf nur von der Südseite her betreten werden. Die Seehunde lümmeln sich auf der Nordseite, so dass Beobachter durch den Fluss von den Seehunden getrennt sind. Diese lassen sich auch von Besuchern und sogar von Hunden nicht stören. Über einen hölzernen Boardwalk gelangt man zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man die Seehunde in aller Ruhe beobachten kann. Damit kommt auch Beate problemlos in den Genuss des „Seal-Watchings“.

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Ein weiterer kurzer Stopp ist ein Aussichtspunkt bei Collieston.

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Eine längere Pause machen wir beim Slains Castle, einer imposanten Ruine direkt über den Klippen bei Cruden Bay. Erbaut um 1600, wirkt die Ruine heute sehr unheimlich und düster. Bram Stoker wurde angeblich durch diese Ruine zu seiner Dracula-Geschichte inspiriert. Bei einem Rundgang durch die Ruine glaubt man das sofort.

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Auch die Steilküste rund um das Castle finden wir spektakulär:

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Der Rückweg zum Parkplatz sorgt mal wieder für eine ordentliche Schlammkruste an Beates Rollstuhl. Wir brauchen etliche Grasbüschel und Wasserpfützen, um den Rollstuhl soweit sauber zu kriegen, dass wir ihn ohne schlechtes Gewissen wieder in den Kofferraum verfrachten können.
Abends im Hotel braucht er aber eine heiße Dusche.

Bullers of Buchan ist eine eingestürzte Höhle direkt am Meer. Bis heute wird die ehemalige Höhle durch einen Felsbogen hindurch von der Nordsee umspült.

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Auch hier ist die Küste mehr als spektakulär, hinter jeder Biegung neue faszinierende Ausblicke:

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Den Abschluß unserer heutigen Runde bildet das Örtchen Boddam mit seinem Leuchtturm und dem kleinen Hafen.

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Dann wird es auch schon wieder Zeit für die Rückfahrt.
Der Rollstuhl bekommt noch seine bitter nötige heiße Dusche und wir dann später ausgesuchte Leckereien im Hotelrestaurant.
LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 11. Nov. 2024
Themenstarter1'411 Beiträge · seit 201311. Nov. 2024 · #46
Mi, 9.10.2024 Schlechtes Wetter

Heute ist schlechtes Wetter. Richtig schlechtes Wetter. Es regnet in Strömen, es ist kalt und windig.
Da aber bei schottischem Wetter nichts von Dauer ist, sind wir – optimistisch wie wir sind – trotzdem unterwegs, und zwar noch einmal Richtung Speyside.

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Erste Station ist heute die Glen Garioch Brennerei in Oldmeldrum, einem Nachbarort von Inverurie.
Sie wurde 1797 gegründet und gehört damit zu den ältesten noch produzierenden Brennereien Schottlands. Ihre Erzeugnisse gehören zu meinen Lieblingswhiskies und laufen bei vielen oft unter dem Radar.

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Gekauft habe ich hier nur ein paar Gläser, denn die nur hier erhältlichen Abfüllungen fangen bei 150 GBP an, das ist mir bei aller Liebe dann doch zu heftig. Schade. Aber immerhin, ich war mal hier.

Die Hoffnung auf Wetterbesserung erfüllt sich leider nicht. So gibt es beim Huntly Castle nur ein paar wenige Beweisfotos:

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Das gleiche Spiel bei der Glennfiddich Distillery:

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Anschließend besuchen wir den Shop der GlenAllachie Distillery, eine weitere von mir sehr geschätzte Brennerei. Hier gibt es tatsächlich Abfüllungen zu annehmbaren Preisen, und hier werde ich auf fündig: Ein Flasche GlenAllachie 11y port wood finish, die letzte Flasche im Shop.

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Da das Wetter weiterhin schlecht ist, beschließen wir unsere Tour zu beenden.
Schließlich müssen wir noch vernünftig packen, denn morgen fahren wir schon zurück nach Glasgow und geben den Mietwagen ab.
Zuvor lassen wir uns heute Abend aber noch ein letztes Mal im Hotelrestaurant kulinarisch verwöhnen.
LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
Themenstarter1'411 Beiträge · seit 201312. Nov. 2024 · #47
Do, 10.10.2024 Auf nach Glasgow

Heute steht unser letzter Unterkunftswechsel auf dem Programm.
Der Tag ist nahezu als reiner Fahrtag geplant, rund 300 Kilometer müssen wir heute bewältigen.
Einziger Stopp ist der Besuch der Kelpies bei Falkirk.

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Bei den Kelpies handelt es sich um zwei Skulpturen aus rostfreiem Edelstahl, rund 30 Meter hohe Pferdeköpfe stellen sie dar.
Kelpies sind Wassergeister in Pferdegestalt, die Skulpturen sind eine Hommage an die Pferde, die zu Beginn des wirtschaftlichen Aufschwungs der Region durch ihre Bedeutung im Transportwesen maßgeblich Anteil daran hatten.

Die Skulpturen sind sehr eindrucksvoll und leuchten in wunderbarem Kontrast zum heute stahlblauen und nahezu wolkenlosen Himmel.

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Original und Fälschung 😉 . Die beiden im Vordergrund sind Mini-Kopien direkt vor dem Souveniershop.

Anschließend fahren wir weiter, über die Stadtautobahn durch den lebhaften Glasgower Verkehr hindurch zum Flughafen, wo wir gegen 16 Uhr unser Auto wieder abgeben. Anschließend dann per Taxi zum zentral in der Innenstadt liegenden Hotel, wo wir noch weitere drei Tage mit der Erkundung von Glasgow verbringen werden.

Da wir heute nach der ganzen Fahrerei keine Lust mehr auf einen Stadtbummel haben, genehmigen wir uns an der Hotelbar zwei durchaus leckere Pizzen und beenden den Abend relativ früh.
LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 12. Nov. 2024
Themenstarter1'411 Beiträge · seit 201313. Nov. 2024 · #48
Fr, 11.10.2024 bis So, 13.10.2024 Glasgow Teil 1

Drei Tage verbringen wir nun in Glasgow.
Wir haben viele Eindrücke gewonnen, die sich unmöglich in nur einem Kapitel hier im Reisebericht unterbringen lassen.
Deswegen gibt es jetzt ein paar Kapitel mit ganz unterschiedlichen Eindrücken von Glasgow.
Wir fangen mal mit der Kathedrale und der Nekropolis an.

Beide liegen direkt nebeneinander am östlichen Rand der Innenstadt.
Die altehrwürdige Kathedrale (offizieller Name: Cathedral of St. Mungo) wurde ab dem Jahre 1136 erbaut und nach dem Gründer der Stadt, dem heiligen Mungo, benannt.
Leider ist der zentrale Turm zum Zeitpunkt unseres Besuchs eingerüstet, Außenaufnahmen der Kathedrale entsprechend wenig attraktiv.

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Innen finden wir sie ganz nett, kann aber für unseren Geschmack lange nicht mit der Pracht französischer gotischer Kathedralen mithalten. Vielleicht sind wir ja auch nur entsprechend verwöhnt oder schlicht und ergreifend „Kunstbanausen“.

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Deutlich mehr fasziniert uns die Nekroplis.
Dabei handelt es sich um einen Hügelfriedhof mit über 3500 Grabmalen. Jeder erfolgreiche Unternehmer, Architekt usw. wollte seine Bedeutung für die Stadt auch nach seinem Tod durch entsprechend aufwändige Grabmale und Mausoleen dokumentiert wissen. Darüber hinaus hat man von hier aus einen phantastischen Blick über die Stadt. Sehr eindrucksvoll.

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LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 21. Jan. 2025
Themenstarter1'411 Beiträge · seit 201313. Nov. 2024 · #49
Fr, 11.10.2024 bis So, 13.10.2024 Glasgow Teil 2

Die Mercheant City im Stadtzentrum besteht vorwiegend aus ehemaligen Lagerhallen und Häusern der Tabak- Zucker- und Baumwollbarone, die mit dem Kolonialhandel reich geworden sind.
Heute beherbergen die Gebäude Galerien, Boutiquen und Restaurants. Auch die Haupteinkaufsmeilen der Stadt findet man hier.

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Der zentrale Platz George Square:
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Die Gallery of Modern Art:
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Direkt davor die Reierstatue des Duke of Wellington, er, sein Pferd oder manchmal auch beide tragen immer ein Verkehrshütchen:
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LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 13. Nov. 2024
560 Beiträge · seit 202113. Nov. 2024 · #50
Hallo Stefan und Beate!
Erstmal herzlichen Dank für den interessanten Bericht und die tollen Fotos - die Kelpies fand ich perspektivisch total spannend und die schwarz-weiß Bilder sind meine absoluten Favoriten!
Den einen oder anderen Whisky hätte ich auch gerne probiert - hab neulich ne Flasche "Isle of Jura" geschenkt bekommen ... einfach guter "Stoff".
Habt ihr eine Ahnung ob die Pylone auf dem Kopf der Pferdestatue eine besondere Bedeutung hat? Als ich vor hmmm... 24 Jahren im Jahr 2000 in Glasgow war, saß die auf dem Kopf des Reiters?!
Vielleicht wisst ihr da was dazu?
Wünsche euch einen schönen Abend und freue mich auf weitere Bilder!!
Liebe Grüße,
Kathrin
1'055 Beiträge · seit 201614. Nov. 2024 · #52
Liebe Beate , lieber Stefan ,
nun habe ich euren Bericht in einem Rutsch durchgelesen , nachdem ich auf dem Handy immer mal reingespickt habe . 2011 waren wir mit Bodenzelt auf ähnlicher Tour , aber das Meiste von euren Besichtigungen haben wir nicht gesehen . Selbst den Ben Nevis nicht 😈 , obwohl wir hochgekraxelt sind . Eine wirkliche Schinderei - null Aussicht , Geröll und Nebel . Zwischendurch waren wir öfters versucht , den Standort als Gipfel auszugeben - aber wir haben uns dann doch bis oben geqüält . Highlgth dort oben - junge Russen waren fasziniert von meiner alten EXA - Kamera 😄
Tolle Aufnahmen hast du gemacht und meine Sehnsucht für diese tolle Landschaft geweckt .
Irgendwann fahre ich mal wieder hin .
Danke für das Berichten , liebe Grüße und bleibt gesund
Conny
Namibia zum 1. Elefantenrunde Abschied für immer Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?") [url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
Themenstarter1'411 Beiträge · seit 201314. Nov. 2024 · #53
Guten Morgen Kathrin, Logi & Conny,
und vielen Dank für eure Kommentare 🙂 .

@Kathrin,
vielen Dank fürs Lob zu Bericht und Bildern - mehr Bilder kommen in Kürze.Die Kelpies fanden wir auch total spannend, sie sind sogar im Rahmen von Führungen begehbar.
Whisky von Jura ist nicht der schlechteste für den Einstieg ...
Zu den Hütchen hat Logi ja schon geantwortet, ergänzend dazu vielleicht noch der Link zum englischsprachiegen Wikipedia-Eintrag: >klick<.

@Logi,
danke fürs googeln 😘

@Conny,

da habe ich mir fast gedacht, dass ihr auch schon in Schottland ward 🙂 . Danke fürs Bilderlob.
EXA-Kamera sagt mir sogar was, immerhin nutze ich zum Fotografieren auch oft alte manuelle Objektive aus der guten alten analogen Zeit (aber nicht im Urlaub, da ist es mir zu viel Schlepperei 😉 ...).
LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
Themenstarter1'411 Beiträge · seit 201314. Nov. 2024 · #54
Fr, 11.10.2024 bis So, 13.10.2024 Glasgow Teil 3

Logis Kommentar mit dem Verweis auf Bansky schafft einen perfekten Übergang zum nächsten Kapitel:

Als ein persönliches Highlight in Glasgow empfanden wir die vielen Murals (Wandmalereien), die es im Bereich der Innenstadt überall verstreut gibt.
Wir haben ja schon in Belfast vor ein paar Jahren eine mural-tour gemacht. Die murals dort haben aber fast ausnahmslos politische Botschaften, vorwiegend zum Nordirland-Konflikt.
Die Murals hier in Glasgow sind thematisch viel weiter gefächert.
Dazu gibt es sogar eine eigene Homepage mit den genauen Standorten und Erläuterungen zu den einzelnen Murals. Sogar einen „mural-trail“ gibt es: >klick<.

Diesen mural trail sind wir nicht abgelaufen, haben aber dennoch etliche davon entdeckt:

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LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
547 Beiträge · seit 201714. Nov. 2024 · #55
Hallo lieber Stefan,
zwischendurch auch mal ein geschriebenes "DANKE" für deinen interessanten und sehr schön bebilderten Bericht. Glasgow hatte ich bislang ehrlich gestanden überhaupt nicht auf dem Schirm - völlig zu unrecht wie deine Bilder und Schilderungen beweisen. Der Mural Trail wäre definitiv ein MUST, wenn wir irgendwann dorthin kommen.
Liebe Grüße
Kordula 🙂
3'883 Beiträge · seit 201114. Nov. 2024 · #56
TOLL!
Die thematisch breit gefächerten Murals! Auf viele passt der Slogan "Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte!" Doch alle verstehe ich nicht 😕 . Witzig finde ich den Polizei-Kiosk, der mich an Dixiklos erinnert 😄 .

Wir hatten vor Jahren die Möglichkeit, mit einem kompetenten Kunststudenten aus Soweto einige Murals in Johannesburg besuchen zu können. Das war spannend und lehrreich zugleich. Übrigens wird in Mannheim inzwischen ebenfalls eine Mural-Tour angeboten.

Liebe Grüße an dich und Beate
freshy
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Themenstarter1'411 Beiträge · seit 201314. Nov. 2024 · #57
Kordula, Freshy, schön dass ihr immer noch dabei seid 🙂 .

Ja, die Murals in Glasgow lohnen definitiv und bringen Farbe und Kreativität ins Stadtbild.
Auch Glasgow als Stadt lohnt sich, steht aber im Schatten des deutlich eleganteren und aristokratischer wirkenden Edinburgh.
Auf den rauen, hemdsärmeligen Charme muss man sich einlassen.

In der Tat gibt es mittlerweile auch in Mannheim einige nette Murals, von denen ich auch schon einige gesehen habe.
LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
Themenstarter1'411 Beiträge · seit 201314. Nov. 2024 · #58
Fr, 11.10.2024 bis So, 13.10.2024 Glasgow Teil 4

Natürlich waren wir auch in der Glasgow University, der zweitältesten Hochschule Schottlands, 1451 gegründet. Das neogotische Hauptgebäude mit dem hohen Turm gehört zu den Wahrzeichen Glasgows.
Leider verschandeln heute die Fahrzeuge eines Filmteams die Ansicht auf das Unigebäude, im Inneren finden Dreharbeiten statt und einige Bereiche sind abgesperrt.

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Angrenzend zur Universität befindet sich das Kelvingrove Art Gallery & Museum. Auf dem Weg durch den Park von der Uni zum Museum gibt es sogar ein wenig Wildlife:

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Schon das Gebäude ist eine von Türmen gekrönte, steingewordene viktorianische Fantasie.

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Auch die Sammlung des Museums ist kurios und umfangreich.
Fast wirkt es als hätte man so ziemlich alles ausgestellt, dessen man habhaft werden konnte, teils wirkt es sogar völlig kunterbunt und zusammenhanglos präsentiert. Von Naturgeschichte über technische Exponate, Mumien, Rüstungen, Büsten, von der Decke hängende Köpfe und Flugzeuge, aber auch eine bedeutende Kunstsammlung mit Werken flämischer, italienischer, holländischer und britischer Meister von der Frührenaissance über Impressionismus bis zu Klassikern der Moderne gibt es hier alles.
Stunden kann man hier verbringen, und der Eintritt ist kostenlos:

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Auf dem Rückweg durch die Arcyle Street im Stadtviertel Finnieston machen wir noch einen kleinen Abstecher in die Hidden Lane.
Hinter dem Durchgang drängeln sich in dem hinterhofartigen Bereich kleine kunterbunte Häuschen mit allerlei kleinen Second-Hand- und Kunsthandswerks-Läden. Das Ganze wirkt wie eine andere Welt. Auch einen kleinen heimeligen Tea-Room gibt es hier, wo wir uns nach den vielen Eindrücken stärken:

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LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 14. Nov. 2024
Themenstarter1'411 Beiträge · seit 201316. Nov. 2024 · #59
Fr, 11.10.2024 bis So, 13.10.2024 Glasgow Teil 5

Das Riverside Museum direkt am River Clyde gelegen gehört mit seinem markanten Zickzack-Dach sicher zu den spektakulärsten modernen Gebäuden Glasgows.

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Es ist ein Transportmuseum und beherbergt so ziemlich alles, was Räder oder einen Kiel hat.

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Auch das Tall Ship, das direkt vor dem Museum vor Anker liegt, gehört dazu.

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Ein Höhepunkt des Museums ist Nachbau eines kompletten Glasgower Straßenzuges aus den 1930er Jahren mit komplett begehbaren Bars und Geschäften.
Auch die meisten größeren Fahrzeuge wie Straßenbahnen, Busse etc. sind begehbar. Allerdings muss man so kurz vor Halloween mit gruseligen Fahrgästen rechnen.

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Leider waren wir, von vielen anderen Eindrücken unserer Besichtigungstour abgelenkt, erst kurz vor 16 Uhr dort. Damit hatten wir nur eine Stunde für die Besichtigung, denn um 17 Uhr schließt das Museum (wie übrigens alle anderen Museen in Glasgow auch).
Das ist natürlich viel zu wenig, und das obere Stockwerk haben wir gar nicht gesehen.
Und für einen weiteren Besuch fehlte uns in den drei Tagen Glasgow schlicht und ergreifend die Zeit.
LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 16. Nov. 2024
Themenstarter1'411 Beiträge · seit 201317. Nov. 2024 · #60
Fr, 11.10.2024 bis So, 13.10.2024 Glasgow Teil 6

An den Ufern des River Clyde zeigt sich der Wandel Glasgows am deutlichsten. Wo früher Werften, Hafen und Schwerindustrie beheimatet waren, stehen nun postmoderne, teils futuristische Gebäude namhafter Architekten. Ein erstes Beispiel haben wir ja schon in Form des Riverside Museums gesehen.

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Am Südufer findet man neben dem Gebäude der BBC Scotland das futuristische Science Center und den 127 Meter hohe Aussichtsturm.

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Gegenüber am Nordufer steht der Megakomplex des Scottish Exhibition and Conference Centers SECC. Dessen auffälligste Gebäude sind das SSE Hydro und das Clyde Auditorium, das einem Gürteltier ähnelt und den Spitznamen „Armadillo“ trägt.

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Und so manches dieser futuristischen Gebäude spiegelt sich in der Glasfassade benachbarter "Kollegen".

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Der Finnieston Crane ist als Industriedenkmal aus der Blütezeit der Werftindustrie erhalten.

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Besonders eindrucksvoll ist es hier abends und nachts, wenn die Gebäude beleuchtet sind.

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Damit endet unsere Schottlandreise und damit auch dieser Bericht.

Es freut uns, dass sich doch so viele Interessenten gefunden haben, die unsere Schottlandabenteuer hier im Forum verfolgt haben. Danke fürs Dabeisein, für eure Danke-Buttons und Kommentare.
LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 17. Nov. 2024