FotoGnuThemenstarter397 Beiträge · seit 202102. Nov. 2024 · #21
Samstag, 06.04.24: San Gerardo de Dota
Verflixter Jetlag, schon wieder sind wir um zwei Uhr wach! Mit Hörbuch und Dösen vertreiben wir uns die Zeit, bis es hell wird.
Dick angezogen beginnen wir unsere Wanderung noch vor sechs Uhr und suchen nach dem berühmten Quetzal. Leider haben wir das spanische Englisch unserer Gastgeberin wieder nur lückenhaft verstanden und wissen nicht so recht, wo auf dem Gelände wir ihn suchen sollen. Also wandern wir wieder in Richtung Wasserfall, den wir gestern wegen der einsetzenden Dämmerung nicht mehr erreicht hatten. Der Pfad ist sehr rau und führt mitten durch den Nebelwald. Nach einer Dreiviertel Stunde machen wir Frühstückspause - ich bin zugegebenermaßen fix und fertig, denn es geht überwiegend bergauf. Zum Glück erreichen wir wenig später den Wasserfall.
Der Rückweg ist auch nicht ohne und ich bin froh, als der Weg wieder einfacher wird. Auf dem Rückweg finden wir dann tatsächlich noch die vorher beschriebene Apfelplantage: da irgendwo soll sich auch der Quetzal rumtreiben. Außer einem fotoscheuen Hörnchen haben wir aber leider nirgends Tiere entdecken können.
Also setzen wir uns in den Garten und versuchen uns dort nochmal an den Vögeln.
Berg-Veilchenohrkolibri
Morgenammer
Feuerkehlkolibri
Am späten Vormittag fahren wir zu Miriam‘s Quetzals, eine Soda, in der man landestypisch essen und außerdem Vögel fotografieren kann. Als wir ankommen, bestellen wir vegetarisches Casado für Lars und Spaghetti mit Shrimps für mich. Während wir warten, sehen wir uns schon mal die Terrasse an, die bereits mit einigen Fotografen bevölkert ist. Die Vögel werden hier angefüttert, so dass sich hier unterschiedlichste Arten tummeln. Ganze Schwärme von Kolibris umschwirren die Futterstellen und letztlich auch uns. Das Fotografieren wird einem hier jedenfalls deutlich leichter gemacht als in freier Wildbahn!
Blutkardinal (m)
Blutkardinal (w)
Goldbrauenorganist
Vulkanelfe (w)
Bischofstangare
Orangekehlelfe (w)
Glitzerbrillantkolibri
Laucharassari
Vulkanelfe (w)
Eichelspecht
Vulkanelfe (w)
Glitzerbrillantkolibri
Vulkanelfe (w)
Weißkehlnymphe (w)
Weißkehlnymphe (m)
Vulkanelfe (w)
Rotschwanzhörnchen
Orangekehlnymphe (w), aufgenommen mit Pre-Capture
Glücklich und zufrieden mit dem schönen Erlebnis fahren wir wieder nach Hause, setzen uns vor unsere Hütte und sichten unsere Fotoausbeute. Zwischendrin fängt es an zu regnen, aber wir haben ein kleines Vordach und so stört uns das nicht weiter.
Nachdem uns unsere Vermieterin erzählt hat, dass sie den Quetzal heute morgen direkt am Anfang des Wanderwegs gesehen hat, laufen wir am späten Nachmittag noch mal los. Von dem Vogel finden wir keine Spur, aber ich nehme auch das Weitwinkel-Objektiv mit, so dass wir das Nebelwald-Flair ein bisschen besser als gestern mit dem Handy einfangen können.
Zu Abend gibt es nochmal Käsetoast und anschließend packen wir langsam unsere Sachen zusammen. Morgen früh geht es schließlich weiter zum Corcovado National Park. Da wir mindestens 3,5 h reine Fahrzeit vor uns und auch noch ein paar Zwischenstopps eingeplant haben, bestelle ich unsere Fähre von Sierpe nach Drake Bay bei unserem Airbnb-Host von 11:30 Uhr auf 16:00 Uhr um.
Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200603. Nov. 2024 · #22
Guten Morgen, ihr Beiden. Fantastische Bilder - wie von euch gewohnt. Wie ihr die Vögel nur auseinander halten könnt - Respekt! Da mir das in Afrika schon nicht gelingt, werde ich es in C.R. erst recht nicht können und bei den Bildern belassen. 😵 Danke, dass wir mit euch mitreisen dürfen. Ich kann mir viele Infos für unsere anstehende C.R.-Reise rauspicken. Ich freue mich auf eure weitere Tour. Ganz liebe Grüße Pascalinah
FotoGnuThemenstarter397 Beiträge · seit 202103. Nov. 2024 · #23
Liebe Pascalinah,
herzlichen Dank für das Kompliment! Wir sind ja wahrlich keine Birder und hatten zu Beginn auch überhaupt keinen Plan, weder von den Kolibris, noch von den anderen Vögeln. Da hieß es immer nur „ guck mal, da ist wieder der Blaue!“ oder „der Gelbe da ist aber hübsch!“ Die Vulkanelfen hießen bei uns zuerst sogar immer nur „Puddingbrummseln“. Das Interesse, die Vögel besser unterscheiden und benennen zu können, kam erst gegen Ende des Trips. Wir haben dann die sehr empfehlenswerte und kostenlose App „Merlin Bird ID“ gefunden, damit geht die Bestimmung der meisten Vögel echt einfach. Ausnahme sind die juvenilen Kolibris, deren Gefieder noch nicht komplett ausgebildet ist: da bietet die App zu viele Arten an und dann kapituliere ich lieber als noch lange zu recherchieren.
Gleich geht’s weiter in den Corcovado!
LG Elke
FotoGnuThemenstarter397 Beiträge · seit 202103. Nov. 2024 · #24
Sonntag, 07.04.24: Von San Gerardo de Dota nach San Josecito (Corcovado)
Mit einstündiger Unterbrechung um halb zwei schaffen wir es heute immerhin bis fünf zu schlafen. Vielleicht haben die Melatonin-Tabletten geholfen.
Die Nacht (mit vier Wolldecken) und auch der Morgen sind wieder saukalt, aber der Quetzal ist bekanntlich ein früher Vogel, also stehen wir um halb sechs auf. Lars stellt sich sogar unter die kalte Dusche, mir reicht heute erstmal eine Katzenwäsche!
Doch auch an diesem Morgen bleibt unsere Jagd nach dem Quetzal leider erfolglos.
Nach unserer Rückkehr packen wir noch schnell die letzten Sachen zusammen, schmieren uns ein paar Brote für unterwegs, trinken dabei gemütlich Tee und los geht’s! Wir wollen noch mal zu Miriam‘s und dort wieder fotografieren und lecker frühstücken.
Das Auto ist gepackt und wir fahren los. "Tschüss, Casa Monge… " denken wir. Leider bleiben wir nach ca. 30 m auf der Brücke der Ausfahrt mit dem Auto liegen. Vorwärts geht nix mehr: das Automatikgetriebe macht knirschende Geräusche und greift nicht mehr. Nur der Rückwärtsgang funktioniert noch, so dass Lars das Auto wieder zurück vor unsere Unterkunft fahren kann. Erneute Anfahrtests bleiben leider auch erfolglos. Tja, so kann’s gehen: gestrandet im Kolibriparadies.
Wir nehmen telefonisch Kontakt zum Chef von Wild Rider, Thomas, auf. Lars erklärt ihm das technische Problem und Thomas verspricht uns, dass wir schnellstmöglich ein Ersatzfahrzeug gebracht bekommen. Da das Auto aus San Jose hergebracht wird, werden wir wohl gute zweieinhalb Stunden warten müssen.
Wir vertreiben uns die Zeit mit Fotografieren:
Vulkanelfe (w)
Weißbrauen Grünammer
Mexikanischer Silberfleck
Feuerkehlkolibri
Vulkanelfe
Aber irgendwann reicht es uns doch und wir packen auch das Fotozeug zusammen. Hoffentlich kommt das Ersatzauto bald!
Als der Fahrer schließlich da ist, geht der Tausch alt gegen neu flott und wir machen uns wieder auf den Weg! Wir fahren zunächst wieder zurück auf der Panamericana, durch Regen, Nebel und eine traumhafte Landschaft.
Dann zweigen wir ab und fahren in Richtung Tiefland: schon wird es wieder heiß und schwül! Als wir schließlich die Küstenstraße erreichen, können wir im Vorbeifahren die ersten Blicke auf Strand und Meer werfen. Wow! Zum Anhalten bleibt aber keine Zeit, denn wir haben Angst, dass wir unsere Fähre verpassen.
Nach einer ziemlich langen Fahrt durch Palmplantagen erreichen wir endlich den Ort Sierpe. Am Anleger gibt es etwas Konfusion darüber, wo wir am Zielort aussteigen und somit in welches Boot wir einsteigen sollen, denn unser Airbnb ist hier im ersten Moment nicht bekannt. Aber das klärt sich und so parken wir das Auto und gehen ins Restaurant am Anleger. Hungrig und durstig, wie wir sind, bestellen wir erstmal kalte Getränke und Pommes.
Am Anleger ist alles bestens organisiert und der Schiffsführer Jonny hat alles und jeden im Griff. Zuerst werden die Koffer eingeladen, dann pünktlich um vier die Gäste herangerufen. Wir steigen mit ungefähr 20 weiteren Personen in ein schnittiges Motorboot und schon geht es mit full speed den Rio Sierpe hinab. Lars und ich sitzen ungünstig in der Mitte und können keine Fotos machen. Macht aber nix, denn rechts und links rauscht die Landschaft nur so an uns vorbei. Der Fahrtwind ist dafür aber herrlich! Nach 45 Minuten erreichen wir die Flussmündung und wechseln ins offene Meer. Nun rauschen links Traumstrände an uns vorbei. Nach weiteren 15 Minuten erreichen wir Drake Bay, wo wir aussteigen.
Von Drake Bay geht es nämlich mit einem Taxi weiter. Eigentlich hätte uns ein Boot zu unserer Unterkunft, der Casita Bosque, nach San Josecito bringen sollen, aber unser Gastgeber Shane hat umdisponiert, vielleicht weil wir die späte statt der frühen Fähre nehmen mussten. Nach einem kurzen Stop an einem Supermercado geht es noch eine halbe Stunde über schlechte Pisten und mit zwei Flussdurchfahrten zu unserem Heim für die nächsten fünf Nächte.
Vor Ort werden wir freundlich von Katherine begrüßt und zu unserem Bungalow mitten im Urwald gebracht. Wir hatten diese Unterkunft über Airbnb gebucht, weil die Unterkünfte bei Booking alle viel zu teuer waren. Dafür ist unsere kleine Casita Bosque auch wirklich sehr einfach ausgestattet, aber es gibt wenigstens eine Klimaanlage. Trotzdem ist es furchtbar warm in der Bude. Nach dem kühlen bzw. saukalten Hochland müssen wir uns nun erstmal wieder akklimatisieren.
Auch wenn es inzwischen fast dunkel ist, müssen wir doch noch mal kurz an den Strand gucken: sieht ganz vielversprechend aus!
Wir hatten mit Katherine vereinbart, dass wir um halb sieben zum Essen kommen und bekommen sehr leckeren Thunfisch mit Reis und Gemüse serviert. Lars ist allerdings stehend KO, denn er hatte für die Überfahrt vorsichtshalber eine Vomex genommen und die fordert nun ihren Tribut. So fällt Lars gleich ins Bett, während ich noch versuche, mich mit Duschen und Journi-Schreiben wach zu halten, damit ich endlich den richtigen Tag-Nacht-Rhythmus reinbekomme.
Daxiang5'048 Beiträge · seit 201403. Nov. 2024 · #25
Hallo Elke,
ich bin auch noch schnell zugestiegen. Die ersten Fotos mach schon mal ganz viel Lust auf mehr!
Enilorac65768 Beiträge · seit 201703. Nov. 2024 · #26
Hallo Elke, was für grandiose Vogelfotos! Unglaublich! Da ich Vögel sehr mag, möchte ich auch mal nach Costa Rica. Liebe Grüsse Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
FotoGnuThemenstarter397 Beiträge · seit 202104. Nov. 2024 · #27
@ Konni: Schön, dass Du noch zugestiegen bist und Dir die Fotos gefallen!
@ Carolin: Dankeschön! Wir sind ja im Normalfall (also wenn es andere Tiere als Foto-Motive gibt) nicht so die Birder, aber die Kolibris haben uns wirklich von Anfang an begeistert! Mit Tukanen und Arassaris, die wir auch sehr gerne gesehen hätten, hatten wir zu unserer Reisezeit leider wenig Glück. Für Vogelfreunde kann ich die Reisezeit April und Mai daher nicht empfehlen.
FotoGnuThemenstarter397 Beiträge · seit 202104. Nov. 2024 · #28
Montag, 08.04.24: San Josecito (Corcovado)
Um vier Uhr ist die Nacht zu Ende, aber wir sind einigermaßen fit und hören noch Hörbuch bis es hell wird. Ein Blick aus dem Fenster zeigt, dass unsere kleine Casita Bosque wirklich mitten im Dschungel liegt.
Als erstes gehen wir durch den Garten zum Strand, der wirklich wunderschön und fast menschenleer ist.
Nach dem kurzen Abstecher gehen wir zum Frühstück. Man kann aus verschiedenen Frühstücksvarianten auswählen und wir entscheiden uns für die Costa Ricanische: Gallo Pinto (Reis mit Bohnen), Rührei und Toast. Wie überall gibt es dazu Obst und frischen Saft - lecker!
Wir kommen mit einem netten Paar aus Köln am Nachbartisch ins Gespräch. Sie waren schon oft in Costa Rica und auch hier am Corcovado. Vielleicht teilen wir uns heute oder morgen ein Taxi nach Drake Bay.
Nach dem Frühstück sprühen und cremen wir uns gegen Mücken und Sonne ein und dann gehen wir barfuss an den Strand. Die Kölner haben uns erzählt, dass sie gestern bis zu einer Flussmündung gewandert sind und sie dort eine Horde Kapuziner Affen gesehen haben. Darum schleppen wir unsere Kameras mit den großen Objektiven mit.
Nachdem wir ungefähr 20 Minuten am Strand entlang gewandert sind, stoßen wir auf einen felsigen Bereich, an dem wir nicht weiter können. Zum Glück kommt just in dem Moment ein anderer Wanderer vorbei, der an uns vorbei am Wald entlang geht. Den Pfad hatten wir vorher gar nicht bemerkt. Wir sind unsicher, ob wir wirklich barfuß durch den Dschungel laufen sollen, entscheiden uns aber dafür, es zu versuchen. 😗
Nach ungefähr einer Stunde treffen wir auf eine Frau mit ihrer Tochter, die uns erzählen, dass es noch ungefähr eine halbe Stunde bis zur Flussmündung ist. Das ist uns zu weit, denn inzwischen kommt die Sonne raus und es wird extrem anstrengend bei der Schwüle zu laufen. Also drehen wir unverrichteter Dinge wieder um.
Nach unserer Rückkehr vom schlauchenden Strandwalk treffen wir auf dem Weg zu unserer Hütte auf diese Gesellen:
Streifenbasilisk bzw. Jesus-Christus-Eidechse
Junger Gelbkopfkarakara.
Dann ist erstmal relaxen mit kalten Getränken aus unserem Kühlschrank und ein paar Keksen angesagt. Zwischendrin kommt ein Tico vorbei, der unser WLAN reparieren will. Die Verständigung ist schwierig, aber nicht unmöglich und nach ungefähr einer halben Stunde haben wir wieder Internet. Außerdem schafft Lars es, unsere Klimaanlage vernünftig zum Laufen zu bringen - endlich Abkühlung!
Den Rest des Tages verbringen wir faul, entweder in unserem nun wohl temperierten Zimmer oder mit unserem Hörbuch in zwei Hängematten am Strand. Pura Vida!
Beim Abendessen stimme ich mit unserem Gastgeber Shane per WhatsApp noch die letzten Details für unseren morgigen Ausflug in den Corcovado ab. Wir sind hier dauernd per WhatsApp in Kontakt, aber persönlich kennengelernt haben wir uns noch nicht.
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201604. Nov. 2024 · #29
Hallo Elke,
ich bin auch dabei, wenn etwas verspätet. In 11 Tagen muss ich jedoch pausieren - geht es für uns - nach Costa Rica. 🤩
Wir haben allerdings nicht so lange Zeit wie ihr.
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
FotoGnuThemenstarter397 Beiträge · seit 202104. Nov. 2024 · #30
Dienstag, 09.04.24: San Josecito (Corcovado)
Die Nacht war ziemlich unruhig: es hat gewittert und der Regen hat heftig auf das Blechdach getrommelt. Die Wetteraussichten für heute sind auch nicht so doll, also packen wir unsere Regenponchos ein.
Leider hat der nächtliche Regen keine Abkühlung gebracht, im Gegenteil: es ist krass schwül! Wir bekommen noch ein Frühstück und werden dann von Jimmy im Restaurant abgeholt und ein paar hundert Meter am Strand entlang zum richtigen Boot gebracht.
Als unser Boot kommt, zeigt sich der erste Fehler in unserer Vorbereitung: wir wussten zwar, dass es keinen Steg gibt und wir barfuß durchs Wasser laufen müssen, um einzusteigen, aber wir wussten nicht, dass das Wasser dabei so tief sein würde. Die hochgekrempelten langen Hosen sind bis zum Oberschenkel nass und wir haben Angst um unsere Kameras. Den Kameras passiert aber zum Glück nichts und die Abkühlung mit den nassen Hosen ist gar nicht mal schlecht. An Bord sind bereits zwei andere Paare: ein jüngeres Pärchen aus Holland und ein älteres aus Hessen. Und unser Guide für diesen Trip: Gustavo.
Die See ist heute sehr rau, das kleine Boot fährt vollspeed und knallt auf die Wellen. Lars und ich schauen immer schön auf den Horizont, damit keine Übelkeit aufkommt. Nach 15 Minuten ist die wilde Fahrt aber auch schon vorbei und wir erreichen die San Pedrillo Ranger Station im Corcovado Nationalpark. Dort werden unsere Rucksäcke auf verbotene Gegenstände wie Plastikflaschen, Zigaretten und Essen untersucht, anschließend tragen wir uns in eine Besucherliste ein und los geht’s.
Unsere Tour beginnt vielversprechend: Gustavo entdeckt frische Puma-Spuren! Einen Puma zu sehen, wäre natürlich der Hauptgewinn, aber leider bleiben die Katzen unauffindbar. Also wandern wir weiter, vom Sekundärwald, der ca. 50 Jahre alt ist, in den uralten Primärwald mit beeindruckenden jahrhundertealten Urwaldriesen.
Schon nach kurzer Zeit ist die Wanderung wirklich anstrengend: wir haben 100% Luftfeuchtigkeit und es geht bergauf und bergab über Baumwurzeln und glitschige Passagen durch ursprünglichen Dschungel. Die Umgebung ist super beeindruckend, aber man muss die ganze Zeit konzentriert auf seine Schritte achten. Zwischendurch halten wir immer mal an, wenn Gustavo uns etwas zeigt und erklärt. Die schweren Kameras kommen kaum zum Einsatz, denn die Fauna ist entweder weit weg oder tief im Blätterwerk oder beides. Nur ein Ochsenfrosch, eine Seidenspinne und eine Fledermausmutter mit Baby in einem hohlen Stamm schaffen es auf den Speicherchip.
Nach zweieinhalb Stunden kräftezehrender Wanderung erreichen wir den Strand und machen eine kleine Pause. In der Beschreibung der Tour war von einer Badepause an einem Wasserfall die Rede, aber das muss dann wohl noch woanders sein. Am Strand sehen wir einen Nasenbären, der laut Gustavo nach Krebsen sucht.
Viel zu schnell ist die Pause beendet und wir machen uns auf den Rückweg, im Wald, aber nah am Strand entlang. Gustavo erklärt uns, dass es hier mehr Licht, daher mehr Früchte und daher auch mehr Tiere gibt. Tatsächlich kommt unsere Kamera jetzt öfters zum Einsatz: Als erstes stoßen wir auf eine zweite Fledermaus, die ein Palmenblatt so clever angebissen hat, dass es ihr als Regenschutz dient.
Dann findet Gustavo im tiefen Wald tatsächlich einen Tapir! Wir hatten uns sehr gewünscht einen Tapir zu sehen, doch dieses Exemplar schläft leider ziemlich unfotogen und sieht auf dem Foto aus wie eine sehr große Aubergine.
Wir sehen auch noch einen Trogon, Klammeraffen, Kapuzineraffen und Brüllaffen sowie ein Faultier. Alle sind aber hoch oben in den Baumkronen und daher mit der Kamera nur schlecht oder gar nicht zu erwischen.
Da ist ein Trupp Nasenbären doch viel serviceorientierter! Sie wuseln auf der Suche nach Nahrung durch die menschlichen Besuchergruppen, sind aber dank des strikten Essensverbots im Park nicht weiter an uns interessiert.
Um halb zwölf erreichen wir endlich wieder die Ranger Station und machen Pause. Während die anderen Gruppen vollverpflegt werden, bekommen wir ein paar Scheiben Ananas und ein paar Kekse - hmmm!?
Gustavo schlägt vor, noch einmal ein paar hundert Meter in die andere Richtung zu laufen, da jetzt die richtige Zeit und es dort der richtige Ort für Pumasichtungen sei. Lars und ich sind beide fix und fertig, aber haben dann doch zu viel Angst, eine spektakuläre Sichtung zu verpassen und gehen mit.
Tja, leider gab es absolut nichts zu verpassen!
Bei unserer Rückkehr zur Station sehen wir aber immerhin noch diesen schönen Krabbenbussard, der es doch tatsächlich auf das Essen der Besuchergruppen abgesehen hat! Nach einem letzten Foto verlassen wir den Park und steigen in unser Boot.
Völlig fertig und immer noch mit schweißnassen Klamotten landen wir mit dem Shuttle-Boot wieder an unserem Strand. Dort erwartet uns überraschender Weise Pablo, der den Auftrag hat, uns mit einer kleinen Gelände-Golfkarre zur Unterkunft zu bringen. An unserem Camp treffen wir auf Shane, der sich nach meinem Befinden erkundigt. Er sagt, er habe von Gustavo die Nachricht erhalten, dass ich krank sei und deshalb den Service organisiert. OK, dann muss ich wohl noch fertiger aussehen als ich mich fühle! Aber wir sind froh, dass wir nur noch ein paar Meter gehen müssen bis wir unser Domizil erreichen.
Wir machen uns erstmal mit Duschen fit, gehen erst essen und dann an den Strand, um dort in den Hängematten zu relaxen.
Nach dem anstrengenden Vormittag verzichten wir darauf, länger wach zu bleiben und machen um halb acht die Augen zu.
FotoGnuThemenstarter397 Beiträge · seit 202104. Nov. 2024 · #31
Gabi-Muc schrieb:Hallo Elke,
ich bin auch dabei, wenn etwas verspätet. In 11 Tagen muss ich jedoch pausieren - geht es für uns - nach Costa Rica. 🤩
Wir haben allerdings nicht so lange Zeit wie ihr.
LG
Gabi
Hallo Gabi,
da hoffe ich doch, Eure Vorfreude zu steigern und versuche, noch möglichst viel Reisebericht in den elf Tagen zu schaffen! Wie lange werdet Ihr dort sein?
Pura Vida, Elke
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201604. Nov. 2024 · #32
Hallo Elke,
wir sind gute 3 Wochen unterwegs. (Puerto Viejo, Tortuguero, Boca Tapana, La Fortuna, Monteverde, Uvita, Drake Bay und San Geraldo de Dota).
Hattest Du im Corcovoda hohe Wanderstiefel im Rucksack oder seit ihr in den Badelatschen gewandert?
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
FotoGnuThemenstarter397 Beiträge · seit 202104. Nov. 2024 · #33
Hallo Gabi,
beim ersten Mal (San Pedrillo) hatten wir beim Ein- und Ausstieg vom/ins Boot Schwimmschuhe an. Die Schwimmschuhe haben nach diesen Ausflug trotz Ausspülen und Trocknen so krass gestunken, dass wir sie leider entsorgen mussten. Deshalb sind wir beim zweiten Mal (Sirena) barfuß ausgestiegen und mit Flipflops (bis zur Wasserkante, weil Sand und Steine wahnsinnig heiß waren, danach barfuß) wieder eingestiegen. In Badelatschen würde ich dort auf keinen Fall wandern, dafür sind die Pfade teilweise zu rau und rutschig. Wir sind überall nur mit Sneakern mit tiefem Profil gewandert, weil wir keine hohen Stiefel mitschleppen wollten. Wir haben die Stiefel nicht vermisst, auch wenn das vielleicht sicherer gewesen wäre.
Beim ersten Mal waren wir zur Sicherheit übrigens auch noch komplett langhosig und -ärmelig unterwegs, beim zweiten Mal haben uns Shirts und kurze Hosen auch gereicht. Wichtig ist aus meiner Sicht beim Ein- und Aussteigen ein Drybag für die Kameras: beim ersten Mal hatten wir den vergessen, beim zweiten Mal waren wir schlauer!
VG Elke
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201605. Nov. 2024 · #34
Hallo Elke,
danke für den Hinweis mit dem Dry Bag. Steht schon auf der Einkaufsliste bei Am....
Gibt es denn sonst noch wertvolle Tipps, die Du uns mitgeben kannst (allgemein zu CR). Oder Ausflugsziele, die man nicht verpassen sollte?
LG Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
H.Badger1'822 Beiträge · seit 201605. Nov. 2024 · #35
Ach Corcovado... Da bekomme ich Sehnsucht! Ich bin schon sehr gespannt darauf zu lesen, wie die Sichtungen rund um Sirena ausgefallen sind.
@ Gabi: Ohne Drypack kein Costa Rica... Unsere Kameras wären ohne diverse wasserdichte Säcke in unterschiedlichen Objektivgrößen regelmäßig Schrott gewesen... Aber nun herrscht ja Trockenzeit... 😉
FotoGnuThemenstarter397 Beiträge · seit 202105. Nov. 2024 · #36
Gabi-Muc schrieb: Gibt es denn sonst noch wertvolle Tipps, die Du uns mitgeben kannst (allgemein zu CR). Oder Ausflugsziele, die man nicht verpassen sollte?
Hallo Gabi, ich möchte meinem Bericht nicht so gerne vorgreifen, darum habe ich Dir eine PN geschrieben.
H.Badger schrieb: Ich bin schon sehr gespannt darauf zu lesen, wie die Sichtungen rund um Sirena ausgefallen sind.
Hallo Sascha, leider hatten wir im Corcovado nicht so viel Glück wie Du. Aber natürlich berichten wir trotzdem gerne von unserer zweiten Tour. Morgen geht’s hier weiter.
Viele Grüße Elke
FotoGnuThemenstarter397 Beiträge · seit 202106. Nov. 2024 · #37
Mittwoch, 10.04.24: San Josecito (Corcovado)
Wir wachen um kurz nach 4 auf, bleiben aber erstmal liegen und hören etwas Hörbuch. Gegen halb sechs raffen wir uns dann doch auf, machen uns fertig und gehen frühstücken. Die heutige Auswahl (Continental) fällt mit zwei Scheiben Toast und einem Ei etwas mager aus.
Anschließend wollen wir einen weiteren Versuch starten und am Strand bis zum Rio Claro entlanglaufen, da es auf dem Weg ja vielleicht Aras und Affen zu sehen geben könnte. Gerade als wir aufbrechen wollen, fängt es tropenmäßig an zu regnen. Außerdem steht die Putzfrau vor der Tür. Wir schnappen uns also zwei Schirme und gehen an den Strand: die Hotelanlage nebenan hat nämlich überdachte Hängematten und da ist es auch bei Regen gemütlich.
Als wir zurückkommen, sieht das Zimmer wieder etwas ordentlicher aus, so dass ich unsere Unterkunft noch mal fotografieren kann:
Wir starten mit dem 2. Versuch zum Rio Claro zu wandern, dieses Mal mit Schuhen an den Füßen und Wasser im Rucksack. Auf dem Weg durch unsere Anlage können wir schon das ersten Motiv einfangen:
Passerinitangare (m)
Dann geht es erst direkt am Stand entlang und später auf dem Dschungel-Pfad in Richtung Rio Claro. Durch den Regenguss am Morgen ist es noch schwüler als sonst. Uns läuft der Schweiß schon nach einer halben Stunde in Strömen!
Als wir eine kleine Bucht durchqueren, hört Lars ein leises Krächzen. In einem mittelhohen Mandelbaum sitzt ein Papageien-Pärchen und futtert ausgiebig. Wir zücken sofort unsere Kameras und uns gelingen einige Fotos. In das Fotoshooting mischt sich dann noch ein Truthahn-Geier ein, der unweit der hellroten Aras in einem Baum landet.
Als die Aras wegfliegen, machen wir uns auch wieder auf den Weg. Wir laufen weiter und schwitzen weiter und so langsam habe ich Angst zu dehydrieren. Unser Wasser ist nämlich schon fast alle und der blöde Fluss immer noch nicht in Sicht! Wir treffen ein Pärchen, das uns auf Nachfrage erklärt, der Fluss sei nur noch 200m entfernt. Frisch motiviert laufen wir weiter: 200m, 300m, 400m - kein Fluss! Nach jeder Biegung erwarten wir, nun endlich den Fluss zu sehen - Fehlanzeige! Dann endlich kommen wir an eine Bucht und - oh Wunder - da gibt es eine Strandbar mitten im Nirgendwo! Der Wirt, ein älterer Herr, liegt in einer Hängematte, verkauft uns aber gerne eine eisgekühlte Limo und eine Coke. Herrlich!
Nach einer kleinen Pause wollen wir doch nun endlich den Fluss sehen, der sich als völlig unspektakulär erweist. Aber er ist wirklich sehr claro und es sind viele kleine Fische drin. Ich tränke kurzerhand mein Shirt im Fluss und ziehe es klatschnass wieder an - erfrischend! Affen sind leider keine zu finden, aber eine schöne Aussicht auf den Strand.
Auf unserem Rückweg entdecken wir diese Halloween-Krabbe, die mit anderen Artgenossen in kleinen Höhlen einer Böschung wohnt.
Inzwischen zieht es sich richtig zu und wir befürchten, dass es gleich wieder schüttet.
Vorsichtshalber verstauen wir unsere Kameras in einem Drybag und wandern weiter. Natürlich zeigen sich nun zwei Fotomotive, nämlich ein Nasenbär und ein Brüllaffe. Der Nasenbär ist sofort wieder verschwunden, aber der Brüllaffe lässt sich, wenn auch hoch im Baum, ganz gut beobachten.
Die Kölner hatten uns noch einen Tipp zur Einkehr gegeben und so steuern wir nun das Life for Life Hostel mit Restaurant-Betrieb an. Das war wirklich eine exzellente Empfehlung! Das Essen ist super lecker und anders als bei uns, gibt es eine anständig große Portion.
Auch sonst gefällt uns die ganze Anlage ausgesprochen gut: alles ist liebevoll angelegt und gepflegt. Nach dem Essen legen wir uns noch eine Weile in die Hängematten auf der Dachterrasse. Dort kommen plötzlich zwei kleine Hunde hoch, die wir bereits von der Strandbar kennen. Es stellt sich heraus, dass der alte Herr von der Strandbar auch hier der Chef ist und hier wohnt.
Zurück in unserer Casita Bosque gibts erstmal eine herrliche Dusche und dann nur noch Bilder sichten, Journi schreiben und chillen. Außerdem packen wir noch unsere Sachen für den Corcovado: morgen machen wir eine weitere Tour. Um Gewicht zu sparen, wird meine Kamera aber zu Hause bleiben. Hat sich beim letzten Mal ja sowieso nicht gelohnt…
FotoGnuThemenstarter397 Beiträge · seit 202107. Nov. 2024 · #38
Donnerstag, 11.04.24: San Josecito (Corcovado)
Die Nacht endet um vier und der frische Morgen überrascht uns mit blauem Himmel - das erste Mal seitdem wir im Land sind! Wir gehen um halb sechs frühstücken und werden anschließend wieder zur Bootsanlegestelle gebracht. Heute ist hier aber richtig viel los: anscheinend sind heute ganze Heerscharen auf dem Weg in den Corcovado!
Als unser Boot endlich ankommt, ist es schon proppenvoll. Wir müssen wieder durch die Brandung und obwohl wir dieses Mal auf lange Hosen verzichtet haben, werden wir bis auf die Unterhosen nass, als uns die Brandung blöd erwischt. Auf dem Boot ist Gustavo, aber er ist nicht unser heutiger Guide, sondern José. Die Fahrt zur Sirena Ranger Station dauert knapp eine Stunde, aber das Meer ist glatt und so macht der wilde Ritt heute deutlich mehr Spaß als vorgestern.
Barfuss geht es auch wieder runter vom Boot, dann folgt die Rucksackkontrolle und der Eintrag in die Besucherliste. Dieses Mal besteht unsere Gruppe aus einem älteren französischen Paar und drei jungen Spaniern. Insgesamt ist hier an der Sirena Station deutlich mehr los als vorgestern an der San Pedrillo Station.
José meint, wir würden den anderen Gruppen aus dem Weg gehen, aber davon ist leider nichts zu merken. Wie alle anderen Gruppen gehen wir den Hauptweg und halten überall, wo auch die anderen Gruppen halten. Die Kamera bleibt aus, weil die entdeckten Tiere allesamt zu weit weg und im schlechten Licht sind. Das ändert sich erst, als wir auf eine Horde Totenkopfäffchen stoßen. Die gibt es nur hier und im Manuel Antonio Nationalpark und ich ärgere mich ab diesem Moment, dass ich meine Kamera nicht schleppen wollte!
Die nächste nennenswerte Sichtung ist ein Tapir. Leider ist es genauso wie vorgestern: das nachtaktive Tier schläft und ist im dichten Gebüsch nicht vernünftig zu fotografieren. Dieser Tapir hat außerdem noch einen Ranger als Bodyguard, der sehr penibel darauf achtet, dass wir nicht zu nahe kommen.
Die nächste Sichtung ist für uns ein echtes Highlight: hoch in einem kahlen Baum sitzt ein Tamandua, auch kleiner Ameisenbär genannt. Auch eine absolute Wunschsichtung von uns und auch ganz schlecht zu fotografieren! Fast gleichzeitig zieht eine große Gruppe Brüllaffen durch, die ihren Namen alle Ehre machen. Affen, die durch die Bäume ziehen und dabei brüllen - das ist jetzt echt Regenwaldfeeling pur!
In der Zwischenzeit ist der Tamandua etwas weiter heruntergekommen und lässt sich etwas besser ablichten:
Wie von José zu Beginn der Tour prophezeit, stoßen wir auf eine große Gruppe Nasenbären. Sie marodieren durch den Wald und ignorieren uns komplett. Das ist wirklich toll, dass die Tiere hier schon so lange geschützt werden, dass sie keine Scheu vor Menschen zeigen und gleichzeitig streng darauf geachtet wird, dass sie die Menschen nicht als Nahrungsquelle betrachten. Die putzigen Tierchen sind so nah, dass ich sogar mit meinem Handy filmen kann und Lars schöne Aufnahmen gelingen.
Dann wandern wir über ein verlassenes Flugfeld in einen anderen Teil des Parks, wo nicht mehr ganz so viele Besuchergruppen unterwegs sind. Dort zeigt uns José einen weiteren Tapir. Fotografisch auch kein Highlight, aber zumindest erkennt man das Tier mal.
Wir verlassen den Wald und gelangen an einen größeren, glasklaren Fluss, der hier direkt ins Meer mündet. Jose erklärt, dass es bei Hochwasser dazu kommt, dass Bullenhaie und Krokodile den Bereich bevölkern. Da derzeit jedoch Ebbe herrscht, ist von diesen gefährlichen Tieren nichts zu sehen. Nur ein Tiger-Reiher ist dabei sich zu verköstigen. Wir wandern ein kurzes Stück am Fluss entlang und pausieren dann an einem schattigen Platz.
Zum Mittagessen kehren wir in der Sirena Station ein. Es gibt landestypische Küche, die allerdings leider nicht der Rede wert ist.
Nach dem Mittagessen pausieren wir noch etwas, dann geht’s zurück zum Boot. Wir hatten für die Rückfahrt auf Delfine gehofft, aber leider lassen sich keine blicken.
Zurück an unserem Strand wartet eine Überraschung auf uns: direkt an unserer Anlage sitzen zwei Aras im Baum. Warum waren wir gestern noch mal so weit gewandert?
FotoGnuThemenstarter397 Beiträge · seit 202107. Nov. 2024 · #39
Donnerstag, 11.04.24: San Josecito (Corcovado) / Fortsetzung
Nachdem wir uns in unserer runtergekühlten Casita von der anstrengenden Tour etwas erholt haben, entdeckt Lars einen Kapuziner-Affen direkt vor unserem Fenster. Wir schnappen uns unsere Cams und gehen vors Haus. Die Affenhorde turnt um uns herum, so dass wir einige Szenen einfangen können. Dabei werden wir von Mücken furchtbar gepiesackt!
Die erwachsenen Affen interessieren sich überhaupt nicht für uns, aber die jüngeren beäugen ihre haarlosen Verwandten ganz interessiert. Wirklich interessant ist die Reaktion der Affen, als ich mir wegen der blutgierigen Mücken ein paar Mal auf die Beine klatsche: ein paar der erwachsenen Tiere gehen zähnefletschend auf uns los. Wir weichen zurück bis sie sich wieder beruhigen.
Nachdem die Affen im Wald verschwunden sind, gehen wir heute noch mal zu den Hängematten am Strand und hören Hörbuch. Heute ist die Lichtstimmung ein Traum und es gibt sogar einen kitschigen Sonnenuntergang!
Wir überlegen, zum Abendessen noch mal zum Hostel nebenan zu laufen, sind aber zu faul. Also kehren wir bei uns in die Bar ein und genießen bei Hiphop- und Rap-Musik eine kleine Tüte Chips zum Abendbrot. Dazu gönnen wir uns eine Pina Colada und einen Mojito.
Enilorac65768 Beiträge · seit 201707. Nov. 2024 · #40
Wow, unglaublich was ihr schon alles gesehen und erlebt habt! Ganz tolle Fotos habt ihr gemacht! Vielen Dank und liebe Grüsse Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)