KOKorbmacherThemenstarter10 Beiträge · seit 202425. Sept. 2024 · #1Moin, mein Sohn (17) und ich (51) wollen uns im kommenden Jahr auf einen 4 wöchigen Roadtrip von Windhoek über die üblichen Anlaufstellen bis zu den Victoria Falls und dann wieder zurück nach Windhoek machen. Ich habe zwar in meinen Zwanzigern ausschließlich mit Zelt und Rucksack die Welt bereist aber das ist ja nun schon ein bisschen her. Ich denke aber trotzdem ich habe eine ganz gute Einschätzung was das Thema Camping an sich angeht und ich bin durchaus eine geübte Fahrerin - für europäische Verhältnisse - habe aber keine Ahnung von Autos und deren Technik.
Ich würde mich also über ehrliche Einschätzungen bitten, was das Thema Offroad mit Dachzelt, Straßenverhältnisse, Umgang mit dem Auto, etc. angeht. Auch was das Thema nächtliche Temperaturen Juli/August und Dachzelt angeht. Wir schwanken auch noch ob eher Dachzelt oder Bushcamper und sind uns der jeweiligen Vor- und Nachteile noch nicht so wirklich sicher.
Ist das eigentlich wirklich machbar in 4 Wochen als ungeübte alleinige Fahrerin oder wollen wir da einfach zu viel?
R5R51592 Beiträge · seit 202425. Sept. 2024 · #2Hallo
Von Windhoek bis Vicfalls sind Pi mal Daumen 1500km. Hin Rück Also ca 3000km. Bisschen Firlefanz drum rum, Ezosha, Parks im Norden eventuell Swakop werden es vielleicht 5000km. In 4 Wochen machbar aber zügiger Reiseverlauf.
Temperaturen im Winter Namibias...tja. abends und nachts sehr kalt wenn du Pech hast, Tagsüber angenehm. Ab 11 Uhr auch mit kurzer Hose. Auf jeden Fall ist es abends zum draußen sitzen nicht kuschelig.
Dachzelt vs. fester Aufbau. Temeratutechnisch würde ich sagen kein Unterschied. Fester Aufbau hat Vorteile bei Wind, Regen, Sturm, was ihr aber bei eurer Reisezeit nicht zu erwarten habt.
Es gibt viele, die technisch, fahrerisch etc. nicht geübt sind und kommen mit tollen Eindrücken von der Reise zurück.
Vorsicht, langsames Fahren. Umsicht, Rücksicht und Zuvericht und auch ihr werdet eine tolle Reise erleben.
VG
Tini___107 Beiträge · seit 201725. Sept. 2024 · #3Lass dir (und deinem Sohn) vor der Reise zeigen, wie man den Reifendruck absenkt und wieder erhöht, und wie man Reifen wechselt. Und zwar nicht nur dabei zusehen, sondern macht es selber 2-3x!
Vor Ort, bei der Autovermietung, lass es dir nochmals am Mietwagen und mit dem spezifischen Werkzeug das dabei ist zeigen. Dann habt ihr es drauf, und könnt das locker selber handeln!
Clue4fun104 Beiträge · seit 201827. Sept. 2024 · #4Carsten Möhle aka Bwana Tucke Tucke hat viele praktische Tipps auf seiner Homepage. Hier z.B. bezüglich
Unfallursachen im Straßenverkehr.
Hier im Forum wurde das Thema öfters angesprochen. Mit der Suchfunktion (Lupe) findest Du sicher für Dich wichtige Informationen. Ach noch was: Bitte nicht am Ankunftstag den Mietwagen abholen/fahren. Am Besten am Folgetag.
Viel Spass auf Eurer Tour, Christoph
KOKorbmacherThemenstarter10 Beiträge · seit 202427. Sept. 2024 · #5Moin, bei Carsten habe ich auch schon grundsätzlich wegen Planung angefragt und die Homepage durchstöbert. Und wir haben glücklicherweise Freunde in Windhuk und kommen gar nicht erst in Versuchung direkt loszufahren. Ich stress mich da eh nicht und habe auch kein Problem nicht alle "Highlights" abgefahren zu haben.
So langsam beschleicht mir nur das Gefühl, dass man ziemlich viele Campsites vorbuchen muss und dadurch natürlich dann doch immer ein bisschen in Zeitdruck gerät. Ich hatte eigentlich gehofft, es da etwas entspannter angehen zu lassen und auch mal spontan irgendwo länger zu verweilen oder auch nicht. Ist das überhaupt möglich oder haben wir dann ein richtiges Problem Campsites zu finden. Es muss auch nicht immer Luxus sein (sprich eigene Dusche und WC). Ich habe die APP Overlander und dachte eigentlich, wir könnten uns da ein bisschen treiben lassen. 😕
COCoyote3 Beiträge · seit 201227. Sept. 2024 · #6Hallo
Ich bin selbst schon ein paar Mal in Namibia mit Dachzelt u. Allrad unterwegs gewesen und kann Dich/Euch nur ermutigen es zu wagen. Das Thema Vorbuchungen mache ich nur bei ganz exklusiven Locations (Insite Sossusvlei, Insite Etosha, Wüstencamp, etc.) bei denen hoher Traffic zu erwarten ist und meine eigentlichen Camps überwiegend auf Guestfarms, die in der Regel auch ein Camp haben. Hat den Vorteil, dass man auch vom Besitzer evtl. Vorräte kaufen kann und unschätzbar wertvoll sind die Gespräche mit diesen. Viele interessante Orte sind auf privatem Grund und oftmals nicht in Karten eingetragen sodass man nur durch Mundpropaganda diese Locations findet. Ich habe mir hier, aus dem Forum, auch den Campingführer runtergeladen und Campsites auf meiner geplanten Route eingezeichnet/gemarkert.
Richtiges Offroad fahren wir Euch eher selten begegnen und sich eher auf mehr oder weniger ausgebauten Feldfegen beschränken. Trotzdem können auch dort Tiefsandstrecken möglich sein mit denen man umgehen lernen muss. Die Vorschreiber haben schon vieles angedacht und sollte auch beherzigt werden. Schnell ist schnell zu schnell!
Wenn ihr flugtechnisch ungebunden seit und nicht unbedingt einen Direktflug haben möchtet kann ich Euch wärmstens die Ethiopian Airlines empfehlen. Bei ihr könnt Ihr jeweils 2x23kg Gepäck kostenlos aufgeben. Der einmalige Zwischenstop in Addis Abeba ist schneller vorbei als man glaubt und ist gegen 13.00 Uhr in Windhoek. Zeit genug um das Fahrzeug zu übernehemen und erste Einkäufe zu tätigen.
KOKorbmacherThemenstarter10 Beiträge · seit 202427. Sept. 2024 · #7Super, das macht mir Mut doch unsere eigentlich Idee umsetzen zu können und alles etwas spontaner vor Ort angehen zu lassen.
Ich habe jetzt Flüge ab HH mit LH (2x23 KG) die sogar günstiger sind als mit Ethiopian. Den ersten Tag + die erste Nacht verbringen wir in Windhuk bei Freunden und nehmen dann erst den Wagen (nehme jetzt den
https://africamper.com/vehicles/4x4-max-explorer/).
Dann werde ich jetzt mal schauen, was wir evtl. noch vorab buchen müssen (ehrlich gesagt haben wir auch nur 2-3 Spots, die wir unbedingt zwingend wollen) und ansonsten so wie Du es sagst, auch die Guestfarms zurückgreifen und einfach vor Ort ein bisschen treiben lassen. Oder denkt Ihr wir sollten doch alles von einem lokalen Office vorplanen lassen? Ich mag mich eigentlich nicht so sehr im vorhinein festlegen - vor allem da es unser erstes Mal ist und wir noch gar nicht wissen, was uns alles da noch in den Sinn kommt. Und da ich alleinige Fahrerin bin, will mir da eh nicht zu viel vornehmen.
Coyote schrieb:Hallo
Ich bin selbst schon ein paar Mal in Namibia mit Dachzelt u. Allrad unterwegs gewesen und kann Dich/Euch nur ermutigen es zu wagen. Das Thema Vorbuchungen mache ich nur bei ganz exklusiven Locations (Insite Sossusvlei, Insite Etosha, Wüstencamp, etc.) bei denen hoher Traffic zu erwarten ist und meine eigentlichen Camps überwiegend auf Guestfarms, die in der Regel auch ein Camp haben. Hat den Vorteil, dass man auch vom Besitzer evtl. Vorräte kaufen kann und unschätzbar wertvoll sind die Gespräche mit diesen. Viele interessante Orte sind auf privatem Grund und oftmals nicht in Karten eingetragen sodass man nur durch Mundpropaganda diese Locations findet. Ich habe mir hier, aus dem Forum, auch den Campingführer runtergeladen und Campsites auf meiner geplanten Route eingezeichnet/gemarkert.
Richtiges Offroad fahren wir Euch eher selten begegnen und sich eher auf mehr oder weniger ausgebauten Feldfegen beschränken. Trotzdem können auch dort Tiefsandstrecken möglich sein mit denen man umgehen lernen muss. Die Vorschreiber haben schon vieles angedacht und sollte auch beherzigt werden. Schnell ist schnell zu schnell!
Wenn ihr flugtechnisch ungebunden seit und nicht unbedingt einen Direktflug haben möchtet kann ich Euch wärmstens die Ethiopian Airlines empfehlen. Bei ihr könnt Ihr jeweils 2x23kg Gepäck kostenlos aufgeben. Der einmalige Zwischenstop in Addis Abeba ist schneller vorbei als man glaubt und ist gegen 13.00 Uhr in Windhoek. Zeit genug um das Fahrzeug zu übernehemen und erste Einkäufe zu tätigen.
COCoyote3 Beiträge · seit 201228. Sept. 2024 · #8Hi,
das freut mich, wenn ich die Angst ein wenig nehmen konnte. Du, als Fahrerin, solltest Dir im Klaren sein, dass die Fahrerei schon ziemlich auf die Substanz geht und wenn Ihr jeden Tag woanders seit, keine Zeit zum Verschnaufen bleibt. Ich rate da immer wieder 1-2 Tage bei einer Unterkunft länger zu bleiben, um sich auch mit Andere zu unterhalten. Wenn man alles fest gebucht hat, kann man nicht mehr spontan ein o. zwei Tage umplanen u. das ist stressig. Was ich jetzt allerdings nicht weiß, sind die Ferien in Namibia und SA! Wenn Ihr in dieser Zeit fahrt, solltet Ihr schon ziemlich alles fix haben, denn Namibia ist dann schon mehr als gut gebucht u. man findet schlecht eine Unterkunft.
hG, Tom