ISIsabella28Themenstarter31 Beiträge · seit 201722. Juli 2024 · #1Hallo liebe Fomis,
Für September 2025 planen wir gerade wieder eine Selbstfahrer Rundreise von Windhoek in den Caprivi und zurück.
Ich habe mir nun verschiedene Anbieter angesehen und die Preise sind doch erheblich gestiegen seit letzten Jahr. Waren zuletzt im September 23 in Namibia/Botswana und haben über ein Reisebüro alles nach unserem Wünschen zusammenstellen lassen. Das meiste wurde damals über FTi gebucht, das fällt ja nun flach. Da ich nicht weiß, ob die Kontingente von FTI nun an andere deutsche Reiseunternehmen gehen und ob das über ein normales Reisebüro noch alles buchbar ist, habe ich nun beim deutsch/namibischen Direktabieter African Dreamtravel Namibia angefragt.
Die zusammengestellte Reise soll 2800€ für das Landprogramm inkl Mietwagen pro Person kosten für 16 Nächte mit HP. Teils Camping2Go, teils Lodges.
Ist das realistisch?
Ich habe mir mal ausgerechnet, was es kosten würde, wenn ich selbst direkt bei den Lodges buchen würde. Da käme die Reise ca. 400€ p.P. billiger. Mietwagen wäre z.B. der Fortuner mit knapp 2000€ bei Sunnycars. Ist das eher günstig oder gängiger Preis aktuell?
Ich würde gerne über einen Anbieter buchen, weiß aber nicht, wieviel Aufpreis gegenüber Selbstbuchung realistisch ist.
Kennt jemand das Unternehmen African Dreamtravel? Ich hatte bisher einen guten Eindruck von der Beratung.
Habt ihr sonst noch Empfehlungen? Gut und bezahlbar?
Liebe Grüße Isa
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200622. Juli 2024 · #2Ich würde gerne über einen Anbieter buchen, weiß aber nicht, wieviel Aufpreis gegenüber Selbstbuchung realistisch ist.
Normalerweise bieten die Reiseplanungs-/buchungsbüros die Endkundenpreise ohne Aufschlag an, da sie über die Kommission ihr Geld verdienen. Es sollte also eigentlich nicht teurer sein als selbst zu buchen.
€2800 pp bei 16 Tagen, d.h. halte ich für "normal" (wenn auch nicht bilig). Ein Mietwagen für €2000 bei 16 Tagen ist hingegen nicht wirklich günstig. Da würde ich namibische Anbieter nochmal direkt anschreiben.
Viele Grüße
Christian
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Akane221 Beiträge · seit 202422. Juli 2024 · #3Hallo Isa,
Was ist dir der Service denn wert? Du hast dir ja jetzt quasi schon die Mühe gemacht, selbst zu recherchieren und die Preise für Unterkünfte und Mietwagen zu vergleich, da geht für mich einer der Vorteile, über eine Agentur zu buchen, direkt schon verloren. Sonst ist die Idee ja, dass man sich relativ wenig selbst kümmern muss, weil man jemand anders für die Organisation bezahlt.
Den Preis von 2800€ finde ich, ohne jedoch zu wissen, welche Unterkünfte dabei sind, in Ordnung, 400€ Aufpreis pro Kopf wäre mir die Dienstleistung aber nicht wert. Ich plane aber auch gerne selbst und würde sowieso nicht jemanden einfach mal machen lassen 😄
zermatt_de70 Beiträge · seit 201622. Juli 2024 · #4Hallo Isa,
wir haben mit Namibia Click&Travel bereits 2x gebucht und sehr gute Erfahrungen gemacht. Du kannst alles dort buchen (vermutlich ohne Flug) lassen oder z.B. den Mietwagen selbst buchen wie Du magst. Du kannst auch ein Budget vorgeben wieviel Du ausgeben willst. Die Reise wird dann für Dich individuell geplant. Deine Vorschläge kannst Du auch mit einbringen. Diese werden dann durch gute Tipps ergänzt.
https://namibia-click-travel.com/Viele Grüße
Jens
Logi16,9k Beiträge · seit 201222. Juli 2024 · #5Hallo Isabelle,
es ist vollkommen korrekt, dass die einschlägigen örtlichen Agenturen (beispielsweise click&travel, info-namibia, usw.) nur den auf der jeweiligen Homepage ausgewiesenen, offiziellen Preis berechnen.
Ebenso richtig ist aber auch, dass von den Buchungsagenturen keine Sonderangebote, Specials (z.B. 3:2) oder andere Discounts an den Endkunden weitergeben werden.
Du kann also, wenn Du selber buchst, durchaus mehrere hundert Euro sparen - dafür musst Du aber auch jeden einzelnen Preis darauf abklopfen "was kostet es wo". Das ist viel Arbeit und zeitintensiv. Du musst entscheiden, ob es Dir das wert ist oder eben die bequeme Variante wählen.
LG
Logi
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200622. Juli 2024 · #6Ich kann alles bisherige bestätigen. Es geht aber noch weiter. Wenn du alles selbst buchst und es zu Problemen kommt (z.B. wegen Flugverschiebungen), dann kümmerst du dich da auch um alles selbst. Wenn du einen Veranstalter hast, dann kontaktierst du diesen und der kümmert sich um den Rest.
Weiter ist es so, dass Europäische Anbieter noch diverse Gesetzliche Grundlagen erfüllen müssen. Z.B. einen Reisepreis Sicherungsschein. Ausserdem erhältst du von einem guten Reiseunternehmen auch noch eine komplette Reisedokumentation und einen Ansprechpartner vor Ort. Das alles ist nicht kostenlos.
Aus Sicht des Reiseveranstalters kann ich dir sagen, dass die Kunden die mit einem genauen Plan kommen und Preise vergleichen zu den mühsamsten gehören. Die Kunden haben das Gefühl, dass sie doch schon ganz viel Vorarbeit geleistet haben und dass die Preise die z.T bei Booking.com drauf sind übernommen werden sollen. Das geht aber häufig bei den Veranstaltern für Individuelle Reisen gar nicht auf. Die haben keine Kontingente und wenn sie Unterkünfte buchen, dann müssen diese auf der Basis der offiziellen Preise ein Angebot erstellen. Spezielle Rabatte kommen da häufig nicht zur Anwendung.
Wenn Du Spass an am Buchen hast, dir der Aufwand nicht zu hoch ist und du auf die zusätzlichen Leistungen des Veranstalters verzichten kannst, dann mach es selbst. Wenn Du anderen Arbeit machst, dann bezahle sie auch dafür.
Bei uns gibt es noch die spezielle Geschichte, dass du dich per Video-Konferenz informieren und beraten lassen kannst. Für diese Beratung bezahlst du uns nach Aufwand. Wo du dann buchst, ist uns egal. Weil wir für unsere Arbeit vom Kunden bezahlt werden und nicht über Provisionen, haben wir häufig die Möglichkeiten auch günstigere Varianten aufzuzeigen. Natürlich freuen wir uns aber auch darüber, wenn ein Kunde die ganze Reise bei uns bucht.
Herzliche Grüsse
Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung
Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung
Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz
Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika
Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
ISIsabella28Themenstarter31 Beiträge · seit 201722. Juli 2024 · #7Danke für eure Antworten.
Ich sehe das schon genauso, wenn ich über einen Veranstalter buche, dann bin ich gerne bereit, für diese Leistung auch zu bezahlen.
Das ist nur fair, dafür bekomme ich ja dann auch Sicherheiten und Ansprechpartner.
Alleine buchen möchte ich nicht, das ist mir genau aus den genannten Gründen (Übernachtung, Lodge abgebrannt, Insolvenz) zu riskant.
Ich frage nur, weil ich keine Ahnung habe, wieviel das an Mehrkosten ausmacht, über einen Spezialisten zu buchen.
Mir ist schon klar, dass ein kleiner Spezialist nicht die selben Preise wie z.B. TUI bekommt, da sie ja keine großen Kontingente haben.
Der Preis, den ich mir selbst mal ausgerechnet habe für die 16 Übernachtungen entstammt der jeweiligen Homepages der Lodges (Rates 2025). Also kein Sonderangebot und kein Booking.
Bekommt eine Reiseagentur nicht dieselben Preise, die auf der Homepage ausgeschrieben sind?
Ich will absolut nicht pfennigfuchsen, aber für 4 Personen macht das schon einen Unterschied und leider verdiene ich nicht so viel, dass Geld keine Rolle spielt, ich muss da einfach ein bisschen rechnen.
Ich würde am liebsten eine kleinere namibische Agentur unterstützen, allerdings ist mir eine Absicherung der Reise gegen Insolvenz enorm wichtig.
Weiß einer von euch, welche großen Reiseanbieter (TUI etc) nun die Kontingente von FTI bzgl der Lodges bekommen oder übernommen haben? Oder sind die einfach in andere Länder abgegeben worden?
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200622. Juli 2024 · #8Bekommt eine Reiseagentur nicht dieselben Preise, die auf der Homepage ausgeschrieben sind?
Wie ich (und andere) schrieben: Die nutzen die öffentlichen Preise (auch als Rack Rate bekannt). Aufgrund des Tourismusbooms hat es sich aber durchaus auch bei einigen Agenturen durchgesetzt, neben der Provision die sie von den Unterkünften bekommen, auch noch "Gebühren" für ihren Aufwand zu erheben (bei Camping, aufgrund des verschwinden geringen Preises und damit der Provision war das schon immer üblich).
Viele Grüße
Christian
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Chrigu7'272 Beiträge · seit 200622. Juli 2024 · #9Hallo Isabella,
Bei uns ist es so, dass wir bei Lodges und Fahrzeugverleihern Provisionen erhalten. Das reicht aus. Bei Campsites haben wir einen Aufschlag da es da keine Provisionen gibt. Was wir dann machen ist die Umrechnung der Leistungen auf Euro. Da ist der Kurs etwas schlechter als der aktuelle Kurs weil wir das Kursrisiko etwas ausgleichen müssen. Ohne die Details zu kennen finde ich 400 Euro / Person aber auch als relativ viel.
Das Problem dass sich nun ergibt, wenn ihr möchtet, dass jemand anderes für euch die gleichen Buchungen durchführt, wird es häufig nicht gehen. Die Unterkünfte sagen dann: Wir haben schon eine Buchung auf diesen Namen und buchen euch kein zweites Mal ein. Die Buchung von einer Firma auf eine andere zu übertragen geht auch nicht. Dann bleibt nur die komplette Absage und wieder Einbuchung. Wenn es Wartelisten gab, kann es aber sein, dass dann gewisse Platze schon ausgebucht sind.
Herzliche Grüsse
Chrigu
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ISIsabella28Themenstarter31 Beiträge · seit 201722. Juli 2024 · #10Danke für eure Antworten.
Dann kommt der teurere Preis wahrscheinlich von den Aufwandsgebühren. Gerne zahle ich dafür etwas, wobei ich das in unserem Fall eben auch recht viel finde.
Wir haben noch nicht gebucht und auch noch nicht reserviert, das ist jetzt erstmal eine erste Kalkulation des Anbieters. Der konkrete Preis wird uns erst mit Anfrage mitgeteilt.
Ich fürchte, dass der dann auch noch nach oben abweicht?
Sanne2'462 Beiträge · seit 200622. Juli 2024 · #11Isabella28 schrieb:Danke für eure Antworten.
Dann kommt der teurere Preis wahrscheinlich von den Aufwandsgebühren. Gerne zahle ich dafür etwas, wobei ich das in unserem Fall eben auch recht viel finde.
Wir haben noch nicht gebucht und auch noch nicht reserviert, das ist jetzt erstmal eine erste Kalkulation des Anbieters. Der konkrete Preis wird uns erst mit Anfrage mitgeteilt.
Ich fürchte, dass der dann auch noch nach oben abweicht?
400 Euro pro Person finde ich bei gut 14 Tagen schon sehr viel. Als ich noch Lodges usw. über einen lokalen Anbieter gebucht hatte, war das nie teurer, manchmal sogar etwas günstiger als Direktbuchungen über deren Website. TUI, FTI usw. habe ich aus Prinzip nicht genutzt, da lass ich das Geld lieber im Land. Bei Campsites in Bots und ZIM lasse ich das inzwischen über die Mietwagenfirma buchen. Ich überschlage das grob und bislang lagen die Aufschläge bei rd. 20%. Damit kann ich gut leben, weil es mir den Buchungsstress mit Zimparks, DWNP und Co. erspart. Dieses Jahr haben wir auch ein paar feste Unterkünfte über Bushlore buchen lassen, die sollen ja auch von etwas leben. Aber solche Abweichungen wie bei Euch gibts da nicht.
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Logi16,9k Beiträge · seit 201222. Juli 2024 · #12Sanne schrieb: Aber solche Abweichungen wie bei Euch gibts da nicht.
Doch, doch, das ist schon realistisch.
LG
Logi
Sanne2'462 Beiträge · seit 200622. Juli 2024 · #13Logi schrieb:Sanne schrieb: Aber solche Abweichungen wie bei Euch gibts da nicht.
Doch, doch, das ist schon realistisch.
LG
Logi
Wie meinst Du das? Ich habe alle Preise aus dem Netz zusammengetragen, dann Bushlore um die Buchungen gebeten und bei UNS kommen da keine Differenzen von plus 400 Euro pro Person zusammen. Dann hätte ich ganz sicher direkt gebucht.
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