3. April In der Nacht regnet es heftig, unser Zelt ist aber dicht 😄. Wir werden durch das Scheppern des Mülleimers geweckt. Ein Pferd hat den Deckel der Mülltonne abgehoben und sich über unsere Rüstabfälle gefreut. Als ich aus dem Toilettenhäuschen komme stehe ich Auge in Auge vor zwei Straussendamen, da gehe ich grad rückwärts wieder rein, sie haben doch sehr grosse Schnäbel 😕 Sie verziehen sich aber bald und so freuen wir uns über unser erstes Campfrühstück mit Speck und Spiegeleiern und allem was dazugehört. Dann räumen wir nochmals das Auto um 😄. Auch das Bett ist so nicht sehr bequem. Das Leintuch ist eigentlich zu klein und die Matratze zu hart. Nun legen wir einen Schlafsack als Polsterung unter das Leintuch und das dann quer, so bleiben halt die Füsse ohne Leintuch und brauchen den zweiten Schlafsack als Decke. Das hat sich dann für den Rest der Reise bewährt. Mein Mann geht dann irgendwann zur Reception und bucht für uns den Sundowner Drive und für den nächsten Tag den Bushmen Walk. Unsere Site hat einen riesigen Baum, darunter lässt sich herrlich lesen, Mittagessen etc. Nach dem Essen gehen wir dann zum Hauptgebäude, geniessen den Pool, schauen den Erdmännchen zu
genehmigen uns Kaffee und Kuchen und um 17.00 geht dann der Nature Drive los. Die Landschaft mit den roten Dünen ist sooo schön
andererseits fühlt sich das Gelände der Lodge ein bisschen an wie sehr grosser, sehr schöner Tierpark, besonders nachdem wir ja zuvor im Hoanib waren. Wir geniessen es aber trotzdem sehr, vor allem als wir die beiden Breitmaulnashörner sehen und so nahe ran fahren. Das fühlt sich nach all den ‚Security Briefings‘ vom Beginn unserer Ferien sehr seltsam an. Diese beiden werden aber täglich vom Auto aus gefüttert, auch um zu kontrollieren, ob alles in Ordnung ist.
Auf einer Düne unter einem riesigen Webervogelnest gibt es einen Sundowner und schon geht es wieder zurück. Ich freue mich besonders über eine Sichtung von Löffelhunden. Das Licht ist zwar schon sehr schlecht, aber das ist eine Erstsichtung für uns.
Wir werden direkt bei unserer Site abgeladen. Und dann eine grosse Aufregung: ich habe mein Telefon verloren, wahrscheinlich, hoffentlich im Auto. Mein Mann rennt zur Lodge und findet Guide und Auto und gemeinsam finden sie dann auch das Telefon. Uff, nochmals Glück gehabt.
Heute ist ein klarer Abend, wir sitzen noch lange und freuen uns hier zu sein.
Teil 2301. Juli 2024
4. April Heute mussten wir früh, ca 6.00 aufstehen. Wir sind direkt zu Fuss zur Lodge und haben dort noch einen Tee bekommen bevor wir zum Bushmen Walk aufbrechen. Es begleiten uns zwei Bushmänner. Der eine (westlich gekleidet) übersetzt die spannenden Geschichten, Gebräuche und auch Nutzen von Pflanzen und Tieren. Faszinierend finde ich die Sprache mit den vier Klicklauten, da könnte ich ewig zuhören. Es endet in einem nachgestellten Dorf, wo man noch Kleinigkeiten kaufen könnte und weitere Fragen stellen. Uns hat dieser kleine informative Spaziergang sehr gut gefallen.
Als wir dann so gemütlich zu unserem Platz zurück spazieren, sehen wir die beiden Nashörner direkt an unserem Auto vorbeigehen. Jetzt noch sehr weit weg, aber was wäre das für ein Aufstehen gewesen 😮
Zurück bei der Site frühstücken wir erst mal gemütlich und dann heisst es das erste Mal Zelt zusammenklappen. Das hat ganz gut geklappt, aber als wir den Tisch einschieben, verklemmt er sich in der Mitte und geht nicht mehr vor und zurück. Erst nach vielem Murksen schaffen wir es, ihn wieder raus zu ziehen. Jetzt braucht es erst nal nochmals einen Tee, bevor wir einen erneuten Versuch starten und eine Dusche. Wir merken, dann, dass wir es verkehrt herum versucht haben. 😄 Wir müssen noch an der Reception vorbei unsere Aktivitäten bezahlen, plündern den gut sortierten Shop und fahren dann ca. 11.00 ab. Über Mariental nach Maltahöhe. Dort füllen wir unseren Tank auf und ergänzen im dortigen Shop unsere Vorräte. Da es sehr viele Personen vor dem Laden hat, bleibt mein Mann im Auto. Er lässt sich dann aber von einigen Männern überreden und geht für sie noch Brot kaufen als ich wieder zurück bin. Wir wissen nie, wie wir mit solchen Situationen umgehen sollen, und haben uns auch nicht sehr wohl gefühlt. Als wir wieder losfahren, wird es rundherum wieder dunkel, Blitze zucken, wir fahren aber nur am Rand des Gewitters und können das Spektakel ruhig beobachten. Wir biegen auf die D830. Sie führt durch die Berge, auch hier führen die Dips Wasser, es sind aber nur Rinnsale. Im Tal links von uns plätschert der Bach und es ist sehr grün und das mitten in der Wüste. Unterwegs sehen wir in der Ferne Oryx, Springbock und sogar Löffelhunde, aber alle flüchten entweder sehr schnell oder sind von Beginn weg schon weit weg. Unterwegs halten wir bei einem schönen Baum und picknicken.
Kurz bevor wir die C27 erreichen wird die Landschaft wieder sehr offen und die Strasse sehr sandig, ist aber sehr gut zu fahren. An der Namibrand Reception checken wir ein und bestellen auch noch gerade ein frisches Brot für den nächsten Tag und buchen den Morningwalk. Es gibt insgesamt nur drei Sites, unsere hat ein eigenes kleines Wasserloch und wie die anderen ein Häuschen mit Dusche und WC und einen gedeckten Sitzplatz und riesig viel Abstand zu den anderen.
Wir klettern auf die Düne und freuen uns an der Weite und Leere der Landschaft. Welch Privileg hier 2 Nächte verbringen zu dürfen. Bevor wir das Zelt aufbauen, fahren wir noch den 4x4 Trail, ein ca 10 km langer Rundkurs. Wir reduzieren den zum ersten Mal den Reifendruck und können schon etwas die Sandfahrten üben und noch mehr von der Gegend sehen.
Dann kochen wir Spaghetti mit Tomatensosse und geniessen den Abend und die vielen Sterne.
Teil 2401. Juli 2024
Liebe Lotusblume, liebe Logi Sowas ähnliches haben wir uns schon gedacht. Es hat uns halt niemand darauf vorbereitet, wir waren verunsichert und es ist meist schwierig zu entscheiden, wie man sich in solchen Situationen verhalten soll. Wir haben uns da von Anfang an nicht wohl gefühlt und es war auch der einzige Ort auf unserer Reise, wo es uns so ergangen ist. Nächstes Mal wissen wir es besser. 😉 Lieber Gruss Susanne
Teil 2501. Juli 2024
5. April Um 6.30 klingelt der Wecker. Wir trinken nur schnell unseren Tee, schon kommt der Guide um 7.00 h um uns für den Morning Walk abzuholen. Wir sind nur zu zweit und geniessen die schöne Morgenstimmung, aber leider muss Adam, unser Guide noch viel lernen. Wir sehen viele Spuren, alte und auch neuere, aber sehr häufig bekommen wir zur Auskunft: <I have never seen that, I have to ask my colleagues> Wir sind leise enttäuscht, vor allem da uns dieser Walk von verschiedener Seite sehr ans Herz gelegt worden ist. Aber es sind Ferien, die Landschaft so schön, und das eine oder andere lernen wir trotzdem, da lassen wir uns unsere gute Laune nicht verderben.
Um ca. 9.15 h sind wir zurück und frühstücken erst mal ausgiebig. Zum Wasserloch kommen noch ein paar Namaqua Flughühner
Und etwas später ein einzelner Oryx
Den Rest des Tages verbringen wir auf/um unsere Campsite und geniessen die Einsamkeit. Ich beobachte Eidechsen und noch mal einen Oryx.
Als wir nach den Abendessen (Kartoffelgulasch) versuchen, die Sterne zu fotografieren, sehen wir einen Kapfuchs, der nach etwas Essbarem sucht. Wir haben aber alles schon weggeräumt. Er lässt sich von uns auch nicht sehr beeindrucken als wir ihn anleuchten. Mit der Nachtfotografie muss ich aber noch viel üben 😄
Teil 2601. Juli 2024
Heute erwachen wir ohne Wecker. Der erste Blick aus dem Zelt lässt uns fröhlich aufstehen.
Wir packen das Zelt ein und fahren dann nochmals die 4x4 Strecke, im Morgenlicht sieht ja alles wieder etwas anders aus.
Wir sehen wieder Löffelhunde, aber sie wollen sich partout nicht fotografieren lassen 😄
Wir zurück an unserem Platz geniessen wir das frische Brot, das wir gestern noch geliefert bekommen haben. Unterwegs zur Reception sehen wir Oryx, Zebras und Springböcke.
Dort begleichen wir unsere Schulden und verlassen etwas wehmütig diesen wunderschönen Ort und fahren weiter nach Sossusvlei.
Viele Oryx ziehen vorbei
All die kleinen Punkte sind Strausse
Am Gate zum Sossusvlei macht uns der Ranger auf einen platten Reifen aufmerksam. Peinlich, das haben wir noch gar nicht gemerkt. Aber direkt auf der gegenüberliegenden Seite hat es eine Tankstelle mit einem Tyre repair shop. Keine Viertelstunde später haben einen der Reservepneus drauf und der andere ist geflickt und wieder am richtigen Ort verstaut. Super Service für ungefähr 160 N$! Dann fahren wir direkt zur Campingplatz Reception und weiter zu unserem Platz und essen etwas Kleines. Die Site gefällt uns gar nicht so schlecht: sie wird bestimmt durch eine grossen Baum, wir passen mit Zelt darunter und hat eine kleine Mauer rundherum und eine Grillstelle. Die Lage ist etwas verwirrend - was mir dann morgen im Dunkeln fast zum Verhängnis wird 😄
Es ist uns zu heiss, und der Pool zu wenig einladend, wir beschliessen zum Sesriem Canyon zu fahren, unten ist schattig, dort kann man sich gut die Beine vertreten. Zuerst fahren wir aber noch zum Office um unseren Eintritt zu bezahlen und auch das Permit für Mirabib zu kaufen.
Jetzt ist es nicht mehr so heiss, also beschliessen wir noch zur Düne 45 zu fahren. Schnell sind wir dort, aber das Licht ist noch nicht schön, also lieber weiter bis zum 2x4 Parkplatz. Ach wenn wir schon da sind, wieso nicht gleich bis zum hinteren Parkplatz? Es ist etwas tiefsandig, aber das meistern wir 😉
Im Deadvlei ist es bis auf eine Gruppe Modefotografen menschenleer. Wir beschliessen auf eine seitliche Düne hochzusteigen, was sich als anstrengend erweist, aber wunderschön ist.
Runterrennen ist einfacher 😄
Dann wird das Licht immer schöner.
Als wir bereits am Gehen sind kommen uns zwei Asiatinnen entgegen und fragen uns, ob wir sie ev. zurück zum 2x4 Parkplatz nehmen könnten. Es hat scheinbar keinen Shuttle mehr gehabt und sie sind deshalb mit einer andern jungen Frau mitgefahren und steckengeblieben, worauf sie sich zu Fuss ins Deadvlei aufgemacht haben. Sie haben schnell 2/3 Handyfotos gemacht und dann gings zurück, solange haben wir gewartet. Wir haben das steckengebliebene Fahrzeug gesehen. Es war schon Hilfe dort und mein Mann hat sowieso befürchtet, dass er nicht mehr weiterfahren kann, wenn er an dieser Stelle hält. Die zwei Frauen mussten noch weiter bis Solitaire. Und morgen weiter nach Windhoek etc.Als wir sie beim Parkplatz abgeladen haben war es bereits kurz vor 19.00 h. Wir konnten nur unseren Kopf schütteln, selten so schlecht vorbereitete Touristen gesehen, alle Cliches erfüllt.
Wir hatten dann keine Lust mehr zu kochen, es war schon fast 20 h bis wir unser Zelt aufgebaut haben. So sind wir ins Restaurant und haben den Grillteller bestellt. Keine Gourmetküche, aber auch nicht schlecht. Wir sind dann schon bald ins Bett, morgen wollen wir (wie alle anderen) früh los.
Teil 2702. Juli 2024
Bevor es weitergehen kann, müssen wir noch die Sauerei im Kühlschrank sauber machen. Zwei Eier sind kaputtgegangen, wahrscheinlich bei der Rüttelei gestern im Sand. Wir wollen noch die Vorräte ergänzen, aber der Campstore iist ziemlich leer, einzig Feuerholz kaufen wir.
Wir fahren nach Solitaire und freuen uns über die aktiven Erdhörnchen
fotografieren die alten Autos
und essen den obligatorischen Apfelkuchen und trinken einen feinen Cappuccino.
Unterwegs sehen wir Gnus, viele Oryx
Springböcke und immer wieder auch einen einzelnen Strauss.
Wir steigen immer wieder aus und freuen uns über die abwechslungsreiche Landschaft
Leider verpassen wir aber die Abzweigung zum Henno Martin Shelter, aber wir müssen ja auch noch Ziele für ein nächstes Mal haben. 😄
Mirabib sieht man schon von weitem, es ist ein einsamer Berg/Felsenansammlung in einer weiten Ebene. Wir fahren rund um den Berg. Alles ist frei, umso schwieriger, zu entscheiden, wo es am schönsten ist. 🤨
Erst als es schon fast dunkel ist, kommt noch ein anderes Fahrzeug. Sie fahren aber auf die andere Seite des Berges.
Es geht ein starker Wind und kaum ist die Sonne weg, wird es das erste Mal in diesen Ferien empfindlich kühl. Wir suchen einen windgeschützten Ort um zu kochen und essen. Eine Dassie Rat leistet uns dabei Gesellschaft. Der Sternenhimmel hier ist schier unglaublich, trotzdem ziehen wir uns dann schon bald ins Zelt zurück um noch ein bisschen zu lesen, es ist uns zu frisch.
Teil 2803. Juli 2024
8. April Am Morgen geniessen wir die wärmenden Sonnenstrahlen wie auch eine Eidechse direkt neben uns
Dann fahren wir über Gobabeb nach Walvis Bay. Kurz bevor wir an die Küste kommen, sehen wir links Flamingos. Dort legen wir eine längere Pause ein und essen etwas Kleines.
Nachher fahren wir auf direkten Weg zu Meikes Guesthouse in Swakopmund. Wir werden sehr freundlich von Meike persönlich begrüsst. Das Zimmer ist gemütlich und hat auch einen eigenen Bereich, wo man draussen sitzen kann. Die Temperatur lädt aber nicht dazu ein. Leider habe ich hier kein einziges Foto gemacht.
Wir haben uns etwas ausgeruht, gegen 16.00 Uhr aufgebrochen, das Städtchen zu erkunden. Der Nebel hatte sich nur halb verzogen, erst kurz vor Sonnenuntergang wurde der Himmel klar. Gegessen haben wir im ‚the tug‘. Meike hatte hier bereits im Vorfeld für uns einen Tisch reserviert. Wir haben uns die Seafood Platte geteilt, es war super fein, aber auch super viel. Mit dem Taxi sind wir dann zurück, Meike hat uns stark abgeraten im Dunkeln von dort zurückzugehen. Bei Tag haben wir uns aber dort immer sehr sicher gefühlt.
Teil 2903. Juli 2024
9. April Heute gibt es nur ein schnelles Frühstück (ab 7.00 h). Um 7.15 h fahren los nach nach Walvis Bay zum ‚Kajak with seals‘. Treffpunkt ist um 8.00 Uhr in Walvis Bay.
Dort werden wir in die verschiedenen Fahrzeuge verteilt (3 insgesamt) und fahren raus nach Pelican Point. Unterwegs erhalten wir viele Informationen sowohl zu den Seehunden, wie auch zu den Flamingos und der Salzgewinnung. Bemerkenswert finde ich, dass diese Flamingos nur im Etosha brüten, aber seit vier Jahren nicht mehr dorthin geflogen sind. Dann wären sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht in Walvis Bay. Unterwegs sehen wir auch noch Pelikane und zwei Schakale, die sich von ihren nächtlichen Streifzügen an ihren Schlafplatz zurückziehen.
Wir kriegen wasserfeste Überkleider, ein paar Erklärungen und los geht’s. Da die Seehunde gerne spritzen wird uns dringend abgeraten, die Kameras mit auf das Kajak zu nehmen, was ich im Nachhinein bedauert habe. Sie haben nämlich nicht sehr gespritzt und obwohl sie wirklich nahe kamen, sind die Handyaufnahmen halt nicht so speziell. Seehunde sind neugierig und so hat jeder versucht, mit Geräuschen oder planschen im Wasser die Tiere anzulocken. Es hat riesig viel Spass gemacht. Ein sehr schönes Erlebnis!
Irgendwann müssen wir alle wieder an Land, leider habe ich vergessen auf die Uhr zu schauen, aber es ist Ferien 😄. Ich kann also nicht sagen, wir lange wir da rumgepaddelt sind. Wir bekommen alle noch feine Sandwiches und Kaffee/Tee und auch noch etwas Süsses. Auf dem Rückweg gibts noch einen Fotostopp bei Flamingos, die sehr nahe im Wasser stehen.
Wir beschliessen, direkt in Walvis Bay unsere Vorräte aufzufüllen, sind aber nicht so recht zufrieden mit der Auswahl. Brot und Milch ist sowieso besser frisch, also doch morgen noch in Swakopmund. Zufällig kommen wir noch an einem Campingladen vorbei, gerade um die Ecke von Meike, und finden unseren Toastaufsatz für den Gaskocher und auch gute Anzündwürfel. So macht es dann das abendliche Feuer gleich mehr Spass. Den Nachmittag nutzen wir, um uns nachrichtentechnisch wieder auf den neuesten Stand zu bringen.
Gegen 17.00 h machen wir uns nochmals auf durch die Stadt zu schlendern, leider schliessen aber viele Geschäfte früh ca 17.30 h, so dass sich nur mein Mann freut 😛 . Der Himmel bleibt neblig bis am Abend, dh kein Sonnenuntergang und frische Temperaturen. Heute essen wir im Hansa Hotel. Dieses Hotel kommt in vielen Büchern vor, die ich gelesen habe, ich war sehr neugierig. Die Bar hat uns gefallen, das Restaurant hat uns nicht so überzeugt, was vielleicht auch daran lag, dass eine grosse Reisegruppe (über 40 Personen) mit uns dort war. Ich sage es mal so: wir haben das Durchschnittsalter deutlich nach unten gedrückt und soo jung sind wir ja auch nicht mehr 😁 Das Essen war aber gut, nur wieder viel zu viel. Von hier gehen wir zu Fuss zurück und dann auch schon bald ins Bett.
Teil 3004. Juli 2024
10. April Heute können wir das Frühstück mit den feinen Brötchen mehr geniessen, wir werden ‚erst‘ um 8.00 h abgeholt. Wir haben für heute die Living Desert Tour gebucht und dürfen solange das Auto bei Meike im Hof stehen lassen, das Zimmer natürlich vorher geräumt. Wir holen noch zwei andere Paare in ihren jeweiligen Hotels ab und fahren dann direkt in den Swakop. Wir erfahren sehr viel Wissenswertes und Spannendes. Ansgar, unser Guide erklärt sehr anschaulich, gepaart mit einer Prise Humor ist es zudem auch sehr unterhaltsam. Zuerst findet er einen Skink (eine Art Blindschleiche), die wir sogar auf die Hand nehmen dürfen. Dann gräbt einen Palmato Gecko aus.
(Hilfe! Ich schaffe es nicht, diese Bilder zu drehen 🤢 )
Er hilft ihm anschliessend wieder sich in eine Höhle zu graben indem er mit etwas Wasser Sand befeuchtet um diesen zu verfestigen.
Dann findet er ein Chamäleon
Und sogar eine Sidewinder Snake in einem Gebüsch. Da starren wir alle lange drauf und sehen immer noch nichts 😄
Wir sehen noch verschiedene Eidechsen-Arten, erfahren viel über Nahrungsketten in der Wüste. Was das Schwarze auf dem Sand ist (Eisen)
Auf einer Düne mit Blick auf das Meer erhalten wir noch ein Getränk und einen Snack. Der Nebel bleibt aber hartnäckig über uns, es ist daher empfindlich kühl. Ein wirklich gelungener Ausflug! Um ca 12.30 h sind wir zurück im Guesthouse, bezahlen unserer Schulden und machen uns dann auf den Weg.
Teil 3118. Juli 2024
Wir kaufen im nahen Supermarkt noch die restlichen Lebensmittel ein und tanken auch das Auto wieder voll und dann geht‘s Richtung Moon Landscape
zur Oase Goanikontes. Unter einem schönen Baum etwas abseits essen wir ein kleines Picknick und fahren dann in den 4x4 River Khan trail. Wir möchten nur ein kleines Stück fahren, da unser heutiges Ziel die Spitzkoppe ist. Also halten wir uns an jeder Gabelung links. Irgendwann sind wir dann sehr unsicher, wo wir uns tatsächlich befinden. Wir sind aber nicht beunruhigt, unser Auto ist vollgetankt, der Kühlschrank ebenso und ein Bett haben wir sowieso dabei, viel passieren kann nicht. So geniessen wir das Abenteuer 🙂
Wir haben in Swakopmund extra einen Permit gekauft, sehen aber nirgends einen Hinweis, dass dieser Abschnitt der Stecke tatsächlich einen solchen braucht (dies im Gegensatz zur Strecke nach Mirabib).
Ziemlich genau wo die D1991 auf die B2 trifft, treffen auch wir auf die B2. Nun ist es nicht mehr weit bis Spitzkoppe. Wir sind zuerst etwas verwirrt, welches nun die von uns reservierte Campsite ist, es hat aber alles seine Richtigkeit und wir fahren etwas umher im grosszügigen Campingplatz. Wer die Wahl hat, hat die Qual 😛 Schliesslich wählen wir eine Site ganz im Westen.
Wir richten uns etwas ein und fahren dann noch zum Arch und klettern dann dort etwas herum.
Zum Sundowner klettern wir dann direkt auf den Felsen hinter unserem Platz und geniessen das schöne Abendlicht. Als wir zurückkommen, hat es an unserem Platz sehr viele Rock Dassies. Zuerst sind sie auf den Felsen, aber dann machen sie sich auf auf die Büsche und kleinen Bäume. Wir freuen uns über die flinken Tiere und einmal mehr über den schönen Sternenhimmel.
Teil 3218. Juli 2024
11. April Der Wind war sehr laut heute Nacht, trotzdem haben wir gut und für unsere Verhältnisse lange geschlafen 😄 Während dem ausgiebigen Frühstück konnten wir wieder viele Rock Hyrax beobachten, nun auf den Felsen, nicht mehr in den Büschen.
Da wir heute nicht so weit fahren werden und wir diese schöne Gegend noch etwas länger geniessen möchten, fahren wir noch zu den Felsen mit dem Rock Pool und klettern dort sogar bis zuoberst auf den Gipfel.
Um 11.15 Uhr fahren wir dann D3716 - D1930 nach Uis, wo wir im Cactus + Coffee Garden einkehren. Es ist sehr heiss, fast 40 Grad, aber sehr gemütlich da im Schatten zu sitzen. Wir essen Salat, Wrap und dann noch einen Schokokuchen, alles sehr fein. Die weitere Strecke (C35/D2319) ist eine schlimme Wellblechstrecke und führt an vielen Himba- und Hererodörfern vorbei, wo immer wieder Frauen und auch Kinder auf die Strasse springen und auch winken. So fühlen wir uns nicht wohl, darum stoppen wir nicht.
In Madisa werden wir freundlich empfangen und beziehen unsere private Campsite. Die originellen Sanitäranlagen sind zwar etwas in die Jahre gekommen, gefallen uns aber. Man muss den Donkey selber beheizen für Warmwasser, sowohl beim Lavabo wie auch für die Dusche, es funktioniert aber alles tadellos. Wir richten uns gemütlich ein und gehen dann zum Dinner, das wir bereits vorgebucht und bezahlt hatten.
Es war nur noch eine andere Familie im Restaurant. Der Hauptgang fand in Buffetform/Selbstbedienung statt und war sehr fein. Bei einem Glas Wein liessen wir den schönen Abend an unserem Platz ausklingen.
Teil 3319. Juli 2024
12. April Als wir noch gemütlich beim ausgiebigen Frühstück sitzen, fahren hinter uns zwei Gamedrive Fahrzeuge an uns vorbei in den Trockenfluss. Kurzerhand beschliessen wir, dass wir das auch tun, vielleicht sind ja die Elefanten nicht so weit. Zuerst reduzieren wir den Reifendruck, dann kann es losgehen.
Was müssen wir lachen, als wir unser Navi einschalten 🤪
Bald sehen wir erste undeutliche Spuren ,dann frischere, überlgen in welche Richtung sie gelaufen sind, wie alt die Spuren tatsächlich sind etc. Schon dieser Teil der Fahrt hat unheimlich Spass gemacht, noch mehr natürlich als wir die Tiere dann tatsächlich finden. Es hat zwar schon ein paar Fahrzeuge, aber alle verhalten sich sehr rücksichtsvoll sowohl gegen Mensch wie Tier, eine entspannte Atmosphäre.
Irgendwann können wir uns dann losreissen und fahren weiter im Goantagab. Es wird in der Folge immer tiefsandiger. Mein Mann befürchtet, dass wir stecken bleiben. Es ist inzwischen wieder sehr heiss, das will er auf jeden Fall vermeiden, daher fährt er mit ziemlich viel Schwung, ohne Stopp für Fotos 🤢 bis wir nach Norden auf einen steinigeren Untergrund wechseln. Wir sind auch froh, dass die Elefanten weiter oben im Fluss standen, wäre blöd gewesen, wenn wir an ihnen vorbeifahren hätten müssen oder noch blöder, dort nicht mehr weggekommen wären. 😐 Den Rest der Strecke fuhren wir wieder gemütlicher mit dem einen oder anderen Fotostopp.
Irgendwann fällt uns dann auf, dass wir uns auf einem Gebiet sind, das wir schon kennen: wir sind in der Concession von Camp Doros 😄
Zurück auf der D2612 beschliessen wir noch zum Petrified Forest zu fahren. Die Zeit ist zwar etwas ungeschickt (14.30 h) aber wir haben genug Wasser und Sonnenhüte. Wir bezahlen den Eintritt und werden von einem Guide erwartet, der uns auf dem etwa halbstündigen Rundgang begleitet, viel erklärt und alle Fragen kompetent beantwortet.
Wer den Petrified Forest NP in USA kennt, findet es hier vielleicht etwas mickrig, uns hat es gut gefallen.
Zurück in Madisa geniessen wir ein kühles Getränk und den Pool, bevor wir dann den Donkey einheizen und mit der glühenden Kohle dann den Grill. Wieder ein wunderschöner Tag zu Ende.
Teil 3420. Juli 2024
13. April Heute geht es in den Etosha! Der Weg ist aber nicht weit, also gemütliches Frühstück und dann über die C35 nach Kamanjab, wo wir tanken und einkaufen. Hier hat es viele z.T. Sehr junge, aufdringliche Menschen, die ihre Waren verkaufen wollen. So bedrängt, kaufen wir nichts (auf der Strasse). Im dortigen Spar können wir alles einkaufen, was wir für die Zeit im Etosha brauchen. Noch ausserhalb des Parks machen wir eine ausgiebige Picknickpause und können dabei einen fleissigen Dungbeetle beobachten.
Um ca 14.30 sind wir dann am Galton Gate, dort müssen wir zuerst in einem Häuschen uns eintragen und dann an der Kasse in einem anderen Gebäude bezahlen. Wir kaufen auch eine Etosha Karte, die äusserst praktisch ist. Wir bezahlen gerade für die gesamten fünf Tage, die wir im Nationalpark sein werden. Zuerst geht es durch dichten Mopanewald und wir freuen uns über die ersten Impalas, die sich darin verstecken. Sonst ist es äusserst schwierig etwas zu entdecken und sehr tierarm. Am ersten Wasserloch, das wir dann anfahren (Renostervlei) sehen wir in der Ferne unseren ersten Elefanten zwischen den Büschen verschwinden, auch eine Straussenfamilie verzieht sich gerade im hohen Gras, aber die vielen Zebras bieten gutes Kino. Wir sind richtig happy.
Ein ‚falsches‘ Zebra hat sich auch darunter gemischt: Hartmann‘s Bergzebra 😄
Der Weg zum Rateldraf Wasserloch ist gesäumt von einer extrem schönen Blumenwiese in lila und gelb, darin verteilt immer wieder einzelne Giraffen, wir können uns kaum sattsehen: Giraffen in Blumen!
Rund um das Dolomite Camp und das Wasserloch hat es viele Tiere: Oryx und Zebras in Gruppen und auch einzeln, Giraffen, Gnus, Steenbock, ein müder Schakal
Je näher wir dem Olifantsrus Camp kommen desto weniger Tiere sehen wir, länger beobachten wir spielende Schakale durch einen Busch, die auch immer wieder neugierig daraus herausgucken.
Das Olifantsrus Camp ist klein, nur neun Plätze, wenn ich mich recht erinnere, trotzdem fanden wir es nicht speziell schöner als später Okaukuejo oder Namutoni. Wir durften unseren Platz selbst wählen und sind dann direkt noch zum Wasserloch, das man aus einem sehr schönen Hide betrachten kann. Leider hatte es nur zwei Schildkröten und sehr weit entfernt einzelne Springböcke. Zurück zum Auto und erst mal einrichten und kochen. Es gibt Pasta mit Pesto und Broccoli. Nach den Abwasch dann nochmals zum Hide, leider immer noch kein einziges Tier zu sehen 🙁 trotzdem sitzen wir noch lange da. Irgendwann geben wir auf und schlafen.
Teil 3521. Juli 2024
14. April Um 6.00 Uhr weckt uns der Harndrang…. Wenn schon aus dem Dachzelt kraxeln, dann machen wir uns gleich auf zum Hide und bleiben dort bis es hell ist. Ausser Oryx, Springbock und einen einzelnen Schakal, alle sehr weit weg zwischen den Büschen, sehen wir nichts.
Schade, also Frühstück und ca 8.00 Uhr sind wir dann unterwegs.
Schon kurz nach dem Gate vom Camp stoppt Martin abrupt, eine Puffotter liegt auf der Pad und bleibt sogar solange liegen bis ich ein Foto gemacht habe.
Nun sind wir schon richtig happy, eine Schlange haben wir so noch nie gesehen. Die Wasserlöcher Tobiroen, Teespoed, Bitterwater und Duiwelsvuur sind alle verwaist. Dazwischen sehen wir aber immer wieder einzelne Tiere.
ein Steenbock
koorhaan
Chanting Goshawk
Riesentrappen, einzelne Gnus, Springböcke und Oryx.
Beim Picknickplatz kurz vor Sonderkop gibts eine kurzen Stopp, die WCs sind ok 😉, wir froh darum.
Wir fahren dann den Abstecher zum Grünewald Wasserloch. Die Szenerie erinnert an Europa - zwischen den Bäumen hat es verteilt sehr viele Springböcke (bei uns wären es Rehe 😕 ), der Boden Grün und immer wieder grössere Pfützen.
Ab und zu entdecken wir in der Ferne einzelne Giraffen.
Kurz nach 14.00 h sind wir in Okaukuejo, checken an der Reception ein, erhalten C21 und begeben uns dann mit dem Umweg über das Wasserloch (kein Tier dort, aber verständlich, es ist sehr heiss) zum Pool. Dusche, Pool, ein Eis im Schatten, mitten im Nationalpark, das Leben könnte nicht schöner sein. 🙂
Teil 3621. Juli 2024
Kurz nach Vier machen wir uns auf zu einem weiteren Gamedrive. Vorher können wir grad bei unserem Auto süsse Erdhörnchen beobachten
Und nahe der Reception banded mongoose.
Wir fahren Richtung Okondeka. Die Landschaft ist sehr öde der Salzpfanne entlang. In diesem Dünenfeld hat es sehr viele Springböcke, Strausse und Zebras, einzelne Gnus.
Dann fahren wir Richtung Adamaxpan. Diese ist zum grossen Teil mit Wasser gefüllt. Überhaupt steht hier in dieser Gegend viel Wasser, wunderschöne, wahrscheinlich untypische Etoshabilder.
Wenig später entdecken wir in einem Baum nochmals einen chanting Goshawk
Eine Giraffe schaut uns auch ganz neugierig an
Straussen ziehen vorbei
Und dann beobachten wir ein paar Schakale, die spielen wie junge Hunde mit Scheinangriff und Versöhnung und das alles im schönsten Abendlicht.
Glücklich und und etwas müde, beschliessen wir heute im Restaurant zu essen. Vorher besuchen wir natürlich noch das Wasserloch. Viele guineafowl kommen in Reih und Glied und danach Impalas, ein Blacksmith Lapwing meldet sich auch immer wieder zu Wort, aber keine grösseren Tiere.
Im Restaurant können wir uns erst nach einigen Diskussionen draussen irgendwo hinsetzen, werden dann aber wahrscheinlich deswegen sehr lange mit Nichtbeachten bestraft. Wir tragens mit Fassung, wir sitzen ja gemütlich 😛 Das Essen selbst war mittelprächtig, Gamesteak zart und perfekt gebraten, Gemüse und Kartoffeln kalt. Zurück zum Auto machen wir den kleinen Umweg nochmals zum Wasserloch und können unser Glück kaum fassen: ein Spitzmaulnashorn. Leider macht es sich bald auf und davon, Fotokamera haben wir natürlich auch nicht dabei so muss ein schlechtes Handyfoto als Beweisfoto reichen. Wir bleiben noch etwas sitzen und geniessen den schönen Abend, aber es bleibt ruhig beim Wasserloch, so beschliessen wir morgen Abend dann einfach mehr Zeit dort zu verbringen und gehen ins Bett.
Teil 3721. Juli 2024
15. April Ab ca 6.00 h ist Betrieb auf dem Campingplatz und wir merken, dass man hier deutlich näher beieinander steht als auf allen bisherigen Plätzen. Um halb sieben stehen wir dann auch auf und bauen unser Zelt ab, um 7.05 fahren wir dann durch das Gate.
Wir fahren als erstes nach Nebrowni und dann weiter bis Gemsbokvlakte. Unterwegs sehen wir sehr viele Springböcke und Zebras, die Wasserlöcher sind aber beide verwaist. Bei Olifantsbad beobachten wir eine Weile eine Giraffe beim Trinken.
Dann meldet sich der Hunger und wir fahren zum nahen Picknickplatz und frühstücken ausgiebig. Dieser Platz ist ganz hübsch mit grossen Betontischen unter Schattendächern und fliessend frischem kaltem Wasser.
So gestärkt geht es weiter nach Aus, hier ziehen Kudus in der Ferne vorbei, ein paar Warzenschweine verziehen sich gerade im Gebüsch und eine Giraffe kommt ganz vorsichtig zum Trinken.
Bei Ondongab hat es sehr viele Gnus, und auch ein paar Giraffen.
Unterwegs zu Sueda gelingt mir ein hübsches Straussenfoto
Bei Charitsaub beobachten wir ein paar aufgeregte Zebras als uns ein anderer Fahrer darauf aufmerksam macht, dass unter einem Busch eine Löwin liegt.
Es kommen immer mehr Fahrzeuge, so lassen wir die anderen an unsere Position. Wir fahren noch bis Rietfontein, merken aber dass wir langsam müde sind und umdrehen wollen. Dann fahren wir doch nochmals bei der Löwin vorbei. Von weit sehen wir kein anderes Fahrzeug mehr dort stehen und denken deshalb schon, dass sie sich ins ganz ins Gebüsch verzogen hat… aber sie schläft einfach, war wahrscheinlich allen zu langweilig. Wir stellen uns zu ihr und geniessen, dass wir hier ganz alleine sind und erst noch im Schatten.
Nun haben wir aber langsam Hunger, Okaukuejo ziemlich weit weg, also steuern wir nochmals den Picknickplatz bei Olifantsbad an. Ein Zwischenstopp bei Aus muss auch noch sein, aber ohne nennenswerte Sichtung. Noch kurz zum Wasserloch vor dem Essen… und nun macht dieses Wasserloch seinem Namen alle Ehre. Sehr viel Elefanten sind in und um das Wasserloch, planschen, spritzen, wandern zu Bäumen und fressen und dann wieder zurück, so müssen wir halt noch ein bisschen länger hungrig bleiben 😛
Irgendwann können wir uns dann losreissen und fahren auf den Picknickplatz. Nun ist es so spät, dass wir beschliessen, richtig zu kochen (Lammkoteletts, Reis und Blumenkohl und Salat) und können durch den Zaun immer noch einzelne Elefanten sehen und v.a. auch hören. Ein kleines bisschen fragen wir uns, wie stabil der Zaun zwischen uns ist und ob sie sich ev für unser Essen interessieren. Das Obst lassen wir dann lieber im Auto 😉
Beim Verlassen des Platzes müssen wir dann immer noch sehr auf die grauen Riesen aufpassen. Überall sind sie in diesem kleinen Wald verteilt und obwohl sie so gross sind, sieht man sie sehr schlecht. Wir möchten keinem zu Nahe kommen.
Zurück in Okaukuejo müssen wir zuerst einen anderen Camper von unserem Platz vertreiben. Er hat seine Site nicht gefunden und gedacht, hier sei es grad so hübsch 🤪 obwohl da noch unsere Stühle/Tisch standen. Nachher haben wir uns jeder ein kühles Getränk geschnappt und sind zum Wasserloch gegangen.
Wieder kamen die guinea fowl und dann die Impalas schön in Reih und Glied aber leider wieder kein grosses Tier. Gewundert hat uns das eigentlich nicht, nachdem wir ja gestern gesehen hatten, wie viel Wasser es ausserhalb der Wasserlöcher hier in der Nähe gibt. Schön war es trotzdem. Müde sind wir gegen zehn ins Bett.
Teil 3822. Juli 2024
16. April Heute frühstücken wir im Camp und fahren erst gegen 8.00 h los. Schon bald stoppt Martin abrupt, eine Schlange auf der Pad, sie schängelt sich aber schnell davon und erst noch auf der falschen Fahrzeugseite 🙂 Ein Beweisfoto gelingt
Ist das eine Zebrakobra?
Da wir gestern von anderen Campern gehört haben, dass sie auf dem Loop beim Gaseb loop einen Geparden gesehen haben, fahren wir in diese Richtung. Von weit sehen wir drei Fahrzeuge stehen. Auf unser Nachfragen wird uns gesagt, dass im Gebüsch Löwen liegen. Mit aller Mühe können wir einen Rücken ausmachen, der ev. ein Löwe sein könnte, wir versuchen uns etwas besser zu stellen, aber es kommen immer mehr Fahrzeuge, v.a. Auch Gamedriver und die rangieren sehr rücksichtslos, innerhalb kürzester Zeit sind mehr als zehn Fahrzeuge dort auf der schmalen Strasse, so macht Tiere schauen überhaupt keinen Spass, wir verzichten. Beim Wegfahren können wir aus dem Augenwinkel den Löwenmann sehen, wie er sich noch weiter ins Gebüsch zurückzieht.
Bei Olifantsbad stehen zwei Elefantenbullen. Jetzt vormittags stehen sie im Gegenlicht, was das Fotografieren schwierig macht.
Ein paar Zebras getrauen sich auch zum Wasser.
Bei Aus ist wieder ein schöner Kudubulle, diesmal etwas näher Und auch hier wieder Zebras. Bei Odongab hat es viele Giraffen in den Büschen hinter dem Wasserloch.
Mit der Hoffnung doch noch ein Nashorn zu sehen, fahren wir den Rhinodrive. Dieser erweist sich als sehr tierarm und es hat z.T. dichtes Gebüsch bis an die Pad, so ist es sehr anstrengend nach Tieren Ausschau zu halten und wenn man eines sieht, ist es auch grad wieder verschwunden. Irgendwie hat es uns dort extrem ermüdet und frustriert, es zieht sich dann doch. Wir brauchen eine Pause und fahren nach Halali. Beine vertreten, Trinken, Essen, Kopf verlüften, jetzt haben wir wieder neue Energie 😄 Wir fahren zum Etosha Lookout, hier geht der Blick wieder weiter und Tiere beobachten steht nicht im Vordergrund. Immer wieder hat es viele Zebras, Gnus und Springböcke.
Faszinierend diese weisse Weite
Bei Springbockfontein hat es ein einzelnes Gnu, bei Batia ist niemand zu Hause.
Dann beschliessen wir als nächstes Wasserloch noch Kalkheuwel anzufahren, da wir in der Ferne einen Elefanten sehen, wie er in diese Richtung geht. Die Strasse dorthin hat richtig grosse Potholes. Als wir einen Selbstfahrer kreuzen, sagt uns dieser, dass am Wasserloch ein männlicher Löwe versteckt in einem Gebüsch liegt. Wir halten aber weiterhin auch Ausschau nach dem Elefanten. Westlich der Stichstrasse kurz vor Kalkheuwel kann man in ein Flusstal sehen, es ist voll mit Zebras, Impalas und Gnus, leider voll im Gegenlicht.
Wir haben etwas Mühe den Löwen zu entdecken, beobachten dabei ein Zebrababy das ins Wasserloch gefallen ist und seine Mutter, die herzerbarmend schreit. Immer wieder versucht das Kleine herauszukommen, man würde am liebsten helfen gehen.
Endlich ist es geschafft! Keine zwei Minuten später schreitet ein Löwin auf das Wasserloch zu. Was sind wir froh, dass die Zebras sich bereits aufgemacht haben.
Dann kommt noch eine, dann noch zwei Jungtiere, dann nochmals zwei… und immer mehr. Am Ende sind neun Löwen versammelt am trinken. Wir sind die meiste Zeit ganz alleine dort und richtig happy.
Dann verzieht sich die ganze Familie wieder zurück unter die Büsche und man kann sie kaum mehr sehen.
Der Mähnenlöwe steht auch auf, wir hoffen, er hat nun auch Durst, aber er sucht sich nur einen neuen Schattenplatz.
Kaum haben sich die Löwen verzogen kommen andere Tiere, die einen sind mutiger
Die anderen trauen der Sache noch nicht
Teil 3922. Juli 2024
Fortsetzung 16.4. Auf dem Rückweg zum Hauptweg sehen wir einen Elefantenbullen. Er staubt sich ein, reibt sich an einem armen Bäumchen und quert dann vor den Weg
Im schönen Abendlicht hat es nun extrem viel Tiere
Auch Strausse, Riesentrappen und Sekretäre, helmeted Guinea Fowls, und dann Richtung Klein Namutoni noch Dikdiks, die wirklich winzig sind.
Müde und glücklich checken wir in Namutoni CG ein. Wir bekommen einen schönen Platz am Rand unter einem Baum zugewiesen, kochen Pasta mit Pilzrahmsauce und Salat und gehen dann noch zum Wasserloch.
Es hat viele Gnus und einige Impalas. Die Gnus sind die ganze Nacht zu hören mit ihrem ‚gnu, gnu…‘ Hyänen weit weg auch. So lieben wir es, im Zelt zu liegen und die Wildnis zu hören.
Teil 4023. Juli 2024
17. April Wir wollen heute auch früh raus, es ist unser letzter ganzer Tag im Etosha! Wir trinken wir kurz einen Tee und bei Gateöffnung kurz nach sieben sind wir unterwegs. Wir wollen nochmals nach Kalkheuwel, schauen ob die Löwen noch dort sind. Unterwegs kreuzt ein Elefant unseren Weg
Im Flusstal, wo wir gestern den Elefanten gesehen haben, nehmen wir beide gleichzeitig eine Bewegung wahr: ein Löwe. Es ist aber sehr weit weg und neben unserer Pad hat es viele Mopanebüsche, so dass er gerade wieder hinter dem Laub verschwindet. Nun gibt es ein vor und zurück, suchen mit dem Fernglas, kurz gelingt mir ein Beweisfoto
Er läuft scheinbar sehr zielstrebig wieder Richtung Kalkheuwel, also fahren wir auch dorthin, sehen ihn aber nicht, wieder zurück. Alles Suchen hilft nichts, also noch ein letztes mal zum Wasserloch und da kommt er tatsächlich!
Er läuft aber nicht zum Wasser sondern direkt zu den Bäumen weiter weg und legt sich hin. Da sehen wir auch, dass die Damen auch dort sein müssen, ab und zu sieht man Ohren oder eine Schwanzspitze. Jetzt ist es schon spät, wir lassen sie und ziehen weiter.
Unterwegs zum Ngobib Loop sehen wir
Einen Elefanten
einen Go-away Bird, der lange genug stillsitzt
einen lilac breasted Roller
Yellow-billed hornbill
sowie viele Zebras, Gnus und auch Giraffen weit weg.
Anschliessend noch zum Chudop Wasserloch, dort hat es Elefanten und Zebras.
Auf dem Weg zurück auf den Campground sehen wir noch Red Hartebeester und Oryx.
Zurück auf unserem Platz gibt es einen richtigen Brunch, dann gehen wir zum Pool, um die heisseste Zeit des Tages zu relaxen.