Irgendwann gegen 13.30Uhr, nach ca 30 minütiger Fahrt standen wir dann am Entrance Gate vom Kwando Core. Hier bekam ich eine schlechte A4 Kopie einer Karte dieses Gebietes und die Info, dass man bis um 18.30Uhr wieder draussen sein müsse. Die Wege nach dem Gate waren zwischendurch ähnlich sandig wie schon im Buffalo Core, aber meist gut zu fahren. Wir sahen Kudu's und ab und zu auch Elefanten, leider meist im Gebüsch. Nun, es zog uns ja vor allem in die Region um den Horseshoe, in dessen Region wir am Morgen den Hippo-Riss gesehen hatten. Auf dem Weg dorthin bogen wir mal links, mal rechts in Seitenpads ab. Aber die Orientierung mit der schlechten "Karte" fiel uns zusehends schwerer, so das wir uns nicht immer sicher waren wo wir uns befanden. Ich verfluchte innerlich unser Navi, welches vor zwei Tagen den Geist aufgegeben hatte....das da installierte Tracks4Afrika wäre hier sicherlich hilfreich gewesen.
Als wir einige Elefanten links von uns im Gebüsch sahen, hielten wir an und beobachteten sie eine Weile. Nachdem sie uns ebenfalls lange gemustert hatten, überquerten sie ungefähr 15 Meter vor uns den Weg. Zuerst kamen vorsichtig die drei etwas kleineren Elefanten, sie rannten fast über den Weg, und dann kam der Grössere...er blieb dann mitten auf dem Weg stehen und blickte in unsere Richtung. Meine geliebte Co-Pilotin hatte sofort ein mulmiges Gefühl und meinte, ob wir nicht doch vielleicht etwas zurücksetzten sollten...ich sagte darauf, dass wir das sicherlich rechtzeitig merken würden, wenn der grosse Kerl da vorne wütend werden würde... Nun, den Satz konnte ich kaum fertig sprechen, als der Elefant mit wackelnden Ohren auf uns zu gerannt kam! Jetzt kam bei uns leichte Hektik auf... 😄..sofort fuhren wir rückwärts weg! Zum Glück bremste dann der Elefant ab, musterte uns nochmal kurz und verschwand in Richtung der anderen Elefanten im Gebüsch.
Er hatte wohl irgendwas gegen uns....
Nachdem wir uns von diesem Schrecken erholt hatten ging's weiter. Da wir mit der dürftigen Karten-Kopie nicht so recht klar kamen, wussten wir immer noch nicht genau wo wir waren...."wo bitte geht's zum Horseshoe?" fragten wir uns. Einmal fuhren wir in einen Seitenpad mit seeehr tiefem Sand und fast wären wir da hängen geblieben. Dann geschätzte 300 Meter weiter war dieser einfach zu Ende und wir mussten auf engstem Raum zwischen viel Gebüsch und Bäumchen wenden. Zum Glück war's hier etwas weniger sandig. Nun mussten wir aber den selben Weg zurück. Bei den heiklen Passagen sahen wir in der Mitte des Weges leichte Abdrücke/Spuren im Sand, da wo die Differentiale der Achsen auf dem Hinweg wohl etwas gestreifft hatten. Wieder kamen wir zum Glück durch. Vielleicht wäre es auch halb so wild gewesen, wenn ich den Reifendruck noch mehr gesenkt hätte....
Nach einer gefühlten Ewigkeit und zwei weiteren sehr sandigen Er-fahrungen, sahen wir dann links die schön geschwungene "Lagune" des Horseshoes auftauchen. Endlich, was waren wir froh! Wir fuhren um die Lagune herum auf eine leichte Anhöhe. Dort machten wir kurz pause, schnauften etwas durch und genossen den schönen Ausblick. Da es schon nach 16.30Uhr war, konnten wir die ursprünglich geplante Suche nach dem Hippo-Riss vergessen, jetzt mussten wir schauen, dass wir rechtzeitig vor 18.30Uhr wieder am Gate sein würden. Als wir wieder losfuhren konnten wir noch ein kleine Elefantenherde beobachten die ans Wasser zum Trinken kamen. Erstaunlicherweise war dann der Rückweg einfacher und viel schneller, irgendwie erwischten wir wohl bessere und direkte Wege. Und so waren wir froh, als wir kurz nach 18 Uhr wieder am Gate waren.
Gegen 19Uhr waren wir wieder in unserem Bungalow. Nach diesem etwas abenteuerlichen Tag genossen wir den schönen Abend und das leckere Dinner. Bei einem guten Glas Wein reflektierten wir unsere Erlebnisse.
Fortsetzung folgt....
Teil 2208. Juli 2024
16. April 2024, Ausflug Mudumu Nationalpark
Nachdem wir ausgiebig gefrühstückt hatten, gingen wir zurück zu unserem Bungalow und genossen noch etwas unseren Terrassen-Logenplatz mit Aussicht auf den Hippo-Pool. Heute war bei den Hippos ganz schön was los, mit andauernden Rangeleien um den vermeindlich besten Platz bewegten sie sich hin und her...
Später fuhren wir in den Mudumu Nationalpark, der sich unweit der Lodge befindet. Hier erwartete uns eine ganz andere Szenerie als noch gestern im Kwando Core. Der Mudumu war meist gut zu befahren, nur ganz selten hatte es mal Stellen mit etwas tieferem Sand. Landschaftlich gefiel es uns hier sehr gut, weite Flächen mit und ohne Wasser wechselten sich mit Buschlandschaft ab. Allerdings sahen wir neben Antilopen und Wasservögeln nur wenige andere Tiere.
Unterwegs zum Mudumu Nationalpark
Am späten Nachmittag waren wir wieder in der Lodge zurück. Wieder setzten wir uns auf die Bungalow-Terrasse, doch in "unserem" Hippo-Pool war nichts los. Plötzlich raschelte es im Baum, der an unseren Bungalow angrenzte und ein Affe beäugte uns neugierig. Bald darauf sass dieser auf dem Geländer unserer Terrasse, keine 3 Meter von uns entfernt...."Na, der traut sich was" sagte ich noch, irgendwie erfreut über den unverhofften Besuch. Kurz darauf kam dann noch einer....und noch einer..!...frech und ohne Scheu enterten sie unsere Terrasse, so dass wir uns schnell in den Bungalow verzogen. Durch die Fenster sahen wir, den mittlerweile fünf Affen beim Rumturnen auf unserer Terrasse zu 🙂 Auch an diesem Abend genossen wir die herrliche Abendstimmung von der grossen Terrasse beim Hauptgebäude.
Unser Fazit Namushasha Lodge: Grosse Lodge an toller Lage am Kwando-River. Schöne Gartenanlage, Pool, Restaurant, Bar, Souvenir-Shop. Grosser Bungalow mit Aussicht, Klimaanlage, sauber. Wifi im Hauptgebäude. Freundliches Personal, gutes essen in Buffet-Form (Dinner 480.-NAD p/P). Das Preis-Leistungs Verhältnis fanden wir noch i. O. ( 4900.-NAD inkl. Fstk)
Fortsetzung folgt....
Teil 2309. Juli 2024
17. April 2024, von Kongola zur Caprivi Mutoya Lodge, nahe Katimo Mulilo
Route: C49 bis Katima, dann B8 bis Caprivi Mutoya Lodge, alles Asphalt. Distanz ca. 200Km, Fahrzeit ca. 2,5Std inkl.Pinkelpausen und Fotostopps.
Nun hiess es Abschied nehmen von der Namushasha und dem Kwando Gebiet. Die Fahrt bis kurz vor Katimo Mulilo verlief ereignislos. Eigentlich wollten wir ab der C49 einen Shortcut zur B8 nehmen, um so die Stadt Katimo Mulilo zu umfahren, doch irgendwie verpassten wir die Abzweigung. Und so fuhren wir durch die Stadt. Wir waren etwas überrascht von der Grösse dieser, bis anhin waren die "Städte" ausserhalb Windhoek's immer sehr überschaubar gewesen.
Irgendwann nach dem Mittag waren wir bereits in der kleinen Caprivi Mutoya Lodge. Ich hatte diese Lodge sicherheitshalber als Zwischenstopp zwischen Namushasha und Kasane eingeplant, da ich bei der Planung unserer Reise zuwenig abschätzen konnte, ob Distanz und Zeitaufwand, inkl den Botswana Grenzformalitäten, ohne Zwischenstopp bequem machbar sein würden oder nicht. Wir wurden sehr nett von einer Angestellten empfangen und später zum Bungalow geleitet. Wir bekamen einen Familien-Bungalow, der grosszügig dimensioniert war und Aussicht auf einen Ausläufer des Zambesi-Rivers bot. Da diese Lodge zu den günstigsten unserer Reise gehörte, war ich damals bei der Buchung etwas skeptisch. Nun waren wir angenehm überrascht, natürlich konnte man den Bungalow mit denen von Namushasha & Co nicht direkt vergleichen, doch alles war sauber, zweckmässig und hübsch eingerichtet.
Später lernten wir noch die Lodge-Inhaber kennen, ein sehr freundliches englisches Ehepaar. Gegen 19Uhr gab es dann Nachtessen. Das romantische "Dinner for two" (wir waren die einzigen Gäste) wurde unter einem mächtigen Baum auf der schönen Terrasse des Restaurants serviert und schmeckte sehr gut.
Unsere Nachtruhe in bequemen Betten wurde dann leider ab und zu von fallenden Früchten auf das Blechdach des Bungalows gestört. Unser Häuschen stand direkt unter einem grossen Baum. Darum würden wir das nächste Mal bei der Buchung einen "baumfreien" Bungalow reservieren.
Unser Fazit Caprivi Mutoya Lodge: Kleine Lodge mit wenigen Bungalows an schöner Lage. Auch für Familien und Selbstversorger geeignet. Bungalow zweckmässig eingerichtet, sauber, Pool, Klimaanlage, grosser Garten, Wifi im Restaurant/Terrasse, freundliches Personal, gutes Essen & vorzügliches Frühstück. Das Preis-Leistungs Verhältniss empfanden wir als sehr gut (2390.- NAD inkl. Fstk.)
Teil 2410. Juli 2024
18. April 2024, von Katimo Mulilo nach Kasane, Botswana
Route: B8 bis zur Grenze, danach A33 bis Kasane, alles Asphalt. Distanz ca 125Km, Fahrdauer inkl. Grenzformalitäten etwas mehr als 2 Std.
Nachdem wir aufgestanden waren, wurden wir mit einem Frühstück verwöhnt, welches keine Wünsche offen liess. Während wir einem Fischer auf dem Zambesi-Ausläufer zuschauten, wurden uns u.a. Müsli, Pancakes, Brötchen, Fried Eggs und Omelette aufgetischt und als wir längst pappsatt waren, wollte die Angestellte immer noch mehr bringen...
Später tuckerten wir mit vollen Bäuchen auf der A8 bis zur Grenze. Bei der Ausreise aus Namibia, sowie bei der Einreise nach Botswana brauchten wir schon etwas Zeit. Da die Beamten so extrem motiviert waren, dauerte es.... 😄 ...aber Zeit hatten wir ja genügend im Gepäck.
...by by Namibia....
....hello Botswana
Keine 10 Minuten nach der Grenze, wir fuhren auf der A33, überquerten vor uns einige Elefanten die Strasse. Kurz darauf kam schon wieder eine kleine Herde rechts aus dem Gebüsch, immer wieder sahen wir auch einzelne Eli's und Giraffen entlang der Strasse oder im Gebüsch daneben...wir waren begeistert!
..black & white!
Als wir wieder mal anhielten um einen einzelnen Elefanten über die Strasse zu lassen, war diese gar nicht "amused" , denn er blieb auf der Strasse stehen und schaute zu uns rüber. Nun, irgendwie kam uns das jetzt bekannt vor... 😄 ..Unsere Nasen schienen dem Kerl nicht zu passen und so legte ich schon mal den Rückwärtsgang ein. Wie schon im Kwando Core beschleunigte auch dieser Eli kurz seine Schritte in unsere Richtung. Als er sah, dass wir rückwärts abhauen, stoppte und schaute er und verschwand langsam im Gebüsch. Als sich unsere Adrenalinspiegel wieder etwas gesenkt hatte fuhren wir wieder weiter...
In Kasane angekommen fuhren wir zuerst zur Tlou Safari Lodge, die sich rund 4Km ausserhalb des Zentrums befindet. Die gut gesicherte und eingezäunte Lodge besteht aus geräumigen "Häuschen" unterschiedlicher Grösse. Unseres war aufgeteilt in Wohnzimmer mit Küchenzeile und einem separaten Schlafzimmer mit Bad. Da wir schon einiges über das schlechte Preis-Leistungsverhältnis in Botswana gelesen hatten, waren wir sehr angenehm überrascht. Zum Preis von umgerechnet 120.- Sfr/Euro gab's hier ein tip top eingerichtetes und sauberes Chalet mit Wifi und TV, inkl. Frühstück im nahen Lodge-Restaurant. Die Chalets eignen sich auch für Familien und Selbstversorger, ein kleines Einkaufszentrum befindet sich gleich um die Ecke.
Später fuhren wir noch zu der hier im Forum empfohlenen NKWE Travel-Agency (vielen Dank dafür!). In Erwartung eines Büros irgendwo in einem grösseren Gebäude-Komplexes, waren wir schon erstaunt darüber, dass sich das Reisebüro in einem kleinen Blechhüttchen neben der Strasse befand. Nun waren wir aber neugierig was uns da erwarten würde. Aber die Jungs von NKWE waren richtig freundlich und machten einen guten und professionellen Eindruck auf uns. Und so buchten wir einen Sundowner River Cruise für den nächsten Tag und den Ausflug an die Vic-Falls für den darauf folgenden Tag. Bezahlung war nur mit Cash möglich. Nachdem wir uns noch etwas in Kasane umgeschaut hatten, gingen wir ins "Pizza Plus" essen, ein kleines Restaurant mit einem interessanten Mix aus indischer und italienischer Küche. Und so waren sie dann auch, unsere Pizza's...ein spannender aber leckerer Mix von indischem Fladenbrot (Naan), welches als Pizzaboden herhalten musste, und allerlei Goodies obendrauf. Und so kamen wir zu einem "Italo-Indio-Botswana Fusionsküchen-Höhenflug" 😄 welcher zwar nicht viel mit Pizza zu tun hatte, aber trotzdem ein kulinarisches Erlebnis war!
Zurück in der Tlou Safari Lodge liessen wir den Abend ausklingen, bevor dann Nachtruhe angesagt war.
Fortsetzung folgt....
Teil 2510. Juli 2024
19. April 2024, Ausflug Chobe National Park
Nach einer ruhigen und angenehmen Nacht, frühstückten wir im nahen Lodge-Restaurant. Auch wenn wir hier bis jetzt alles überraschend gut fanden, das Frühstück war es nicht unbedingt. Jedoch war das kein grosses Problem für uns, wir wurden auch von Spiegeleiern (ohne Speck), einem einfachen Müsli und Toastbrot mit Marmelade satt. Nun freuten wir uns auf den Chobe Nationalpark und schon waren wir unterwegs mit unserem Hilux. Beim Bezahlen der Park-Gebühr wunderte ich mich etwas über den Preisunterschied zwischen Namibia und Botswana, die Gebühren hier waren einiges höher als noch in Namibia.
...sorry fürs liegende Bildchen...ich schaffe es wieder mal nicht, dieses "aufzustellen"
Nun ging es los, den ganzen Tag waren wir an der Riverfront unterwegs. Die vielen Pads waren mehrheitlich entspannt zu befahren, manchmal hatte es etwas sandige Abschnitte, diese waren aber immer problemlos zu meistern.
ein Pillendreher...der macht aus jedem Mist noch ne Pille... 🙂
Hier gefiel es uns sehr gut. Die schönen Weiten an der Wasserfront und die im Hinterland gelegenen Landschaften begeisterten uns. Wir sahen viele Büffel, allerlei Federvieh, Antilopen, Krokos und immer wieder sahen wir Elefanten...viele Elefanten!
hier musste ein Elefant sein Leben lassen
Und dann; unsere erste Löwensichtung auf dieser Reise! Wir waren gerade auf einer unspektakulären Strecke unterwegs, als wir im Gebüsch nahe des Pads eine Löwin sahen. Wow..!...wir beobachteten sie eine Weile, bis sie dann gelangweilt im Gebüsch verschwand.
ob die zwei Alten da drüben noch schmecken würden...?
Nun mussten wir langsam wieder zurück nach Kasane, wir hatten bei NKWE ja noch den Sundowner Bootscruise gebucht...
Fortsetzung folgt...
Teil 2610. Juli 2024
Fortsetzung:
In Kasane trafen wir uns wie verabredet gegen 16Uhr mit einem Mitarbeiter von der NKWE-Travel Agency, der uns zum nahen Bootsteg brachte. Mit ca 16 Sitzplätzen war unser Boot nicht allzu gross, genau so wie von NKWE versprochen. Im Boot hatten erst vier westliche Touri's Platz genommen. So langsam "tröpfelten" dann auch die restlichen Passagiere an Bord, meist ausgerüstet mit gut gefüllten Kühltaschen. Kaum hatten wir abgelegt, wir waren schon 20 Minuten in Verzug, standen nochmal drei Leute mit ihren Kühltaschen am Steg. Nachdem wir sie auch noch "aufgeladen" hatten, ging es dann endlich los.
Während der folgenden Tour erlebten wir dann einiges....Hier im Detail alles aufzuzeichnen, würde den Rahmen dieses RB wohl sprengen. ....Zusammengefasst nur soviel: Nachdem wir unterwegs an einem Ufer des Flusses nochmal 10 Minuten auf ein verspätetes afrikanisches Paar mit Kühltasche gewartet hatten, artete der Sunset-Cruise dann mehr und mehr in einen lautstarken feuchtfröhlichen Party-Cruise aus...Eine Dame turnte während der ganzen Fahrt im Boot herum und filmte sich mit ihrem Handy in allen möglichen und unmöglichen Posen, so dass es manchmal schwierig war, Fotos von den Tieren zu machen, weil die Dame einem häufig vor die Linse kam... Das war zwar alles nicht ganz so wie wir (und wohl auch die anderen westlichen Touris an Bord) uns den Ausflug vorgestellt hatten....trotzdem sahen wir viele Tiere und das war auch schön.
Würden wir jemals wieder einen solchen Ausflug buchen, käme nur noch ein kleines Doppelstock-Boot dafür in Frage, dies aus dem einfachen Grund weil wir von unserem Boot aus manchmal nur AN die Uferböschung und nicht ÜBER die Böschung sehen konnten....Und vermutlich würden wir nur noch eine Privat-Tour buchen.
Irgendwann waren wir dann froh als wir wieder am Bootssteg anlegten. Wir gingen noch kurz in den Spar-Discount einkaufen und danach genehmigten wir uns im "Old House" Steaks mit Pommes und dazu ein, zwei Bierchen. Während wir das Erlebte nochmal reflektierten, mussten wir doch immer wieder kopfschüttelnd über vieles lachen,...vor allem über die dauerquaselnde Dame, die sich rückwärts liegend und von oben her filmend so weit über die Boots-Reling hinauslehnte, dass sie fast Kroko-Futter geworden wäre...
In der Dunkelheit fuhren wir die vier Kilometer zurück in die Tlou Safari Lodge, wo wir alsbald unser Bett enterten...
Fortsetzung folgt....
Teil 2711. Juli 2024
20. April 2024, Ausflug Victoria Wasserfall, Zimbabwe
Gefahrene Route: Hin- und zurück rund 170km, alles Asphalt. Fahrzeit inkl. Grenzformalitäten etwas mehr als 1,5 Std. pro Weg.
Früh Morgens wurden wir von zwei jungen NKWE-Mitarbeitern in der Lodge abgeholt. Wir waren die einzigen Gäste und hatten den ganzen Minivan für uns alleine. Während der Fahrt entwickelten sich spannende und unterhaltsame Gespräche, und als wir an der Grenze zu Zimbabwe ankamen, navigierten uns die Jungs speditiv durch die verschiedenen Formalitäten. Ansonsten verlief die Hin- sowie die Rückfahrt ereignislos, wir sahen auch keine Tiere unterwegs.
Als wir in Victoria Falls ankamen war hier schon einiges los. Auf dem Parkplatz herrschte reges Treiben, hier versuchten die Souvenier-Verkäufer den Scharen von Touristen allerlei Sachen zu verkaufen. Auf den geschwungenen Wegen entlang der beeindruckenden, 1,7km langen (!) Wasserfällen verteilten sich dann die Touristen etwas, so dass man entspannt die tolle Aussicht auf das Wasser-Spektakel geniessen konnte. Die gewaltigen Wassermassen verursachten teilweise einen Nieselregen, von dem man , je nach Windrichtung ganz schön abgeduscht wurde...
hübsches Reh oder Antilope (?), gesehen in einem Wäldchen nahe den Fällen
Zum Glück hatten wir Plastik-Regenponchos für umgerechnet 5 Sfr. das Stück gemietet..(!)...(also nicht gekauft 😄 ), so dass wir einigermasen trocken blieben. Es würde sich also auch lohnen einen einfachen Regenschutz mitzunehmen. Nach diesem beeindruckendem Erlebnis waren wir kurz nach der Mittagszeit wieder auf dem Weg nach Kasane.
Abends ging's dann nochmal ins Restaurant vom "Old House", bevor wir uns irgendwann ins Tlou zurückzogen..
Unser Fazit Tlou Safari Lodge: Modern und zweckmässig eingerichtete 2-Zimmer Bungalows mit Wifi, Klima & TV, auch für Selbstversorger und Familien geeignet. Gut gelegen nahe der Strasse, trotzdem ruhig. Pool & Restaurant, freundliches Personal. Einkaufsmöglichkeiten zu Fuss gleich um die Ecke. 4Km vom Zentrum Kasane's entfernt. Das Preis-Leistungs Verhältniss empfanden wir als sehr gut ( umgerechnet 120.- Sfr/Euro inkl. (eher bescheidenem) Frühstück ).
Fortsetzung folgt....
Teil 2813. Juli 2024
21. April 2024, von Kasane zur Elephant Sands Lodge, vor Nata
Route: A33 auf Asphalt, Distanz ca 265 Km, Fahrdauer ca 3 1/4 Std inkl. Pinkelpausen & Stopps.
Nach einem unterdurchnittlichen Frühstück machten wir uns auf Richtung Nata. Die durchgehend asphaltierte A33 war landschaftlich eher langweilig zu fahren, einzig kurz nach Kasane sahen wir ab und zu Elefanten die Strasse überqueren. Einer davon wirkte dann wieder etwas "rumpelsurrig" (man entschuldige den schweizer Ausdruck), so dass wir vorsorglich schon mal den Rückwärtsgang einlegten.. 🙂
Unterwegs gab's immer wieder mal grosse LKW's zu überholen und auch auf der Gegenspur kamen uns viele Truck's entgegen. Trotz Sonntag waren sehr viele Lastwagen unterwegs. Als wir so vor uns hin tuckerten und noch ca 50Km von Nata entfernt waren , hätten wir fast die Abzweigung zur Elephant Sands Lodge verpasst! Auf den letzten zwei Kilometer auf schlechter Piste bis zur Lodge wurden wir dann wieder etwas wachgerüttelt 🙂 . Nach der ereignislosen und eher langweiligen Fahrt waren wir froh endlich angekommen zu sein.
Im Zentrum der Lodge befindet sich ein Wasserloch und die Bungalows sowie das Restaurant sind in einem lockeren Kreis drum herum angeordnet. Die Restaurant-Terrasse liegt nur wenige Meter vom Wasserloch entfernt, hier kann man Elefanten aus nächster Nähe beobachten Es stehen fix instalierte Zelt- sowie gemauerte Bungalows zur Auswahl. Das ganze Gelände ist ungesichert und so ist etwas Vorsicht geboten beim Verlassen der Bungalows. Nur die Restaurant-Terrasse ist mit einem Drahtzaun zum Wasserloch hin geschützt.
Als wir ankamen herrschte am Wasserloch reges Treiben. Während einige Elefanten gerade am Trinken waren, spazierten andere zwischen den Bungalows Richtung Steppe davon. Die ganze Zeit während unseres Aufenthaltes herrschte hier ein Kommen und Gehen. Zu Spitzenzeiten zählten wir 16 Eli's um und am Wasserloch. Es war schon ein tolles Erlebnis, den Dickhäutern vom Restaurant und der Bungalow-Veranda aus so nahe sein zu können.
Wir sahen auch viele Toko's, immer wieder schöne Fotomotive!
Gegen 19Uhr gab es ein umfangreiches Dinner, welches in Form eines Buffet's angeboten wurde. Danach genehmigten wir uns noch einen Schlummertrunk bevor es dann in die Heia ging.
Unser Fazit Elephant Sands Lodge: Die Hauptattraktion dieser Lodge sind die Elefanten und das Wasserloch. Die grossen Bungalows sind einfach und zweckmässig eingerichtet, ohne Klima dafür mit Fan. Alles sauber und soweit gut. Unser Badezimmer war ok, sollte aber mal wieder etwas "überarbeitet" werden. Restaurant mit Terrasse und Pool. Das Essen empfanden wir als durchnittlich gut. Preis-Leistungsverhältnis fanden wir i.O. ( 2149.- BWP(ca 150.-Sfr) inkl. Fstk)
Fortsetzung folgt....
Teil 2914. Juli 2024
22. April 2024, von Elephant Sands zur Makgadikgadi Pan /Boteti River Camp
Gefahrene Route: A33 bis Nata, A3 bis Phuduhudu Gate / Makgadikgadi Pan, alles Asphalt. Ab dem Gate 4x4 Trail (ca.35Km) bis zum Boteti River Camp. Distanz total ca. 260Km, Fahrzeit ca. 5 Std. inkl. Pinkelpausen und Fotostopps.
In der Morgendämmerung wurden wir kurz wach. Irgend etwas bewegte sich vor dem Bungalow und als wir nachschauten, konnten wir draussen einen Springhasen beobachten! Toll! Leider war er dann schnell wieder weg.
Nach einer angenehmen Nacht und einem guten Frühstück hiess es Abschied nehmen von Elephant Sands. Leider waren am Morgen keine Elefanten mehr da, ein Angestellter meinte, dass die ersten Eli's meist erst gegen 11Uhr auftauchen würden. Nun waren wir wieder unterwegs auf der A33 und wieder waren da die LKW's, erst als wir in Nata rechts auf die A3 abbogen war wieder "Normalbetrieb" auf der Strasse. Auch diese Strecke bis zum Gate der Makgadikgadi Pan war eintönig zu fahren. An einer Tankstelle füllten wir nochmal unsere Tanks und kurz danach bogen wir links ab zum Phuduhudu-Gate. Hier reduzierten wir zuerst den Reifendruck auf 1,5bar, bevor es dann auf sandigem Trail weiterging.
Auf den ersten Kilometern war ausser dem hohen Gebüsch links und rechts des Weges nicht viel zu sehen. Da unser Navi ja nicht mehr funktionierte, waren wir etwas verunsichert als links ein Abzweigung auftauchte. Wie wir später von einem Park-Ranger in Khwai erfahren würden, wären wir hier zu einem nahen Wasserloch gekommen, welches von den Tieren stark frequentiert würde. Wir fuhren geradeaus weiter und erst als die Landschaft etwas übersichtlicher wurde, sahen wir mehr und mehr Tiere....zuerst ab und zu Giraffen und Antilopen, später dann auch immer mehr Elefanten. Der 4x4 Pad war soweit gut zu meistern, da waren nur einige wenige Stellen wo der Sand etwas tiefer war.
Ein-Ohr-Antilope... 😄 ....(keine Bange, sie hatte beide Ohren, es sah nur gerade so aus)
Je näher wir dem Boteti River kamen, umso mehr Tiere sahen wir. Als wir dann ans ausgetrocknete Fluss-Tal kamen, waren in der Ferne grosse Elefanten-Herden zu sehen. Wenig später sahen wir einen Elefanten-Kadaver, der sich schon vorher durch Gestank angekündigt hatte. Nun führte der Weg entlang dem trockenen Flusstal und nach wenigen Kilometern waren wir dann im Boteti River Camp. Kurz vorher durchfuhren wir das ausgetrocknete Flussbett, hier lag die Fluss-Fähre (die wir so gerne benutzt hätten) im Sand.
Im Camp wurden wir sehr freundlich mit einem Welcome-Drink empfangen und später zum doch eher einfachen Bungalow mit Blechdach und Open-Air Badezimmer begleitet. Das Open-Air Badezimmer fanden wir originell. Dies war nun mit Abstand die einfachste Unterkunft unserer Reise...für satte 270.-USD die Nacht (inkl Dinner). Die Berichte hier im Forum über das schlechte Preis-Leistungs Verhältnis der Lodges in Botswana fanden wir hier das erste Mal bestätigt. Um 19.Uhr wurde dann das Dinner serviert, dies in Form eines "kontrollierten" Buffet's... 😄 d. h. beim Fleisch wurde ein jeweils kleines Stück pro Person auf den Teller geschöpft. Es hinterliess bei uns den Eindruck, als wäre zu knapp kalkuliert oder zu wenig eingekauft worden. Ansonsten waren die Speisen sehr schmackhaft zubereitet. Bald nach dem Essen wurden Geschirr und Tischdecke abgeräumt und kurz darauf verabschiedete sich das Personal und verschwand in der Dunkelheit. Für die Getränke war hier ja Selbstbedienung, trotzdem hatte wohl niemand Lust länger im Restaurant oder auf der Dachterrasse zu verweilen. Und so war dann gegen 20.30Uhr Nachtruhe angesagt. Wir sortierten noch unsere Fotos und erledigten einige whatsapps bevor auch wir uns in den Bungalow verzogen...
Fortsetzung folgt...
Teil 3015. Juli 2024
23. April 2024, Makgadikgadi Pan
Nach einer Nacht im Tiefschlaf und gutem Frühstück ging es am Morgen wieder durch das trockene Boteti Flussbett zurück in den Nationalpark. Hier erkundeten wir die nähere und weitere Umgebung rund um das Flusstal. Wir sahen vor allem Elefanten...immer wieder viele Elefanten! Aber auch Giraffen, Zebras, Vögel und überraschend viele Geier waren zu sehen. In der Hoffnung auf eine Sichtung von Raubtieren fuhren wir nochmal zum Elefanten Kadaver, an welchem wir gestern vorbei kamen. Doch hier war leider nichts los...und es stank...so dass wir bald wieder auf Abstand gingen. Gegen 14.30Uhr waren wir dann wieder im Camp.
Im Camp machten wir eine kurze Siesta und spielten eine Runde Karten, bevor wir gegen 16.30uhr nochmal losfuhren. In der schönen Abendstimmung sahen wir u.a. viele Giraffen....und natürlich Elefanten 🙂
..ein "Einhorn-Gnu"...
Als wir zurück im Camp waren, kam gerade eine deutsche Reisegruppe an. Beim Abendessen war dann auch entsprechend mehr Betrieb. Das Buffet war soweit wieder lecker wie auch am Vortag, und auch das Fleisch war dann zum Glück nicht mehr so genau abgezählt wie Gestern... 😄 . Auch dieses Mal wurde vom Personal schnell ab- respektive aufgeräumt, wieder verliessen sie den "Ort des Grauens" 😄 und entschwanden in der Dunkelheit. Derweil versorgten sich die Gäste und auch wir uns in Selbstbedienung mit Getränken. So herrschte noch etwas Betrieb und die Nachtruhe wurde dann erst gegen 22Uhr eingeläutet
Unser Fazit Boteti River Camp: Einfache Lodge an guter Lage direkt am Boteti. Hauptgebäude mit Restaurant, Terrasse/Lobby im ersten Stock mit Aussicht. Wifi im Restaurant. Getränke in Selbstbedienung. Bungalow relativ einfach und schmucklos/zweckmässig mit Blechdach. Sauber, freundliches Personal. Essen gut, bei uns manchmal etwas knapp bemessen. Das Preis-Leistungs Verhältnis empfanden wir als schlecht (270.- USD inkl. Dinner & Fstk)
Fortsetzung folgt....
Teil 3116. Juli 2024
24. April 2024, Fahrtag vom Boteti River zum Khwai Village, Okovango Delta
Route: von Boteti via A3 bis nach Maun, ca.160Km alles Asphalt. Dann etwas ausserhalb von Maun Piste via Mababe bis Khwai, ca 140Km. Total Distanz ca 300Km, Fahrzeit ca. 6 Std inkl. Pinkelpausen.
Heute krochen wir etwas früher aus dem Bett als sonst. Bald nach dem Frühstück sassen wir wieder im Pickup und düsten auf einer guten Asphaltstrasse los Richtung A3. Wir hatten hier eigentlich nur Schotterpiste erwartet. Aber so ging es natürlich gut vorwärts und schon bald erreichten wir die A3, wo wir Richtung Maun abbogen. In Maun angekommen, brauchte es etwas Zeit um durch die Stadt zu fahren, auch waren wir von der Grösse der Stadt überrascht. Hier tankten wir unseren Hilux wieder voll bevor es aus Maun heraus Richtung Delta ging. Alsbald wechselte der Asphalt auf Piste, ab hier ging es dann bedeutend langsamer vorwärts. Als wir an der Kreuzung ankamen, an welcher die Strasse links Richtung Moremi South Gate abbog, entschieden wir uns geradeaus über Mababe nach Khwai zu fahren. Dies weil wir dachten, dass die Piste „aussenrum“ besser sei, als die durch den Moremi….und dem war dann halt nicht so.
Die Piste wurde immer schlechter und irgendwann kamen wir an eine Strassensperrung. Eine signalisierte Umleitung verwies auf einen schmalen Pfad, der durch den Busch führte und nach 10 Minuten wieder zurück auf die Piste einbog. Einige Kilometer später standen wir dann vor einem langen Streckenabschnitt der komplett aufgewühlt war. Die ganze Breite der Piste war mit tiefen, sandigen Spur-Rinnen überzogen. Den breiten Spurweiten zu schliessen, hatten hier wohl 4x4 LKW’s (Armee ?) „gewütet“.
..in "echt" sah das bedeutend schlechter aus als auf dem Foto...
Nach einem scheuen Versuch hier durch zu fahren, entdeckten wir an einer Böschung Fahrspuren die auf einen schmalen Pfad führten. Dieses Weglein durch den Busch ging dann mal links, mal rechts….und so war es für uns nicht ganz einfach die Orientierung zu behalten. Nach einer gefühlten Ewigkeit, wir zweifelten bereits an unserem Entschluss hier durch zu fahren, kamen wir wieder auf die Piste. Nach einer weiteren Stunde erreichten wir dann das Khwai Guesthouse. Hier wurden wir sehr freundlich mit einem Welcome-Drink begrüsst. Obwohl die Selben Eigentümer wie vom Boteti River Camp, war diese Lodge um einiges hübscher gebaut als das Boteti Camp. Die wenigen nicht allzu grossen Bungalow’s sind hübsch eingerichtet und verfügen über ein schöneres Open-air Badezimmer als noch im Boteti. Auch das grosse Lobby-Gebäude mit Bar lädt zum verweilen ein und einige Meter daneben befindet sich das Gebäude mit Restaurant und Küche. Auch ein Pool ist vorhanden.
..die Lobby..
...Restaurant
Nach einem guten Dinner spielten wir noch ein wenig Karten bis uns die Augen zufielen…
Fortsetzung folgt….
Teil 3219. Juli 2024
25. April 2024, Moremi Wild Reservat, Okavango Delta
Nach einer angenehmen Nacht in bequemen Betten gönnten wir uns ein ausgiebiges Frühstück. Bevor wir in den Moremi loszogen, erhielten wir vom Lodge-Manager noch einige nützliche Tipp’s. Auch meinte er, dass wir Glück hätten mit dem Wetter, respektive mit dem Wasser, da in anderen Jahren, je nach Regenzeit, die Wege nicht so gut befahrbar seien wie in diesem Jahr. Also schwingten wir uns in unser Gefährt und los ging’s! Es waren nur wenige Minuten zu fahren bis zum North Gate des Moremi NP. Kurz vor dem Gate ging’s dann noch auf einer abenteuerlich aussehende Holzbrücke über eine schöne Wasser-Landschaft. Hier sahen wir einen hübschen schwarz-weissen Kingfisher, der fast ohne scheu auf dem Brückengeländer nach leckeren Fischchen Ausschau hielt.
Nachdem wir am Gate bezahlt hatten, fuhren wir mal links mal rechts auf verschiedenen Trails durch Bush und Steppenlandschaft. Fast an „jeder Ecke“ begegneten wir Elefanten, mal weiter und mal näher weg...und manchmal auch seeehr Nahe 🙂 .
Obwohl die Haupt-Trails vielfach tiefe Löcher oder Furchen aufwiesen, waren sie meist gut zu befahren. Die Wege durch die Steppenlandschaft bestanden aus zwei manchmal auch schlecht ersichtlichen Fahrstreiffen. Nach einer ausgiebigen Regenzeit oder während der Flut würde es hier wohl ganz anders aussehen….
Fortsetzung folgt....
Teil 3319. Juli 2024
.....Fortsetzung:
Vom Northgate aus waren wir, zwar im „Zickzack“ , aber mit einer tendenziellen Richtung süd-Westen unterwegs. Und dann, fast hätten wir ihn nicht gesehen, sass da einfach so ein Löwenmännchen im Steppengras! Unser erster männlicher Löwe, toll! Wir konnten ihn lange beobachten, irgendwann wurde es ihm wohl zu blöde und so trottete er langsam davon. Wir fuhren ihm in gebührendem Abstand nach, doch bald verschwand er zwischen einigen Bäumen und entzog sich so unseren begeisterten Blicken.
Im Laufe des Nachmittags kamen wir zu einem kleinen See. Der Lodge-Manager hatte uns empfohlen hierher zur fahren. Hier konnte man ganz nah ans Ufer heran fahren und man musste beim Aussteigen etwas auf Kroko’s achten die in der Nähe waren. Auch stand hier ein etwas baufällig wirkender Hochsitz. Von diesem hatte man eine tolle Aussicht auf die idylische Landschaft und den See. Neben den Krok’s waren auch viele Hippo’s und Wasservögel zu sehen.
Später versuchten wir auf einer schlecht ersichtlichen Fahrspur um den See zu fahren. Da wo diese nahe dem Ufer entlang führte, gab es einige feuchte Stellen zu passieren, ansonsten war der Fahrweg gut zu fahren. Danach kamen wir in eine eher ausgetrocknete Region mit vielen abgestorbenen Bäumen, hier waren viel weniger Tiere zu sehen als vorher. Nach einer kurzen Pause machten wir uns langsam wieder auf, wiederum im Zickzack, Richtung Northgate.
Gegen Abend waren wir wieder zurück im Khwai Guesthouse. Nach einer angenehmen Open-Air Dusche relaxten wir bei Rock-Shandy und Savanna noch etwas in der schönen Lobby. Das Dinner genossen wir zusammen mit einer netten alleinreisenden Deutschen und so verbrachten wir einen interessanten und schönen Abend zusammen.
Fortsetzung folgt....
Teil 3420. Juli 2024
26. April 2024, Okavango Delta
An diesem Morgen zogen wir erst nach 9 Uhr los. Nachdem wir das Northgate passiert hatten, fuhren wir in Richtung der gestrigen Löwensichtung. Dies in der Hoffnung, dass der Löwe oder vielleicht sogar mehrere Löwen immer noch in der selben Region umher streiffen würden. Unterwegs aber sahen wir ein Gametour-Fahrzeug , welches zielstrebig und zügig an uns vorbeifuhr. Nun folgten wir dem Wagen, da wir dachten dass der Fahrer/Guide wohl wüsste, wo „was im Busch“ sein könnte 🙂 . Tatsächlich fuhr dieser relativ schnell auf einer kaum ersichtliche Fahrspur durch das Steppengras, dann durch ein Wäldchen und über eine leichte Anhöhe, wo wir ihn kurz aus den Augen verloren. Als wir auch über die Anhöhe kamen, sahen wir auf ein Wasserloch, an welchem bereits zwei Game-Fahrzeuge standen. Auch ein Büffel war zu sehen….und dann sahen wir das erste Mal ein Rudel Wildhunde bestehend aus 5 Hunden mit unterschiedlichsten Fellzeichnungen! Allerdings konnten wir den Anblick nicht lange geniessen, da sich das Rudel durch Mensch & Auto wohl etwas gestört fühlte und sie bald im nahen Wäldchen verschwanden.
Als wir am Ort der gestrigen Löwensichtung vorbei kamen, war von Löwen nichts mehr zu sehen. In der Hoffnung die Löwen irgendwo noch anzutreffen, fuhren wir in dieser Region auf allen möglichen Trails kreuz und quer durch die Steppen- und Buschlandschaft. Als wir so unterwegs waren, bekamen wir Giraffen, Zebras, Antilopen und natürlich jede Menge Elis zu Gesicht...jedoch keine Löwen.
Fortsetzung folgt...
Teil 3520. Juli 2024
...Fortsetzung:
Kurze Zeit später, wir waren auf einem ziemlich verbushten Weglein unterwegs, sahen wir durch das Gebüsch in ca 100 Meter Entfernung vier Game-Fahrzeuge stehen. Uns war klar „Da muss was sein“ …! Also versuchten wir dahin zu kommen. Immer wieder kreisten wir auf kaum sichtbaren Fahrspuren um die Stelle wo die Tourfahrzeuge standen, nie kamen wir näher ran oder führte ein Weg dahin...es war zum verzweifeln! Erst als eines dieser Gamefahrzeuge da weg fuhr und, kleine Bäumchen und Buschwerk niederwalzend, auf uns zukam, merkten wir das da gar kein Weg hin geführt hätte. Wir fragten den Fahrer was sie gesehen hätten und ob da ein Weg hinführe. Auf die Frage der Sichtung antwortete er, dass da viele Löwen waren, nun aber weg gegangen seien...auf die Frage des Weges antwortete er nicht, sondern zeigte uns ein verschmitztes Lachen. Wir sahen dann, dass sich alle Gamefahrzeuge „querfeldein“ durch Gebüsch fahrend vom Sichtungsort entfernten.
Später am Nachmittag hatten wir dann nochmal Glück; wieder sahen wir Wildhunde! Dieses Mal hielten die Hunde gerade „Siesta“ und so konnten wir sie lange beobachten. Irgendwann gegen Abend fuhren wir ins Khwai Guesthouse zurück. Als wir durch das Dörfchen kamen, sahen wir einen Elefanten zwischen Häusern stehen. Sofort rannten einige Einwohner „Kochtopf schlagend“ und schreiend Richtung des Elefanten. Durch den Lärm verunsichert, verzog sich der Eli dann wieder näher zum Busch und blieb da erstmal stehen. Da es schon spät war, wollten wir nicht länger zuwarten und so fuhren wir die letzten Meter zum Guesthouse zurück.
Nach dem Dinner-Buffet und einem „Schlummertrunk“ ging es dann relativ früh ins Bett. Am nächsten Tag wollen wir ja die lange Strecke bis Ghanzi fahren….
Wir taten uns etwas schwer für unser Fazit des Khwai Guesthouse: eher kleine Lodge, genügend grosse Bungalows, hübsch und zweckmässig, sauber. Wifi in der Lobby & Restaurant. Getränke in Selbstbedienung. Essen durchschnittlich gut. Pool. Freundliches Personal. Ansonsten gefällige Anlage im afrikanischen Stiel. Obwohl das Guesthouse beteutend komfortabler und hübscher ist als das Boteti River Camp (selber Besitzer), würden wir das Preis-Leistungs Verhältnis auch hier als schlecht bewerten (360.-USD inkl Dinner & Fstk). Allerdings sind alle Übernachtungspreise im Delta unverhältnissmässig hoch, so dass man die 360USD unter diesem Aspekt schon fast wieder als „günstig“ bezeichnen müsste. Darum trotz des Preises eine Empfehlung.
Fortsetzung folgt….
Teil 3621. Juli 2024
27. April 2024, Fahrtag Okavango-Delta zur Palm Afrique Lodge bei Ghanzi
Strecke: von Khwai via Northgate und Southgate nach Maun (ca 130Km auf Trails & Piste). Ab Maun auf der A3 bis Ghanzi (ca 290Km auf Asphalt), Total ca. 420Km. Fahrzeit ca. 6 ¾ Std. inkl. Pinkelpausen & Stopps
Nachdem wir unsere sieben Sachen gepackt und am Frühstücksbuffet geschmaust hatten, waren wir schon zeitig unterwegs Richtung Northgate. Der Trail vom Northgate zum Southgate des Moremi’s führt fast kerzengerade durch den Busch und war meist etwas sandig, teilweise hatte es auch grosse Löcher. Unterwegs sahen wir zuerst eine grosse Zebraherde, danach ab und zu Antilopen. Nach einer knappen Stunde sahen wir weit vorne auf unserem Weg dunkle Punkte, die uns entgegen kamen. Was für ein Glück wir doch hatten...!,... ein Rudel Wildhunde kam uns auf dem Trail gemütlich entgegen! Als sie bei uns waren, legten sich einer ganz unbekümmert direkt vor unserem Wagen in die Fahrspur! Die anderen schnüffelten noch einige Minuten herum, bevor sich dann alle seitlich ins Gebüsch verzogen. Toll, wieder hatten wir erste Reihe (ARD 😄 ) !
Bald darauf passierten wir das Southgate. Als wir so auf schlechter Piste dahin rumpelten, standen da plötzlich zwei Giraffen mitten auf der Piste und machten keine Anstalten den Weg frei zu geben. Im Gegenteil, sie fingen an, sich ihre Hälse um die Ohren zu schlagen 🙄 😄 ! Vermutlich um so ihre Rangordnung innerhalb der Herde zu klären oder um die Gunst eines Weibchens zu kämpfen. Irgendwann war das interessante Schauspiel dann zu Ende und so konnten wir weiterfahren….
Nachdem wir in Maun getankt hatten, ging es auf die A3. Ohne grosse Ereignisse spuhlten wir die eher eintönige Strecke ab bis kurz nach Ghanzi. Hier bog links eine sandige Piste zur Palm Afrique Lodge ab. Die mittelgrosse Lodge überraschte uns mit gepflegten Bungalows und einem schönen Garten. Auch einige kleinere Bungalows, die wie „Stein-Iglus“ aussahen, standen in der Nähe des Hauptgebäudes. Diese wirkten schon etwas älter und vor allem eher klein (nur von aussen gesehen). Im Hauptgebäude war die Reception, das Restaurant und die wohl best sortierte Bar Botswana’s untergebracht 🙂 .
Nachdem wir uns eingerichtet hatten, spazierten wir noch etwas in der näheren Umgebung herum, wir begegneten Kudus und einigen Springböcke. Bald darauf wurde ein leckeres Dinner serviert. Danach freuten wir uns auf die bequemen Betten….
Unser Fazit Palm Afrique Lodge: Gepflegte Lodge mit schönem Garten, grosse, hübsch eingerichtete Bungalows mit Wifi, Fan. Sauber, freundliches Personal. Restaurant, Bar, Pool. Essen sehr gut. Das Preis-Leistungs Verhältnis empfanden wir als gut bis sehr gut ( 2110.-BWP(ca 160.-Sfr./Euro) inkl. Dinner & Fstk)
Fortsetzung folgt....
Teil 3723. Juli 2024
28. April 2024, von Ghanzi, Botswana nach Harnas, Namibia.
Route: von Ghanzi A3 & A2 bis Grenze, dann B6 bis Gobabis und C22 bis Drimiopsis (alles Asphalt). Dann auf Piste bis Harnas Wildlife Foundation. Distanz Total ca. 400Km. Fahrzeit...nun ja, wir hatten mit ca 4 ½ bis 5Std gerechnet (inkl. Pinkelpausen),….waren dann aber fast 6 ½ Std. unterwegs.
Nach vielfältigem und tadellosem Frühstück waren wir schnell „on the road again“. Die Strecke bis zur namibischen Grenze war nicht besonders abwechslungsreich...oder besser gesagt eher langweilig. Und so waren wir froh als endlich der Grenzposten in Sichtweite kam. Wegen Umbauarbeiten oder Renovierung (?) des Grenzpostens erwartete uns hier dann ein ziemliches Durch-einander (für unser Empfinden 🙂 )….Schon weit vor dem Posten stauten sich viele LKW’s. Nachdem wir eine Schranke passiert hatten, fuhren wir zwischen LKW’s auf einen grossen Kiesplatz. In der Nähe von provisorisch anmutenden Gebäuden standen schon einige Pickups, also parkierten wir unsere Gefährt auch da. Nun begann unser Behörden-Marathon,….hier nur die Kurz-Version:...wir mussten jeweils lange anstehen, Formulare ausfüllen, wurden dann von einem Büro & Schalter zum nächsten geschickt...immer mit der Begründung das noch ein „Papier“ fehlen würde. Immer wenn ich nachfragte welches Papier sie benötigen würden, bekam ich, wenn überhaupt, die Antwort „im anderen Büro“ oder „Du brauchst den „slip“ 🙄 😄 .
Irgendwann fragte ich dann einen wartenden LKW-Fahrer und er erklärte mir sehr freundlich, dass bei der Einfahrt zum Kiesplatz, nach der Schranke, ein provisorisches Zelt aufgebaut sei und das man da einen „slip“ bekäme, also eine Art von Beleg. Als wir vorher über die Kiesplatz gefahren waren, stand wohl gerade ein LKW vor diesem Zelt, so das wir es nicht sehen konnten. Klar, unser Fehler! Nun marschierte ich zu Fuss über den Platz zurück zu diesem Zelt. Hier waren zwei Officer anwesend, einer stand an einem Tisch mit Buch und der vermutlich Ranghöhere lümmelte halb liegend in einem Campingstuhl herum. Ich grüsste mit „hello“ und wollte mein Anliegen vorbringen…..und wurde in Befehlston vom campierenden Officer heran zitiert. Nur ganz knapp konnte ich ein „stramm-stehen“ unterdrücken 😄 . Er meinte das ich nicht höflich genug gegrüsst habe und das es in Afrika üblich sei laut und freundlich zu Grüssen. Ich merkte, das mit dem Typ nicht zu spassen ist und so entschuldigte ich mich bei ihm. Darauf wollte er wissen warum ich zu Fuss hier sei, er wolle mein Fahrzeug sehen. Es stellte sich dann heraus, dass das Zelt quasi der Zollposten ist, wo man eingeführte Güter und Waren deklarieren muss. Zuerst sagte der Officer ich müsse unseren Pickup mit Gepäck zum Zelt holen, wollte auch wissen was wir so mit dabei hätten. Als ich ihm antworte das wir nur Koffer, Kleider & Schuhe hätten, hatte er es sich wohl anders überlegt. Er meinte das es nun gut sei, ich mich im Buch eintragen und „verschwinden“ soll. Sein Kumpel am Tisch gab mir dann einen abgestempelten Papierstreiffen mit…..und so erhielten wir den heiss-ersehnten „slip“ 🤩 !
Nachdem wir den restlichen Papierkram erledigt hatten, konnte es endlich weitergehen. An der Ausfahrt wurden unsere Papiere nochmal von einer Beamtin kontrolliert. Sie wechselte ein paar freundliche Worte mit uns und fragte wohin wir fahren würden….Als ich mit Gobabis/Harnas antwortete, fragte sie lächelnd ob sie mitkommen könne. Ich dachte an einen Scherz, lachte zurück und sagte „ja klar, immer“. Da holte sie ihre Tasche aus einem Kabäuschen und stieg bei uns ein 🤪 . Überrascht fragten wir, ob sie den Posten einfach so verlassen könne und ob sie denn schon Feierabend hätte. Da meinte sie nur, dass in fünf Minuten ihre Kollegin Dienst habe, also alles gut sei. Und so kamen wir zu einer uniformierten Mitfahrerin. Unterwegs erfuhren wir viel über ihre Arbeit an der Grenze, auch über ihr „Pendeln“ zwischen Familie in Gobabis und der Grenze. An einer Kreuzung bei Gobabis stieg sie aus und wir fuhren weiter nach Harnas.
Grosser eingezäunter Garten mit Straussen
Hier wurden wir freundlich empfangen und zum ca 500Meter entfernten Bungalow gefahren. Die Harnas Wildlife Foundation besteht aus einem gesicherten und eingezäunten grossen Garten mit Pool, Reception, Restaurant und Bar. Direkt dahinter befinden sich auch Tiergehege. Die ungesicherten Bungalows befinden sich ausserhalb des Zaunes, relativ weit vom Restaurant entfernt. Wegen den Wildtieren wurde uns empfohlen nicht zu Fuss, sondern mit unserem Auto zwischen Restaurant und Bungalow hin und her zu pendeln. Allerdings sahen wir, dass die meisten Gäste zu Fuss unterwegs waren...und so machten wir es meist auch.
Als wir uns im Bungalow eingerichtet hatten, spazierten wir zum Restaurant. Auf dem Weg dahin nahmen wir eine Bewegung war und sahen dann tatsächlich ein Nashorn mit einem Jungen ca 100m entfernt!
Im Restaurant wurde uns später ein vorzügliches Dinner serviert (man konnte zwischen verschiedenen Gerichten auswählen). Dazu genossen wir einen feinen Wein, bevor es dann ab in die Koje ging...
Fortsetzung folgt....
Teil 3824. Juli 2024
29. April 2024, Harnas Wildlife Foundation
Nach einer angenehmen Nacht spazierten wir zum Restaurant. Da wir gestern keine klaren Infos erhalten hatten, erkundigten wir uns nochmal über das Tour-Angebot. Gerne hätten wir die morgendliche Raubtier-Fütterungs-Tour gebucht, doch es hiess, dass diese um 8.30Uhr, also vor wenigen Minuten losgefahren sei. Schade, das fanden wir jetzt nicht so toll, vor allem weil wir Gestern keine genaue Auskunft erhielten. Auch wollte uns die Dame von der Reception noch nähere Infos über das Game-Drive Angebot geben….doch augenscheinlich ging auch das vergessen. Ich war dann ein bisschen sauer und wollte nicht nochmal nachfragen…und so machten wir uns halt einen gemütlichen Tag. Allgemein kamen uns die Komunikations & Informations-Abläufe hier etwas „schwierig“ vor, aber alle waren immer freundlich und irgendwie auch bemüht….Da es auf Harnas viele junge Voluntäre hatte, war das Personal auch viel mit ihnen beschäftigt.
Und so verbrachten wir den Tag mit Karten spielen, faulenzen, spazieren, Fotos ordnen und lesen. Immer wieder pendelten wir zu Fuss zwischen Restaurantgelände und Bungalow. Unterwegs sahen wir immer wieder Vögel und einmal eine Antilope, die nur wenige Meter von uns weg an einem Bäumchen rumknabberte! Auch bekamen wir am Bungalow Besuch von einem Oryx…! Auch er stand nur sechs, sieben Meter von uns weg. Wir wussten nicht genau wie die Situation einzuschätzen sei...die Nähe zu diesem stattlichen Kerl mit den langen „Säbel-Hörnern“ machte uns schon etwas nervös. Er stand einfach da und glotze uns an...und wir glotzten zurück 🙄 🙂 . Aber schon kurz darauf trottete er gemütlich durch das Gebüsch und verschwand.
Später, wieder auf dem Restaurantgelände, tollte eine grosse Horde Mangusten umher...irgendwie kamen die lustigen Kerle wohl unter dem Zaun hindurch in den Garten. Leider waren sie nach 10 Minuten wieder verschwunden und das tolle Schauspiel war zu Ende. Kurz darauf sahen wir einige Rosenpapageien, auch kamen wir immer wieder auf Tuchfühlung mit den überhaupt nicht scheuen, sondern eher frechen Straussen.
Am späteren Nachmittag, wir waren gerade wieder im Bungalow, hörten wir draussen ein Geräusch. Ich ging nach draussen und tatsächlich waren da wieder Nashörner. Dieses Mal waren es mehrere Dickhäuter, die rund 50 Meter entfernt am Bungalow vorbei trotteten. Ich ging nochmal rein um die Kamera zu holen, als ich wieder raus kam waren sie schon etwas weitergegangen. Trotz gehörigem Respekt und auch etwas Schiss folgte ich ihnen ein paar Minuten, konnte dann aber nur vom Nachzügler der Gruppe einige halbwegs gute Aufnahmen machen, vom Rest der Truppe sah ich dann nur noch die Hinterteile...Auf dem Rückweg sah ich noch ein Gnu etwas weiter entfernt. Ein tolles Erlebnis!
Auch an diesem Abend erhielten wir ein leckeres Dinner.
Unser Fazit Harnas Wildlife Foundation betrifft nur den Lodge-Betrieb. Über Sinn oder Unsinn betreffend einer Haltung von Wildtieren in Gehegen und möglichen Auswilderungen möchten wir hier nicht urteilen oder diese gar bewerten. Wir haben bemerkt, dass da jeder seine Meinung dazu hat und das ist auch gut so.
Unser Fazit Harnas Wildlife Foundation: eher kleine Lodge in schönem, eingezäuntem Garten. Restaurant, Bar, Reception mit Souvenir-Shop, Pool (wurde bei uns als Ententeich genutzt). Wifi im Restaurantbereich. Freundliches Personal, sauber. Grosse & hübsche Bungalows mit Klima, nicht eingezäunt. Wir haben zweimal sehr gut gegessen. Das Preis-Leistungs Verhältnis empfanden wir als gut bis sehr gut (3250.-NAD inkl. Dinner & Fstk.)
Fortsetzung folgt….
Teil 3925. Juli 2024
30. April 2024, von Harnas nach Windhuk / Hohewarte Guestfarm
Route: ab Harnas Piste (50Km) bis zur C22, dann C22 & A6 auf Asphalt bis Windhuk (250Km), Total 300Km. Fahrzeit ca. 3 ½ Std inkl. Stopps. Danach ca 45Km ab Windhuk zur Hohewarte Guestfarm.
Nach einem umfangreichen Frühstück checkten wir aus und bald waren wir unterwegs Richtung Windhoek. Wieder erwartete uns ein eher langweiliges Strecken-Abfahren bis wir in der Hauptstadt, bei Warthog 4x4 Rental vorfuhren.
Abschied von den Katzen in Harnas
unterwegs
Die Abgabe des Mietwagens war speditiv und problemlos. Ich war froh, dass ich den Hilux am Vortag noch etwas aufbereitet hatte. Schon länger hatte ich mal an einer Tanke eine Lackpolitur gekauft, und so polierte ich am Vorabend die gröbsten Kratzer aus dem (vorher gereinigten) Lack heraus. So konnten wir den Wagen mit gutem Gewissen zurückgeben. Bevor uns Joshua von Warthog 4x4 Rental zur Hohewarte fuhr, wurden uns die 3600.-NAD Auslagen von den drei Reifenpannen zurück vergütet.
Als wir in der Hohewarte-Guestfarm ankamen, wurden wir von Michael freundlich auf deutsch begrüsst. Er zeigte uns die hübsche Lapa, erklärte die Handhabung der Getränke-Selbstbedienung und zeigte uns das Zimmer. Unser Zimmer lag unterhalb der Lapa, also nicht im Hauptgebäude, es war gross und hübsch eingerichtet.
Aussicht von der Lapa
Ausser einer deutsch-namibischen Frau aus Swakopsmund waren keine weiteren Gäste anwesend. Um 19 Uhr wurde das vorzügliche Dinner serviert. Wir verbrachten den schönen Abend mit der Dame aus Swakopsmund. Wir hatten sehr interessante Gespräche, und da sie vor und auch nach der Unabhängikeit des Landes politische Ämter innehatte, erfuhren wir viel von den damaligen Schwierigkeiten und der politischen Situation während, vor und nach dem Regierungswechsel. Sehr spannend! Relativ spät gings dann ins Bett.
Fortsetzung folgt…..
Teil 4027. Juli 2024
1. Mai 2024, Dayroom auf Hohewarte, Abends Rückflug
Ja nun war er da, der Rückreisetag 🙁 . Da wir einen „Dayroom“ gebucht hatten, konnten wir unser Zimmer bis zum Abflug am Abend nutzen. Und so nahmen wir es mit aufstehen und frühstücken seeehr gemütlich. Bis zu ihrer Abreise plauderten wir noch etwas mit der Dame aus Swakopsmund, spielten danach ein, zwei Runden Karten und lasen. Da wir gestern von Michael gehört hatten, dass auf dem Farm-Umland zwei Wanderwege angelegt seien, erkundigte ich mich nochmal genauer bei Ihm und marschierte dann los. Ich wählte den längeren der zwei gut markierten Rundwege.
Anfangs begegneten mir ausser einigen Rindern keine Tiere. Später schreckte ich eine Steinböckchen auf, welches nur wenige Meter neben dem Weg im Gebüsch lag. Da ich es vorher nicht gesehen hatte, fiel mir fast das Herz in die Hose als es neben mir aufschrak und davon galoppierte.
Nach knapp zwei Stunden kam ich an eine Wassertränke, hier sah ich aus der Ferne einige Zebras, als sie mich witterten stoben auch sie davon. Kurze Zeit später stürmte ein Oryx einige Meter vor mir über den Weg, wieder erlitt ich fast ein Herzstillstand vor Schreck 😄 . Alle Tiere die ich sah waren sehr scheu. Auch war ich viiiel zu langsam um Fotos von ihnen zu knipsen. Nach rund 3 Stunden war ich wieder zurück auf der Farm. Die Wanderung war jetzt landschaftlich nicht unbedingt ein Highlight, trotzdem war es schön und die Bewegung hatte mir gut getan.
Unser Fazit Hohewarte Guestfarm: schöne Unterkunft mit wenigen Zimmern. Schöne Lapa mit Aussicht auf das Umland. Grosser Pool, sauber, freundliche Gastgeber. Zimmer zweckmässig und hübsch eingerichtet. Wifi in der Lapa. Vorzügliches Essen. Das Preis-Leistungs Verhältnis empfanden wir als i.O. bis gut (wir zahlten 5600.-NAD inkl. Dinner & Fstk., inkl. Dayroom und Flughafen-Transfer)
Gegen 17Uhr wurden wir von einem Angestellten der Farm zum Airport gebracht. Wir flogen pünktlich ab und auch der Flug war soweit angenehm…..bis dann zwei Stunden vor der Ankunft in Frankfurt bei meiner Frau die ersten Symptome der Typhus losgingen. Einzelheiten erspare ich Euch. In Frankfurt mussten wir dann noch schwierige 5 Stunden warten bis zu unserem Anschlussflug nach Teneriffa.
Nun möchte ich mich bei allen Fomis bedanken, die bis hierher „durchgehalten“ und mitgelesen haben. Ich hoffe, dass ein paar nützliche Infos oder Anregungen für den einen oder anderen im RB mit dabei sind. Auch herzlichen Dank fürs „Danke-Knöpfli“ drücken, auch das hat mich immer wieder motiviert um weiter zu schreiben….Mit lieben Grüssen.
Eine Gesamt-Bilanz oder Fazit unserer Reise folgt….