Afrikaeuphorie I

Reisebericht 49 Antworten · 10,4k Aufrufe · gestartet 21. Feb. 2024 von reiseeuphorie
Bericht am Stück lesenAm Stück lesen
Antworten
Themenstarter68 Beiträge · seit 202327. Apr. 2024 · #21
Danke dir für deinen Beitrag. Wir freuen uns, dass du schon so viel Erfahrung gemacht hast, dass das für dich alles keine Herausforderung mehr ist 🙂 Im Vergleich zu unserer ersten Tour durch Namibia waren die Palmwag Concession und diese Lodgeauffahrt definitiv neue Herausforderungen. Wie du sehen wirst werden wir uns aber auch noch am Kwando, Rund um Savuti und im Moremi zu bewähren haben.

An unserem Anreisetag am Grootberg haben wir mit einigen anderen Lodgebesuchern gequatscht. Wir waren tatsächlich die einzigen Gäste mit eigenem Mietfahrzeug, die auf den Fahrservice und den Parkplatz unten verzichtet haben und sich "getraut haben" hochzufahren. Die aus unserer Sicht wichtige Botschaft an die weniger erfahrene Leserschaft hier ist dementsprechend eher: Selbst wenn ihr es als Herausforderung seht, was völlig ok ist, traut euch, bei uns hat es auch geklappt! 🙂
zuletzt bearbeitet 27. Apr. 2024
Themenstarter68 Beiträge · seit 202327. Apr. 2024 · #22
11.09.2023 Ruacana - Oshakati

In Ruacana lassen wir unsere Reifen wieder auf Asphalt-Druck aufpumpen, denn von hier an geht es die nächsten Tage auf befestigten Straßen weiter. Es geht durchs Ovamboland mit den Regionen Ohangwena, Omusati, Oshana und Oshikoto (Four-O genannt) und den Hauptstädten Otawi, Ondangwa und Oshakati. Das Ovamboland ist so ziemlich das Gegenteil der Kunene-Region, sehr viel Zivilisation, sehr wenige Touristen. Eine Ortschaft reiht sich an die nächste, viel Viehzucht, Fischfarmen, Bewässerungskanäle. Aber ein Gebiet, dass in keinem Reiseführer ausführlich besprochen wird. Kurz besuchen wir den Ombalantu Baobab Tree. Wir finden die Region total spannend, auch wenn Oshakati eigentlich nur Zwischenstopp auf unserem Transit Richtung Osten ist.

Die Nacht verbringen wir in der Unterkunft "Kates Nest Oshakati", ein kleines, modernes Guesthouse. Das erste Mal in Namibia, dass wir eine Unterkunft über eine große Buchungsplattform gebucht hatten. Entschieden haben wir uns hierfür, da wir zwischen den langen Fahrttagen gerne eine feste Unterkunft als Zwischenübernachtung wollten und ein wenig mit guter WLAN-Verbindung Arbeiten mussten. Wir können Kates Nest Oshakati nur empfehlen.

12.09.2023 Oshakati - Rundu

Wir starten etwas zu spät von Oshakati aus in dem Tag. Das Bett ist zu gemütlich, das WLAN zu gut und so erledigen wir noch dies und das was auf der to do Liste steht. Dieses zu späte loskommen rächt sich am frühen Abend an der nächsten Campsite, der Hakusembe River Lodge, wo wir nach 6 Stunden Fahrt, bei der das Ziel das Ziel ist, ankommen. Leider schaffen wir es hier nicht Sonnenuntergangsstimmung und Essenszubereitung zeitlich gut aufeinander abzustimmen. Mehr Zeit hier wäre schön gewesen, ist die Lage direkt am Okavango doch schön, auch wenn nicht atemberaubend.

Auf der Fahrt dazwischen gibt es einerseits wenig zu sehen, andererseits doch Neuerungen wie einige Polizeikontrollen, viel Landwirtschaft und viel viel Grün! So viele Bäume und Büsche in sattem Grün haben wir noch nirgends in Namibia gesehen , und wir hoffen dies ist nur ein Vorbote auf die nächsten Tage. Dennoch sind wir froh, dass die beiden Fahrtage von Nordwesten in den Nordosten nun geschafft sind.

Die videographische Begleitung zu unserer Fahrt durch das Ovamboland findet ihr hier:
https://youtu.be/fJnEysPYXLY?si=NItyEngwH1dCWT0W
4'528 Beiträge · seit 200727. Apr. 2024 · #23
Fred21 schrieb
Manchmal wundert man sich doch, was der ein oder andere als Herausforderung oder schwierig betrachtet. Ihr hattet einen Landcruiser und sprecht von Problemen bei der Auffahrt zur Grootberg Lodge ?
Nicht alle von uns sind geborene Offroad Cracks, wir übrigens auch nicht! Ich finde die Schilderung sehr ehrlich und hilfreich für andere, die die Auffahrt das erste Mal angehen.

Ich kann mich erinnern, dass wir sie in 2017 auch spannend fanden!

Viele Grüße
Casimodo
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
3'383 Beiträge · seit 200927. Apr. 2024 · #24
Grüss Euch,

als "alter" Filmer hab ich mir Deinen Vorspann angeschaut, gleich den im ersten Kapital.
Super gemacht, Respekt und meine Gratulation. Das ist Dir sehr gut gelungen.

Herzl. Grüße
der bayern schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
Themenstarter68 Beiträge · seit 202304. Mai 2024 · #25
13.09.2023 Rundu - Divundu

Im Laufe des Tages lernen wir den Okavango auf ganz unterschiedliche Arten kennen. So könnte er auf den ersten Kilometern von Breite, Flusslauf und umgebender Landschaft auch gut ein x-beliebiger deutscher Fluss sein, wird der Bewuchs im Lauf der nächsten 200km immer wilder. Zwischenzeitlich sagt Nico dennoch, dass es aussieht wie am Altrhein. Spätestens die Hippos am Ortsausgang von Divundu beweisen das Gegenteil. Zuvor ging es noch in Rundu einkaufen, wir benötigen mehrere Supermärkte und sind diesmal etwas überfordert mit dem dortigen Stadtleben.

Kurz hinter Divundu verlassen wir wieder den Asphalt zur Ndhovu („Elefant“) – Lodge. Eigentlich wollten wir noch einen Game Drive machen, sind aber ziemlich geschafft und schließen uns daher einer Bootstour an. Dann ist das Bild des deutschen Flusses ganz passé. Krokodile, Hippos, Elefanten, viele Vogelarten bevölkern das Wasser. Mit einem Sundowner und netten Gesprächen geht die Tour zu Ende und leitet in ein Lagerfeuer auf der Lodgeterasse über. Die Bootstour können wir auf alle Fälle empfehlen!

Bis es soweit ist, könnt ihr euch das entsprechende Video zu Gemüte führen:

Bei YouTube ansehen ↗

768 Beiträge · seit 201704. Mai 2024 · #26
Ich weiss, ich wiederhole mich. Aber ich bin so begeistert von euren Videos.
Sie sind total gut gemacht und entführen mich für eine kurze Zeit nach Afrika.
Herzlichen Dank!
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
Themenstarter68 Beiträge · seit 202305. Mai 2024 · #27
Vielen Dank an dieser Stelle für den Zuspruch! Wir freuen uns, wenn euch die Videos gefallen!

14.09.2024 - Mahango Core Area & Buffalo Core Area

Gemeinsam mit den beiden Reisenden, die wir auf der Bootstour gestern kennenlernten, geht es am Morgen auf den Selbstfahrer Gamedrive in die Mahango Core Area, nur wenige Kilometer nördlich unseres Camps. Die gut befahrbare Strecke wird dann besonders schön, wenn sich die Büsche zum Okavango hin öffnen und den Blick auf die am Ufer befindlichen Tiere freigeben. Ein zweiter Loop in Richtung Savanne ist wegen Tiefsandabschnitten leider nur teilweise befahrbar, gerne hätten wir dort fahren geübt. Dennoch ein schöner Ausflug mit einigen Elefanten, Antilopen, Krokodilen.

Nach einer kurzen Pause am Camp geht es auch schon weiter. Erstmals nehmen wir an einem geführten Game Drive in einem Safari-Auto Teil. Einfach um die Erfahrung mal gemacht zu haben und vielleicht auch etwas für unsere eigenen Pirschfahrten zu lernen. Es geht auf die andere Flussseite in die Buffalo Core Area. Wir sehen neben den namensgebenden Büffeln viele Elefanten, Hippos, Krokodile und vier Löwen, die wir niemals gesehen hätten wenn wir selbst gefahren wären. Ein Wermutstropfen ist, dass der Fahrer bei der Sichtung der Löwen ohne Rücksicht auf Verluste die vorgegebene Piste verlässt und mit dem Fahrzeug und uns sechs Gästen durchs „Unterholz“ möglichst nah an die Löwen heran fährt. Durchs Fernglas hätte auch gereicht und wäre tierfreundlicher gewesen.

Einige Zeit nach Einbruch der Dunkelheit kommen wir wieder zurück an die Campsite. Es war unsere erste und wohl auch letzte geführte Safari, an sich schön, aber auch sehr sehr teuer, dafür dass wir eigentlich ein Fahrzeug dabei haben was genau dafür gemacht ist.

Wenn ihr diese Touren auch mal erleben wollt, bekommt ihr hier einen videographischen Vorgeschmack:
https://youtu.be/72gSRXg9u90?si=GwzxPgd_N8ih5o9C
241 Beiträge · seit 201607. Mai 2024 · #28
Hallo Cloe,

ich habe schon mal in Euer Moremi-Video geschmult. Seid Ihr wirklich an einem Tag von Maun nach Xakanaxa und zurück nach Maun gefahren?! Wie lange ward Ihr unterwegs? Wie schnell/gemütlich wart Ihr (insbesondere auf der Hintour) unterwegs?

Hintergrund meiner Frage ist, dass wir im September von Maun zum Okuti Camp (Nachbar von Xakanaxa) fahren (2x Toyota Fortuner). An anderer Stelle ist mir zurückgespielt worden, dass die One-way-Strecke für eine Tagestour eigentlich zu lang sei. Offenbar seid Ihr ja die doppelte Strecke gefahren.

Viele Grüße

Thomas
2010 - 2024 Nam, Nam/Bot, SA, Nam/Bot, Bot/SA, Nam/KTP, Nam/Bot
Themenstarter68 Beiträge · seit 202308. Mai 2024 · #29
ThF schrieb:Seid Ihr wirklich an einem Tag von Maun nach Xakanaxa und zurück nach Maun gefahren?! Wie lange ward Ihr unterwegs? Wie schnell/gemütlich wart Ihr (insbesondere auf der Hintour) unterwegs?
Hallo Thomas,

das ist nicht richtig. Wir sind an einem Tag vom Mbudi Camp (nahe Khwai North Gate) über Xakanaxa und Third Bridge nach Maun gefahren. Dabei sind wir mit Sonnenaufgang (06:30) losgefahren und mit Sonnenuntergang (18:30) in Maun angekommen. Wir können das in keinem Fall empfehlen. Es war weder eine gemütliche Fahrt, noch haben wir dabei besonders viele Tiere gesehen. In der Situation vor Ort war es für uns dennoch notwendig.
(Warum wir das gemacht haben, wird dann hier im Bericht - wenn wir an der Stelle angekommen sind - thematisiert.)

Maun - Okuti halte ich für lang, nicht optimal, aber auf jeden Fall bewältigbar.
241 Beiträge · seit 201608. Mai 2024 · #30
Hallo Cloe,

danke. Das deckt sich mit meinen anderen Quellen. Wir sind zwei Nächte in Okuti. Da müssen wir dann jeweils früh aufstehen.

Viele Grüße

Thomas
2010 - 2024 Nam, Nam/Bot, SA, Nam/Bot, Bot/SA, Nam/KTP, Nam/Bot
205 Beiträge · seit 202309. Mai 2024 · #31
Hallo Cloe,
vielen lieben Dank für euren Reisebericht und die tollen Youtube Filme der einzelnen Reisewege und Stationen. Mit Begeisterung habe ich diese (und auch von anderen Reisezielen)
angeschaut. Ich finde, du machst das richtig toll und man fühlt sich, als sei man dabei 🙂
Auch die ausgewählte Hintergrundmusik ist perfekt. Mit welchem Programm habt ihr die Filme zusammengestellt?
Bin auf den weiteren Reisebericht gespannt, auch wenn ich die Filme dazu schon gesehen habe…
Liebe Grüße,Sabine
Themenstarter68 Beiträge · seit 202314. Mai 2024 · #32
Makalani schrieb:
Mit welchem Programm habt ihr die Filme zusammengestellt?
Liebe Sabine,

vielen Dank für dein Lob! Das freut uns sehr.
Die Filme sind mit DaVinci Resolve geschnitten.

Viele Grüße, Cleo & Nico
Themenstarter68 Beiträge · seit 202315. Mai 2024 · #33
15.09.2023 - Kwando Core Area

Wir verlassen die Ndhovu Lodge & Camp und fahren weiter gen Osten in den Caprivi-Zipfel hinein. Nur mit einen schmalen Streifen vom restlichen Namibia verbunden und von Botswana, Angola, Simbabwe und Sambia umgeben befinden wir uns 200km weiter östlich in einer Region einerseits voller Nationalparks, andererseits auch recht viel Bevölkerung und Tourismus.

Umso mehr sind wir überrascht, dass wir auf unserer Fahrt in der Kwando Core Area, dem nächsten Nationalpark völlig alleine sind. Auf der dreistündigen Pirschfahrt sehen wir kein anderes Fahrzeug. Die Pisten sind aber auch wesentlich herausfordernder als in den vorherigen Parks. Wir machen erstmals Erfahrung mit Tiefsand-Abschnitten. Belohnt werden wir mit großen Elefantenherden, die uns teilweise nah kommen, wir aber immer wieder versuchen eine angemessene Distanz zu schaffen, aber auch kleinen Besonderheiten, wie der farbenfrohen Gabelracke, die ebenso alleine auf einem Ast sitzt, wie wir im Park sind.

Kurz hinter dem Park liegt unsere Campsite im Bushcamp by Camp Kwando, wunderschön, ebenso recht einsam, mit Blick auf ein Sumpfgebiet voller Hippos, die wir allerdings nicht zu Gesicht bekommen, nur des Nächtens hören. Am Ende der Reise wird dies eine der Campsites sein, auf der wir gerne mehr Nächte verbracht hätten.

Das ausführliche Video mit vielen Eindrücken findet ihr hier:
https://youtu.be/VbnYuKwsAyM?si=00O3t1Ie5Y0bPE9P
Themenstarter68 Beiträge · seit 202321. Mai 2024 · #34
16.09.2023 - Mudumu Nationalpark

Am Vormittag besuchen wir das Dorf Kongola, das mit sehr gut sortierten Supermarkt - hier lohnt sich ein Einkauf -, Tankstelle und einem sehr schönen Geschäft mit Holzschnitzereien (Mashi Crafts) aufwarten kann. Ab Mittag geht es dann in den Mudumu Nationalpark, den wir ab dem ersten Moment als nicht so schön empfinden oder uns einfach nicht so wohlfühlen. Landschaftlich verlaufen die Strecken - die auf der uns ausgehändigten Karte nur schwer nachzuvollziehen sind - durch sehr trockenes Gras und nur wenig am Ufer des Kwando. Die Elefantenherden wirken noch deutlich ungehaltener über unser Eindringen in ihr Territorium. Immer wieder müssen wir uns zurückziehen oder uns andere Wege suchen. Dafür sind die Straßen gut zu befahren, bis… ja bis sie plötzlich alles andere als gut zu befahren sind.

Mitten im Park treffen wir auf ein Fahrzeug, von dessen Insassen wir gefragt werden, ob uns ein im Sand steckendes Auto begegnet ist. Wir verneinen, nur um 20 Minuten später eben jenes Fahrzeug - durchaus weniger tiefsandtauglich als unseres -direkt vor uns liegen zu sehen. Das junge deutsche Paar wartet schon seit zwei Stunden darauf gefunden zu werden und sind froh uns zu sehen. Wir versuchen zwar mit unseren Sandblechen, Schaufel und Winde sie rauszubekommen , es gelingt uns aber nicht. Da es ihnen in der Hitze aber zunehmend schlechter geht, entscheiden wir deren Auto einfach im Sand stehen zu lassen, verfrachten sie in unseren Campbereich des Autos und fahren sie zu einer sicheren Stelle im Park, wo noch andere Menschen sind und sie sich erholen können. Dort trifft das Paar letztlich auch auf die Rettung in Person der Besitzer ihrer Unterkunft. Am Abend bekommen wir dann auch von den beiden die Rückmeldung dass alles gut ausgegangen ist.

Wir sind von der Situation aber auch insgesamt sehr angespannt und verlassen den Park dann schnellstmöglich, nur um 20km weiter wieder in Richtung unseres Camps am nächsten Nationalpark entgegengesetzt zur Zivilisation abzubiegen. Wir richten uns auf Campsite 1 des Livingstone’s Camp ein und freuen uns auf eine ruhige Nacht. Die allerdings nicht besonders ruhig wird…Bereits in den letzten Nächten wurden die Tiergeräusche mehr und lauter. Doch entweder handelte es sich um gesicherte Camps oder es waren Nachtwachen dort, oder wir waren von vielen anderen Übernachtungsgästen umgeben. Nun in dieser Nacht sind wir allein, und eben doch nicht allein. Um 3 Uhr macht sich ein Elefant – so interpretieren wir die Geräusche und die Spuren am nächsten Morgen – in 20-30m Entfernung ans Nachtmahl. Einerseits war das schon ziemlich beeindruckend für uns, andererseits ist das erst der Anfang, im Vergleich zu dem was in Botswana noch auf uns zukommen wird.

Die Erlebnisse dieses Tages - mit vielen O-Tönen - könnt ihr hier nachverfolgen:
https://youtu.be/2g0amdUVlaA?si=g5Y0GgNwXoWXdGC-
Themenstarter68 Beiträge · seit 202327. Mai 2024 · #35
17.09.2023 - Chobe River Lodge

Nach den Erlebnissen der letzten Tage geht es heute deutlich ruhiger voran. Bereits um 13 Uhr erreichen wir die Chobe River Lodge, wo wir den Nachmittag am Pool und im klimatisierten Zelthaus verbringen. Da größere Gruppen vor Ort sind gerät die Organisation des Buffet-Abendessens ziemlich chaotisch. Insgesamt heißt das Motto: Kraft tanken, für das was da noch kommt. Der Chobe bildet die Grenze zwischen Namibia und Botswana und eine gleichzeitig sehr schön aber dennoch hinsichtlich Tiersichtungen heute unspektakuläre Kulisse (nur einige Antilopen, Zebras, Elefanten sehr weit in der ferne und einige Krokodile) für den Abend und die erstmal letzte Nacht in Namibia.

18.09.2023 Chobe River Lodge - Kasane - Muchenje

Um 10 Uhr stehen wir am Ausreisecheckpoint Ngoma und verlassen 44 Minuten später den gleichnamigen Einreisecheckpoint auf botswanischer Seite. Die Prozedur ist zwar nicht ganz logisch nachvollziehbar, doch wir werden gut durch das System aus verschiedenen Häuschen, Stempeln und Ablaufschritten geleitet. Kuriosen Höhepunkt bildet das desinfizieren aller mitgebrachten Schuh(sohlen) auf einer dafür vorgesehenen Matte. Kurios insbesondere deshalb weil niemand in irgendeiner Form kontrolliert ob jeder nun alle Schuhe desinfiziert hat die er dabei hatte usw.

Kaum in Botswana angekommen, wird uns die Wildtierdichte vor Augen geführt in dem Giraffen, Elefanten und Kudus die 50km lange Hauptstraße zwischen Grenze und Hauptort Kasane queren. In Kasane selbst, einer Stadt die wir in den nächsten Tagen immer wieder besuchen werden, machen wir einen Großeinkauf, besorgen uns SIM-Karten (Orange) und heben Pula ab, die botswanische Währung ist sehr schwierig außerhalb des Landes zu bekommen. Wir können den SPAR Markt sehr zum einkaufen empfehlen.

Am Nachmittag fahren wir die 50km wieder zurück zur Grenze, denn unsere Campsite Muchenje, die wir für ganze drei Nächte nun belegen, liegt nahezu gegenüber der Chobe River Lodge, nur eben auf botswanischer Seite, und ist damit insbesondere der optimale Ausgangspunkt für Touren in den Chobe Nationalpark.

Erlebe mit uns diese beiden Tage:
https://youtu.be/yevIHudJVJE?si=ZD7V_WL8U9EafjNi
Themenstarter68 Beiträge · seit 202309. Juni 2024 · #36
19.09.2023 - Chobe Riverfront

Nach einem holprigen Start in unsere Tour an der Chobe Riverfront sieht es lange Zeit bei unserem Game Drive danach aus, dass wir in der Region mit der größten Elefantendichte keine Elefanten sehen. Die ersten Stunden dominieren riesige Zebraherden und Gruppen von unterschiedlichen Antilopenarten das Bild. Erst gegen Mittag sehen wir den ersten und dann immer mehr und mehr Elefanten. Selbst bei unserer bisher größten Hippo-Sichtung außerhalb des Wassers schleichen sie sich in den Hintergrund. Nach 6 Stunden geht unser bisher längster Game Drive zu Ende, und wir fahren zurück zur Campsite.
Du willst unsere Sichtungen auch erleben - hier geht es zum Video:

Bei YouTube ansehen ↗



In diesem Video geben wir dir Einblicke zu unserer Erfahrung mit den Moskitos vor Ort. Auch geben wir Hinweise wie wir mit dem Schutz vor Malaria umgegangen sind. Dies sind unsere persönlichen Abwägungen, jeder sollte sich diesbezüglich mit seinem Hausarzt besprechen und individuell eine Entscheidung zum Thema Malariaprophylaxe treffen.

20.09.2023 - Muchenje Camp / Kasane

Ausruhen und Organisation steht auf dem Programm. Während wir die Affen rund um unsere Campsite beobachten, die wiederum uns beobachten um den einen Moment zu erwischen in dem wir Lebensmittel aus den Augen lassen, damit sie sie klauen können, frühstücken wir ganz entspannt.

Anschließend geht es zum zweiten Mal nach Kasane. Das bedeutet viel Schriftverkehr. Schon in Namibia bei der Einfahrt in Schutzgebiete oder an Regionalgrenzen, aber noch viel mehr in Botswana, beim Transit durch den Nationalpark oder an anderen Kontrollpunkten müssen sich alle handschriftlich in Protokollbücher eintragen. Bei aller Gründlichkeit wirkt es dennoch meist sehr willkürlich, denn es werden je nach Buchproduktion auch unterschiedliche Angaben verlangt: Name, Initialen, Autokennzeichen, Automarke, Ort von dem man kommt, Ort zu dem man fährt, Personenanzahl im Fahrzeug, Grund der Fahrt, Datum und Uhrzeit, Kilometerstand, Heimatadresse, Unterkunftsadresse, Unterschrift. Teilweise stapeln sich in den Büros dutzende Bücher auf einem Haufen, was damit passiert? Man weiß es nicht, und auch die Beamten vor Ort wissen es auf Nachfrage nicht.

Ansonsten steht heute Aufräumen, Wäsche waschen, Routenplanung an. Dazu erklärt uns der Manager des Muchenje Camps noch vieles zu den Fahrbedingungen und besten Strecken für das Abenteuer der nächsten Tage.
Themenstarter68 Beiträge · seit 202315. Juni 2024 · #37
21.09.2023 Muchenje - Savuti

Nun geht es für 5 Tage ins Okavango-Delta. Es erwarten uns tiefe Sandpisten, Wasserdurchfahrten, viele viele Tiere. Und all das weit weg von der Zivilisation. Also ohne Einkaufsmöglichkeiten, Tankstellen, und vermutlich ohne Handynetz / Internetempfang. Die letzte Tankmöglichkeit direkt am Muchenje Camp nutzen wir, bevor es durch Kachikau zur Sandpiste geht.

Bereits an Stelle an der die Asphalt zur Sandstraße wird, wird es scheinbar brenzlig. Drei andere Fahrzeuge warten hier, denn 300 Meter weiter in die Savanne hinein steckt bereits ein Auto im Sand fest. Nach 20 Minuten ist es befreit und alle können sich auf den Weg machen. Und so meistern wir die ersten - wohl schwierigsten - Kilometer durch tiefen Sand. Insgesamt weitaus weniger schwierig als befürchtet erweisen sich die 100 Kilometer Sand-Autobahn (dreispurig) über das Ghoha-Gate nach Savuti in gut 3 Stunden. Erst kurz vor dem Camp sehen wir erste größere Wildtiere.

Am Camp angekommen stellen wir fest: Alles ganz schön trocken. Nur zwei von etwa 50 Wasserlöchern führen Wasser und wir stellen auch bei unseren Game Drives am Nachmittag und nächsten Vormittag fest: Viele Tiere leben aktuell nicht in dieser unwirtlichen Umgebung. Zwei ganz besondere Tierbegegnungen haben wir dennoch. Ein Rudel Wild Dogs hat es sich unter einem Busch gemütlich gemacht, diese sind sehr sehr selten zu beobachten und jede Beobachtung soll auch mit Koordination und Fotos zur Zuordnung der Tiere gemeldet werden, um den Bestand zu prüfen.

Auch die Nacht im ersten Camp - das wir insgesamt sehr schön finden - mitten in der Wildnis, eben unter anderem von Löwen umgeben, ist recht unspektakulär. Dennoch hören wir immer wieder nachts sehr laut Elefanten in der Ferne.

22.09.2023 Savuti - Khwai

Daraufhin machen wir uns an Tag 22 auf den Weg Savuti und damit den Chobe Nationalpark zu verlassen. Vorher machen wir aber noch auf einem morgendlichen Game Drive einzigartige Tiersichtungen: Elefantenherden und auch ein großes Rudel Löwen von ca. 12 Tieren entdecken wir! Immerhin ist Savuti DIE Löwenregion Botswanas.

Die anschließende Wahl zwischen Sandridge Road und Marsh Road fällt auf Grund unzähliger Empfehlungen wegen der befahrbareren Strecke auf letztere. Nach den 3 Stunden für 50km bis zum Mababe Gate müssen wir uns doch fragen, wie die andere Wahl noch schlechter hätte sein können. Wir werden ordentlich durchgeschüttelt und auch das Auto bekommt ein paar kleine Macken ab. Nun geht es in die Khwai-Concession, kurz vor dem Moremi Nationalpark. Am Abend kommen wir an unserer Campsite am Mbudi River an, mit perfektem Blick auf die badenden Elefanten.

Entdecke zwei aufregende Tage in unserem bisher längsten Video:
https://youtu.be/dB3YcvMKlgU?si=2e6UxxVhQHteSM35
768 Beiträge · seit 201716. Juni 2024 · #38
Eure Filme machen so viel Freude! Ich habe das Gefühl richtig dabei zu sein.
Herzlichen Dank und liebe Grüsse Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
Themenstarter68 Beiträge · seit 202322. Juni 2024 · #39
23.09.2023 - Khwai

Nach vielen Überlegungen haben wir uns lange im Vorfeld der Reise für das Mbudi Camp als einen wichtigen Spot für unseren Trip durch Botswana entschieden. Wie ihr im Video seht, gibt es sehr viele gute Gründe für Mbudi, aber durchaus auch manche Aspekte, die wir nicht so schön fanden. Das Mbudi Camp ist sicherlich das landschaftlich schönste Camp unserer Reise. Gleichzeitig ist es aber sicherlich das herausforderndste was die Bedingungen und Infrastruktur angeht. Viele Gefahren durch Tiere, dementsprechend striktes Verbot den Stellplatz zu verlassen, Toiletten und Duschen Recht weit entfernt nur per Auto zu erreichen, diese dann wiederum wenig hygienisch und voller Moskitos.

Entscheidend für uns war aber letztlich die Möglichkeit direkt vom Stellplatz aus die Mokoro-Tour zu unternehmen. Diese war ein einmaliges Erlebnis. Die Game Drives am Mbudi River und Khwai-River sind sehr schön. Zumindest ein wenig grün direkt am Fluss prägt die Landschaft. Besondere, bisher nicht gesehene Tierbegegnungen haben wir aber nicht mehr, wir sehen viele Elefanten und Hippos. Eine neue Erfahrung ist die Mokorofahrt die wir unternehmen, es handelt sich dabei um ein Einbaumboot in dem wir gemeinsam mit einem Steuermann mit hintereinander sitzen, ja fast liegen. So kommen wir auf eine Froschperspektive und sind auf Augenhöhe mit einem Krokodil, einer Gruppe Hippos, vielen Vögeln und Fröschen. Eine coole Erfahrung.

Kommt mit uns auf Mokoro-Tour:
https://youtu.be/6EoNXMXiKUg?si=VQoP0tMGfGeUBhgh
Themenstarter68 Beiträge · seit 202330. Juni 2024 · #40
23.09.2023 - Khwai

Nach der Mokoro-Tour geht es für uns auf Game Drive in der Khwai-Region. Zwischen dem Dorf Khwai, dem Airstrip, den Flußläufen und Campsites gibt es viel zu entdecken und erleben. Viele Tiersicherungen, Wasserdurchfahrten, verschlungene Pfade warten auf uns.

Am zweiten Abend am Mbudi Camp sind wir zunächst fast enttäuscht wie wenige Elefanten sich blicken lassen, da wird unser Zeitplan zwischen Abendessen und zu Bett gehen harsch abgekürzt. 12 Elefanten laufen bedächtig auf unsere Campsite zu und haben offensichtlich nicht den Bedarf vorher stehen zu bleiben. Wir packen alle Lebensmittel schnell zusammen und gehen ins hektisch aufgebaute Dachzelt um von oben die beste und gleichzeitig gesicherte Sicht auf das Schauspiel zu haben was sich uns nun bietet. Wir werden für einen Moment Teil der Herde. Bis auf 3 Meter nähern sich die Elefanten dem Fahrzeug. Schauen uns genau an, gehen herum, reiben sich am Baum daneben, bis sie nach 20 Minuten beschließen weiterzuziehen. Spannend und wunderschön!

Erlebe mit uns unsere bisher intensivste Elefantenbegegnung:
https://youtu.be/P-KFSvV3J7g?si=E_1HrCMb9RLxwTtR