Die angeforderte Hilfe aus Sesfontein trifft ein. Wobei wir eine andere Vorstellung vom “Pannendienst” hatten: Es kommt ein Mann in einem Pick-up mit recht abgefahrenen Reifen, und wie sich später herausstellt ohne Abschleppseil und ohne Hi-Lift Jack. In Puros organisiert er erst mal ein paar Männer und Schaufeln, dann geht es los zu unserem Wagen. Im Hoarusib stoßen wir zunächst auf einen weiteren im Schlamm feststeckenden Miewagen. Vier Spanier(?) schaufeln schon eine längere Zeit, ohne Erfolg. Wir versprechen ihnen bei unserer Rückkehr Hilfe. Weiter zu unserem Auto, das noch genauso aussieht wie wir es verlassen hatten (schon mal gut). Dann machen sich die vier Jungs an die Arbeit, und versuchen unseren Wagen durch Schaufeln freizulegen.
Plötzlich nähert sich ein Elefant. Wir sollen alle vorsichtshalber ein kleines Stückchen die Felsen hochklettern. Der Elefant biegt aber recht schnell in das grüne Gesträuch ab und verschwindet.
Mittags fahren wir nochmal mit unserem Guide nach Puros zur Okahirongo Elephant Lodge,um den Wagenheber etc auszuleihen (war am Vortag noch nicht mitgenommen worden) Der geliehene Hi-Lift Jack erwies sich schließlich als Schlüssel zum Erfolg: damit kommt endlich der Wagen frei! Großer Jubel. Ein paar hundert Meter weiter wird dann das Fahrzeug der Spanier befreit. Fraglich, ob sie es alleine geschafft hätten.
Abends beim Lagerfeuer können wir dann endlich wieder richtig entspannen. Auch wenn wir am heutigen Tag nicht wie gedacht weiter nach Norden ins Kaokoveld fahren konnten: das Auto ist gerettet und der Urlaub kann (fast) wie geplant weiter gehen.
Im Osten gibt es wieder sehr starkes Wetterleuchten.
Teil 2213. Feb. 2024
(Fortsetzung 5.Tag Wild Camping))
Wir frühstücken gemütlich, bauen die Zelte ab, packen alles zusammen. Inzwischen ist der Wasserstand soweit gesunken, dass wir den Hoarusib problemlos furten können . Eigentlich wäre für heute “Little Serengeti” geplant gewesen. Aber die Strecke dorthin soll wohl auch etwas problematisch sein und so schlecht ausgerüstet möchten wir es nicht riskieren, nochmal liegen zu bleiben. Stattdessen fahren wir über die D3707 und die beeindruckenden Giribes Plains zur Campsite am Ongongo Wasserfall bei Sesfontein. Hier kann man in einem natürlichen Felsbecken mit Wasserfall schwimmen. Nett, aber hat uns nicht so richtig begeistern können. Nochmal “wild campen” hätte uns besser gefallen.
Giribes Plains
Giribes Plains
Naturpool Ongongo Campsite
Abends dunkle Gewitterwolken, aber es bleibt trocken.
Morgens nach dem Frühstück fahren wir noch gemeinsam bis Palmwag, dann verabschieden wir uns von unserem Guide, der zurück nach Swakop fährt, während wir Richtung Galton Gate wollen.
Teil 2314. Feb. 2024
30.3. Etosha: Dolomite Camp
Über den Grootbergpass zum Etosha
Wenn man das jetzt noch aussprechen könnte 😮 😕 😄
Um 15Uhr erreichen wir das Galton Gate. Auf dem Weg zum Dolomite Camp an den Wasserlöchern Renostervlei und Rateldraf vor allem Giraffen.
Steenbok
Dolomite Camp: tolle Lage, mit wunderbarer Aussicht. Auch unser Chalet gefällt uns sehr gut. Außerdem gibt es einen sehr schönen Loungebereich und wunderschönen Pool, Nicht so toll sind Abendessen und vor allem das Frühstück ist eher dürftig. Eine Nacht hier ist schön, reicht dann aber auch - es sei denn, man kommt wegen des Pools... 😉
Teil 2414. Feb. 2024
31.3. Etosha: Okaukuejo Camp
Auf dem Weg nach Okaukuejo Giraffen, Zebras und Elefanten, einzeln und in kleinen Gruppen.
Greater Kestrel / Steppenfalke (?)
bei Nomab
Nähe Olifantsrus
Southern Pale Chanting Goshawk
Steenbok
Blackshouldered Kite
Lilac-breasted Roller Gabelracke
Kori Bustard - Riesentrappe
Am Wasserloch Ozonjuitjs m´Bari, an dem wir 2020 so tolle Sichtungen hatten, ist diesmal nichts los - um die Mittagszeit auch nicht so verwunderlich. Auch der Abstecher in den Geisterwald lohnt diesmal nicht. Dafür Giraffen und Zebras bei Okondeka am Rande der Pfanne.
Okondeka
Dann checken wir erstmal ein im Okaukuejo Waterhole Chalet: Für uns okay, sie sind zweckmässig, und optisch ansprechend gestaltet. Nicht besonders fancy, aber dafür mit AC, Kühlschrank und Wasserkocher. Abendessen und Frühstück sind besser als im Dolomite Camp. Unser Frühstückspack für unterwegs dürfen wir vom Buffet selber zusammenstellen und „eintuppern“, dazu Kaffee abfüllen. Optimal! -
Nachdem wir unser Chalet bezogen haben, geht es nach einer kleinen Pause nochmal bis Olifantsbad, aber keine Elis in Sicht. Kurz vor Toreschluss noch zum Nebrownii Waterhole, wo wir letztes Mal morgens und spätnachmittags Löwen und Hyänen sichteten, aber diesmal kein Glück.
Guinea Fowls - ich liebe sie!
Gemsbokvlakte
Abends zum Okaukuejo Waterhole:
Teil 2515. Feb. 2024
1.4.. Etosha: Onkoshi Camp Von Okaukuejo nach Onkoshi. Die "Hauptstrasse“ ist meist gut befahrbar, nur ab und zu Wellblech, die Abstecher und Nebenstrecken aber oft in sehr schlechtem Zustand, mit großen Löchern. Mit normalen Pkw kaum zu befahren. Wir sehen heute u.a. Giraffen, Impalas, Oryxe, Gnus, Springböcke und Zebras, letzter manchmal in riesigen Herden, und natürlich allerlei Vögel. Sensationelle Fotos sind nicht entstanden, aber ein paar möchte ich doch hier zeigen (ich habe versucht, mich zu beschränken 😣 😗 )
Catophractes alexandri - trumpet thorn
Flamingos in der Verbindung zur Fischer´s Pan
Lilac Breasted Roller
Shaft-tailed Whydah - Vidua regia
Swallowtailed Bee-eater
Steenbok
Das letzte Stück von der „Hauptstrasse“ bis zum Camp sind es ruppige 25km Weg, wir sind gut eine Stunde unterwegs .
Onkoshi Camp: die Chalets sind sehr geräumig und nett gemacht aber stehen relativ eng nebeneinander (so dass ein dauertelefonierender Nachbar schon etwas nerven kann...). Die Deckenventilatoren funktionieren nicht (laut Personal in allen Hütten!), es gibt aber Standventilatoren. Moskitonetz geflickt aber mit neuem Loch. Hier gibt es auch Mücken, aber kein Doom und keine Mückenrepellentien - im Gegensatz zu allen anderen Camps bisher. Das Personal ist freundlich aber nicht besonders motiviert. Abendessen und Frühstück okay, mehr nicht. Nochmal würde ich hier nicht übernachten (zu abgelegen - aber das wussten wir schon vorher). Für diese Reise war es so geplant und ich hätte es sehr bedauert, dieses Camp nicht ausprobiert zu haben. Die Lage ist schon was besonderes!
Teil 2617. Feb. 2024
2.4. Halali Camp
Von Onkoshi zum Halali Camp
bei Sonnenaufgang Oryxe auf der Pfanne
Die beiden klopften mit Ausdauer auf dem Autodach herum, hinterliessen aber keine Spuren
Singhabichte waren sehr viel zu sehen
Black-winged Stilt / Stelzenläufer
Habicht mit Beute
Red Hartebeest - Kuhantilope
Lappet faced Vulture / Ohrengeier
Impalas mit flauschigen, erhobenen Schwänzchen - zuvor noch nie gesehen. Imponiergehabe?
Halali Bush Chalet: Unser Häuschen war relativ geräumig, mit Terrasse und Grill, Kitchenette, Sofa und schönen Fotos an der Wand, die gesamte Anlage wirkte aber recht trostlos. Das Abendessen (Buffet) und Frühstück war schlecht und das Personal im Restaurantbereich lustlos und desinteressiert. Für uns die schlechteste Unterkunft unserer beiden Reisen. Das Moringa Waterhole ist jedoch sehr nett angelegt.
Teil 2719. Feb. 2024
3.4. Etosha Safari Lodge
Letzter Tag im Etosha, zum Abschluss nochmal reichlich Elefanten
Am Wasserloch Goas eine riesige Herde Zebras, dies ist nur ein kleiner Ausschnitt
African Grey Hornbill / Grautoko
Guten Appetit!
die einzige Hyäne, die wir diesmal (ganz kurz) sahen!
Stau vor Olifantsbad
leider verdeckten die großen Elefanten das lustige Rumgeplatsche der Jungtiere. Es war jedenfalls ordentlich was los im Wasser
Abdimstörche
Ein letzter Blick auf´s Waterhole von Okaukuejo und dann raus durchs Andersson Gate.
Etosha Safari Lodge: welche Wohltat nach den NWR Camps! Mir gefällt das Design in den Häuschen ausgesprochen gut, und es gibt einen schönen Loungebereich/Restaurant mit riesiger Terrasse, und wahnsinnig tollem Ausblick. Es ist natürlich eine riesige Lodge, und ich weiß nicht, wie es ist, wenn sie vollbelegt ist, aber uns hat es wieder sehr gefallen. Obwohl u.a. 2 große Reisegruppen anwesend waren, gab es viel Platz und kein Gedränge. Sehr gutes Buffet am Abend und zum Frühstück. Tolle(r) Pool(s) (– es gibt mind. zwei). Sehr freundliches Personal. Wir waren schon um 16 Uhr da, so dass wir noch genug Zeit hatten, den großen Pool mit dem tollen Weitblick zu genießen.
hier zum Vergleich im November!
Teil 2820. Feb. 2024
4. -6.4. Vingerklip Lodge:
Über C38, 39 und dann D2752 recht ereignislos zur Vingerklip Lodge
Diese ist sehr schön angelegt und mit Kakteen und Sukkulenten clever bepflanzt, die ganze Anlage gefällt uns sehr gut! Es gibt zwei Pools, viele Aufenthaltsmöglichkeiten, gutes Essen - nur der Kaffee war sehr dünn. Der Höhepunkt (auch im wahrsten Sinne des Wortes 🙂 ) war das Abendessen im Eagles Nest. Leider nur diesmal wegen Wolken kein toller Sonnenuntergang. Hier reicht auch eine Nacht, wenn man mit den Ü haushalten muß. Wir waren zwei Nächte da, und gegen Ende der Reise haben wir auch gerne einfach nur am Pool relaxt. Zum Wandern war es viel zu heiß, schon auf unserer kleinen Tour vor dem Frühstück zum Vingerklip-Felsen wurde uns zu warm. Sehr schön als Zwischenübernachtung auf der Strecke.
hinauf zum Eagle´s Nest
Eagle´s Nest
Auch der Koch eine gute Aussicht!
Blick vom Fuße des Vingerklip zur Lodge
Bar
der andere Pool
"Ingrids Blick", sehr schön luftig gebaut!
Teil 2922. Feb. 2024
6. - 8.4. Ameib Ranch
Zunächst wieder über die D2319, aber diesmal sind keine Wüsten-Elefanten im Ugab zu sehen. Landschaftlich trotzdem schön. Dann wieder eine Kaffeepause im Cactus and Coffee Teagarden bei Uis.
zuerst ist noch alles grün
Tal des Ugab
Blick zurück zum Ugab
Hoodia gordonii
Erongo in etwas düsterer Stimmung
Wir erreichen die Ameib Ranch Einfache, nette Häuschen, nur der Badbereich könnte eine Renovierung vertragen! Sehr gutes Abendessen in Buffetform, und hervorragendes Frühstück! Nur schade, dass der Außenbereich der Gästehäuser, wie auch der kleine Poolbereich wenig Aufenthaltsqualität bietet. Auch die Gastgeber sind nicht besonders kommunikativ 😕 Die Attraktionen Bull´s Party, Elephant´s Head, Phillip’s Cave etc in spektakuärer Landschaft sind in wenigen Minuten mit dem Auto oder auch in ca 45´zu Fuß zu erreichen. Super am am frühen Morgen oder späten Abend!
Butter Tree, Ameib
Dik-dik
(es war schon dämmerig)
soweit der erste Spätnachmittag. Mehr Fotos folgen demnächst... 😊 😣 😗
Teil 3024. Feb. 2024
Am nächsten Tag ging´s wieder zu Bull´s Party und Co. Eigentlich hatten wir gehofft, dass es gegen Ende des Urlaubs vielleicht schon etwas kühler werden würde, und Wanderungen im Erongo möglich wären, aber es war uns wieder viel zu warm und so beschränkten wir uns auf den frühen Vormittag und den Spätnachmittag für sehr kleine Runden.
Am nächsten Morgen wieder zu Fuß unterwegs im "Tal der Riesen". Begegnung mit sehr schnell flüchtenden Dik-diks und einer Giraffe!
Southern white crowned shrike ?
Teil 3124. Feb. 2024
8. - 9. 4.Otjisazu Guestfarm
Letzte Unterkunft der Reise, eine Empfehlung von C&T. Unser Zimmer und Bad waren ganz okay. Leider war das Wetter sehr trüb und es regnete sogar, was mich aber nicht davon abhielt, den großen, schönen Pool zu nutzen. Pool und Barbereich sehr schön angelegt. Abendessen und Frühstück ganz okay.
Sehr positiv fanden wir die Zugewandtheit des Host Andreas, der sich für eine längere Unterhaltung Zeit nahm, und dessen Ansichten zu Namibia wir sehr interessant fanden. Wir hatten das Pech, dass wegen des Wetters keine Sundowner/Game-Fahrt stattfand. (vielleicht aber auch, weil das Guesthouse überwiegend von einer Hochzeitsgesellschaft belegt war?)
Am nächsten Morgen fuhren wir nach Windhoek, gaben das Auto ab und liessen uns zum „The Stellenbosch Wine Bar and Bistro” fahren. Dies war eines der wenigen Restaurants, das am Ostersonntag geöffnet war.
Hier haben wir sehr gemächlich über 4h hinweg sehr lecker gegessen und getrunken und die Zeit bis zum Abflug sehr angenehm verbracht. Es gibt einige nette Curio Shops, jetzt am Ostersonntag waren aber leider fast alle geschlossen. Wir wurden dann wie verabredet pünklich von einem Namibia Car Rental Mitarbeiter abgeholt und zum Flughafen gebracht.
Rückflug in´s noch immer kalte und ungrüne NRW. Bye-bye Namibia!