Reisebericht

Bot und Nam - Einsamkeit und Massenauftrieb

von MarcS · begonnen 30. Okt. 2023 · 28 Teile

Teil 2112. Nov. 2023
5.9. Die Marshroute ist ganz gut, bis auf die letzten 30 Km. Die sind wieder ein Test für Mensch und Material.

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Dafür ist Khwai wieder die Entschädigung für alles. Zwar werden die Plätze immer mehr, aber insgesamt immer noch einer unsere Favouriten. Es gibt eine ganze Reihe neuer großer Plätze entlang des Flusses, ohne Infrastruktur, aber mit tollem Blick. Wir bekommen einen Platz ziemlich in der Mitte, Old 4, nicht weit von einem Duschhäuschen und den Staff Zelten.

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Der Gamedrive geht kreuz und quer und hat viele tolle Ausblicke. Die Wasserdurchfahrt sollen wir absolut vermeiden, auch wenn sie verlockend und machbar aussieht. Aber man kann den Flußarm auch umfahren.

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Was passiert wenn man es trotzdem probiert kann man an einem ertrunkenen 4x4 sehen, der im Camp steht. Fast neu und schon hin. Am Abend grasen sich drei riesige alte Elefantenbullen durch das Camp. Ein toller Anblick aus der Dusche.

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Abends ist es ziemlich ruhig, bis auf ein paar Feiermeier. Zum Glück gibt es Nachts noch Löwen und Hyänen.
Teil 2215. Nov. 2023
6.9. Bei der Frühstücksvorbereitung fällt Sandra eine Bewegung auf. Nur ein paar Meter weg steht ein Wildhund.

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Er läuft ein bißchen hin und her und dann taucht noch ein zweiter auf. Sie haben direkt am Staffcamp ein Impala gerissen. Ein oder zwei andere Autos kommen später noch, aber sonst sind wir allein und können sie genießen. Frühstück mit Wildhund, der Tag fängt gut an.

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Später machen wir noch einen Gamedrive um die Lagune. Immer wieder schön hier.

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Mittags fahren wir die Stunde nach Kazikiini, unser Tagesziel.

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Teil 2315. Nov. 2023
Dort sind wir allein und als Stammgäste bekommen wir sogar einen Rabatt auf den schon stattlichen Überachtungspreis. Hier haben die Ellis einen großen Teil der Vegetation zerstört und belagern zu dutzenden das Wasserloch. Im Schatten eines Busches, den sie wohl nicht mögen machen wir Brotzeit und beobachten sie.

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Eine Herden mit Kälbern frißt sich langsam in unsere Richtung. Wir bauen darauf, dass sie ihre Richtung ändern aber falsch gedacht. Sie kommen immer näher. Vielleicht haben sie uns nicht bemerkt. Also klappern wir mit Tellern und Besteck rum, damit sie sich nicht erschrecken. Aber selbst Musik beeindruckt sie nicht. Normalerweise ändern sie ja leicht die Richtung und ziehen ein paar Meter weiter vorbei. Aber nicht hier.

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Sie sind zwar total friedlich, aber ich möchte nicht mit einem Mal mitten in der Herde sein und ein Kalb erschreckt sich dann, Also nutzen wir die letzte Chance und ziehen uns zum Auto zurück.

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Sie ziehen weiter, halten sich aber in der Nähe auf. Etwas später stehe ich nackt im Duschhaus und will auch noch Wäsche waschen. In dem Moment, in dem ich mit dem Wasser plansche wird mir klar, dass das nicht gut war. Sofort stellt eine Mutter die Ohren auf und kommt mit Kalb erwartungsvoll auf mich zu. Ich versuche ihr zu erklären, dass die Dusche nur für Menschen ist, aber sie hegt weiter Hoffnung. Das Reden verlangsamt ihren Vortrieb, aber so richtig klappt es nicht. Als sie in Rüsseldistanz ( ihrer, nicht meiner ) ist, hebe ich die Hand und sage STOP! Lustigerweise läßt sie enttäuscht alles hängen und trollt sich wie ein Kind im Kaufhaus. Nur ein kleiner Bulle versucht noch etwas Wasser zu bekommen als ich unter der Dusche stehe. Aber ertappt, läuft er trötend davon. Das war sehr nah, aber überhaupt nicht bedrohlich. Fotos gibt es keine, ich nehme keine Kamera für Mabua Selfies mit.
Am Nachmittag machen wir noch einen GD zum Southgate mit vielen Elefanten und anderem Wild.

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Auf der Straße seht auch ein schwerbeladener Landcruiser, ein Support Fahrzeug für einen Forscher. Das Mitteldifferential ist hin und sie wissen noch nicht, was sie machen sollen.
Auf der Rückfahrt stehen sie noch immer da. Eine Besichtigung zeigt, dass wir ihnen mit ein paar Ersatzteilen und Schrauben soweit helfen können, dass sie es auch bis Kazikini schaffen. Sie freuen sich sichtlich, dass wir ihnen helfen und unter dem Auto rumkrabbeln.

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Nach der Reparatur eine herzliche Verabschiedung und sie fahren los wie auf der Autobahn. Die Quittung kommt ein paar Kilometer später, da fliegt alles auseinander. Aber Tim hat die rettende Idee, die Vorderachse sperren und nur mit Frontantrieb fahren. Das klappt uns so kommen wir im Dunkeln doch noch heim. In der Nacht bekommen wir Besuch von einem Honigdachs und natürlich Elefanten.
Teil 2419. Nov. 2023
7.9. Es hilft nichts, wir müssen weiter. Also via Maun und leckerem Frühstück bei Hilary Richtung Boteti. Wir fahren dieses Mal nicht zum River Camp sondern zum Camelthorn Camp. Sehr nett, große Plätze, neu, gut gepflegt.

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Wir sind allein, ums so schöner. Wenn es voll belegt ist, fehlt sicher der Absand und die Privatphäre. Der Campmanager bringt ist super nett und bringt später noch einen Imbiss. Wie Quarkbällchen, nur größer und sehr lecker.

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Am Abend kommen noch die Besitzer vorbei, Vom Campzaun schaut man direkt zum Hippopool.

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Eigenartigerweise füttert der angrenzende Lodgebesitzer die Hippos mit Heu. Wir backen das letzte Brot, das haben wir jetzt gut im Gefühl.

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Man hört außer Sicht viele Zebras und später auch einen Löwen.
Teil 2519. Nov. 2023
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8.9. Das war wirklich nett hier und es gibt einen Shortcut zum Fährübergang.

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Das Flußbett ist trocken, so sind wir schnell im Park.

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Es gibt unzählige Zebras und nach ausgiebiger Betrachtung fahren wir nach Osten.

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Wir wollen durch den Park und nach Elefant Sands. Die 30 Kilometer Busch sind wie immer langweilig aber danach ist die Weite und Einsamkeit wieder überwältigend.
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Augen auf beim Austreten..

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Orientierung leicht gemacht

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Kurz vor dem Gate gibt es wieder ein Wasserloch, natürlich mit Elefanten

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Teil 2619. Nov. 2023
Am Gate sehen wir, dass im Schnitt jeden Tag ein Auto ein oder -ausfährt. Weiter über die Schlaglochpiste nach Osten. Elefant Sands ist nicht voll und wir bekommen noch einen Platz in der ersten Reihe.

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Das Wasserloch ist fast ganz trocken und bis in die Nacht rangeln die Bullen um ihren Platz.

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Wir essen im Restaurant, dass ist ganz ok. In der Nacht kommen die Elefanten so dicht am Auto vorbei, dass man das Magengrummeln hören kann.
Teil 2719. Nov. 2023
9.9. Heute Morgen gibt es noch "Hatari" Life: Die Arbeiter sind am Wasserloch und müssen einen kleinen Elefanten vertreiben.
Dazu nutzen sie ihren alten Landy, der aber erst richtig läuft und dann nicht wieder anspringt. Sehr unterhaltsam.

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Weiter geht es in Richtung SA. Mir hat als Zwischenstop Goo Moremi gut gefallen, da fahren wir wieder hin. Aber: Keinen Urlaub ohne Speed Trap, Ich folge einem Botswaner Auto und bin nicht sicher, wie schnell wir dürfen. Plötzlich rennt ein Polizist auf die Strasse und will uns anhalten. Der Bot Fahrer haut ab, aber ich halte natürlich an. Es war wieder 200 Meter vor Ende der 60er Zone, ohne Bebauung und nicht ersichtlich das es innerorts ist. Wie schon beim letzten Mal hilft ein nettes Gespräch und meine Lederhose die Strafe zu reduzieren. Aber 400 Pula mit Quittung müssen es sein. In Franzistown kaufen wir wieder ein bißchen ein und sind um 14.00 Uhr in Goo Moremi.

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Es ist nur ein anderer Platz besetzt. Die Plätze bestehen immer aus mietbaren großen Zelten und Individualflächen mit eigenem Waschhaus. Wir haben den ganzen Nachmittag den Pool für uns.
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Bein nächsten Mal müssen wir mal zu Wasserfall laufen, aber es ist wieder zu heiß.
Das Essen ist auch gut und so geht der letzte Abend in Botsuana zu Ende.
Teil 2819. Nov. 2023
10.9. Wir nehmen auf der Fahrt Richtung Grenze noch einmal eine Mutter und ihr Kind mit. Damit haben wir unsere Beförderungsaufträge wieder erledigt  .
Auch nett für den heimischen Garten

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Mich interessieren die Wartezeiten der LKW Fahrer. Wir fragen bei einem Laster aus ZIM und ich rechne mit Tagen. Aber die beiden netten Fahren meinen, dass sie in drei Stunden durch sind. Das überrascht mich, liegt aber auch an ihrem Agenten, der das Perwork macht, meinen sie. Für uns geht es schneller und um 13.00 Uhr sind wir wieder in der Phantasiewelt von Bela Bela.

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Aber auch hier ändern sich zum Glück die Zeiten: Es gibt mittlerweile viele Schwarze die hier Urlaub machen, dass war vor ein paar Jahren noch die absolute Ausnahme. Wir entstauben uns im warmen Wasser, essen gemütlich im Restaurant und bereiten uns auf den Rückflug vor.
11.9. Von hier sind es nur 1,5 h bis zu Bushlore, darum ist es seit Jahren immer unser letzter Stop. Auch wenn sich die Preise von 10,00 auf 30,00 Euro verdreifacht haben 😄
Wir werden bei Bushlore herzlich von Doctor empfangen, der sich freut uns wieder zu sehen. Die Übergabe ist schnell gemacht.
Pünktlich geht mit der Swiss und , oh Wunder. XL Sitz zurück. Ansonsten ist der Unterschied zwischen Swiss und LH riesig, Freundlich, top Service, viel Beinfreiheit. Da könnte sich der Mutterkonzern eine Scheibe abscheiden. Das Umsteigen in ZRH ist noch einmal spannend, zwei lange Schlangen bei der Einreise legen die Nerven bei einigen bloß. Wir schaffen es als letzte per Expressbus zum Flieger nach MUC . Schon wieder geht eine traumhafte Reise zu Ende.

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