19.08. Die Sommerreise in diesem Jahr wieder in einer neuen Konstellation. Das große Kind möchte nicht mit, also fahren wir zu dritt. Den kleinen (17 ) lockt das Abenteuer und die Aussicht auf das Autofahren. Aber ohne den Bruder kann es auch langweilig weraden. Mal sehen. Der Plan für dieses Mal beinhaltet eine Schleife über KD12, wir wollen noch mal zu Jackies Pan. Dann Pan Hopping durch KD1 Richtung Norden mit Ausfahrt über die Western Woodlands. Die Dotzskys Caves sind neu für uns, aber im Khaudum waren wir vor 15 Jahren schon einmal.. Durch den Caprivi nach Mudumu und Rupara ist auch eine Wiederholung, da haben wir ein paar unserer größeren Abenteuer erlebt. Über Chobe, Savuti nach Khwai, weil es dort immer schön ist. Dann mit zwei Stops wieder nach JNB. Soweit der Plan. Flüge sind mit der LH hin über FRA und zurück über ZRH gebucht. Der XL Sitz ist auch gebucht, bezahlt und bestätigt. Also frohen Mutes zum Vorabend Check In und wie beim letzten Mal: Der XL Sitz ist nicht mehr verfügbar. Lange Rede kurzer Sinn: Die Reservierung des XL Sitzes ist nur ein unverbindlicher Wunsch. Daran halten muß sich die Airline nicht und mit viel Glück bekommt man sein Geld wieder, hat aber trotzdem nur einen normalen Sitz. Im schlechtesten Fall kann man die 100 Euro auch abschreiben. So weit, so endtäuschend. Die LH ist auch so ein Fall von Großkonzern, in dem bei Lieferanten und Kunden gespart wird, damit die Rendite stimmt. Wie auch immer, die Flüge heben pünktlich ab. Leider ist der Flug nach JNB 1,5 h länger weil wegen des Niger Konflikts ein Umweg geflogen werden muß. Immerhin, der Bushlore Fahrer wartet noch und kurz danach nehmen wir einen nagelneuen Hilux in Empfang. Umpacken, einen Grundstock einkaufen und dann geht es um 13.40 Uhr Richtung Zeerust.
Das fühlt sich wieder alles vertraut an, inklusive des Kaffeestops. Gut zu sehen, dass andere Länder auch Sinn für Humor haben wie E Parkplätze ohne E Ladesäulen zeigen.
Frischwaren wollen wir in BOT kaufen, da wir nicht wissen, ob wir derzeit alles einführen dürfen. Außerdem hat eine zweiter geplanter Shopping Stop den Vorteil, dass man die vergessenen Sachen des ersten noch nachkaufen kann. In der Tapologo Logde waren wir schon ein paar Mal, die Fahrzeit von JNB ist noch machbar und es ist nur noch eine Stunde zur Grenze. Die Zimmer und das Essen sind gut und wir können in Ruhe das Auto einräumen und organisieren.
Teil 230. Okt. 2023
21.08. Es ist wie erwartet ziemlich frisch, 5°. Um 6.30 Uhr fahren wir los uns sind um 7.50 Uhr an der Grenze. Eigentlich wollten wir den kleinen verschlafenen Übergang bei Lobatse nehmen, biegen aber zu früh ab und landen in Skilpadshek Border Post. Egal, der ist auch nicht so groß und in 20 Minuten sind wir in Botsuana. An der Grenze gibt es das obligatorische Frühstück.
Wir kaufen noch mal ein und in Sekoma werden Tank und Kanister gefüllt. Um12.00 Uhr sind wir in Kokotsha und fragen uns nach der Permit Stelle für Jackies Pan durch. Das Haus ist mehr oder weniger mitten im Ort, drei Frauen verwalten den Zugang. Aber: Derzeit stellen sie kein Permit aus, da der Jäger bestellt ist und dann keine Touristen dort sein sollen. Das war nicht geplant, wir schauen erst Mal dumm aus der Wäsche. Mangels Alternativen drucksen wir so lange rum, bis wir noch einmal ins Gespräch kommen. Wenn wir tatsächlich nur eine Nacht bleiben wollen, kann sie den Jäger anrufen. Und wenn er noch nicht jagt, dürfen wir eine Nacht bleiben. Das ist sehr nett, allerdings hat sie die Permits zu Hause und nicht im Büro…Also fährt Sandra mit ihr nach Hause, Tim und ich bleiben mit den anderen Frauen am Büro. Wir reden über das Leben im Dorf, wie arm sie sind, wie wenig sie am Tourismus partizipieren und dass sie sich sehr über Kleiderspenden freuen würden. Die haben wir leider nicht, nur ein paar abgelaufene Verbandskästen, Brillen und Kappen. Ein bißchen lassen wir da, es findet bestimmt dankbare Abnehmer. Der Jäger geht war nicht ans Telefon, aber das Permit bekommen wir trotzdem. Nach 1,5 h hin und her sind wir am Einfahrtsgate.
Schon beim letzten Mal fand ich den Zaun mit einem verbeulten Tor eine interessante Einfahrt . Wir rollen Richtung Mabua, biegen nach Osten ab und erreichen ohne besondere Vorkommnisse Jackies Pan. Obwohl viele Flächen verbrannt sind, sehen wir unterwegs Oryx, Dycker und Impalas. Aber je näher wir der Pan kommen, desto weniger ist los.
Es ist absolut still. Der Platz ist toll, einsam und wild, aber es fehlen ein paar Tiere. Man hört noch nicht einmal Vögel oder Gekkos. Nach dem Grillen wird es kühl, dann kalt.
Teil 330. Okt. 2023
22.08. Jetzt ist Urlaub. Wir haben Zeit, wollen ja Pan Hopping betreiben und in Ruhe Tiere beobachten. Wir lassen uns Zeit, Frühstücken in Ruhe und rollen gemütlich nach Hukuntsi. Die Löffelhunde in der Pan verabschieden uns. Unterwegs sehen wir leider : nichts.
Wer mal hinfährt: die beiden Stempen markieren die Einfahrt
Wir überlegen wieder über Zutswa und die Name Pan zu fahren, entscheiden uns dann aber für den unbekannten Norden. In Hukuntsi tanken wir noch einmal und machen uns dann auf Richtung Nqwatle auf der südlichen Route. Allein, den Track gibt es fast nicht mehr. Es ist mittlerweile ein zugewachsener Rinderpfad, der stellenweise kaum zu erkennen ist. Es geht in Schlangenlinien um Bäume und Büsche. Den Spuren nach fährt hier fast niemand mehr.
Erst an der Bohelabatho Pan lichtet es sich. Aber auch hier, keine Tiere.
Kurz nach 15.00 Uhr sind wir im Dorf an der Self Service Station.
Dort haben wir zwei Probleme: Es gibt keine Permits ( kein großes Problem ) ein Plätschern unter dem Auto ( ups) . Es ist Diesel, der irgendwo unter dem Auto rausrinnt. Ich krieche unter das Auto um die Stelle zu suchen und mittels der Spülschüssel versuchen wir so viel wie möglich aufzufangen. Kurz vor dem Ort muß ein überfahrender Busch die Leitung zum Zusatztank abgerissen haben. Zwei Mal Glück: Erstens ist die Schelle noch da und zweitens hat Bushlore im Bordwerkzeug eine Ratsche mit einer 5er Nuß. So bekommen wir nach 5 Litern Verlust die Sache in den Griff.
Teil 401. Nov. 2023
Mittlerweile haben sich auch ein paar Frauen und Kinder eingefunden, die ihren Spaß an mir unter dem Auto haben. Dazu gesellt sich ein alter Mann namens Ocean ( wie Billy Ocean , sagt er ) bietet uns an, den Weg zum Permit Guy zu zeigen. Der ist mit 10-15 anderen Einwohnern in einem Haus mitten im Ort. Das hätten wir nicht gefunden. Das Permit für Masetlegng hat er in seiner gut gefüllten Aktentasche nicht dabei. Also geht Sandra mit ihm mit zu seinem Haus und ich spiele mit dem 12 jährigen Dorftorhüter 11 Meter schießen. Er ist richtig gut und von 15 Schüssen hält er 12. Aber wir haben alle Spaß und so viele Touris werden mit ihm nicht barfuß Fußball spielen.
Die Strasse zur Pan ist etwas versteckt, dafür ist es nachher auf der Pan umso schöner.
Es gibt zahlreiche ausgeschilderte Stellplätze und ein großes, fast fertiges Waschhaus. Wenn das alles fertig ist, ist es vorbei mit der Einsamkeit. Aber heute ist es toll, einsam und: ruhig. Keine Tiere zu hören und zu sehen.
Teil 501. Nov. 2023
24.08. Ich wundere mich über ein paar Tafeln im Busch bis ich merke, dass es die Nummerierung der zukünftigen Stellplätze sind. Wenn das funktioniert sind es ganz schön viele Plätze dicht beieinander. Aber ich hoffe für die Community und zukünftige Touristen, dass es angenommen wird .
Wir fahren wir Richtung Norden aber, es hat unterwegs auch hier keine Tiere.
Dafür ist die Fahrt durch die Western Woodlands der Hammer.
Der direkte Weg zur Ukhwi Pan ist total zugewachsen und nicht befahrbar.
Wir beschließen, dass Pan Hopping zu verkürzen und den gesparten Tag im Caprivi zu verbringen.
Teil 602. Nov. 2023
Also fahren wir Richtung Norden zur Strasse nach Ghanzi. Es hat unterwegs auch hier keine Tiere, um 12.00 Uhr sind wir auf Asphalt und um 15.15. in Ghanzi. Nach dem Tanken und einkaufen checken wir im Symphonia Guest House ein.
Dort ist nur eine andere Campsite besetzt. Alles ist schön angelegt, gepflegt und mit Liebe geführt. Wir essen gut und führen noch ein nettes Gespräch mit den Besitzern. Man hört laut die Trucks und andere Zivilisationsgeräusche, aber ich würde als Zwischenstop wieder dort bleiben.
Teil 702. Nov. 2023
25.08. Frühstück gibt es heute auch noch im Restaurant.
Trotzdem kommen wir wie geplant weiter.. Das heutige Tagesziel kennen wir noch nicht, Drotskys Caves. Um 11.00 Uhr sind wir am Abzweig hinter Tsau. Der Track ist gut ausgeschildert, aber nicht sehr einladend. Jetzt in der Trockenzeit ist er gut zu fahren, zwischen Tiefsand und glattem Untergrund ist alles dabei.
Kurz vor den Höhlen ist ziemlich viel Busch von Elefanten zerstört, aber wir sehen weder sie noch andere Tiere. Ein überdimensionales Einfahrtstor und ein paar nicht genutzte feste Bauten zeigen große Pläne an.
Wir erfahren später, dass die Regierung das in guter Absicht aber ohne Rücksprache gebaut hat. Sie nutzen das Gate und die neuen Häuser nicht, weil sie oft kein Auto haben und dann gar nicht zu den Höhlen kämen... Dafür hausen die Höhlenforscher sehr einfach in Hütten und Containern. Der Guide ist gerade mit anderen Touristen unterwegs und der Campingplatz vom Elefantenjäger belegt. So viel zu Thema abgelegen. Wir bekommen einen Platz im Busch ohne Infrastruktur in der Nähe des Camps. Der Guide würde sich später bei uns melden. Es ist heiß und nach einer Stunde taucht der Guide auf. Wir fahren zusammen zur Höhle, das ist wirklich beeindruckend und ist den Weg auf jeden Fall wert. Wir sehen nicht nur tolle Naturformationen, sondern auch unzählige Fledermäuse.
Zum unteren Eingang kann man derzeit nicht durchsteigen, sondern muß zum zweiten Eingang fahren. Auch von dort ist es noch einmal ein toller Eindruck. Ein toller Trip. Der Höhlenguide hat Lehrgänge ind Frankreich zum Thema Sicherheit und Höhlenforschung besucht und entsprechend verhält er sich. Außerdem ist es super informativ ohne langweilig zu sein.
Teil 802. Nov. 2023
Am Abend müssen wir noch eine Mutter von der Zeltverschraubung ersetzten, es hängt sonst schief. Es gibt noch eine Buschdusche und ein leckeres Abendessen. Die Nacht ist ruhig und warm.
26.08. Tagesziel: Tsumkwe via Dobe. Durch unterschiedliche Landschaften und Trackzustände fahren wir via Xai Xai nach Dobe. Es ist relativ kühl und wieder eigenartig diesig.
Zur Grenze kommen wir schneller als gedacht und auf grund der riesigen Baustelle fahren wir fast am Grenzhäuschen vorbei. Das ist winzig und mit einem Polizisten und einer Grenzerin besetzt. Auf der Nam Seite ist alles schon größer, allerdings auch eher verschlafen. Auf guter Gravelroad geht es gut voran, wir sind um 11.30 in Tsumkwe. Die Tankstelle hat geöffnet und wir können mit Karte zahlen, aber der Minisupermarkt und der ATM sind wegen des Feiertags geschlossen. Das ist blöd, wir wollten noch Bargeld holen. Na ja, ein bißchen haben wir noch und beschließen erst mal zu den Bushleuten zu fahren.
Wir wollen noch einmal einen Bushwalk machen und evtl dort übernachten. Wir werden dort freundlich empfangen, aber der Platz ist nicht attraktiv und die Ablutions funktionieren auch nicht.
Der Bushwalk ist lurzweilig, wir lernen viel und haben viel Spaß. Dann fahren wir zum Baobab zum übernachten. Auch ein toller Platz, den wir nicht kannten. Aber es wieder absolut still, dafür windig. Der Baum schützt und so wird das Zelt nicht so geschüttelt und wir können in Ruhe kochen.
Teil 903. Nov. 2023
27.08. Der Parkeingang ist nicht weit und es hat sich viel verändert, alles ist groß und professionell aufgezogen.
Wir werden herzlich begrüßt und schon sind ein paar Fahrzeuge da. Vorbei, die Einsamkeit… Auf dem Weg zum neuen Sikereti Camp sehen wir Roans, Kudus und einen Elefanten, aber es ist viel verbrannt. Es ist nur 21° und regnet sogar ein bißchen. Im August ?
Das neue Camp ist groß und aufwendig gebaut, die neuen Manager empfangen uns herzlich. Tja, wir haben nicht genug Bargeld und das Kreditkartenterminal hat keinen Empfang. Trotzdem sollen wir bleiben, es würde sich schon eine Lösung finden. Schließlich zahlen wir in US Dollar, nachdem sie sich die Genehmigung und den Wechselkurs aus der Zentrale besorgt haben. Die Plätze sind groß, die geschmähten Betonplatten stören nicht wirklich ( werden auch nicht lange halten ) und das Waschhaus ist sauber mit heißem Wasser.
Letzte Nacht waren Elefanten im Camp, heute leider nicht. Wir machen noch einen kleinen Gamedrive, sehen aber nicht wirklich viel. Dafür stürmt es Nachts wieder.
Teil 1005. Nov. 2023
28.08. Der Manager ist nicht glücklich mit der Entscheidung des Besitzer, einen Pool zu bauen. Er befürchtet, dass ein Elefant reinfällt und dann das Chaos ausbricht. Wahrscheinlich nicht zu Unrecht. Es ist vielleicht nicht mehr so wild und einsam wie früher, doch gut, dass etwas neues aus den Ruinen entsteht. Allerdings nicht gerade ein Schnäppchen. Der südliche Teil ist gut zu befahren und wir sehen eine kleine Elefantenherde und grasendes Wild bis zum Frühstück am Wasserloch. Dort müssen wir uns hinter das Auto verkriechen weil es immer noch stark weht.
Weiter nach Norden sind die Tracks katastrophal. Mehr als 10 km/h sind fast nicht drin, alles voller Löcher und Wellen. Später kommt noch tiefer Sand hinzu. Mit Untersetzung im 2ten Gang wühlen wir uns langsam durch. Wegen der vielen Wellen und Löcher muß man immer auf der Hut sein und oft fast zum Stillstand abbremsen.
Bis zur Mitte des Parks sehen wir fast keine Tiere. Dafür stecken wir hinter Leupan in unübersichtlichem Buschland in einer großen Elefantenherde fest. Wir warten und horchen, wo die Tiere sind und wohin sie sich bewegen. Ich mag nichts weniger als im Busch in einspurigem Tiefsand mitten in einer Herde mit Jungtieren zu stehen. Selbst wenn wir wollten, wir könnten gar nicht rangieren oder ausweichen. Klar wird, es wird nicht besser. Rundrum überall brechen von Ästen und Getröte, die allgemeine Marschrichtung entlang unserer Strecke. Nach 15 Minuten beschließen wir die Flucht nach vorn und fahren langsam aber stetig mitten durch die Herde. Plötzlich steht die riesige Leitkuh vor uns, Rüssel und Ohren aufgestellt. Aber sie ist wohl genau so überrascht wie wir und läßt uns passieren. Film oder Bild gibt es natürlich nicht, dazu waren wir zu angespannt. Puh, ob das schlau war ? Aber Alternativen sehen ich da auch nicht. In Leupan sind wir gerade auf der Hide, als eine Herde Elefanten im Sturm das Wasserloch und das Reservoir belegt. Da war der Durst wohl groß.
Man sieht von der Hide die Herde im Busch, vom Auto sieht man nichts.
Teil 1105. Nov. 2023
Wir schleichen weiter nach Norden, mittlerweile nur noch im Tiefsand. Die Anfahrt zum Burkea Wasserloch ist noch schmaler und tiefsandiger. Dafür nehme die Elefantenzeichen zu. Da wir ja wissen, dass sich ein 4 Meter hocher Elefant hinter einem 30cm breiten Busch verstecken kann, sind wir extrem vorsichtig.
Auf einer Kuppe kann ich auf dem Auto stehend nach vor sehen und stelle fest, dass der Track inmitten dutzender rangelnder Elefanten direkt am Wasserloch mündet. Das läßt mir zu wenig Optionen, wir drehen in einer Lücke im Busch und fahren direkt zum Khaudum Camp. Die riesige Lodge auf der Düne kannten wir nicht. Sie steht leer wegen Renovierung und Lizenzfragen. Ob es das besser macht, dass überall Türen und Fenster auf sind ? Der Campguard glaubt, das noch andere Gäste kommen und empfiehlt uns einen schönen Platz (2) mit Blick auf das Wasserloch. Alles ist sehr gepflegt und es sind laut Buch mindestens jeden zweiten Tag Gäste hier. Wir können von hier toll die Tiere im Tal beobachten und genießen die Stille. Wir bleiben allein und müssen uns nur einen Windschutz zum Kochen bauen. Das Wetter bleibt eigenartig, mal heiß mal kühl, der Himmel bedeckt und hin und wieder ein paar Regentropfen.
Teil 1205. Nov. 2023
29.08. Unten tummeln sich die Tiere. Wir genißen noch einmal unsere erhöhte Position und kurven mit ein paar Umwegen zur Ausfahrt.
Die Stecke über die Cutline zum Asphalt ist wirklich schlecht, tiefsandig und voller Wellen. Sehr nervig. Tiefsand ist ja kein Problem, aber die Wellen nerven und sorgen immer wieder für Bruch.
In Divundu tanken wir und kaufen ein. Den ATM haben wir übersehen und fragen am Kontrollposten. Er schickt uns zurück zur Shell Tankstelle, da dies sicherer für uns sei als die an den Shops. Leider gibt es nach Divundu kein Holz mehr zu kaufen und so kommen wir etwas unvorbereitet nach Nambwa.
Hier haben wir schon alle Stadien durch, von nichts über den Bau der Lodge, Betretungsverbot für Camper und nun die Verlegung der Campingplätze. Wir sind ziemlich spät dran, legen aber trotzdem noch ein paar Stops ein. Irgendwann sind wir doch da und bekommen die vorletzte freie Campsite. Ich finde den neuen Platz gut gelegen und gut gemacht, nur das Windspiel hätte es nicht gebraucht. Der nette Campguard besorgt uns auch Holz und wir genießen den Platz sehr. Elefanten und Impalas ziehen dicht am Camp vorbei. Auf den Gamedrives rund um die Lagune sehen wir auch nicht wesentlich mehr. Die Plätze liegen relativ dicht beieinander, aber die Mitcamper sind ruhig und friedlich.
Teil 1305. Nov. 2023
31.08. Wir würden gern eine Nacht verlängern, aber ab heute sind sie ausgebucht. Also machen wir erst einen ausgedehnten Gamedrive und uns wie geplant auf den Weg nach Mudumu.
Auf dem Weg zur Strasse kommen uns mehr Autos entgegen, als wir gestern insgesamt gesehen haben. Vielleicht doch gut zu fahren. Am Mudumu Gate werden wir nett empfangen und kommen auf unser Rupara Abenteuer vor 15 Jahren. Die Dame kennt tatsächlich 2 der Beteiligten und wir plauschen noch ein wenig. In Mudumu haben wir noch die Wahl zwischen CS 1 und 4, sie empfiehlt die 4. Die 1 liegt direkt an der Wildhüterstation. Die Fahrt am Fluß ist sehr schön und wir machen noch einen Mittagsstop mit Besuchern.
Teil 1405. Nov. 2023
Kurz vor CS 3 pausieren wir auf der Hide. Nach ein paar Minuten sind wir von dutzenden Elefanten umzingelt. Sie kommen und gehen zum Fluß und an eine Weiterfahrt ist nicht zu denken, insbesondere da eine große Herde sich am Track langfrißt. Aber es gibt schlimmeres als in wenigen Metern Entfernung sicher so viele Tiere zu beobachten.
Irgendwann ergibt sich doch eine Lücke und wir fahren am Fluß weiter zur CS 4.Im Grunde nur eine Lichtung auf der man stehen darf, Infrastruktur gibt es keine. Dafür kostet es auch nichts. Wir richten uns auf dem sehr schönen Platz ein, Feuer, Fluß Sonnenuntergang und Vollmond sind die ideale Ergänzung zu Einsamkeit und Buschdusche.
Besuch bekommen wir keinen, aber in der Nacht fangen nur ein paar Meter weiter zwei Löwen an zu brüllen und ein anderer antwortet von der anderen Seite. Das geht so bis zum Morgengrauen. Leider verschwindet das Gebrüll in eine Richtung, in der es keinen Track gibt Als verfolgen wir sie nicht sondern genießen noch ein Frühstück mit Hippobeobachtung. Das ist einer der schönsten Plätze, die wie bisher erlebt haben.
Teil 1508. Nov. 2023
noch einmal, mit Bildern 🙂 01.09. Die anderen Affen und wir genießen den warmen Morgen nach einer kühlen aber windstillen Nacht.
Bei der Ausfahrt verfahren wir uns natürlich und fahren durch das angrenzende Community Land, durch das wir auf keinen Fall fahren sollen. So hat es zumindest gestern geheißen. In! einem busch Zelten ein paar Männer, wir wollen sie eigentlich nach dem Weg fragen. Aber ihnen ist das wohl nicht Recht und einer winkt uns entschlossen weiter. Mokoros und Tierüberreste liegen verstreut herum. Aber die Anti Wilderer Einheit ist ja nicht weit, also wird das wohl seine Richtigkeit haben.
Weiter geht es in Richtung Vergangenheit, Ziel ist Rupara. Beim letzten Mal war schon die Anfahrt spektakulär, jetzt ist es viel trockener und es gibt neue, feste Brücken. Obwohl wir nichts brauchen halten wir am ersten Souvenirshop rechts und kaufen von Cornwell doch etwas. Super nett und nicht aufdringlich, wenn wir nichts gekauft hätten, wäre er genauso gewesen.
Wir entscheiden uns für eine exclusiv Side auf dem Cummunity Platz. Der ist zwar nur noch ein professionell bewirtschafteter Platz mit Community Beteiligung, aber unsere Side 1 ist trotzdem schön. Wenige Meter entfernt ist noch ein Tümpelrest der Regenzeit, der wohl in der Nacht Löwen, Geparden, Elefanten und anderen Tieren als Tränke dient. Wir haben ein eigenes Duschhaus und einen festen Unterstand.
Teil 1608. Nov. 2023
Wir erkunden den Park bis zum Fluß. Landschaftlich gefällt er mir sehr gut, allerdings ist es viel trockener als damals. Somit ist natürlich auch die Tierdichte geringer. Außerdem ist es heute wirklich heiß. Wir verbringen den ganzen Tag im Park und cruisen hin und her. Es gibt wirklich ein paar tolle Ecken und immer wieder Elefanten.
Es gbit nur eine kleine Wasserdurchfahrt, die wir aber trotzdem abgehen. Man sieht ja an den trockenen Kanälen, dass in der Mitte oft die unerwartete Tauchphase beginnt... Obwohl beide Camps und die Lodgen ganz gut besucht sind, sehen wir nur 2-3 Autos unterwegs. Da kann man auch Mittagspause auf der Spur machen, wenn das der einige Schatten ist.
Bei Einbruch der Dunkelheit räubern mehrere Elefanten durch die angrenzenden Büsche und anschließend auch über unseren Platz. Erstaunlicher Weise bleiben aber Wasserhähne, Toiletten und Leitungen unzerstört. Als Extra gibt es noch einmal Löwengebrüll in der Nacht, nur ein paar Hundert Meter entfernt.
Teil 1708. Nov. 2023
02.09. Das war ganz schön hier, aber überflutet gefällt es mir besser. Genug der Zeitreise, jetzt geht es wieder in die Bereiche, die mehr oder weniger immer auf dem Programm stehen. Auf der Fahrt zurück zum Teer halten wir an dem anderen Stand auch an und, na klar, kaufen wir wieder etwas.
Auch Chrispin ist super nett, die Preise reell und sie haben wirklich schöne Sachen. Bei Cornwell gibt es noch einmal 3 Stück zum Preis von einem, kleine Mitbringsel kann man ja nie genug haben. Beide Betreiber berichten übrigens, dass nicht viele Touristen anhalten und etwas kaufen. Dabei bräuchten sie die Einnahmen dringend, insbesondere da die immer größer werdende Elefantenpopulation oft die Ernte zerstören. Die Dörfer in diesem Teil des Caprivi sind ausgesprochen aufgeräumt und sauber und mit nur wenigen Geschwindigkeitsbegrenzungen kommen wir gut voran. Es wird wieder heiß, um 10,00 Uhr hat es 30°. Um 12.30 Uhr erreichen wir die Grenze und um 14.00 Uhr sind wir in Kasane.
Noch etwas einkaufen, Bargeld holen und kurze Zeit später checken wir in Senyati ein. Wir bleiben heute hier, richten uns am Wasserloch ein und essen Abends eine Pizza aus der neuen Küche. Obwohl das Camp gut besucht ist, halten sich die Störfaktoren in Grenzen.
Teil 1812. Nov. 2023
03.09. Heute geht es früh an die Waterfront. Der Shortcut durch den Wald spart den Umweg durch die Stadt. Aber am Gate stehen trotzdem schon 7 Autos.
Wir cruisen am Wasser entlang und sind doch ziemlich allein.
Erst am Picknick Platz kommen uns eine Game Drive Vehicles mit einem Affenzahn entgegen. Das bedeutet, sie haben eine tolle Sichtung über Funk bekommen. Wir fahren trotzdem erst einmal Frühstücken. Was auch immer es ist: es ist entweder von Autos umzingelt oder später auch noch da. Beim Frühstück gilt es die Affen im Zaum zu halten.
Sie suchen jede Gelgenheit Beute zu machen. Einer muß immer beimEssen bleiben und nach allen Seiten sichern. Die sind schnell und schlau. Aber: Sie kennen eine Steinschleuder sofort und halten sich lieber an die anderen Gäste. Die eine oder andere Beute ist ihnen sicher. Bei der Gelegenheit erfahren wir auch, dass nicht weit entfernt Löwen liegen. Nicht von den Affen, sondern vom beklauten Gamee Drive Fahrer. Der ist ausgerüstet wie ein Nahkämpfer mit Überlebensmesser und Camel Back aber trotzdem ganz nett. Dafür haben andere Fahrer Phantasieuniformen mit Epauletten, jeder, wie er mag... Aber es kommen auch anderer Besucher.
Die Reise nach dem Frühstück geht also zu den Löwen. Sie sind auch noch da, ein größeres Rudel. Wegen der Hitze und dem Wind bewegen sie sich natürlich fast nicht und jeder liegt für sich unter Büschen.
Zurück am Wasser haben wir noch einmal unglaubliches Glück mit einem Leoparden. Wenn nicht schon ein Auto dort gewesen wäre, hätten wir ihn nicht gesehen.
Wir fahren gemütlich mit ein paar schönen Sichtungen zurück zum Gate und nach Kasane. Morgen wollen wir nach Savuti und vorher noch eine Gasflasche auffüllen.
Teil 1912. Nov. 2023
Wir wollen noch Gas auffüllen, eine Flasche ist leer. Blöd nur, dass heute Sonntag ist und alles geschlossen. So ist das, wenn man Urlaub hat... Pech, aber die andere Flasche wird schon reichen. Kurz vor der neuen Brücke wollen wir über die Hunters Road wieder ins Valley. Auf der Zufahrt sehen ich aus dem Augenwinkel eine Bushlore Flotte in einem Hof.
Tatsächlich ist das ihr Kasane Depot und es ist ziemlich viel Betrieb. Hier stehen sicher 30 Autos. Ohne größeres Nachfragen bekommen wir eine neue Gasflasche, das ist ein glücklicher Zufall. Da Valley ist von dieser Seite sehr schön und es ist eine nette Abwechslung von hier einzufahren. Zurück im Camp frißt sich eine kleine Herde am Camprand entlang. Wenn gerade keine anderen Camper entweder aus Unaufmerksamkeit oder aus Blödheit die Tiere in Unruhe versetzen, ist es toll, sich einfach auf den Boden zu setzen und zu beobachten. Sehr sehr schön und friedlich. Ich muß mehrfach meinen Standort wechseln, weil sie doch zu nahe kommen. Eigenartigerweise interessiert sich sonst fast niemand für Sie.
Wir bleiben wieder im Camp, Essen Pizza und genießen das Wasserloch.
Teil 2012. Nov. 2023
4.9. Senyati gefällt uns immer gut, auch wenn es immer größer wird. Aber für uns ist es fast ein Plichtstop. Eigentlich wollte ich ja mal von Süd-Osten nach Savuti, aber das scheint immer noch nicht zu gehen. Also wieder über Teer nach Kavimba. Um 10:15 erreichen wir die tiefen Sandspuren und gondeln zum Gate.
Der im Ivanovski Reiseführer beschriebene Umweg ist immer noch besser als der direkte Weg um um 12,00 Uhr bei 33° passieren wir das Gate.
Wir bekommen die CS 5, leider haben die Elefanten auch diesen Schattenbaum umgelegt. Den Tiefsand auf den Stellplätzen kennen wir schon, die Duschen sind wie bei den letzten Malen sauber und warm. Es ist heiß und erst später am Nachmittag machen wir unseren Game Drive.
Es gibt viel Wild im trockenen Kanaltal, ein paar Elefanten am Wasserloch und viele erfolglose Touristen. Der Zwischenstop ist zwar ganz nett, aber vielleicht würde ich beim nächsten Mal doch nur über Mittag bleiben und nach Khwai weiterfahren.