Wir waren Ende August für 6 Nächte in Namibia unterwegs und anschließend noch 6 Nächte rundum Kapstadt. Wir sind nicht die großen Abenteurer/Camper und absolute Afrika-Neulinge, wollten aber trotzdem mal unsere Erfahrungen niederschreiben und v.a. die Punkte, die uns vorher als Info geholfen hätten und jetzt vllt. anderen helfen.
Konstruktive Anmerkungen/Korrekturen von erfahreneren Usern gerne willkommen! Bitte zerfleischt uns aber nicht, vllt. hilft ja genau unsere subjektive und ggf. etwas amateurhafte Neulings-Perspektive vielen anderen Neulingen (oder denen, die sich noch nicht sicher sind).
Anmerkungen vorab:
-Unser Hauptfokus war die Verbindung von Selbstfahrer-Safari (voller Tier-Fokus) mit ein paar Tagen Kapstadt und Whale Watching in Südafrika – aus diesem Hintergrund ist unsere Route entstanden.
-Wir haben nicht gecampt sondern waren in den Camps jeweils in den Chalets/Apartments.
Route:
Tag 1: Ankunft 10:00 in WDH, Fahrt zur Munsterland Guest Farm (ca. 4-5h, lang aber machbar)
Tag 2: Fahrt via Galton Gate ins Dolomite Camp, Ankunft ca. 14:00 Uhr
Tag 3: Tour durch den Westen des Etoshas und dann Weiterfahrt nach Okaukuejo
Tag 4: Tour durch den Park rundum Okaukuejo und zweite Nacht dort
Tag 5: Von Okaukuejo zurück Richtung Süden ins Okonjima Reservat (ca. 3.5h Fahrt)
Tag 6: Von Okonjima nach Voigtland (ca. 3.5h Fahrt)
Tag 7: Von Voigtland zum Flughafen (0.5h) und ab nach Kapstadt
Im Folgenden ein paar Erfahrungen zu verschiedenen Punkten, die wir als hilfreich erachten. V.a. zu Punkten, bei denen wir als Neulinge vorher Fragen/Bedenken hatten.
Sicherheit
Da war alles echt easy, haben uns an den Tankstellen usw. immer gut aufgehoben gefühlt. Gesunder Menschenverstand schadet sicher nicht, es gibt dazu ja genug Tipps im Netz, aber dann passt das. Wir wurden immer wieder vor dem schlimmen Fahrstil der Einheimischen gewarnt – unsere Erfahrungen zeigten jetzt keinen großen Unterschied zu Italien oder Polen. Ggf. ist der deutsche Touri, der sich zu viel vornimmt manchmal das größere Risiko.
Wahl des Autos / Straßen-Verhältnisse
Die Strecke WDH – Etosha ist wirklich einwandfrei, vergleichbar deutsche gut ausgebaute Bundesstraße. Auch von Outjo bis zum Galton Gate alles sauber geteert und einwandfrei.
Wir hatten nur einen Toyota Urban Cruiser, der hat zwar etwas mehr Boden-Freiheit, ist ansonsten aber eben ein normaler PKW. Wir hatten uns auf einige Infos im Netz verlassen, nach denen der Etosha zur Trockenzeit mit diesem auch problemlos machbar ist. Das können wir soweit bestätigen, mit kleinen Einschränkungen: Der Großteil der von uns befahrenen Pisten war mit dem PKW problemlos machbar, mit den Offroad-Jeeps ist es aber sicher komfortabler was das Durchrütteln und die erforderte Aufmerksamkeit angeht. Man muss hald einfach etwas mehr Acht geben, wo man mit 60 km/h drüber donnert und wo man besser vom Gas geht oder welches Schlagloch man mitnimmt und wo man ausweicht. Das Risiko einer Panne ist dann denke ich auch nur leicht höher. Für uns war rein preislich und mit Blick auf die Route ein großer Offroad-Jeep aber kein Thema und der nächst-höhere Nissan X-Trail o.Ä. hätte jetzt auch keinen großen Unterschied mehr gemacht. Sprich, das passt schon.
Die einzige größere Einschränkung war bei uns die Strecke zwischen Olifantsrus und Okaukuejo. Dort hatten wir 50km heftiges Wellblech, mit unserem Auto mit maximal 40 km/h befahrbar, und damit schon sehr anstrengend. Das wäre noch soweit ok, zwischendurch wird aber gerade gebaut und es gab ein paar sehr sandige Stellen bei denen wir echt Schiss hatten, stecken zu bleiben – war teilweise knapp. Wer den Westen mit einem ähnlichen Fahrzeug machen möchte dem würden wir wahrscheinlich empfehlen die Runde Dolomite/Olifantsrus zu drehen und dann aber am Galton wieder raus und via Teerstraße zurück nach Okaukuejo zu fahren. Sind deutlich mehr Kilometer aber ist wahrscheinlich genauso schnell und komfortabler – tierreich war die Strecke bei uns auch nicht (hatten aber obendrauf noch ordentlichen Sandsturm an dem Tag).
Lohnt sich Dolomite / Westen?
Ein unentschlossenes jein. Die Runde bis Olifantsrus war schon sehr schön und einsam, die Aussicht aus dem Dolomite sehr geil. Für Nicht-Camper auch zumindest noch etwas Wildnis-Feeling ohne eingezäuntes Camp. Der Preis ist aber schon extrem und es fügt doch ordentlich Strecke zum Tour-Plan hinzu. In der Endabrechnung würden wir für’s selbe Geld wahrscheinlich eine zusätzliche Nach Okonjima dranhängen.
Unterkunft im Park oder draußen?
Wir waren in den Standard-Chalets im Okaukuejo, welche jetzt keinen Award gewinnen werden aber absolut funktional und blitzsauber waren. Es wartet sicher keine Luxus-Anlage und das Essen ist sehr ausbaufähig (wenn auch für 2 Tage absolut genießbar). Trotzdem war es für uns die richtige Entscheidung im Park zu schlafen, weil das beleuchtete Wasserloch abends mit mehreren Elefanten-Herden und Baby-Nashörnern einfach ein Highlight für sich war. Dafür sind wir schließlich runtergeflogen und deshalb war das Preis-Leistungs-Verhältnis für uns immer noch positiv.
Wasserlöcher / Tiere
Nach nur drei Tagen im Park sicher nicht sehr fundiert aber wir hätten als kleine Tipps rundum Okaukuejo:
-nach Osten die Route runter nach Gemsbokvlakte statt den Hauptweg oben, war bei uns sehr tierreich und deutlich weniger Wellblech
-wer nur noch eine kleine Abend-Ausfahrt sucht, runter nach Ombika am Anderson Gate, fast nichts los und da via Teerstraße auch perfekt für einen kurzen entspannten Ausflug
Kamera
Wir haben uns vorher noch ein Tele-Objektiv zur Spiegelreflex geholt und es hätte ohne tendenziell nur halb so viel Spaß gemacht. Alternativ kann man sowas auch gut mieten, lohnt sich unbedingt.
Andere Unterkünfte
Wir können ohne Einschränkungen alle drei Unterkünfte, die wir auf dem Weg hin und zurück vom Etosha hatten (siehe oben) ausnahmslos empfehlen.
Strecken / Route
Die Route oben war für uns als Anfänger im Nachhinein gut zu bewältigen aber schon anstrengend, sprich definitiv eher das Maximum, das man sich antun sollte. Zwei Nächte mehr wären sicher nicht schlecht gewesen (1x nahe am Flughafen zu Ankunft und 1x zusätzlich Okonjima zum Beispiel).
Apotheke
Es gibt eine internationale Apotheke in Klein-Windhoek, die wir sehr empfehlen können, dort wird auch deutsch gesprochen.
Konstruktive Anmerkungen/Korrekturen von erfahreneren Usern gerne willkommen! Bitte zerfleischt uns aber nicht, vllt. hilft ja genau unsere subjektive und ggf. etwas amateurhafte Neulings-Perspektive vielen anderen Neulingen (oder denen, die sich noch nicht sicher sind).
Anmerkungen vorab:
-Unser Hauptfokus war die Verbindung von Selbstfahrer-Safari (voller Tier-Fokus) mit ein paar Tagen Kapstadt und Whale Watching in Südafrika – aus diesem Hintergrund ist unsere Route entstanden.
-Wir haben nicht gecampt sondern waren in den Camps jeweils in den Chalets/Apartments.
Route:
Tag 1: Ankunft 10:00 in WDH, Fahrt zur Munsterland Guest Farm (ca. 4-5h, lang aber machbar)
Tag 2: Fahrt via Galton Gate ins Dolomite Camp, Ankunft ca. 14:00 Uhr
Tag 3: Tour durch den Westen des Etoshas und dann Weiterfahrt nach Okaukuejo
Tag 4: Tour durch den Park rundum Okaukuejo und zweite Nacht dort
Tag 5: Von Okaukuejo zurück Richtung Süden ins Okonjima Reservat (ca. 3.5h Fahrt)
Tag 6: Von Okonjima nach Voigtland (ca. 3.5h Fahrt)
Tag 7: Von Voigtland zum Flughafen (0.5h) und ab nach Kapstadt
Im Folgenden ein paar Erfahrungen zu verschiedenen Punkten, die wir als hilfreich erachten. V.a. zu Punkten, bei denen wir als Neulinge vorher Fragen/Bedenken hatten.
Sicherheit
Da war alles echt easy, haben uns an den Tankstellen usw. immer gut aufgehoben gefühlt. Gesunder Menschenverstand schadet sicher nicht, es gibt dazu ja genug Tipps im Netz, aber dann passt das. Wir wurden immer wieder vor dem schlimmen Fahrstil der Einheimischen gewarnt – unsere Erfahrungen zeigten jetzt keinen großen Unterschied zu Italien oder Polen. Ggf. ist der deutsche Touri, der sich zu viel vornimmt manchmal das größere Risiko.
Wahl des Autos / Straßen-Verhältnisse
Die Strecke WDH – Etosha ist wirklich einwandfrei, vergleichbar deutsche gut ausgebaute Bundesstraße. Auch von Outjo bis zum Galton Gate alles sauber geteert und einwandfrei.
Wir hatten nur einen Toyota Urban Cruiser, der hat zwar etwas mehr Boden-Freiheit, ist ansonsten aber eben ein normaler PKW. Wir hatten uns auf einige Infos im Netz verlassen, nach denen der Etosha zur Trockenzeit mit diesem auch problemlos machbar ist. Das können wir soweit bestätigen, mit kleinen Einschränkungen: Der Großteil der von uns befahrenen Pisten war mit dem PKW problemlos machbar, mit den Offroad-Jeeps ist es aber sicher komfortabler was das Durchrütteln und die erforderte Aufmerksamkeit angeht. Man muss hald einfach etwas mehr Acht geben, wo man mit 60 km/h drüber donnert und wo man besser vom Gas geht oder welches Schlagloch man mitnimmt und wo man ausweicht. Das Risiko einer Panne ist dann denke ich auch nur leicht höher. Für uns war rein preislich und mit Blick auf die Route ein großer Offroad-Jeep aber kein Thema und der nächst-höhere Nissan X-Trail o.Ä. hätte jetzt auch keinen großen Unterschied mehr gemacht. Sprich, das passt schon.
Die einzige größere Einschränkung war bei uns die Strecke zwischen Olifantsrus und Okaukuejo. Dort hatten wir 50km heftiges Wellblech, mit unserem Auto mit maximal 40 km/h befahrbar, und damit schon sehr anstrengend. Das wäre noch soweit ok, zwischendurch wird aber gerade gebaut und es gab ein paar sehr sandige Stellen bei denen wir echt Schiss hatten, stecken zu bleiben – war teilweise knapp. Wer den Westen mit einem ähnlichen Fahrzeug machen möchte dem würden wir wahrscheinlich empfehlen die Runde Dolomite/Olifantsrus zu drehen und dann aber am Galton wieder raus und via Teerstraße zurück nach Okaukuejo zu fahren. Sind deutlich mehr Kilometer aber ist wahrscheinlich genauso schnell und komfortabler – tierreich war die Strecke bei uns auch nicht (hatten aber obendrauf noch ordentlichen Sandsturm an dem Tag).
Lohnt sich Dolomite / Westen?
Ein unentschlossenes jein. Die Runde bis Olifantsrus war schon sehr schön und einsam, die Aussicht aus dem Dolomite sehr geil. Für Nicht-Camper auch zumindest noch etwas Wildnis-Feeling ohne eingezäuntes Camp. Der Preis ist aber schon extrem und es fügt doch ordentlich Strecke zum Tour-Plan hinzu. In der Endabrechnung würden wir für’s selbe Geld wahrscheinlich eine zusätzliche Nach Okonjima dranhängen.
Unterkunft im Park oder draußen?
Wir waren in den Standard-Chalets im Okaukuejo, welche jetzt keinen Award gewinnen werden aber absolut funktional und blitzsauber waren. Es wartet sicher keine Luxus-Anlage und das Essen ist sehr ausbaufähig (wenn auch für 2 Tage absolut genießbar). Trotzdem war es für uns die richtige Entscheidung im Park zu schlafen, weil das beleuchtete Wasserloch abends mit mehreren Elefanten-Herden und Baby-Nashörnern einfach ein Highlight für sich war. Dafür sind wir schließlich runtergeflogen und deshalb war das Preis-Leistungs-Verhältnis für uns immer noch positiv.
Wasserlöcher / Tiere
Nach nur drei Tagen im Park sicher nicht sehr fundiert aber wir hätten als kleine Tipps rundum Okaukuejo:
-nach Osten die Route runter nach Gemsbokvlakte statt den Hauptweg oben, war bei uns sehr tierreich und deutlich weniger Wellblech
-wer nur noch eine kleine Abend-Ausfahrt sucht, runter nach Ombika am Anderson Gate, fast nichts los und da via Teerstraße auch perfekt für einen kurzen entspannten Ausflug
Kamera
Wir haben uns vorher noch ein Tele-Objektiv zur Spiegelreflex geholt und es hätte ohne tendenziell nur halb so viel Spaß gemacht. Alternativ kann man sowas auch gut mieten, lohnt sich unbedingt.
Andere Unterkünfte
Wir können ohne Einschränkungen alle drei Unterkünfte, die wir auf dem Weg hin und zurück vom Etosha hatten (siehe oben) ausnahmslos empfehlen.
Strecken / Route
Die Route oben war für uns als Anfänger im Nachhinein gut zu bewältigen aber schon anstrengend, sprich definitiv eher das Maximum, das man sich antun sollte. Zwei Nächte mehr wären sicher nicht schlecht gewesen (1x nahe am Flughafen zu Ankunft und 1x zusätzlich Okonjima zum Beispiel).
Apotheke
Es gibt eine internationale Apotheke in Klein-Windhoek, die wir sehr empfehlen können, dort wird auch deutsch gesprochen.