Von Neulingen für Neulinge

23 Antworten · 4'249 Aufrufe · gestartet 11. Sept. 2023 von lukas.hfd
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Themenstarter4 Beiträge · seit 202211. Sept. 2023 · #1
Wir waren Ende August für 6 Nächte in Namibia unterwegs und anschließend noch 6 Nächte rundum Kapstadt. Wir sind nicht die großen Abenteurer/Camper und absolute Afrika-Neulinge, wollten aber trotzdem mal unsere Erfahrungen niederschreiben und v.a. die Punkte, die uns vorher als Info geholfen hätten und jetzt vllt. anderen helfen.

Konstruktive Anmerkungen/Korrekturen von erfahreneren Usern gerne willkommen! Bitte zerfleischt uns aber nicht, vllt. hilft ja genau unsere subjektive und ggf. etwas amateurhafte Neulings-Perspektive vielen anderen Neulingen (oder denen, die sich noch nicht sicher sind).

Anmerkungen vorab:
-Unser Hauptfokus war die Verbindung von Selbstfahrer-Safari (voller Tier-Fokus) mit ein paar Tagen Kapstadt und Whale Watching in Südafrika – aus diesem Hintergrund ist unsere Route entstanden.
-Wir haben nicht gecampt sondern waren in den Camps jeweils in den Chalets/Apartments.

Route:
Tag 1: Ankunft 10:00 in WDH, Fahrt zur Munsterland Guest Farm (ca. 4-5h, lang aber machbar)
Tag 2: Fahrt via Galton Gate ins Dolomite Camp, Ankunft ca. 14:00 Uhr
Tag 3: Tour durch den Westen des Etoshas und dann Weiterfahrt nach Okaukuejo
Tag 4: Tour durch den Park rundum Okaukuejo und zweite Nacht dort
Tag 5: Von Okaukuejo zurück Richtung Süden ins Okonjima Reservat (ca. 3.5h Fahrt)
Tag 6: Von Okonjima nach Voigtland (ca. 3.5h Fahrt)
Tag 7: Von Voigtland zum Flughafen (0.5h) und ab nach Kapstadt

Im Folgenden ein paar Erfahrungen zu verschiedenen Punkten, die wir als hilfreich erachten. V.a. zu Punkten, bei denen wir als Neulinge vorher Fragen/Bedenken hatten.

Sicherheit
Da war alles echt easy, haben uns an den Tankstellen usw. immer gut aufgehoben gefühlt. Gesunder Menschenverstand schadet sicher nicht, es gibt dazu ja genug Tipps im Netz, aber dann passt das. Wir wurden immer wieder vor dem schlimmen Fahrstil der Einheimischen gewarnt – unsere Erfahrungen zeigten jetzt keinen großen Unterschied zu Italien oder Polen. Ggf. ist der deutsche Touri, der sich zu viel vornimmt manchmal das größere Risiko.

Wahl des Autos / Straßen-Verhältnisse
Die Strecke WDH – Etosha ist wirklich einwandfrei, vergleichbar deutsche gut ausgebaute Bundesstraße. Auch von Outjo bis zum Galton Gate alles sauber geteert und einwandfrei.
Wir hatten nur einen Toyota Urban Cruiser, der hat zwar etwas mehr Boden-Freiheit, ist ansonsten aber eben ein normaler PKW. Wir hatten uns auf einige Infos im Netz verlassen, nach denen der Etosha zur Trockenzeit mit diesem auch problemlos machbar ist. Das können wir soweit bestätigen, mit kleinen Einschränkungen: Der Großteil der von uns befahrenen Pisten war mit dem PKW problemlos machbar, mit den Offroad-Jeeps ist es aber sicher komfortabler was das Durchrütteln und die erforderte Aufmerksamkeit angeht. Man muss hald einfach etwas mehr Acht geben, wo man mit 60 km/h drüber donnert und wo man besser vom Gas geht oder welches Schlagloch man mitnimmt und wo man ausweicht. Das Risiko einer Panne ist dann denke ich auch nur leicht höher. Für uns war rein preislich und mit Blick auf die Route ein großer Offroad-Jeep aber kein Thema und der nächst-höhere Nissan X-Trail o.Ä. hätte jetzt auch keinen großen Unterschied mehr gemacht. Sprich, das passt schon.
Die einzige größere Einschränkung war bei uns die Strecke zwischen Olifantsrus und Okaukuejo. Dort hatten wir 50km heftiges Wellblech, mit unserem Auto mit maximal 40 km/h befahrbar, und damit schon sehr anstrengend. Das wäre noch soweit ok, zwischendurch wird aber gerade gebaut und es gab ein paar sehr sandige Stellen bei denen wir echt Schiss hatten, stecken zu bleiben – war teilweise knapp. Wer den Westen mit einem ähnlichen Fahrzeug machen möchte dem würden wir wahrscheinlich empfehlen die Runde Dolomite/Olifantsrus zu drehen und dann aber am Galton wieder raus und via Teerstraße zurück nach Okaukuejo zu fahren. Sind deutlich mehr Kilometer aber ist wahrscheinlich genauso schnell und komfortabler – tierreich war die Strecke bei uns auch nicht (hatten aber obendrauf noch ordentlichen Sandsturm an dem Tag).

Lohnt sich Dolomite / Westen?
Ein unentschlossenes jein. Die Runde bis Olifantsrus war schon sehr schön und einsam, die Aussicht aus dem Dolomite sehr geil. Für Nicht-Camper auch zumindest noch etwas Wildnis-Feeling ohne eingezäuntes Camp. Der Preis ist aber schon extrem und es fügt doch ordentlich Strecke zum Tour-Plan hinzu. In der Endabrechnung würden wir für’s selbe Geld wahrscheinlich eine zusätzliche Nach Okonjima dranhängen.

Unterkunft im Park oder draußen?
Wir waren in den Standard-Chalets im Okaukuejo, welche jetzt keinen Award gewinnen werden aber absolut funktional und blitzsauber waren. Es wartet sicher keine Luxus-Anlage und das Essen ist sehr ausbaufähig (wenn auch für 2 Tage absolut genießbar). Trotzdem war es für uns die richtige Entscheidung im Park zu schlafen, weil das beleuchtete Wasserloch abends mit mehreren Elefanten-Herden und Baby-Nashörnern einfach ein Highlight für sich war. Dafür sind wir schließlich runtergeflogen und deshalb war das Preis-Leistungs-Verhältnis für uns immer noch positiv.

Wasserlöcher / Tiere
Nach nur drei Tagen im Park sicher nicht sehr fundiert aber wir hätten als kleine Tipps rundum Okaukuejo:
-nach Osten die Route runter nach Gemsbokvlakte statt den Hauptweg oben, war bei uns sehr tierreich und deutlich weniger Wellblech
-wer nur noch eine kleine Abend-Ausfahrt sucht, runter nach Ombika am Anderson Gate, fast nichts los und da via Teerstraße auch perfekt für einen kurzen entspannten Ausflug

Kamera
Wir haben uns vorher noch ein Tele-Objektiv zur Spiegelreflex geholt und es hätte ohne tendenziell nur halb so viel Spaß gemacht. Alternativ kann man sowas auch gut mieten, lohnt sich unbedingt.

Andere Unterkünfte
Wir können ohne Einschränkungen alle drei Unterkünfte, die wir auf dem Weg hin und zurück vom Etosha hatten (siehe oben) ausnahmslos empfehlen.

Strecken / Route
Die Route oben war für uns als Anfänger im Nachhinein gut zu bewältigen aber schon anstrengend, sprich definitiv eher das Maximum, das man sich antun sollte. Zwei Nächte mehr wären sicher nicht schlecht gewesen (1x nahe am Flughafen zu Ankunft und 1x zusätzlich Okonjima zum Beispiel).

Apotheke
Es gibt eine internationale Apotheke in Klein-Windhoek, die wir sehr empfehlen können, dort wird auch deutsch gesprochen.
10 Beiträge · seit 202316. Sept. 2023 · #2
Wir waren auch dieses Jahr zum ersten Mal in Namibia.
Rundreise, die klassische Route eben. Lange Fahrzeiten, aber das gehört dazu und hat Spaß gemacht.
Wo ich nicht mit Dir übereinstimme ist das Thema Sicherheit. Das haben wir anders empfunden und erlebt.
Uns wurde ein Reifen zerstochen an einer Tanke.
Auch an einem Einkaufszenttum entlang einer Route wo wir einen kurzen Stopp eingelegt haben hatte ich kein gutes Gefühl. Auto habe ich versucht ständig im. Blick zu behalten. Schließlich sind Leihwagen als solche bestens gekennzeichnet und jeder weiß, da liegt das ganze Gepäck drin.

In Städten ist man in der Unterkunft eingesperrt, bewegen kann man sich maximal mit dem Auto ab Sonnenuntergang.

Kurzum, tolles Land, war froh dort gewesen zu sein, aber auf die Frage, würdest Du nochmal hin, habe ich mit nein geantwortet. Das liegt aber auch daran, dass ich seltenst einen Urlaub zwei mal mache.
33,1k Beiträge · seit 200616. Sept. 2023 · #3
In Städten ist man in der Unterkunft eingesperrt, bewegen kann man sich maximal mit dem Auto ab Sonnenuntergang.
Das kommt der auf die Ortschaft und das (subjektive) Sicherheitsempfinden an. In Windhoek läuft ohnehin fast niemand, in Swakopmund kannst Du auch vom Abendessen z. B. im Zentrum oder in Kramersdorf nach Hause laufen. Der normale Reisende hält sich aber in aller Regel (außer eben in Windhoek und Swakopmund) eigentlich ja nie in Ortschaften auf.

Viele Grüße
Christian
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1'111 Beiträge · seit 201616. Sept. 2023 · #4
TravelMan schrieb:Wir waren auch dieses Jahr zum ersten Mal in Namibia.
Rundreise, die klassische Route eben. Lange Fahrzeiten, aber das gehört dazu und hat Spaß gemacht.
Wo ich nicht mit Dir übereinstimme ist das Thema Sicherheit. Das haben wir anders empfunden und erlebt.
Uns wurde ein Reifen zerstochen an einer Tanke.
Auch an einem Einkaufszenttum entlang einer Route wo wir einen kurzen Stopp eingelegt haben hatte ich kein gutes Gefühl. Auto habe ich versucht ständig im. Blick zu behalten. Schließlich sind Leihwagen als solche bestens gekennzeichnet und jeder weiß, da liegt das ganze Gepäck drin.

In Städten ist man in der Unterkunft eingesperrt, bewegen kann man sich maximal mit dem Auto ab Sonnenuntergang.

Kurzum, tolles Land, war froh dort gewesen zu sein, aber auf die Frage, würdest Du nochmal hin, habe ich mit nein geantwortet. Das liegt aber auch daran, dass ich seltenst einen Urlaub zwei mal mache.
Ich habe das nie so empfunden... Klar, da stehen/ lungern immer Menschen an den Tankstellen oder Supermärkten herum und man wird um Geld oder Essen gebeten, aber es war nie aggressiv. An Supermärkten gab es meist "Wachpersonal" und ich hatte beschlossen, dem zu vertrauen.
Ausserdem haben wir ja nicht wirkkich wertvolle Dinge im Auto, sollte also wirklich mal was geklaut werden, wäre das zwar schade, aber kein Beinbruch.
Immer wieder hört man ja von Überfällen verschiedener Art, aber das gibt es auch auf anderen Kontinenten und natürlich sollte man immer vorsichtig sein.
Wir sind auch in Keetmanshoop abends zum Essen zu Fuß gegangen, war kein Problem.
Und ja, man sitzt irgendwie im Käfig in Den meisten Unterkünften in den Städten, aber dafür ist man hoffentlich relativ sicher und eingesperrt hab ich mich dennoch nie gefühlt. 7nd wie Christian schon geschrieben hat, wie viele Nächte verbringt man bei einer Namibuareise wirklich in einer Stadt? Ausser ev in Swakop, wo man ja scheinbar gut spazieren gehen kann.
Ich war vor meiner ersten Reise nach Namibia sehr ängstlich und ich kann sagen, dass wir zwei Frauen (Mutter und Tochter) dann eine so tolle Zeit hatten, dass ich seitdem noch drei Mal in Namibia war und auch noch öfter wieder kommen werde.

Neulinge, traut euch, es ist wunderbar!

LG
Tanja
Namibia Oktober 2019 - Namibia April 2021! Schön war's Namibia Oktober 2021 - Süd-Namibia April 2023 Namibia September / Oktober 2025
10 Beiträge · seit 202318. Sept. 2023 · #5
Ich stimme euch dirdhaus zu. Wir sind tagsüber in Windhoek unterwegs gewesen, in Swakopmund auch abends (nur nicht in der Nähe der Steges). Das war ok, und doch ist man froh wieder zurück zu sein in der Unterkunft.

Aber dass man nichts wertvolles im Auto hätte stimmte bei uns nicht. Wir hatten immer alles dabei, Gepäck, Geld, Pässe, Kreditkarten, Handy, Fotos etc... Wir sind ja fast täglich einen Ort weiter gefahren. Und das wissen dort alle.

Wir sind immer noch in einer lokalen Namibia Gruppe, was da an Infos letztens kamen, puh, wie sind froh heil (bis auf den aktiv zwerstochenen Reifen) durchgekommen zu sein.

Wie gesagt, tolles Land, war sehr sehr schön, aber das war nicht ohne!
An alle Neulinge, informiert euch sehr gut. Haltet eigentlich niemals an, egal was man euch da als Grund nennt, Vorsicht an der Tanke. Auch wen es 16 mal gut geht, einmal ging es nicht gut.

Und schön, wenn Du mehrfach fort hin fährst, wie gesagt ich schaue mir lieber weitere Länder an. Die Welt bietet so viel.
69 Beiträge · seit 202221. Sept. 2023 · #6
Entschuldige, aber so wie sich dein Beitrag liest, glaube ich, dass du dich in anderen Ländern - zumindest außerhalb von Europa - genauso ängstlich verhälst.
Es gibt nichts gefährliches in Namibia, und wenn man seinen gesunden Verstand einsetzt, treten auch keine Probleme auf.

" Aber dass man nichts wertvolles im Auto hätte stimmte bei uns nicht. Wir hatten immer alles dabei, Gepäck, Geld, Pässe, Kreditkarten, Handy, Fotos etc... Wir sind ja fast täglich einen Ort weiter gefahren. Und das wissen dort alle. "


Dies deute ich so, dass ihr eure Wertsachen im Auto lasst!!! - Sorry, wer macht denn so etwas. Da bekäme ich auch Angst um die Sachen. Schon mal das Wort "Geldgürtel" vernommen. 🙂

Viel Spass auf weiteren Reisen

Matze
505 Beiträge · seit 201722. Sept. 2023 · #7
TravelMan schrieb:Ich stimme euch dirdhaus zu. Wir sind tagsüber in Windhoek unterwegs gewesen, in Swakopmund auch abends (nur nicht in der Nähe der Steges). Das war ok, und doch ist man froh wieder zurück zu sein in der Unterkunft.

Aber dass man nichts wertvolles im Auto hätte stimmte bei uns nicht. Wir hatten immer alles dabei, Gepäck, Geld, Pässe, Kreditkarten, Handy, Fotos etc... Wir sind ja fast täglich einen Ort weiter gefahren. Und das wissen dort alle.

Wir sind immer noch in einer lokalen Namibia Gruppe, was da an Infos letztens kamen, puh, wie sind froh heil (bis auf den aktiv zwerstochenen Reifen) durchgekommen zu sein.

Wie gesagt, tolles Land, war sehr sehr schön, aber das war nicht ohne!
An alle Neulinge, informiert euch sehr gut. Haltet eigentlich niemals an, egal was man euch da als Grund nennt, Vorsicht an der Tanke. Auch wen es 16 mal gut geht, einmal ging es nicht gut.

Und schön, wenn Du mehrfach fort hin fährst, wie gesagt ich schaue mir lieber weitere Länder an. Die Welt bietet so viel.
Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, ob ich reagieren soll oder nicht, aber wie Matze schon schreibt, was stellst du da in den Raum, und wo willst du in der Welt schon gewesen sein?
Ich habe Ecken in den USA erlebt (sogar in NY oder LA) dagegen sind deine Beschreibungen ein Witz.
Auch in Rom, Saloniki oder in Ägypten oder Tunesien ist die Lage um einiges kritischer.
Und mir fallen noch einige mehr Orte ein ...
Ich bin in Köln am Bahnhof beklaut worden, wandere ich deshalb aus?
Vielleicht solltest du China als Urlaubsland einplanen, ich habe selten ein so aufgeräumtes und ruhiges Land erlebt, wobei ich auch noch nie soviel Polizei und Militär auf den Straßen erlebt habe.

Wie schon gesagt, ein bisschen gesunder Menschenverstand und alles ist händelbar, und nicht jeder der an der Mauer lehnt führt böses im Schilde.

Gruß
Markus
Kapstadt Namibia VicFalls 2012 Namibias Süden & KTP 2018 Cuba 2019 Eifel 2020 Ostfriesische Nordseeküste 2021 Schottland 2022 Australien 2023 Stockholm 2024 Dublin 2024 Edinburgh 2024 Al Andalus 2025 Und dieses Jahr noch Venedig, Athen und Edinburgh
33,1k Beiträge · seit 200622. Sept. 2023 · #8
und nicht jeder der an der Mauer lehnt führt böses im Schilde.
Im Gegenteil, der bewahrt die Mauer vorm Zusammensturz 😉
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661 Beiträge · seit 201522. Sept. 2023 · #9
Hallo lukas.hfd

Vielen Dank für deinen konstruktiven Kommentar. Sicher sehr hilfreich für Neulinge.
Grüessli
Malbec
1'111 Beiträge · seit 201622. Sept. 2023 · #10
TravelMan schrieb:


Und schön, wenn Du mehrfach fort hin fährst, wie gesagt ich schaue mir lieber weitere Länder an. Die Welt bietet so viel.
Das eine schließt doch das andere nicht aus. Aber klar, wenn du Namibia als so schwierig zu bereisen empfunden hast, dann macht es natürlich keinen Sinn, nochmal dahin zu fliegen. Ist ja okay, aber deine Erfahrung ist nun mal nicht die einzige und erst recht nicht die einzig richtige und das wollte ich anderen Neulingen mitgeben und habe meine Erfahrungen geteilt.
Jeder darf ja seine Meinung haben und sagen, gelle 😉
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10 Beiträge · seit 202328. Sept. 2023 · #12
Vielen Dank für Eure nicht immer qualifizierten Antworten auf meinen namibiakritischen Post.
Mir ist schon klar, das hier ist ein Hipp-Hipp-Hurra-Forum, da will man nichts anderes hören... Urlaub ist so schön, aber he, da macht mir einer mein Heiligtum kaputt...

Also, Wertsachen im Auto, inkl. der Unterstellung, ich kenne keinen Geldgürtel etc. Klar ist immer noch etwas wertvolles im Auto. Sollte ich nach dem Aussteigen ausgeraubt werden, habe ich immer noch was im Auto, das nennt man auch gesunden Menschenverstand.
Dass ich diesen nicht hätte ist schon eine entsprechend dreiste Unterstellung.

China als Reislandtipp. Danke, würdeich gerne mal hin, aber was tut das hier zur Sache?
Ebenso die Unterstellung, ich wäre noch nie wo gewesen. Herzlichen Dank dafür. Woher nimmst Du die Gewissheit?

Zu Namibia: tolles Land hat Spaß gemacht, hat uns fasziniert, war ein Erlebnis, und ich würde es vlt auch wieder mal machen, bzw. etwas anderes in der Ecke, das ist alles nicht ausgeschlossen. Aber es ist nicht nur easy, das wollte ich sagen. Dass es schlimmer geht, das weiß ich auch.
Zur Konkreten SItuation an der Tanke, was macht ihr da mit Eurem gesunden Menschenverstand. Aussteigen und das Auto von allen Seiten Beobachten, damit kein Reifen zerstochen wird? Im Auto sItzen bleiben, wie es fast überall empfohlen wird weil man da sicher ist?
Bis zu dem Vorfall haben wir die Sitzen bleiben Variante gewählt, danach waren wir immer um das Auto herum und haben geschaut.

So, wird man nun als kritischer Kommentierer hier aufgenommen, oder wie in jeder Bubble üblich verstoßen?

Meine nächste Antwort wird etwas auf sich warten lassen, ich bin im Urlaub, aber nicht in Namibia 🙂
64 Beiträge · seit 202328. Sept. 2023 · #13
Kritische Kommentierer sind hier natürlich erwünscht, auch davon lebt so ein Forum. Allerdings auch davon, dass man selbst Kritik und andere Erfahrungen ertragen kann und nicht direkt beleidigt ist.
10 Beiträge · seit 202302. Okt. 2023 · #14
Auf meine Kritik würde hier recht beleidigt reagiert, inkl. Unterstellungen. Aber das scheknt ok zu sein.

Aber dann mal zum Thema, wie hätte ich mit gesundem Menschenverstand die zerstochnenen Reifen vermeiden können?
Bitte um konkrete Hinweise, so als Tipp für mich und andere. Danke schön.
2'535 Beiträge · seit 200702. Okt. 2023 · #15
Also ich wäre noch nie auf die Idee gekommen, bei der Tankstelle einfach in Auto sitzen zu bleiben und einfach den Schlüssel rauszuhalten.
Das hat für mich etwas mit Kommunikation und Respekt zu tun. Aussteigen, freundlich grüßen, während des Tankens bisschen plaudern mit dem Tankwart, die wollen immer wissen, wo man her kommt, freuen sich in der Regel, dass man da ist und fertig.
In Kamanjab muss man sich dann halt ein wenig die Nussverkäufer und die Mütter mit den Kleinkindern auf Distanz halten, freundlich aber bestimmt nein zu sagen, hilft auch da.
LG Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
33,1k Beiträge · seit 200602. Okt. 2023 · #16
Aber dann mal zum Thema, wie hätte ich mit gesundem Menschenverstand die zerstochnenen Reifen vermeiden können?
Ich glaube nicht, dass Du dazu viel Rat bekommen wirst, da sowas kaum einer bisher erlebt haben wird. Zur falschen Zeit am falschen Ort, wäre wahrscheinlich die Begründung. Normalerweise wüsste ich nicht, wie es zu so einem Vorfall kommen soll. Da sind Tankwarte etc, die ja ständig um Dein Auto herum stehen/arbeiten. Wahrscheinlich muss man einfach sehr aufmerksam sein, selber ums Auto laufen etc. um sowas zu vermeiden. Aber wie gesagt, eigene Erfahrung habe ich dazu nicht und solche Geschichten waren mir bisher auch unbekannt.

Viele Grüße aus WIndhoek
Christian
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64 Beiträge · seit 202302. Okt. 2023 · #17
TravelMan schrieb:

Aber dann mal zum Thema, wie hätte ich mit gesundem Menschenverstand die zerstochnenen Reifen vermeiden können?
Das wird dir keiner hier beantworten können, da wir die genaueren Umstände nicht kennen. Aber wenn der Reifen beim Tanken zerstochen wurde, dann ist der Hinweis von Wolfgang sicher richtig: Aussteigen und einen Schnack mit dem Tankwart und den Fensterreinigern zu halten, ist nicht verkehrt. Und versteht sich eigentlich von selbst, da es ja auch eine der wenigen Möglichkeiten ist, in Kontakt mit den Einheimischen zu kommen. Sich da im Auto zu "verkriechen", kann halt den Eindruck erwecken, als wolle man mit den Menschen nichts zu tun haben. Das kann natürlich schon mal für schlechte Stimmung sorgen, was natürlich immer noch kein Zerstechen des Reifens rechtfertigt. Das kann vielleicht nicht immer verhindert werden, aber ich schließe mich Wolfgang an: Respekt zu haben und diesen auch zu zeigen, kann nicht schaden.
10 Beiträge · seit 202303. Okt. 2023 · #18
Keine Ahnung wie man jetzt auf die Idee kommt, wir halten da Schlüssel raus? Verkriechen mich, rede nicht? Es wird einem mangels Ahnung einfach was unterstellt. Wenn ihr was nicht versteht, warum fragt keiner nach?

Also wir haben gelesen, man solle nicht aussteigen beim tanken. Wie gesagt, das haben wir dann auch verändert danach.
Zur konkreten Situation, es haben ca 10 Menschen um das Auto herum gewuselt, geputzt, getankt, Reifen untersucht und eben auch zerstochnenen.
Da ja mein gesunder Menschenverstand angezweifelt wurde, hätte ich eben um einsprechenden Rat gebeten. Ich sehe nicht, wie ich das hätte vermeiden können. Ja falsche Zeit, falscher Ort.
Eine Kleinigkeit finde ich das aber nicht. Und das sollte eben nicht unerwähnt bleiben.

Bye the way, ich als nicht reisender sitze gerade in einem lokale Bus mit einheimischen.
33,1k Beiträge · seit 200603. Okt. 2023 · #19
haben ca 10 Menschen um das Auto herum gewuselt, geputzt, getankt, Reifen untersucht und eben auch zerstochnenen.
In so einem Fall bestimmt auftreten und sie verbal verscheuchen, wenn das nicht klappt, den Tankwart bitten das zu tun. Bei ordentlich geführten Tankstellen werden "Herumsteher" eigentlich nicht geduldet. Das ist aber in der Tat in Orten wie Kamanjab oder Uis leider manchmal nicht so. Zerstochene Reife gab es mal eine Zeit lang in der Vergangenheit bei entlegenen Gebieten, häufiger beim Versteinerten Wald. Die Übertäter wollen dann danach den Reifen reparieren und dafür ein Taschengeld haben. Nur bei einer Tankstelle, wo immer eine "offizielle" Reifenreparatur möglich ist, würde so eine Aktion ja eh nach hinten losgehen. Ich versuche also den Hintergrund des Zerstechens zu verstehen...

Viele Grüße
Christian
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661 Beiträge · seit 201503. Okt. 2023 · #20
Ich verstehen diesen shit-storm gegen Travelman nicht. 😐