Reisebericht

Mannschaftsausflug nach Namibia – April 2023

von Sorimuc · begonnen 01. Aug. 2023 · 11 Teile

Teil 101. Aug. 2023
Ja, ihr lest richtig – wir haben im April 2023 einen Mannschaftsausflug nach Namibia unternommen. Wie es dazu kam und wer „die Mannschaft“ eigentlich ist, erzähle ich euch jetzt.

Mein Mann Marc und ich, Sonja, waren schon mehrfach in Namibia, Botswana und Südafrika als Selbstfahrer unterwegs. Sämtliche Reisen habe ich im Vorfeld geplant, von Flügen und Mietwagen über die Route und Unterkünfte bis hin zu sämtlichen Aktivitäten vor Ort. Erste Neuerung dieses Mal: Unsere Tochter (zum Reisezeitpunkt 2 Jahre alt) würde mit dabei sein. Für sie war es die erste Fernreise inkl. dem ersten Flug überhaupt 🤩

Mein Mann spielt seit vielen Jahren Faustball beim TSV Unterpfaffenhofen Germering, und im Laufe der Jahre haben ein paar Namibier in seiner Mannschaft gespielt – Faustball ist nämlich in Namibia sehr bekannt. Für alle, die keine Ahnung haben, was Faustball überhaupt ist (hatte ich auch nicht, bevor ich meinen Mann kennenlernte 😗 ): Unter diesem Link kann man sich das Vorrunden-Spiel Namibia – Deutschland im Rahmen der Faustball-WM vom 22.07.2023 in Mannheim anschauen:

NAM-GER 22.07.2023 ↗



Wer genau hinschaut, sieht uns sogar in den Namibia-Trikots hinten auf der Tribüne sitzen 🤪

So hatten unsere namibischen Freunde und wir bereits vor einigen Jahren die Idee, dass es doch grandios wäre, allen Interessierten aus dem Verein die Schönheit des Landes näher zu bringen und gleichzeitig internationale Faustball-Kontakte zu knüpfen. Dann kam ein gewisses Virus dazwischen, und unsere Pläne lagen erstmal auf Eis 🙄

Anfang 2022 stiegen wir, nachdem reisen endlich wieder ohne Probleme möglich war, konkreter in die Planung ein. Bis zu dem Zeitpunkt, als wir im Oktober 2022 dann endlich die Flüge gebucht haben, habe ich persönlich ja nicht daran geglaubt, dass daraus was wird – allein die Flugpreise waren höher als je zuvor, und ob sich das wohl irgendjemand leisten wollte, ohne genau zu wissen, was ihn erwartete?

Einige hat das offensichtlich nicht abgeschreckt – und so waren wir letztendlich eine Gruppe von sage und schreibe 15 Personen! Alles Mitglieder der Faustball-Mannschaft inkl. Familien, falls vorhanden. Unsere beiden „Reiseleiter“ Steffi und Tristan kümmerten sich um alles andere: Fahrzeuge, Route, Unterkünfte, Aktivitäten, Formalitäten und vieles mehr. Das war die zweite wichtige Neuerung: Ich habe mich zurückgelehnt und einfach andere planen lassen. War anfangs gar nicht so einfach für mich, aber hat sich gelohnt 😄

So sah unsere finale Reiseroute aus:

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31.03.-03.04.2023
Windhoek: House on Olof Palme & Town Lodge

Internationale Faustballfreundschaften, Stadtführung durch Windhoek und eine einzigartige Farmrundfahrt

03.-04.04.2023
Kalahari Anib Lodge

Rote Dünen, grandiose Tiersichtungen und ein perfekter Sundowner

04.-06.04.2023
Sossusvlei: Sossus Oasis Campsite

Camping-Romantik, heiße Wüstentage und ein Traum, der in Erfüllung ging

06.-07.04.2023
Rostock Ritz Desert Lodge

Unendliche Weiten, absolute Ruhe und Zeit zum Entspannen

07.-09.04.2023
Swakopmund: The Delight

Ostern an der Küste mit kolonialem Charme, Bootstour mit tierischer Begleitung und Quad-Fun im Sand

09.-10.04.2023
Omaruru Game Lodge

Hautnahe Tierbegegnungen, Sprachtraining und bayerisches Liedgut

10.-14.04.2023
Etosha Safari Camp & Mokuti Lodge

Viele Tiere, lange Autofahrten und äußerste Entspannung

14.-15.04.2023
Waterberg Guestfarm

Eine schöne Wanderung in faszinierender Landschaft und Abschluss einer sensationellen Reise

Das sind wir:

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Und jetzt geht’s bald los – ich hoffe, ihr habt ein wenig Freude daran, uns auf unserer Tour zu begleiten.
Teil 204. Aug. 2023
Willkommen an alle, die mit dabei sind! Jetzt geht's los - bitte anschnallen und gut festhalten 😉

Windhoek 31.03.-03.04.2023 - Teil 1

Ende März 2023 ist es endlich soweit: Nach langer Vorbereitungszeit und voller Vorfreude machen wir uns auf den Weg nach Frankfurt, wo wir den Eurowings Nachtflug nach Namibia besteigen werden. Warum wir nicht von München aus geflogen sind, wo wir doch nur 15 Minuten vom Flughafen entfernt wohnen? Hauptsächlich haben wir versucht, den Stress mit Kleinkind auf Reisen zu minimieren - wir wollten vermeiden, dass der Zubringerflug Verspätung hat oder unser Gepäck beim Umsteigen abhanden kommt. Außerdem wohnen meine Schwiegereltern in Frankfurt, und so konnten wir dort ganz bequem das Auto abstellen und uns zum Flughafen chauffieren lassen.

Das Gepäck sind wir schnell los, und auch Passkontrolle und Sicherheitscheck verlaufen reibungslos. Am Gate stoßen wir auf die bevorstehende Reise an und treffen endlich unsere Mitreisenden: 15 Personen sind wir in Summe, die entweder Mitglied der Faustball-Abteilung beim TSV Unterpfaffenhofen Germering oder auf irgendeine Art mit diesen verbandelt sind.

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Sophia ist sehr aufgeregt und leicht überdreht – ihre reguläre Schlafenszeit ist schon lange überschritten. Der Flieger startet pünktlich um 22:00 Uhr, und nach dem üblichen Startprozedere und Abendessen beruhigt sich alles und die Maus schläft auf unserem Schoß ein. Erst kurz vor der Landung erwacht sie bestens gelaunt, während Marc und ich leicht gerädert sind.

Wir landen um 08:20 Uhr bei Sonnenschein und angenehm warmen Temperaturen. Die Schlange bei der Einreise dürfen wir dank Kleinkind passieren, müssen aber bei der Gepäckausgabe natürlich trotzdem auf alle anderen warten. Am Ausgang werden wir von Tristans Mama und seinem Onkel begrüßt – dieser hat sich sogar extra ein T-Shirt als Willkommensgruß für uns drucken lassen. Einige besorgen sich noch SIM-Karten (was eine kleine Ewigkeit dauert), dann bringt uns ein Bus in die Stadt. Für Sophia haben wir einen Kindersitz bei der Autovermietung vorbestellt, und dieser wartet auch bereits im Bus auf uns.

Die Hotels in Windhoek hat jeder selbst gebucht, weil anfangs noch nicht klar war, dass fast alle den gleiche Flug nehmen würden. So hat der größere Teil in der Town Lodge genächtigt (die strategisch günstig zum Sportgelände in Windhoek liegt), wir und ein weiteres Pärchen hatten uns im House on Olof Palme am anderen Ende der Stadt eingebucht. Dabei handelt es sich um ein kleines Gästehaus mit reizenden Gastgebern, einem schönen Innenhof inklusive Pool und geräumigen Zimmern. Auf dem Weg dorthin übernehmen wir noch eines der Fahrzeuge von Tristans Eltern, damit wir mobil bleiben.

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Wir ruhen uns ein paar Stunden aus und sind abends bereits am Sportplatz, wo der Faustballverein von Windhoek für uns eine Willkommensparty organisiert hat. Es gibt ein sogenanntes Bushman-Fondue mit Zebra-, Oryx- und Hartebeest-Fleisch, dazu leckere Salate und ein erstes Savanna bei Sonnenuntergang. Ich kann kaum beschreiben, wie glücklich es mich macht, wieder hier zu sein und unserer Tochter meine Begeisterung für Namibia weitergeben zu können (Spoiler: Hat hervorragend geklappt 😄 ).

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Teil 305. Aug. 2023
Windhoek 31.03.-03.04.2023 - Teil 2

Für den Samstag ist das große Turnier angesetzt, zu dem der Cohen Faustball Club den SFC aus Swakopmund und uns eingeladen hatte. Die Männer machen sich bereits um 08:00 Uhr morgen auf den Weg zum Sportplatz, die Ladies frühstücken gemütlich und vertreiben sich den Vormittag am Pool.

Während unsere Sportler mit der Hitze, der ungewohnten Höhe (Windhoek liegt auf knapp 1700 m, München nur auf rund 500 m) und dem stumpfen Rasen zu kämpfen haben, findet Sophia neben dem Platz schnell neue Freunde und vertreibt sich die Zeit mit rutschen und schaukeln. Der Tag ist geprägt von vielen tollen Begegnungen und Gesprächen am Rande des Spielfeldes, kulinarisch super versorgt werden wir von Svenja, der Besitzerin der Handle Bar direkt am Sportplatz.

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Marc stellt fest, dass er wohl seine Brille verloren hat – hier zeigt sich sogleich die Hilfsbereitschaft der Community, in deren Reihen sich auch ein Optiker befindet. Marc kann am Sonntag zur Vermessung in den Laden kommen, und bereits am Montagmorgen soll die neue Brille dann abholbereit sein.

Am Ende des Tages geht der Sieg an den Swakopmund Faustball Club, der TSV Unterpfaffenhofen belegt die Ränge 5 und 6. In der Allgemeinen Zeitung gibt es sogar einen Artikel zum Turnier. Alle Gäste erhalten kleine, handgeschnitzte Trophäen als Gastgeschenke, und nach einem leckeren Abendessen geht der erste Tag mit vielen tollen Eindrücken und Begegnungen zu Ende. Sophia tragen wir im Gästehaus schlafend direkt aus dem Auto ins Bett 😘

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Am nächsten Tag haben wir etwas Besonderes geplant: Wir dürfen Mareike und Mark mit ihren beiden Kindern auf ihrer Farm südlich von Windhoek besuchen. Von hier kam das zarte Fleisch für unser Fondue am ersten Abend. Die Farm hat eine Größe von 10 000 Hektar, was einer Quadratgröße 10 x 10 Kilometern oder 14 000 Fußballfeldern entspricht. Wir fahren auf zwei offenen Farmautos über das Gelände und machen Brotzeit an einem Aussichtspunkt mit eindrucksvollem Blick über das Hochland. Sophia ist begeistert von der holprigen Fahrt und von Hund Odin, der uns auf unserem Ausflug begleitet. Nach der Rückkehr verbringen wir noch etwas Zeit auf der Farm: Sophia ist kaum mehr aus dem Sandkasten zu locken, ein Teil besichtigt das Schlachthaus und der Rest entspannt im Schatten oder springt zur Abkühlung in den Pool.

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Auf der Rückfahrt in die Stadt gerät eines unserer Autos in eine Polizeikontrolle – das Fahrzeug ist wohl offiziell nur für drei Personen zugelassen, jedoch mit fünf Insassen voll besetzt. Nach einigen Diskussionen und ein paar Getränken, die den Besitzer wechseln, dürfen aber alle weiterfahren. Der Rest unserer Reisegruppe ist nachmittags auf einer Stadtführung durch Windhoek und Katutura unterwegs. Wir haben das ja bereits bei früheren Besuchen in der Stadt erlebt und entspannen derweil in unserem Gästehaus. Abends treffen wir uns in Joe’s Beerhouse wieder zum Dinner.

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Nach dem Essen basteln wir an einem genauen Ablaufplan für alle Besorgungen, die wir am nächsten Tag zu erledigen haben – ob das wohl alles so klappen wird und jeder weiß, was er wann zu tun hat?

Fazit zu unserer Unterkunft House on Olof Palme: Preis-Leistung klasse, sehr herzliche Gastgeber, alles sauber und schöner Innenhof - klare Empfehlung!
Teil 409. Aug. 2023
Kalahari Anib Lodge 03.-04.04.2023

Am Montagmorgen geht es dann endlich auf Pad. Bis dahin hatten wir zwei private Fahrzeuge von Tristans Familie zur Verfügung, nun übernehmen wir zusätzlich zwei nagelneue Isuzu D-Max bei Warthog Car Rental und bekommen eine ausführliche Einweisung in Fahrzeug und Camping-Equipment. Unser Auto hat lediglich 36 Kilometer auf dem Tacho, einen nagelneuen Kühlschrank und ein Dachzelt an Bord.

Im Anschluss holen wir noch Marcs Brille bei W Meyer Optometrists ab und sind begeistert – die Gläser wurden über Nacht aus Südafrika geschickt und noch am selben Morgen entsprechend seiner Werte geschliffen. Die Brille sieht fast genauso aus wie seine alte, kostet aber nur ein Viertel davon. Marc überlegt, ob er sich spontan noch eine Sonnenbrille anfertigen lassen soll, verwirft den Gedanken dann aber. Solltet ihr also je einen Optiker in Windhoek benötigen, können wir diesen wärmstens empfehlen 😘

Nun treffen wir die anderen am Super Spar zum Großeinkauf. Mehrere Einkaufswägen sind schnell gefüllt und eigentlich könnte unsere Tour nun starten. Wir müssen jedoch noch einen ungeplanten Stopp an einer Tankstelle einlegen und auf einen Mitarbeiter der Autovermietung warten – bei dem anderen Isuzu geht ständig die Alarmanlage an, sobald das Fahrzeug abgesperrt wird. Angeblich handelt es sich nur um eine Kleinigkeit, das Problem ist schnell gelöst und wir können weiterfahren – der nervtötende Alarm wird uns jedoch die ganze Reise über begleiten.

Ein großer Pluspunkt sind unsere Funkgeräte, mit denen wir alle Fahrzeuge ausgestattet haben. Damit können wir uns während der Fahrt unterhalten, Tristan und Steffi erzählen allerlei Wissenswertes zur Fahrtstrecke und auch sonst gibt es viel Witziges und Unterhaltsames zu erörtern 🤪

Die Landschaft wird südlich von Windhoek immer flacher, bis langsam die Ausläufer der Kalahari in Sicht kommen. Nach knapp drei Stunden Fahrt erreichen wir die Kalahari Anib Lodge, machen uns nur kurz frisch und schon geht es los zum Sundowner Drive. Marc bleibt mit Sophia lieber in der Lodge und vergnügt sich auf dem Spielplatz und am erfrischenden Pool.

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Unser Game Drive ist grandios – ohne Übertreibung einer der schönsten, die ich in der Kalahari je erlebt habe. Wir haben unglaublich viele Tiersichtungen, darunter Marabus, Zebras, Giraffen, Oryx, Kudus, Springböcke, Gnus und vieles mehr.

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John, unser sympathischer und erfahrener Guide, erklärt viel, und auch für mich sind einige neue und interessante Infos dabei, immer gewürzt mit einer Prise Humor. Zum Sundowner halten wir oben auf einer Düne und genießen den Ausblick, die Umgebung und einfach die ganze Atmosphäre in vollen Zügen. Ein paar Snacks und kalte Getränke dazu – was will man mehr?

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Die Rückfahrt treten wir bereits bei Dunkelheit an, und auch diesmal haben wir so viel Glück: Wir treffen noch auf einen Hasen, eine Baby-Wildkatze, Giraffen, Springböcke und einen Waschbären. Über uns spannt sich ein beeindruckender Sternenhimmel. Sophia hat mit dem Schlafengehen auf ihre Mama gewartet, und so schaffe ich es gerade noch rechtzeitig zum Abendessen – es gibt Kudu und Kartoffeln mit Gemüse, als Nachspeise Schokokuchen.

Wir lassen den Abend an der Bar ausklingen, die folgende Öffnungszeiten aufweist: „Until the last man standing“. Diese Herausforderung nehmen wir motiviert an, und neben einigen Kaltgetränken fließt an diesem Abend auch noch etwas Blut: Einer unserer Freunde verletzt sich die Zehe, die Wunde ist jedoch schnell und routiniert mit Wodka desinfiziert. Ein weiterer spießt sich den langen Dorn eines Kameldornbaumes ins Ohrläppchen.

Am nächsten Morgen packen wir unser Gepäck fürs Camping um, checken aus und verlassen die Lodge gegen halb elf.

Die Kalahari Anib Lodge ist mit ihren 52 Zimmern recht groß und damit vor allem für Gruppen gut geeignet. Unser Zimmer war groß und sehr schön ausgestattet, mit einem separaten Zimmer für Sophia und einer kleinen Terrasse mit Blick in die Wüste. Frühstück und Abendessen waren wenig überzeugend, das Buffet war meist recht abgegrast und wurde nur sporadisch wieder aufgefüllt.

Grundsätzlich hat es uns bei den vorherigen Besuchen auf der Bagatelle Kalahari Game Ranch wesentlich besser gefallen, aber für diesen Anlass war es absolut in Ordnung. Preis-Leistung ist hier top.
Teil 511. Aug. 2023
Schön, dass ihr dabei seid und vielen Dank für eure Vorschläge zu Waschbär-ähnlichen Vierbeinern in der Kalahari 😁 Weiter gehts nun Richtung:

Sossusvlei 04.-06.04.2023 - Teil 1

Weiter geht es für unsere Reisegruppe Richtung Sossusvlei, wo wir das erste Mal auf der Sossus Oasis Campsite im Zelt übernachten werden. Im Maltahöhe Hotel pausieren wir, erfrischen uns mit kühlen Getränken und bewundern die Ausstellungsstücke, die sich hier über die Jahre angesammelt haben – immerhin handelt es sich um das älteste Hotel Namibias und wurde im Jahr 1907 eröffnet (selbige Ausstellungsstücke habe ich übrigens nur bewundert, offenbar aber nicht fotografiert 🤩 ).

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Die Weiterfahrt auf der C19 ist landschaftlich traumhaft, und so halten wir des Öfteren für Fotos.

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Als wir schließlich gegen 16:30 Uhr die Campsite erreichen, zeigt das Thermometer 40 Grad im Schatten an 🙄 Unser Platz Nummer 14 liegt sehr schön im hinteren Bereich, fernab der Hauptstraße. Den Aufbau gehen wir angesichts der Hitze nur langsam an, zunächst ist Entspannung im Schatten und Baden angesagt.

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Als es dunkel wird, beginnt Grillmeister Tristan mit dem Braai: mehrere Kilo Lamm, Rind und Schweinebauch landen auf dem Feuer, dazu gibt es Salat und Knoblauchbrot. Ein wirklich köstliches Abendessen!

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Sophia schläft im Zelt wie ein Stein, und auch ich bin müde und gehe früh schlafen – wir wollen schließlich am nächsten Morgen ins Sossusvlei. Die ganze Gruppe ist zeitig am Start, und so reihen wir uns um kurz vor sieben Uhr in die Schlange am Gate ein. Wir lassen es aber ruhig angehen und machen an der Düne 1 erstmal Frühstückspause 🤪

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Während alle anderen den schweißtreibenden Aufstieg auf die Big Daddy in Angriff nehmen, spazieren wir mit der Kleinen ins Deadvlei – alles andere wäre uns viel zu anstrengend gewesen 😐 Es ist unglaublich heiß und wir flüchten schließlich in den Schatten des großen Baums an der Picknick Area. Die anderen kehren eineinhalb Stunden später zurück und sind ziemlich erledigt. Neben uns vermisst eine andere Reisegruppe einen 70-jährigen Mitreisenden, der schon längst von seinem Aufstieg auf die Düne zurück sein müsste 😮

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Die Rückfahrt zur Campsite ist sehr mühsam – die Hitze, das frühe Aufstehen und die körperliche Anstrengung belasten jeden. Dass die Strecke meist schnurgerade ist, macht die Sache nicht besser. Wie eine Oase taucht schließlich die Campsite vor uns auf und wir gönnen uns erstmal alle eine kalte Dusche – göttlich! Den Nachmittag verbringen wir bei 42 Grad im Pool oder dösend im Schatten. Außerdem essen wir 😄 – mittags gibt es Boerewors und Gemüsesticks, direkt im Anschluss beginnen wir mit den Vorbereitungen für den Potjie (dank der Locals in unserer Gruppe weiß ich nun auch endlich, wie man das ausspricht, nämlich „Poikie“) mit Lamm, Kartoffeln, Zwiebeln und Gemüse, der einige Stunden auf dem Feuer vor sich hin köchelt.

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Auch heute gehe ich wieder frühzeitig ins Zelt, denn am nächsten Morgen wollte ich mir einen lang gehegten Traum erfüllen… 😘
Teil 612. Aug. 2023
Nun geht es weiter mit einer wahren Bilderflut - sorry schon mal dafür 🤩 😎

Sossusvlei 04.-06.04.2023 - Teil 2

Mein Wecker klingelt am nächsten Morgen um 04:45 Uhr. Während die anderen noch eine Weile schlafen und später dankenswerterweise unser Zeltlager abbauen werden, werde ich mir einen 10 Jahre alten Traum erfüllen: eine Fahrt mit dem Ballon über die Namib-Wüste.

Bereits 2013, bei unserer allerersten Reise in dieses wunderbare Land, hatte ich eine Ballonfahrt gebucht, die leider kurzfristig aufgrund eines Sandsturms verschoben werden musste. Was habe ich mich damals geärgert, und irgendwie ist es mir nie aus dem Kopf gegangen. Also diesmal ein neuer Versuch!

Ich bin übrigens allein gefahren, Marc hat Höhenangst und Sophia ist noch viel zu klein. Den Rest unserer Gruppe konnte ich im Vorfeld nicht davon überzeugen, dass der sündhaft teure Ausflug seinen Preis wert ist 😊

Um 5 Uhr werde ich an der Tankstelle der Sossus Oasis Campsite von meinem Shuttle abgeholt und zu Namib Sky Balloon gebracht. Dort gibt es Kaffee und eine kurze Einweisung. Drei Ballons werden voll besetzt sein mit jeweils 16 Personen. Noch im Dunkeln werden wir zum Startplatz gebracht, wo wir nervös auf die Start-Freigabe warten – noch ist das Wetter zu unsicher, es regnet am Horizont und wir warten auf den Sonnenaufgang. Die Ballons werden unterdessen schon bereit gemacht, und dann kommt endlich das erlösende Signal.

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Mit mir an Bord befindet sich eine Familie aus England, ansonsten nur Deutsche, die offenbar nun, kurz vor dem Start, doch etwas mit Angst zu kämpfen haben und mehrfach die Frage stellen, ob ein Start auch wirklich sicher wäre, außerdem unser Pilot Brad aus Australien. Nun geht es los und ich lasse noch mehr Bilder sprechen:

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Die Fahrt erfüllt absolut meine nicht gerade geringen Erwartungen. Ruhig gleiten wir über den ersten Dünenausläufern dahin, es wird wenig gesprochen – alle sind überwältigt von dem, was wir zu sehen bekommen. Brad dreht den Ballon stetig um seine Achse, so dass alle das komplette Panorama bewundern können.

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Nach etwa eineinhalb Stunden landen alle drei Ballons direkt an der Teerstraße, die ins Sossusvlei führt. Wir werden bereits von den Begleitfahrzeugen erwartet und ein Stück weit hinein in die Dünenlandschaft gefahren (der Weg dorthin zweigt ab von dem Parkplatz an Düne 1), wo uns ein reichlich gefülltes Buffet mit vielen selbstgemachten Köstlichkeiten und elegant eingedeckte Tische erwarten – was für ein unwirklicher Anblick!

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Eine große Flasche Champagner wird stilecht mit einem Säbel geöffnet. Ich genieße das leckere Frühstück – zumindest kurzzeitig, da plötzlich eine Wolkenwand anrückt und es tatsächlich anfängt zu regnen, mitten in der Wüste! Wir springen schnell zurück in die bereitstehenden Fahrzeuge und machen uns auf den Rückweg.

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Teil 713. Aug. 2023
Rostock Ritz Desert Lodge 06.-07.04.2023

An der Tankstelle der Sossus Oasis Campsite wartet schon der Rest der Reisegruppe auf mich und wir fahren weiter bis Solitaire, wo wir den obligatorischen Stopp für Apfelkuchen und Eis für Sophia einlegen. Benzin gibt es heute keins – erst in etwa fünf Stunden wird der LKW mit Nachschub erwartet. Gut, dass unsere Fahrzeuge alle mit Diesel laufen. Nur Tristans Auto braucht Benzin, der hat glücklicherweise aber einen Doppeltank und noch genug in Reserve.

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Sowohl die Anfahrt als auch der erste Eindruck der Rostock Ritz Desert Lodge ist großartig. Wir wohnen in rustikalen, Iglu-förmigen Häuschen aus Stein, jedes mit gigantischer Aussicht auf die traumhafte Landschaft. Auch die Aussicht in die Toilette ist traumhaft – eine Tür gibt es nämlich leider nicht, lediglich einen dünnen Vorhang 😈

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Den Nachmittag verbringen wir ganz entspannt am erfrischenden Pool. Der Barkeeper bringt kalte Getränke und es könnte uns nicht besser gehen. Es sind noch zwei Familien anwesend, die sämtliche Liegen in Beschlag genommen haben, weshalb wir es uns am Rand des Pools bequem machen. In der Situation frage ich mich, wie die übrigen Gäste die Anwesenheit einer solch großen Gruppe wohl finden? Wir sind zwar nicht laut oder unangenehm, aber so viele Personen inkl. Kleinkind, das Ball spielend zwischen allen rumspringt, tragen natürlich nicht unbedingt zu allgemeiner Ruhe bei 😗 🤪

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Der Sonnenuntergang ist schlicht und einfach grandios bei diesem gigantischen Ausblick – wir genießen ihn auf der Terrasse mit einem kühlen Savanna.

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Das WLAN funktioniert heute wohl nicht, und damit gibt es auch kein Babyphone für uns. Da Sophia eine ziemliche Schlafmütze ist und gerne und früh ins Bett geht, muss man sich echt was einfallen lassen, um sie nach 19 Uhr wach zu halten. Wir schaffen es bis zum Dessert, dann geht Marc mit ihr schlafen. Das Essen an sich ist nicht schlecht, aber auch nichts Besonderes, der Service leider sehr langsam – wir sind bereits mit der Vorspeise fertig, als überhaupt erst unsere Getränke kommen.

Wir sitzen noch eine Weile auf der Terrasse und genießen die leichte Brise, die für etwas Abkühlung sorgt. Unsere Nacht ist recht unruhig, die Steinhäuschen speichern die Hitze des Tages und trotz offener Türen gibt es kaum Abkühlung. Am nächsten Morgen geht es nach dem Frühstück weiter. Hier hat es uns sehr gut gefallen, allein schon wegen der Lage und dem schönen Pool. An der Qualität von Essen und Service kann aber gerne noch gearbeitet werden 😐

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Teil 814. Aug. 2023
Swakopmund 07.-09.04.2023

Die Pad nach Swakopmund ist in fürchterlichem Zustand – wellig und durchsetzt mit Schlaglöchern, so dass wir für 100 Kilometer ganze drei Stunden (ohne Pausen) benötigen 😵

Kurz nach der Ausfahrt von Rostock Ritz erreichen wir den Tropic of Capricorn, dessen Schild über und über mit Aufklebern von Reisenden beklebt ist. Jemand hat die Idee, wir könnten doch einen Aufkleber des TSV Unterpfaffenhofen Germering hinzufügen – dazu müssen wir ein Auto komplett ausräumen, da sich der Koffer mit den Aufklebern natürlich ganz hinten unten befindet 😈 Vermutlich ist unser Sticker aber jetzt schon nicht mehr dort – zwei Tage später erscheint ein Artikel in der AZ, dass eine holländische Familie dem „Vandalismus“ Einhalt gebieten wollte und alle Aufkleber, die sich lösen ließen, entfernt hat 😊

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Wir stoppen ebenfalls am Kuiseb Canyon, danach wird die Straße zum Glück besser und wir erreichen die Düne 7 kurz vor Walvis Bay. Der motiviertere Teil unserer Gruppe steigt nach oben, wir sitzen unten im Schatten und gönnen uns ein kühles Getränk – ein Hoch auf die Kühlschränke in den Fahrzeugen.

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Sobald das Meer in Sicht ist, müssen wir noch einmal anhalten – wir wollen die salzige, kühle Meeresluft genießen. Was für eine Wohltat nach der Hitze der letzten Tage! Unsere Unterkunft in Swakopmund ist das The Delight, und wir beziehen nur kurz unsere Zimmer, bevor es direkt weiter in die Stadt geht. Vorher gibt es aber noch eine Überraschung für uns: Tristans Onkel, den wir bereits aus Windhoek kennen, hat sich zu unserer großen Freude entschlossen, das Wochenende hier mit uns gemeinsam zu verbringen, und erwartet und bereits im Hotel. Auch seine Eltern sind angereist und werden uns bis zu unserem nächsten Ziel begleiten.

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Unser Spaziergang führt uns zur Waterfront und dann immer die Strandpromenade entlang bis zum Tiger Reef, wo wir den Sonnenuntergang bewundern wollen. Einige haben die Temperaturen und den kalten Wind hier ganz schön unterschätzt – wir haben zum Glück vorgesorgt und warme Jacken eingepackt. Unser Abendessen hier besteht aus Pommes, Calamari und Austern, dann verbringen Marc und ich einen gemütlichen Abend an der Hotelbar, während die anderen noch in ein Restaurant weiterziehen.

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Am nächsten Morgen geht es erneut früh los. Wir haben heute die Mola Mola Dolphin Tour auf dem Programm. Als Gruppe gibt es ein Boot exklusiv für uns, und Sophia bekommt für alle Fälle eine kleine Mini-Schwimmweste 😘 Gleich nach der Abfahrt kommen eine Robbe und ein Pelikan an Bord und werden von der Besatzung mit Fischen gefüttert. Die Tiere scheinen dies gewohnt zu sein, Berührungsängste gibt es keine und sie posieren geduldig für das ein oder andere Foto.

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Wir verbringen den ganzen Vormittag auf See, sehen zahlreiche Robben, Delphine und sogar Flamingos, werden von der Crew umsorgt und genießen die Fahrt. Nach einer Weile gibt es leckeren Fingerfood und Sekt, dann kommen noch fünf Pelikane angeflogen und fahren ein Stückchen mit uns – vermutlich nur solange, bis sie ein anderes Boot finden, wo der ein oder andere Happen für sie abfällt 😄 Nach gut drei Stunden steuern wir zurück zum Hafen, wo sich Sophia im Souvenirladen noch eine pinken Flamingo aussucht.

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Fazit zur Bootstour: Für uns war die Tour klasse, da wir als Gruppe ein eigenes Boot nur für uns hatten. Allgemein ist das schon sehr touristisch - von selbst wäre ich vermutlich nicht auf die Idee gekommen, diese Tour zu buchen 😄 Aber auf jeden Fall mal eine nette Abwechslung zu Sand und Wüste.

Nachmittags geht es für Marc direkt weiter zum Quad Bike fahren, während Sophia und ich uns über ein paar entspannte Stunden in unserem Hotelzimmer freuen. Marcs Feedback zum Quad Bike: Es ist eine interessante Erfahrung, einmal mit dem Quad im Sand fahren zu können, leider fährt die Gruppe jedoch ohne Ziel durch die Dünen, was ökologisch vermutlich ziemlich fragwürdig ist. Außerdem sind viele Gruppen parallel unterwegs und die Guides wenig motiviert, ihren Gästen etwas zu bieten (die Tip-Box wurde bereits vor Beginn der Fahrt rumgereicht 😵 ).

Zum heutigen Sonnenuntergang finden wir uns auf der Jetty ein, bevor es dann zum Abendessen ins The Tug geht. Das hatten wir von 2013 irgendwie besser in Erinnerung – der Service ist extrem langsam, Bestellungen werden durcheinander gebracht und auf das Essen warten wir gefühlt ewig. Auch der Fisch entspricht leider nicht ganz unseren Erwartungen. Sophia hält gut durch, ist am Ende aber todmüde und schläft auf dem Heimweg fast auf unserem Arm ein.

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Selfie-Queen 😎 Wenn schon sonst keiner ein Bild von mir macht 😄

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Am Ostersonntag – alle Hotelangestellten sind passenderweise als Osterhasen verkleidet – genießen wir ausgiebig das vielfältige und leckere Frühstücksbuffet, bevor wir die kühlere Küstengegend wieder hinter uns lassen und erneut ins Landesinnere fahren. Das stylische und sehr schön eingerichtete Hotel bietet sämtliche Annehmlichkeiten, die man braucht, die Lage ist zudem sehr zentral mitten in Swakopmund – hier würden wir jederzeit wieder einchecken.
Teil 915. Aug. 2023
Omaruru Game Lodge 09.-10.04.2023

Unsere Fahrt geht weiter, an der Spitzkoppe vorbei, zur Omaruru Game Lodge. Aufgrund des Feiertags begleiten uns Tristans Eltern und wir freuen uns, noch mehr Zeit mit ihnen verbringen zu können. An einer Tankstelle können wir trotz Sonn- und Feiertag alkoholische Getränke kaufen – vermutlich nicht ganz legal, aber wir freuen uns, denn unsere Vorräte sind ganz schön geschrumpft. Kurz vor Omaruru müssen wir an einer Baustelle warten, da eine Fahrspur gesperrt ist. Die Wartezeit lag bei sage und schreibe 15 Minuten, und während dieser Zeit kamen höchstens drei Autos durch 🙄 😈

Bereits am frühen Nachmittag erreichen wir unsere Unterkunft für diese Nacht. Das ist auch gut so, denn schon um 15 Uhr startet der Game Drive. Wir beziehen eilig die Zimmer – immer dieser Freizeitstress! Nur Marc und Sophia entscheiden sich für die entspannte Variante und verbringen den Nachmittag am Pool.

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Zunächst machen wir uns auf die Suche nach den Elefanten und werden auch schnell fündig. Die grauen Riesen werden mit Heu und Schoten gefüttert und kommen sehr nah an die Fahrzeuge. Offenbar sind die Tiere es auch gewöhnt, von den Besuchern angefasst und gestreichelt zu werden.

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Im gegenüberliegenden Bereich der Lodge geht es weiter: Wir sehen vier ausgewachsene Nashörner mit zwei Jungtieren, Zebras, Giraffen, Wasserböcke, Eland-Antilopen, Impalas, Strauße und vieles mehr – am Ende tut uns sogar das hauseigene Nilpferd einen Gefallen und wuchtet seinen massigen Körper an Land.

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Der Game Drive ist nett und wir haben viele Tiersichtungen aus nächster Nähe, die man so in freier Wildbahn vermutlich nicht hat. Das Ganze erinnert aber sehr an einen Besuch im Zoo. Auch unser Guide ist eher mäßig motiviert, erklärt kaum etwas, und hey –
zu Trinken gibt es nur Wasser aus der Kühlbox 😮 Kein Stopp an schöner Stelle mit Aperitivo und Snacks – aber vielleicht sind wir auch zu anspruchsvoll 😗 Bei der Rückkehr finden wir Sophia Nudeln essend am Wasserloch, direkt vor ihrer Nase ein Nashorn, das sie interessiert beobachtet 😘

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Den Aperitif gibt es für uns nun ebenfalls am beleuchteten Wasserloch, dann wird ein 4-Gänge-Menü bestehend aus Gemüse-Tarte, Rote-Bete-Salat, Oryxsteak und Früchte-Pudding serviert. An diesem Abend sitzen wir noch lange draußen und genießen die milden Temperaturen und die gute Stimmung. Wir erfahren allerlei interessante Dinge von den Locals, zum Beispiel, dass sie uns Deutsche „Jerrys“ nennen (vermutlich wegen der Abkürzung GER für Deutschland), und amüsieren uns köstlich über die Tradition des Bokdroll Verspoeg Competisie (Weitspuckwettbewerb mit Antilopenhinterlassenschaften) 🤢

Am nächsten Tag geht es auch schon weiter – wir brechen auf Richtung Etosha Nationalpark. Die Omaruru Game Lodge hat uns leider in Summe nicht überzeugt. Die Zimmer sind alt und renovierungsbedürftig, und das Essen sowie der Game Drive bleiben hinter den Erwartungen zurück. Wer Zuhause gerne in den Zoo geht, fühlt sich aber vermutlich ganz wohl.
Teil 1016. Aug. 2023
Etosha Nationalpark 10.-14.04.2023

In Otjiwarongo kaufen wir für die nächsten beiden Camping-Tage im Spar ein. Wir sind schon geübt, bereits eine halbe Stunde später stehen wir mit vollgepackten Einkaufswägen wieder auf dem Parkplatz und verstauen Essen und Getränke in den Fahrzeugen. Gegen drei Uhr nachmittags erreichen wir das Etosha Safari Camp, ergattern drei zusammenhängende Plätze in der Mitte und bauen gemütlich unsere Wagenburg auf. Zwischendurch kühlen wir uns im Pool ab (die Mädls) und bereiten das abendliche Braai vor (die Männer). Lange sitzen wir an diesem Abend zusammen und bewundern den schönsten Sternenhimmel unserer Reise.

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Am nächsten Morgen haben wir leider einen Krankheitsfall zu beklagen: Tristan scheint sich den Magen verdorben zu haben. Alle anderen bleiben zum Glück ohne Beschwerden. Wir frühstücken erstaunlich luxuriös, kochen Rührei für alle aus sagenhaften 36 Eiern, außerdem gibt es Baked Beans, Obstsalat und sogar Sekt. Wir haben entschieden, morgens nicht in den Park zu fahren, und so beschäftigt sich jeder wie er möchte: Die Männer wursteln so rum (beim Campen ist ja immer was zu tun), wir Mädls gehen an den Pool und freuen uns über den ereignislosen Vormittag. Sophia beschäftigt uns alle auf ihre Weise: Mit Chrissy holt sie Wasser am Pool, Julian darf Pixi-Bücher vorlesen, Markus muss als Reitpferd herhalten 😄

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Während der Rest der Gruppe – außer Tristan, dem es immer noch nicht wirklich gut geht – nachmittags in den Park fährt, bleiben wir noch ein Weilchen am Pool und entspannen. Kurz vor der Ausfahrt aus dem Park haben unsere Freunde eine grandiose Sichtung: Ein ausgewachsener Mähnenlöwe läuft direkt vor ihnen über die Straße! Leider sind alle Bilder viel zu dunkel geworden, da die Sonne schon untergegangen ist 🙄

Später treffen wir uns alle im Restaurant, das zum Camp gehört und mit fröhlichen bunten Möbeln bestückt ist. Die Atmosphäre ist sehr angenehm, es gibt sogar Live-Musik am Lagerfeuer. Wir lassen uns Oryx-Filet vom Buffet schmecken und setzen uns dann ans Feuer, wo Sophia andächtig der Musik lauscht 😘

Am folgenden Tag geht es früh los – wir verbringen den ganzen Tag im Park, immerhin müssen wir die komplette Strecke vom südlichen Anderson Gate bis zum östlich gelegenen Namutoni zurücklegen, um unsere nächste Unterkunft zu erreichen. Das Etosha Safari Camp hat uns allen sehr gut gefallen. Die Plätze auf der Campsite sind mit Gras bewachsen und große Bäume spenden ausreichend Schatten, die Sanitäranlagen sind sauber und der Poolbereich mit Bar und urigem Restaurant versorgt einen mit allem, was man braucht.

Kurz nach Okaukuejo erspähen wir eine Hyäne, die sich aber leider hinter hohem Gras versteckt und auch partout nicht mehr herauskommen möchte. Wenn vier Fahrzeuge angestrengt in eine Richtung schauen, erregt das natürlich die Aufmerksamkeit anderer Gäste und wir verursachen einen kleinen Stau. Könnt ihr sie entdecken?

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Bis zur Frühstückspause auf dem Rastplatz bei Olifantsbad begegnet uns noch eine Zebraherde auf ihrem Weg zum Wasserloch Gemsbokvlakte, wo sich schon einige Oryx, Springböcke und andere Tiere aufhalten.

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Kurz vor Homob liegen fünf Löwen direkt neben der Straße im dichten Busch verteilt – es herrschen kriegsähnliche Zustände, beim Kampf um die besten Plätze gibt es kein Pardon. Nach zwanzig Minuten verursacht ein mit fünf Mann besetzter Golf beim hin und her Rangieren fast einen Unfall, und wir ziehen entnervt ob der Rücksichtslosigkeit weiter.

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Auch kurz vor dem Etosha Lookout, wo wir natürlich einen Fotostopp einlegen, liegt ein Löwe gut getarnt im Schatten eines Baumes.

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Vor Okerfontein erspähen wir einen Helikopter, der in der Nähe zur Landung ansetzt, kurz danach brausen mehrere Fahrzeuge mit bewaffneten Rangern des Nationalparks in die gleiche Richtung an uns vorbei. Wir stimmen per Funk ab und fahren schließlich hinterher – was wäre uns sonst für ein Spektakel entgangen 😮 Einige Männer arbeiten an einem offenbar betäubten Nashorn, dem gerade in diesem Moment selbiges abgesägt wird. Nach wenigen Minuten wird hektisch zusammengepackt und alle springen in ihre Fahrzeuge oder den Hubschrauber – und schon Sekunden später regt sich das Nashorn, nun ohne Horn, richtet sich schwerfällig auf, wankt davon ins hohe Gras und ward sogleich nicht mehr gesehen.

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Direkt an der Teerstraße bei Namutoni treffen wir noch auf eine größere Herde Elefanten, und sogar ein paar Babys sind mit von der Partie.

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Nach 9,5 Stunden auf Pad erreichen wir endlich die Mokuti Lodge – und sind vom Fleck weg begeistert. Die Lodge hat erst ein paar Wochen vorher nach einem größeren Umbau neu eröffnet, alles ist sehr modern und stilvoll gestaltet, der Pool ein absoluter Traum. Und die Lage direkt am Tor zum Etosha ist natürlich grandios.

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Nach dem köstlichen Abendessen sitzen wir noch zusammen an der Poolbar und rekapitulieren die bisherigen Highlights unserer Reise. Das sind einige, und zum Glück ist sie auch noch nicht vorbei.

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Für den nächsten Tag haben wir kaum Pläne – nach zwei Wochen unterwegs ist jeder froh, einen Tag lang kein Programm zu haben. Wir treffen uns bereits vormittags am Pool und Werner, der Barkeeper, sorgt sich rührend darum, dass unsere Gläser nie leer werden 🤪 Zwischendurch gönnen wir uns Massagen, denn auch einen Spa-Bereich gibt es hier. Meine dauert ganze 90 Minuten und entspannt mich mit der Heilkraft von heißen und kalten Steinen.

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Ansonsten ist über diesen Tag nicht mehr viel zu sagen, außer, dass uns langsam die Melancholie des herannahenden Abschieds befällt. Am folgenden Morgen geht es weiter zur letzten Station unserer Reise. Unser Fazit zur Mokuti Lodge: Wer dort eincheckt, hat alles richtig gemacht.
Teil 1117. Aug. 2023
Waterberg 14.-15.04.2023

Kurz vor Tsumeb wollen wir den Lake Oshikoto besichtigen, aber der Eintritt ist gesalzen: 250 namibische Doller soll er pro Person kosten, Locals zahlen 30 NAD. Das ist uns zu teuer, wir fahren unverrichteter Dinge weiter. Kurz vor Otavi retten wir eine Schildkröte, die sich mitten auf der Fahrbahn der B1 niedergelassen hat.

Am frühen Nachmittag erreichen wir die Waterberg Guest Farm und beziehen ein wunderschönes Chalet mit Glasfront, direktem Blick auf den Waterberg und Außendusche. Marc und Sophia entscheiden sich erneut dafür, am Pool zu bleiben – die Wasser-Skorpione laden jedoch nicht unbedingt zum Baden ein 😈

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Wir anderen fahren zum Waterberg, um diesen zu besteigen. Nur 37 Minuten benötigen wir für die Wanderung aufs Plateau – ein sehr schöner und abwechslungsreicher Weg im Schatten, nur am Ende muss man ein wenig klettern. Doch es lohnt sich: Das Panorama von dort oben ist atemberaubend, nicht nur ich werde wehmütig und möchte am liebsten gar nicht mehr weg, aus dem Hier und Jetzt und aus Namibia.

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Das Abendessen in der Guest Farm ist okay, der Wein schmeckt sehr lecker – wir sitzen alle gemeinsam an einem großen Tisch, die Atmosphäre ist familiär und ungezwungen. Marc und ich gehen früh aufs Zimmer und genehmigen uns noch einen Absacker auf unserer Terrasse. Der letzte Abend lässt mich doch immer etwas schwermütig werden 😊

Nach dem Frühstück checken wir aus und brechen auf Richtung Windhoek. Vorausschauend packen wir bereits unser Handgepäck für das miese Wetter in Deutschland (welches uns noch bis Ende Mai begleiten sollte – Dauerregen in Bayern 😈 ). Nach knapp drei Stunden sind wir zurück in der Hauptstadt und fahren zuerst das Namibia Craft Center an: Wir kaufen diverse Souvenirs, darunter ein T-Shirt für Sophia, eine schicke Cap für Marc und eine Zeichnung des Künstlers Elton Mugomo für mich bzw. unsere Wohnzimmerwand.

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Weiter geht es zur Tankstelle und im Anschluss zur Autovermietung – die Rückgabe unserer Fahrzeuge erfolgt schnell und problemlos. Dann steht auch schon der Bus zum Flughafen bereit, wo netterweise noch Tristans und Steffis Familie auf uns warten, um uns zu verabschieden. Es war so klasse, wie freundlich wir willkommen geheißen wurden und wie sehr sich alle für uns ins Zeug gelegt haben 😘

Die Zeit bis zum Abflug vertreiben wir uns an der Wein-Bar, erst in der vor dem Eingang, dann am Gate 😄 Dank Sophia dürfen wir uns beim Priority Boarding anstellen und erleben einen letzten unerwarteten Sonnenuntergang auf dem Weg zum Flugzeug. Als wir starten, regnet es – Namibia weint, weil wir abfliegen 😘

Nach der frühmorgendlichen Landung in Frankfurt verabschieden wir uns von den anderen, die direkt nach München weiterfliegen. Wir fahren mit dem Taxi zu den Schwiegereltern und legen uns dort erstmal noch für ein paar Stunden aufs Ohr, bevor auch wir den Rückweg mit dem Auto antreten. Das Gefährlichste an dem ganzen Urlaub war übrigens die Taxifahrt in Frankfurt – der Typ fuhr mit knapp 100 km/h durch ein Wohngebiet, und wenn ich nicht so unfassbar müde gewesen wäre, wäre ich auf der Stelle ausgestiegen 🤢

Unser Fazit: Was für eine großartige Reise! Es ist kaum in Worte zu fassen, wie dankbar ich bin, Teil dieser tollen Gruppe gewesen zu sein. Ein großes Dankeschön an unser Reiseleiter-Team Steffi und Tristan! Ein einzigartiges Erlebnis – aber vielleicht gibt es ja irgendwann ein Revival? Ideen dafür hätten wir genug 😉 😄 😘

Vielen Dank auch an euch alle, die ihr hier noch einmal mit uns gereist seid! Ich habe mich sehr über eure Kommentare und gedrückten "Danke"-Buttons gefreut 😘

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