buskoThemenstarter807 Beiträge · seit 201813. Aug. 2023 · #21
Nun folgt die neuerliche (Rück)Verwandlung vom "Flieger" zum "U-Boot", die Eiablage. Diese ist von Spezies zu Spezies unterschiedlich.
Bei dieser Großlibelle fliegt das "Tandem" über die Wasseroberfläche.....
das Männchen schleudert das Weibchen mit dem Ende des Unterleibs immer wieder ins Wasser, Hierbei werden die im gleichen Moment befruchteten Eier ins Wasser gegeben.....
.....oft direkt vor einem Fels (vermutlich so, dass die Eier dort besser vor "Eierdiebe" geschützt sind?).....
Bei dieser Großlibellenart.....
läuft das ganz anders ab! Hier klammert sich das Weibchen an eine Binse, steckt ihr Unterleib unter das Wasser, bohrt mit einem Stachel am Unterleib Löcher in den Pflanzenstiel und legt dort ihre Eier an.....
oder auch (vielleicht versehentlich?) in eine Pfütze auf einem Blatt.....
Nun, nach getaner Arbeit sitzt sie dort, fast ein wenig als ob sie fragen würde; "Was nun?"
Einmal Augenbetont.....
oder, je nach Geschmack, Körperbetont.....
.....und verabschiedet sich auf Nimmerwiedersehen ins Nirwana.....
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
buskoThemenstarter807 Beiträge · seit 201824. Juli 2024 · #22
.....und weil es so schön (und wunderbar) ist, möchte ich es auch mit euch teilen.....
Großlibelle beim Flügel trocknen und aushärten, nach der "Metamorphose", aber vor dem ersten Flug.....
Detail.....
Mehr Detail: Flugkomputer, Ortungseinheiten und Angriffswaffen.....
.....und den "Antriebsstrang".....
Liebe Grüße, busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
buskoThemenstarter807 Beiträge · seit 201820. Okt. 2024 · #23
Es ist mittlerweile, wie bereits anderswo erwähnt, Herbst.....der japanische Ahorn.....
sowie auch die Libellen haben ihr "Treiben" für das Jahr eingestellt. Es ist daher an der Zeit die "Libellen-Saga" mit einigen besonderen Detaileinsichten der letzten 4 Monaten anzureichern!
Wie uns allen mittlerweile bekannt, kriecht die Larve aus dem Teich an einer Binse empor.....
Das Exoskelett platzt längs am Rücken auf und die Libelle erscheint in einem gewagten "Rückwärtssprung" an einem sonnigen (das Insekt scheint zu ahnen ob es ein schöner oder eher regnerischer Tag wird!?) Morgen im Juni.....
Sie arbeitet sich langsam und vorsichtig (herauszufallen würde den sicheren Tod bedeuten!) weiter aus der "alten Heimat" heraus.....
[Detail des taufrischen Insekts.....wie ein Phönix aus der Asche!]
Nach ca. einer halben Stunde schnellt das Insekt mit den Oberkörper nach oben, krallt sich am alten Exoskelett fest und zieht in weiteren ca. 5 Minuten den Unterleib aus diesem vollständig heraus.....
Die Flügel sind noch zu einem kompakten Paket zusammengefaltet.....
und die für die Paarung unabdingbaren "Andockorgane" sind noch frisch und fast durchsichtig.....
Die Flügel, zunächst weiß, entfalten sich langsam (der Prozess dauert insgesamt 1-3 Stunden), werden zunehmend durchsichtig, nehmen die uns bekannte Form an, bleiben allerdings zunächst zu einem Viererbündel auf dem Rücken zusammengefaltet.....
Der Körper streckt sich immer mehr.....
und das "Paarungsgreiforgan" wird zunehmend dunkel.....
Nach ca. 3-4 Stunden werden die Flügel in einem kurzen (Sekunden) Prozess aufgeklappt und nehmen die Form an die wir alle kennen.....
Nach weiteren ca. 3-6 Stunden in denen die Flügel sich vollständig entfalten und austrocknen, fliegt die Libelle (hier das Männchen dieser Art) weg und sucht Nahrung (Kleininsekten) und eine Partnerin.....
Das "Paarungsgreiforgan".....
spielt bei der Paarung eine Hauptrolle. Das Männchen greift mit den 2 längeren Lamellen (oben im obigen Bild) hinter die Augen (die eher gekrümmte Flachbildschirme ähneln!) des Weibchens und mit der kürzeren, dickeren Lamelle (unten im obigen Bild) vorne zwischen die Augen das Weibchens.....
[Detail aus obiger Aufnahme]
Dann "holt" sich das Weibchen, in der bekannten Paarungsstellung, Spermien vom vorderen Unterleib des Männchens.....
Die Spermien, (Eier?) sind gerade noch als weißliche Masse im Ende des Unterleibs des Weibchens zu sehen.....
Nach Aufnahme der Spermien löst sich die Verbindung zum Unterleib des Männchens und das "Tandem" (zumindest bei dieser Libellenspezies) fliegt zum Teich, das Männchen schleudert das Weibchen immer wieder an den Rand der von mit Moos bewachsenen steinen ins Wasser.....
Hierbei werden im Moment der Eiablage, die im Hinterleib des Weibchens gespeicherten Spermien den Eiern zugefügt und diese somit befruchtet.
Bei dieser Großlibelle erfolgt die Eiablage etwas bedächtiger und "diskreter".....zu Fuß und solo!.....
Liebe Grüße, busko
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buskoThemenstarter807 Beiträge · seit 201811. Nov. 2024 · #24
.....und noch ein letzter Beitrag für 2024.....
Das Ende des Abdomens des Weibchens.....
Gut zu sehen sind hierbei die, im Vergleich zum Männchen, relativ kurzen "Greiforgane" (sie muss sich ja auch nicht am Männchen festhalten!) und das "Eiablageröhrchen" unter diesen.
Dann bemerkte ich zu meinem Erstaunen noch wie ein "verlorenes" Ei (schon auf dem obigen Bild andeutungsweise zu erkennen) aus dem "Geburtskanal" heraustrat.....
.....leider wurde dieses Ei auf eine Granitplatte abgelegt und wird daher wohl nie zu eine Libelle werden..... 🙁
Liebe Grüße, busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz