Botswana und der leidige Namibia Vergleich

12 Antworten · 1'937 Aufrufe · gestartet 11. Apr. 2023 von aValon
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Themenstarter15 Beiträge · seit 202211. Apr. 2023 · #1
Hallo Zusammen,

wir hatten letztes Jahr (auch Dank der Mithilfe dieses Forums) einen genialen Namibia Selbstfahrer Urlaub. Da uns der Virus gepackt hat, war für uns der naheliegende Gedanke als nächstes Botswana anzusteuern.
Dazu zwei Fragen:

1. Namibia brilliert ja vor allem durch seine Vielseitigkeit aus landschaftlichen Highlights und Tierwelt. Gerade die Namib, Sussusvlei, Spitzkoppe haben uns extrem gut gefallen.
Botswana kann da vermutlich nicht ganz mithalten? Eventuell eine etwas dämliche Frage, aber wenn der Fokus nicht nur vollkommen auf Safari liegt, sondern vor allem auf Landschaft und "der Weg ist das Ziel", ist dann Botswana trotzdem das richtige Land für uns? (Etosha 4 Tage waren der Hammer, aber ausreichend bezüglich Tier Sichtungen, 4 Tage Tiere also gerne auch in Botswana)

2. In Namibia war für uns die Mischung aus Dachzelt und ab und an Lodge Übernachtung perfekt. Nun liest man immer wieder dass das in Botswana nicht so einfach umzusetzen ist, da a, weniger Stellplätze und b, Lodges um ein vielfaches teurer. Lässt sich das wirklich so unterstreichen?

Reisezeit: September/Oktober, 3 Wochen

Danke für eure Hilfe!
zuletzt bearbeitet 11. Apr. 2023
7'267 Beiträge · seit 200611. Apr. 2023 · #2
Hallo aValon

Mein Tipp an euch ist, dass ihr Namibia um den Caprivi erweitert. Da habt ihr schon eine schöne Portion Botswana-Feeling mit dabei. Der Caprivi ist aber besser zu bereisen, günstiger und trotzdem sehr spannend.

Wenn ihr doch nach Botswana wollt, habt ihr natürlich mit der Central Kalahari, den Salzpfannen und natürlich dem Okavango Delta (Moremi) auch vielfältige Landschaften und Erlebnisse. Die grossen Tiererlebnisse habt ihr dann am Chobe und auch im Moremi.

Habt ihr schon ein Fahrzeug gebucht? Da ist nach wie vor die grösste Schwierigkeit für September / Oktober 2023. Oder sprechen wir von 2024?

Herzliche Grüsse
Chrigu
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Themenstarter15 Beiträge · seit 202211. Apr. 2023 · #3
Hallo chrigu,

danke für deine ehrliche Meinung! Auto war letztes Jahr Namibia auch schon eng, ging letztendlich dann doch gut über einen kleinen Vermieter.
Trip war tatsächlich für dieses Jahr Oktober angedacht, wir sind mit der spontanen Nummer bei den Namibia Buchungen eigentlich gut durchgekommen oder denkst du wir tun uns damit für Botswana keinen Gefallen? Dann schieben wir auf nächstes Jahr.
1'095 Beiträge · seit 200911. Apr. 2023 · #4
Hallo aValon,

ich würde Botswana nicht wegen der Landschaft bereisen. Die Stärke des Landes liegt in der Tierwelt. Das Okavango Delta ist sicher ein Highlight, wo Landschaft und Natur auch zählt und was Berücksichtigung finden sollte.

Das könnt Ihr aber auch von der namibischen Seite erleben. Die Sambesi-Region (Caprivi) bietet viele botswanische Möglichkeiten zu namibischen Preisen. Nkasa Rupara, Mudumu NP und der Babwata NP in seinen drei Facetten sind schon sehr nah dran. Wenn Ihr dann bspw. von Divundu aus einen Abstecher nach Shakawe im Delta unternehmt, könnt Ihr dort wunderbare Bootstouren erleben. Ich kenne Drotsky‘s Cabins gut und wir hatten dort tolle Erlebnisse. Der Grenzübertritt erfolgt sehr schnell und einfach und kostet nicht viel, so dass dieser Abstecher ohne Schwierigkeiten möglich ist. Sofern Dan vom ehemaligen Mavunje-Camp wieder aktiv wird/sein sollte (ich bin nicht auf dem aktuellen Stand), könnt Ihr dort eine 3tägige Boot-Safari mit Übernachtung im Nirgendwo buchen (Bericht darüber hier). Dieses Erlebnis steht Botswana in Nichts nach!

Regionen wie die Zentralkalahari in Botswana liebe ich auch sehr, allerdings wäre es mir persönlich in eurer Reisezeit zu kahl und viel zu voll. Diese Regionen bereise ich am liebsten in der Regenzeit. Dann ist es grüner, es gibt allenthalben Nachwuchs und du triffst nicht viele andere Touristen. Das sehen andere Reisende natürlich ganz anders 😄

Soweit mein Input 🙂
Liebe Grüsse
Guido
7'267 Beiträge · seit 200611. Apr. 2023 · #5
Botswana ist nicht Namibia. Wenn du da in der Haupreisezeit (genau euer Zeitpunkt) in den Parks übernachten willst, dann solltest du ein Jahr im Voraus buchen. Ausserhalb wirst du sicher noch Campsites finden (auch spontan) aber das wäre mir den Stress nicht wert. Wenn ihr nur wenig Zeit habt (3 Wochen bezeichne ich immer noch als wenig Zeit), dann möchte ich nicht einen Teil der Zeit damit verbringen nach Campsites zu suchen und immer im Ungewissen zu sein.

Spontan und ohne Buchungen würde ich in einigen Regionen in Namibia machen aber nicht in Botswana. Wenn ihr dieses Jahr fahren wollt, dann fahrt entweder in den Nordwesten in Namibia oder wie gesagt in den Caprivi.

Ich würde mich aber als erstes um ein Fahrzeug und um Flüge kümmern. Falls das nicht klappt, braucht ihr aktuell gar nicht weiter planen.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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zuletzt bearbeitet 11. Apr. 2023
4'984 Beiträge · seit 201611. Apr. 2023 · #6
Hi aValon,

wenn Meinungsvielfalt gefragt ist, hier meine:
Ich würde Botswana jedenfalls wegen der Landschaft bereisen!;
mit einer Einschränkung, da bin ich ganz bei Seyko, nicht zu eurer Reise- sondern in der Regenzeit.
Goo-Moremi gorge, Kaitshe escarpment, um nur zwei tolle Orte abgesehen von den bekannteren zu nennen.
Und zum Glück kann man auch in Botswna (noch!) zu Normalpreisen in Lodges übernachten,
wenn es nicht gerade eine Luxusunterkunft im Herzen des Moremi sein muss.

Gruß Gina
Themenstarter15 Beiträge · seit 202211. Apr. 2023 · #7
danke euch beiden!
Schade, direkt 2 Jahre Namibia nacheinander hatten wir eigentlich ausgeschlossen. Wenn Botswana einem "grünen, nassen Etosha" gleich kommt ist es vielleicht doch nicht das richtige. Wobei der vibe vermutlich ein völlig anderer ist.

hatten kurz auch mal an eine südafrika kombi gedacht a la:
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139 Beiträge · seit 202114. Apr. 2023 · #8
Hallo zusammen,

Ich kann den Vorschreibern nur zustimmen, und finde dass Botswana definitiv auch schöne Landschaften aufweist, es fehlen aber der bergige Teil. Für uns war aber ein wesentlicher Punkt in den Landschaften von Namibia, dass man sich darin mehrheitlich auch frei bewegen kann und wir haben immer mal wieder eine Wanderung gemacht (Sossusvlei, Namib Naukluft, Brand, Erongo, Brandberg.
Dies ist in den bisher genannten Parks von Botswana nicht sehr empfehlenswert, denn in den landschaftlich interessanten Parks hat es trotzdem immer mal wieder grosse Raubkatzen... Das heisst ihr seid, mit den wenigen Ausnahmen der Salzpfannen um Kubu und einigen weiteren Gegenden immer an das Auto gebunden (in CKGR, KTP, Nxai, Moremi und Savuti ist dies nicht empfehlenswert).

Ein wichtiger Punkt ist sicher auch das Vorbuchen - wir hatten letztes Jahr im Herbst mit Buchungszeitpunkt Frühling schon etliche Schwierigkeiten, unsere gewünschte Reiseroute umzusetzen. Gerade auch die Strecke Kasane-Savuti-Khwai-Moremi hat viele Highlights, aber teils nur wenige Optionen/Camps - wenn da eines ausgebucht ist (z.B. Savuti), dann ist die Strecke fast nicht mehr machbar!

Gruss, Michael
Themenstarter15 Beiträge · seit 202216. Apr. 2023 · #9
Danke dir Michael. Du bringst es eigentlich sehr schön auf den Punkt. Was uns an Namibia so gut gefallen hat war eben das drauf losfahren, aussteigen und einfach mal einen Hügel am starssenrand hochklettern. Das scheint dann ja in Botswana so nicht zu gehen.
Etosha war einmalig aber nach 4 Tagen non stop im Auto hat es uns irgendwann auch gereicht.
Dann lassen wir das mit Botswana sein.
Gibt es andere Alternativen die Namibia in der Hinsicht nahe kommen? Tansania, Kenya usw?
197 Beiträge · seit 200716. Apr. 2023 · #10
Tansania und Kenia kannst du auch nicht mit Namibia vergleichen, das würde ich jetzt eher mit Botswana vergleichen, bzgl. im Auto sitzen.
Meine Meinung ist, Namibia ist so groß, da kann man auch zweimal hintereinander hinfahren.

Lg Alex
1 x Kenia, 2 x Tansania, 2 x Südafrika, 5 x Botswana, 6 x Namibia
Themenstarter15 Beiträge · seit 202217. Apr. 2023 · #11
3 Wochen nur für den Norden Namibia nicht etwas viel?
16,9k Beiträge · seit 201217. Apr. 2023 · #12
aValon schrieb:3 Wochen nur für den Norden Namibia nicht etwas viel?
Bestimmt nicht.

LG
Logi
139 Beiträge · seit 202117. Apr. 2023 · #13
Namibia hat auch in Bezug auf die Autovermietung und Einkaufsmöglichkeiten einen sehr hohen Standard und ist daher für Selbstfahrer sehr willkommen. Gerade mit Einkaufen muss man in Botswana schon viel mehr Planen (und Rechnen) - wir konnten grundsätzlich in 4 Wochen nur 2 mal richtig einkaufen. Die paar zusätzlichen Zwischenstops waren eher Nice to have und haben gewisse nette Sache ergänzt.
Nun haben wir gerade die Frühlingsreise '24 in der Endplanung und gehen nochmals noch Botswana, jedoch am Ende der Regensaison... Das wäre auch eine Abwechslung für Namibia - entweder in oder am Rande/Ende der Regensaison - die Landschaften müssen wie ausgewechselt sein. Ginge das bei euch?
So könntet ihr einen Teil im Caprivi verbringen (=Neuland), evtl. einen kurzen Abstecher nach Kasane und die Chobe Riverfront, je nach Zeitdauer inkl. Vic-Falls (geführt, ohne eigenes Auto) und bei Interesse an Vögeln einen Abstecher zu Drotsky (Botswana) und mit der Regensaison eine andere Vegetation in Namibia erleben.
Uns würden zum Beispiel für zukünftige Reisen in Namibia auch die abgelegenen 4WD-Routen reizen (Messum-Krater, die Hinterland-Routen zw. Brandberg und Puros oder die Flusstäler Huab, Khowarib und Klein Serengeti), in Kombination mit einem weiteren Besuch des Caprivi...

Wenn ihr vor allem auch in den Caprivi fahren würdet, dann würde ich aufgrund der langen Teerstrecken auf ein einfach zu fahrendes FZ achten, als Hilux/Automatik... Die fahren sich auf Teer definitiv entspannte und einfacher als ein Landcruiser...

Ganz andere Alternative: Das östliche (Krüger nach Durban) und südwestliche Südafrika (Kapstadt, Gardenroute)? Dort könnt ihr das Wildlife in den abgegrenzten Parks kennenlernen, aber dazwischen in vielen Bereichen auch die Natur und Landschaften zu Fuss erkunden. Wir haben eine solche Reise 2019 mit einem normalen PW und Hotel gemacht und ebenfalls sehr genossen...

Gruss, Michael