Nambia - Schwerpunkt Kalahari

29 Antworten · 2'984 Aufrufe · gestartet 02. Apr. 2023 von SunnyC
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Themenstarter24 Beiträge · seit 202302. Apr. 2023 · #1
Hallo zusammen,

nach vielen Jahren des Mitlesens habe ich mich jetzt auch endlich angemeldet, da ich, Ihr ahnt es schon, auch eine Frage habe.

Im November wollen wir endlich wieder nach Namiiba. Bisher haben wir immer "fertige" Gruppenreisen gebucht. Dieses Mal wollen wir allerdings keine Route von der Stange, sondern für ca. 15 Tage mit dem Schwerpunkt Kalahari unterwegs sein (Unterbringung in Lodges). Ausdehnung auf Botswana bzw. KTP auch möglich. Allerdings haben wir keine Erfahrung mit off-road Fahrten bzw. Fahren im (Tief-) Sand. Daher ist aus unserer Sicht eine Selbstfahrer-Tour wohl nicht angebracht.

Ist diese Einschätzung richtig?

Falls ja, müssten wir eine geführte Tour buchen. Gibt es überhaupt Anbieter für so eine Tour. Dann würde ich mich im Internet weiter auf die Suche begeben,. Die Nennung eines Anbieters ist ja vermutlich wegen Werbung nicht erlaubt.

Lieben Dank für Eure Hilfe.

Viele Grüße
Sunny
zuletzt bearbeitet 02. Apr. 2023
7'296 Beiträge · seit 200602. Apr. 2023 · #2
SunnyC schrieb:
Allerdings haben wir keine Erfahrung mit off-road Fahrten bzw. Fahren im (Tief-) Sand. Daher ist aus unserer Sicht eine Selbstfahrer-Tour wohl nicht angebracht.

Ist diese Einschätzung richtig?

Diese Frage möchte ich im Zusammenhang mit einer Gegenfrage beantworten. 😉
Alle, die heute im Sand fahren, haben irgendwann damit angefangen. Es kam ja niemand mit Führerschein und Tiefsanderfahrung auf die Welt.

Wollt ihr die Unterkünfte vorbuchen und seid somit gezwungen, die Strecken so zu fahren oder habt ihr eine flexible Route? Im zweiten Fall lässt es sich ja locker angehen und variieren. Wenn man merkt, dass es langsam haarig wird, wählt man eine andere Route. Ich würde die zweite Variante wählen und mich einfach langsam rantasten. Das mache ich auch in anderen Bereichen so.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter24 Beiträge · seit 202302. Apr. 2023 · #3
Hallo Wolfgang,

da hast Du wohl recht: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Aber ich weiß nicht, ob ich es mir zutraue ...

Bisher haben wir immer alle Lodges vorgebucht. Waren damit natürlich eingeschränkt, was Strecke und Zeit anbelangt.
Deine Anregung behalten wir mal im Hinterkopf - und vielleicht, aber nur vielleicht, fahren wir ja doch selbst. Reizen würde es mich. 😉

Gruß
Sunny
zuletzt bearbeitet 02. Apr. 2023
Gast02. Apr. 2023 · #4
Hi Sunny,
ich erlaube mir mal, hier zu antworten.
Bin kein alter Hase, aber auch kein Greenhorn.
Meine Frau und ich waren jetzt in den letzten 5 Jahren 3 mal in Namibia und fahren kommenden Herbst nach Botswana.
Immer Camping und immer Selbstfahrer.
Und ich kann Dich beruhigen, jeder mit etwas gesundem Menschenverstand packt Namibia als Selbstfahrer. Beim ersten mal fährt mal eh mehr oder weniger die Anfänger- und Standardroute und wo man da fährt ist man eh nie ganz alleine, also selbst wenn man sich festfahren würde und man es aus eigener Kraft nicht mehr rausschaffen würde käme immer jemand vorbei.
Und es ist eine ganz andere Art von Urlaub und Freiheit, selbst zu fahren.
Traut euch das unbedingt zu. Ist kein Hexenwerk. Sondern ein unvergessliches Abenteuer ohne großes Risiko. Und wenn man wie BikeAfrika schreibt immer nen Plan B in der Hinterhand hat oder eben notfalls auch mal ne gebuchte Lodge sausen läßt, bevor man ein Risiko eingeht und evtl in die Nacht kommt ist in Namibia selbst zu fahren weniger gefährlich als vom Wohnort zum Flughafen. Sondern ein Abenteuer, das garantiert süchtig macht. Viel Spaß und nur Mut...das könnt ihr!
Chris
PS: bei Rückfragen nur zu....
Gast02. Apr. 2023 · #5
Hatte ich vergessen: Botswana und ganz besonders KTP würde ich als Zum-ersten-mal-Selbstfahrer weglassen. Und mich zum ersten mal rein auf Namibias Kalahari beschränken.
Themenstarter24 Beiträge · seit 202302. Apr. 2023 · #6
Hallo Chris,

wir sind nicht das erste Mal als Selbstfahrer unterwegs, aber es wäre eine Premiere auf Sand, na, ja, auch nicht ganz, aber die Sand-Pads, die wir in SA gefahren sind, waren doch sehr komfortabel.

Unser Traum ist die Kalahari mit Haut und Haaren zu erleben. Das schließt dann auch Botswana und den KTP gerne mit ein.

Na, schau'n mer mal, was schließlich daraus wird.

Viele Grüße
Sunny
1'942 Beiträge · seit 201103. Apr. 2023 · #7
Hallo Sunny,
um die wunderschöne Kalahari in Namibia zu genießen, brauchst du nicht offroad zu fahren. Für mich kommt das auch aus ökologischen Gründen gar nicht in Frage. Wenn ihr die Kalahari abseits der Straßen erleben wollt, könnt ihr sie erwandern. Fast alle Lodges oder guestfarms bieten hiking trails an.
Ich werde heuer im November/Dezember als Selbstfahrerin im S/O Namibias unterwegs sein und ich bin keinesfalls eine Tiefsand-Expertin. Brauche ich auch nicht. So gut wie alle C-Straßen und die meisten D-Straßen sind ganz gut zu befahren. Ebenso die Hauptrouten im KTP im SA-Teil. Vielleicht meint Chris den nördlichen und östlichen Teil des KTP. Oder er meint, 15 Tage sind zu kurz, um auch Botswana und den KTP zu erkunden. Da pflichte ich ihm bei, dann sitzt ihr nämlich nur im Auto.

Ich frage auch immer wieder auf den Camps und Lodges, bevor ich weiter fahre, wie die Sttraßen zu befahren sind. So kann ich gegebenenfalls immer noch eine andere Route wählen. Und wie Chris und Wolfgang sagen - schlimmstenfalls lässt man etwas aus. Musste ich auch schon mal machen.

Mein Zugang, um die Kalahari mit Haut und Haaren zu erleben, ist wirklich, eine eher kleinere Runde zu wählen, um möglichst wenig im Auto zu sitzen und so viel wie möglich zu wandern.

Habt ihr eure Route schon überlegt?

Liebe Grüße
Solitaire
www.margit-noehrer.com FB und Insta: reisende.autorin Buch: Der glühende Atem der Wüste Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari
7'272 Beiträge · seit 200603. Apr. 2023 · #8
Hallo Sunny

Falls ihr wegen des Fahrens auf Sand unsicher seid und ihr etwas lernen wollt und gleichzeitig eine super tolle Gästefarm besuchen wollt, dann empfehle ich euch das Offroad Fahrtraining auf der Ababis Gästefarm. Wir machen das auch immer vor unseren Offroad Touren, Das ist eine gute Investition die euch Sicherheit bringt und die wirklich auch Spass macht.
Bilder dazu gibt es z.B. hier: https://tracks4africa.de/about/skelettkueste-2021/

Herzliche Grüsse
Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
311 Beiträge · seit 201703. Apr. 2023 · #9
Hallo Sunny,
die Gedanken haben sich wahrscheinlich schon viele hier gemacht. Ich war auch fix und fertig, als wir das erste mal die letzten 5 km zum Sossusvlei gefahren sind. Wenn du in einsameren Gegenden unterwegs bist als im Sossusvlei, hilft vielleicht ein Satphone. Kannst Du bei einigen Autovermietungen oder in Windhoek im Campingbedarf ausleihen. Ist bezahlbar und verleiht eine gewisse mentale Sicherheit. Wir hatten zweimal eins dabei und es beruhigt schon, wenn man nicht sicher ist, was einem alles passieren kann.
Viele Grüße Robert
Themenstarter24 Beiträge · seit 202303. Apr. 2023 · #10
Hi Solitaire,

danke für Deine Antwort. Ihr schafft es noch, dass wird doch selbst fahren. 😄

Und mit "off-raod" habe ich mich wohl ein bisschen blöd ausgedrückt. Ich meinte eher, nicht so die "normalen" Straßen und Wege, sondern solchen Strecken, wo man Luft aus den Reifen lassen muss, um besseren Grip zu haben und nicht stecken zu bleiben. Aber das scheint ja in der Kalahari (Namibia-Seite) und in Teilen des KTP nicht der Fall zu sein.

Nein, eine konkrete Route haben wir uns noch nicht überlegt; wollten uns jetzt über Ostern mal zusammen setzen. Hast Du Tipps für uns?

Aber wenn 15 Tage schon für die Kalahari knapp sind, dann sollten wir wohl den Fish River Canyon aus der Planung streichen. Schade, wäre ich gerne mal wieder gewesen. Aber man kann nicht immer alles haben.

Viele Grüße
Sunny
zuletzt bearbeitet 03. Apr. 2023
Themenstarter24 Beiträge · seit 202303. Apr. 2023 · #11
Hallo Chrigu,

das ist eine super-tolle Idee. Danke Dir für den Tipp.

Viele Grüße
Sunny
Themenstarter24 Beiträge · seit 202303. Apr. 2023 · #12
Hallo Robert,

auch Dir Danke für Deinen Tipp.

ist das Netz wirklich immer noch so schlecht in NAM?

War die letzten Jahre eher in SA und da ist das Netz ja eigentlich besser, als bei uns in Deutschland.

Viele GRüße
Sonja
Gast03. Apr. 2023 · #13
Hi Sunny,
wollt ihr wirklich die (namibische) Kalahari, Teile von Botswana, den KTP und dazu den Fish River Canyon und das ganze binnen 15 Tagen (also 13, weil der erste und letzte Tag zählt ja nicht)? Bisserl viel, hm?
Chris
45 Beiträge · seit 202303. Apr. 2023 · #14
Hallo Sunny
Ihr könntet auch vor der Abfahrt schon ein Offroadtraining zu Hause machen. So was gibt es bei euch bestimmt. Wir haben das vor unserer Botswana-Reise ebenfalls gemacht und es hat mir viel Sicherheit gegeben.

Lg
Monika
311 Beiträge · seit 201703. Apr. 2023 · #15
SunnyC schrieb:ist das Netz wirklich immer noch so schlecht in NAM?
Hi Sonja, widersprüchlich, je nach Quelle:
https://www.nperf.com oder
https://www.wildlifetourguide.com
In manchen Ecken ist sicher noch Luft nach oben.
Viele Grüße Robert
1'942 Beiträge · seit 201103. Apr. 2023 · #16
Hi Sunny,
Empfehlungen sind schwierig, weil ich nicht weiß, was euch wichtig ist. Ich kann jetzt nur von mir ausgehen, wie ich die Kalahari mit Haut und Haaren erleben kann. Wie schon gesagt vor allem durch wandern, beobachten, lauschen und genießen. Ich finde es gut, mindestens zwei Nächte auf einer Lodge zu bleiben und dort die Gegend und auch die Lodge genießen. Aber wie gesagt, das empfindet jeder anders.
Lodges, auf denen ihr wirklich viel Kalahari erleben könnt (entweder allein beim Wandern oder mit geführten Touren und Game-Drives) sind z.B. Kalahari Anib Lodge, Bagatelle, Lapa Lange, Kalahari Tented Camp, Red Dune Lodge. Richtung Fishriver kenne ich mich nicht so aus. Ich würde mich dann entscheiden - entweder Fishriver oder KTP. Botswana auch noch dazu geht m.M. gar nicht, denn sonst kommt ihr nie aus dem Auto.
Ich glaube, im KTP muss man mindestens zwei Nächte bleiben. Das weiß ich aber nicht genau, weil ich immer länger bleibe.
Vielleicht überlegt ihr, ob ihr eure Tour nicht eher kürzer und dafür intensiver macht als länger und dann immer das Gefühl habt, dass die Zeit zu kurz war, wenn es wo schön war (Anm.: Die Zeit ist sowieso immer zu kurz und schön ist es überall 😎 😉 ).
Falls dir diese Lodges zusagen, braucht ihr kein Offroad-Training.

Liebe Grüße
Solitaire
www.margit-noehrer.com FB und Insta: reisende.autorin Buch: Der glühende Atem der Wüste Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari
zuletzt bearbeitet 03. Apr. 2023
Themenstarter24 Beiträge · seit 202303. Apr. 2023 · #17
Hi Chris,

ja, das ist definitiv zu viel, aber wir sind ja auch noch in der Findungsphase. Und bis zu 3 Tagen können wir vielleicht noch auf die 15 Tage vor Ort drauf packen, aber für alles ist das dann immer noch zu wenig.

Also Fish River und Botswana streichen, wenn Selbstfahrer. Fish River und KTP streichen, wenn wir eine geführte Tour machen können.

Viele Grüße
Sunny
zuletzt bearbeitet 03. Apr. 2023
Themenstarter24 Beiträge · seit 202303. Apr. 2023 · #18
HI Monika,

da versuche ich mal hier in meiner Ecke was zu finden. Danke für den Tipp, würde uns vor Ort ja nur zusätzlich Zeit kosten.

LG
Sonja
33,1k Beiträge · seit 200603. Apr. 2023 · #19
Hi Sunny,

ich weiß ja nicht, was ihr unter Kalahari verstehe, aber der namibischen klassische Teil der Kalahari (also Stampriet- und Aranos-Umgebung, um es gob zu sagen) kannst Du locker in einigen Tagen erleben. Und dann noch einige Tage KTP sollten kein Problem sein. Wenn Du aber in der Kalahari in ihrer ganzen geografischen Ausbreitung sprichst, dann sind 15 Tage in der Tat wenig.

Kalahari_Desert_and_Kalahari_Basin_map.svg.png

(Von Jc86035 - File:LocationKalahari.PNG by Quadell (information, colours) (PD); File:BlankMap-World6-Equirectangular.svg by Citypeek and Kathovo (main map) (CC0); File:World map blank without borders.svg by Phirosiberia (small map) (CC-BY-SA 3.0, 2.5, 2.0 and 1.0; GFDL), CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=32146014)

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter24 Beiträge · seit 202303. Apr. 2023 · #20
Hi Solitaire,

uns ist es wichtig, viel Natur und Tiere zu erleben, auch den ein oder anderen Walk zu machen und natürlich so wenig wie möglich im Auto zu sitzen. Gerne sind wir auch 2 -3 Nächte in einer Unterkunft. Das entspannt das Reisen ungemein.

Die Kalahari Anib Lodge kenne ich. Bagatelle vom Namen. Ich schaue mir mal die anderen Lodges an. Grundsätzlich liebe ich ja Tented Camps. Also vielleicht eine Woche Kalahari in Namibia und eine Woche KTP in der auch für Ueerfahrene gut zu befahrenden Ecke. Das wäre eine gute Diskussionsgrundlage für's Wochenende.

Liebe Grüße
Sunny