Camp Silwane im Hwange NP

15 Antworten · 2'724 Aufrufe · gestartet 12. Feb. 2023 von Little Simba
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Themenstarter35 Beiträge · seit 200812. Feb. 2023 · #1
Hallo liebe FoMis,
wir werden Anfang April im Camp Silwane sein und freuen uns schon sehr auf die Reise.
Offensichtlich ist Camp Silwane ein relativ neues Camp bzw neuer Campingplatz.
Ich bin daher neugierig, ob jemand dort bereits Erfahrungen gesammelt hat, die er teilen möchte?
Vielen Dank und liebe Grüße,
Michael
Eine schöne Reise. Michael www.michapro.de
3 Beiträge · seit 202321. Aug. 2023 · #2
Lieber Michael, nein, aber wir überlegen auch gerade, ob das eine Alternative ist - wie waren eure Erfahrungen dort? Vielen Dank & viele Grüße, Jan
172 Beiträge · seit 201022. Aug. 2023 · #3
Hallo,
bei ioverlander gibt's zu den Camp drei Bewertungen.
Themenstarter35 Beiträge · seit 200822. Aug. 2023 · #4
Hallo Jan,
wir waren im April diesen Jahres für eine Nacht dort.
Landschaftlich reizvoll gelegen mit sehr hilfsbereiten Angestellten vor Ort.
Unglücklicherweise stand das Gras sehr hoch - mannshoch. Das war bei den großen Grasflächen ein großer Nachteil. Es war an den Rändern vor dem Camp gemäht worden. Tiersichtungen soll es dort regelmäßig geben, sagte man uns. Andere Gäste, die eine Woche dort waren und auch das Staff. Wir haben leider nichts gesehen.
Eine zweite Chance hat das Camp in jedem Fall verdient!
Eine schöne Reise. Michael www.michapro.de
1'068 Beiträge · seit 201322. Aug. 2023 · #5
Wir waren im April zwei Nächte dort. Ein sehr schön eingerichtetes Camp mit jeweils eigenem WC und Eimerdusche. Total ruhig und naturnah. Es gibt zudem einen Gemeinschaftsbereich -wofür?- und ein lokales Wasserloch. Die Campattendants sind total rührig, machen Wasser für die Dusche heiss, würden auch das Feuer anzünden...das machen wir allerdings immer gerne selbst. Nachts war ein Elefant im Camp. Die Lage ist super, da man über einen extra Eingang direkt im südlichen Teil des Hwange ist, der uns sehr gut gefallen hat. Eine top Alternative wenn man die special sites im Park nicht bekommt oder will. Aus unserer Sicht eine echte Empfehlung.

Im April war das Gras überall hoch....im Camp aber eigentlich nicht.
Bin gerade unterwegs...stelle nächste Woche gerne noch ein paar Bilder ein
zuletzt bearbeitet 22. Aug. 2023
1'068 Beiträge · seit 201322. Aug. 2023 · #6
Kleiner Nachtrag:
es gibt einen " Lodge"- Bereich mit ein paar eingerichteten Zelten, der Camp Bereich ist davon etwas entfernt, so dass man nichts hört oder sieht. Vier, fünf Stellplätze waren es glaube ich.
Kommunikation im Vorfeld sehr gut inkl. top Beschreibung zur Anfahrt via Bulawayo
3 Beiträge · seit 202303. Sept. 2023 · #7
Danke, Michael und Mabe, wir haben es jetzt auch für zwei Nächte Anfang Oktober gebucht. Kann man durch das Kennedy Gate auch in den Nationalpark hineinfahren? Ich habe gelesen, dass man hinein immer durch 's Main Camp muss, also einen Umweg fahren?
1'068 Beiträge · seit 201303. Sept. 2023 · #8
Du kannst durch das Kennedy gate in den Park. Das macht es ja gerade so attraktiv.
Deine Parkgebühren kannst du allerdings dort nicht bezahlen.
Entweder am Main Gate oder Silwane hilft dir ...
34 Beiträge · seit 202331. Okt. 2023 · #9
Hallo
wir überlegen, ob wir von den Vic Falls einige Tage in den Hwange fahren und ich bin am Infos sammeln.
Ist der Park wildreich?
Sind die Strassen Ende April gut befahrbar?
Sind die Camps eingezäunt (wir haben Kinder dabei)?
Wie ist das Malariarisiko?
Chobe vs. Hwange?
Vielen Dank für ein paar Hinweise!
Gruss
thomas
Namibia 04/05 Afrika von Süd nach Nord 09/10 Marokko 20 Namibia/Sambia 24
zuletzt bearbeitet 31. Okt. 2023
1'068 Beiträge · seit 201331. Okt. 2023 · #10
Hallo thomas,
wir waren im letzten April im Hwange.
Die Strassen/Wege waren alle befahrbar. "Gut" ist eine subjektive Einschätzung. Die Hauptstrecken waren teils übelstes Wellblech, zwischen Little und Big Tom gab es trotz Trockenheit sehr schlammige Passagen.

Es gibt verschiedene Arten von Camps im Hwange.
Du kannst an Picnic Sites übernachten - z.T. nicht eingezäunt-
an special oder exclusiv campsites - vielleicht eingezäunt, aber auf intakte Zäune würde ich mich nicht verlassen
oder in den Hauptcamps (Hwange Main, Robins und Sinamatella) - noch am ehesten eingezäunt / abgesichert.
Camp Silwane, hier aus dem Thread, ist nicht eingezäunt - liegt ausserhalb des eigentlichen NP

Wildreich - ja, aber was, wann und wo? Elefanten, Antilopen, Giraffen, die üblichen Verdächtigen ... Ich fands im April so mittel....

Gruß
Mabe
566 Beiträge · seit 201331. Okt. 2023 · #11
Hallo Thomas,

war vor gut 10 Tagen im Hwange, dabei auch auf der Silwane Campsite. Daher zu Deinen Fragen vielleicht folgendes:
Tom1978 schrieb:
Ist der Park wildreich?
Ja, ist er. Du hast im Grunde das komplette Programm und wirst - bis auf Nashörner - wohl alle wesentlichen Verdächtigen sehen, mit viel Glück auch Wildhunde. Was sich aktuell an den Wasserlöchern sammelt, findest Du im April verstreut im Park. Auch im April/ Mai hatte ich stets sehr gute Sichtungen, dabei in Teilen gar umfangreicher als im Chobe (Riverfront jetzt mal außen vor gelassen).

Daher: vom Tierbestand halte ich Hwange als klare Empfehlung.
Tom1978 schrieb:Sind die Strassen Ende April gut befahrbar?
Hwange ist das gesamte Jahr über gut befahrbar, zumindest zum größten Teil. Das Wegenetz ist erstaunlich gut ausgebaut und ich hatte mehr als nur einmal das Gefühl, dass es weniger "Wellblechpisten" gibt, als beispielsweise bei den Gravelroads im Kruger.

Allerdings hängt auch hier natürlich viel vom Wetter ab. Sollten im April noch größere Regenmengen runterkommen, dann können einige Wege ziemlich rutschig werden. Das gilt vor allem für die Strecken Richtung Mandavu/ Sinematella aber auch Richtung Robins. Da heißt es dann vorsichtig fahren. Selbst dann aber, wenn es dann Wegeteile geben sollte, die komplett unpassierbar sind, wirst Du auch im April genügend Ausweichstraßen haben. Die Hauptwege zwischen die Haupt-Camps sollten kein Problem sein.
Tom1978 schrieb:Sind die Camps eingezäunt (wir haben Kinder dabei)?
Sagen wir mal so: für Hwange gilt - nur weil ein Zaun um die Camps besteht, sind die Camps nicht eingezäunt! 😄
Sollte Dir das wichtig sein, dann solltest Du vor Ort genau schauen, wer und was so durch die Camps schleicht. Sowohl die Camps als auch die anmietbaren Picknick-Sites haben zwar einen Zaun drumherum, allerdings ist dieser vor allem bei den Main Camps an vielen Stellen platt und durchlässig. Wie gesagt, das gilt vor allem für das Main Camp und für Sinematella (wobei ich gar nicht weiß, ob es dort überhaupt offizielle Übernachtungsmöglichkeiten gibt).

Bei den privaten Picknick-Sites sind zumindest Shumba, Ngweshla und Masuma tippitoppi und auch mit brauchbarem Zaun. Jambile ist das ganze Camp komplett durch. Guvalala und Makwa sind lediglich Plattformen zum Übernachten, welche entsprechend nicht eingezäunt sind.

Von den Haupt-Camps wäre dann wohl Robins zu empfehlen. Das ist das einzige Camp, welches auf höherem Niveau renoviert ist.

Neben den Luxus-Lodges gibt es noch das private selfcatering-Zeltcamp "Kapula North und Kapula South". Grundsätzlich aus meiner Sicht eine unbedingte Empfehlung. Allerdings ohne Zaun, sondern lediglich mit einer "einsträngigem Elektroleitung" umschlossen, damit zumindest Elefanten nicht ins Camp kommen. Alles andere, was darunter hindurch passt, kann auch ins Camp
Tom1978 schrieb:Wie ist das Malariarisiko?
Das dürfte nicht zuletzt von Jahreszeit und Wetter abhängen. Grundsätzlich ist Hwange Malaria-Gebiet. Zur Risiko-Einschätzung dann aber eher den Tropenmediziner für Deine ganz konkrete Reisezeit fragen.
Tom1978 schrieb:Chobe vs. Hwange?
Das sind zwei komplett unterschiedliche Paar Schuhe. Allein schon die Vegetation und Landschaft variiert deutlich zwischen den Parks. Dabei finde ich Hwange abwechslungsreicher als den Chobe (wie gesagt, die Riverfront mal unberücksichtigt gelassen). Um mal Äpfel und Birnen zu vergleichen würde ich sagen: Hwange ist Kruger in abgespeckter Variante. Wenn man bedenkt, wie der Park mal war und was man draus machen könnte.... ist schon traurig.

Empfehlen würde ich Hwange in jedem Fall. Allerdings musst Du natürlich gewisse Einschränkungen mit der Unterkunft und in Teilen bei der Versorgung hinnehmen. Gerade letzteres solltest ebenso bedenken, sofern Du nicht vorhast, in einer der Luxus-Lodges unterzukommen. Ausnahme wäre lediglich das relativ neue Robins Camp.

LG Mogambo 🙂
699 Beiträge · seit 201031. Okt. 2023 · #12
Wir waren im Oktober ca 6/7 Tage im Chobe zwischendurch für 8 Tage im Hwange. Wir können eindeutig behaupten der Chobe war deutlich wildreicher als der Hwange .
Giselbert
34 Beiträge · seit 202331. Okt. 2023 · #13
vielen Dank für eure Infos. bzgl. Wildbestand bekommt man da natürlich unterschiedliche Antworten 🙂
Wie ist es von der Organisation? Kann ich bei beiden Parks einfach ans Gate fahren und den Eintritt zahlen und den Campsite buchen oder muss ich das Wochen vorher irgendwo anders machen?
Ich schätze, zeitlich schaffe ich nur einen. Insofern muss ich mich, auch zum Wohl der Kinder, entscheiden, wohin. Campsites gibt es ja beiden. Sind sie im Chobe eingezäunt?
Freue mich noch auf Hilfe bei der Entscheidungsfindung.
Namibia 04/05 Afrika von Süd nach Nord 09/10 Marokko 20 Namibia/Sambia 24
3 Beiträge · seit 202331. Okt. 2023 · #14
Thomas1978, die Campsite von Robins Camp ist eingezäunt, aber... – siehe oben. Das selbe gilt für viele Picnic Sites.
Der Rest von Robins Camp, also die Lodges etc., ist besser eingezäunt, nämlich mit einem neuen, stabilen Elektrozaun. Vielleicht für euch die bessere Wahl?
Hwange, und dort insbesondere die Robins Area kann ich aber empfehlen. Alles da, bis auf Nashorn, und nur wenige Büffel.
1'068 Beiträge · seit 201331. Okt. 2023 · #15
Im Chobe gibt es nur eine öffentlich zugängige Campsite, Ihaha. Diese ist nicht eingezäunt. Wenn du dort übernachten willst, solltest du dich zeitig drum bemühen. Den Chobe könntest du aber auch gut von Kasane (im Osten) oder Muchenje (im Westen) als Tagestourer besuchen.

Die Hauptcamps im Hwange (Main, Sinamatella und Robins) sind so groß, dass du dort auch ohne Vorbuchung unterkommen dürftest. Wobei Sinamatella schon in einem sehr üblen Zustand ist...Die Lage ist toll, aber ich bezweifle, dass an der Infrastruktur signifikant was getan wurde/wird...

Die anderen Camps im Hwange musst du eher weit im Voraus buchen ...oder es drauf ankommen lassen und schauen, ob und was dann vor Ort frei ist
34 Beiträge · seit 202331. Okt. 2023 · #16
Danke für den Tipp mit dem Daytrip von Kasane. Das könnte man ja auch machen, wenn man einfach noch einen Tag übrig hat. Und durch Kasane muss man ja eh durch, wenns wieder zurück nach Namibia geht.
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