miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202104. Feb. 2023 · #21
Hallo Katrin,
Viel Spass bei eurer kommenden Reise...
Ja, das wäre ganz übel gewesen... Wir haben aber alle Vet-Fences von West nach Ost oder Süd nach Nord überfahren, da darf man Fleisch mitnehmen. Einzig aus dem Moremi nach Maun ging es in die "verbotene" Richtung, aber da waren wir dann ausgeschossen und hatten leere Kühlschränke. Zusätzlich gibt es noch den Vet-Fence kurz vor Kubu Island, aber dort hat niemand kontrolliert...
Zu Chicken bin ich mir nicht sicher, es gibt einige Hinweise, dass das normalerweise mitgenommen werden darf, ausser es gerade einen Ausbruch einer Vogelkrankheit... Da kann aber sicher jemand anderes kompetenter Antworten...
Lg, Michael
Reisemaus1'003 Beiträge · seit 200805. Feb. 2023 · #22
Hallo Michael,
Vielen Dank für die Arche Noah am Boteti. Ich finde die Waterfront da auch klasse. So viele Tierherden, schöne Stimmung und übersichtlich zum Befahren. Hast Du schön eingefangen! Wir sind vor 3 Jahren eine ganz ähnliche Strecke gefahren und hatten im CKGR und im Makgadikgadi auch kein Glück mit Katzen, es war ähnlich trocken wie bei Euch. Aber dann in der Nxai Pan…bin gespannt, ob Ihr da auch fündig werdet… Den Metzger werde ich mir auch merken. Scheint, als ob Rakops sich nicht arg verändert hat und immer noch ursprünglich ist.
Viele Grüße Doro
miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202105. Feb. 2023 · #23
Kapitel 6 : 13. - 14. Sept. : Baines Baobab Nr. 2
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Die Fahrt nach dem Verlassen des Parks über das Phuduhudu Gate ist nur kurz entspannt, bevor es in den Nxai Pan Park geht und rumpelnd weiter geht. Wir haben uns am Gate erkundigt und die rechte Strasse empfohlen bekommen (entgegen allen vorgängigen Forums-Kommentaren). Sie war fahrbar, hatte aber schon etliche tiefe Stellen und nach einem kurzen Schreckmoment, als das Auto eine andere Richtung genommen als ich gewollt habe, und ich es gerade noch zurück auf die Spur bringen konnte, haben wir dann einen Gang runter geschaltet.
Verbrannte Erde auf der Hinfahrt zur Kudiakam-Pan
Unterwegs zu den Baines Baobabs hat es wenig Sehenswertes gegeben, zwischendurch ein Vogel, mal eine kleine Manguste, aber die Mehrheit des Geländes war niedergebrannt und ziemlich trostlos anzusehen. Nach gut 90min Fahrt ändert sich das Bild und man fährt plötzlich auf die offene Fläche zu und sieht in der Ferne die berühmten Baobabs, die der Maler Thomas Baines bereits vor 160 Jahren auf einem Gemälde gezeichnet hat und heute wohl noch identisch aussehen wir damals.
Nach den Baobaobs geht es in die weite Fläche der Salzpfannen hinaus, unser Ziel Camp Nr. 2 ist noch nicht ersichtlich. Das Navi leitet uns entlang des seitlichen Randes der Pfanne und nicht auf dem direkten Weg mitten durch. Wir haben Zeit und keine grossen Pläne mehr, wodurch wir dem Navi folgen.
Am Ende der Trockenzeit ist es wohl sicher, die Pfanne zu befahren – eine feuchte Stelle könnte wohl doch unangenehme Folgen haben. Auf dem letzten Abschnitt vor der kleinen «Insel», die unser Camp enthält, fahren wir dann doch in Luftlinie über die letzten Meter rüber. Nach ein paar weiteren Minuten erreichen wir das Camp und wollen eine längere Mittagspause einlegen.
Baines Baobab Camp Nr. 2
Angekommen öffnen wir unsere Markise und bereiten ein Rührei mit Toast vor, doch schon kurz darauf bemerken wir die immer aufdringlicher werdenden Wildbienen. Wir versuchen sie mit etwas Wasser in einer aufgeschnittenen Petflasche vom Auto an die entfernte Ecke des Platzes zu locken, merken dann aber rasch, dass die nur noch mehr Bienen angelockt hat. Diesen Anfängerfehler begehen wir wohl kein zweites Mal mehr ? So bleibt uns nur der notfallmässige Aufbruch.
Belagert von tausenden Wildbienen
Kurze Visite auf Camp. Nr.1
Aussicht vom Camp Nr. 1 zu den Baobabs
Nach einer Erkundungsfahrt bis zu den jeweiligen Weg-Enden und einem weiteren Fotostopp bei den Baobabs fahren wir langsam retour zu unserem Platz und versuchen den Sundowner vorne auf der Pan zu nehmen. Für ein paar erste Fotos und das Anstossen reicht es, doch dann hat der Bienenschwarm uns wieder im Visier und wir müssen erneut schnellstens verschwinden.
Etwas zu viel Elan beim Selfie
So fahren wir einen guten Kilometer entlang der Pan und beenden unseren Drink mit etwas Lesen und weiteren Fotos der untergehenden Sonne. Wir kehren erst nach Sonnenuntergang zum Camp zurück, so dass die Bienen bis dann auch tatsächlich schon zu Bett gegangen sind. Da wir keine Tiere gesehen haben, stört uns das später Feuer machen auch nicht.
Panorama vor unserem Camp
Lektüre der weiteren Reiseroute
Endlich Bienenfrei, so lässt es sich aushalten
Auf der glühenden Kohle gibt es Rumpsteaks und Gemüse vom Grill. Insbesondere zu erwähnen die grillierten Randen und den eingekochten Karottensalat. Wir legen etwas Holz nach und machen es uns mit einem Gin-Tonic gemütlich. Der Wind frischt an diesem Abend aber immer mehr auf, bis die Böen plötzlich wie wild Staub durchs Camp wirbeln und vor allem unser Feuer und die Glut in die trockene Graslandschaft bläst. Wir versuchen das Feuer so schnell es geht zu löschen, nebenbei alles weg zu räumen und nicht zuletzt auch alle Löcher am Zelt zu schliessen. Sonst hätten wir in einer Staubwolke geschlafen. Die Nacht wird unruhig und der Wind rüttelt an den Zelten.
Am Morgen zeigt sich nichts mehr von der wilden Nacht und die Sonne bereitet sich für einen wunderbaren Aufgang über den Baobabs vor. Wir stehen noch im Dunklen auf und fahren die paar Kilometer auf die Pfanne und suchen uns mitten in der Pampa den wohl geeignetsten Platz. Das noch frühere Aufstehen als sonst hat sich auf alle Fälle gelohnt:
Bodenbeschaffenheit in der Pfanne
Morgenkaffee vor der Weiterfahrt nach Nxai Pan
Nach dem kühlen und leicht windigen Sonnenaufgang fahren wir retour zum Camp und geniessen einen Morgenkaffee und machen uns auf den Weg zu den Nxai Pans…
Sadie1'835 Beiträge · seit 201505. Feb. 2023 · #24
Danke, Michael, für die Erklärung. Ich füge mich eine Karte des Vet Fence hinzu so dass vielleicht andere davon lernen können. Für uns wird das sicher zum headache führen, da wir von SA kommend zuerst nach Bots und dann nach Zim einreisen und nachher von Kasane nach Maun fahren. Alles die falsche Richtung mit Steaks! Nachtrag: nun lese ich erst dass von Süden nach Norden ok ist. Also unser Problem ist erst nach Kasane und dann wieder nach Maun. Sehe ich das richtig? Liebe Grüsse Von Katrin
miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202105. Feb. 2023 · #25
Hallo Katrin,
Sadie schrieb:Also unser Problem ist erst nach Kasane und dann wieder nach Maun. Sehe ich das richtig?
Zwischen Kasane und Maun dürfte es keinen Vet-Fence geben, der euch ein Problem bereiten wird. Es gibt nur den kurz vor Maun, bis dahin dürften eure Kühler aber leer sein, und ihr könnt danach in Maun wieder einkaufen.
Lg, Michael
Sadie1'835 Beiträge · seit 201505. Feb. 2023 · #26
Ja, ich glaube da hast du recht. Von Maun nach Nxai Pan haben wir mal vergessen dass es verboten ist Beef zu transportieren und so hat der Angestellte gesagt wir könnten es gerade dort am Platz kochen! Wollten wir aber nicht und so hatte diese Person sicher ein leckeres Hamburger Dinner! Aber in Afrika kommt es ja immer auf den Angestellten an ob und wie die Regeln eingehalten werden… oder eben nicht. Also kommt auch etwas Glück, oder Unglück dazu. Katrin
miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202107. Feb. 2023 · #27
Kapitel 7 : 14. - 15. Sept. : Nxai Pan
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Der Wind hat wieder aufgefrischt und wirbelt gehörig Staub bei den Baobabs auf.
Nach einer weiteren Kontrolle der Permits, die bei uns immer wieder etwas länger dauert, fahren wir direkt zum Wasserloch. Unser Reiserbüro hat es irgendwie geschafft, auf einer einzigen Quittung alle NP-Eintritte zusammenzufassen, dabei aber die genauen Daten nicht erfasst. So müssen wir gefühlt bei jedem Parkeintritt eine Menge erklären und je nach Eifer der Mitarbeiter werden sogar Telefonate zur Abklärung geführt. Nach der x-ten Wiederholung wir es langsam mühsam.
Die Nxai Pans sind nach der langen Trockenzeit, wie bis jetzt alle Orte dieser Reise, extrem ausgetrocknet. Man kann aber auch hier erahnen, wie schlammig und herausfordernd das Fahren in der Regenzeit werden kann. So müssen wir einfach den Staub aushalten, uns aber wenig um die Wege kümmern.
Am Haupt-Wasserloch angekommen finden wir einige andere Wagen vor, sehen einige Elefanten und etwas weiter entfernt viele Antilopen. Um den anderen Wagen etwas aus dem Weg zu gehen, halten wir am anderen Ende an und halten etwas Abstand.
Streifengnu, Springböcke und ein Schabrakenschakal am Wasserloch
Springbock und ein Raubadler
Erst eine gute viertel Stunde später bemerken wir doch noch, dass der Grund hinter all den Wagen liegt, und wir uns doch noch dazu gesellen: Drei Löwinnen und ein stattliches Männchen liegen gut versteckt hinter hohem Gras. Kurz nachdem wir sie erspäht haben, stehen sie aber auf und laufen in die Savanne hinaus. Wir fahren auf dem Wegnetz drum herum und erspähen noch eines der Weibchen, hoffen aber auf die restlichen drei Tiere und verlieren aber dann alle aus den Augen. Man kann nicht alles haben und sind schlussendlich glücklich, nach etlichen Tagen doch wieder ein paar Löwen zu sehen.
Löwen in Paarungsstimmung unter Beobachtung der vielen Springböcke
Wir fahren die Baobab-Route im Nordosten, die uns aber nur viele Kratzer am Auto beschert. Auf der Rückfahrt über die Savanne erspähen wir einige Gabelracken und versuchen diese im Flug zu erwischen. Nach der ausgiebigen Safari suchen wir unseren Camp Nr. 8 – ganz zuhinterst dicht umgeben vom Gebüsch. Das Manövrieren der grossen Wagen gestaltet sich anspruchsvoll, geht gerade aber so auf.
Die Flugbilder der Gabelracken lassen noch zu wünschen übrig, bis zum Ende der Reise wird es aber noch klappen...
Schabrakenschakal, der nach dem Mittagsschlaf in die Gänge kommt.
Wir stellen fest, dass die Schraube der Arretierung unseres Tisches unter dem Dach gebrochen ist. Das heisst wir können den Tisch nicht mehr befestigen und müssten diesen von nun an hinten im Kofferraum mitführen – das wäre äusserst nervig!
Elefant vor den Abolutions, aber am eigenen Wasserloch
Vor dem abend-Drive fahren wir zum Staff und fragen nach einer Ersatzschraube. Die Mitarbeiter nehmen den verbleibenden Teil mit und verschwinden für eine halbe Stunde. Nach und nach tauchen sie wieder auf und beginnen mit einem Bunsenbrenner daran zu basteln. Nach gefühlt einer weiteren halben Stunde haben wir unsere Schraube wieder und sie hält sogar die nächsten paar Tage bis kurz vor Kasane. Wir sind dankbar für die Hilfe und zeigen uns mit einem kleinen Präsent erdenklich.
Fachkundige Reparatur einer gebrochenen Schraube 😉
In der Abend-Fahrt finden wir etliche Elefanten im besten Licht am Wasserloch. Wir haben Glück und die ankommenden Tiere laufen direkt an unserem Fenster vorbei. Schon eindrücklich, wenn ein solcher Koloss keine zwei Meter neben dem Wagen vorbeiläuft. Hier wäre wohl ein Weitwinkel-Objektiv von Vorteil gewesen.
Sicht aus dem anderen Wagen, wenig Platz zwischen Elefant und unserem Wagen
Schabrakenschakal in der Abendstimmung
Am Abend bereiten wir einen Früchtereis mit Nüssen vor, dazu gibt es eine Wurst vom Grill und einen Gurken-Salat mit Avocado und Croutons. Beim Zubereiten hören wir plötzlich ein Geräusch im Gestrüpp und entdecken einen Elefanten, der direkt bei uns aus dem Busch kommt, kurz auf uns zuhält und neugierig beobachtet. Wir bringen die Nüsse und Dörrfrüchte in Sicherheit und der Elefant zieht weiter. Etwas später schleicht auch noch ein Schakal um die Wagen, hält sich aber in angenehmer Distanz.
Wir beobachten uns gegenseitig, die Nüsse und Trockenfrüchte wurde schon mal in Sicherheit gebracht.
Emsiges Treiben im Camp...
Abendlicher Besuch...
Löffelhund in Morgenstimmung
Eine Gruppe Helmperlhühner
Fleckenflughuhn(?)
Schwarzfersen-Impalas und Springböcke am Wasserloch
Stattlicher Elefantenbulle
Gymnastikübungen 😉
5 Beine und ein Rüssel...
Elefanten-Portrait
Nach einer gemütlichen Safari am Morgen fahren wir weiter nach Gweta zu den Erdmännchen und tags darauf nach Kubu-Island…
miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202109. Feb. 2023 · #28
Kapitel 8 : 15. - 18. Sept. : Planet Baobab, Kubu Island nach Nata
In Gweta müssen wir 90 Liter nachtanken, der Verbrauch ist mit all den tiefsandigen Passagen der letzten Tage ziemlich angestiegen und liegt mit 18.5l/100km recht hoch. Nach einem kurzen Abstecher im Dorf fahren wir in die Lodge und richten uns auf unserem Camp ein, insbesondere kann sich auch die alternde Batterie im zweiten Auto am Stromnetz erholen. Es ist ein gemütlicher Nachmittag am Pool, in dem wir dank WLAN einige Sachen für zuhause erledigen können und meinen Eltern ausrichten, dass es uns nach zwei Wochen in der Wildnis gut geht. Anschliessend geniessen wir einen guten Gin aus Maun und schliessen den Abend mit einem T-Bone-Steak, Curry und Tomatensalat mit Feta ab.
Okavango-Gin, davon haben wir gleich 2 Flaschen nach hause mitgenommen.
Mittlerweile ist eine Blattfeder der hinteren Aufhängung gebrochen, gemäss Rückmeldung der Serviceleute von Savanna aber kein Problem - "We will fix it in Windhoek"
Die Tomaten haben wir kurz davor im Dorf frisch vom Markt gekauft, mussten diese aber direkt am ersten Abend aufbrauchen: Meine bessere Hälfte hat diese im Auto deponiert und sich nach dem Einchecken direkt darauf gesetzt - immerhin sind die Tomaten im Plastiksack geblieben und nicht verteilt auf dem Beifahrersitz ?
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Das Planet Baobab haben wir ausgesucht, da sie geführte Fahrten in die Ntwetwe-Salzpfannen anbieten und viel wichtiger eine Erdmännchen-Familie besuchen, die die Anwesenheit von Menschen gewohnt sind. Wir fahren zwei Stunden in Richtung der Pfannen und lernen einige interessante Fakten zu Natur und Tieren, der eindeutige Höhepunkt ist aber der Ausflug zur kleinen Erdmännchen-Familie mit einigen Eltern-Tieren und vier Jungen. Wenn man ruhig in die Knie geht, nutzen die Tiere die Erhöhung zum Erspähen von Fressfeinden. Es ist ein emsiges Suchen nach Fressen im Boden und wir sind beeindruckt ab all den fetten Maden im Boden. Es ergibt schöne und lustige Selfies, mit einer Tasse Kaffee in der anderen Hand.
Baobab im Licht der aufgehenden Sonne
Die Tour schliesst mit einem Abstecher auf die grosse Ntwetwe Pfanne und wir erfahren einige spannende Fakten zur Entstehung der trockenen Einöde. Schon erstaunlich, dass dies vor langer Zeit einer der weltweit grössten Seen gewesen ist. Diesem wurde anscheinend jedoch vor ca. 10'000 Jahren durch tektonische Aktivität die Wasserzufuhr genommen, wodurch der See ausgetrocknet ist. Die Pfannen sind jedoch nicht immer trocken, jedes Jahr zur Regenzeit füllen sich diese durch Regenwasser zu einem See und verunmöglichen jegliches Fahren in dessen Nähe.
Durch die Trockenzeit waren die Fahrbedingungen jedoch unbedenklich, zumindest auf unseren Strecken. Dass sich jedoch nicht immer stimmen muss, zeigt der folgende Eintrag in der Drivebots-Facebookgruppe von Anfang September:
Es kann auch anders gehen - Bild aus Drivebots/Facebook
Nachdem wir wieder zur Lodge zurückgefahren wurden, fahren wir denselben Weg selber noch einmal in Richtung der Pfannen und wagen uns dann alleine in die grosse weisse Salzfläche hinaus. Nach einer ersten Strecke von ca. 15km über die Salzfläche gestaltet sich die Fahrt einfacher als erwartet. Die meiste Strecke verläuft entlang von Inseln und nicht wie erwartet ausschliesslich über die Weite der Salzpfanne. Nichtsdestotrotz ist die Landschaft eindrücklich und wird immer wieder durch Bereiche mit ultrafeinem Staub abgelöst. Als hinteres Fahrzeug sieht man dann einfach mal gar nichts mehr für eine gewisse Zeit –schön, dass wir immer voraus fahren dürfen…
Ein erster Blick auf die Ntwetwe-Salzpfanne
Wilde Pferde auf Wanderung
Wegweiser - wir sind noch korrekt unterwegs
Nach einigen Stunden Fahrt erreichen wir Kubu Island- die Fahrt war lange, holprig und anstrengend. Nach dem langem Fahrtag und fast zwei Wochen ununterbrochen im Auto, tut es gut, die Gegend zu Fuss zu erkunden und sich wieder einmal ausgiebiger zu bewegen.
Im letzten Tageslicht suchen wir eine geeignete Stelle, um später die Milchstrasse mit freistehenden Baobabs zu fotografieren. Als Stärkung kochen wir als Abwechslung Spagetti Carbonara und dazu einen Gurken-Feta-Salat mit Croutons.
Stunden später haben wir unsere Stelle der Wahl aber fast nicht mehr gefunden! Das Distanzgefühl ist in völliger Dunkelheit ein ganz anderes als bei Tageslicht. Mit dem Ergebnis, fotografiert von einem Campingstuhl und ausgepolstert mit meinem Kamerarucksack als Stativ, bin ich recht zufrieden:
Am Folgetag haben wir ausser dem Morgenspaziergang zum Sonnenaufgang und der Weiterfahrt wenig vor. So können wir den Tag gemütlich beginnen und beobachten die schönen Vögel an unserem eigenen kleinen Wasserloch. Ich kann mir wieder einmal etwas Zeit für eine weitere Sporteinheit nehmen, so dass wir erst gegen 10 Uhr, nach einer Fahrrunde um die Insel, in Richtung Nata losfahren.
Granatastrild
Blauastrild
Die lange Fahrt entlang der Sua-Pfanne ist eindrücklich, verläuft aber über fast 100km schnurgerade aus. Zurück auf der Teerstrasse A3 geht es zügig Richtung Norden voran.
Die Nacht verbringen wir in der Elefant Sands Bush Lodge. Das Camp wäre meiner Meinung nach keine Nacht wert, da es während unserem Aufenthalt sehr voll und daher eng ist. Kein Vergleich zur Abgeschiedenheit der letzten zwei Wochen! Das Bier an der grossen Bar ist jedoch äusserst spannend, da die unzähligen Elefanten in nächster Nähe am grossen Wasserloch verweilen. Neben der Aussicht ist auch der Gestank mehr als eindrücklich! Und nachts gibt es auf der Wiese überall süsse Springhasen 😉 Am Abend gibt es das letzte Fleisch aus Rakops: PrimeRib und Kartoffeln/Randen/Zuchetti vom Gril, dazu ein Gurken-Salat Avocado mit Croutons.
Im nächsten Kapitel geht es weiter nach Kasane an die Chobe Riverfront und an die Victoria Falls…
BMBeate M1 Beiträge · seit 202314. Feb. 2023 · #29
Hallo, ich habe eine Frage, da ich im kommenden September (2023) selber nach Botswana fahren will, und gerade die Tour/Camps plane. Bezüglich Moremi habe ich eine Frage: Ist denn die Route von der 3rd bridge über die 4th bridge nach Xakanaxa möglich in der trockenen Jahreszeit? Freunde von mir komnnten die Strecke während der regenreicheren Zeit im Dezember nie benutzen, aber vielleicht geht es ja im September? Oder kann man die "Umleitung" über die Bodumatau Road nehmen? Sonst müßte ich auf jeden Fall einen Fahrttag mehr einplanen und entsprechend die Camps anders anfragen. Vielen Dank für die Hilfe und viele Grüße Beate
Chrigu7'267 Beiträge · seit 200614. Feb. 2023 · #30
Hallo Beate
Die Route ist in der Regel im September gut befahrbar. Voraussetzung ist natürlich, dass die Brücke bei 3rd Bridge auch passierbar ist. Das war in den letzten Jahren jeweils nicht der Fall, weil die Brücke zerstört war und erst wieder gebaut werden musste. Das hat sich zum Teil sehr lange hingezogen.
Wenn du jetzt an der Planung der Strecke bist, dann nehme ich an, dass ihr noch nichts gebucht habt. Dann wird aus diesen Camps vermutlich nichts werden. Für September sind sowohl Third Bridge als auch Xakanaxa ausgebucht. Habt ihr schon Fahrzeuge? Wenn nicht, empfehle ich von vorneweg die Tour um ein Jahr zu verschieben.
Herzliche Grüsse Chrigu
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Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika
Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202114. Feb. 2023 · #31
Ich hoffe also schon, dass die Third Bridge für die nächsten Jahre halten wird... während unserer Reise war aber die 2nd Bridge gesperrt, und auch die 1st und 4th Bridge in mässigem Zustand... diese 3 Brücken werden die nächsten Jahre wohl noch für weiteren Gesprächsstoff sorgen...
Grundsätzlich kannst du zwischen 2 Problemen je Jahreszeiten unterscheiden: die schlammigen Pfützen in der Regenzeit, verursacht durch lokalen Niederschlag, und die hohen Wasserstände in der Trockenzeit unterscheiden... bei letzterem müssten die Hauptachsen zwischen den Camps nahezu immer fahrbahr sein. Die Nebenachsen, dazu zählt auch der Bodumatau Loop, sind je nach Wasserstand der Flut stark eingeschränkt - oder gar nicht passierbar. Vom Lesen div. Reiseberichte waren der Bodumatauloop die letzten Jahre im September nie wirklich passierbar.
Aber wie Chrigu passene bemerkt hat, wird für September eher die grössere Herausforderung, dass man noch freie Plätze in den Camps findet... lg, Michael
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201614. Feb. 2023 · #32
Hi Michael,
jetzt endlich hatte ich nach unserem Urlaub Zeit deinen Bericht zu lesen. Viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiielen Dank, wie schööööööööööööööööön! 🙂
Gruß Gina
miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202114. Feb. 2023 · #33
Kapitel 9 : 18. - 20. Sept. : Kasane – Chobe Safari Lodge und Victoria Falls
Wir bringen die knapp 260km Autobahn rasch hinter uns und erreichen Kasane gegen Mittag, die zwei Tage sind bereits eng verplant und insbesondere müssen wir Essen für die kommenden zwei Wochen einkaufen. Wir verwenden nahezu dieselbe Einkaufliste wie in Windhoek und Ghanzi, mit dem bisherigen Essen waren wir mehr als zufrieden.
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Bereits am Nachmittag gehen wir gemeinsam im Spar Fleisch einkaufen und werden schnell fündig: die Theke ist gefüllt mit bestem Entrecotes, Rumpsteaks und auch Rindsfilets. Als Abwechselung gibt es auch mal Poulet und Würste. Für die kommenden 12 Tage kommt eine ganz schöne Menge zusammen und wir füllen den Tiefkühler bis fast unter den Deckel. Dank der Stromversorgung am Camp können wir den Kühler auf -18Grad einstellen und das Fleisch ohne Strapazierung der Batterien einfrieren.
Randvoller Tiefkühler für die kommenden 2 Wochen...
Am kommenden Tag erledigen René und Yolanda die restlichen Waren des Grosseinkaufs und begleiten uns nicht an die Victoria Fälle. Da sie diese bereits mehrfach besucht haben, bevorzugen sie einen entspannten Tag mit Lesen im Camp.
Am späten Nachmittag haben wir eine Flussfahrt auf dem Chobe gebucht – durch einen wertvollen Tipp von Bele haben wir den Kontakt von Kempho erhalten. Kurz und bündig wurde uns die Abholzeit per Whatsapp bekannt gegeben – der Shuttleservice und auch der Rest hat einwandfrei geklappt! Wir wollten nicht unbedingt eine Privattour und haben uns mit Begleitung durch andere Gästen einverstanden erklärt – schlussendlich waren wir dann zum selben Preis ganz alleine mit einem Fotobegeisterten Guide gut drei Stunden auf dem Fluss unterwegs. Wir haben eine wundervolle Tour erlebt, von allem etwas - zuerst fast 2 Stunden verschiedene Vögel, dann etwas grössere Tiere der Wasserwelt der Chobe Riverfront.
Welch wundervoller Abend, den wir nach Sonnenuntergang glücklich beenden. Als Abwechslung zur abendlichen Grillade gönnen wir uns ein Nachtessen am Buffet der Chobe Riverfront – ein willkommenes Essen ohne der ganzen Arbeiten darum herum. Die letzten Nächte wurden immer wärmer, und so schieben wir unsere warmen Schlafsäcke so weit als möglich von uns weg.
Früh am nächsten Morgen werden wir an der Rezeption per Shuttle abgeholt und brechen zusammen mit zwei weiteren Pärchen in Richtung Simbabwe und der Victoria Fälle auf. Auch hier klappt dank der guten Organisation von Kempho alles einwandfrei – Bei den Wasserfällen angekommen sind wir ohne Guide unterwegs, wir wollen die Gegend selbstständig erkunden und uns im eigenen Tempo vorwärts bewegen. Die Landschaft ist anfangs neblig und wolkig verhangen, im Verlauf des morgens drückt die Sonne aber durch, so dass wir alle Stationen ein zweites Mal ablaufen und noch einmal bei leichtem Sonnenschein betrachten.
In unserem Übermut, möglichst alles zu erkunden, laufen wir in der drückenden Mittagshitze auch noch zur Grenzbrücke nach Sambia und geniessen die Aussicht. Aufgrund der grossen Hitze machen wir uns aber rasch auf den Rückweg und laufen direkt zum Lookout Cafe hoch über dem Sambesi. Die Aussicht ist grandios, und auch das Essen sehr gut. Aber vorallem geniessen wir auch den Wind und den Schatten und verbringen die restliche Zeit bis zur Rückfahrt im Cafe. Die knapp 90minütige Rückfahrt verbringen wir mehr schlafend als wach, die Grenzformalitäten bringen wir rasch hinter uns und kommen bei Zeiten zurück nach Kasane. Anstatt aber einen gemütlichen Abend zu haben, müssen wir noch einige Erledigungen im Dorf machen und auch unser Brauchwasser für den folgenden Abschnitt auffüllen.
Ganz wichtig ist der Gin-Vorrat, diesen Einkauf wollten wir selbst erledigen. Ebenso haben wir noch etwas mehr Bier und Savanna Dry eingekauft, der Vorrat hätte sonst nicht bis Maun ausgereicht. Als nicht minder wichtig mussten wir einen Metallhändler finden: Die mittlerweile wieder gebrochene Schraube der Tischhalterung musste ersetzt werden. Nach verschiedenen Anlaufstellen wurden wir mitten in Kasane zu «Haskins» geleitet und sind gerade just 5min vor Ladenschluss durch eine fachkundige Bedienung zu einem passenden Pack Schrauben mit Muttern gekommen. Die gut 20 Schrauben müssten definitiv bis ans Ende der Reise ausreichen und haben keine 30Rappen gekostet, vor allem sind wir innerhalb von gut 5min zum gewünschten Produkt gekommen.
Nachdem wir auch noch den Benzintank randvoll gefüllt haben, benötigten wir eine kurze Abkühlung im Hotelpool und haben dazu die letzten Emails geschrieben: wir müssen in Maun noch den Flug über das Delta buchen. Wir verbringen den letzten Abend in Kasane mit einem grossen Dinner: Sirloin Steak, Broccoli an Sweet&Sour-Chili-Sauce und Kürbis und Kartoffeln auf dem Grill, dazu einen Gurken-Feta-Salat.
Riesiges Schraubensortiment im Haskins
Im nächsten Kapitel geht es früh morgens per Auto in die Chobe Riverfront und erkennen, dass «Fully Booked» nicht immer fully booked ist…
Champagner8'672 Beiträge · seit 201014. Feb. 2023 · #34
Guten Abend Michael,
ich hatte ehrlich gesagt schon vergessen, dass ich dir damals den Kontakt zu Kempho gegeben hatte (das Alter 🙄 🤩 ), aber es freut mich sehr, dass alles gut geklappt hat. Wir sind gerade auch am Planen mit ihr... 😉 .
Echt überrascht bin ich von den Kronenkranichen am Chobe - bin ich immer zu früh dort, um sie zu sehen (Frage an Matthias)? Wobei ich mich an KEINEN Reisebericht vom Chobe erinnern kann, in dem Kronenkraniche vorkamen. Auf jeden Fall eine tolle Sichtung.
Toll sind übrigens auch deine Fotos (nicht nur in diesem Kapitel) 🤩 - vielen Dank dafür, das macht viel Spaß, sie voller Vorfreude zu betrachten. Danke auch für den PM-Tipp, du weißt schon.... - dann sind wir ja jetzt quitt, was Tipps betrifft 😎 .
miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202114. Feb. 2023 · #35
Hallo Bele,
Besten Dank für deinen Kommentar und schon mal viel Erfolg für die Sonnenaufgangsbilder 😉
Dass wir da etwas spezielles mit den Kronenkranichen gesehen haben, war uns so nicht bewusst... Schön anzuschauen waren die beiden aber allemal!
Weisst du allenfalls etwas weiter mit den mir unbekannten Vögeln?
Gruss, Michael
Champagner8'672 Beiträge · seit 201014. Feb. 2023 · #36
miganz81 schrieb:
Weisst du allenfalls etwas weiter mit den mir unbekannten Vögeln?
Gruss, Michael
Ja, das erste Fragezeichen sind Rock Pratincole (Halsbandbrachschwalben), das zweite ist ein juveniler Striated Heron (Mangrovenreiher), das dritte ein juveniles African Jacana (Blaustirnblatthühnchen).
miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202114. Feb. 2023 · #37
Champagner schrieb:
miganz81 schrieb: Ja, das erste Fragezeichen sind Rock Pratincole (Halsbandbrachschwalben), das zweite ist ein juveniler Striated Heron (Mangrovenreiher), das dritte ein juveniles African Jacana (Blaustirnblatthühnchen).
Ui, das ging ja schnell... Besten Dank für die Ergänzungen!
H.Badger1'822 Beiträge · seit 201614. Feb. 2023 · #38
Hallo Michael, vielen Dank, dass du uns an deinen Erlebnissen in Botswana teilhaben lässt. Schöne Sichtungen hattet ihr auf dem Chobe und die meisten Vögel sind ja nun bestimmt. Ich würde über den Malachite Kingfisher nochmal nachdenken und würde alternativ den Half-collared Kingfisher vorschlagen.
Champagner8'672 Beiträge · seit 201014. Feb. 2023 · #39
H.Badger schrieb:Hallo Michael, vielen Dank, dass du uns an deinen Erlebnissen in Botswana teilhaben lässt. Schöne Sichtungen hattet ihr auf dem Chobe und die meisten Vögel sind ja nun bestimmt. Ich würde über den Malachite Kingfisher nochmal nachdenken und würde alternativ den Half-collared Kingfisher vorschlagen. Herzlich Sascha
Sascha hat Recht, ein Half-collared Kingfisher (andere suchen den lange und manchmal vergeblich - und zwar nicht im Bestimmungsbuch, sondern vor Ort) !!! 🤩
miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202114. Feb. 2023 · #40
H.Badger schrieb:Hallo Michael, vielen Dank, dass du uns an deinen Erlebnissen in Botswana teilhaben lässt. Schöne Sichtungen hattet ihr auf dem Chobe und die meisten Vögel sind ja nun bestimmt. Ich würde über den Malachite Kingfisher nochmal nachdenken und würde alternativ den Half-collared Kingfisher vorschlagen.
Hallo Sascha,
Besten Dank für deinen Input - mit der Schnabelfarbe wäre die Sache klar gewesen 😉 Wenn man aber keine Ahnung von der Thematik hat und noch viel lernen muss, ist diese Verwechslung rasch passiert...
Bin auch bei deinem Bericht fleissig am Mitlesen und freue mich schon auf die nächsten Kapitel...