HannaMaxThemenstarter24 Beiträge · seit 201921. Nov. 2022 · #1
Nach nun fast 10 Jahren des stillen Mitlesens und unzähligen zusammengesammelten Tipps ist es wohl wirklich mal an der Zeit, dem Forum ein bisschen was zurückzugeben. Da kommt er also: Unser Reisebericht zu unserer Selfdrive Tour in Botswana im September 2022.
Zu uns: Wir sind Hanna (31) und Max (32), kommen aus der Mitte Schleswig-Holsteins und verschwinden ins südliche Afrika, wann immer sich die Möglichkeit bietet. - 2015: Angefangen hat die Liebesgeschichte mit einem gemeinsamen Auslandssemester in Stellenbosch. In der Zeit wurden unter anderem die Cederberge, West Coast, Addo, Gardenroute, KTP und das südliche Namibia erkundet. - 2017 ging es dann nach Namibia (Waterberg, Etosha, Spitzkoppe, Sesriem/Sossusvlei, Namib-Kaukluft,Mirabib) und noch mal ans Westkap. - 2019 sollte es nach Botswana gehen - da wir mit 11 Monaten im Voraus zu spät mit der Buchung für eine sinnvolle Runde waren, ging es stattdessen zum Blyde River Canyon, in den KNP und noch mal nach Kapstadt - 2022: Nach einer coronabedingten Verschiebung dann endlich, endlich, endlich nach Botswana. Dieses Mal zum ersten Mal in Gesellschaft von zwei guten Freunden.
Unsere Route (03.09.-21.09.2022): Tag 1: Ankunft Johannesburg, geplante Übernachtung: Marakele, tatsächlich: De Rust, Pretoria Tag 2: Khama Rhino Sanctuary Tag 3: Boteti River Camp Tag 4: South Gate Tag 5: Xakanaxa Tag 6: Third bridge Tag 7: Khwai Tag 8 und 9: Savuti Tag 10: Chobe River Front West (Muchenje) Tag 11: Chobe River Front (Chobe River Lodge Campsite) Tag 12: Chobe River Front (Chobe River Lodge Campsite) Tag 13: Victoria Falls/Senyati Tag 14: Elephant Sands Tag 15: Kubu Island Tag 16: Khama Rhino Sancutuary Tag 17-19: Marakele National Park
Unterwegs waren wir wie auf all' unseren Reisen mit einem Toyota Hilux Double Cab mit Dachzelt, zum zweiten Mal angemietet über Iwanowski bei Bushlore in Joburg. Erstmalig mit einem Automatik, was sich im Nachhinein als absoluter Segen herausgestellt hat. Wie bei unserer letzten Reise waren wir auch dieses Mal wieder absolut zufrieden mit der Fahrzeugausstattung.
Reiseplanung: Wir haben von den Planungen über die Buchungen ausnahmslos alles Eigenregie vorgenommen, was einiges an Arbeit aber auch einiges an Vorfreude mit sich brachte. Dazu haben wir uns in der Nachbarschaft bei Maike und Christoph noch mit einem T4A-Garmin, T4A-Papierkarten und den Tinkers-Karten ausgestattet.
HannaMaxThemenstarter24 Beiträge · seit 201922. Nov. 2022 · #2
Tag 1: Die paar Steine auf dem Weg räumen wir nun auch noch zur Seite!
Es kam, wie es kommen musste: Einen Tag vor Abflug wird von der Lufthansa für den Folgetag Streik angekündigt. Bereitstellung einer Alternativverbindung? Fehlanzeige. Nach kurzer Krisensitzung lassen wir die Kreditkarte glühen und buchen auf eigene Kosten einen alternativen Hinflug. Noch mal verschieben wir den Urlaub nicht! Statt HAM - FRA - JNB dann eben über Istanbul. Geplante Ankunft zum Glück nur 2 Stunden später.. das sollte noch passen. Euphorisch steigen wir in Istanbul aus dem Flieger und checken schnell die Anzeigetafeln. Dort können wir unseren Augen nicht trauen: Startverschiebung von 0:30 nachts auf 6 Uhr morgens - halleluja! Wer wollte sich nicht schon mal eine Nacht am Flughafen um die Ohren schlagen, um dann 8h tagsüber zu fliegen... Den Plan, am Ankunftstag noch nach Marakele zu kommen, können wir damit knicken.
Long story short: Nach 25h Anreise kommen wir um 15:30 endlich in Joburg an und können glücklicherweise noch im Schnelldurchlauf die Toyotis bei Bushliore übernehmen. Hell ist es nun natürlich nicht mehr. Zum Glück reichte das Internet in Istanbul gerade noch aus, um einen alternativen Campingplätzen in der Nähe zu finden. So landen wir absolut gerädert, aber dennoch überglücklich auf der De Rust Campsite am Stadtrand von Pretoria und sind froh, endlich ins Dachzelt zu krabbeln.
Champagner8'672 Beiträge · seit 201022. Nov. 2022 · #3
Hallo Ihr Zwei,
bei Eurer Tour mit den vielen schönen Stationen bin ich sehr gerne dabei - für mich kann es nicht genug Botswana-Reiseberichte geben, zumal bei den nun anstehenden langen Winterabenden 🙄 !
CLClausinho12 Beiträge · seit 201422. Nov. 2022 · #4
Hallo Hanna und Max, freue ich mich auch auf Eure Bilder von der Botswanatour! Es wrden Erinnerungen wach von meiner Tour! Chobe, Victoria falls, Mokoro Touren mit Inselcamp in der nähe von Sitatunga usw. Jetzt schon vielen Dank aus MUC
HannaMaxThemenstarter24 Beiträge · seit 201922. Nov. 2022 · #5
Tag 2: Nun aber schnell nach Botswana!
Nach einer verdienten Mütze Schlaf wachen wir erholt im Dachzelt auf. Die Strapazen der Anreise sind wie weggeblasen und die Vorfreude macht sich endlich richtig breit. Heute ist erst mal Strecke machen angesagt. Tagesziel: Khama Rhino Sanctuary. Die Strecke bis zum St. Martins' Drift ist schöner, als erwartet, der Grenzübertritt nimmt weniger Zeit in Anspruch als gedacht und die Roadtripplaylist und unsere Walkie Talkies lassen die Zeit schnell vergehen. Das Gute daran, dass wir gestern nichts mehr einkaufen konnten: Quasi leere Kühlschränke und somit nichts, was an der Grenze abgegeben werden muss - außer eine kalte Coke fürs Personal 😛 Kurz vor Khama decken wir uns dann noch kurz mit reichlich Savanna, Proviant und Feuerholz für die nächsten Tage ein. Wir freuen uns riesig, als wir in Khama endlich Sand unter den Füßen und Rädern haben. Nun sind wir endgültig im Urlaub angekommen und nutzen die letzten zwei Stunden vor Sonnenuntergang noch für einen ersten Game drive. Die ersten Giraffen, Impalas und Vögel sind schnell entdeckt. An der Serwe Pan angekommen, sind wir dann prompt sprachlos: Sind da doch wirklich eine Nashornkuh mit kleinem Kalb und noch dazu drei rangelnde Nashornbullen im mystisch-staubigen Licht. Da werden unsere Kameras direkt mal warmgeknipst 😄 🙂 Allein für diesen Anblick hat sich der Urlaub schon jetzt gelohnt.
Der Weg zu unserer wunderschönen Campsite (Nr. 13) ist an der ein oder anderen Stelle dann schon ziemlich tiefsandig - Wir Helden waren aber auch zu faul, für die paar Kilometer Druck aus den Reifen zu lassen... Stecken bleiben wir dann zum Glück aber nicht 😛 Die Campsite 13 wardefinitiv eine der schönsten der gesamten Reise: Perfekte "gemütliche" Größe und ein wunderschöner Mankettibaum in der Mitte - inklusive zwei Bushbabys und dem ein oder anderen zutraulichen Vogel. Nun brennt auch endlich das erste Feuer, der Sternenhimmel verzaubert uns und die Welt ist so richtig in Ordnung!
Enilorac65768 Beiträge · seit 201722. Nov. 2022 · #6
Hallo Zusammen, ich freue mich auf Botswana! Liebe Grüsse Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
HannaMaxThemenstarter24 Beiträge · seit 201922. Nov. 2022 · #7
Tag 3: Rhino Tracking und Fahrt zum Boteti
Heute gehts früh los: Um 5:50 werden wir von unserem Guide zum Rhino Tracking abgeholt. Bei der Fahrt durchs Sanctuary sehen wir schon schnell einen ausgewachsenen Nashornbullen und dieselbe Nashornkuh mit Kalb vom Vortag im Dickicht. Die Sonne versteckt sich noch hinter einigen Wolken, sodass wir auf dem Fahrzeug ordentlich bibbern. Auf einer Pfanne läuft eine große Elandherde mit vielen Jungtieren an uns vorbei, ein einsames Gnu und zwei Schakale, Wenig später dann sogar Leopardenspuren und auch Nashornspuren im Sand!
Wir steigen vom Fahrzeug: Ab jetzt geht es zu Fuß weiter. Im Gänsemarsch geht es kreuz und quer durch den Busch. Erst hören wir sie nur schnaufen, dann sind sie plätzlich in Sichtweite. Unser Guide führt uns behutsam immer noch ein Stückchen näher heran. Fotos schießen wir wenige, zu begeistert sind wir von dem Anblick.
Beseelt und so gar nicht mehr kalt zurück auf der Campsite gibt es ein ausgiebiges Frühstück, bei dem wir erst mal unsere Eindrücke verarbeiten müssen. Dann gehts auf in Richtung Boteti River Camp. Dort angekommen, entspannen wir das erste Mal so richtig, inklusive erfrischendem Sprung in den Pool. Beim Spaziergang auf der Campseite am Boteti sehen wir die ersten Hippos und Elefanten der Reise.
Danach wird noch Karten gespielt und die Essensplanung für die nächsten Tage in der Wildnis gemacht und sich dann auch schon schnell ins kuschelige Dachzelt verkrochen.
HannaMaxThemenstarter24 Beiträge · seit 201923. Nov. 2022 · #8
Tag 4: Ab in den Moremi! (South Gate)
Den heutigen Tag gehen wir gemütlich an: Ausschlafen, Morgenspaziergang zum Boteti, Frühstück, Dusche. Gegen 9 machen wir uns auf den Weg. Keine 200m hinter dem Camp ist dann aber auch schon wieder Pause: Es scheint, dass einer der Reifen Luft verliert. Groß ist die Begeisterung darüber zwar nicht, auf der anderen Seite gibt es wohl keinen entspannteren Ort dafür. Zu Viert ist der Spaß dann aber auch schnell erledigt und immer noch alle gut drauf. Nun nichts wie ab nach Maun zum Tanken, Proviant aufstocken und DWNP-Parkeintritt bezahlen. Kurz hinter Maun dann endlich Luft aus den Reifen lassen und weiter auf der sandigen Gravelpiste. Bereits vor South Gate begrüßen uns die ersten Elefantenherden und dann sind wir endlich da, wo wir so lange schon sein wollten: Hallo, Moremi! 🙂
Wir machen zusammen mit einigen neugierigen Hornbills auf unserer Campsite eine Mitttagspause, bevor wir dann zu Viert in einem Auto zu unserem ersten richtigen Evening drive aufbrechen. Dabei sollen wir nicht enttäuscht werden: Erst eine große African Eagle Owl im Baum und dann tatsächlich zwei Honey badger in nächster Nähe! Damit hatten wir (außer nachts im Müll 😄 ) wirklich nicht gerechnet!
Wir bleiben noch eine ganze Weile am Wasserloch stehen und genießen den Sonnenuntergang. Aus den Büschen kommen von beiden Seiten immer mehr Elefanten zum Trinken und Baden - wie herrlich! Als wir aufgrund der vorangeschrittenen Uhrzeit aufbrechen müssen, streunert sogar noch eine Hyäne vorbei.
Zurück im (wirklich ziemlich leeren) Camp wird ein Braai gemacht. Kurz gibt es noch Elefantenbesuch, die scheinbar ans Abwasser der Ablutions wollten...
HannaMaxThemenstarter24 Beiträge · seit 201923. Nov. 2022 · #9
Tag 5: Moremi von South Gate nach Xakanaxa
Der heutige Tag lief etwas anders, als gedacht: Mittags waren wir jedenfalls noch nicht in Xakanaxa.... 😮
Wie entschieden uns, auf dem Weg nach Xakanaxa noch einen Schlenker zu den Black Pools und zur Xini Lagoon zu nehmen. Leider hielt die Route für uns bis auf viele Giraffen und eine große aber weit entferne Büffelherde recht wenig Tiere bereit - nicht zuletzt vermutlich auch aufgrund der relativen Trockenheit. Also auf relativ direktem Weg weiter Richtung Xakanaxa... oder auch nicht! Nach der ersten Wasserdurchfahrt zwischen Hippos und einigen Elefanten wird aus der Piste eine Lagune ohne erkennbare Passiermöglichkeit. Dann suchen wir uns also mal einen anderen Weg und sind um die Erkenntnis reicher, dass sich Tinkers Maps und T4A hinsichtlich Main/Dry Route wohl nicht immer ganz einig sind... 😄 Zwischendurch verlässt uns schon kurz der Mut, wie wir es heute noch über Third Bridge nach Xakanaxa schaffen sollen. Ein paar durchaus Adrenalin-geladene und erfolgreiche Wasserdurchfahrten später, sind wir dann zumindest schon mal an der First Bridge angekommen. Ein paar Snacks und kühle Getränke sorgen dann doch schnell wieder für bessere Stimmung. Auf der Detour um die Second Bridge sehen wir dann unter anderem unsere ersten Red Lechwes und zwei Wiedehopfe und freuen uns über das viele Wasser. Fluch und Segen zugleich 😉 Wir sind froh und ziemlich erschöpft, als wir um 15 Uhr endlich Third Bridge erreicht haben - da waren es auch schon satte acht Stunden im Auto.
Eine kurze Rast, Dusche und Beine vertreten weckt dann doch noch ein paar Kräfte in uns für die letzten Meilen. Auf den letzten 15km sehen wir dann noch einige Pflanzenfresser - darunter eine riesige Büffelherde. Das Löwerudel verpassen wir scheinbar, da wir uns an die Mainroad halten und unsere Geduld des Tages auch allmählich aufgebraucht ist.
In Xakanaxa angekommen, werden wir mit einem bombastischen Sonnenuntergang und in Windeseile gekochtem Abendbrot belohnt. Nudeln mit Tomatensoße haben selten besser geschmeckt 😉 Die grunzenden Hippos wiegen uns dann schnell in de Schlaf.
Auch wenn der Tag nicht ganz so sehr genossen werden konnte, wie erhofft, sind wir für die kommenden Tage um einige Erkenntnisse reicher.
HannaMaxThemenstarter24 Beiträge · seit 201926. Nov. 2022 · #10
Tag 6: Moremi von Xakanaxa nach Third Bridge
Nach dem gestigen langen Tag steht heute deutlich weniger Kilometer auf dem Programm: Es geht nur zurück nach Third Bridge, dieses Mal allerdings auf den Nebenstrecken. Die Morgenroutine aus Dachzelt zusammenbauen, Kaffee kochen und Kameraequipment startklar machen hat sich so langsam eingespielt, sodass wir pünktlich zur Morgendämmerung unterwegs sind. Ein bisschen wehmütig lassen wir Xakanaxa hinter uns. Die Zeit war hier definitiv etwas zu knapp bemessen und wir hätten gern noch ein paar Stunden mehr hier verbracht.
Wir starten mit Pavianen, Impalas, Waterbucks, Red Lechwes, Zebras, Fischadlern und Co. in den Tag. An einem Pool sehen wir die erste große Hippoansammlung, mindestens 14 Tiere. Plötzlich rast dann ein Safarifahrzeug an uns vorbei. Raubtiere? 🤩 Schnell hinterher, haben unsere Freunde schließlich noch nie Katzen gesehen. Leider Fehlalarm. Wir haben das Gefühl, dass es auch die Guides trotz Funkverbindung untereinander heute nicht so leicht mit den Sichtungen haben. Kein Wunder bei den endlosen Weiten und der voranschreitenden Trockenheit.
Wenig später sehen wir dann unsere bisher schönste Elefantensichtung: Eine große, friedliche Herde, die sich trotz nächster Nähe zu den Fahrzeugen nicht beirren lässt und unaufgeregt frühstückt. Als wir genauer hinschauen, erkennen wir, dass einigen Jungtieren der Schwanz fehlt. Einem Tier fehlt sogar der Rüssel. Wir sind etwas betrübt und gleichzeitig doch froh darüber, dass die Tiere scheinbar im Schutz der Herde trotzdem heranwachsen können.
Kurz hinter der Fourth Bridge wartet dann die große Überraschung auf uns: WILDHUNDE! 🤩 Was für ein Glück! Wir knipsen und filmen um die Wette und sind gerade noch rechtzeitig, um die 3 ausgewachsenen und 5 Jungtiere etwas in Aktion zu sehen, bevor sie es sich im Schatten gemütlich machen.
Mit sinkendem Adrenalinspiegel macht sich bei uns so langsam ein Magenknurren bemerkbar. Vorbei an jeder Menge Giraffen und Zebras erreichen wir schnell unsere Campsite in Thirdbridge. Nun erst mal ausgiebig frühstücken, lesen und Sonnenbaden - herrlich!
Nachmittags brechen wir noch zu einer Bootstour auf, die all' unsere Erwartungen übertrifft: Malachite Kingfisher und diverse andere Vögel, Water Monitor, badende Elefanten und grunzende Hippos, wow, wow, wow! 🤩 🙂 Vom atemberaubenden Sonnenuntergangslicht ganz abzusehen. Mit das schönste an der Tour: Unser Guide Moses ist mindestens so begeistert, wie wir und kann selbst nicht widerstehen, den Kingfisher und eine Elefantenkuh mit neugeborenem Kalb zu fotografieren. Hinter jeder Kurve auf den Kanälen des Deltas verbirgt sich noch ein Highlight und jedes Mal stoppt Moses wieder für uns - und das, obwohl die Zeit schon weit vorangeschritten ist und wir längst zurück im Camp sein sollten.
Zurück auf der Campsite klicken wir uns bei einem Savanna am Lagerfeuer durch unsere Bilder. Heute wird es definitiv nicht leicht, ein Foto des Tages zu kühren. 🙂 😮
Reisemaus1'003 Beiträge · seit 200827. Nov. 2022 · #11
Hallo Hanna und Max,
ihr legt ja ein Tempo vor! Ich springe auch noch auf. Mich interessiert auch ein aktueller Bericht meiner Lieblingsparks Moremi und Chobe und der entsprechenden Campsites. Da war es im September relativ trocken? Derzeit wird wieder berichtet, dass überall Wasserdurchquerungen sind. So schnell ändert sich das. Hoffe für Eure Freunde, dass Ihr noch Katzen seht. Aber in der Gegend um Khwai werdet Ihr bestimmt fündig. Wildhunde ist ja schon mal ein toller Einstieg, habe ich bisher nur 1x im Moremi gesehen. Viele Grüße Doro
miganz81139 Beiträge · seit 202129. Nov. 2022 · #12
Unsere Erfahrung gegen Ende September waren ein trockener Bereich um die Xini-Pools, aber danach überall viiieeeellll Wasser 😉 Gerade im Bereich zwischen NG und Xakanaxa waren beinahe die Hälte aller Strassen aufgrund zu tiefer Querungen nicht passierbar...
HannaMaxThemenstarter24 Beiträge · seit 201930. Nov. 2022 · #13
Liebe Doro, im nass-kalt-dunklen November müssen wir uns mit dem Reisebericht selbst ein paar warme Gedanken machen 😄
Zum Straßenzustand: Als Botswana-Ersttäter haben wir keinen Vergleich, was viel und was wenig Wasser ist... In weiten Teilen im Moremi natürlich jahreszeitbedingt sehr trocken, zu tiefsandig an keiner Stelle. Auf dem Weg von South Gate nach Xakanaxa kamen wir wie gesagt schlichtweg aus dem Nichts aufgrund von zu viel Wasser nicht weiter. Da war gar gar nicht erkennbar, wo der Track weitergehen könnte. Auf der Strecke 1st Bridge- 2nd Bridge - 3rd Bridge - 4rd Bridge - Xakanaxa dann wirklich einiges an Wasserdurchfahrten. Glücklicherweise eigentlich überall gut erkennbar, wo andere Fahrzeuge vor uns kürzlich rein- und (wichtiger! 😄 ) wieder rausgefahren sind. Das gibt dann doch ein bisschen Sicherheit.
Ich habe mal einen Screenshot aus einem unserer Videos angehängt, wie es mancherorts im Moremi aussah. Am unangenehmsten und ohne Schnorchel grenzwertigsten war es auf unserer Tour auf der Detour um die 2nd Bridge und kurz hinter der 4th Bridge.
franzicke2'085 Beiträge · seit 201230. Nov. 2022 · #14
Hallo Hanna und Max, wie schön, dass ihr einen Bericht schreibt und eure Botswana-Erfahrungen teilt. Das lass ich mir auf keinen Fall entgehen, zumal eure Route ganz ähnlich war wie bei unserer ersten Botswana-Tour - auch von Johannesburg aus über Khama Rhino ... und es ist völlig klar, dass ich da wieder hin muss. Jetzt freu ich mich auf Fortsetzung und ein paar Fotos mehr fände ich jetzt gar nicht so schlimm 🤪 Viele Grüße Ingrid
HannaMaxThemenstarter24 Beiträge · seit 201930. Nov. 2022 · #15
Nacht 6/7: Turbulente Nacht in Third Bridge
Der heutige Tag beginnt ungewollt schon um Mitternacht: In den Bäumen der benachbarten Campsite sind die Paviane so unfassbar laut und langanhaltend am bellen, dass wir im Halbschlaf erst denken, dass es Hyänen oder Wildhunde sind... 😄 Wir schlafen dann aber doch schnell wieder ein.
Keine 30 Minuten später dann wieder Randale: Dieses Mal haben die Nachbarn auf einer anderen Campsite die Alarmanlagen ihrer Autos nicht unter Kontrolle und sind auch sonst noch ziemlich laut am Machen und Tun... denken wir zumindest. Wenig später hören wir es dann genüsslich direkt neben unserem Auto schmatzen...
"Oh wie klasse, da scheint ein Elefant sich einen Mitternachtssnack direkt neben unserem Auto zu gönnen!" ..stehen wir doch unter einem schönen Sausagetree, der gerade seine Blüten abwirft.
Neugierig wie wir sind, spähen wir aus unserem Zelt. Im Licht des Vollmonds stockt uns kurz der Atem:
"Max, das ist doch da aber nicht Mathis, der gerade neben dem Auto steht und pinkelt während der Elefant keine 5 Meter entfernt steht?" 😮
"Nein, das ist nicht Mathis, der da am Auto steht, das ist der Elefant!" ...nun wirklich keinen Meter vom Auto unserer Freunde entfernt.
Schlaftrunken flüstern wir unseren Freunden zu, die dem Elefanten durch ihr Mückengitter direkt ins Auge sehen.
"Alles gut bei euch?"
"Joooooa.... 😄 , der steht hier wirklich direkt neben uns, wir haben seinen Stoßzahn direkt vor unserem Dachzelt und er schnuppert mit seinem Rüssel am Zelt"
"Und nun?" 😵
"Tja, was bleibt uns anderes übrig, als abwarten und hoffen, dass der Kollege schnell weiterzieht ohne Schaden anzurichten."
Einige Minuten später dann Entwarnung für uns, nicht jedoch die anderen Campbewohner: Gehen dort doch der Reihe nach in immer weiterer Entfernung die Alarmanlagen aller Autos los.
Wie und warum auch immer - wenige Minuten nach diesem Schreck schlafen wir alle Vier wieder seelenruhig bis zum nächste Morgen. Ein kurzer Check an den Autos und der Campsite: Alles gut gegangen! Auf den Weg zu den Ablutions kommen wir am Nachbarcamp vorbei. Dort - bei den wie immer ziemlich häuslich eingerichteten Südafrikanern - wurde leider nicht ohne am Trailer randaliert, vermutlich auf der Suche nach Leckereien.
Uns stimmt dieses Erlebnis noch die nächsten Tage in vielerlei Hinsicht ziemlich nachdenklich.
Wir sind davon überzeugt, dass unsere Fahrzeuge von dem Elefanten verschont blieben, weil er unsere Freunde gerochen und gemerkt hat, dass dort Menschen (oder wohl eher Lebenwesen) sind. Vielleicht war es aber auch einfach Glück, wer kann das so genau sagen. Ob dieser "Problemelefant" aufgrund seines Verhaltens zum Abschuss freigegeben wird: Nicht ausgeschlossen. Ist es doch aber sein Lebensraum, in den wir Menschen eindringen und sind es doch vermutlich andere Menschen vor uns gewesen, die mit ihrer Unachtsamkeit in Bezug auf offene Lebensmittel dafür gesorgt haben, dass ein Elefant solche Streifzüge überhaupt erst macht. Leider scheinen noch immer nicht alle Menschen verstanden zu haben, was für Konsequenzen dies für sie selbet - und in unseren Augen noch schlimmer - für die Tiere haben kann.
Was uns in dieser Nacht noch einmal klargeworden ist (und auch schon vorher war): Wenn man diese Art von Urlaub macht, muss man definitiv mit solchen Begenungen rechnen. So wirklich rechnen tut man aber doch nicht damit und stellt erst in dem Moment fest, in was für einer Wildnis man sich da gerade befindet und wie klein man doch ist.
Wir sind jedenfalls um eine abenteuerliche Lagerfeuergeschichte reicher. Wenn Max dann auch noch die Kamerafalle am Vorabend ordentlich statt vor einem Ast aufgehängt hätte, wären bestimmt noch gute Schnappschüsse dabei gewesen... 😄
HannaMaxThemenstarter24 Beiträge · seit 201911. Dez. 2022 · #16
Tag 7: Ab nach Khwai!
Heute brechen wir recht zügig in Richtung Khwai auf. Auf halber Strecke in Xakanaxa gibt es einen ordentlichen Anschiss am Gate - sind wir doch am Flugplatz in unmittelbarer Nähe zum Office ausgestiegen, um zu frühstücken. Woher wir die Info hatten, im Moremi überall an gut einsehbaren Orten aussteigen zu dürfen - wir wissen es nicht. 🙄 Nun wissen wir es ja aber besser...
Insgesamt haben wir heute kleine, aber feine Sichtungen. Wir tauschen die Besetzung der Autos für einen Teil der Strecke durch, sodass es ein Frauen- und ein Männerauto gibt.
Kingfisher an der Third brigde
Third bridge bei Sonnenaufgang
Die Kalahari apple leafs blühen während unser Reise überall!
Bee-eater
Deutlich früher als gedacht, erholen wir uns im Schatten der Campsite neben friedlichen Impalas, Hörnchen und dem ein oder anderen neugierigen Vogel.
Nachmittags brechen wir zu einem 4er-Gamedrive auf. Wir finden es klasse, für die Evening drives auch mal zu viert in einem Fahrzeug unterwegs zu sein, auch wenn es gar nicht so leicht ist, für alle die perfekte Fahrzeug-Fotoposition zu finden 😄
Licht uns Szenerie am Khwai River überwältigen uns: Hippos, Elefanten, Red Lechwes, ein dickes Krokodil und auf einer Lichtung eine riesige Herde Zebras, Impalas, Affen und Waterbucks. Herrlich!
Am Khwai River
Neugierige Mangusten auf der Campsite
Der Himmel glüht rot, als wir glücklich zurück im Camp ankommen. Dort können wir ohne tierischen Besuch gemütlich am Lagerfeuer essen und bekommen auch in der Nacht nur einen kurzen Hyänenbesuch.
Für den nächsten Urlaub steht jetzt schon fest: Mehr Zeit in Khwai! 🙂
Tinochika1'651 Beiträge · seit 201411. Dez. 2022 · #17
Hallo ihr Zwei,
gerne steigen wir ein und freuen uns bei Eurer Tour dabei zu sein. Viele Orte wecken Erinnerungen und wir sind gespannt welche Eindrücke ihr von Orten wie Kubu Island und auch Elephant Sands gewonnen habt. Schade ist, dass ihr nicht mehr Zeit für den Boteti und auch Khwai einplanen konntet. Es lohnt sich auf jeden Fall. Wir waren dieses Jahr im April im Moremi. Mit einem normalen Hilux war die Strecke von North Gate nach Xakanaxa nicht befahrbar.Das Wasser stand überall zu hoch.Auch in der Khwai Konzession konnten wir uns nur begrenzt fortbewegen. Daher habe wir von dort einige geführte Touren mit Bushways unternommen. Liebe Grüße Tinochika
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG
Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
Moin Ihr zwei! Auch Euren Bericht hätte ich fast verbaselt! 😏 Liest sich sehr nett, und die Bilder sind klasse! Ich freue mich auf den weiteren Verlauf, ein paar der Reiseziele kennen wir auch, das ist immer sehr spannend. Eure Erlebnisse im Moremi sind sind großartig! So viel Wasser hatten wir da nicht, und die Wasserdurchfahrten blieben uns erspart.
Danke bis hierher und herzliche Grüße aus Hamburg Martin
Ad Rian229 Beiträge · seit 202212. Dez. 2022 · #19
Hallo Hanna, Max. Wir waren Ende Oktober 22 auf 3rd Bridge. Da wir von mehreren zerstörten Fahrzeugen gehört hatten, haben wir nach dem besagten Elefanten gefragt. Uns wurde gesagt, dass er in ein anderes Gebiet gebracht worden sei. Ich hoffe, dass die Aussage stimmt und er nicht zugunsten eines problemlosen Tourismus getötet wurde. Wir hatten jedenfalls keine Begegnung mit ihm. Nur die Paviane waren nervig... Adrian
HannaMaxThemenstarter24 Beiträge · seit 201912. Dez. 2022 · #20
Tinochika schrieb: Schade ist, dass ihr nicht mehr Zeit für den Boteti und auch Khwai einplanen konntet. Es lohnt sich auf jeden Fall. Wir waren dieses Jahr im April im Moremi. Mit einem normalen Hilux war die Strecke von North Gate nach Xakanaxa nicht befahrbar.Das Wasser stand überall zu hoch.Auch in der Khwai Konzession konnten wir uns nur begrenzt fortbewegen. Daher habe wir von dort einige geführte Touren mit Bushways unternommen. Liebe Grüße Tinochika
Hallo Tinochika! Das glaube ich gern, dass es im April nicht machbar war. Selbst im September gab es ja noch die ein oder andere grenzwertige Wasserdurchfahrt. So sehr uns eine Reise im April/Mai auch mal reizen würde! Für die nächste Tour haben wir gedanklich schon sehr viel mehr Zeit in der Khwai-Region eingeplant. Vermutlich auch mit einem richtigen Abstecher zum Boteti und ins CKGR.. Mal sehen, wann! 😄 🙂