ReisefreundThemenstarter21 Beiträge · seit 202010. Sept. 2022 · #1Liebe Namibia-Freunde,
für 2023 planen wir eine Tour nach Namibia. Das Auto und die Flüge sind gebucht. Jetzt sind wir am Erstellen der Reiseroute. Zuerst dachten wir an eine Kombination aus Namibia und Botswana. Da uns unsere 9-jährige Enkelin begleiten soll, sind wir jetzt doch, nach dem Lesen der Reiseführer, von Botswana wieder abgekommen. Es ist ihre 1. Reise nach Namibia und wir wollten es da nicht gleich auf die "Spitze" treiben.
Wir haben jetzt mal einen 1. Plan gemacht.
14.07.23 Nachtflug von Frankfurt nach Windhoek
15.07.23 Windhoek Übernahme Auto
16.07.23 Sesriem/Campsite
17.07.23 Sesriem/Campsite
18.07.23 Swakopmund
19.07.23 Swakopmund
20.07.23 Swakopmund
21.07.23 Spitzkoppe/Campsite
22.07.23 Brandberg/ White Lady Lodge
23.07.23 Okaukuejo Camp
24.07.23 Okaukuejo Camp
25.07.23 Halali Camp
26.07.23 Namuntoni/ Onguma/Leadwood
27.07.23 Namuntoni/ Onguma/Leadwood
28.07.23 Rundu/ Hakusembe Lodge
29.07.23 Divundu/Ndhovu Lodge
30.07.23 Divundu/Ndhovu Lodge
31.07.23 Kongola/ Camp Nambwa
01.08.23 Kongola/ Camp Nambwa
02.08.23 Katima Mulilo/ Camp Chobe River
03.08.23 Katima Mulilo/ Camp Chobe River/Tagesausflug Victoria Fälle
04.08.23
05.08.23
06.08.23
07.08.23
08.08.23 Autoabgabe Rückflug Frankfurt
Für den "Rückweg" nach Windhoek sind wir noch ein wenig unentschlossen. Den selben Weg durch den Caprivi wieder zurück? Zuerst dachten wir durch Botswana zurück aber die Zeit ist dafür wahrscheinlich etwas zu knapp. Was denkt ihr.
Für Eure Unterstützung wären wir dankbar.
Herzliche Grüße
Uwe
MImitglied19210Gast11. Sept. 2022 · #2Ich würde 1 oder 2 Nächte in Swakopmund streichen (Vermutlich wollt ihr da eine Boots- und Wüstentour machen?). Dann hättet ihr 1-2 Tage mehr für Botswana und es reicht für die Chobe Riverfront und dann entweder durch Chobe/Savuti zurück fahren oder Nxai/Makgadikgadi Pans auf dem Weg zurück mitnehmen.
Wenn Ihr Offroad-Erfahrung habt, könntet ihr auch in Namibia bleiben und zurück von Nord nach Süd durch den Khaudum NP fahren und danach in der Nyae-Nyae-Conservancy und z.B. in Harnas stoppen. Deren Geschäftsmodell darf man durchaus fragwürdig finden, aber für Kinder ist es ein Erlebnis, die Tiere so nah zu sehen. Im Juli ist der Khaudum zuverlässig trocken und dann eben 'nur" tiefsandig aber frei von Matsch und Morast.
Das ist auch mit Kindern kein grundsätzliches Problem, aber daran denken, dass ihr im Juli beim Campen gerade im Süden nachts auch mal Temperaturen im Minusbereich haben könnt.
Grüße, Torsten
freshy3'883 Beiträge · seit 201111. Sept. 2022 · #3Hallo Uwe,
mit unserer Enkelin nach Namibia fliegen - das hätten wir auch gerne gemacht. Die 1. Reise nicht zu voll zu packen, finde ich eine gute Idee. Auch sollten die Strecken zwischen den Destinationen nicht zu lang sein. Lasst euch Zeit! In Botswana sind die Camps in der Regel nicht eingezäunt, das hätte Auswirkungen auf eure Verantwortung!
Kinder wollen nicht nur Tiere an Wasserlöchern begucken, sondern auch anderes erleben:
1. Mehr Zeit in Windhoek einplanen, in Ruhe ankommen und eine geführte Tour durch Katatura unternehmen
2. Swakopmund bietet viel Abwechslung. z. B. Bootstour in Walfishbay, Wüstentour "The Little Five"
3. Museumsdorf im Damaraland besichtigen
4. Im Caprivizipfel Bootstour unternehmen (z.B. bei Jan im Mavunjecamp), auf der Rückfahrt andere Unterkünfte buchen. Ngepi Camp einplanen, das ist für Kinder bestimmt besonders witzig.
Das sind so meine ersten Vorschläge aufs Schnelle. Andere Fomis haben bestimmt noch weitere Ideen parat.
Viel Spaß bei euren Planungen
freshy
Strelitzie2'845 Beiträge · seit 201111. Sept. 2022 · #4Hallo Uwe,
vorweg: unsere Enkelin ist gut 7 Jahre alt- und wir sind schon oft mit ihr eine Woche unterwegs gewesen; nie hat sie nach ihren Eltern gefragt oder sie vermisst. Gut drei Wochen finde ich aber schon eine lange Zeit.
Und- ich würde mit dem Kind den Caprivi heraus nehmen! An den langen Fahrtstrecken haben wir als Erwachsene schon zu knappern - für ein Kind in dem Alter ist es unendlich langweilig. Anders als zB. eine Anfahrt zum Urlaub, die manchmal lang ist, ziehen sich die Fahrten ja in Namibia durch die gesamte Zeit.
Ihr seid im afrik. Winter dort, d.h. für einen Poolbesuch ist es zu kalt.
Swakopmund würde ich auf keinen Fall kürzen, weil zB. ein Stadtbummel, der Markt dort und vor allem die Little Five-Tour für ein Kind toll und abwechslungsreich sind.
Mir fehlen in der Tour, die gut ist für Erwachsene, die Abwechslungen für ein Kind, denn sie hat keine Spielfreundin dabei!
Hier gibt es einige "kindgerechte" Reisen - suche zB. nach den Berichten von "binca75".
Viel Planungsfreude
Strelitzie
HAHans-Wolf272 Beiträge · seit 201911. Sept. 2022 · #5Ich schließe mich Strelitzie an - die vorgeschlagene Tour ist eine tolle Reise für Erwachsene, aber absolut nicht kindgerecht. Lange Autofahrten sind Kindern ein Gräuel und Tiere anschauen, hat auch seine Grenzen. Und für schöne Landschaften haben die meisten Kinder keine Antenne! Nun gut, jedes Kind ist anders, aber mit meinen hätte ich eine solche Tour nicht ohne allseitiges Unbehagen überstanden. Ich empfehle deshalb, die gesamte Reiseplanung noch mal zu durchdenken. Denn dass eure Enkelin am Ende zukünftig nie wieder mit euch verreisen möchte, ist sicherlich nicht euer Ziel.
brisen407 Beiträge · seit 201511. Sept. 2022 · #6Hallo Uwe
Die papiermässigen Anforderungen bei der Einreise mit Minderjährigen, die nicht in der Begleitung beider sorgeberechtigten Elternteile sind, sind euch bekannt?
Ich zitiere mal von der Seite des Auswärtigen Amtes:
Minderjährige
Unter Verweis auf die Einreisebestimmungen benachbarter Länder ist es derzeit gängige Praxis an namibischen Grenzkontrollstellen, bei der Ein- und Ausreise minderjähriger Kinder die Sorgerechtslage zu prüfen. Personen unter 18 Jahren müssen neben dem Reisepass eine Geburtsurkunde vorweisen können, in der die Eltern aufgeführt sind.
Erforderlich ist eine internationale Geburtsurkunde, bzw. gegebenenfalls eine beglaubigte englische Übersetzung.
Unbegleitete minderjährige Kinder benötigen zur Ein- und Ausreise die Zustimmung beider Elternteile („Affidavit“ in englischer Sprache), dass das Kind alleine reisen darf. Die beglaubigten Kopien der Reisepässe beider Elternteile müssen dem Affidavit angeheftet werden.
Reist ein Minderjähriger nicht in Begleitung beider sorgeberechtigter Elternteile, muss außerdem nachgewiesen werden, dass der nicht anwesende Elternteil entweder mit der Reise einverstanden ist (eidesstattliche Versicherung („affidavit“), Passkopie und Kontaktdaten des nicht anwesenden Elternteils), bzw. dass die Einverständniserklärung nicht erforderlich ist (gerichtlicher Beschluss über alleiniges Sorgerecht oder Sterbeurkunde oder Negativbescheinigung des deutschen Jugendamts, wenn die minderjährige Person in Deutschland wohnhaft ist).
Personen, die mit Minderjährigen reisen, welche nicht ihre eigenen Kinder sind, müssen neben der vollständigen Geburtsurkunde des Kindes eidesstattliche Versicherungen („affidavit“), Passkopien und die Kontaktdaten beider sorgeberechtigter Eltern bzw. des gesetzlichen Vertreters des Kindes vorlegen.
Allein reisende Minderjährige müssen darüber hinaus bei Einreise ein Bestätigungsschreiben einschließlich Kontaktdaten und Wohnanschrift, eine Passkopie und gegebenenfalls eine Kopie der namibischen Aufenthaltserlaubnis derjenigen Person vorlegen, zu welcher der Minderjährige in Namibia reisen soll.
Eidesstattliche Versicherungen („affidavits“) bedürfen der Beglaubigung durch einen „commissioner of oaths“ (in Namibia), einen Notar oder eine namibische Auslandsvertretung.
Es wird dringend empfohlen, englischsprachige Erklärungen, Urkunden bzw. Übersetzungen vorzulegen. Kurzfristige Änderungen der Bestimmungen oder abweichende Auslegungen durch einzelne Dienststellen können nicht ausgeschlossen werden. Detaillierte und verbindliche Informationen sind beim namibischen Ministry of Home Affairs and Immigration oder der für den Wohnort zuständigen namibischen Auslandsvertretung.
Das wird für euer Enkelkind bestimmt eine unvergessliche Reise. Noch viel Vergnügen beim Planen.
SÜSüdwesten158 Beiträge · seit 202011. Sept. 2022 · #7Ich hoffe auch, dass es eine tolle Reise für die Enkeltochter wird. Hab da aber erheblich Zweifel. Haben 4 Enkelkinder in dem Alter. Autofahren ja. Aber wochenlang jeden Tag viele Stunden? Unsere würden eine Krise bekommen.
Ich hoffe, ihr habt bei der Autovermietung auch Eiskratzer für die Scheiben bestellt. Und warme Sachen im Gepäck. Soviel dazu, dass das Kind in den Pool kann. Und Spielplätze? Absolute Mangelware bei der Planung. Nur viel Natur, Straße und Tiere. Ob das nicht für eine Neunjährige irgendwann langweilig wird? Und es wird abends früh dunkel und vielfach zu kalt, um draußen zu sitzen.
Sollte euch diese Reise ein Reisebüro oder Veranstalter angeraten haben, würde ich den glatt wechseln.
LG, Christine
Hanne6'152 Beiträge · seit 200611. Sept. 2022 · #8hallo Uwe,
ich stimme brisen zu 100% zu. Wir waren mit unser 11 jährigen Enkelin in Namibia , wir als Grosseltern mussten viele Formaliten im Vorfeld erledigen was ganz wichtig ist, schaue morgen nach und melde mich, sind gerade vor unserem Urlaub - und etwas in Stresse.
Liebe Grüsse Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
binca751'567 Beiträge · seit 201511. Sept. 2022 · #9Moin Uwe,
Namibia ist für Kinder im Alter eurer Enkelin ganz toll…
Aber es ist ihre erste Reise nach Namibia. Wir haben Zwillinge (Jungs) und waren das erste Mal dort, als sie fast 8 Jahre alt waren. Wir waren 16 Tage unterwegs auf der Standardroute und es war wirklich ein Traum. Unsere Jungs sind sehr naturverbunden. Es war allerdings eine Lodgehopper-Reise.
Habe ich das richtig verstanden, dass ihr Campen wollt? Habt ihr 2 Dachzelte oder ein Bodenzelt dabei?
Ich würde beim ersten Mal den Caprivi weglassen und die 3 Wochen ( ihr habt ja schon Flüge gebucht) bequem und gemütlich auf der Standardroute herumtingeln. Swakopmund ist für Kinder toll- auf gar keinen Fall kürzen! Einfach mal am Strand Sachen sammeln, würde ich unbedingt einbauen.
Eine Gästefarm wie Omandumba im Erongogebirge oder Vreugde ist für Kinder prima. Oft sind Haustiere wie Hunde dort, mit denen sich die Kinder beschäftigen können. Eure Enkelin ist allein, das würde ich nicht unterschätzen. Unsere Jungs konnten immer zusammen losziehen und Dinge erkunden.
Ich muss auch sagen, dass ein Camp wie Nambwa unsere Kinder im Alter von 9 Jahren überfordert hätte. Die Geräusche auf dem Weg im Dunkeln zum Waschhaus… 🙄 Das war schon speziell…
Darüber würde ich nochmal nachdenken… 😗
Gruß
Bianca
ReisefreundThemenstarter21 Beiträge · seit 202012. Sept. 2022 · #10Vielen Dank für Eure vielen Hinweise. Die lange Zeit wird kein Problem sein. Unsere Enkelin wohnt bei uns im Haus und wir waren in diesem Frühjahr 3 Wochen mit einem Campervan in der USA unterwegs. Den ganzen Papierkrieg hatten wir da auch vorbereitet. Wir haben ihn nur vor dem Hinflug in Frankfurt gebraucht und den Polizisten habe ich irgendwie auch noch selber drauf gebracht. 🙂 In der USA wollte es keiner sehen. Sie ist sehr naturverbunden, die UNO- Karten und das Tablet dürfen wir natürlich auch nicht vergessen 😉 . Wir haben bei Savanna einen Bushcamper gemietet. Wir dachten, da ist für ein Kind dann doch etwas mehr "Ordnung" gegeben. In Swakopmund haben wir eine Bootstour und die Wüstentour geplant und natürlich den Strand am Meer. Das wollen wir eigentlich nicht kürzen. Bei Nambwa sind wir auch noch unentschlossen. Deshalb sind wir ja auch von Botswana "abgerückt". Wir dachten, dass das unsere Enkelin überfordern wird. Vom Khaudum mit einem Auto alleine, hat man uns bei der letzten Reise in der Nhdovu Lodge abgeraten, da hatten wir das im Plan. Ich glaube das "trauen" 😕 wir uns mit einem Kind alleine nicht. Ich werde jetzt noch mal die Berichte von Bianca lesen, die hatte ich noch gar nicht gefunden. Als wir im Frühjahr in der USA waren, hatte unsere Enkelin auch volle Aufmerksamkeit, da sie ja noch kein Englisch spricht, war sie da auch total auf uns fixiert, dort kann man sich natürlich "freier" bewegen und wir sind viel gewandert und geklettert. Es war eine besondere Zeit. Deshalb denken wir auch, dass es in Namibia funktionieren wird, ein paar Zweifel gibt es natürlich auch. Deshalb kommen wir mit der Route im Caprivi auch nicht so ganz weiter. Wegen den kühlen Nachttemperaturen haben wir eigentlich keine Sorgen, da können wir ja mit der Kleidung vorsorgen und auf den einen oder anderen offenen Pool hoffen wir schon 🙂 😎 .
Herzliche Grüße Uwe
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201612. Sept. 2022 · #11Hallo Uwe,
ich würde den Caprivi auch streichen. Caprivi ist Malariagebiet und ich möchte einer 9jährigen nicht unbedingt die Tabletten schlucken lassen. Ich würde die Kalahari noch mitnehmen sowie das Damaraland und den Caprivi auf jeden Fall weglassen.
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
binca751'567 Beiträge · seit 201512. Sept. 2022 · #12Moin Uwe,
das sind ja wichtige Informationen, die du jetzt nachlieferst... 😉
Dann würde ich doch sagen, dass der Caprivi grundsätzlich kein Problem für euch darstellt. Wir habe eine ähnliche Tour in 4 Wochen gemacht. Für den Rückweg habt ihr so auf jeden Fall zu wenig Zeit. Vielleicht lasst ihr Sesriem weg und beginnt in Swakopmund. Wüste und Dünen habt ihr dort auch und ihr habt dann schon einiges an Weg gespart.
Bezüglich der Pools kann ich dir nur sagen, dass wir immer im Südwinter die Pools nutzen konnten. Kinder sind da viel härter im Nehmen... 😗
Schau dir mal meinen Reisebericht "Familienabenteuer im Caprivi" an. Mobola mit der Insel und der Hängebrücke ist für Kinder ganz toll.
Gruß
Bianca
MImitglied19210Gast13. Sept. 2022 · #13Es hat jeder seine Ansichten und das ist auch gut so. Um noch mal zu erklären, warum ich Swakopmund kürzen würde: Das Swakopmund als deutsches Seebad weit weg von Deutschland ein Kuriosum ist, interessiert ein Kind in dem Alter typischerweise null. Um Robben zu sehen oder an einem Strand lang zu laufen, an dem man noch nicht mal baden kann, muss man nicht 10 Stunden weit weg fliegen. Das gibt es in Deutschland alles auch - also quasi vor der Haustür. Insofern ist das für mich eine Verschwendung kostbarer, teurer Zeit in einem fernen Land. Das darf man selbstverständlich auch anders sehen.
Wenn es denn geführte Entertainment-Angebote für die Enkelin sein sollen, würde ich bei Swakopmund nur die Wüstentour machen und dann eher noch 1-2 "Living Museums" einbauen.
Malaria ist ein sehr wichtiges Thema bei Reisen mit Kindern. Bei Nachttemperaturen von typischerweise 6-15 Grad im Juli auch im Caprivi funktioniert der Entwicklungszyklus der wechselwarmen Anopheles-Mücke nicht richtig. Klar kann es mal eine außergewöhnlich warme Phase und Regen außer der Reihe geben, aber insgesamt würde ich das Risiko dann als überschaubar einstufen. Eine Rolle spielt aber auch die gesundheitliche Vorgeschichte des Kindes, die hier niemand kennt und die dann mit einem versierten Arzt abzuklären wäre.
Grüße, Torsten
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200613. Sept. 2022 · #14Es hat jeder seine Ansichten und das ist auch gut so. Um noch mal zu erklären, warum ich Swakopmund kürzen würde: Das Swakopmund als deutsches Seebad weit weg von Deutschland ein Kuriosum ist, interessiert ein Kind in dem Alter typischerweise null. Um Robben zu sehen oder an einem Strand lang zu laufen, an dem man noch nicht mal baden kann, muss man nicht 10 Stunden weit weg fliegen. Das gibt es in Deutschland alles auch - also quasi vor der Haustür. Insofern ist das für mich eine Verschwendung kostbarer, teurer Zeit in einem fernen Land. Das darf man selbstverständlich auch anders sehen.
Du musst eben die zig Freizeitangebote, auch für Kinder, fernab des Strandes und der dt. Kolonialgeschichte sehen. Swakop macht speziell auch mit Kindern für mehrere Tage durchaus extrem viel Sinn. Aber Du hast Recht, die Geschmäcker sind eben verschieden.
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
MImitglied19210Gast13. Sept. 2022 · #15travelNAMIBIA schrieb:Du musst eben die zig Freizeitangebote, auch für Kinder, fernab des Strandes und der dt. Kolonialgeschichte sehen. Swakop macht speziell auch mit Kindern für mehrere Tage durchaus extrem viel Sinn.
Welche zig Angebote denn - vor allen Dingen Angebote, die man in Deutschland nicht nutzen kann? Im Juli sind die Strände und das Wasser an der deutschen Ostsee schöner als in Namibia. Kayak fahren, Robben gucken uvm. kann man in Deutschland auch und das in landschaftlich häufig schönerer Gegend als rund um Swakopmund. Schönere Seebrücken als die Swakopmund-Jetty gibt es hierzulande auch. Quadfahren, Angeln und Sandboarding sind für eine 9jährige glaube ich noch nichts. Das Aquarium in Swakopmund ist im Vergleich zu Meereskundemuseum und Ozeanum in Stralsund nur grottenschlecht. Für nichts davon fliege ich 10 Stunden nach Namibia.
Klingt jetzt wahrscheinlich total negativ? Aber ich finde wirklich, das Namibia viel zu bieten hat und in vielen Aspekten unterbewertet ist. Nur vieles um Swakopmund ist ziemlich "deutsch" und kann man genau so gut in Deutschland machen. Ich würde da nur eine Wüstentour machen, bei der den Kids die kleinen Tierchen der Wüste näher gebracht werden. Und dann würde ich in Walvis Bay noch einen Besuch bei Pelikanen und Flamingos einbauen. Dann bin ich mit der Region durch.
Grüße, Torsten
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200613. Sept. 2022 · #16Welche zig Angebote denn - vor allen Dingen Angebote, die man in Deutschland nicht nutzen kann? Im Juli sind die Strände und das Wasser an der deutschen Ostsee schöner als in Namibia. Kayak fahren, Robben gucken uvm. kann man in Deutschland auch und das in landschaftlich häufig schönerer Gegend als rund um Swakopmund. Schönere Seebrücken als die Swakopmund-Jetty gibt es hierzulande auch. Quadfahren, Angeln und Sandboarding sind für eine 9jährige glaube ich noch nichts. Das Aquarium in Swakopmund ist im Vergleich zu Meereskundemuseum und Ozeanum in Stralsund nur grottenschlecht. Für nichts davon fliege ich 10 Stunden nach Namibia.
Na ja, wenn Du so argumentierst, musst Du kaum noch vereisen. Wildtiere siehst Du im Safari-Park in D, Sanddünen gibt es auch auf Sylt, Strand an der Nord- oder Ostsee, Felsgravuren im Hunsrück usw 😉 Es geht ja nicht darum, dass es das nicht woanders gibt, sondern, dass man Kindern auf einer 3-wöchigen Reise auch mal eine kindgerechte Abwechslung liefern kann/soll. Und wenn es nur ein ordentlicher Spielplatz oder mal buddeln am Strand ist.
Also meine Kinder und die von Freunden aus v. a. Deutschland lieben z. B. den Schlangenpark, Kristallgalerie, Museum, Martin Luther und das kleine Aquarium. Damit ist schonmal mindestens halber Tag voll. Dann wollen Kinder eben auch mal auf einen Spielplatz, vielleicht Minigolf spielen, Streichelzoo bei Goanikontes, Sandboarden oder gar Quadbiken, Robbentour, Living-Desert-Tour und und und.
https://www.namibia-forum.ch/forum/11-diverses/153694-freizeitgestaltung-in-swakopmund.htmlIm Endeffekt muss das aber der Threadersteller selber entscheiden, ob die Abwechslung für ein alleinreisendes Kind mit 9 Jahren notwendig ist. Wenn kindliche Abwechslung, dann mMn in/um Swakopmund.
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Sasa2'391 Beiträge · seit 201613. Sept. 2022 · #17Hallo, wir waren mit unserer damals 10 jährigen Tochter das erste Mal auf Lodgetour in Namibia. 22 Tage mit viel zu viel Autofahrt.
Reisebericht dazu findest du unten verlinkt.
Sie war begeistert von den Gästefarmen mit vielen Haustieren. Im Erongogebirge die Felsmalereien suchen oder die San besuchen. Little five tour und Robbentour. Steine gucken bei den little Miners.
Wir waren mit ihr später auch im Caprivi. Da fand sie eine Bootstour Recht nett,aber ansonsten hat sue sich im Caprivi sehr gelangweilt.
Da ist nicht viel außer Tiere gucken und das alleine ohne Freunde.
Bei Bianca und Sascha, die ja auch mit ihren Kindern schon oft das Land bereust haben ist der Unterschied, die sind mit 2 Kindern unterwegs.
Meine Tochter liebt bis heute Kivo Lodge, weil die Hunde von Ivo sie sofort adoptiert hatten. Maori Camp, weil Conni mit uns zu all ihren sozialen Projekten gefahren ist.
Ouhave, weil es dort Katzen und Hunde gab und super liebe Gastgeber.
Fahrt zu Farmen wo es Kinder gibt z.B. Camp Heckel Oubockberg.
Die Tiere fand sie natürlich auch schön, aber der hunderte Elefant ist eben nicht mehr spannend
Viele Grüße
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft.
3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016:
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
ReisefreundThemenstarter21 Beiträge · seit 202013. Sept. 2022 · #18Vielen Dank für die guten Hinweise. Ich habe Biancas Reisebericht gelesen, der hat uns bestärkt am Caprivi festzuhalten. Swakopmund haben wir als Einstieg geplant. Uns hat Swakopmund mit seinen verschiedenen Angeboten gut gefallen. Es hat so eine besondere Atmosphäre. Wir denken, dass es unserer Enkelin auch gut gefallen wird. Sie badet auch kalt. 🤪 Vielleicht sollten wir Sesriem weglassen und im Etosha einen Tag streichen. An den Unterkünften werden wir noch etwas arbeiten. Omundumba und die Mobola Lodge haben uns auch begeistert. Die Unterkünfte von Sasa muss ich mir erst mal anschauen. Ich möchte eben auch vermeiden, das es hinten raus total eng und stressig wird.
Ich hatte einen anstrengenden 24 Stunden Dienst, so dass ich heute Abend erst zum Stöbern im Forum komme.
LG Uwe
Reisemaus1'004 Beiträge · seit 200814. Sept. 2022 · #19Hallo Uwe,
Zwischen Namutoni und Rundu liegt Ombili. Ihr könntet da einen Stop machen und Euch die Schule/Internat , die Gärten und das Dorf der San anschauen. Sie machen ganz nette kurze Führungen, oft auf deutsch, wenn gerade deutsche Volunteers da sind.
https://www.ombili.org/education/ombili-primary-schoolDas hat unseren Sohn in dem Alter beeindruckt. Man kann auch ein paar nette Souvenirs kaufen.
Viele Grüße
Doro
MImitglied19210Gast14. Sept. 2022 · #20travelNAMIBIA schrieb:Na ja, wenn Du so argumentierst, musst Du kaum noch vereisen. Wildtiere siehst Du im Safari-Park in D, Sanddünen gibt es auch auf Sylt, Strand an der Nord- oder Ostsee, Felsgravuren im Hunsrück usw 😉
Tiere in Safari Parks und Zoos sind psychisch und physisch degenerierte Lebewesen in artfremder Umgebung und die Dünen auf Sylt (bewachsen, vergleiche weise flach und mit hellem Sand) sind kein Ersatz für die "roten" Dünen in der Namib. Da hinken die Vergleiche schon sehr. Aber ja: letztlich hängt Einiges auch an subjektiven Bewertungsmaßstäben.
Grüße, Torsten