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Madagaskar zum zweiten Mal: la crème de la crème!
Reisebericht 109 Antworten · 20,1k Aufrufe · gestartet 21. Aug. 2022 von ANNICK
ANANNICKThemenstarter8'049 Beiträge · seit 200801. Dez. 2022 · #81
Fortsetzung
Der Alltag der Einheimischen interessiert mich immer wieder.
Süsswasser gibt es auch überall auf der Insel.
Ich fotografiere leidenschaftlich gerne die Menschen.
Hier wird für uns zu Mittag gekocht.
Die Fische kommen gerade aus dem Meer.
Die Dame macht sich an die Arbeit.
Langsam laufen wir zum Strand zurück.
Die Show is on the beach!
Eine Freude für die Augen.
Fortsetzung folgt
ANANNICKThemenstarter8'049 Beiträge · seit 200804. Dez. 2022 · #82
Fortsetzung
Wir laufen den Strand entlang bis zur Sakatia Lodge.
Hier würde ich nicht übernachten wollen. Ist mehr für Taucher Freaks. Ich setze mich anschliessend auf einen Liegestuhl und beobachte das Geschehen.
Die Kinder sorgen wie immer für meine Aufmerksamkeit.
Ein Hin und Her.
Es ist jetzt Ebbe.
Um zu baden muss man einiges laufen.
Und so vergeht die Zeit im Nu.
Um 12 Uhr werden wir zum Mittagessen gebeten. Der Fisch mit Cocoreis und Salate schmeckt ausgezeichnet. Gegen 14 Uhr gehen wir dann schnorcheln. Die Flut kommt langsam sowie die Riesenschildkröten. Schade dass ich keine Wasserkamera dabei habe. Man kann ganz nah an sie ran. Sie lassen sich nicht stören. Hier wachsen besondere Algen die sie sehr lecker finden. Es macht Spass ihnen zuzuschauen. Punkt um 16 Uhr werden wir zum Chanty Beach zurückgefahren. Da wartet auch schon unser Tuk Tuk der uns zum Hotel bringt. Zum Abendessen gibt es Lauch Vinaigrette, Fisch Brochette mit Gemüse und salat, Früchte Crumble. Nicht schlecht! Das Restaurant ist voller Vazahas und so finde ich auch wieder Anschluss. Morgen geht es nach Hell Ville mit den Italienern. Wir haben ein Taxi für den Tag gemietet.
ENEnilorac65762 Beiträge · seit 201704. Dez. 2022 · #83
Du machst tolle Fotos von den Menschen. Die Kinderfotos gefallen mir besonders gut! Liebe Grüsse Caroline
ANANNICKThemenstarter8'049 Beiträge · seit 200806. Dez. 2022 · #84
Dienstag, den 16. August 2022
Um 08.30 holt uns das Taxi vor dem Hotel ab und es geht gleich Richtung Hell-Ville.
Zuerst wollen wir den Markt besuchen.
Märkte bleiben immer ein Highlight auf einer Reise.
Es macht Spass sich da umzusehen.
Beim Metzger stinkt es fürchterlich!
Hier kaufen wir auch unsere Souvenirs. Gewürze gibt es hier à gogo und wir können die Preise verhandeln.
Nach einer guten Stunde verlassen wir den Markt.
Wir passieren die Hauptstrasse mit den Kolonialhäuser.
Hier die Präfektur von Nosy Bé.
Wir nehmen jetzt Kurs auf Lemurialand. Es handelt sich um einen schönen Landschaftspark. Da kann man auch verschiedene Tiere beobachten insbesondere Lemuren. www.lemurialand.com
Sehr schnell erblicken wir schon den Ersten.
Fortsetzung folgt
ANANNICKThemenstarter8'049 Beiträge · seit 200807. Dez. 2022 · #85
Fortsetzung
Wir kommen zuerst bei den Schildkrötengehegen vorbei. Da erblicken die "Tortue à soc". Es sollen nur noch 600 Exemplare auf der Insel bleiben. Sie stehen unter strengstem Schutz.
Auch die Réré Schildkröten sind vor Ausrottung gefährdet. Ihre Eier bleiben für die Einheimischen eine Delikatesse.
Bald kommen die Lemuren an der Reihe. Hier die Eulemur Coronatus (Lémur couronné). Die Männchen besitzen ein graubraunes bis Haselnuss rotes Pelzfell. Der Bauch ist creme grau.
Die Weibchen haben ein graues Pelzfell.
Sie schauen uns verwundert an.
Unweit kann man auch Crocs Exemplare sehen.
Die Eulemur fulvus rufus finde ich besonders putzig. Die Männchen haben ein graues Pelzfell dass am Bauch heller wird und eine rötliche Krone.
Die Weibchen besitzen ein braunes Pelzfell und einen grauen Bauch.
Fortsetzung folgt
ANANNICKThemenstarter8'049 Beiträge · seit 200808. Dez. 2022 · #86
Fortsetzung
Der Schwarz-weiss Vari setzt sich gerne bei Sonnenaufgang auf die hohen Aeste um die Sonne in vollen Zügen zu geniessen.
Die Eulemur Macaco besitzen eine besondere Austrahlung finde ich. Die Männchen haben ein dunkelbraunes bis schwarzes Pelzfell. Die Weibchen sind rotbraun bis Cremehaselnuss mit einem weissen Haarbüschel um die Ohren.
Der Cata Lemur setzt sich wenn es am heissten ist mit gekreutzten Armen Richtung Sonne. Lemur auf Malagasy bedeutet Sonnenanbeter.
Eine Riesenschildkröte läuft uns plötzlich über den Weg. Sie isst sich mit Gras satt.
Fortsetzung folgt
ANANNICKThemenstarter8'049 Beiträge · seit 200811. Dez. 2022 · #87
Fortsetzung
Die Rotbauch Lemuren gefallen mir auch sehr. Die Männchen haben einen dunkelroten Bauch und eine weisse Maske. Die Weibchen besitzen nur einen creme weissen Bauch.
Die sind echt goldig.
Später erblicken wir einen Chamäleon
sowie einen Oplorus Cuvieri (eine Eidechsenart)
Anschliessend besuchen wir noch die Fabrik wo Parfum hergestellt wird.
Hier werden Ylang Ylang Blüten, Ravintsara, Eukaliptus und Patchouli gebrannt.
In einem Nebenraum gibt es ein kleines Museum wo man alte Werkzeuge bewundern kann.
Fortsetzung folgt
ANANNICKThemenstarter8'049 Beiträge · seit 200813. Dez. 2022 · #88
Fortsetzung
Es wird langsam Zeit Abschied vom Lemurialand zu nehmen. Wir fahren Richtung Mahatsinjo.
Da halten wir an um den heiligen Bodhibaum zu besuchen. Da kommen von weither die Madagassen um zu beten. Aus Respekt vor den königlichen Ahnen, die im Bodhibaum wohnen, dürfen sich die Besucher nur in besonderer Keidung dem Heiligtum nähern. Frauen in einem über der Brust geknoteten langen Gewand mit einem breiten Schal über die Schulter, Männer in einem weiten Umhang.
Bevor wir den heiligen Ort betreten, erklärt uns der Guide: man lässt die Schuhe draussen. Diese Tradition stammt noch aus dem Königreich der Sakalava. Man tritt mit dem rechten Fuss ein, weil die rechte Seite des Körpers das Glück trägt und es auch ein Symbol des Respekts ist. Schon sind wir im Inneren des heiligen Baumes, der so gross ist wie ein Wald. Der einzige Baum beträgt 5000 Quadratmetern Oberfläche. Aus den Luftwurzeln haben sich Kontakt mit dem Boden viele neue Stämme gebildet.
Dieser Baum stamm aus Indien. Indische Händler brachten ihn 1836 als Gastgeschenk für die Sakalava Königin Tsiomeko. Unter dem Blätterdach des riesenhaften Baumes spazieren wir zu den tiefen im Innern gelegenen Opferstätte. Sie ist mit vorhanggrossen roten und weissen Tüchern umrandet, den Farben des Königsreiches von Nosy Be.
Danach verzehren wir unsere Sandwichs die uns das Hotel mitgeben hat auf den nahen Rastplatz. Ab und zu erblicken wir Einheimische.
Unweit nähert sich auch ein Macaco Pärchen.
Das Weibchen
und das Männchen erhoffen sich eine kleine Gabe.
Wir schenken ihnen Bananen.Sie sind anscheinend sehr happy darüber.
Fortsetzung folgt
ANANNICKThemenstarter8'049 Beiträge · seit 200815. Dez. 2022 · #89
Fortsetzung
Leider müssen wir jetzt weiter und verabschieden uns von den Beiden.
Wir wollen nämlich noch zum Mont Passot. Auf dem Weg dorthin, hält der Driver am Strassenrand an. Er will sich für heute Abend einige Mangrovenkrabben kaufen. Eine Delikatesse!
Ich schaue mich ein wenig um.
Die Kinder sorgen wieder für meine Aufmerksamkeit.
10 Minuten später fahren wir weiter. Bei der Stadt Dzamandzar wollen wir nachsehen ob die Zuckerherstellung der staatseigenen Firma Sirama wieder in Betrieb ist. Sie wurde 2006 geschlossen und ist es immer noch. Der Staat hatte nicht das nötige Geld für die Renovierung. Die Firma steht unter Militärschutz und man darf nicht fotografieren. Die alte Lokomotive lasse ich mir aber nicht entgehen.
Nach 5 Minuten hauen wir ab. Von Dzamandzar aus führt eine ca 8 Km lange Piste ins Hinterland, die einen zum Gipfel des Mont Passot (329m) bringt. Einen Besuch hier oben kann ich empfehlen.
Das Panorama ist genial.
Gegen 17 Uhr errreichen wir wieder das Hotel. Ich gönne mir noch eine Runde im Pool. Es tut gut. Später gibt es den unvergesslichen Punch Coco. Zum Abendessen bekommen wir Nasi Goreng. Miam , miam.
Morgen besuche ich noch einmal meine Lieblingsinsel: Nosy Iranja.
ANANNICKThemenstarter8'049 Beiträge · seit 200816. Dez. 2022 · #90
Mittwoch, den 17. August 2022
Um 07.45 wartet das Fahrzeug vom Hotel auf uns. Zusammen mit 3 Italienern und einem französischem Ehepaar geht es zuerst nach Ambatoloaka. Im Dorf ist echt etwas los. Ein Hin und Her. Der Driver bringt uns zu Nazaire Excursions wo wir unsere Vouchers nach Nosy Iranja bekommen.
Anschliessend warten wir am Strand bis unser Schiff bereit ist. Langweilig wird es da nicht.
Immer wieder erscheinen neue Verkäufer.
Es gibt auch ein Restaurant nach dem Anderen am Strand entlang.
Kinder sind natürlich auch welche dabei.
Gegen 9 Uhr ist es soweit. Das Schnellboot verlässt Ambatoloaka und 1 Stunde und 30 Minuten später erreichen wir das Paradies.
Heute ist das Wasser sogar noch klarer als das letzte Mal.
Kaum auf der Insel, springen wir schon in das lauwarme Wasser und geniessen es in vollen Zügen.
Danach besuchen wir das Dorf. Einige Bewohner bereiten schon das Mittagessen vor.
Fortsetzung folgt
ENEnilorac65762 Beiträge · seit 201717. Dez. 2022 · #91
Liebe Annick, was für eine eindrückliche Reise! Deine Fotos sind super! Danke für‘s Teilen! Liebe Grüsse Caroline
ANANNICKThemenstarter8'049 Beiträge · seit 200819. Dez. 2022 · #92
Fortsetzung
Langsam zieht sich das Wasser zurück.
Für uns heisst es jetzt Mittagessen!
Eine echte Freude für die Augen und den Magen.
Wir lassen uns Zeit und es schmeckt. Anschliessend unternehmen wir eine kleine Wanderung.
Sie führt uns zum Leuchtturm.
Vo da oben bekommt man ein tolles Panorama.
Wir laufen danach zurück ins Dorf.
Wir müssen uns leider langsam von Nosy Iranja verabschieden.
Ich schaue mich ein letztes Mal um. Einfach ein Traum, diese Insel!
Nächstes Ziel ist die kleine Insel Antsoha wo wir verschiedene Lemurenarten beobachten können. 20 Minuten später erreichen wir sie.
Wir werden auch gleich von einem schwarz-weiss Maki begrüsst.
Fortsetzung folgt
ANANNICKThemenstarter8'049 Beiträge · seit 200821. Dez. 2022 · #93
Fortsetzung
Die Kronensifakas sorgen aber gleich für meine ganze Aufmerksamkeit!
Sie zählen zu den kleineren Sifakaarten. Ihr Fell ist überwiegend weiss. Der Kopf, der Nacken und die Kehle sind dunkelbraun oder schwarz.
Die Brust, die Schultern und die Oberarme können manchmal leicht gelblich-braun gefärbt sein.
Das Gesicht bleibt unbehaart und grau.
Wie bei allen Sifakas sind die Hinterbeine deutlich länger als die Vorderbeine.
Kronensifakas sind tagaktive Baumbewohner.
Zwischendurch wollen die Schwarz-Weiss Makis auch einige Bananen und machen es uns zu verstehen!
Wir bleiben gute 40 Minuten auf der Insel. Um 15.30 heisst es wir müssen zurück. Eine Stunde später kommen wir wieder am Strand von Ambatoloaka an. Das Hoteltaxi wartet schon auf uns. Eine halbe Stunde später gönnen wir uns alle einen Punch Coco an der Bar. Anschliessend gehen alle duschen. Gegen 19.30 begebe ich mich zum Restaurant. Für das letzte Abendessen habe ich mir für einen 12 Euros Zuschlag Hummer bestellt. Miam Miam.
Nach dem Essen treffe ich Einige Vazahas an der Bar und bleibe natürlich hängen........
ANANNICKThemenstarter8'049 Beiträge · seit 200823. Dez. 2022 · #94
Donnerstag, den 18. August 2022
Heute morgen bin ich etwas melancholisch. Ich frühstücke gegen 08.30 und packe dann langsam meinen Koffer. Anschliessend geniesse ich noch ein wenig die Aussicht von meinem Bungalow aus.
Um 12 Uhr gebe ich mein Zimmer auf.
Auf dem selben Flug nach Addis Abeba ist auch einer der Italiener. Wir unterhalten uns eine Weile in der Lobby. Unser Taxi holt uns um 12.45 ab und fährt uns direkt zum Nosy Bé Flughafen. Da herrscht schon ein Gnusch. Alles braucht seine Zeit....Da ich öfters mit Ethiopian Airlines fliege konnte ich mich in die Business Class upgraden lassen. Macht aber in Nosy Bé keinen Unterschied denn es gibt keine Lounge..... 😗
Um 15 Uhr werden wir zum Gate gebeten. Die Maschine ist voll ausgebucht.
Sie hebt aber pünktlich 40 Minuten später ab. Von da oben schaue ich mir zum letzten Mal die Schönheiten der Insel an.
Den Aufenthalt hier habe ich echt genossen. Das Essen kommt auch sehr bald.
Es schmeckt besser als es aussieht!
Wir nehmen Kurs auf Addis Abeba.
Da kommen wir auch 4 Stunden später an. Da bin ich froh den Lounge geniessen zu können denn mein Transit dauert 3 1/2 Stunden. Der Anschlussflug verläuft reibungslos und so bin ich am nächsten Morgen um 06.30 in Genf.
Ich hoffe einigen Fomis wertvolle Tips gegeben zu haben. Madagaskar kann ich echt weiter empfehlen. Danke an alle die mitgefahren sind! 😘
Ich wünsche euch allen ein FROHES WEIHNACHTSFEST.
Annick
PIpicco6'360 Beiträge · seit 201123. Dez. 2022 · #95
Hoi Annick
und danke für die vielen Tipps und Erfahrungen! Wenn ich mal von Lemuren beäugt werde bist Du nicht unschuldig dran 😉 😛 😉 😎
RIrik m.607 Beiträge · seit 202023. Dez. 2022 · #96
Vielen, vielen Dank für diesen langen und ausführlichen Bericht, mit den vielen Bildern! Ich finde die Insel, wie Du sie gezeigt hast, wunderbar. Ich muss mich mal mit Malaria und Co dort auseinander setzen; ich bin ein Feigling: wenn die Reise in dieser HInsicht mit Risiko behaftet ist, verzichte ich lieber... Aber die Natur und Landschaft würden mich sehr reizen!
KAKatma1722560 Beiträge · seit 202123. Dez. 2022 · #97
Hi Annick! Vielen Dank für den eindrucksvollen Bericht und die tollen Fotos! Dir ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr 2023 mit neuen spannenden Reisen! Herzliche Grüße, Kathrin
TITinochika1'650 Beiträge · seit 201423. Dez. 2022 · #98
Hallo Annick, gerne haben wir Deinen Bericht mit großen Interesse verfolgt. Die Tierwelt in Madagaskar ist schon einzigartig. Dein Bericht macht es nicht einfach der Insel fern zu bleiben. Irgendwann kommen wir auch in der Hauptstadt mit den vielen a’ s an. Herzliche Weihnachtsgrüsse Ingrid und Hartwig
Hallo Annick, auch diesmal wieder ein dickes Danke für deinen schönen Bericht. Ich wünsche dir ein schönes Weihnachtsfest und sag schon einmal vorsorglich bis bald mal wieder.
hab recht herzlichen Dank für diesen schönen Reisebericht. Wie immer hast Du es geschafft, Land und Leute uns näher zu bringen. Schön geschrieben, schöne Bilder - vielen Dank dafür.
Dir und Deinem Toni wünschen wir frohe Weihnachten und für das nächste Jahr viel Gesundheit, damit noch viele schöne Reisen auf dem Plan stehen.