KibokoThemenstarter1'250 Beiträge · seit 200921. Aug. 2022 · #1Hallo Mthusalem,
ich habe auf meinen letzten 50 Reisen nur einmal eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen.
Das war eine Reise nach Simbabwe die ich ganz kurz nach einer Reise in die Arktis angetreten habe.
Wegen dem sehr kurzen Abstand habe ich ein erhöhtes Risiko gesehen und eine Versicherung abgeschlossen.
Ich habe sie nicht gebraucht.
Die anderen Reisen habe ich alle antreten können.
Mit den gesparten Versicherungsbeiträgen kann ich inzwischen locker ein bis zwei Reisen finanzieren.
Selbst wenn ich die nächste Reise nicht antreten kann und alle Kosten zu 100% abschreiben muss,
bin ich immer noch im Plus.
Der Versichungsbeitrag deckt nicht nur das Risiko ab.
Ein Teil bekommt der Staat (Versicherungssteuer)
Der Vermittler (z.B. Reisebüro, Versicherungsvertreter) bekommt eine Provision
Die Versicherung ist ein Unternehmen und möchte / muss Gewinn machen - das ist OK!
Dann gibt es Kosten, um einen Vertrag abzuwickeln und zu verwalten (Menschliche Arbeit, Computer, Gebäude, Werbung, Forumulare, etc.)
Dann bleibt das eigentliche Risiko, also die Eintrittswahrscheinlichkeit des Versicherungsfalls.
Das heisst das versicherte Risiko ist nur ein Teil des Betrages, den der Versicherte zahlen musst.
Die Enscheidung kann Dir niemand abnehmen.
Das hängt von Deinem persönlichen Risiko ab und ob Dich ein möglicher Verlust der Reise ruiniert.
Viele Grüße
Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x)
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Makra897 Beiträge · seit 201721. Aug. 2022 · #2Hallo,
wir hatten noch nie eine Rücktrittversicherung, zumal die für uns wahrscheinlichsten Risiken nicht abgedeckt sind. Ich finde, das muss jeder für sich selbst abwägen.
Rücktrittversicherungen der KK greifen i..d.R. nur, wenn die Reise auch mit dieser Karte bezahlt wurde. Auch da sollte man die Bedingungen jeder Karte genau prüfen. Vielleicht schreibst du mal, um was für eine Reise es sich handelt, also Pauschalreise oder einzelne Bausteine. Weiterhin solltet ihr die expliziten Stornobedingungen überprüfen, auch hinsichtlich Covid.
Wann soll die Reise denn stattfinden ?
Lotusblume1'933 Beiträge · seit 200921. Aug. 2022 · #3Moin,
wir hatten vor Corona auch nie eine zusätzliche Reiserücktritts-Versicherung, da diese sowieso in unserer KK inklusive ist.
Aber im verg. Jahr haben wir eine abgeschlossen (November Reise nach Namibia), die eben auch Corona Erkrankung oder auch bloße Quarantäne abdeckt. Außerdem reisten wir damals mit 2 weiteren Paaren und haben uns gegenseitig ausgeschlossen, d.h. wenn 1 Paar nicht reisen konnte, konnten auch die anderen beiden Paare zurück treten.
Für unsere Südafrika Reise im September greift diese noch.
Ich habe diese Versicherung aber nun wieder gekündigt (gilt 1 Jahr und wird dann automatisch verlängert).
Es muss jeder für sich entscheiden, wie wichtig ihm das ist.
HAHans-Wolf272 Beiträge · seit 201921. Aug. 2022 · #4Um eure Frage kurz zu beantworten: Eine Rücktrittskostenversicherung ist meiner Meinung nach in jedem Falle sinnvoll, ich habe unsere Familienversicherung schon mehrfach in Anspruch nehmen müssen (Rückreise krankheitshalber verschoben, Schwiegermutter in lebensbedrohender Situation ins Krankenhaus). Reich geworden ist die Versicherung über die Jahre sicher nicht! Kreditkarten-Versicherungen haben oft Restriktionen und hohe Eigenbeteiligungen, die bei einer eigenständigen RRV nicht anfallen. Muss man aber bei jeder Kreditkarte im Detail überprüfen. In Corona-Zeiten ist das Risiko, nicht reisen zu können oder wegen einer Erkrankung die Reise unfreiwillig verlängern zu müssen, noch mal größer, deshalb unbedingt auf einen ordentlichen Corona-Schutz achten.
SVsvanadika25 Beiträge · seit 202221. Aug. 2022 · #5Da es sehr gute Versicherungspakete gibt, die Reiserücktritt, -gepäck und -krankenversicherung beinhalten sollte der Aufpreis für die Rücktrittsversicherung verschmerzbar sein und in Zeiten vielfältiger Epi- und Pandemien besteht nun mal ein erhöhtes Ausfallrisiko. In so fern IMHO: ja.
Liebe Grüße Sven
Panini257 Beiträge · seit 201621. Aug. 2022 · #6Wie bei den meisten Versicherungen besteht die Frage über Sinn und Unsinnin der individuellen Abwägung aus vorhandenem Risiko und damit verbundener Eintrittswahrscheinlichkeit vs. Relevanz der Schadenshöhe. Anders formuliert:
Wenn die Reise sehr teuer ist und du erwartest, dass etwas zu Nichtantritt bzw. Abbruch realistisch führen kann, bist du bereit den Reisepreis in den Wind zu schreiben oder nicht?
Noch zu Versicherungsleistungen der KK:
Dabei bitte darauf achten, ob der Einsatz der Karte auch die Voraussetzung für den Versicherungsschutz bedingt oder eben nicht.
Weiterhin ist tw. der Buchungszeitpunkt vs. Abschluss der Versicherung bzw. KK relevant. Das muss individuell betrachtet werden.
MOMokka20 Beiträge · seit 202121. Aug. 2022 · #7Hallo,
Ich kann mich Panini nur anschließen.
Freunde von mir hatten eine teure Fernreise gebucht, dann bekam er kurz vor der Abreise aus dem nichts einen Herzinfarkt. Sie waren nicht versichert und haben an die 10.000 Euro in den Wind geschrieben. Was ich damit sagen will: Es kann immer kurzfristig was passieren, muss ja nicht gleich ein Herzinfarkt sein, Beinbruch, Blinddarm, was auch immer. Wenn es einem nichts ausmacht, dann auf das Geld zu verzichten, braucht man keine Versicherung.
Strelitzie2'845 Beiträge · seit 201121. Aug. 2022 · #8Moin,
bei einer Reiserücktritt/ Reiseabbruch-Versicherung möglichst nicht nur die einzelne Reise (beim Veranstalter) versichern, sondern eine "Jahresversicherung" abschließen! Die gilt für beliebig viele Reisen im Jahr, die jeweils nicht länger als 6 Wochen dauern. Und der Preis ist in der Regel nicht teurer als eine Einzelversicherung.
Wir waren bei zwei gebuchten, recht teuren, Reisen sehr froh, als wir krankheitsbedingt stornieren mussten.
Sonnige Grüße
Strelitzie
casimodo4'528 Beiträge · seit 200721. Aug. 2022 · #9Hallo,
wir nutzen seit dem wir Denken können die Versicherungen der Mastercard Gold, die in unserer Region und bei unserem Kreditinstitut unabhängig vom Karteneinsatz (für uns als Individualreisende sehr wichtig) sind. Wie schon von anderen geschildert möchte ich noch ergänzen, dass sich die Zusatzversicherungen von Kreditkarten von Bank zu Bank und sogar innerhalb einer Bankengruppe unterscheiden können. Für die nächste Kenia Reise haben wir ein Extra Covod Paket hinzugebucht. Wie gesagt eine höchst individuell zu treffende Entscheidung.
Richtig bitter wird es übrigens in den Fällen, die sich hier niemand wünscht. Schwere Krankheit oder Tod am Zielort mit notwendigem Rücktransport. Dann ist man ohne Versicherung, die den Rücktransport beinhaltet, auch mal eine fünfstellige Eurosumme los...... wenn man sie sich leisten kann. 😐
Und noch eine Ergänzung. Im südlichen Afrika (eigene Erfahrung) ist es im Ernstfall wichtig liquide zu sein. Die Klinik will nämlich in aller Regel nicht mit der Auslands-KV abrechnen, sondern will sofort Cash oder Kreditartenzahlung. Auch im Notfall. Ein auch für eine größere OP ausreichendes Kreditkartenlimit kann hier eine Lösung sein.
Viele Grüße
Casimodo