WeserländerThemenstarter5 Beiträge · seit 201718. Juli 2022 · #1Hallo zusammen,
ich plane eine Tour durch Namibia und Botswana. Bei früheren Touren durch das südliche Afrika habe ich überwiegend in Lodges, Guestfarms oder B&B übernachtet und habe Wert darauf gelegt, nicht jeden (!) Tag die Unterkunft zu wechseln. Diesmal wird es eine Camping-Tour mit einem 4x4 Bushcamper.
Meine Überlegung für die Planung ist Folgende: Da ich den Bushcamper ohnehin jeden Morgen fahrbereit machen und dafür alles zusammenpacken muss ist es eigentlich kein großer Unterschied, ob ich am Abend auf die gleiche Campsite zurückkomme, oder ob ich eine andere ansteuere. Ein häufiger (teilweise täglicher) Wechsel der Campsite ist also kaum aufwändiger als die Rückkehr an den gleichen Platz und damit problemlos machbar. Stimmt das, oder übersehe ich bei dieser Überlegung etwas Wesentliches? Wie sind Eure Erfahrungen damit? Danke für Eure Hinweise.
helga655 Beiträge · seit 200618. Juli 2022 · #2Naja, es gibt doch eine Menge Orte, an denen man zu Fuß unterwegs ist, wie Ameib, Spitzkoppe, Mesosaurus Camp, Brukkaros usw. Und Ruhetage im Urlaub ohne Zeit/Terminstress könnten eine super Alternative zum Alltag zu Hause sein...
Lb Gruß von Helga
MatzeHH441 Beiträge · seit 201418. Juli 2022 · #3Ihr habt beide recht. 😉
Es stimmt, das es kaum mehr Aufwand ist tägl. zu wechseln, da eigentlich alles wieder eingepackt ist.
Wenn man mit Dachzelt fährt.
Deswegen hatten wir auf unserer Tour 2019 ein Bodenzelt. Ist nicht viel aufwendiger als ein DZ, aber da man es bei mehreren Tagen so stehen lässt, durchaus weniger Gesamtaufwand.
Und Tage ohne großartig zu fahren finde ich auch gut.
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201618. Juli 2022 · #4Hi Weserländer,
wenn du nicht vorhast nach Manier der Camper des südlichen Afrika,
eine Zeltstadt mit Dusch-, WC-, Küchen- ect. -zelten aufzubauen, ist es auch mMn völlig egal,
ob du den Platz täglich wechselst.
Gruß Gina
engelchen261 Beiträge · seit 200618. Juli 2022 · #5Moin Weserländer,
wir machen es meistens so, dass wir in den Parks, in denen wir sowieso jeden Tag fahren, auch die Camps wechseln. An den anderen Orten aber sehr gerne zwei Nächte am selben Platz bleiben, um ein wenig zur Ruhe zu kommen und die Campsite/Atmosphäre auch etwas mehr genießen zu können. Je nachdem, was ihr vorhabt, kann man ja gut "mischen". 🙂
Viel Spaß bei der weiteren Planung!
Engelchen 🤪
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200618. Juli 2022 · #6Weserländer schrieb:
Meine Überlegung für die Planung ist Folgende: Da ich den Bushcamper ohnehin jeden Morgen fahrbereit machen und dafür alles zusammenpacken muss ist es eigentlich kein großer Unterschied, ob ich am Abend auf die gleiche Campsite zurückkomme, oder ob ich eine andere ansteuere. Ein häufiger (teilweise täglicher) Wechsel der Campsite ist also kaum aufwändiger als die Rückkehr an den gleichen Platz und damit problemlos machbar. Stimmt das, oder übersehe ich bei dieser Überlegung etwas Wesentliches? Wie sind Eure Erfahrungen damit?
Wenn Du nicht ohnehin mal 'ne Tageswanderung vorhast (dann stellt sich die Frage aber auch nicht), spricht überhaupt nichts dagegen, täglich den Campingplatz zu wechseln.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
WeserländerThemenstarter5 Beiträge · seit 201718. Juli 2022 · #7Hallo zusammen,
danke für Eure Gedanken und Hinweise, Diese bestätigen mich in meiner Einschätzung dass das gehen wird.
Natürlich werden wir nicht jeden Tag die Campsite wechseln - an einigen Stellen bleiben wir auch 2 oder 3 Nächte. Aber wir werden eben doch ziemlich häufig wechseln, es gibt halt viel Schönes zu entdecken ... 🙂
Blende18.21'165 Beiträge · seit 201719. Juli 2022 · #8Gerade in den Parks kann es schon auch sinnvoll sein. Gibt es zum Beispiel eine schöne Gegend die man länger erkunden möchte. Oder vielleicht Aktivitäten die man mit einbauen will, wie eine Bootsfahrt oder ähnliches.
Generell sind wir bei einem Dachzelt aber auch gerne unterwegs, da das unterwegs für uns Teil der Entspannung darstellt. Manche Gegenden eignen sich dazu besser als andere. So haben wir das erste Mal in Botswana zwischen ThirdBridge und Xakanaxa hin und her wechseln müssen, da es einfach die freien Tage so vorgegeben haben. Da finde ich das undramatisch, da man ganz wunderbar von einem Camp zum anderen als Gamedrive fahren kann.
Vielleicht noch ein Aspekt zum PRO. Es gibt schon manches was man auch mal im Camp lassen kann. Sind wir irgendwo 2 Tage, dann bleibt der Tisch und Stühle, das Feuerholz und vielleicht eine Wäscheleine im Camp. Also müssen wir zumindest nicht so ganz alles wieder einpacken und dann kommen wir nach dem ganz frühen Gamedrive doch noch mal gerne zurück ins Camp für ein Frühstück, bevor es wieder rausgeht. Geschickt geplant, kann man das natürlich auch bei Campwechsel so einrichten. Haben wir auch öfter so gemacht. Also 2-3 Stunden Drive in die andere Richtung. Zurück ins Camp und dann zusammenpacken und in Richtung neues Camp aufbrechen. (dann fährt man durch den Mittag)
Gruß,
Robin
BerndW487 Beiträge · seit 201219. Juli 2022 · #9Hallo,
wir bevorzugen immer zwei bis drei Tage an einem Standort, alleine um die Umgebung am ersten Tag kennenzulernen. Sonnenstand, Spuren suchen, Schlafplätze der Tiere suchen, bevorzugte Trink- oder Badeplätze. Welcher Boden und dazu gehörige Pflanzen gibt Chancen auf welches Tier?
Oder einfach nur einen guten Spot nochmals bei besserem Licht aufzusuchen. Am nächsten Tag fahren wir dann zum Sonnenaufgang einen ausgewählten Spot an und spät nachmittags den anderen ausgewählten Platz. Das lohnt sich besonders in den nicht so populären Gegenden rund um Mababe, dort findet man noch fast "unbefahrende" Bereiche und alles was im Moremi auch zu sehen ist, nur dort gibt es nicht viele Fahrzeuge.
Grüße
MAmarianne2014210 Beiträge · seit 201719. Juli 2022 · #10Meiner Meinung nach spricht wenig gegen einen täglichen Wechsel, wenn man sich vor Ort Zeit lässt und nicht erst kurz vor Dunkelheit ankommt und früh zeitig weiter muss. Wir haben es so gehandhabt, sind aber auch ab und an 2 Nächte geblieben.
Wenn man das erste Mal in Namibie ist will man auch mehr vom Land sehen, ohne das Programm zu überladen natürlich. Es hängt auch ab wo die Interessenschwerpunkte liegen: Photos, Tiere, Land und Leute. Da muss jeder für sich entscheiden.
In jedem Falle: viel Spass
Marianne
2018 Erfahrungen unserer Reise nach
Namibia
2017 Stippvisite im
Iran
frau_shrimp211 Beiträge · seit 201319. Juli 2022 · #11Wir reisen seit Jahren so gut wie ausschließlich mit täglichen Standortwechseln durchs südliche Afrika und fahren sehr gut damit. Für uns ist der Weg das Ziel und wir lieben es, immer neue Landschaften zu entdecken. Ist es an einer Stelle schön, stoppen wir dort und genießen bei einem Kaffee oder Kaltgetränk die Landschaft. Wenn es uns dann so gut gefällt, übernachten wir auch gern spontan dort. Das ist der riesen Vorteil, wenn man nicht vorbucht, sondern sich treiben lassen kann.
Viele empfinden es als stressig, jeden Tag unterwegs zu sein, wir nicht. Schau mal in meinen Reisebericht für Südafrika. Das ist zwar schon eine Weile her, beschreibt aber ganz gut unsere Reisestrategie, jeden Tag den Stellplatz zu wechseln ohne dabei vorzubuchen.
https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296779-auf-gut-glueck-durch-suedafrika.htmlIm abschließenden Fazit habe ich nochmal die Vorteile dieser Art des Reisens zusammengefasst.
Wie kann man Namibia nicht lieben?