Reisebericht

grünes Namibia 26.2.-5.3.

von rik m. · begonnen 29. Mai 2022 · 19 Teile

Teil 129. Mai 2022
Nach der wunderschönen Reise im Herbst bin ich in den Faschingsferien erneut nach Namibia geflogen, wieder nur für eine Woche, wieder alleine. Dieses Mal hatte ich Auto mit Fahrer gemietet und eine kleine Mini-Rundtour geplant. Highlight war der Tok Tokkie Trail, doch auch der Aufenthalt in der Kalahari so wie in den Dünen der Namib Desert Lodge und im Tal der tausend Hügel waren unvergesslich – und so anders, als ich es mir vorab ausgemalt hatte: Es war so grün! Daher möchte ich nach und nach einen kleinen Bilderbericht einstellen und die Eindrücke teilen!

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Teil 229. Mai 2022
26.2.

Zum EW-Flug ist nichts zu sagen, außer dass alles planmäßig verlief. Je näher wir WDH kamen, umso deutlich konnte ich von oben erkennen, dass das Land anders aussah als bei meinen vorherigen Besuchen! Ich sah viel Grün und dazwischen immer wieder glitzernde Wasserflächen.

Als ich in die Ankunftshalle kam, wartete mein Fahrer schon, das Auto hatte er schon abgeholt. Es war ein Hilux von Asco (Budget). An der nahen Tankstelle stoppten wir noch, damit ich Wasser kaufen konnte, und dann fuhren wir auf der von mir ausgesuchten Strecke C23 bis Dordabis, die C15 bis Hoachanas, kurz auf C21, D1268 und C20 in die Kalahari. Die B1 Richtung Süden kannte ich ja schon. Immer wieder bat ich um einen Fotostopp: die grüne Landschaft versetzte mich in Staunen. [Leider kam ich bei der Nachbearbeitung der Fotos nicht so gut zurecht wie sonst. Ich schiebe es mal auf dieses viele Grün, mit dem ich aufgrund fehlender Erfahrung nicht so gut umgehen kann.]


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Tiere sahen wir nur wenige, einmal einen riesigen Vogel auf einem Baum, dann ein Dik-Dik. Auf der D1268 gab es dann rechts (v.a. Giraffen und Wild auf dem Gebiet von Intu-Afrika) und links der Straße (u.a. ein weißer Bock, wohl ein Albino-Springbock, auf dem Gelände der Bagatelle-Lodge) viel zu sehen, da aber immer der störende Zaun dazwischen war, finde ich die Fotos nicht schön; wenn ich näher herangehen wollte, liefen die Tiere meist schon dann weg, wenn ich die Tür vorsichtig öffnete und ausstieg.

Insgesamt war die Strecke sehr schön und wir waren gegen 15h auf der Anib Kalahari Lodge angekommen.
Teil 329. Mai 2022
Fs.

Wir bezogen unsere Zimmer, und schon machte ich mich auf, um die Gegend zu erkundigen. Auf der Anib Kalahari Lodge gibt es unterschiedliche Wanderwege. Da ich ständig stehen blieb, um zu schauen und zu fotographieren, bog ich an passender Stelle vom längsten auf den mittleren Trail ab. Hohes, grünes Gras, verschiedene Blumen und Vögel und Termitenbauten begeisterten mich auf der ersten Wegstrecke.

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Und plötzlich sah ich im Gebüsch eine Giraffe stehen. Ich war völlig aus dem Häuschen – beim Spazierengehen einer Giraffe begegnet! Wow! Wir beäugten uns gegenseitig und langsam ging ich daran vorbei.

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Danach kam ich ins grüne Flussbett das Auob, entdeckte eine Pumba-Familie (leider im Gegenlicht, daher unfotogen) und freute mich über das lila schimmernde blühende Gras. Nach einer Zeit gelangte ich zu einem gut gefüllten Damm; auf der anderen Seite lockten mich Bäume mit Webervogelnester, sodass ich dann dem Rad-Trail folgte. Am Stamm des toten Baums sah ich immer wieder Bewegungen; ich bin mir bis heute nicht sicher, ob das eine Eidechse oder ähnliches war oder eine Schlange.

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Langsam wurde es Zeit für die Rückkehr und so marschierte ich zurück und folgte wieder dem Wanderweg zur Lodge. Das war eine schöne Einstimmung!

Gegen 20 Uhr traf ich mich mit meinem Fahrer. Für den nächsten Morgen buchten wir eine Ausfahrt und gingen dann zum Essen. Viel war nicht los; der Abend war lau, so dass wir draußen saßen. Das Buffet beinhaltete wirklich sehr leckere Speisen. Das gegrillte Elan-Steak schmeckte fantastisch.
Teil 430. Mai 2022
27.2.

Im Stockdunkeln ging unser Morning-Drive los. Es waren nur mein Fahrer C. und ich als Gäste im Auto. Wir rumpelten zunächst eine knappe halbe Stunde durch die Finsternis, bis wir auf einer Düne anhielten. Langsam setzte die Morgendämmerung ein; minütlich konnte man mehr sehen, Licht und Himmel veränderten sich ständig. Ich kam fast nicht mit dem Schauen oder Fotographieren nach, für den mitgebrachten Kaffee / Tee und die Kekse hatte ich kaum Zeit. Der Weitblick in die grüne Kalahari war prächtig! Die Farben am Himmel ebenso toll!

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Als die Sonne dann endlich da war, fuhren wir weiter weiter. Unser Guide erklärten viel und ging auf alle Fotostopp-Wünsche ein. Wir sahen Giraffen und Zebras, schöne Bäume und prächtige Blüten und sonst noch allerhand:

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Besonders nett war diese Vogelfamilie: Als wir anhielten, gab Vogel-Papa laute Geräusche von sich, auf dass die Küken zu ihm liefen und unter seinen Flügeln Schutz bekamen. Mama schaute zu.

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Gegen 9Uhr kamen wir wieder an die Lodge zurück und nahmen das Frühstück ein.
Teil 523. Juni 2022
27.2. Fortsetzung

Nach eine ausgiebigen Frühstück gestaltete ich den Tag ganz entspannt mit Lesen und Spazierengehen. Eigentlich wollte ich ja mit einem E-Bike herumfahren, aber mir war dann nicht danach und ich ging lieber zu Fuß mit dem Fotoapparat herum:

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Abends wollte ich wieder einen Gamedrive bzw. Sundowner machen. Mein Fahrer C. war wieder mit dabei; eigentlich hatte er versucht, zu arrangieren, dass wir mit demselben Guide wieder nur zu zweit unterwegs sind; aber andere Gäste wollten auch ausfahren und so war das Auto bis auf einen Platz voll. Inzwischen waren die Wolken immer dichter geworden, im Osten zeichnete sich eine Gewitterfront ab. So ergaben sich schöne Lichtstimmungen!

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Wir sahen Springböcke, Warzenscheine oder Perlhühner:

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Am besten gefiel mir Szene am Damm, wo sich die Giraffen befanden. Auf meine Bitte hin positionierte der Guide das Auto richtig.

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Es schien fast, als ob die beiden zweifelnd Richtung Gewitterfront blicken... Beim Weiterfahren entdeckte C. in einem Baum eine Eule und später aus großer Entfernung eine Elenantilope. Ich war echt beeindruckt, was er alles erspähte!

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Neben weiteren Springböckchen begegneten wir auch einer Straußengruppe. Die Dame erwischte ich gerade bei ihrem Geschäft. Sie wirkt irgendwie sehr erleichtert...

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Den Sundowner nahmen wir logischerweise auf einer Düne ein, ein kleines Stückchen Regenbogen war im Osten zu sehen. Zunächst hatte ich mehr den Fotoapparat in der Hand als mein Weinglas, aber irgendwann setzte ich mich in den warmen Sand und genoss nur noch die Aussicht.

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Als es immer dunkler wurde, ging es zurück. Die Fahrt war kurzweilig, weil ich mich mit den anderen Gästen gut unterhielt; es war eine namibianische Familie, bestehend aus 4 Generationen, wobei die älteste Dame Geburtstag hatte), die sich ihr Land in Grün ansehen wollten.

Der Tag endete wieder mit einem gemeinsamen Abendessen mit C. Als ich ins Bett fiel, hörte ich Tropfen aufs Dach fallen, doch mehr an Regen war es dann nicht.
Teil 624. Juni 2022
28.2.

Baldmöglichst nahmen wir das Frühstück ein und machten uns dann auf den Weg. Wir hatten noch nicht mal das Gate passiert, als C. sagte: "Oh, i forgot my clothes." Hä? Nun, er hat seine "Driver-Uniform" in die Wäscherei der Lodge gebracht und nicht mehr abgeholt. Er sah mich dabei an, und fügte dann hinzu, dass er sich die Klamotten wird schicken lassen; er sprach am Gate mit dem Wachmann und gab ihm die Tel-Nr. seiner Mutter, die in Mariental wohnt. Damit glaubten er und ich, dass das Thema erledigt sei, aber die Kleider kamen weder zur Mama noch dann zur Namib Desert Lodge (unser Station ein paar Tage später), wie es dann vereinbart wurde. Erst als ich schon wieder zuhause war, konnte C. in Windhoek die Kleider abholen. Eigentlich hätte er ja, als er den Verlust merkte, nur umdrehen müssen. Aber er meinte, ich hätte so entsetzt geschaut, dass er sich nicht dazu nicht getraut hätte. 😊 Jedenfalls wurde die Sache mit den Kleidern und mit Blick irgendwie zum running gag zwischen uns.

Fazit zur Anib Kahalari Lodge: Eine große Lodge, die aber während meines Aufenthalt nur spärlich besucht war. Das Essen (Buffet) war sehr gut, der Service funktionierte auch gut. Die Möglichkeiten, zu wandern oder mit dem E-Bike herumzufahren, sind für mich sehr wichtig, die Ausfahrten, die ich mitgemacht hatte, waren toll. Mein Zimmer war ein Standartzimmer mit leider vielen Mücken. Ich würde wieder dort 2 Nächte bleiben, weiß allerdings nicht, wie es mir gefiele, wenn Hochbetrieb herrschen würde.

Unser nächstes Ziel war der Tok-Tokkie-Trail. C. kannte zwar das Duine-Farmhaus nicht selbst, wusste aber ungefähr, wo es liegt. Ich hatte eine Karte und sagte an, wie er fahren sollte bzw. ich fahren wollte. Das, was im Navi einprogrammiert war, war total falsch. Als wir am Ende der Fahrt vorm Gatter zum Gelände standen, zeigte das Navi noch eine Fahrzeit von 3h an. Keine Ahnung, welches Ziel man einprogrammiert hatte. Unsere Route war ja nicht schwer: C20 und B 1 nach Mariental, C 19 über Maltahöhe, Tsaris-Pass und D827.

Der Tsaris-Pass hat mir sehr gut gefallen, immer wieder bat ich um Fotostopps. Ich stieg stets aus und suchte die passende Perspektive.


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Bei einer solchen Aktion startete C. das Auto, wendete und fuhr davon. Ich war etwas perplex, ahnte aber schon, was er tat. Nein, kein WC-Stopp, den hatte er nämlich eben erst erledigt. Nach einigen Minuten kam er zurück und erklärte, er habe das Taschentuch (oder war es ein feuchtes Desinfektionstuch?) wieder eingesammelt, das er nach dem Pipistopp zum Händereinigen benutzt hat und in der Natur liegen gelassen hat. Ich hatte es nämlich gewagt, ihn dafür zu kritisieren und zu sagen, dass das in den Müllsack gehört und nicht einfach so weggeworfen werden darf.

Und auch auf der D827 hielten wir immer wieder an: So viel Gras! Die Berge so grün!

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Erst kurz vor der Kreuzung zur C 27 wurde es trockener und wüstenhafter. Das waren jetzt wieder meine Farben! In der Ferne sahen wir eine kleine Oryxgruppe. In der kargen Umgebung gefallen mir diese wunderschöne Tiere besser als im grünen Gras.

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Als wir dann die Piste durch das Namib-Rand-Gebiet fuhren, sahen wir diese schönen Blumen! Dass es eine Candelabra irgendwas ist, habe ich dann wenige Wochen später in Südafrika gelernt. C. wusste keinen Namen, er war ja auch kein Guide, sondern "nur" mein Fahrer.

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Pünktlich zur Mittagszeit kamen wir zum Startpunkt des Trails.
Teil 725. Juni 2022
FS 28.2.

Kurz nach uns traf ein Ehepaar aus Süddeutschland ein, die auch diesen Trail gebucht hatten. Ohne sie hätte ich die Tour gar nicht machen können, Mindestteilnehmerzahl beträgt 2.

Unser Guide Sebastian begrüßte uns mit kalten Getränken und wie bestellt mit einem köstlichen Salat. Danach hat er uns das Wichtigste zur Wanderung erklärt. Gegen 14Uhr ging es los. Auch C. kam mit; eigentlich war geplant gewesen, dass er mit der „background-crew“ den Tag verbringt und zu den Lagerplätzen mitfährt, er entschied sich aber dann, mit uns zu wandern. Seine witzige Art war eine echte Bereicherung für uns alle.

Zunächst fuhren wir zum nahe gelegenen NaDEET Centre, wo wir eine kleine Führung erhielten und viele durchdachte Möglichkeiten kennenlernten, mit der natürlichen Energie umzugehen, wie dieser Solarkocher. Alles Infos zu diesem Umweltprojekt findet ihr auf der Homepage https://nadeet.org/.

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Danach fuhren wir in einem uralten Toyota zum Startpunkt des Trails. Unterwegs hielt Sebastian schon mal an, um uns staunen zu lassen angesichts der Schönheit der Landschaft. An einem ausgedienten Wasserbecken stellte er das Gefährt ab und ab nun gingen wir zu Fuß.

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Ich hatte mich entschieden, wie gewohnt in meinen Birkis zu wandern, so konnte ich, je nach Gelände auch mal barfuß gehen. Wir querten einige Dünen, dann eine grüne Ebene und dann nochmals kleine Dünen, bis wir zum ersten Lager kamen. Auch wenn es heiß war, war das Gehen überhaupt kein Problem. Unterwegs blieben wir immer wieder stehen, um über die Feenkreise, Pflanzen und Tiere der Wüste zu sprechen. Das Tempo war total angenehm, Fotostopps waren jederzeit möglich. Und das nutzte ich natürlich reichlich aus, weil alles so schön war.

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Das Grün war zwar etwas, das ich befremdlich fand und finde in dieser Umgebung, aber irgendwie machte dieser Kontrast zwischen rotem Sand und grünen Gras den Reiz aus. Mit gelbem, vertrocknetem Gras hätte mir die Landschaft wohl noch besser gefallen, aber ich war mir sehr bewusst, dass ich hier etwas sehr Besonderes sehen und erleben durfte.

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Im Camp selbst erwarteten uns dann schon zwei Helfer und eine Art „Bar“, wo wir ein kühles Getränk ordern konnte. Jeder bekam einen Schlafplatz zugewiesen und die Möglichkeit, eine Dusche zu nehmen. Ein wenig rund ums Camp streifen, Fotos machen und sitzen und schauen und miteinander staunen, so verging die Zeit, bis zum Sonnenuntergang und zum Abendessen.

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Abendessen! Wir saßen an einer schön gedeckten Tafel mit echtem Geschirr und Weingläsern (so hatte ich in der Wüste noch nie gespeist; in der Sahara oder im Oman, saß ich am Boden) und genossen ein Spitzenmenü. Theresa ist eine echte Zauberin am Herd! Nach der Nachspeise – inzwischen war es stockdunkel und kühl geworden – erklärte uns Sebastian den Sternenhimmel. Lange hielt ich es dann leider nicht mehr aus, ich war müde und ging zu meinem Freiluftschlafzimmer! Dort entdeckte ich dann zwischen Bett und „Kommode“ einen Skorpion, beinahe wäre ich draufgetreten. Da ich kein geeignetes Gerät bei mir hatte, um ihn wegzubringen, holte ich Sebastian, der den ungebetenen Gast mit einer Schaufel in einen Eimer verfrachtete und später weit weg wieder aussetzte. Nach Zähneputzen etc. verkroch ich mich in meine Schlafrolle.

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Teil 801. Juli 2022
1.3.

Nach einer relativ angenehmen Nacht - weniger angenehm war, dass mein Feldbett ziemlich durchgelegen war - erwachte ich wohl durch die ersten Geräusche des Morgens oder aus dem Camp. Als ich die Augen öffnete, sah ich die ersten Farben im Osten. Und da kam auch schon Sebastian, um uns zu wecken und warmes Wasser für die Waschschüssel zu bringen. Gefroren hatte ich nicht in der Nacht, aber das warme Wasser tat trotzdem gut. Interessanterweise war alles sehr klamm, es hatte ordentlich Tau! Schnell war ich fertig und schlenderte in Campnähe mit dem Fotoapparat herum.

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Bald schon gab es Frühstück und dann brachen wir auf. Düne rauf und Düne runter, unten viel Gras, oben tolle Ausblicke auf die grüne Weite, dazwischen Bäume und verschiedene Blumen und zwei Chamäleons. Je höher wir kamen, umso steiniger wurde es zwar, aber umso vielfältiger leuchtete die Blumenpracht. Sebastian erklärte die Besonderheiten der Pflanzen und nannte uns die Namen.

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Auf der "Passhöhe" machten wir eine kleine Rast, warfen dann einen letzten Blick zurück. Mir hatte es v.a. dieser kegelartige Berg in der Ferne angetan; das ist der "Chocolate-Mountain" am Geländer der Greenfire Lodge, wo ich bei meiner ersten Reise war.

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Auf der anderen Seite konnte man in der Ferne Dünenzüge erblicken - natürlich mit Grün überzogen:

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Inzwischen war es richtig heiß geworden. Der Abstieg war teils etwas steinig, aber mit den Birkis noch gut zu bewältigen. Alle anderen trugen nun feste Schuhe. Wir hörten Trappen, sahen in der Ferne ein paar Oryxantilopen und in der direkten Nähe viele Skorpionlöcher; gegen Mittag kamen wir an "Picknick-Platz", wo ein großes Zelt aufgebaut war und Liegenstühle darunter im Schatten standen. Aus zwei Vorratsboxen reichte uns Sebastian unseren Lunch. Und dann dösten alle, was mir aber schnell zu langweilig wurde. Ich beobachtete die Webervögel, die hier ein riesiges Nest hatten, bis Sebastian dann mit einem vorhandenen Solar-Kocher Wasser für Kaffee heiß machte und die Gespräche übers Land und Reisen wieder in Gang kamen.

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Teil 907. Juli 2022
1.3. (Fs)

Die Mittagspause neigte sich dem Ende, als nah an unserem Rastplatz ein Oryx vorbeitrottete und sich in den Schatten eines Baumes stellte… Wir hingegen verließen den Schatten und gingen in die andere Richtung weiter. Kleinen Dünen hieß es zu überqueren. Es war warm und sonnig, schön zu gehen, nicht wirklich anstrengend – so hatte ich es mir vorgestellt. Je nachdem, ob man sich oben am flachen Dünenkamm oder unten im weiten Tal befand, war mehr oder eben weniger Grün zu sehen. So ganz hatte ich mich immer noch nicht daran gewohnt.


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Unterwegs begegneten wir v.a. kleinen Tieren. Die Eidechse war sehr gut getarnt, nur durch ihre Bewegungen sah ich sie überhaupt. Witzig, wo sie dann anhielt! Sie suchte den Schatten genauso wie meine Mitgeher, die unter jedem Baum im Schatten stehen blieben, um sich abzukühlen. Ich empfand es nicht als sonderlich heiß, oder besser gesagt, mich belastete die Hitze nicht.

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Immer wenn ich mit dem Fotoapparat hantierte, hörte ich nur mit einem Ohr zu, was Sebastian erklärte; daher weiß ich leider nicht mehr, welches Tierchen das hier war.

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Grotesk war der Kampf zwischen einer Heuschrecke und einem Käfer, der seiner Gegnerin in die Flanke gebissen hatte und nicht locker ließ und sich immer weiter fressen wollte…


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Bald schon kamen wir an Camp II an. Auch dieser Lagerplatz war sehr schön gewählt, man konnte auf Dünenzüge und „Berge“ blicken und weit entfernt sogar die Unterkünfte von Wolvedans sehen. Dieses Mal nahm jeder von uns eine wohltemperierte Dusche. Dann verbrachten wir die Zeit bis zum Abendessen an der „Bar“ bzw. mit Herumschlendern oder Fotographieren.

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Wie schon gestern gab es kurz nach Sonnenuntergang nochmals einen Moment, wo der Sand extrem zu leuchten begann; leider hatte ich da schon den Fotoapparat weggesteckt.

Das Abendessen war genauso gut wie gestern. Danach saßen wir noch mit einem Getränk zusammen, doch wieder einmal war ich für längere Gespräche zu müde. Als ich in mein „Schlafzimmer“ kam, stand das Bett anders als vorher. Wegen des Windes hatte es der nette Mann der Crew (Leider weiß ich seinen Namen nicht mehr) anders hingestellt. Dieses Mal traf ich keinen Skorpion und ging bald zu Bett – ich traf keinen, ja, aber dafür ging es an der Bar und im „Esszimmer“ skorpionsmäßig so ziemlich ab, wie man mir am nächsten Morgen berichtete: Gleich als ich weg gewesen sei, habe Sebastian einen Skorpion entdeckt (es sei nur wenige cm von der Stelle entfernt gewesen, wo ich dem Abdruck im Sand nach zuletzt gestanden sei) und dann noch einige weitere. Wie am Tag zuvor seien diese mit der Schaufel in einen Eimer befördert worden. Dort drinnen seien dann zwei aufeinander losgegangen. Sebastian sei dann weit gegangen, um sie in sicherer Entfernung wieder frei zu lassen… Unglaublich!
Teil 1011. Juli 2022
2.3.

Die Nacht war angenehm, ohne Tau und mit besserem Feldbett! Der Wind hatte auch nachgelassen, ich habe gut geschlafen. Das Morgenprozedere glich dem des Vortags: morning-call, warmes Wasser, sich verfärbender Himmel... Wieder nutzte ich die Zeit bis zum Frühstück für Herumschlendern und Fotographieren:

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Teil 1112. Juli 2022
2.3. Fs

Kurz nach 8 Uhr brachen wir dann zu unserer letzten Wanderung auf. Wieder war das Tempo für mich sehr angenehm, ich konnte schauen, stauen und fotographieren. Diese wunderbaren Farben: der gelbrote Sand, darüber wolkenloser, blauer Himmel! Dazwischen Bäume in allen erdenklichen Verrenkungen! Diese Weite und Ruhe! In der Ferne grün schimmernde Flächen und Berge. Auch allerhand Kleingetier sahen wir wieder (leider sind die Fotos davon nicht sonderlich zeigenswert), ebenso einen einsamen Oryxmann oder eine frische Schlangenspur ohne Schlange. Wir querten wieder die Dünen, es ging wellig auf und ab, bereitete mir aber keine Schwierigkeit; im Sand zu gehen bin ich ja gewohnt, mal mit Birkis, mal barfuß.

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Nach kurzweiligen 3 Stunden waren wir wieder am Farmhaus angekommen. Es gab noch Erfrischungsgetränke und einen Kuchen und dann war der Tok-Tokkie-Trail leider auch schon wieder vorbei...
Teil 1230. Juli 2022
Ehrlich gesagt ist meine Motivation, den RB fortzusetzen, aufgrund des geringen Interesses daran mehr oder weniger im Keller. Weil ich aber keine halben Sachen mag, werde ich die Fortsetzung tippen - schneller und schlanker.


2.3. Fs

Gegen Mittag brachen wir Richtung Norden auf. Die C 27 war an einigen Stellen nicht gut in Schuss, sehr ausgewaschen und löchrig vom kürzlichen Regen. Unterwegs trafen wir auf große Zebra-Herden und große Gruppen von Springböckchen. Auch hier dominierte die Farbe Grün...

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Unser Ziel war die Namib Dessert Lodge. Nach langem Überlegen hatte ich mich gegen das Dune Star Camp entschieden und ein normales Zimmer in dieser Lodge gewählt. Die Belegung war weit, weit unter dem, was hier möglich wäre. Der Tourismus kam im Februar langsam erst wieder in Schwung. Das merkte man auch deutlich am Personal. Der Service vom Restaurant (Dinner bzw. Frühstück) war äußerst langsam und so gar nicht auf Zack...

Abends hatte ich eine Sundowner-Fahrt gebucht; C. kam natürlich mit und mit uns war noch ein Pärchen aus Deutschland dabei. Wir mussten sicher mehr als eine Viertelstunde über den vereinbarten Zeitpunkt hinaus warten, bis der Guide kam. Er war sehr wortkarg, stellte sich nicht mal vor, ließ uns einsteigen und fuhr dann erst mal ohne Stopps und Erklärungen ein ganzes Stück durchs Gelände. Im Laufe der Fahrt taute er ein wenig auf bzw. besserte sich seine Laune etwas - wie er später gestand, war er sehr verärgert gewesen, weil er kurzfristig diesen Drive übernehmen musste. C. verstand es auf seine nette Art, ihn zum Reden zu bringen, und so wurden die Stopps und Erklärungen auch immer besser. Oben am Plateau trafen wir auf eine große Oryx-Herde und genossen die Ausblicke.

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Zum Sonnenuntergang fuhren wir dann auf einen der Aufsichtspunkte direkt an der Kante. Aufgrund der Wolken gab es tolle Lichtstimmungen.

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Bei Dunkelheit kamen wir zurück und nahmen das Abendessen auf der Terrasse ein.
Teil 1330. Juli 2022
3.3.

Als ich erwachte und einen Blick nach draußen warf, sah ich, dass die Dämmerung schon eingesetzt hatte. So schnell ich konnte, zog ich mich um und schnappte den Fotoapparat. Nicht mehr ganz rechtzeitig schaffte ich es: Die versteinerten Dünen leuchteten nur noch schwach, vorher hatten sie richtig gestrahlt.

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Ich unternahm einen ausgiebigen Morgenspaziergang und war von der Landschaft sehr begeistert; hier und jetzt störte mich das Gras nicht. Heute gefiel es mir! Eine Wolkenfront im Osten spielte ihr Spiel mit der Sonne: Mal fiel Licht auf die Dünenwand, mal lag alles im Schatten. Außer mir war niemand unterwegs. Es war so ruhig und friedlich, und von kleinen Kuppen aus hatte ich einen wunderbaren Weinblick auf die grüne Wüste...

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Gegen 8.30 Uhr war ich zurück und ging zum Frühstücken. Heute musste ich allein frühstücken, weil C. ausschlafen wollte. Wie schon beim Abendessen dauerte es ewig, bis ich am Tisch hatte, was ich bestellt hatte. Aber egal, ich hatte ja Zeit. Es waren nur noch 2 oder 3 weitere Tische besetzt; viel los war also wahrlich nicht; aber das war mir ganz recht. Überraschend gab es immer noch kein Wifi; an der Rezeption sagte man mir dasselbe wie gestern: es sei plötzlich ausgefallen, man arbeite an einer Wiederherstellung. So hing ich mit meinem Gedanken noch dem Morgenspaziergang nach und freute mich schon auf die längere Wanderung, die ich nun unternehmen wollte.
Teil 1431. Juli 2022
3.3. Fs

Nach dem Frühstück fragte ich in der Rezeption nach einer Wanderkarte bzw. einem Plan. Es gibt verschiedene Routen und ich wollte auf die Dünen hinauf. Leider fanden die Rezeptionisten trotz längeren Suchens das entsprechende Kartenmaterial nicht und verwiesen mich auf die Markierungen. Nun gut, Schilder mit verschiedenen Nummerierungen hatte ich schon in der Früh gesehen.

So ging ich einer bestimmten Route folgende Richtung Süden. Mal führte mich diese nahe an die Dünenwand heran, dann wieder durchs ausgetrocknete Flussbett, schließlich ging es steinig hinauf. Die Landschaft direkt am Fuße der Wand und bei Aufstieg war karg und trocken, trotzdem fand ich verschiedene Blumen und Blüten.

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Oben angekommen war ich noch gar nicht ganz oben. Das Plateau erstreckte sich weit, weit nach hinten, sehr viel Grün. Grüne Wiesen, grüne Flächen, grüne Wellen. Und dazwischen dann echte Sanddünen, noch nicht versteinert. Dorthin wollte ich gehen. Unterwegs traf ich auf ein Oryx, das leider davongaloppierte. Mir tat leid, dass ich das Tier verscheucht hatte und es Energie für die sinnlose Flucht aufbringen musste, glücklicherweise blieb es aber bald wieder stehen und beäugte mich kritisch.

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Oben auf der Düne war der Sand schon sehr heiß, sodass barfuß gehen keine gute Idee war. Außerdem wuchs hier wieder das fast schilfähnliche Gras, das sehr harte und schneidende Blätter hat. Immerhin war es hoch genug, sodass ich mich mit etwas Vorsicht in seinem Schatten etwas ausruhen konnte. Doch schon bald marschierte ich weiter nach Norden. Hier gefiel es mir total gut! Tote Bäume inmitten des grünen Grases, die Abbruchkante, die Hügel und Berge in der Ferne - fantastisch! Ich war alleine unterwegs; die Lodge unter mir klein, wie Spielzeughäuschen, nicht erkennbar, was dort unten los war; von oben schien die Sonne vom nahezu wolkenlosen Himmel herab, es war knackig heiß, was ich ja so liebe.

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Auf diese Weise ging ich ein ziemlich langes Stück dort oben entlang, bis ich an einer geeigneten Stelle den Abstieg wagte. Unten folgte ich den ausgetrockneten "Bachläufen" oder Wildwechseln; nur dort konnte man gehen; das Gras war hüfthoch und wogte im Winde. Wahnsinn! Wieder traf ich auf einen Oryx, der mich ziemlich nahe passieren ließ und nicht davonrannte.

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Irgendwann kam ich auf einen Fahrweg und dann sah ich meine Fußspuren vom Morgen und schon war ich in der Lodge. Insgesamt war ich wohl 5 Stunden unterwegs gewesen.
Ich legte mich dann auf eine Liege am Pool, C. kam und gesellte sich zu mir. Das Wifi ging immer noch nicht, wie wir feststellten. Wir bestellten an der Poolbar einen leckeren antialkoholischen Cocktail und beobachteten neu ankommende Gäste, darunter eine 3-Personen-Gruppe mit Reiseleiterin. Auch sie bemerkten, dass das Wifi nicht funktionierte, was der Reiseleiterin gar nicht gefiel. Sie verschwand Richtung Rezeption und als sie wieder kam, hatten alle plötzlich ein WLAN. Was ich davon halten soll, weiß ich nicht recht.
Teil 1531. Juli 2022
3.3. Fs

Auch für diesen Abend hatten wir eine Ausfahrt gebucht. Mit uns war ein junges Paar aus Südafrika im offenen Fahrtzeug. Ich hatte für meine Fototasche und das Stativ also wieder genügend Platz. Das war gut. Was den Guide betraf, so war es heute das Gegenteil: Sehr nett und um die Gäste bemüht, doch wenig kompetent und ziemlich schlecht im Englischen. Obwohl er im (weit) fortgeschrittenen Alter war, so arbeitete er doch völlig neu als Guide und war eigentlich erst am Lernen... Nun ja... So übernahm C. für die Südafrikaner viele Erklärungen (die Route glich der gestrigen), und mir war es eh mehr oder weniger egal, weil ich hauptsächlich schauen, genießen und fotographieren wollte. Ohne Wolken war die Stimmung heute eine ganz andere! Und wir sahen Tiere, die ich gestern nicht gesehen hatte!

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Und oben am Plateau war es mit der tief stehenden Sonne auch ganz anders als zu Mittag während meiner Wanderung!

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Der Sonnenuntergang war weniger dramatisch als am Vortag und irgendwie wurde ich langsam fotographiermüde, sodass ich in Ruhe mein Getränk und die Stimmung genießen konnte. Bei weitfortgeschrittener Dämmerung brachen wir auf, schnell wurde es dunkel. Der Abend klang mit einem Dinner auf der Terrasse aus.
Teil 1602. Aug. 2022
4.3.

Letzter Standortwechsel. Von der Namib Desert Lodge fuhren wir nach Norden. An besonders prachtvollen "Blumenwiesen" musste C. für mich anhalten.

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Dann gab es den obligatorischen Stopp in Solitaire. Allerdings verzichtete ich auf Kaffee und Kuchen; so gut hatte ich vom letzten Besuch nicht in Erinnerung. Ich streifte mit dem Fotoapparat umher und machte Bekanntschaft mit einer Türkin, die allein mit ihrem Motorrad durch Afrika fährt. Ich bewundere Frauen, die so viel Mut und Power haben!


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Nun kam das Teilstück, das mir am vertrautesten war. Rechts hinter den Bergen wohnen Gerda und Niekie; ständig schwärmte ich C. von meinem Aufenthalt dort vor. Dann folgte die Gegend, in der ich mit "Bushman" meine Wanderung gemacht hatte.

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Und dann kam die Einfahrt zu Rostock Ritz.

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Ich bat C. die Lodge anzufahren; das Restaurant hatte ja geöffnet und da es Mittagszeit war, könnten wir vielleicht zumindest etwas trinken und ich mit Conny plaudern, wenn sie da war. War sie auch. Bei Ankunft begegneten wir auch Hainer, doch er war wortkarg, wenn nicht gar mürrisch und abweisend; ähnlich präsentierte er sich während meines Aufenthalts vor 1,5 Jahren. Ganz anders ging Conny jedoch mit den Gästen um; sie erinnerte sich noch an mich und wir plauderten über dies und jenes und v.a. das viele Grün. Auf meine Frage, ob ich denn einfach so jetzt eine kurze Wanderung machen dürfte, bejahte sie; sie wisse noch, dass ich während der Mittagshitze gerne unterwegs sei. Und so ging ich relativ flott zum Lions Head und war baff, wie anders die Landschaft aussah. Wieder dachte ich, dass es mir anders besser gefällt.

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Als ich zurück kam, war C. auch mit seinem Lunch fertig und unterhielt sich mit dem Barmann im Inneren. Noch einige Worte zu Conny und dann fuhren wir weiter. Hainer oder Yvonne waren nicht mehr aufgetaucht. Mhm, die Stimmung war irgendwie komisch, auch C., der noch nie dort war, fand das. Die Angestellte so nett, der Chef das Gegenteil.

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Unterwegs sahen wir ein Oryx, das sich komisch benahm, rannte, sprang, fiel hin, buckelte, rannte weiter. Irgendwann blieb er stehen und ich konnte ein scharfes Foto machen. Dann querten wir den Gaub. Auch hier gab es mehrere Fotostopps.

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Schließlich bogen wir auf die C 26 ein. Die Einfahrt zu unserer letzten Station Valley of 1000 hills war gut ausgeschildert.
Teil 1703. Aug. 2022
4.3. Fs

Die Zufahrt über das Farmgelände bis zu Lodge war weniger problematisch als ich es mir aufgrund mancher Beschreibungen vorgestellt hatte. Vielleicht habe ich aber auch keine Ahnung und C. fährt einfach nur gut. Wie auch immer, es gab nur wenige Fotostopps, weil wir nach dem Einchecken ohnehin herumfahren wollten, und nach einer knappen halben Stunde waren wir "oben" am Haus.

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Welch eine Lage! Welch ein Ausblick! Unglaublich! Die Besitzerin (ihren Namen habe ich leider vergessen) zeigte uns unsere Chalets. Nachdem C. geduscht hatte (darauf war er sehr versessen, er duschte zu jeder sich bietenden Möglichkeit, was ich ein wenig als Wasserverschwendung ansah) und ich die Köcherbäume in der Nähe aufgesucht hatte, rumpelten wir auch schon wieder die Piste hinunter.

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Die "Sehenswürdigkeiten" waren ausgeschildert; überall konnten wir anhalten, aussteigen und rumlaufen und so sammelten wir sehr entspannt die Eindrücke von dieser eigenartigen Gegend:

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Teil 1803. Aug. 2022
4.3. Fs

Zurück im Chalet nahm ich einen Schluck von diesem wunderbaren Likör, der als Willkommensgruß bereit stand, und machte mich auf den Weg zum meinem ausgewählten Sonnenuntergangsplatz: Ich "kraxelte" den Hausberg ein Stückchen bis zu den Köcherbäumen hinauf. So hatte ich beides: einen sagenhaften Ausblick auf eine bizarre Landschaft und im VG diese fotogenen Bäume !

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Ich sah sogar den "Tafelberg", auf den ich im Herbst damals gestiegen sind. Und wenn ich das Tele weiter nach links, also Osten, schwenkte, meinte ich ganz im HG die Berge zu sehen, in deren Talkessel die Barkhan Dune Retreat Lodge liegt; ganz sicher bin ich mir aber immer noch nicht.

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Beim Abstieg entdeckte ich dieses Wolfsmilchgewächs mit Knospen. Ich war ganz begeistert, weil ich so etwas noch nie gesehen hatte.


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Wieder unten setzte ich mich auf die Terrasse der Lodge und die Hausherrin bot mir einen Wein an. Im Gespräch stellte sich heraus, dass sie die Schwester von Bushman ist, mit dem ich im Herbst die Wanderung gemacht hatte. Auf sein Stückchen Land konnte man auch von der Terrasse aus wunderbar blicken.

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Als die Sonne dann endgültig weg war und Dunkelheit hereinbrach, kamen auch die anderen Gäste mit dem Auto an: ein junges Paar aus Südafrika, die nach Walfishbay geflogen waren und von dort direkt hierher kamen.

Das Essen war sehr gut, der Wein auch. Und obwohl alle "Paare" (also auch C. und ich) an Einzeltischen saßen, ergab sich ein gemeinsames Gespräch. Es war ein netter Abend. Mit meiner Stirnlampe fand ich dann den Weg ins Chalet und ins Bett.
Teil 1904. Aug. 2022
5.3.

Mit Einsetzen der Dämmerung wurde ich wach und besuchte nochmals die Köcherbäume unterhalb meines Chalets. Es war eine gute Entscheidung, den für diese Reise letzten Sonnenaufgang in Namibia hier zu verbringen.

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Relativ früh konnten wir frühstücken und nachdem ich alles ordentlich gepackt und nochmals das Panorama fotographiert hatte, ging es auf die letzte Strecke zurück nach Windhoek.

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Wir fuhren logischerweise die C 26 am Gamsberg vorbei. Ich kannte die Straße noch nicht - und auch C. war hier noch nie gefahren! Er freute sich wie ein kleines Kind über die neue Erfahrung. Für mich musste er immer wieder anhalten und fotographierte selbst viel mit seinem Handy.

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Gegen Mittag waren wir in der Stadt und C. brachte mich gleich zu einem Testzentrum. Alles ging sehr zügig und schon waren wir wieder draußen; er hatte ein paar Dinge zu erledigen, währenddessen ich immer im Auto blieb. Dann fuhren wir auf eher touristischen Wege durch die Stadt. Fotographiert habe ich nicht mehr, weil mir die Stadt nicht sonderlich gefiel. Im Independence Museum fuhren wir mit Lift nach ganz oben und stellten uns auf den Aussichtsbalkon des Restaurants, nicht aber ohne ein Getränk zu bestellen. Mittagessen wollten wir hier nicht; ich war auf das legendäre Joe’s Bierhaus neugierig. Also lud ich C. dort zum Essen ein. Dort kam dann auch das Testergebnis und so war die Reise wirklich vorbei, keine Quarantäne-Verlängerung...
Wir brachten das Auto zurück, nicht ohne vorher aufzutanken. Noch nie hab ich ein derartiges Rütteln und Schütteln erlebt, um die Tanks auch wirklich voll zu bekommen. Und dann fehlte tatsächlich bei der Rückgabe 1 Liter?! Nun gut. Ich verabschiedete mich von C. und wurde mit einem Shuttle zum Flughafen gebracht. Dort ging alles seinen gewohnten Gang und ohne Problem war ich dann am Sonntag Vormittag wieder daheim.

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