Uganda 2022 - Ohne Gorillas aber mit Chamäleons

Reisebericht 91 Antworten · 13,2k Aufrufe · gestartet 21. Mai 2022 von tina76
Themenstarter794 Beiträge · seit 200701. Juni 2022 · #21
26.01.2022 (Budongo Eco Lodge, Budongo Forest bis Murchison River Lodge) Teil 2

Nach dem Ausschecken geht es direkt weiter zu einem der nächsten Highlights des Nationalparks. Dem Top of the Murchison Falls. Die Fahrt auf guter, neuer Teerstraße dauert nicht mal eine Stunde. Die Fälle und die Kraft des Wassers sind einfach beeindruckend. Hier war ich schon im letzten Jahr und musste unbedingt nochmal wiederkommen, weil ich es so schön fand.

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Dazu spiegeln sich Regenbögen im Lichtschein in der Schlucht.

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Nur ein einziges anderes Auto steht um die heiße Mittagsstunde noch auf dem Parkplatz. Wir essen unser Lunchpaket von der Lodge (Tomaten-Käse-Sandwiches und Pommes) gemütlich im Schatten mit Blick auf die Fälle. Und sind dankbar heute schon so viel Schönes gesehen zu haben.
Wir fahren nun weiter zur Murchison River Lodge, die traumhaft und mit toller Aussicht direkt am Nil liegt und beschließen den Rest des Tages einfach zu entspannen.

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Hier werden wir die nächsten drei Nächte bleiben. Die Lodge gefiel mir im letzten Jahr schon so gut, dass ich auch hier unbedingt eine Wiederholung wollte. Das Essen ist köstlich. Es gibt heute Abend Buffet mit mehreren Fleischsorten und diversen Beilagen (verschiedene Salate, gebackene Kartoffeln und sogar mal Kochbananen). Im Hintergrund – und leider im Dunkeln kaum noch zu sehen - gibt es dazu Live-Musik mit afrikanischen Instrumenten. Das war im letzten Jahr an keinem der Abende so. Vielleicht weil wegen Corona in 2021 viel weniger Touristen da waren. In diesem Jahr ist die Lodge jedenfalls alle drei Tage komplett ausgebucht und wir hatten Glück noch ein Cottage zu bekommen bei unserer Buchung einige Monate vorab. Damit stellt die Lodge eine Riesen-Ausnahme dar. Ansonsten waren wir nämlich oft die einzigen Gäste in den Unterkünften.
Hier die schönen Cottages:

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zuletzt bearbeitet 01. Juni 2022
Themenstarter794 Beiträge · seit 200701. Juni 2022 · #22
26.01.2022 – Safari im Murchison Falls Nationalpark - Teil 1

Heute Morgen geht es los auf die erste Safari des Urlaubs. Früh Aufstehen war noch nie so leicht. Die Vorfreude ist grenzenlos. 😁 Wir fahren etwa 20 Minuten von der Lodge aus in den Park. Ein traumhafter Sonnenaufgang, den wir von der Brücke über den Nil sehen, lässt den Morgen schon besonders starten.

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Letztes Jahr war die Brücke noch nicht fertig und man musste per Boot bzw. Fähre übersetzen.
Bernd sieht auch bald den ersten der Big Five, den er sich gewünscht hat. Einen Elefanten. Der steht oberhalb der neuen, noch nicht ganz fertigen Straße. (Diese wird von den Chinesen erschreckenderweise mitten durch den Nationalpark gezogen, da sie Öl transportieren wollen.) Es bleibt zu hoffen, dass der schöne Park nicht allzu stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Bisher sieht man jedenfalls noch jede Menge Tiere in Straßennähe.

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Die Landschaft mit den vielen Palmen im Morgenlicht anzuschauen, ist ein Genuss.

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Und die Nummer 2 der Big Five, die Büffel, lassen auch nicht lange auf sich warten. Für Bernd als Afrika-Neuling ist das noch wichtig am ersten Tag. Auf der anderen Seite der Straße können wir erneut einen Elefanten entdecken.

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Heute Morgen geht es Schlag auf Schlag. Charles hat von einem anderen Guide erfahren, dass eine Gruppe Löwen nicht weit entfernt liegen soll. Wir biegen links in eine kleinere Straße ein und erreichen nach kurzer Fahrt die Stelle. Und da sind sie: Bernds Nummer 3 der Big Five:

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Es sind schon mehrere andere Autos da und wir müssen schauen, dass wir als Nachzügler noch einen guten Platz zum Fotografieren finden. Die Löwen liegen verstreut hinter Büschen und hinter hohem Gras. Zum Glück kann man im Auto dank des aufschiebbaren Daches stehen und somit besser sehen. Es sind insgesamt 7 Tiere. Junge Löwen und auch Löwinnen. Eine Weile passiert gar nichts und wir können sie in Ruhe beim Faulenzen beobachten. Ich finde diese majestätischen Tiere und deren Blicke immer wieder beeindruckend. Nach einer Weile springen sie wie auf ein unsichtbares Kommando alle auf, überqueren die Straße und suchen blitzschnell das Weite. Dorthin wohin man Ihnen gemeinerweise nicht folgen kann.

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Ich hätte nicht damit gerechnet, so schnell Löwen zu sehen. Im letzten Jahr war es nur eine einzige Löwin, die ich in den zwei Tagen im Park erleben durfte.
Und Bernd sagt augenzwinkernd schon, dass er jetzt nur noch einen Leopard sehen muss, dann hätte er die in Uganda erhofften Big 4 zusammen und bräuchte er keine weitere Safari mehr machen. 😣 (Die Big 5 sind nur mit Besuch des Zhiwa Rhino Sanctuary in Uganda möglich)

Morgen oder spätestens Donnerstag geht es voraussichtlich weiter.
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zuletzt bearbeitet 01. Juni 2022
Themenstarter794 Beiträge · seit 200703. Juni 2022 · #23
26.01.2022 – Safari im Murchison Falls Nationalpark - Teil 2

Anstatt des von Bernd erhofften Leoparden sehen und nehmen wir nun aber erstmal die vielen anderen Tiere im Park wahr. Da gibt es eine ganze Menge von, die ebenfalls ein Foto verdienen. 🙂

Paviane zum Beispiel, wahlweise auf dem Baum oder am Wegesrand abhängend oder einen Greifvogel, der etwas verkrampft in der niedrigen Astgabel gelandet ist.

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Die Landschaft alleine ist aber auch einfach nur schön. Nach einem Jahr auf Afrika-Entzug genieße ich das wieder ganz besonders.

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Auf tierischer Seite nicht zu vergessen die vielen Wasserböcke, die es hier im Park gibt. (Neben Warzenschweinen am Ende der Reise das Tier, was wir in Uganda am häufigsten gesehen haben). Auf dem Weg begegnet uns eine Wasserbockfamilie und auch die Weißnasen-Husarenaffen haben Nachwuchs.

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Gerade noch kann ich dieses Bild von einer Black Mamba schießen, die unseren Weg kreuzt und wie ein Phantom blitzschnell wieder im Unterholz verschwunden ist. Schade, die hätte ich mir gerne mal in Ruhe (von Ferne)
angeschaut. 😵

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Giraffen sind jetzt auch überall zu sehen. Sie ragen freundlicherweise äußerst dekorativ aus der Landschaft heraus.

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Heute nur ein ganz kurzes Kapitel. Am Wochenende geht es weiter mit dem Rest der Safari.
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zuletzt bearbeitet 03. Juni 2022
Themenstarter794 Beiträge · seit 200705. Juni 2022 · #24
26.01.2022 – Erste Safari im Murchison Falls Nationalpark - Fortsetzung

Wir erreichen die beliebte offizielle Picknickstelle am Ufer. Ein idyllisches Plätzchen und gut sich mal die Beine zu vertreten. Mittlerweile haben wir auch Hunger und freuen uns über das Frühstückspackage mit in Tortillafladen eingerollten Omelette aus der Lodge. Die werden übrigens „Rolex“ hier in Uganda genannt, wie Charles uns erzählt, sind äußerst beliebt und gibt es auch an diversen Straßenständen unterwegs im Land.

In Ufernähe ist es derweil etwas diesig geworden und der Himmel wirkt nun fast grau. Hier ist tierisch gesehen einiges los. Wir beäugen die vielen Antilopen und sie uns.

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Einige Giraffen machen auch ein ausgedehntes Trinkpäuschen am Ufer.

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Hier mein Lieblings-Giraffen-Foto. Sieht die rechts nicht zum Knutschen aus? 😉

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Ich weiß gar nicht, ob ich schon mal so viele Giraffen wir hier auf einmal gesehen habe und dazu nähert sich noch eine Büffelherde dem Wasser. Ein fast schon paradiesisch anmutendes Bild.

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Nach dem Stopp begegnen wir auf der Rückfahrt vom Ufer noch einem Pärchen Abyssinian ground hornbills und den immer wieder hübsch anzusehenden Warzenschweinen.

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Und dann...Man glaubt es kaum, taucht tatsächlich auch noch der gewünschte Leopard auf! Charles und ich einigen uns darauf, dass Bernd geradezu unverschämtes Anfängerglück für seine erste Safari hat. Der Leo ist allerdings weit entfernt im Baum liegend.

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Stark rangezoomt sieht es so aus. Er lässt schön alle Viere vom Ast baumeln und rührt maximal den Kopf in eine andere Schlafposition.

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Man braucht schon ein Fernglas, um ihn richtig sehen zu können. Aber immerhin ein Leo. Mein erster in Uganda und Bernds erster überhaupt. Nachdem die Big 4 von Bernd gedanklich abgehakt sind, kann es entspannt auf dem Rückweg zur Lodge gehen. Für mich bleibt sowieso jede Sichtung spannend. Ich genieße es einfach total in Afrika zu sein. Bernd ist dagegen erstmal etwas überwältigt von den vielen neuen Eindrücken und freut sich auf ein bisschen Erholung in der Lodge. 😎
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4'382 Beiträge · seit 201505. Juni 2022 · #25
und den immer wieder hübsch anzusehenden Warzenschweinen.
Haha, Tina- der war gut - wie überhaupt Dein ganzer Bericht! Danke zwischendurch mal dafür!
Gruß
Friederike
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Themenstarter794 Beiträge · seit 200705. Juni 2022 · #26
Danke Friederike,

ich freue mich immer über positives Feedback. 🙂

Schöne restliche Pfingsten allen und liebe Grüße
Tina
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Themenstarter794 Beiträge · seit 200707. Juni 2022 · #27
26.01.2022 – Nachmittags-Safari im Murchison Falls Nationalpark

Die viele frische Luft im offenen Fahrzeug hat uns hungrig gemacht. Wieder zurück in der Lodge gibt es erstmal Lunch mit Chicken Fajitas, Pita Brot und griechischem Salat. Schmeckt alles ganz hervorragend. So sieht es übrigens im Bar- und Restaurantbereich der Lodge aus (wenn´s ganz leer ist):

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Charles und ich sind uns derweil einig, dass es heute am späten Nachmittag direkt wieder in den Park geht. Er kann es selbst kaum abwarten, da er länger keine Tour hatte und ich möchte natürlich ebenfalls keine Gelegenheit zur Safari verpassen. Schließlich ist man nicht alle Tage in Afrika. Ausruhen kann ich auch zu Hause. 😎 Bernd dagegen beschließt sich heute Nachmittag auszuklinken und an den Pool zu gehen. Schön, dass einfach jeder machen kann, was er mag. Und mit eigenem Guide ist man eh flexibel. 🙂

Allerdings werden wir noch feststellen, dass uns bei der Nachmittags-Tour Bernd als Glücksbringer bzw. Garant für Raubtiere fehlt. Wir entdecken dafür aber immerhin jede Menge unterschiedlicher Grasfresser im Park. Und so ein stattliches Jackson´s Hartebeest ist auch mal schön anzusehen und dazu noch recht fotogen.

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Gefolgt von einem gut gelaunt ausschauenden Uganda-Kob und passendem Weibchen.

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Dazu gibt es Büffel in rauhen Mengen auf der Strecke, die wir heute nehmen. Die Herden sind rechts und links von uns und mitten auf dem Weg. Wir fahren schön vorsichtig daran vorbei und warten öfter, bis sie den Weg in gutem Abstand verlassen haben.

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In solchen Momenten bin ich froh, dass Charles als Experte dabei ist und die Tiere einschätzen kann. Wäre ich alleine gefahren, wäre mir jetzt vermutlich etwas mulmig gewesen so zwischen den ganzen Herden. 😵
Charles erzählt mir derweil, dass Büffel extrem schlecht sehen können, fast blind sind. Sie müssen sich auf Ihr Gehör verlassen. Kein Wunder also, dass sie schnell aggressiv werden können.
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zuletzt bearbeitet 07. Juni 2022
Themenstarter794 Beiträge · seit 200707. Juni 2022 · #28
Recht grimmig beäugt uns auch dieses Warzenschwein und weicht kein Stück zur Seite, als wir ganz dicht an ihm vorbeifahren. Keinen Respekt mehr vor Safari-Fahrzeugen. So weit ist es schon gekommen. 😉 Aber so kann ich es zumindest schön nah fotografieren.

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Es folgt eine Weile gähnende Leere im Park, bevor es zum Ende der Safari noch ein Mini-Highlight in Form ein Mini-Giraffe gibt. Die Mutter sondert sich mit dem Nachwuchs, wenn der noch ganz jung ist, einige Zeit von der Herde ab, laut Charles.

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Dem Muttertier sind wir jedenfalls nicht ganz geheuer und sie galoppiert schnell weg über die Straße. Gefolgt vom Jungtier, dass kaum hinterher kommt.

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So langsam geht auch schon die Sonne unter und wir müssen den Park leider verlassen.

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Schon raus aus dem Park stoßen wir noch auf einen Trupp Paviane an der Straße. Das Jungtier hat es mir angetan und Charles stoppt nochmal für letzte Fotos, bevor es wieder zurück in die Lodge und dem schon sehnsüchtig wartenden Bernd geht.

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Fortsetzung folgt (im Laufe der Woche)

LG Tina
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zuletzt bearbeitet 07. Juni 2022
Themenstarter794 Beiträge · seit 200711. Juni 2022 · #29
27.01.2022 – Murchison Falls Nationalpark, Bootstour auf dem Nil (Teil 1)

Heute früh gönnen wir Charles mal etwas Freizeit und eine Touri-Pause, denn wir wollen zur Abwechslung eine Bootstour auf dem Nil machen. Es geht nicht so früh los, wie sonst auf Safari und wir können diesmal ganz in Ruhe in der Lodge frühstücken. Die Privatfahrt nur für uns zwei startet gegen 8:30 Uhr direkt vom Steg unserer Lodge aus in Richtung der Murchison Falls.

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Ich finde es besonders schön, dass man hier im Nationalpark die Möglichkeit hat zu Lande und zu Wasser auf Safari zu gehen. Davon hatte ich im letzten Jahr schon ausgiebig Gebrauch gemacht und Bootstouren in beide Richtungen mitgemacht. Die andere Seite zum Lake Albert hin ist vor allem landschaftlich ein Traum und sehr zu empfehlen. Ich konnte dort letztes Jahr sogar als absolutes Highlight den Schuhschnabel (etwas entfernt) entdecken. Allerdings insgesamt schon sehr vogellastig. Ich lasse Bernd die Qual der Wahl. Er wünscht sich die Fahrt in Richtung der Falls. Auch da ich dort mehr größere Tiere entdeckt hatte in 2021.

Auf dem Nil ist heute früh tatsächlich kein anderes Boot unterwegs. Herrlich, die unberührt wirkende Flusslandschaft so für sich zu haben. 🙂

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Es begegnen uns schnell die ersten Vögel auf der Tour. Hier kann ich nun übrigens endlich das in Uganda am Ende der Reise erstandene Buch „Birds of Uganda“ nutzen, um sie zu bestimmen. Hat sich das Souvenir schon bezahlt gemacht. 😎

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Etwas entfernt eine Madagaskarhöhlenweihe (African Harrier-Hawk), dann ein Schmarotzermilan (Yellow-Billed Kite) sowie ein Graufischer (Pied Kingfisher) auf einem dünnen Zweig und ein Silberreiher (Great Egret)

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Von den Flusspferden kann man leider nur Ohren und Augen aus dem Wasser ragen sehen.

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Ich hoffe dieses Jahr doch sehr auf andere Flusspferde, die etwas kooperativer sind und mehr von sich präsentieren möchten. Im letzten Jahr war der Wasserstand so hoch, dass von keinem mehr als maximal Ohren und Augen zu sehen waren. 😵

Unser aufmerksamer Boots-Guide setzt meinen Wunsch auch direkt in die Tat um. Er ist so nett, am Steg der alten Fähre zu halten, da dort ein Flusspferd etwas entfernt an Lande grast. Wir können aussteigen und es in sicherem Abstand bewundern und fotografieren. 😁

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Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
Themenstarter794 Beiträge · seit 200711. Juni 2022 · #30
Der Bereich, wo früher die Fähre ablegte (bevor letztes Jahr die neue Brücke über den Nil fertig wurde) sieht ziemlich verlassen aus.

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Hier war Anfang 2021 alles überschwemmt gewesen und die große Weltkugel stand im Wasser. Da musste man noch über aufgeschüttete Sandsäcke etwas wackelig zum Steg balancieren. Hier zwei Bilder aus dem letzten Jahr mal zum Vergleich.

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Dieses Jahr steht der Globus gerade so wieder am Ufer.

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Das (wohl ehemalige) Rezeptionsgebäude ist auch noch in Mitleidenschaft gezogen und vom Hochwasser beschädigt.

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Nach der kurzen Fotopause an Land geht die Bootsfahrt weiter und wir stoßen auf einen Goliathreiher (Goliath Heron) und einen schönen bunten Eisvogel mit dem tristen Namen Graukopfliest (Grey-Headed Kingfisher)

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Und zu meiner großen Freude auch auf jede Menge Hippos, von denen etwas mehr zu sehen ist, obwohl sie im Wasser sind. Niedrigerem Wasserstand sei Dank! 😁 Sie sehen ziemlich entspannt und noch recht schläfrig aus an diesem sonnigen Morgen.

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Zum Glück denn Bernd ist begeistert, hat aber auch noch ziemlichen Respekt vor diesen großen Tieren, denen er zum ersten Mal so nahe kommt.

Fortsetzung der Bootstour folgt schnellstmöglich.
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
zuletzt bearbeitet 13. Juni 2022
Themenstarter794 Beiträge · seit 200720. Juni 2022 · #31
27.01.2022 – Murchison Falls Nationalpark, Fortsetzung Bootstour auf dem Nil

Die Hippos sind mittlerweile schon fast uninteressant geworden auf unserer Bootstour, denn man begegnet immer neuen Gruppen hinter jeder Flussbiegung.

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Da bieten die Krokodile am sandigen Ufer eine willkommene Abwechslung. Die Riesen-Echsen sehen schon recht furchterregend aus. Hier möchte man auf jeden Fall nicht versehentlich über Bord gehen. 😵

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Es gibt sie in der Variante lang und schlank

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....oder auch kurz und mopsig.

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Die große Sandbank ist jedenfalls regelrecht besetzt von ihnen. Und auch im Wasser kann man sie überall an der Bewegung erahnen.

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Die nächste Bucht dagegen ist bevölkert von hier rastenden Afrikanischen Scherenschnäbeln (African Skimmer). Leider etwas weiter weg.

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Und sie sind schreckhaft und fliegen sofort auf, als wir uns nähern. Trotzdem ein schöner Anblick mit all den Vögeln um uns herum in der Luft. Wenn mir auch kein gutes Foto davon gelingen mag. Vor allem nicht gegen die Sonne.

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Nervös wird auch dieser gewaltige Koloss von Flusspferdbullen als wir ihm etwas zu dicht auf die Pelle rücken. Er sucht schnaubend und spritzend das Weite und trabt in die flachere Uferzone, wo er uns im Blick behält.

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Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
zuletzt bearbeitet 23. Juni 2022
Themenstarter794 Beiträge · seit 200720. Juni 2022 · #32
Da entdeckt unser Bootsführer noch wesentlich größere Tiere. Endlich Elefanten, die am Ufer grasen. 🙂 Sogar mit einem Jungtier. Wir sind begeistert.

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Das es hier deutlich flacher ist, merken wir auch schon bald am eigenen Leibe, denn der Motor des Bootes kommt immer wieder gefährlich dem Grund nahe und wir setzen mehrmals auf. Es sind auch irgendwie ziemlich viele Schlingpflanzen im Wege, die uns von den Elis trennen. Unser Bootsführer meint es dann etwas zu gut und fährt genau in die Schlingpflanzen in der extrem flachen Uferzone, um uns noch nähere Bilder zu ermöglichen. Wie befürchtet setzen wir bald komplett auf und der Motor röhrt laut und säuft ab. Ich necke Bernd damit, dass wir jetzt Schwimmen gehen müssen, als ich seinen entsetzten Blick sehe. In Wahrheit ist mir selbst auch nicht so ganz wohl dabei. Unser Bootsführer entfernt erstmal wortlos ganze Ladungen von Schlingpflanzen vom Motor und nach mehreren erfolglosen Startversuchen und mit zusätzlicher Hilfe eines Paddels, buchsiert er uns schließlich glücklicherweise wieder aus der flachen Uferzone heraus. Puh, was für ein Schreck so am frühen Morgen! 😗 Hier möchte man bei aller Schönheit der Natur wirklich nicht stranden.

Ein schwarz-weißer Colobus-Affe im Baum lenkt uns schnell wieder ab, bevor es zum Ziel der Tour, den Murchison Falls geht.

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Gefühlt hatte man hinter jeder Flussbiegung schon vermutet, dass es bald soweit ist, aber nun ist der viele Schaum auf dem Wasser ein klares Indiz, dass wir uns tatsächlich dem Wasserfall nähern.

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Wir kommen dem Wasserfall unerwartet nahe. In 2020 waren ich bei der damaligen Tour nicht so dicht rangefahren worden. Das Boot schaukelt ganz gut in den ganzen Wasserstrudeln.

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Unser Bootsführer scheint - im Gegensatz zu uns - ein kleiner Adrenalinjunkey zu sein. 😉 Wir fühlen uns aber trotzdem sicher bei ihm, denn er ist ja ein alter Profi und macht die Touren fast täglich.

Noch ein letzter Blick und ein gemeinsames Bild vorm Wasserfall und es geht volle Motorkraft voraus wieder zurück.

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Wir halten nur noch kurz für einen ganzen Harem von Wasserbockdamen im Uferbereich und etwas später für eine größere Gruppe von Flusspferden. Die Hippos haben es sich auf dem Gelände der im letzten Jahr vom Hochwasser zerstörten Bakers Lodge gemütlich gemacht.

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Und das wird auch so bleiben, denn die Lodge wurde aufgegeben erzählt unser Guide. Schade eigentlich, denn hier hatte ich in 2020 ursprünglich geplant wegen der guten Bewertungen zu übernachten. Nun weiß ich, warum sie damals nicht mehr buchbar war… 🙄

Ende der Bootstour. Fortsetzung folgt. Und es gibt noch eine weitere Bootstour ganz am Ende unserer Tour auf einem anderen Gewässer. Soviel soll verraten werden. 😎
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zuletzt bearbeitet 25. Juni 2022
Themenstarter794 Beiträge · seit 200726. Juni 2022 · #33
27.01.2022 – Murchison Falls Nationalpark – Dritte und letzte Safari mit unerwarteter Sichtung

Wir starten etwas wehmütig zu unserer letzten Safari am Nachmittag im Park. Wenn eins sicher ist, dann das die schönen Safaritage, auf die man sich zu Hause lange gefreut hat, immer viel zu schnell vergehen…

Drei Tage bzw. Nächte im Murchison Falls Nationalpark würde ich als Minimum auf jeden Fall empfehlen. Reiseveranstalter mit festen Touren sind hier oft nur zwei Nächte und das reicht bei der weiten Anfahrt von Entebbe dann oft nur für eine Bootstour und eine Safari und dann geht es am nächsten Tag schon weiter. Das finde ich etwas schade, denn der Park bietet viel Abwechslung und auch wunderschöne Landschaften. Ich hätte im Nachhinein gerne noch einen Tag länger hier gehabt.

Aber jetzt sind wir erstmal noch da und genießen den milden Fahrtwind und die Aussicht im offenen Safarifahrzeug. Auf unserem Weg treffen wir erneut auf Husarenaffen. Diese zwei sind noch jung und betrachten uns genauso neugierig wie wir sie.
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Das Flussufer streifen wir diesmal nur kurz, da Charles eine andere Runde im Sinn hat. Hier sind diesmal keine Giraffen zu sehen, dafür aber besonders viele Vögel. Die vielen Kuhreiher bieten mit Ihrer weißen Farbe einen schönen Kontrast zu der grünen Landschaft.
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Und auch die dunklen Abdimstörche sind in großer Anzahl vorhanden. Dahinter grasen friedlich Antilopen.

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Wir haben das Glück, dass wir kurz vorm Abbiegen von der Uferstrecke auf eine Gruppe von Kronenkranichen stoßen. Diese wunderschönen Vögel hatte ich zuletzt in Sambia gesehen und freue mich sie hier - quasi im letzten Moment - auch noch erleben zu dürfen.

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zuletzt bearbeitet 26. Juni 2022
Themenstarter794 Beiträge · seit 200726. Juni 2022 · #34
Wir ahnen noch nicht, dass das eigentliche Highlight des Tages uns kurz bevorsteht. Charles mit seinen gut geschulten Augen, macht die Entdeckung! Und die haben wir diesmal ganz für uns. 😁 Ein Löwenkill nicht weit vom Weg! Und das Warzenschwein im Maul der Löwin kämpft noch um sein Leben. Fasziniert und abgestoßen zugleich schauen wir uns minutenlang den Todeskampf des Warzenschweins an. Es zappelt wild mit seinen kurzen Beinen und kann doch nichts mehr ausrichten gegen die Löwin, die den Klammergriff mit dem Maul eisern hält.

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Als das arme Warzenschwein endlich nicht mehr zuckt, wird es direkt vor unserem Wagen über die Straße geschleift. So schnell kann ich das Zoomobjektiv kaum auswechseln.

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Die Löwin schaut schwer atmend von Ihrem Kampf und der schweren Beute nochmal zurück und verschwindet dann im hohen Gras. Charles ist sich sicher, dass sie dort irgendwo versteckt Jungtiere hat, für die das Warzenschwein das heutige Abendessen sein wird.

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Was für ein Erlebnis an das wir noch lange denken werden. Wir fahren langsam wieder zurück und sind vollauf zufrieden mit dieser letzten Safari hier. Es zeigen sich noch einige Uganda Kobs und Büffel zum Abschied und dann geht auch langsam die Sonne unter.

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Morgen geht es schon in Richtung des Kidepo Nationalparks. Charles hat mit ein paar anderen Guides in der Lodge gesprochen, die gerade mit ihren Touristen von dort kamen. Sie haben in mehreren Tagen keinerlei Raubkatzen gesehen und waren etwas enttäuscht deswegen. Mal sehen, ob es uns genauso gehen wird. Ich freue mich in jedem Fall trotzdem auf diesen abgelegenen Park. Mit oder ohne Raubkatzen.
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zuletzt bearbeitet 26. Juni 2022
560 Beiträge · seit 202129. Juni 2022 · #35
Hi Tina!
Hier mal zwischendurch ein dickes Dankeschön für deinen Reisebericht! Toll, wie viele Raubkatzen ihr gesehen habt! Besonders schön finde ich deine kleine Giraffe, aber auch die anderen Giraffenbilder sind klasse! 🙂
Nach der Lektüre deines Berichtes über die Schimpansen im Budongo Forest haben wir kurzentschlossen Kibale gestrichen und auch im Budongo gebucht!
Bin schon gespannt, wie es weitergeht!
Liebe Grüße,
Kathrin
897 Beiträge · seit 201530. Juni 2022 · #36
Was für eine schöne muskulöse Löwin !
Tolles Erlebnis.

LG yvy
https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/uganda-2025-gorillas-im-nebel/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/madagaskar-2024-nosy-be/ https://www.yp-travel-photography.de/nord-und-mittelamerika/costa-rica-2024-pura-vida-2/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/seychellen-2023-zur%C3%BCck-im-paradies/ https://www.yp-travel-photography.de/nordamerika/costa-rica-2022-pura-vida/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/tanzania-2022-safari-in-der-serengeti-und-sansibar/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2019-der-tierreiche-norden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2015-der-trockene-s%C3%BCden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/sansibar-2019-hakuna-matata-auf-der-gew%C3%BCrzinsel/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/mauritius-2017-trauminsel-im-indischen-ocean/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2018-19-jahreswechsel-an-der-gardenroute-2/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2016-in-style/
Themenstarter794 Beiträge · seit 200702. Juli 2022 · #37
Katma1722 schrieb:
Hier mal zwischendurch ein dickes Dankeschön für deinen Reisebericht! Toll, wie viele Raubkatzen ihr gesehen habt! Besonders schön finde ich deine kleine Giraffe, aber auch die anderen Giraffenbilder sind klasse! 🙂
Nach der Lektüre deines Berichtes über die Schimpansen im Budongo Forest haben wir kurzentschlossen Kibale gestrichen und auch im Budongo gebucht!
Lieben Dank, Kathrin 🙂 Wir waren auch zufrieden mit der Löwenausbeute im Park und die kleine Giraffe hatte es mir ebenfalls angetan. Vorher war mir nie eine so winzige begegnet.
Stimmt, bei Euch geht es ja bald los. Wie toll! Der Budongo Forest wird Euch bestimmt gefallen! Ich drücke Euch die Daumen für viele schöne Sichtungen auch im Park! Geht es denn bei Euch noch in den Westen zu den Gorillas oder weiter in den Osten Richtung Kidepo NP (oder evtl. sogar beides)?

Danke an dieser Stelle auch mal an alle Danke-Drücker und Leser für Eure Geduld! Ich hoffe am Wochenende den Bericht weiter schreiben zu können, wenn es endlich mal der Sommer-Freizeit-Stress derzeit zulässt. 😎

Liebe Grüße, Tina
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
Themenstarter794 Beiträge · seit 200702. Juli 2022 · #38
yp-travel-photography schrieb:Was für eine schöne muskulöse Löwin !
Tolles Erlebnis.

LG yvy
Hallo yvy, danke für Deinen Kommentar! Die Löwin hat uns auch fasziniert! Wie viel Kraft es sie gekostet haben muss, das zappelnde, große Warzenschwein so lange im Maul zu halten und dann mitzuschleifen. War beeindruckend, dass mal live mit anzusehen.
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
560 Beiträge · seit 202103. Juli 2022 · #39
tina76 schrieb:
Lieben Dank, Kathrin 🙂 Wir waren auch zufrieden mit der Löwenausbeute im Park und die kleine Giraffe hatte es mir ebenfalls angetan. Vorher war mir nie eine so winzige begegnet.
Stimmt, bei Euch geht es ja bald los. Wie toll! Der Budongo Forest wird Euch bestimmt gefallen! Ich drücke Euch die Daumen für viele schöne Sichtungen auch im Park! Geht es denn bei Euch noch in den Westen zu den Gorillas oder weiter in den Osten Richtung Kidepo NP (oder evtl. sogar beides)?
Liebe Tina!
Die Vorfreude steigt und steigt...
Für dieses Mal haben wir die Gorillas im Mgahinga auf dem Programm. Das ist wirklich schon lange ein Traum von mir.
Beim ersten Mal Uganda und noch dazu mit Dachzelt und als Selbstfahrer machen wir eher die Standard-Einsteiger-Tour.... Kidepo hätte mich schon gereizt - haben wir uns aber noch nicht so recht getraut 😗
Bin auf alle Fälle schon gespannt auf eure Erlebnisse! 🙂
Viele Grüße,
Kathrin
Themenstarter794 Beiträge · seit 200706. Juli 2022 · #40
28.01.2022 – Murchison Falls Nationalpark bis Kidepo Savannah Lodge

Heute heißt es wieder einmal früh aufstehen. Wir haben eine der beiden längsten Strecken der gesamten Reise vor uns. Ca. 8 Stunden reine Fahrtzeit sind es von der Murchison River Lodge bis zum Kidepo Nationalpark im Nordosten Ugandas. Da sind wir froh, nicht selbst fahren zu müssen. Schon praktisch wenn man unterwegs einfach mal die Augen schließen und ein Nickerchen halten kann, wenn man müde ist. Und echt Luxus, wenn man sonst in der Regel immer Selbstfahrer war.

Ein kleines Stück fahren wir noch durch den Murchison Falls Nationalpark. Wir biegen ab, auf eine Strecke, die wir bisher noch nicht gefahren sind. Hier sind keine anderen Touristen unterwegs und aber auch kaum Tiere zu sehen. Nur dann und wann ein Vogel, wie dieser Rotkehlspint (Red-throated Bee-eater).

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Dafür faszinieren uns die Weite der Landschaft und die Palmen im Morgenlicht.

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Charles macht für uns noch einen kurzen Stopp an einer durch Bodenerosion entstandenen Steilkante, die ich unbedingt fotografieren möchte.

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Mit roten Termitenhügeln und Wald sieht die Landschaft ein paar Kilometer weiter auf einmal ganz anders aus. Die Vielfalt des Parks begeistert mich immer wieder aufs Neue. Einige Geier sehen wir in der Luft kreisen. Andere nutzen einen Erdhaufen als Ausguck.

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Dann heißt es leider Abschied nehmen von diesem schönen Park.
Aber in einem fremden Land ist für mich sowieso immer der Weg das Ziel. Und gerade auch die Fahrt abseits der Hauptstraßen finde ich spannend. In jedem kleinen Dorf, das wir durchfahren, gibt es eine Wasserpumpe, um die sich Trauben von Menschen scharen. Davon habe ich leider kein verwertbares Bild während der Fahrt machen können. Dafür ein paar andere Eindrücke von unterwegs.

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Da kann man auch so manch skurrile Entdeckung machen. Zum Beispiel, was man alles auf einem Boda-Boda (den kleinen Motorrädern hier) transportieren kann. Hauptsache der nicht sichtbare Fahrer vorne hat den Überblick. 😉

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Ich habe auch schon einen Mann mit einem kompletten Sofa oder eine fünfköpfige Familie mit drei Kindern auf einem Boda-Boda gesehen. Oder auch im letzten Urlaub einen Mann der sich ein lebendes, großes Schaf um den Bauch geschnallt hatte. Charles meint lachend, dass es hier so gut wie keine Regeln im Straßenverkehr gibt und erst recht wenige, die eingehalten werden.

In der Stadt Gulu machen wir einen Mittagsstopp im schattigen Garten eines Cafés. Hier dürfen wir unsere mitgebrachten Lunchpakete verzehren, weil wir dazu Getränke bestellen. Bernd ist leider seit heute früh gesundheitlich angeschlagen und kann nur trocken Toast essen. Er meint, dass er das scharfe Chili gestern beim Abendessen vielleicht nicht vertragen hat. Da ich das Gleiche gegessen und trotz empfindlichen Magen nichts habe, befürchte ich, dass es eher von den Malaria-Tabletten kommen könnte. Davon hatte ich jedes Mal im Urlaub nach ein paar Tagen so heftigen Magen-Darmprobleme, dass ich sie bei diesem Urlaub auf eigenes Risiko ganz weggelassen habe.

Kleiner Exkurs: Über den Ort Gulu hatte ich vorher gelesen, dass hier zu Zeiten des langen Bürgerkriegs in Norduganda jeden Abend zum Sonnenuntergang tausende von Kindern in die Stadt strömten. Sie schliefen, wo sie einen Platz finden konnten. Auf den Veranden der Häuser, vor Läden und Restaurants, im Busbahnhof, vor Krankenhäusern und Zelten der Hilfsorganisationen. Die Stadt war geradezu überschwemmt von den schutzsuchenden Kindern, die von Ihren Eltern jeden Abend auf den Weg geschickt wurden. Pendler-Kinder wurden sie genannt. Grund war, dass die Rebellengruppe LRA (Lord´s Resistance Army) im Norden ihr brutales Unwesen trieb und unter anderem versuchte in den Dörfern nachts Kinder zu entführen, um sie zu Kindersoldaten zu machen. Was für eine furchtbare Zeit das gewesen sein muss! Mir fällt auf, dass tatsächlich besonders viele Hilfsorganisationen in Gulu ansässig sind. Charles meint, dass es immer noch viele traumatisierte und kriegsversehrte Menschen aus diesen Zeiten in der Region gibt. Der Krieg wurde erst 2006 nach fast 20 Jahren beendet.

Wir verlassen die Stadt mit der schlimmen Vergangenheit und nach einem langen Stück asphaltierter Schnellstraße geht es wieder auf kleineren, holprigen Nebenstraßen unserem Ziel entgegen.
Die Kidepo Savannah Lodge erreichen wir erst zu später Stunde. Es ist schon fast dunkel. Sie liegt erhöht auf einem Hügel mit Weitblick nicht weit vom Parkeingang. Von der schönen Aussicht können wir jedoch kaum noch etwas erkennen. Hier haben wir ein Zelt mit richtigem Betten und angrenzendem gemauerten Bad. Rustikal, aber schön. Wir essen noch schnell und fallen dann müde von der langen Fahrt und der Hitze hier oben im Norden ins Bett.
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
zuletzt bearbeitet 06. Juli 2022