hias_climbThemenstarter54 Beiträge · seit 201911. Mai 2022 · #1
Hallo liebe Fomis, für den Anfang ein herzliches Dankeschön an die ganze Community für dieses tolle Forum und die immer brandaktuellen News! Ohne euch hätten wir nicht so eine schöne Reise machen können! 🙂 Als kleine „Gegenleistung“ möchte ich euch gerne mit diesem kleinen Reisebericht teilhaben lassen an unserer ersten Rundreise durch Namibia. Ich werde versuchen so gut als möglich unter der Woche (abends) den Bericht zu aktualisieren, also bitte nicht böse sein, wenn es mal ein wenig ruhiger ist... 😕
Wie es der Titel bereits erahnen lässt, waren wir (Matthias 34 J. & Jasmin 30 J.) mit unserem kleinen Sohn David (1 J.) unterwegs, weshalb wir ausschließlich auf „feste“ Unterkünfte setzten und schweren Herzens nicht im Dachzelt geschlafen haben…
Aber nun der Reihe nach, beginnen wir mal mit der Route:
1 N WDH Heja Game Lodge 2 N Waterberg Guest Farm 2 N Namutoni 2N Halali 2N Okuakuejo 2N Erongo, Omandumba Bush Camp 1 N Spitzkoppe Tented Camp 1 N Cape Cross Lodge 3 N Swakopmund, Haus Veronika B&B 2N Sossus Dune Lodge 1 N Betta, Kronenhof Lodge 1 N Kalahari Zebra Lodge 2N Okambara Elephant Lodge
Gestartet haben wir unsere Reise in Wien und via Frankfurt ging´s nach Windhoek. Unser kleiner Mann konnte auf dem langen Flug sicher gute 7h schlafen, was auch uns Eltern einen einigermaßen ruhigen, erholsamen Flug ermöglichte. Die Landung am Hosea Kutako war pünktlich und der Fahrer von SCR wartete bereits und brachte uns zur Autoübernahme. Für die Tour haben wir schon seit 2020 eine Buchung des Hilux Expedition 2 Jahre lang (wegen COVID) vor uns her geschoben. An dieser Stelle sei die Flexibilität und Professionalität von SCR hervorgehoben! Nach dem Einchecken in der Heja Game Lodge fuhren wir gleich in die Stadt, um die Vorräte aufzufüllen und vor allem, um Babynahrung (Brei) zu kaufen. Den Nachmittag verbrachten wir mit Auto ein- und aus- und umräumen. Am Abend fielen wir sichtlich geschlaucht von der langen Reise ins Bett… Am nächsten Morgen war dann so richtig Start in die Reise, unser Ziel für heute war die Waterberg Guest Farm, am Fuße des kleinen Waterbergs. Die Fahrt war kurzweilig und abwechslungsreich, galt es ja die ersten Eindrücke so gut als möglich zu verarbeiten. Nachdem wir in unser Bush Chalet eingezogen waren, wollte ich unbedingt raus! Raus in die Natur und so marschierte ich auf das Plateau des kl. Waterberges, während sich meine zwei Lieben von der Fahrt erholten. Beim ersten Aussichtspunkt hatte mich Namibia mit seiner schier endlosen Weite in seinen Bann gezogen! So, für´s Erste genug der Worte nun ein paar Bilder 😉
Vielen Dank für den tollen Einstieg in euren Reisebericht!
Den ersten Teil der Reise haben wir ähnlich geplant, auch im Gegenuhrzeigersinn, und ich bin ja soooo etwas von ungeduldig!
Wunderbar, diese tolle Natur!
Bin schon sehr gespannt, wie es weiter geht!
Herzliche Grüsse Andrea
hias_climbThemenstarter54 Beiträge · seit 201912. Mai 2022 · #3
Freut mich Andrea, dass ich dich mitnehmen kann auf unseren virtuellen Rückblick! 🙂
Der Gegenuhrzeigersinn hat den Grund, weil für uns die Tiere an oberster Stellen standen und wir daher dem Etosha Priorität gaben. Sollten wir wider Erwarten die Reise abkürzen/abbrechen müssen, dann haben zumindest den Safariteil geschafft. 😉
Ein wenig musst du dich noch gedulden, bin nämlich das Wochenende in den österreichischen Bergen unterwegs und komme daher mit dem Bericht erst nächste Woche in den Etosha... 😕
Genau, für uns sind die Tiere auch sehr wichtig. Zudem wollte ich lieber bereits im Juni diesen (Touristen)Hotspot sehen, und nicht erst im Juli. Dann rechne ich mit vielen Besuchern.
Geniess die Berge und mach dir keinen Stress!
hias_climbThemenstarter54 Beiträge · seit 201912. Mai 2022 · #5
Am nächsten Tag hatten wir den Besuch vom CCF gebucht mit einem anschließenden Game Drive in der „kleinen Serengeti“. Unser Guide/Fahrer Linus kutschierte uns im offenen Landcruiser über das Farmgelände zum CCF.
Dort konnten wir diese ästhetischen Tiere hautnah miterleben und auch viel Wissenswertes über die Geparden erfahren. Unser kleiner David hat den Trip dorthin auch sehr genossen und die Großkatzen haben ihn sehr begeistert. In Summe hat uns der Besuch sehr gut gefallen!
Auf dem Weg zurück Stand nun der Game Drive auf dem Programm, immer mit Blickrichtung zum großen Waterberg, der die Region so wunderschön überragt.
Auch hier stand das Gras sehr hoch, die Büsche standen üppig im Saft und so war das Aufspüren des Wildes gar nicht so einfach. Dennoch liefen uns mehrere Springböcke, Oryx, Giraffen, Schakale und sogar Warzenschweine vor die Linse. Der Sundowner inmitten der weiten Landschaft rundete diesen Tag wunderbar ab.
Morgen fahren wir dann weiter nach Norden in den Etosha, wo wir insgesamt 6 Nächte gebucht haben! Die Vorfreude ist nach dem heutigen gelungenen Tag bereits sehr groß…
hias_climbThemenstarter54 Beiträge · seit 201915. Mai 2022 · #6
So, ich bin nun zurück aus den sonnigen Bergen Niederösterreichs, wo immer noch sehr viel Schnee in den oberen Regionen zu finden ist... 😉
Wir verlassen also die Waterberg Guest Farm und fahren in den Etosha. Auf dem Weg dorthin machen wir Halt in Tsumeb, um unsere Vorräte wieder aufzufüllen. Etwas außerhalb von Tsumeb kommen wir in einen regelrechten Wolkenbruch, sodass selbst bei der höchsten Scheibenwischer Stufe nur etwa Tempo 40 möglich war.
Im Hintergrund sieht man die Gewitterfront bei Tsumeb! 😮
Im Etosha hatten wir insgesamt 6 Nächte gebucht, jeweils in den NWR Camps (Namutoni, Halali, Okaukuejo). Deren (schlechter) Ruf eilt ihnen voraus und hat sich auch bestätigt, wobei uns Halali am wenigsten gefallen hat, vor allem der Service war miserabel! Die Sichtungen im Park waren gut, allerdings musste man viel fahren, da an den Wasserlöchern so gut wie nichts los war. Trotzdem sahen wir eine Menge Tiere und es hat uns sehr gut gefallen. David konnte den Aufenthalt und die Pirschfahrten ebenfalls genießen und hatte gerade bei den Tieren, die sehr nah am Auto waren seine Freude.
Perlhühner bei einem Morning Drive rund um Halali.
Die sechs Nächte waren ausreichend, denn erst am letzten Tag bekamen wir Löwen zu Gesicht und zwar nördlich von Okaukuejo, in der Nähe von Okondeka.
Insgesamt sahen wir ein Rudel mit 4 Löwen bei einem geführten Morning Drive in Okaukuejo.
Weitere Sichtungs Highlights waren die Hyänenmama mit ihren Jungen,
das Rhino in der Nähe von Halali gleich neben der Straße,
der Elefantenbulle bei Namutoni (Tsumcor),
und, und, und…
Somit konnten wir mit all den schönen Erlebnissen den Etosha Richtung Süden verlassen und unsere nächste Unterkunft, das Omandumba Busch Camp, im Erongo ansteuern!
hias_climbThemenstarter54 Beiträge · seit 201917. Mai 2022 · #7
Um es gleich vorweg zu nehmen, das Erongo und speziell das Omandumba Bush Camp gehört definitiv zu unseren Highlights der Reise.
Das satte Grün, die Kontraste und die herzliche Gastfreundschaft von Deike & Harald Rust haben einen besonderen Platz in unseren Herzen eingenommen.
Wir verbrachten die Zeit auf Omandumba mit spazieren am Farmgelände, Fahrt zu den Felsmalereien (inkl. einem kräftigen Regenguss) und einfach mal nichts tun!
Auch der afrikanische Sternenhimmel war einfach grandios!
Verrätst du die Einstellungen und Werte für dieses tolle Foto?
Liebe Grüsse Andrea
hias_climbThemenstarter54 Beiträge · seit 201918. Mai 2022 · #11
Aber natürlich, ist ja kein Geheimnis 😉
Aufgenommen um ca. 01:00 Uhr nachts, mit einer Nikon D750 (Spiegelreflexkamera, Vollformat) + dem Tamron 15-30 f2.8, bei ISO 5000, f2.8, und 20sec.
Es ist ein gestacktes Panorama (7x 3 Fotos), es besteht also aus insgesamt 21 Einzelfotos, die dann am Computer (Lightroom + Photoshop) zusammengefügt werden.
auch ich finde das Bild vom Sternenhimmel sehr gut gelungen.....danke dafür! Als bekennender landschaftspriorisierender Reisender finde ich allerdings das "Doppelbild" vom Waterberg, das zwischen den Geparden und Giraffen, noch besser. Die Farben am Hang vor der Felswand des Waterberges sind, im Zusammenspiel mit denen der Wand, des Himmels und der Wolken, einfach genial!
Danke und mehr davon, bitte!
Liebe Grüße, busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
hias_climbThemenstarter54 Beiträge · seit 201918. Mai 2022 · #13
busko schrieb:Guten Morgen Matthias!
auch ich finde das Bild vom Sternenhimmel sehr gut gelungen.....danke dafür! Als bekennender landschaftspriorisierender Reisender finde ich allerdings das "Doppelbild" vom Waterberg, das zwischen den Geparden und Giraffen, noch besser. Die Farben am Hang vor der Felswand des Waterberges sind, im Zusammenspiel mit denen der Wand, des Himmels und der Wolken, einfach genial!
Danke und mehr davon, bitte!
Liebe Grüße, busko
Vielen Dank busko für das Kompliment und den Hinweis auf das doppelte Foto! Das ist mir irgendwie durchgerutscht...
Werde versuchen, dass ich noch mehr von den Landschaftsfotos reinstelle in den nächsten Tagen! 😉
Und (Achtung Spoiler!) ich war auch noch ein paar Mal in der Nacht draußen bei den Sternen! 😎
Stacking habe ich noch nicht probiert… muss mich da mal genauer informieren. Ich kenne es von der Makrofotografie für die Tiefenschärfe übers ganze Krabbeltierchen. Gut, dann habe ich etwas zum Lernen! Immer wieder sehr gerne. Meine Schwerpunkte lagen bisher bei People und Makro… jetzt kommen noch Landschaften, Nachthimmel, Tiere,… dazu. Uff, eigentlich wollte ich gar nicht soooooo viel an Fotoausrüstung mitnehmen 😉
Übrigens, das Bild der kommenden Gewitterfront bei Tsumeb ist auch super! Tolle Farbcollage!
Liebe Grüsse Andrea
hias_climbThemenstarter54 Beiträge · seit 201919. Mai 2022 · #15
Guten Morgen Andrea,
dann würden wir uns fotografisch wahrscheinlich gut ergänzen, weil Makro & People ist so gar nicht mein Metier... 😵 😄 Danke für das Kompliment für das Foto mit dem Gewitter bei Tsumeb, kurz davor war noch richtig "Land unter", so geschüttet hat´s!
Ich habe auch lange überlegt, was ich an Ausrüstung mitnehmen soll, hab aber dann doch (fast) alles eingepackt:
Zwei Bodies wären gut. Zum Makroobjektiv wäre der Blitz mit selbstgebautem Diffusor sinnvoll. Die „üblichen“ Objektive….. Filter, Akkus und so sind dann Kleinigkeiten 😗
Aufs grosse Stativ wollte ich verzichten und mit Bohnensack durchkommen - in der Hoffnung, dass ich schon einen guten Drapierort finde… Ist halt wesentlich inflexibler.
Unsicher bin ich, was machen bei einem kleinen Einkauf oder so. Kameraausrüstung im Auto lassen ist nicht empfehlenswert, aber jedes Mal die 10 Kilo in den Shop mitnehmen auch blöd…
Einen schönen Tag!
Liebe Grüsse Andrea
hias_climbThemenstarter54 Beiträge · seit 201919. Mai 2022 · #17
Hallo Andrea,
ja, ein zweiter Body wäre, vor allem im Etosha, schon hilfreich gewesen! Habe aber leider nur den einen... 😗
Mit Bohnensack komme ich halt leider in der Landschaftsfotografie und Astrofotografie nicht aus, deshalb auch das Stativ.
Beim Einkaufen haben wir das so gehandhabt, dass entweder jemand beim Auto blieb oder dass wir nur dort einkaufen waren, wo der Parkplatz mit Sicherheitspersonal bewacht wird (z.B. Spar). Das hat immer gut funktioniert und es gab nie Probleme. Generell war die Kameraausrüstung (mit Ausnahme der Kamera + 1 Objektiv) immer im absperrbaren Canopy unter diversen Gepäckstücken versteckt und nicht auf den ersten Blick sichtbar.
Danke Matthias! Ich werde auch nach Sicherheitspersonal Ausschau halten, und ein Versteck für die Ausrüstung suchen. Meinen Sohn kann ich nicht als Aufpasser im Auto zurück lassen... 🤩 😉
Liebe Grüsse Andrea
hias_climbThemenstarter54 Beiträge · seit 201920. Mai 2022 · #19
Unterwegsmitjunior schrieb:
Meinen Sohn kann ich nicht als Aufpasser im Auto zurück lassen... 🤩 😉
Liebe Grüsse Andrea
Hallo Andrea,
ja klar, wenn du alleine mit deinem Sohn unterwegs bist wird´s schwierig...
Aber wie gesagt, wir hatten nie derlei Probleme und waren auch oft einkaufen! 🙂
hias_climbThemenstarter54 Beiträge · seit 201920. Mai 2022 · #20
Weiter geht die Reise vom Omandumba Bushcamp zur Spitzkoppe!
Als wir Deike sagten unser nächstes Ziel sei die Spitzkoppe meinte sie salopp: „Das ist ja gleich um´s Eck!“ Es war mit ca. 100km die kürzeste Etappe, aber für einen Österreicher sind 100km schon mal 20% vom ganzen Land… 😄
Wieder ein Beispiel, dass Namibier in ganz anderen Dimensionen reden und denken. Der Weg zur Spitzkoppe war recht kurzweilig und gleich mal vorbei. Unser Quartier war dort das Spitzkoppe Tented Camp, ein recht einfaches Quartier aber sauber und auch sonst alles in Ordnung.
Am Nachmittag fuhren wir dann zu dritt zur Spitzkoppe und blieben bis nach Sonnenuntergang, den wir in der Nähe der Campsite No. 5 bewunderten!
Es war einfach überwältigend schön und das Farbenspiel fast surreal! Kaum in Worte oder Bilder zu fassen… 😮
Später, also wirklich wieder spät Nachts ging ich wieder nach draußen, um ein weiteres Mal die Milchstraße zu fotografieren. Leider war die ganze Zeit ein riesiger Scheinwerfer an, was natürlich nicht ideal war. Trotzdem war es eine sehr schöne, sternenklare Nacht! 🙂