GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201313. Feb. 2022 · #41
21.01.2022 Mirabib campsite nach Swakopmund, Hotel Prinzessin Rupprecht
Vom heutigen Tag gibt es nicht viel zu berichten. Wir fahren ohne Frühstück nach Walvisbay und holen das dort nach. Weiter geht es nach Swakopmund. Wir reservieren zuerst einen Tisch im The Tug und suchen dann ein B&B. Unsere Wahl fällt auf das Hotel Prinzessin Rupprecht. Das Gebäude wurde 1902 als Militärkrankenhaus gebaut. Es ist heute auch eine Pension und ein Altenpflegeheim.
Im Innenhof gibt es einen schönen Garten mit Vogeltränke.
Nach dem Dinner im The Tug, das wie immer sehr gut ist genießen wir noch ein wenig das Meer und begeben uns schon bald zur Ruhe.
22.01.2022 Swakopmund, Hotel Prinzessin Rupprecht
Wir fahren heut ein wenig an der Küste entlang. Ziel ist das Schiffswrack Zeila kurz vor Henties Bay.
Da sich auf dem Parkplatz vor dem Wrack so zirka 10 Jungs häuslich eingerichtet haben schießen wir nur ein paar Fotos und fahren dann wieder los. Beim Abfahren wollen sie uns bunte Steine verkaufen. Als ich ihnen klar mache das ich keine kaufen werde fragen sie nach Essen. Da wir erst Morgen einkaufen wollen haben wir nichts dabei, aber ich lasse ihnen 5l Trinkwasser da. Wir fahren dann 19km zurück und verbringen da 1-2 Stunden am Strand.
Nachmittags gehen wir etwas in Swakopmund spazieren und dann in die Jetty 1905 essen.
Den Rest des Tages verbringen wir mit lesen im Garten des Hotels.
Champagner8'684 Beiträge · seit 201013. Feb. 2022 · #42
Mensch Silvio, du hast ja ein ganz schön flottes Tempo drauf, da kommt die alte Frau kaum hinterher 🤩 . Deshalb hab ich's bisher auch noch nicht geschafft, mal endlich meiner Freude darüber, dass euer Reise geklappt hat und dass es sogar einen Bericht darüber gibt, Ausdruck zu verleihen!
Um das Erlebnis der nassen Trockenflüsse beneide ich euch schon ein bisschen, das steht ganz oben auf meiner Auch-haben-will-Liste. Allerdings sollte ich dazu wohl mal meine Reisezeit ändern 😗 .
Solange lasse ich mich aber gerne hier von dir bespaßen und bin sehr gespannt, was Ihr noch so erlebt habt. Immerhin haben Fred und Wilma schon mal gute Arbeit geleistet - mögen sie auch weiterhin (wenn auch aus der Ferne) über euch wachen 😉 .
GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201315. Feb. 2022 · #43
Champagner schrieb:Deshalb hab ich's bisher auch noch nicht geschafft, mal endlich meiner Freude darüber, dass euer Reise geklappt hat Ausdruck zu verleihen
Vielen Dank
Champagner schrieb:Um das Erlebnis der nassen Trockenflüsse beneide ich euch schon ein bisschen, das steht ganz oben auf meiner Auch-haben-will-Liste. Allerdings sollte ich dazu wohl mal meine Reisezeit ändern.
Glaub mir, wenn du vor nem fließenden Trockenfluss stehst denkst du (zumindest kurz und als Fahrer) anders darüber. Wir überlegen gerade nicht mehr in der Regenzeit zu fahren. LG Silvio
GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201315. Feb. 2022 · #44
23.01.2022 Swakopmund nach Spitzkoppe
Da wir heute nur eine kurze Fahrstrecke vor uns haben lassen wir es sehr langsam angehen. Nach dem Frühstück fahren wir einkaufen und dann tanken. Die 150k sind schnell erledigt und so sehen wir gegen Mittag schon die Spitzkoppe vor uns.
Wir checken ein und können die Site frei wählen. Wir fahren zur 11b, die wir 2018 schon hatten und die uns super gefallen hat. Zum Glück ist sie frei und so parken wir dort erstmal Tisch und Stühle. Dann fahren wir zur Bridge und gehen ein wenig spazieren.
Nächstes Ziel sind die alten Gräber und die alten Fort-Ruinen.
Die Ruinen sind nur ein paar Rest-Fundamente, da spare ich mir ein Foto. Auf dem Weg zurück halten wir am Restaurant, und gönnen uns einen Gin Tonic.
Wir beobachten ein Eidechsenpärchen
und fahren dann zurück zur Campsite.
Hier ist es wirklich schön.
Wir lassen den Nachmittag an uns vorüber ziehen und haben einige nette Begegnungen.
Hallo Silvio, Ich habe mich öfters gefragt, wo auf der Spitzkoppe ich hier vor langer Zeit
war (das blaue Pünktchen). Ich glaube das jetzt Dank deines Bildes lokalisiert zu haben. Nämlich beim Überhang in der Mitte deines Bildes
Grüße und Danke für deinen Bericht. So hast du wieder ein Mal (m)eine Erinnerungslücke geschlossen 😁 🙂 Werner
GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201316. Feb. 2022 · #46
loser schrieb: Ich glaube das jetzt Dank deines Bildes lokalisiert zu haben. Nämlich beim Überhang in der Mitte deines Bildes
Hallo Werner, das freut mich, und falls es dir weiter hilft, dass Bild ist von einer Anhöhe zwischen Campsite 11a und 11b aufgenommen, Blickrichtung Norden. Grüße zurück. Silvio
Danke Silvio, keine Campinplätze und -einrichtungen damals, weil keine Touristen. Wir waren die Einzigen, man hat sich irgendwohin gestellt. Es gab ein paar bärtige Gestalten mit Geologenpickel die in den Quarzklüften nach Edelsteinen gesucht haben und bei denen man Wasser abstauben konnte, sonst Niemand Grüße
GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201317. Feb. 2022 · #48
24.01.2022 Spitzkoppe zur Klipp-Schläfer Höhle
Mal kurz was in eigener Sache. Beim sichten der Fotos für diesen Bericht fällt mir auf, dass wir viel weniger fotografieren als auf früheren Reisen. Wahrscheinlich genießen wir inzwischen mehr den Moment und sind nicht mehr nur nach dem besten Motiv auf der Suche. Das führt dazu, dass über manche Tage schwer zu schreiben ist. Heut zum Beispiel ist so ein Tag. Es gibt nur Bilder von der Unterkunft. Diese Aufmerksamkeit hat unser heutiges zu Hause aber auch verdient. Doch erstmal genießen wir noch ein wenig die Spitzkoppe. Wir sind hier zum 2. Mal und finden`s wunderschön. Es ist nur ein Campingplatz, aber man kann hier auf kleinem Raum viel von dem erleben, was Namibia ausmacht.
Dann fahren wir die 100km bis zur Farm Omandumba. Unterwegs müssen wir durch eine Handvoll ausgespülter Reviere, aber alle ohne Wasser und so ist das Durchfahren kein Problem. Nach 90 Minuten Fahrt sind wir dort und checken ein. Es geht noch 12 Kilometer über Farmstraßen und dann sehen wir sie, die Klipp-Schläfer Höhle.
Der Weg dorthin führt über ein Felsplateau.
Die Aussicht von der unteren Terasse
Der Raum unten
Die obere Plattform
und die Aussicht von dort.
Zum Schluss noch die sanitären Anlagen.
Auch hier wird das Licht in den Abendstunden wieder ganz besonders.
Am Abend bekommen wir noch kurz Besuch.
Ein weiterer Gast ist schon in unserer Wohnzimmerhöhle, aber von dem wissen wir heut noch nichts. Na ja, eigentlich wohnt er hier, und wir sind die Gäste.
Graskop schrieb:.... Beim sichten der Fotos für diesen Bericht fällt mir auf, dass wir viel weniger fotografieren als auf früheren Reisen. Wahrscheinlich genießen wir inzwischen mehr den Moment und sind nicht mehr nur nach dem besten Motiv auf der Suche.
Gratuliere Silvio, damit hast du schon ¾ des Weges geschafft, zu der Einsicht, dass die schönsten Stunden im Leben besser in Schauen und Erleben investiert sind, als in Fotografieren, die vielen Stunden danach noch gar nicht mitgerechnet. Wenn man die selben Plätze öfters besucht, geht einem irgendwann der Knopf auf, dass man sie zuvor eher nur durch den Sucher gesehen hat. Grüße, Werner und disclaimer: Nicht gemeint sind Leute, für die Fotographie ein künstlerisches Ausdrucks- und Gestaltungsmittel ist. Und natürlich auch nicht die Ornithologen, deren Expertise und fotographisches Können erstaunt mich immer wieder. 😁
GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201318. Feb. 2022 · #50
25.01.2022 Klipp-Schläfer Höhle
Wieder so ein Tag, von dem es nicht viel zu schreiben gibt. Wir bleiben noch eine zweite Nacht hier und verbringen fast den ganzen Tag in, b.z.w. vor der Höhle. Im Laufe des Vormittags entdecken wir, dass noch jemand in der Höhle wohnt. Er hat sich in einem Spalt unter dem Waschbecken häuslich eingerichtet.
Wie, ihr seht nichts? Na gut, dann geh ich mal näher ran.
Wir sind vollkommen fasziniert von dem kleinen Kerl und beobachten ihn eine ganze Zeit lang. Die meiste Zeit sieht man nur die Scheren, aber ab und zu schaut er etwas weiter heraus, bleibt jedoch immer unweit seiner Behausung. Überrascht sind wir von der Größe, Ich schätze er ist 6cm lang.
Da er sich während unserer Anwesenheit so kooperativ verhält bekommt er am Abend zur Belohnung einen Schmetterling, den er auch dankbar annimmt.
Am Nachmittag fahren wir `ne Stunde über das Farmgelände. Zuerst geht es zu den Three Elephants
Dort liegt ein Campingplatz für Gruppen. Hier übernachten des Öfteren Kletterer, Geologen oder auch Leute die Felsmalereien erforschen. Für sie alle ist diese Gegend wohl sehr interessant. In der Nähe entdecken wir dann auch einige Malereien.
und ein zirka 4cm großes Flattertier.
Dann geht es vorbei an schönen Landschaften zurück zur Höhle.
GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201319. Feb. 2022 · #51
26.01.2022 Klipp-Schläfer Höhle- Otjiwa Lodge
Wir haben heut keine Eile und brechen erst um 10 Uhr auf. Nur gute 2 Stunden Fahrzeit liegen vor uns. In Otjiwarongo wird der Wagen vollgetankt und auch für uns gibt es Getränkenachschub. Die nächsten 2 Nächte haben wir ein Selbstversorger- Chalet gebucht. Wir hoffen aber in der Otjiwa-Lodge ein Restaurant vor zu finden und kaufen deshalb kaum Lebensmittel. Eine gute Entscheidung, wie sich noch zeigen wird. Am Lodge-Gate angekommen, werden wir zur Rezeption vom „Eagle’s Rest“ geschickt. Dort wird uns gesagt, dass die Chalet`s gerade renoviert werden und wir ein Upgrade zur Mountain Lodge bekommen. Also fahren wir weiter zur Lodge. Unterwegs sehen wir Pilze aus einem Termitenhügel wachsen. Schon an der B1 war uns aufgefallen, dass Local`s diese Pilze angeboten haben um sich ein paar Dollar zu verdienen. Die Ovambo nennen ihn Omajowa, die Deutsch-Namibier Termitenpilz. Wir essen gern Pilze und fragen uns, wie der wohl schmeckt und wie man ihn zubereitet.
Kurz danach treffen wir auf der Mountain Lodge ein.
Nach einer sehr netten Begrüßung, inklusive einem Erfrischungstuch und einem kalten Juice (für uns ist so etwas immer ein wenig zu viel, ein freundliches Lächeln reicht uns), werden wir zu unserem Chalet geführt.
Auch die Aussicht lässt keine Wünsche offen.
Bis zum Dinner um 19 Uhr relaxen wir hier einfach nur. Es gibt keine weiteren Gäste, die ganze Lodge gehört für 2 Tage uns, unfassbar.
Und das Essen ist der Wahnsinn, so etwas ist sonst nicht unsere Preisklasse.
Gut gelaunt treten wir den Weg in unser Chalet an. Heute müssen alle Insekten draußen bleiben.
Diesen Luxus hier wollen wir ganz allein genießen.
Heute müssen alle Insekten draußen bleiben. Diesen Luxus hier wollen wir ganz allein genießen.
Silvio, man muss auch gönnen können 😎 Nach wie vor bin ich Euch auf den Fersen! Habt Ihr herausbekommen, wie die Pilze zubereitet werden und wie sie schmecken? Schöne Grüße Friederike
Heute müssen alle Insekten draußen bleiben. Diesen Luxus hier wollen wir ganz allein genießen.
Silvio, man muss auch gönnen können 😎 Nach wie vor bin ich Euch auf den Fersen! Habt Ihr herausbekommen, wie die Pilze zubereitet werden und wie sie schmecken? Schöne Grüße Friederike
GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201319. Feb. 2022 · #55
27.01.2022 Otjiwa Lodge
Geweckt werden wir heute von…. Geräuschen. Da läuft irgendein wildes Tier vor dem Haus herum. Ab und zu kratzt es an der Tür. Oh je, es will herein. Im Wohnzimmerschrank befindet sich neben Insektenspray auch eine mit Druckluft betriebene Hupe. Jetzt weiß ich, wofür sie ist. Doch dann entschließe ich mich dem Tod ins Auge zu blicken und ziehe die Gardine zurück.
Da steht nur ein Hund. Und er kommt in friedlicher Absicht.
Einen Freund hat er auch mitgebracht.
Richtig wilde Tiere hatten wir auf dieser Tour ja eher weniger, deswegen buchen wir beim Frühstück einen Game-Drive mit anschließendem Sundowner. Wir freuen uns darauf, denn hier gibt es auch N?sh?rn?er. Aber bis dahin genießen wir die Zeit am Pool
und auf unserer Terasse. Sehr weit entfernt sehen wir von dort Giraffen, Springböcke, Zebra und Gnu.
Gegen 16 Uhr werden wir abgeholt.
Der Guide kommt uns bekannt vor. Es ist unser Koch. Und um es vorweg zu nehmen, Essen zubereiten liegt ihm mehr als Leuten die Flora und Fauna näher zu bringen. Wir wissen, dass so ein Drive immer auch Glücksache ist. Aber er ist von Beginn an nur darauf fixiert uns diese grauen Tiere zu zeigen.
An fast allem anderen fährt er vorbei oder hält nur kurz. Es gibt allerdings auch nicht viel zu sehen. Ein halbwegs brauchbares Bild gelingt nur von einem Waran.
Auch auf Fragen gibt es nur kurze allgemeine Antworten. Als ich nach den Pilzen frage, reagiert er anders. Ihr Name sei Omajowa, und ob wir gerne Pilze essen. Wir bejahen das und ich sehe ein Glänzen in seinen Augen. Er wird uns heute Abend welche zubereiten und möchte wissen, wie wir sie mögen. Ich sage er soll sie so zubereiten wie er sie gerne mag. Er bedankt sich und die Sache ist abgemacht. Aus dieser Geschichte schließen wir, dass man zur Zeit auf Grund des geringen Tourismus den Guide eingespart hat und der Koch den Job mitmachen muss. Doch jetzt geht es erstmal weiter zum Sundowner.
Auch hier macht er wieder einen leicht ungeübten Eindruck.
Nicht falsch verstehen. Ich will nicht meckern. Mir tut der Junge einfach leid, weil er hier einen Job machen muss der ihm nicht liegt und für den er auch kein richtiges Interesse zu haben scheint. Trotzdem gibt er sich die allergrößte Mühe. Im Übrigen haben wir in einigen Unterkünften auf dieser Reise gehört, dass auf Grund der Lage zuerst am Personal gespart wird. Als es leicht zu tröpfeln beginnt und der Wind zu nimmt fahren wir zurück zur Lodge.
Dort wartet das Highlight des Tages auf uns, das Dinner. Erstmal werden wir mit einem Glas Wein ans Feuer gesetzt und können den Rest des Sonnenuntergangs genießen.
Da es heut nach Regen aussieht werden wir zum essen nach drinnen gebeten. Die Vorspeise ist ein Rohkostsalat mit Pilzen, ebenfalls roh. diese schmecken würzig, lecker.
Dann gibt es gebratene Pilzstreifen mit Chilli und Knoblauch, seeeeeeeehr Lecker.
Die Pilze haben einen würzigen Eigengeschmack, der ein wenig an hier bekannte Schirmpilze erinnert. Das Hauptgericht ist dann Steak mit Reis, der auch mit Pilzen garniert ist.
Es war nach unseren Erinnerungen das Beste, was wir bisher in Afrika gegessen haben.
GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201320. Feb. 2022 · #56
28.01.2022 Otjiwa Lodge zum Waterberg Wilderness camp
Vorbei an Blumen und Faltern gehen wir noch einmal Richtung Hauptgebäude zum Frühstück.
Dann packen wir unsere Sachen und fahren Richtung Waterberg. Aber vorher noch ein paar Worte zu Otjiwa. Diese 2 Tage hier waren für uns außergewöhnlich, natürlich vor allem wegen des Upgrade. Ich bin ja sonst nicht so der Essensfotografierer, aber hier musste das mal sein. So etwas würden wir uns zum offiziellen Preis nie gönnen und wir würden auch einen ganzen Urlaub nicht so verbringen wollen. Aber trotzdem, es mal 2 Tage erleben zu dürfen war schon Klasse.
Aber heute geht es wieder campen. Schon von weitem sehen wir den Waterberg.
Wir hoffen, dort noch ein paar Tiere zu sehen. Denn wenn man ehrlich ist, wir sind durch viele wunderschöne Landschaften gefahren und können uns auch an Insekten, Echsen und buntem Federvieh erfreuen. Aber wir sind in Afrika, und da gehören auch Tiere mit Fell dazu.
Gegen 12Uhr checken wir auf der Campsite ein.
Der Mann an der Rezeption muss wegen uns kurz aufhören sich die Zehennägel zu schneiden und scheint deshalb leicht genervt. Wir hatten uns vorher im Netz informiert und da war von einer Bar, eigenem Sanitärgebäude und Restaurant in der Nähe die Rede. Okay, die Bar ist eine Blechruine, praktisch nicht mehr vorhanden. Im Restaurant müssen wir vorbestellen und dürfen zwischen 2 Speisen wählen, vegetarischer Salat oder Eiersalat. Die Sanitärgebäude sind immer in der Mitte zwischen 4 Sites gelegen, dort hat aber wirklich jeder Platz sein eigenes Abteil. Kaum angekommen werden wir von Pavianen besucht. Mit denen haben wir gelernt uns zu arrangieren, doch hier ist der Platz im Umkreis von 10m dicht bewachsen und man muss ständig Obacht geben. Wenn ihr jetzt eine gewisse Enttäuschung unsererseits herauslest, liegt ihr richtig. Wir waren wohl noch zu verwöhnt von Otjiwa. Egal, ich geh erstmal die History path. Bei 35Grad sind auch diese nur 2km recht anstrengend, aber lohnenswert.
Ein paar Kudu und einige Baboons sind auch zu sehen.
Danach springen wir zur Abkühlung in den Pool und gehen dann zur Terrasse des Restaurants, denn dort gibt es W-LAN.
Eigentlich wollten wir hier 2 Nächte bleiben, aber wir überlegen Morgen schon Richtung TimBila aufzubrechen. Auch, weil für die nächsten Tage sehr viel Regen angekündigt ist. Leider erreichen wir dort niemand. Auf dem Rückweg zum Auto sehen wir schon eine Regenfront heranziehen
und der Regen lässt dann auch nicht lang auf sich warten.
Nach einer Stunde hört es schon wieder auf und wir verbringen einen schönen Abend in freier Natur.
GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201320. Feb. 2022 · #57
29. und 30. 01.2022 TimBila- Camp Namibia
Wir packen am Morgen unsere Sachen und fahren nach Otjiwarongo. Dort gönnen wir uns ein Frühstück und versuchen noch mal TimBila, leider vergebens, zu erreichen. Also decken wir uns für die letzten 3 Tage unserer Reise mit Lebensmittel und Getränke ein und treten die Reise nach TimBila ins Camp Namibia an. TimBila ist ein recht neues Naturreservat der Naankuse Foundation. Die Infos darüber sind spärlich, auch wenn sie eine eigene Seite haben. Wir hatten uns auf Grund dieser Seite ausgerechnet hier noch mal ein paar Tiere zu sehen. Unsere persönliche Meinung: Dem Internetauftritt fehlt ein Zusatz: „Wir befinden uns noch im Aufbau“ Der Campingplatz ist wunderschön. 4 Sites, jede mit eigenem Sanitärhäuschen mit Dach, so groß, dass man auch bei Regen drinnen sitzen kann.
Die gesamte Anlage ist entlang des Omaruru angelegt.
Um einzuchecken fährt man zum Hauptgebäude. Es befindet sich zirka 2km von den Campsites entfernt und liegt inmitten der 12 self-catering Safari-Tents, die auch zum Camp gehören.
Hier gibt es W-LAN und einen Pool
Sanitärgebäude, Bar und auch der kleine Laden in dem es laut Website die nötigsten Dinge zu kaufen gibt sind noch nicht vorhanden oder werden gerade gebaut.
Es gibt ein frisch angelegtes Wasserloch mit Ausguck weitere 2km entfernt vom Hauptgebäude, Tiere haben wir dort keine gesehen.
Wir glauben, in 2-3 Jahren wird es hier mal wunderschön. Im Moment wirkt alles unfertig und noch nicht so richtig durchdacht. Von den 12 Safari-Tents sind übrigens 8 fertig. Die Elefanten halten sich weit entfernt von der Anlage auf, da sie Menschen noch nicht gewohnt sind. Selbst Springböcke und Kudu haben (noch?) eine hohe Fluchtdistanz. Löwen und Wildhunde gibt es auch. Sie verfügen über Sender um jederzeit über ihren Aufenthaltsort informiert zu sein. Selbst fahren darf man zwischen Campsite, Hauptgebäude und Wasserloch, zusammen also schlappe 4 Kilometer. Game-drive wird noch nicht angeboten. TimBila wirbt damit, Problem-Tieren eine 2. Chance zu geben. Wir werden sehen. Unser Tier-Highlight in den 3 Tagen waren 3 Wasserböcke, die über unsere Campsite gestürmt sind, ein Chamäleon und ein Geier in der Dämmerung.
Viel mehr gibt es eigentlich nicht zu berichten. Man genießt die Ruhe und Abgeschiedenheit. Wir hatten hier sehr viel Regen, besonders in der 2. Nacht. So waren wir froh, für die dritte Nacht ein Selbstversorgerzelt genommen zu haben. Da werd ich im nächsten Teil berichten.
GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201321. Feb. 2022 · #58
31.01.2022 TimBila- Camp Namibia
Es hat die ganze Nacht geregnet. Na ja, nicht die ganze Nacht. Ab und zu hat es auch in Strömen gegossen. Echt, ich hab mehrmals nach draußen geschaut, ob der Omaruru schon dabei ist unser Auto weg zu spülen. Als wir am Morgen aus dem Auto klettern sind wir überrascht, wie wenig Pfützen sich gebildet haben. Auch der Omaruru ist immer noch trocken.
Das war unsere letzte Nacht im Dachzelt. Durch den Regen fällt der Abschied nicht allzu schwer. Eigentlich ist Check In in den Safari-Tents erst ab 14 Uhr möglich. Aber als wir der Dame an der Rezeption erklären, dass wir Morgen das Auto zurückgeben und fast alle unsere Sachen heute noch trocknen müssen dürfen wir schon um 10 Uhr das Zelt beziehen.
Die Zelte sind sehr geschmackvoll eingerichtet.
Auch die Küche ist mit allem ausgerüstet was man braucht.
Der Tag ist schnell erzählt. Wir räumen das Auto aus. Der Regen ist an vielen Stellen ins Auto gelaufen, fast alle Sachen sind nass. Erstaunlich, unsere Betten sind trocken geblieben.
Da heut die Sonne scheint, bekommen wir alle Sachen bis 16 Uhr trocken.
Wir grillen ein letztes Mal und lassen den letzten Abend in der Natur gemütlich ausklingen.
GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201323. Feb. 2022 · #59
01.02.2022 TimBila – Sweet Thorn Retreat
In dieser Nacht sind die Schauer an uns vorbei gezogen. Aber wir können am Morgen immer noch fette Regenwolken sehen, genau in der Richtung in die wir heute fahren wollen. Und so sehen wir dann heute viel Wasser, aber auch viel Grün.
In Windhoek angekommen, fahren wir zuerst zu Pathcare. Offiziell braucht man keinen mehr für die Rückreise, aber aus Gründen lässt sich einer von uns testen. Die Station liegt unweit von Joe`s Beerhouse und man muss sich vorher online anmelden und ein Formular ausfüllen. Das wussten wir nicht, aber ich habe das der Dame am Empfang erklärt. So konnten wir das Formular handschriftlich ausfüllen und waren nach einer halben Stunde durch. Danach ging es zu Bwana.
Carsten wollte jeden Tag beschrieben haben und unsere Meinung zu jeder Unterkunft hören. Natürlich verquatschen wir uns wieder und im Nu sind 2,5 Stunden dahin. Flüstermodus an: Die Gespräche mit Carsten Möhle gehören für mich zu den tollsten Erlebnissen, die ich in diesem Urlaub hatte. Dann geben wir das Auto ab. Surita von Aloe Car Hire bedankt sich überschwänglich dafür, dass wir ihr Auto so gut behandelt haben. (Ich hatte mit ihr anfangs WA-Kontakt, und so hat sie ständig meinen Status gesehen) Sie meinte, wir seien die besten Mieter der letzten 5 Jahre und umarmt uns sogar. Vielleicht war sie auch einfach nur froh, dass Auto heil zurück zu bekommen. Denn ein Amerikaner hatte kurz zuvor mit einem ihrer Wagen einen Totalschaden. Während der Rückgabe fängt es dann an zu schütten wie aus Kannen. Wir werden sofort in ein Taxi geladen und zum Sweet Thorn Retreat gefahren. Hier übernachten wir heut
und dürfen Morgen auch bis 16 Uhr bleiben, da unser Flug erst am Abend geht. Der Regen hört heute nicht mehr auf
aber so fällt uns der Abschied leichter. Das war es für heute, die Unterkunft beschreibe ich dann Morgen.
GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201325. Feb. 2022 · #60
02.02.2022 Sweet Thorn Retreat –Heimflug
So, da ist er, unser letzter Tag in Namibia. Heut scheint auch wieder die Sonne. Auch in dieser Unterkunft sind wir die einzigen Gäste. Es gibt hier verschiedene Möglichkeiten draußen zu sitzen und die Wärme zu genießen.
Das Gebäude erinnert ein wenig an eine Burg,
Es gibt einen Ententeich,
in einiger Entfernung ein Wasserloch wo ein paar Antilopen rumspringen und auch einen gepflegten Pool. Die Zimmer allerdings sind sehr spartanisch und wenig geschmackvoll, dafür aber zweckmäßig eingerichtet. Wir verbringen den Tag im Grünen mit lesen, rumdaddeln und faulenzen. Gegen 16 Uhr werden wir zum Flughafen gefahren. Anfangs ist es ziemlich leer, doch nach und nach füllt sich die Halle. Um 19 Uhr bricht auf einmal Hektik aus. Tische werden aufgebaut und wir müssen das zweite Mal einen Sicherheitcheck über uns ergehen lassen. Männer und Frauen an verschiedenen Tischen. Das Ganze wirkt auf mich wie ein Alibi-Getue. Weder die Kontrolleure noch die Fluggäste nehmen das alles so richtig ernst. Egal, der Flug startet mit ein paar Minuten Verspätung aber wir landen pünktlich in Frankfurt und auch die Weiterreise nach Berlin klappt problemlos.
Und so endet unsere 33-tägige Reise so, wie sie verlaufen ist, vollkommen unspektakulär. Ja, es gab ein paar Momente, in denen der Blutdruck etwas höher als normal war. Aber wenn man sich keinen Zeitdruck macht lässt sich alles händeln. Wir haben lieber 2 Unterkünfte ausgelassen als um jeden Preis anzukommen. Auch Richtersveld mussten wir wegen der geschlossenen Grenze aus unserer Tour streichen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Leider kamen die Tiere auf dieser Reise etwas zu kurz. Das wussten wir vorher aber unterwegs hat es dann schon etwas genervt. Und immer nur runde große Steine sind auf Dauer doch etwas zu wenig. 😄 Deswegen wird auf unserer nächsten Afrikareise wohl der Kruger-Park das Hauptziel sein. Und in Graskop waren wir auch schon lang nicht mehr. Vielleicht meld ich mich ja auch für`s nächste Dschungelcamp an und komme dann ohne dafür zu bezahlen in den Blyde River Canyon……..
Ein großes Dankeschön an die wenigen, die einen Kommentar hinterlassen haben und den vielen Danke-Button-Drücker`n. Es tut gut, wenn man merkt, dass man nicht nur für sich allein schreibt.
Noch ein Wort zu der Tourismus-Situation aus unserer Sicht. In vielen Unterkünften waren wir die einzigen Gäste. Gut belegt war kein Ort, weder Campingplatz noch Lodge. Gespart wird wie überall zuerst beim Personal, also bei den einfachen Leuten, die mit ihrem Verdienst oftmals ganze Familien ernähren müssen. Auch Hilfsprojekte jeder Art können weniger Geld generieren als vor 2 Jahren. Deshalb, wenn ihr eine Reise plant, fahrt so bald als möglich. Und kauft ruhig `ne Makalani-Nuss mehr als sonst. 😉 Auch das hilft.
Also dann, viel Spaß euch allen in Namibia! LG Silvio