Steffen.MThemenstarter42 Beiträge · seit 202124. Jan. 2022 · #1
Herzlich Willkommen liebe FoMis zu unserem Reisebericht Elternzeitreise Namibia und Südafrika 19. Oktober 2021 – 27. Dezember 2021
ich möchte unserem Reisebericht eine Danksagung voranstellen, an all diejenigen, die uns bei der Reiseplanung behilflich waren. Neben unzähligen wertvollen Reiseberichten hier im Forum wurde uns in diesem Thread geholfen und auch sonst haben uns noch einige Tipps per PN oder Facebook erreicht. Mit Hilfe dieser vielen Tipps und einer guten Portion Glück konnten wir eine stressfreie, erlebnisreiche und für uns alle wahnsinnig schöne Reise machen. Etwas getrübt wurde unsere Reise lediglich durch die erzwungene frühere Heimreise, nach der plötzlichen Einstufung als Virusvariantengebiet. Deshalb auch die Anpassung im Threadtitel.
Der Reisebereicht wurde Großteils von meiner Frau (Mama Caro) verfasst und ist als privates Andenken an unsere gemeinsame Zeit gedacht. Aufgrund der vielen hier bereitgestellten Tipps und wirklich sehr wenig verfügbaren Infos zu Reisen mit Baby in Namibia haben wir uns entschieden den Text hier zu posten.
Für alle die selber mit dem Gedanken spielen mit Baby/Kleinkind eine ähnliche Reise zu unternehmen und dabei hierauf stoßen, ihr könnt euch gerne per PN mit Fragen an uns wenden. Wir können keine eigene Planung, Abstimmung mit dem Arzt oder ähnliches ersetzen, aber zumindest aus eigener Erfahrung berichten.
Doch genug der Vorrede, denn am 19. Oktober saßen wir auf gepackten Koffern und waren gespannt auf all die Dinge, die auf uns zukommen sollten.
1.) Die Anreise oder: das Abenteuer beginnt 19.10.-20.10.: Pünktlich zu Thaleas 9. Monatsgeburtstag startete unser Abenteuer gegen 16.00 Uhr in Gerlingen. Opa Uli hat uns trotz Stau souverän (dank seiner guten Straßenkenntnis auf Alternativrouten) an den Flughafen gebracht und Thalea hat die Fahrt vorbildlich zum Schlafen und Ausruhen genutzt! Am Flughafen angekommen konnten wir den Familiy Check In nutzen und waren in Null Komma Nichts durch die Kontrollen und waren bereit für unser Abenteuer! Der Flug selbst verlief reibungslos; Thalea hat in ihrer gleichaltrigen Nebensitzerin Linea eine Spielkameradin gefunden, mit der sie super lachen, quietschen und high five machen konnte. Wobei sie die Nacht lieber trotzdem zum Schlafen in ihrem Baby Bassinet und 2x trinken genutzt hat. (Lineas Eltern haben übrigens Kuba, Chile/Feuerland, USA und Costa Rica als tolle Reiseländer mit Kindern/ Babys empfohlen).
In Kapstadt angekommen dauerte es erstmal eine ganze Weile bis wir unser Auto in Empfang nehmen konnten. Und nachdem Papa Steve im Voraus Stunden und Tage mit der Buchung und den Fragen nach Allrad vs. Automatik bzw. Hilux vs. Fourtuner verbracht hat, bekamen wir bei Europcar aus Mangel an Alternativen genau eine Auswahl: Hilux mit Allrad ohne Automatik oder einen 9-Sitzer-Bus ohne Allrad mit Automatik. So war unsere Entscheidung schnell für den Hilux gefallen und es ging vom Flughafen aus direkt in die große Tyger Valley Mall zum Großeinkauf. Babybett, Brei, Windeln, Wasser, Snacks, usw. wurden gekauft, wobei die von uns benötigte Menge an Breigläschen zu bekommen doch die größte Herausforderung war, da in allen Supermärkten meist nur ein bis zwei 6er-Paack vorrätig waren. So waren wir in mehreren Supermärkten, um überall alle Brei-Vorräte der Sorten vegetables and chicken, butternut Lasagne, vegetables and beef oder auch apple and pear zu kaufen (die Sorten ohne weitere Zusatzstoffe eben).
Danach waren Mama Caro und Papa Steve so platt, dass wir direkt zur Unterkunft von Glynn und André gefahren sind und dort abends Burger beim Restaurant per Lieferdienst bestellt haben. Thalea wiederum war immer noch quietschvergnügt und genoss ihre erste Fahrt im neuen Auto, die interessanten neuen Eindrücke und vor allem die viele Zeit mit Mama und Papa und freute sich an ihrem neuen Bett samt Mobile, in dem sie glücklich ihre erste Afrika-Nacht verbracht hat. Papa Steve war begeistert von der Vogelwelt, die wir vom Balkon aus beobachten konnten, da André als Vogelliebhaber die Vögel mit zahlreichen Futterstationen und Wasser versorgt und Papa Steve somit eine super Übung für Vogelfotografie hatte.
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201624. Jan. 2022 · #2
Hallo,
eine süße Maus habt Ihr. Ich freue mich, Euch auf Euren weiteren Erlebnissen begleiten zu dürfen.
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
zuerst vielen Dank auch für die private Nachricht und das Angebot des Erfahrungsaustauschs. Eigentlich wären wir aktuell schon in Namibia, haben aber ja auf März verschoben. Es gibt aus gegebenem Anlass wohl keinen Reisebericht, den ich aktuell aufmerksamer lese als euren 🤩
Ich freue mich darauf zu lesen, wie das mit eurer kleinen so geklappt hat und lasse für den Thread gleich mal ein Abo da 🙂.
Steffen.MThemenstarter42 Beiträge · seit 202125. Jan. 2022 · #4
Schön euch beide auf die Reise mitnehmen zu können.
2.) Die Fahrt nach Namibia oder: 2000km quer durch Südafrika und Namibia in 5 Tagen
Am nächsten Morgen (21.10.) ging es pünktlich gegen 8.00 Uhr los in Richtung Namibia. Von Kapstadt aus durchquerten wir saftige Landschaften mit zahlreichen Feldern, Wiesen, Weinbergen und großen Farmen. Beeindruckt hat uns hier die scheinbar große Fruchtbarkeit der Böden und die Größe der Felder und Farmen, ein ganz anderes Bild als wir es aus Deutschland oder auch Namibia kennen und eher so wie wir es uns in den USA vorstellen. Insgesamt lief die Fahrt so problemlos, dass wir es an diesem Tag sogar bis zur Grenze geschafft haben und direkt dort in einer kleinen Unterkunft übernachtet haben, sodass wir direkt am nächsten Morgen früh über die Grenze konnten. An der Grenze (22.10.) haben wir eine Art Laufzettel bekommen, mit dem wir zu verschiedenen Stationen gegangen sind, an denen alles mögliche kontrolliert wurde (das Auto, unsere Pässe, die PCR Test Ergebnisse, unsere Formulare…), nach ca einer Stunde waren wir durch alles durch und wir durften tatsächlich schon nach Namibia einreisen, einen Tag früher als eigentlich geplant – einfach spitze wie toll unsere Kleine mitgemacht hat. Thalea hat uns wirklich jeden Tag aufs Neue beeindruckt mit ihrer Freude auf jedes Abenteuer und ihrer absoluten Gutmütigkeit und grundlegenden Zufriedenheit (außer wenn sie hungrig war, dann konnte es nicht schnell genug gehen, aber das kannten wir ja schon von unserer kleinen Maus)! Für unsere erste Nacht in Namibia haben wir dann eine wundervolle Lodge gemietet (spontan während der Mittagspause an einer Tankstelle beim Burger Essen im Wimpys), für die wir ein tolles Last Minute Angebot bekommen haben. So erlebten wir auf Lapa Lange unseren ersten Sundowner Gamedrive (wir waren die einzigen drei Gäste) und ein Zimmer direkt am Wasserloch mit tollem Abendessen. Da unsere kleine Thalea Maus das Abendessen allerdings nicht abwarten wollte, bekam sie ihren Abendbrei kurzerhand auf dem Gamedrive, weshalb sie doch recht verschmiert, dafür aber glücklich, satt und sehr müde wieder in der Lodge ankam. So konnten Mama Caro und Papa Steve Thalea ins Bett bringen und samt Babyfon mit Blick aufs beleuchtete Wasserloch gemütlich essen.
3. Auf dem Weg zum Etosha oder „Lodge mit Mountain View“
Samstagmorgens überlegten wir beim Frühstück (natürlich wieder mit Blick aufs Wasserloch, frischem Obst mit Joghurt, Kaffee und sunny-side up Eggs) wie wir unseren gewonnenen Tag verbringen wollen und z.B. die Fahrt hoch in den Etoscha mit einem weiteren Zwischenstopp verkürzen können. So beschlossen wir kurzerhand die Eigentümer von Lapa Lange nach einem Tipp zu fragen und bekamen die Otjiwa Lodge empfohlen (die Papa Steve bereits im Voraus auch angeschaut hatte, zwecks des Preises allerdings ausgeschlossen hatte). Da wir aber tatsächlich auch dort ein tolles Angebot bekommen haben, wurde dies schnell gebucht und los ging es für uns zum zweiten Safari Stopp immer weiter nördlich Richtung Etoscha.
In Otjiwa erwarteten uns zwei Tage voller eindrücklicher Safari-Touren, leckerem Essen und einer wunderbaren Massage für Mama Caro. In der ersten Nacht bekamen wir sogar noch ein Zimmer in der Mountain View Lodge, und diese machte ihrem Namen alle Ehre: große Fensterflächen erlaubten uns einen grandiosen Ausblick über das gesamte Reservat, sodass Papa Steve sein Spektiv zum ersten Mal ausgepackt hat und abends sogar gerne eine Badewanne mit Ausblick genossen hat. Die Sunset Safari und die Night Safari besuchten Papa Steve und Mama Caro jeweils abwechselnd und den Morning Game Drive konnten wir sogar zu dritt erleben: Thalea war richtig begeistert von den Giraffen und der tollen Atmosphäre. Belohnt wurde Mama Caro auf ihrer Night Safari mit tollen Tieren wie zb Stachelschweinen, einer Eule, Nashörnern und ein paar Wildkatzen! Papa hatte bei seinem Nightdrive weniger Glück, aber auch er konnte einige Ginsterkatzen entdecken.
Steffen.MThemenstarter42 Beiträge · seit 202126. Jan. 2022 · #5
25.10.-1.11.: Im etoscha oder den Löwen auf der Spur
Am folgenden Tag ging es für uns in den Etoscha Nationalpark. Dort würden wir für insgesamt sieben Nächte in vier Camps übernachten. Zuerst ging es für zwei Nächte ins Dolomite Camp, das ganz im Westen auf den Dolomitbergen liegt und wundervolle Panoramen über den Park bietet. Von dort aus erkundeten wir den Westen des Parks, sahen beeindruckende Elefantenherden und Papa Steve sah bereits die ersten paar Löwen auf der Night Safari. Abends genossen wir dort den Sonnenuntergang am Pool.
Anschließend ging es für uns nach Okaukuejo in ein traumhaftes prime waterhole chalet, das seinem Namen alle Ehre machte. Auf zwei Stockwerken hatten wir einen direkten Blick auf das Wasserloch, das uns am Abend mit 10(!!!) Nashörnern belohnte (8 davon auf einmal zu sehen), die wir entspannt vom Balkon aus auf der Liege beobachten konnten! Tagsüber wurden wir auf den Safari Touren mit zahlreichen Löwensightings und sogar zwei Geparden belohnt. Schade, dass wir hier nur eine Nacht buchen konnten und alle weiteren Nächte ausgebucht waren, hier hätten wir es noch länger ausgehalten, auch wenn der Service an sich definitiv sehr „afrikanisch“ war ….
Weiter mittig gelegen blieben wir dann für zwei Nächte in Namutoni. Von dort aus erkundeten wir sowohl den mittleren als auch den nördlichen Teil des etoscha und auch hier wurden wir mit vielen neuen und beeindruckenden Sightings belohnt: von Baby-Orixen, Baby-Giraffen, Baby-Schakalen, Baby-Elefanten bis hin zu weiteren Löwen, Elefanten, Giraffen uvm.
Abschließend verbrachten wir noch zwei Nächte ganz im Norden in Onkoshi, wo wir ein beeindruckendes Chalet mit Blick auf die Etoscha Pfanne bewohnten. Hier bestaunten wir den traumhaften Sonnenuntergang, genossen den Pool und erkundeten die nördlichen Weiten des Etoscha mit zahlreichen großen Grasflächen und großen Antilopenherden um das Wasserloch.
Insgesamt genossen wir die Woche im Etoscha wirklich sehr: Thalea hat auch hier wunderbar die Safaris mitgemacht und war unglaublich süß, glücklich und freundlich zu allen Menschen. Über die Tiere hat sie sich auch jedes Mal sehr gefreut, wenn sie eines entdeckt hat und ganz aufgeregt gequietscht! Sogar das Zahnen hat Thalea recht tapfer in diesen Tagen weggesteckt und die intensive Zeit mit Mama und Papa genossen. Neu gelernt hat sie in den Tagen bereits das winken, das sie bei fast jeder Gelegenheit auch gerne zeigt. Außerdem plappert sie nun immer mehr „Papa“ und „Mama“ ähnliche Laute, was „maahmah“ und „Baba“ natürlich sehr freut!
Leider hatten wir im Etoscha auch unseren ersten Platten. Zum Glück hat uns einer der anderen guides einer Lodge angehalten und darauf aufmerksam gemacht; dass der Reifen vorne links ganz langsam platt wird. Er riet uns dazu, möglichst langsam weiter zu fahren in der Hoffnung, dass wir bis ins nächste Camp (was zum Glück schon unseres war) kommen. So fuhren wir recht langsam und Steve überprüfte regelmäßig die Luft, leider wurde die Luft doch recht schnell weniger und so beschlossen wir ca 4km vor dem Camp (es war sogar schon in Sichtweite), dass wir so nicht weiterfahren konnten. Papa Steve versuchte also den Ersatzreifen zu lösen bzw. das Werkzeug zu suchen und Mama Caro hielt das nächste Auto an, um nach einem Kompressor zu fragen. In diesem Auto saßen zwei sehr kompetente Guides, die kurzerhand beschlossen haben uns beim Reifenwechseln zu helfen. Beeindruckt und dankbar über diese unverhoffte Hilfe haben wir auch diese für uns in dem Moment doch recht schwierige Situation (wo finden wir überhaupt das Werkzeug? Wie bekommen wir das Reserverad ab? Wie wechselt man mitten in der Wildnis einen Reifen, wenn man eigentlich gar nicht aus dem Auto steigen darf? Können wir mit diesem Reifen weiter fahren? Was machen wir mit dem kaputten Reifen? Wer passt auf Thalea auf bzw wer hilft Steve beim wechseln?) mehr als glücklich und erleichtert überstanden. Schließlich kamen wir ca eine Stunde später ins Camp, wo aber der Reifen sofort geflickt werden konnte und wir somit auch beruhigt weiterfahren konnten.
Eine weitere Anmerkung zum Etoscha: Im Voraus hatten wir bereits von einigen Erfahrungsberichten gehört, dass aktuell vieles noch nicht so richtig läuft nachdem während Corona dort alles zu war und erst wieder langsam alles in Gang kommt. Daher waren wir mit recht wenigen Erwartungen an essen und Hygiene in den Etoscha gefahren und wurden in allen Camps, aber vor allem in Dolomite und Onkoshi sehr positiv überrascht. Das Essen war zwar zum Teil kalt und auch der Service war recht häufig sehr afrikanisch, aber insgesamt schmeckte es uns lecker (vor allem in Onkoshi) und wir waren sehr zufrieden.
1.-3.11.: Gabus Game ranch
Vom Etoscha aus ging es knapp zwei Stunden weiter südlich zur Gabus Game Ranch. Dort wurden wir mehr als herzlich von der Familie aufgenommen und rundum versorgt und Thalea war bei allen stets im Mittelpunkt, erntete Lachen und Winkehände und freute sich über alles, was es dort zu entdecken gibt. Auf den beiden Gamedrives (1x morgens und 1x abends) entdeckten wir viele Giraffen, unseren ersten Baby Vogelstrauß und die bisher größte Eland-Herde. Außerdem erfuhren wir von Sohn Harald einige interessante Hintergrundinformationen zur Farm aus seiner Perspektive. Die Nachmittage entspannten wir drei am kühlen Pool und abends wurden Mama Caro und Papa Steve mit einem wundervollen und wirklich sehr leckeren Buffet bekocht. Ein kulinarisches Highlight waren dort z.B. Pilze, die auf den Termiten Hügeln wachsen und unglaublich lecker geschmeckt haben (sogar Papa Steve war begeistert)! Beim Essen und vom Zimmer aus hatten wir Blick aufs Wasserloch mit vielen Wasserböcken, die bis an unseren Balkon kamen. Außerdem konnten wir dort unseren ersten Spaziergang machen und entdeckten unsere ersten Rappenantilopen!
Ihr habt im Etosha ja einiges geboten bekommen und habt offensichtlich sehr viel Glück mit der Geduld euer Tochter. Super, dass das so gut geklappt hat.
Wir haben 2019 zumindest den ersten Teil im Etosha ähnlich im Dolomite und Okaukuejo mit je zwei Nächten verbracht. Vom Dolomite aus konnten wir nachts sogar ein Löwen Rudel beim jagen und fressen beobachten. Außerdem haben wir den schönen Pool dort sehr geschätzt. Die Sichtungen am Wasserloch von Okaukuejo waren ebenfalls sehr ähnlich, wobei wir nicht so ein gut gelegenes Chalet besaßen.
Bei uns Stand vor drei Jahren allerdings der Elefant anders rum im Wasserloch 😄
Steffen.MThemenstarter42 Beiträge · seit 202128. Jan. 2022 · #7
om Dolomite aus konnten wir nachts sogar ein Löwen Rudel beim jagen und fressen beobachten. Außerdem haben wir den schönen Pool dort sehr geschätzt.
Oh jagende Löwen sind natürlich ein Highlight das uns nicht vergönnt war. Wir haben zwar mehr als ein dutzend verschiedener Löwen Sichtungen gehabt, aber viel Aktivität haben wir dabei nicht gesehen.
Die einzig aktiven Großkatzen waren Geparden, die wir auf unserer Reise mehrmals bei Jagd beobachten konnten.
3.-5.11.: Frans Idongo Lodge In Frans Idongo blieben wir für die folgenden zwei Nächte. Dort wurden wir nicht nur mit einer wundervollen Lodge (traumhaft angelegte Anlage und toller Pool mit viel Gras und Palmen, ein Wasserloch mit seltenen Antilopen (Common and white blessbock, waterbuck…) direkt angrenzend am Pool und am Restaurant, eine tolle Aussichtsplattform, ein vorgekühltes Zimmer, sondern auch mit einem ganz besonderen Rhino Erlebnis belohnt: Auf den Game drives darf man nämlich nicht nur auf Rhinos hoffen, sondern den Tieren mit etwas Glück auch zu Fuß näher kommen. Da am ersten Tag nicht viel los war buchten wir also direkt den Afternoon Game Drive zu dritt und setzten uns mit einem weiteren deutschen Pärchen aufgeregt ins Auto. Obwohl unser Fahrer sich sogar mehr Zeit genommen hat und auch seine Ranger (deren Aufgabe es tagtäglich ist die rhinos der Lodge „im Auge“ zu behalten, um poaching vorzubeugen) immer wieder angefunkt hat, blieben wir an diesem Tag noch ohne rhino Sichtung. Thalea allerdings war mit den Giraffen und ihrem Abend-Brei happy und zufrieden und so buchten wir für den folgenden morgen direkt noch einen Drive, den wir dann sogar ganz alleine machen konnten. Und beim zweiten Versuch sollten wir Glück haben: unser Guide folgte systematisch den Rhino Spuren der vergangenen Stunden und kreiste den möglichen Verweilort Stück für Stück ein. Nach ca einer Stunde erkannte Steve im Gebüsch schließlich das erste Rhino und unser Guide parkte umgehend das Auto und erklärte, dass es nun zu Fuß weitergeht. Mama Caro war zwar noch etwas unsicher mit Thalea zusammen den Rhinos so nahe zu kommen („was passiert wenn Thalea wie immer wenn sie ein Tier entdeckt kreischt und sich freut?“), aber unser Guide erklärte seelenruhig, dass die white rhinos weder gut sehen noch gut hören, sondern lediglich gut riechen können und man sich also gegen den Wind auf bis zu 85cm nähern könne. Gesagt getan ging es also zu Fuß weiter und wir sind wirklich bis ca 15m (das hat uns dann doch vollkommen gereicht) nah an die 4 (!!!) weißen Rhinos spaziert. Papa Steve war voll in seinem Element und glücklich, dass er unverhofft so schnell zu einem Rhino Tracking kommt, nachdem er schon öfter auf der Reise von einer solchen Möglichkeit geschwärmt hatte. Die Mädels haben Papa Steve dann am Abend direkt nochmal auf den Game Drive geschickt (nochmal mit erfolgreichem Rhino walk) und haben selbst noch einmal den Pool samt der Aussichtsplattform genossen. Am Abreisetag haben wir uns früh auf eine kleine Rundwanderung mit Blick auf den Tafelberg und die Lodge aufgemacht, sodass wir uns das Frühstück danach besonders haben schmecken lassen (Mama Caro erfreute sich vor allem am leckeren Käse), sodass auch dieser Aufenthalt für uns etwas ganz besonderes war.
Steffen.MThemenstarter42 Beiträge · seit 202129. Jan. 2022 · #8
5.11.- 8.11.: Vingerklip Lodge
Danach ging es für uns landschaftlich in ganz neue Gefilde, denn die Gegend um die Vingerklip Lodge ist bekannt für ihre schönen Felsformationen, die wir jeden Morgen auf unserer Wanderung bestaunen konnten. Ein besonderes Highlight dort war das Abendessen oben auf dem Berg, wo wir über eine steile Treppe (Thalea in der Trage) pünktlich zum Sonnenuntergang angekommen sind. Thalea hat dort ihren Abendbrei mit einer fantastischen Aussicht im Abendrot gegessen und mit uns gemeinsam die Aussicht über das Tal und später zur beleuchteten Lodge genossen! Thalea selbst fand unser Zimmer fantastisch, da sie vom ihrem Baby Bett aus in den Spiegel schauen konnte und dem Baby im Spiegel zuwinken und lachen konnte
8.11.-12.11.: Mount Etjo Lodge
Auf einer doch etwas abenteuerlicheren Straße (eine D-Straße mit mehreren Gattern und trockenen Flussbetten) erreichten wir schließlich die Mount Etjo Lodge, auf die wir uns auch schon sehr gefreut haben, weil Oma Dagmar und Opa Uli auch schon dort waren und beeindruckende Bilder und Berichte mitgebracht hatten. Sogleich buchten wir für den ersten Abend noch den Afternoon Game Drive und waren ganz erstaunt, da wir wieder einmal die einzigen Gäste waren. Schnell waren wir von der Fülle an Tieren und der unfassbaren Größe (42000 Hektar!!!) des Geländes beeindruckt (die Game drives dort waren alle auch mit 3 h angesetzt, dauerten häufig aber noch länger, was vor allem Papa Steve an einem Morgen Game Drive richtig auskosten konnte) und wir merkten; dass dieser Game Drive etwas Besonderes ist. Nach einigen beeindruckenden Tiersichtungen (Hippos, Nashorn, Elefanten, viele Antilopen und Giraffen) waren wir doch recht lange unterwegs und kamen in die Dämmerung, die uns dann tatsächlich mit zwei weiteren tollen und einzigartigen Sichtungen belohnte: einem Honigdachs und endlich unserem lang ersehnten Leoparden! Auch die folgenden Tage genossen wir jeweils 1-2 Game Drives am Tag mit tollen Tiersichtungen (auch ein weiterer Gepard zb und Elefantenherden mit Babyelefanten) in sehr abwechslungsreichen Landschaften. Nachmittags genossen wir den recht großen Pool direkt vor unserem Zimmer mit Blick aufs Wasserloch samt Hippos und das leckere Kuchenbuffet, wo wir den leckersten Karottenkuchen (zum Glück haben wir im weiteren Verlauf der Reise noch öfter mal sehr leckere Karottenkuchen bekommen) bekommen haben, den auch Thalea gefeiert hat. An einem Nachmittag wurde das Kuchenbuffet musikalisch von einer Saxofonband begleitet, die unter anderem das Lied „Baby Elefant Walk“ aus dem Film Hatari spielten.
12.-19.11.: Kambaku Lodge oder Reiten durch die Wildnis
Das nächste Highlight unserer Reise war die Woche auf der Kambaku Lodge. Bereits bei der Begrüßung merkten wir, dass wir uns hier richtig wohl und familiär fühlen werden und man es wirklich gut eine Woche aushalten kann. Nicht nur das Zimmer selbst, sondern auch der Garten samt Pool, Wiese, Schaukeln, Restaurant/ Bar und Kaffeestation waren sehr liebevoll eingerichtet und gepflegt; sondern auch das leckere, frische Essen (wir hatten Vollpension, es gab also drei Mahlzeiten am Tag plus Kuchenbuffet) und die Organisation der Aktivitäten und Abläufe waren etwas Besonderes. Gegessen wurde z.B. mit allen anderen Gästen am großen Tisch, wodurch tolle Gespräche und kleine Freundschaften entstanden sind und man häufig auch über das Essen hinaus noch länger zusammensaß und sich ausgetauscht hat.
Ein ganz besonderes Highlight für Mama Caro waren die Ausritte auf Pukkel (auch wenn Mama Caro am Anfang der Woche noch überzeugt davon war eher nicht zu reiten, sich dann aber doch einmal dran wagte und begeistert war und schließlich jeden Tag geritten ist), bei denen man Giraffen, Zebras aber auch den Warzenschweinen und den Impalas sehr nahe kam. Sogar Papa Steve hat sich einmal aufs Pferd getraut und einen Ausritt im Schritt gemacht. Obwohl ihm die neue Perspektive gut gefallen hat, blieb er die folgenden Tage lieber beim Auto-Game Drive. Anders als Thalea, die jeden Tag für eine Weile auf dem Ponny Hope sitzen durfte und sich jeden Tag mehr darüber gefreut und mit vollem Genuss sogar Hopes Ohr vespern wollte.
Nicht verwunderlich also, dass uns der Abschied von Kambaku tatsächlich etwas schwerer gefallen ist und wir versprochen haben mit Thalea wieder zu kommen, sobald sie groß genug ist um selbst auf Hope zu reiten.
hias_climb54 Beiträge · seit 201930. Jan. 2022 · #9
Hi Steffen! Find ich super cool, die Reise mit eurer kleinen Maus! Wir überlegen auch gerade, ob wir mit unserem Sohn (1) nach Namibia fahren sollen... Hab dir eine PN geschickt! 🙂 LG Matthias
Steffen.MThemenstarter42 Beiträge · seit 202131. Jan. 2022 · #10
19.-20.11.: Zwischenstopp in Windhuk oder ab ins W-LAN und zur Waschmaschine
Weil wir dringend mal wieder waschen und ein paar Mails und Buchungen tätigen mussten, haben wir uns in einem kleinen Guesthouse am Stadtrand von Windhuk eingebucht und die folgende Woche gebucht. Thaleas Highlight dort war zweifelsohne die Pizza, die wir abends geholt und gemeinsam auf dem Bett verspeist haben.
20.-22.11.: Bagatelle Kalahari Game Ranch oder „welcome back“
Nachdem wir unseren ersten Aufenthalt vor zwei Jahren in Bagatelle so sehr genossen hatten (es war der erste Stop und wir waren sowohl von dem Lodge Leben als auch der Tierwelt an sich unfassbar beeindruckt) wollten wir unbedingt noch einmal dort hin. Und weil wir zum zweiten Mal zu Besuch waren haben wir sogar ein Upgrade für ein Savannah Chalet bekommen, in dem wir viel mehr Platz hatten (Thalea konnte sich auf dem Boden richtig austoben, ist aber vor allem gerne unters Bett gekrabbelt) und vom Fenster aus direkt in die Wüste blicken konnten. Die Atmosphäre beim Essen und am Pool (die halbzahmen Kudus, Elands, Esel, Erdmännchen und Springböcke gab es zu Thaleas Freude immer noch), aber auch der Service und vor allem die Süßspeisen (man merkt den französischen Einschlag) sowie die Wüstenlandschaft haben uns auch dieses Mal überzeugt! Leider hat der Tierbestand in den vergangenen zwei Jahren sehr gelitten und wir haben in Summe deutlich weniger Tiere gesehen als zuvor, was uns doch recht enttäuscht und auch etwas schockiert hat. Dennoch haben wir ein paar tolle gamedrives (mit tollem sundowner), ein interessantes cheetah feeding und Papa Steve sogar einen wirklich tollen Night Game Drive erleben dürfen (nachdem dieser erstmal gar nicht stattfinden sollte, Steve aber darauf bestanden hat und dann auch unter anderem mit einigen Wildkatzen und einer Eule belohnt wurde)!
22.-23.11.: Gondwana Anib Lodge
Um noch etwas Neues zu sehen, haben wir uns noch für eine Nacht in der Anib Lodge eingebucht, die nur ca 30km von Bagatelle entfernt, aber auch in der Kalahari liegt. Dort angekommen waren wir direkt begeistert von dem Design der Lodge: alles recht neu, modern und im industrial hipster schick gestaltet. Da die Tiervielfalt allerdings auch dort nicht so gegeben ist und die Game drives verhältnismäßig teuer sind, haben wir uns dort für einen gemütlichen Pool Nachmittag entschieden und tatsächlich kein weiteres Programm mehr unternommen. Allerdings haben wir uns zwei Kauzen am Pool erfreut. Dafür sind wir am nächsten Tag dann recht früh los gefahren in Richtung Fish River Canyon, auf den wir nun tatsächlich sehr gespannt waren.
23.-25.11.: Fish River Canyon
An der Canyon Lodge angekommen waren wir direkt sehr begeistert von der Bauweise der einzelnen Hütten aus Steinen (und teils mitten in den Stein hinein) und von der gesamten Anlage an sich. Der Pool selbst war einer der schönsten bisher mit einer tollen Grasfläche und einem schönen Ausblick. Der Fish River Canyon selbst, den wir am folgenden Tag dann angefahren sind, ist wirklich ein beeindruckendes Naturschauspiel: tiefe Grater aus verschiedenen Gesteinsschichten, die sich zu einzigartigen Kanten und Formationen zusammengeschlossen haben. Papa Steve ist am Abend auch extra nochmal zum Sonnenuntergang dorthin gefahren und hat die ganze Atmosphäre nochmals im Abendrot eingefangen. Wir sind auf jeden Fall sehr froh, dass wir dieses Mal dort waren.
ich bin total begeistert von Euren Bildern. Da kann ich leider (noch) nicht mithalten 😄 .
Eure Unterkünfte decken sich sehr mit unseren von 2019 und teilweise von 2020. Die Anib Lodge fanden wir auch ganz gut, aber zu touristisch. Bei den tollen Drives die ihr schon hattet, habt ihr vermutlich bei der Anib Lodge nicht viel verpasst.
Ich ärgere mich gerade, dass wir bei Frans Indongo seinerzeit den Drive nicht gebucht haben. Dafür konnten wir Frans aber höchstpersönlich "kennenlernen" 😄.
Ich bin gespannt, wie es weiter geht und freue mich auf Eure Bilder. Vielen Dank für den Bericht!
Steffen.MThemenstarter42 Beiträge · seit 202102. Feb. 2022 · #12
Eure Unterkünfte decken sich sehr mit unseren von 2019 und teilweise von 2020. Die Anib Lodge fanden wir auch ganz gut, aber zu touristisch. Bei den tollen Drives die ihr schon hattet, habt ihr vermutlich bei der Anib Lodge nicht viel verpasst.
Ja letztlich ist die Auswahl an Lodges in vielen Parts Namibias doch relativ beschränkt 😉 Die Anib Lodge war tatsächlich die einzige auf unserer Reise, auf der wir keinen Drive gemacht haben. Aber das Sighting Board war extrem demotivierend 😕
25.-26.11.: Upington oder „klappt alles an der Grenze?“
Vom Fish River Canyon aus ging es nun in Richtung der südafrikanischen Grenze. Etwas aufgeregt waren wir tatsächlich, da wir nicht 100%ig sicher wussten, ob wir an der Grenze einen Schnelltest machen können oder doch noch irgendwo (=Windhuk) einen PCR Test brauchen würden. (Dazu haben wir selbst über die Botschaft nur rudimentäre Informationen bekommen, aber bestärkt durch einen Bericht aus dem Forum waren wir guter Dinge, dass das schon klappen wird.) Und wir hatten tatsächlich Glück: wir konnten ganz problemlos und schnell einen Antigentest vor Ort machen und dann alle anderen Kontrollpunkte durchlaufen und nach knapp 2 Stunden waren wir durch alle Kontrollen durch und konnten uns auf dem Weg nach Upington machen, wo wir bestückt mit einer großen Einkaufsliste unseren Selbstversorgeraufenthalt für den Kgalagadi Park vorbereiten wollten. In der Kalahari Mall haben wir auch wirklich alles bekommen, was wir in den nächsten 10 Tagen brauchen würden (es wird vor allem chilli sin carne in verschiedenen Varianten geben). Obwohl Upington wirklich nur ein Orga-Stop war, gab es dennoch zwei Highlights: unsere Unterkunft (ganz schlicht mit viel Holz und Strohdach, aber sehr schön und sehr günstig) und das Restaurant the red ox, das wir sowohl zum Abendessen und auch zum Frühstück am nächsten Tag nochmals besucht haben (Papa Steve hatte dort das beste Steak seit langem und Mama Caro endlich mal wieder Salat mit Lachs und süßkartoffel-Pommes, die Thalea auch wirklich lecker fand).
Leider erreichte uns dort die Nachricht der neuen südafrikanischen Corona Variante (die etwas später noch in Omikron umgetauft werden würde), wegen der es noch ab diesem Tag zu Einreisebeschränkungen kommen sollte, weshalb wir uns leider mit weniger schönen Überlegungen (Wir müssen unseren Flug definitiv umbuchen, aber auf wann? Wie geht es jetzt weiter?) auf den Weg in den Kgalagadi Transfrontier Park aufgemacht haben.
26.11.-6.12.: Kgalagadi Nationalpark
Von Upington aus waren wir in knapp 2,5h am Eingang zum Park, sodass wir sogar direkt am ersten Abend noch eine sundowner Fahrt machen konnten. Zu unserer großen Freude wurden wir dabei sogar direkt beim 3. Wasserloch mit zwei jüngeren Löwen belohnt, die sich im Schatten ausruhten und sich ab und zu einen Schluck zu trinken gönnten. Ebenso haben wir auf dieser Fahrt erstaunlich viele Raubvögel, vor allem Adler, gesehen. Am folgenden Tag ging es für drei Nächte in unser erstes von drei Camps: Nach Nossob. Dort hatten wir das tollste Chalet (Nummer elf) direkt am Wasserloch, sodass wir wirklich in der ersten Reihe saßen und zum Beispiel nachts beim Stillen den besten Blick auf eine braune Hyäne oder zahlreiche Eulen hatten. Von dort aus unternommen wir vor allem früh morgens und abends Pirschfahrten ins Nossob Riverbed und erkundeten die Tierwelt. Das absolute Highlight dort war unsere Leoparden Sichtung (dieses Mal sogar im hellen) an einem der Wasserlöcher, einfach faszinierend und unvergesslich! Auf den anderen Fahrten dort haben wir neben Löwen vor allem auch die Schakale zu schätzen gelernt, die beeindruckend Jagd auf Tauben gemacht haben und uns häufig ein interessantes Motiv geboten haben.
Als nächstes ging es dann für drei Nächte nach Mata Mata, wo wir auch wieder ein tolles Chalet mit Blick aufs Wasserloch hatten. Von dort aus haben wir auf einer unserer morgendlichen Touren unser absolut größtes Highlight erlebt: als wir am Flussbett entlangfuhren, sahen wir schon von weitem ein paar Autos stehen und sogleich erblickten wir zwei Geparden, die sichtlich auf Jagd aus waren. Gebannt und aufgeregt stellten wir uns in Position und erlebten, wie die beiden Geparden einen Springbock entdeckten, für einige Zeit fixierten, sich auf die Lauer legten und schließlich zum Angriff losspurteten. Leider blieb der Angriff für die Geparden erfolglos, aber wir waren zu diesem Zeitpunkt schon total happy, aufgeregt und glücklich über dieses einmalige Erlebnis. In der Hoffnung, dass die beiden nochmal loslegen, versuchten wir sie im Gras noch etwas zu verfolgen und wurden mit einer kleinen Überraschung belohnt: im Gefolge hatten die beiden großen Geparden insgesamt vier kleine Baby Geparden, die rennend, spielend und auf den Baum hüpfend den beiden großen gefolgt sind. Das war also wirklich ein absolutes Traum-Sighting für uns alle. Interessant war es dann im Nachhinein zu erfahren, dass diese Familie aus einer Mutter und insgesamt fünf Kindern besteht: die zweite größere Gepardin war sozusagen die große Schwester der vier kleinen, eine wohl sehr außergewöhnliche Konstellation.
Ein weiteres Highlight für Mama Caro war der Night Game Drive, der mit sehr sehr vielen (Baby)-Eulen, Löwen, Schlangen, Füchsen, braunen Hyänen und ein paar Antilopen auch beeindruckend war.
Schließlich sind wir für drei weitere Nächte noch in den Süden des Parks nach twee rivièren gefahren. Die Unterkunft und das Restaurant dort waren leider nicht das Beste, aber wir haben einfach 2x selbst gekocht (Chili sin carne und con carne hatten wir wahrlich zur Genüge in der Woche) und waren ein paar Mal in der Kalahari Lodge außerhalb essen, wo wir die erste Nacht verbracht hatten (das Essen war wirklich erstaunlich gut dafür, dass der nächste Supermarkt super weit entfernt ist und es wenige frische Zutaten gibt). Aber auch von dort aus hatten wir ein paar richtig beeindruckende sightings: mehrmals cheetahs, einen Honigdachs, einen Löwen, viele Adler und Eulen (einen Adler haben wir sogar dabei beobachten können, wie er eine frisch gefangene Schlange verspeißt), ein paar Antilopen, viele Schildkröten, Vogelstrauße mit Babys und am letzten Morgen sogar noch eine braune Hyäne und zwei Tüpfelhyänen. In einer Nacht dort hatte es recht viel geregnet (ca 10% der jährlichen Durchschnittsmenge) und der darauffolgende Tag war dann dementsprechend leider ohne viele Tiere, aber mit vielen Pfützen und etwas kühleren Temperaturen, so hatten wir insgesamt ein ganz anderes Bild der Wüste wie wir es erwartet hatten: viel grüner, viel größere Temperaturschwankungen (wir hatten von nachts 10 Grad bis knapp 40 Grad tagsüber alles dabei) und mehr Regen als erwartet.
In Summe sind wir richtig froh, dass wir dieses Abenteuer in dem KTP gewagt haben, Thalea hat alles mehr als gut mit gemacht und richtig viel gelernt: sie hat in der Wüste sogar richtig mit krabbeln angefangen und hatte viel Freude dabei alles zu entdecken. Caros Sorgen (was machen wir dort den ganzen Tag? (Game drives, Thalea freut sich Tiere zu sehen), Wie wird das mit der Hitze? (Im Auto und auf den Zimmern hatten wir Klima an und die Pools in allen drei Unterkünften haben Thalea begeistert, das war also auch kein Problem), wie gefährlich ist es dort zwecks Schlangen, Spinnen und Skorpionen? (Die sieht man überhaupt nicht) usw.) waren alle unbegründet und der Park war mindestens genauso gut erschlossen wie der Etoscha. Beim nächsten Besuch würden wir allerdings eher maximal 2 Nächte pro Camp buchen (und in twee riviwren gar nicht mehr) und dafür aber noch in den anderen Camps (v.a. Urikarus und Rooiputs) nächtigen.
6.-7.12: Upington die 2. und Fahrt Richtung Küste
Nachdem uns der erste Aufenthalt in Upington so super gefallen hat, haben wir den Zwischenstopp eigentlich genauso gestaltet wie beim ersten Mal: selbe Unterkunft (nur dass Thalea dieses Mal noch viel mehr durchs Zimmer gekrabbelt ist) und wieder mal ein Essen im red ox:-) Außerdem haben wir die gute W-LAN Verbindung zum Recherchieren und buchen der weiteren Tage genutzt.
Am folgenden Tag stand dann wieder eine größere Fahrt an: von Upington im Norden bis zu Glen Harrys Game Reserve waren es ca. 750km. Thalea hat aber auch diesen Tag super gemeistert, nachdem wir in der Mittagspause in einem tollen Kaffee auf der Hälfte der Strecke Pause gemacht haben und Thalea sich auf der Wiese und der Schaukel austoben konnte.
Steffen.MThemenstarter42 Beiträge · seit 202108. Feb. 2022 · #13
7.-8.12.: Glenn Harrys Game Reserve
Das private Game Reserve war für uns landschaftlich nochmal etwas ganz Neues und ein starker Kontrast zum KTP oder auch zum Etosha: deutlich grüner und viel weniger buschig wie wir es schon erlebt hatten. Daher konnten wir die vielen verschiedenen Antilopen bereits von weitem gut erkennen und die Landschaft auf den beiden Game drives und den beiden Wanderungen sehr genießen! Vor allem die helleren, fast rötlich braunen Sable Antilopen und die vielen Elands haben uns gut gefallen. Das Zimmer selbst, aber auch der Pool und der Service dort (der Zimmerservice kam 2-3 mal am Tag vorbei) war außerordentlich toll und da wir die einzigen Gäste waren, konnten wir die Ruhe sehr intensiv erleben!
8.-10.12.: Addo Elephant Park Der Addo Elephant Park hat seinen Namen definitiv alle Ehre gemacht und uns mit einigen Elefanten-Sichtungen belohnt. Vor allem Thalea hat sich insgesamt sehr über alle Tiersichtungen dort gefreut, da man viele der Elefanten und Antilopen wirklich sehr nahe sehen konnte. Beeindruckt hat uns dort auch wieder die grüne Vielfalt und die fruchtbare Landschaft. Wir hatten den Eindruck, dass sich dies sichtlich auf die Tierwelt auswirkt, da vor allem die Antilopen, z.B. die Kudus und Elands, größer wirken als zb im KTP. Ein besonderes Highlight im Park war außerdem, dass wir dort zum ersten Mal im Urlaub Büffel gesehen haben, die es sich in und um die Wasserlöcher herum bequem gemacht hatten. In jedem Fall wird uns das Bild der Elefanten inmitten saftig grüner Blumenwiesen in besonderer Erinnerung bleiben. Insgesamt kam uns der Addo allerdings im Vergleich zum Etosha und zum KTP winzig vor, da wir in ca 2h den kompletten Park abfahren konnten:-)
10.-12.12.: Jeffreys Bay oder ab ans Meer
Endlich war es soweit und wir sind am Meer und der Garden Route angekommen! Da wir noch nichts gebucht hatten, haben wir uns einfach treiben lassen, sind von Port Elizabeth aus am Wasser entlanggefahren und haben schließlich Halt in einem tollen Café in Jeffreys Bay gemacht. Da uns der (Surfer-) Ort sehr gut gefallen hat, haben wir schließlich auch zwei Nächte dort verbracht. Neben tollen Wanderungen am Strand und durch die Dünen haben wir dort richtig lecker gegessen und aber auch zwei tolle Tiererlebnisse gehabt: Papa Steve hat einen land-based Angeltrip gemacht zur gleichen Zeit haben Thalea und Mama Caro auf ihrem Strandspaziergang eine ganze Delfinschule direkt am Strand entlangziehen sehen, für alle Beteiligten also ein toller Tag und insgesamt ein tolles Küstenerlebnis. Thalea selbst hat es auch genossen so richtig im Sand spielen, krabbeln und alles mögliche an Pflanzen und Steinen einsammeln zu dürfen:-)
Steffen.MThemenstarter42 Beiträge · seit 202113. Feb. 2022 · #14
12.-14.12.: Plettenberg Bay
Von Jeffreys Bay aus sind wir über den tsitsikama National Park nach Plettenberg bay gefahren. Im Tsitsi haben wir eine wunderschöne Wanderung durch einen wirklich schönen fast schon dschungelartigen Wald zur Hängebrücke gemacht! Vom Timing her hatten wir zum Glück alles richtig gemacht; denn das Wetter war den ganzen Tag über schon recht rau und kühl (weshalb wir gerade auf dieser Tour beeindruckende Wellen gesehen haben) und als wir gerade wieder am Auto waren; hat es angefangen zu regnen. In Plettenberg selbst haben wir den folgenden Tag mit einer Wanderung in Robberg nature Reserve verbracht, die uns vom Weg her wirklich herausgefordert hat mit der Kleinen in der Trage, aber dafür wurden wir mit einer Robbenkolonie und einer schönen Pause am wundervollen Strand belohnt. Auch dort haben wir jeden Abend wieder richtig lecker gegessen.
14.-16.12.: Knysna Auf dem (kurzen) Weg nach Knysna wurde das Wetter leider immer schlechter und schon bald hatte es sich richtig eingeregnet, sodass wir die Küstenlandschaft an diesem Tag einfach (bedingt durch die schlechte Sicht so gut es eben ging) vom Auto aus genossen haben und schließlich eine ausgedehnte Mittagspause im the oak leaf gemacht haben (eines der besten beef sandwiches für Papa Steve und eine leckere Burger Bowl samt carrot cake für Mama Caro, es hat uns dort so gut gefallen dass wir am nächsten Tag nochmal zum Frühstück dorthin sind). Den immer noch verregneten Nachmittag haben wir dann im geräumigen Appartment mit waschen, krabbeln (Thalea wird immer schneller) und mit ein paar Souvenir Einkäufen verbracht. Der folgende Morgen hat uns dann aber zum Glück noch ein paar unverhoffte Sonnenstrahlen gebracht, sodass wir noch einen wundervollen Spaziergang über leisure island machen konnten und schließlich ein fantastisches Frühstück im oak leaf draußen im Garten essen konnten.
16.-18.12.: Garden Route Game Reserve oder noch einmal auf zum (sehr erfolgreichen) Game Drive
Wir hatten schon eine Weile recherchiert wo wir denn entlang der Garden Route doch noch einmal die Chance auf ein Game Reserve mit Safari Tour haben und sind so auf das Garden Route Game Reserve gestoßen (es gab vor allem in der Gegend um Addo noch einige weitere, die waren aber alle richtig teuer und haben Babys auf den Safaris nicht erlaubt) und sind mehr als froh, dass wir diesen Stopp noch eingelegt haben (wir hatten erst nur eine Nacht gebucht und haben spontan noch eine Nacht verlängert weil es uns so gut gefallen hat und das Wetter am 2. Tag dann auch deutlich besser wurde, es hatte am 1. Tag durchgehend geregnet und es war eiskalt, so hatten wir uns den afrikanischen Sommer wahrlich nicht vorgestellt)! Die Game drives selbst waren viel eindrücklicher als erwartet (das Gebiet ist wirklich recht klein, daher hatten wir nicht viel erwartet), denn wir hatten tatsächlich noch einmal das glück eine erfolgreiche Geparden Jagd live und in vollem Umfang zu erleben: gerade als wir eine Geparden Familie im Gras liegen sehen haben, erhebt sich die Mutter und fokussiert ein Springbockweibchen, läuft erst langsam drauf zu und beschleunigt immer schneller und in wenigen Sekunden hatte sie den Springbock erlegt. Ihre drei Jungtiere haben sich sichtlich über dieses Frühstück gefreut und haben sich den Magen vollgehauen. Wirklich beeindruckend für uns und dadurch, dass es doch unerwartet war; waren wir richtig euphorisch. Aber auch sonst haben wir ein paar tolle Tiere gesehen: einige Nashörner (mit Babys), einen Nashorn-Angriff auf uns und die Buffalos erlebt, viele Antilopen und ein Rudel Löwen und ein paar Elefanten die ihr Gnadenbrot dort bekommen. Interessant war für uns zu erfahren, dass die Geparden (12 Stück auf sehr kleinem Raum, wir haben eigentlich immer die Grenzzäune gesehen beim Fahren) in recht kurzer Zeit den Springbock-Bestand von 250 auf 50 Tiere geschrumpft haben (was wir sofort geglaubt haben, nachdem wir diese schnelle und scheinbar einfache Jagd erlebt haben) und daher nur noch 2 Vogelstrauße übrig sind, da die Geparden langsam anfangen sich nach anderen Nahrungsquellen umzuschauen. Aber auch der Rest der Lodge waren wirklich fabelhaft: zum einen war die gesamte Lodge auf Kinder ausgelegt und alle waren wirklich sehr Baby-freundlich. Ebenso gab es sogar einen extra Kinder Pool, der so schön warm war, dass man richtig darin baden konnte und Thalea konnte sogar selbst darin stehen und auf die Steinchen klopfen und mit dem Wasser spielen. Aus diesem Grund waren auch viele andere Familien da und Thalea hat seit langem etwas mehr Zeit mit anderen Kindern verbracht. Ein weiteres Highlight war aber auch das Essen: das Frühstück war das beste Hotelfrühstück der ganzen Reise (vor allem das home made Müsli und die Lachsplatte mit Croissant waren richtig lecker) und auch das abendliche 3 Gänge Menü hatte ein paar Highlights (Käseplatte zum Nachtisch für Mama Caro oder asiatisch angehauchtes pork für Papa Steve). Zu guter Letzt hatte Mama Caro Glück und konnte sich noch den letzten Zeitslot für eine Massage buchen, die sie in vollen Zügen genossen hat, während Thalea und Papa Steve ihren Mittagschlaf gemacht haben. Rundum also ein richtig toller Lodge-Abschluss für uns alle drei!
18.-19.12.: De Hoop nature reserve
Von dort aus ging es weiter ins de hoop nature Reserve, ein Tipp, den wir vor der reise bekommen haben. Und der Tipp hat sich gelohnt: das de hoop hat uns auf schönen Spaziergängen und einer Bootsfahrt mit tollen, fast weißen Stränden, Dünen und vielen Antilopen belohnt. Vor allem die Buntböcke hatten wir bisher noch gar nicht gesehen, aber auch einige Zebras, Strauße und viele Eland Antilopen sind bis vorne ans Restaurant gekommen.
Steffen.MThemenstarter42 Beiträge · seit 202117. Feb. 2022 · #15
19.-21.12.: Hermanus
Unser nächster Halt war in Hermanus, das als Walhauptstadt bekannt ist, leider ist die Saison nur bis ca. November, von daher hatten wir nicht mehr mit Walen gerechnet, wollten uns aber dennoch das kleine Küstenstädtchen anschauen. Besonders gut gefallen hat uns dort der sogenannte Cliff path trail, der an der gesamten Küste entlangläuft, prima ausgebaut ist und tolle Blicke auf das Meer, verschiedenste Buchten und Strände freigibt. Und tatsächlich hat uns der path doch auch noch mit ein paar wunderbaren Tiersichtungen belohnt: tatsächlich haben wir noch ein paar wenige Bryde-Wale, einige Delfine und sogar noch ein paar Eulen gesehen! Das besondere bei den Delfinen war, dass sie als große Gruppe gemeinsam einen Schwarm Fische gejagt, an die Oberfläche getrieben und dann gefressen haben. Daran haben sich nicht nur die Möwen, sondern auch noch ein paar Seelöwen und natürlich wir erfreut.
Zu Mama Caros Glück hat sie dort spontan auch noch einen Frisörtermin ergattern können und konnte so endlich mal wieder ihre Spitzen schneiden lassen. Insgesamt hat uns Hermanus als kleines Städtchen mit leckeren Restaurants, kleinen Cafés/ Lädchen und dem tollen Cliff path trail, aber auch der gesamten maritimen Atmosphäre richtig gut gefallen! Auf dem Weg nach Stellenbosch haben wir schließlich noch Halt in Betty’s Bay gemacht, um die Pinguinkolonie zu besuchen. Auch dieser Stopp hat sich gelohnt, da die Pinguine recht nah am Ufer und somit für uns alle sehr sehr gut zu sehen waren. Auch Thalea konnte die Pinguine an Land, aber auch beim Schwimmen beobachten und sich an den neuen Tierchen erfreuen.
21.-23.12.: Stellenbosch oder ab ins Landesinnere
Stellenbosch und seine Umgebung ist bekannt für seine guten Weine und das merkt man sobald man auch nur in die Nähe kommt: grüne Weinreben soweit das Auge reicht, da war Mama Caro fast ein bisschen traurig, dass sie nicht einfach alles drauflos probieren konnte. Stellenbosch selbst ist eine schöne kleine Stadt, mit vielen tollen Cafés und Restaurants, aber auch kleinen Läden. Mama Caro konnte also selbst eine Weile losziehen, um Thaleas Weihnachtsgeschenk und noch ein paar letzte Mitbringsel zu kaufen. Einen Tag haben wir dazu genutzt, um entlang der Weinstraße Richtung Franschoek sowohl die tolle Aussicht zu genießen und um ein paar der Weingüter zu besichtigen und zu besuchen: in Allé Bleue haben wir ein kleines Weintasting gemacht (so kam Mama Caro doch noch zu ein bisschen Wein), auf dem Weingut Martie haben wir sehr lecker gefrühstückt und auf Delaire Graff haben wir im Restaurant Indochine exquisit gegessen (das Restaurant ist asiatisch angehaucht, das haben wir natürlich sehr genossen und wir haben uns kurzzeitig so gefühlt als wären wir in Bangkok gelandet)! Gefrühstückt haben wir am letzten Tag im Bootleggers Coffee und Thalea hat dort ihren ersten Babycino bekommen, das hat ihr natürlich richtig gut gefallen und sie war mega glücklich und stolz darauf.
23.-27.12. Kapstadt oder so langsam heißt es Abschied nehmen
Von Stellenbosch aus sind wir direkt ans Kap gefahren und haben dort sowohl den Leuchtturm (zu Papa Steves Missfallen sind wir natürlich hoch und runter gelaufen anstatt mit der Zahnradbahn zu fahren) als auch das Cap der guten Hoffnung besucht. Leider hat es am cap aber so sehr gewindet, dass wir tatsächlich nur kurz ausgestiegen und das typische Erinnerungsbild gemacht haben. Dennoch hat es uns so gut gefallen, dass wir schon an diesem Tag überlegt hatten, einfach nochmal wieder zu kommen, was wir schließlich am 2. Weihnachtsfeiertag auch nochmal gemacht hatten (mit unserer wild Card haben wir ja freien Eintritt bekommen, sonst hätten wir das vermutlich anders entschieden): an diesem Tag hatten wir dann auch mehr Glück mit dem Wetter und konnten sowohl am cap der guten Hoffnung die Felsen besteigen und am Strand sogar richtig im Sand buddeln und ins Meer gehen zum Baden (also zumindest Papa Steve mit Thalea). Die anderen beiden Tage in Kapstadt haben wir mit dem Hop on Hop off Bus verbracht und so einen guten Eindruck von Kapstadt bekommen: Halt gemacht haben wir sowohl am Strand von camps bay als auch auf dem Tagelberg. Ebenso haben wir die Gegend um die waterfront besucht und auch eine Hafenrundfahrt gemacht (die war im 2 Tages-Bus-Pass enthalten), auf dieser haben wir sogar eine ganze Menge Seelöwen und auch nochmal Delfine aus nächster Nähe gesehen. Da wir tagsüber immer recht viel unterwegs waren, haben wir es uns abends in unserem Appartement gemütlich gemacht und über uber eats essen bestellt und an Heiligabend den Gottesdienst aus Deutschland angeschaut.
Thaleas erste Bescherung haben wir am 25.12. morgens gemacht: mit ein paar Weihnachtsliedern und der Weihnachtsgeschichte (wir hatten die kleine Kinderbibdel dabei, die Thalea zur Segnung vom Pfarrer bekommen hatte) und natürlich Thaleas erstem Weihnachtsgeschenk: Thalea war richtig aufgeregt und glücklich als sie gemerkt hat, dass das glänzende Ding für sie ist und hat sich natürlich sehr an den Bändeln erfreut 🙂 Insgesamt also ein ganz besonderes Weihnachtsfest, das wir so schnell nicht wieder vergessen werden!
Den letzten Tag haben wir nochmal versucht zu genießen: wir haben eines der tollsten Frühstücks-Kaffees des Urlaubs entdeckt (Papa Steve hatte das außergewöhnlichste Sandwich mit Filet und kimchi und ein espresso tasting) und dann waren wir anschließend noch im sehr schönen botanischen Garten spazieren, von wo aus wir direkt an den Flughafen gefahren sind. Da der Flug recht leer war und wir kein Baby basinet mehr bekommen haben, hatten wir umso mehr Glück, da Mama Caro und Thalea zusammen eine Dreier Reihe und Papa Steve eine zweier Reihe für sich hatte. Vor allem Thalea fand es super, da sie so auch ein bisschen auf den Sitzen krabbeln konnte. So war auch die Rückreise sehr entspannt und reibungslos und wir konnten unser gebrachtes Auto übernehmen (Quarantäne bedingt die einzige Möglichkeit heim zu kommen).
Insgesamt ist Kapstadt auch eine wirklich wunderschöne Stadt, da die Lage am Meer mit vielen Buchten und tollen Stränden, aber auch dem Tafelberg wirklich schön ist. Dennoch haben wir uns unter so (ungewohnt) vielen Menschen nicht so richtig wohl gefühlt und haben versucht doch etwas für uns zu bleiben. Auch die Gegensätze zwischen arm und reich sind uns dort besonders aufgefallen: Kapstadt hat unendlich viele Villenviertel, aber auch viele sehr arme Gegenden (sowohl townships aber auch viele Obdachlose prägen das Stadtbild), die häufig recht nah beeinander liegen und so umso krassere Gegensätze bilden. Ebenso ist security überall präsent, was sowohl dabei hilft, sich sicherer zu fühlen, gleichzeitig aber auch zeigt, dass es nötig scheint. Thalea widerum hat uns auch im Blick auf unsere eigenen Vorurteile immer wieder gezeigt, dass es sich lohnt neutral an Menschen heranzugehen: sie wurde ja meist in ihrer Trage mit Blick nach vorne getragen und hat wirklich jedem Menschen zugelächelt oder zugewunken, egal welches Alter, Hautfarbe, Nationalität oder welcher Schicht dieser Mensch zugehörig war. Gerade die Menschen, die dies selten erleben haben sich darüber besonders gefreut und wirklich freundlich zurückgewunken – wirklich ein schönes Erlebnis. So kam Mama Caro auch auf die Idee unsere übrigen Sachen (die Kühlbox, die schwarze Box, ein paar Konservendosen, Kekse, Müsli, unser letztes Bargeld usw.) an ein paar Obdachlose zu verteilen, die in der Nähe unserer Unterkunft gewohnt haben und sich wirklich sehr über dieses unverhoffte Weihnachtsgeschenk gefreut haben.
Hanne6'152 Beiträge · seit 200617. Feb. 2022 · #16
hallo Caro, hallo Steve, vielen Dank für diesen quirligen und informativen Reisebericht. Mir hat es so richtig spass gemacht mit Euch zu reisen, man hat richtig gemerkt wie Ihr die Zeit mit Thalea genossen habt und sie hat jeden Tag was Neues und Spannendes erlebt, toll wie Ihr die Reise mit Kleinkind stressfrei organisiert habt. Hut ab, aber ihr habt die Reise auch sehr kindgerecht gestaltet, super. Gerne hätte ich noch ausführlicher eure Unterkünfte kennengelernt, aber vielleicht könnt Ihr mir schreiben wo genau Ihr im Garden Route Game Reserve gewohnt habt, da würde ich mich freuen. Ich denke, das wird für Euch eine unvergessliche Reise bleiben und es werden weitere Folgen. Eine gute Zeit wünscht Euch Dreien herzlichst Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Ich habe auch eine Frage. Zuerst wollte ich euch die per PN senden. Ich denke aber, dass das eventuell weitere interessierte dafür gibt, daher mache ich das hier 🙂.
Habt ihr irgendwo eine Packliste gehabt für das Reisen mit Baby? Viel interessanter vielleicht noch: habt ihr irgendetwas mitgenommen, bei dem ihr in Bezug auf das Reisen mit Baby/Kleinkind sehr froh gewesen seid, es dabei gehabt zu haben? Das kann auch ruhig so eine Kleinigkeit wie ein Mosquitonetz fürs Babybett oder Ohrenschützer für das Flugzeug sein. Häufig sind es ja so Kleinigkeiten.
Bei uns geht's ja in drei Wochen los und wir überlegen, ob wir noch irgendwas besorgen sollten, was uns in Namibia dann hilft 🙂
Steffen.MThemenstarter42 Beiträge · seit 202118. Feb. 2022 · #18
Freut mich sehr euch ein paar fröhliche Minuten beim Lesen beschert zu haben. In der Tat war die Reise absolut traumhaft und wird uns wohl unvergessen bleiben.
@Hanne: Wir waren in der "Garden Route Game Lodge" bei Albertinia, ca. 50 km westlich von Mossel Bay. Wir hatten dort die günstigste Buchungskategorie "Lodge Room" und würden bzgl. P/L auch nichts anderes empfehlen. Aus Sicht meiner Frau ein Top-Highlight der Reise, weil es mit großen Abstand die am besten ausgerichtete Lodge für Kinder auf unserer Reise war. Freunde von uns waren jetzt im Januar auf Basis unserer Empfehlung dort und konnten das ebenfalls bestätigen. Für Erwachsene nach Etosha, KTP, Addo etc. vom Wildlife natürlich wirklich nichts besonderes, aber für ein schönen/entspannten und leckeren Stop durchaus gut geeignet.
Bzgl. Baby-Packliste habe ich mal kurz unsere eigene in Kategorien aufgeteilt. Hoffentlich gut ersichtlich im Anhang. Bei Fragen dazu, einfach nochmal melden.
Wir planen auch noch einen Beitrag der spezifisch auf die verschiedenen Aspekte des "Reisen mit Baby in Namibia &SA" eingeht, der dauert aber noch ein bisschen. In Anbetracht der wirklich spärlichen Infos dazu möchten wir es so aufbauen, dass er auch in Zukunft leicht über die Suche auffindbar bleibt und einigermaßen "zeitlos/objektiv" gestaltet ist. Hoffentlich können noch viele weitere Eltern den Reiz einer Elternzeitreise in Namibia kennenlernen und überwinden die vielen Vorurteile die fest in unseren Köpfen verankert sind. Ich hoffe der Bericht macht diesbezüglich etwas Mut und raubt so manch elterliche Angst.
Einer der vielen schönen Momente in denen unsere Kleine der Tierwelt näher gekommen ist.
H.Badger1'822 Beiträge · seit 201619. Feb. 2022 · #19
Hallo Caro, Thalea und Steve,
auch ich möchte mich für euren Reisebericht bedanken! Es freut mich, dass ihr eine so schöne Zeit im südlichen Afrika verbracht habt und auch euer Nachwuchs sehr vergnügt war. Als unsere kleine Tochter noch kein Jahr alt war, haben wir auch einige schöne Elternzeitwochen in SA (Kgalagadi) und Namibia verbracht und waren auch davor schon mit unserer Großen in SA unterwegs. Und auch mit den langsam größer werdenden Kindern ist es natürlich schön (und immer weniger kompliziert) durch das südliche Afrika zu reisen. Schön, dass auch ihr diese positive Erfahrung machen konntet.