Campingvorschläge im Kaokoveld

46 Antworten · 7'757 Aufrufe · gestartet 05. Jan. 2022 von Thomas11
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Themenstarter45 Beiträge · seit 201305. Jan. 2022 · #1
Hallo Liebes Forum

Zuerst mal allen ein tolles 2022 und hoffentlich habt Ihr die Möglichkeit, eure Traumreisen zu verwirklichen.

Wir reisen im Sommer 2022 bereits zum 5. mal nach Namibia. Nachdem wir bis anhin jeweils in verschiedenen Lodges übernachtet haben solle es diesmal ein Dachzeltaufenthalt werden. Unsere beiden Teenager sind jetzt im Alter, wo das klappen sollte. Und zudem schadet es auch nicht wenn die beiden mal ein paar Wochen auf Internet verzichten müssen...

Unsere Reise sieht so aus:
12. Juli Landung in Windhoek am Morgen. Fahrzeug abholen und einkaufen. Fahrt zur Spitzkoppe
12. + 13. Juli Aufenthalt bei Spitzkoppe
14. Juli Übernachtung beim Brandberg
15. + 16. Übernachtung bei Palmwag
17. Juli Übernachtung ?
18. Juli Übernachtung ?
19. Juli Übernachtung ?
20. Juli Übernachtung ?
21. Juli Übernachtung Hobatere Lodge
22. Juli Übernachtung Dolomite Camp
23. + 24. Juli Übernachtung Okaukuejo
25. + 26. Juli Übernachtung Halali
27. - 31. Juli Tsumeb bei verwandten
1. August Fahrt nach Windhoek
2. August Rückflug

Für die Übernachtungen vom 15. Juli bis zum 20. Juli bin ich euch dankbar, wenn ich auf eure gemachten Erfahrungen zurück greifen kann. Ist es notwendig, in dieser Hauptreisezeit die Unterkünfte vor zu reservieren oder können wir jeweils am Tag zuvor anrufen und uns nach der Verfügbarkeit erkundigen? Wie sieht es in dieser Region mit Wildcampen aus?

Ich freue mich jetzt schon auf eure Vorschläge und Unterstützung und danke hierfür herzlich.

Liebe Grüsse
Thomas
7'272 Beiträge · seit 200605. Jan. 2022 · #2
Hallo Thomas

Euch auch ein gutes neues Jahr!

Ich mache regelmäßig individuelle Beratungen zum Kaokoveld und zu Wildcamping in der Region. Ich nutze deine Anfrage nun mal um ein paar Tipps hier einzustellen.

15. + 16. Übernachtung bei Palmwag
Palmwag selber hat eine gute Campsite mit Pool, Bar, kleinem Restaurant und einem Wasserloch welches gerne von Elefanten besucht wird. Die Campsite wird gut von Gästen besucht. Manchmal ist es da etwas rummelig. Deshalb nutzen wir auch sehr gerne eine der Campsites in der Palmwag Konzession. Vielleicht ist ja auch eine Möglichkeit eine Nacht bei Palmwag zu verbringen und die nächste bereits in der Konzession auf dem Weg Richtung Hoanib.

4 Übernachtungen im Kaokoveld
Es gibt immer wieder Leute die denken, dass sie mit vier Übernachtungen im Kaokoveld bis an den Kunene kommen. Das macht keinen Sinn. In dieser Gegend sind die Pirschfahrten in den Flusstälern das Highlight. Da kommt man nicht weit. Bei vier Tagen ist deshalb meine Empfehlung:

1) Hoanib: Ihr kommt dazu aus der Palmwag Konzession über den Mudorib. Beim Mudorib Wasserloch habt ihr gute Chancen auf spannende Sichtungen. Von da würde ich im Hoanib Flussbett weiter Richtung Osten fahren. Z.B. bis De Poort oder sogar bis Elephant Song. Als Übernachtung bietet sich die Elephant Song Campsite oder eine wilde Campsite an.

2) Puros: Ihr fahrt im Hoanib Richtung Westen bis Amspoort. Unbedingt bei Amspoort von oben ins Flussbett schauen. Da sind oft Wüstenelefanten zu sehen.

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Da dreht ihr Richtung Norden ab und fahrt nach Puros. Wenn Ihr mögt evtl. soggar durch den Puros Canyon. Bei Puros gibt es mehrere gute Campingplätze. Wir nutzen gerne eine Community Campsite im Hoarusib Flussbett (Richtung Norden).

3) Puros: Heute könnt ihr eine schöne Tour Rund um Puros machen. Es gibt dafür mehrere Optionen.
  • Puros-Canyon
  • 4x4 Strecken Entlang des Skeleton Cost NP
  • Suche nach Wüstenelefanten
  • Khumib - Hoarusib Trail mit Mount Himba Sphinx
  • Die Punkte können auch kombiniert werden. So dass meine Variante wie folgt ist:
    Blick in den Canyon, Entlang des Skelettküsten Parks zum Gizzly Felsen, durch den Khumib Nach Nord-Osten bis zur Abzweigung vom Khumib-Hoarusib Trail, am Mount Himba Sphinx vorbei in den Hoarusib und zurück ins Camp. Unterwegs findet ihr mit etwas Glück auch ein paar Wüstenelefanten.
    Für die Strecke von ca. 150km braucht ihr den ganzen Tag.

    PurosAusflug.jpg


    4) Khowarib Schlucht: Fahrt über die D3707 nach Sesfontein und weiter in die Khowarib Schlucht. In der Schlucht gibt es sehr schöne Halbwilde Campsites. D.h. es gibt keine Infrastruktur es kommt aber jemand von der Community vorbei um die Campinggebühr abzuholen.

    Von da seid ihr gemütlich in einem Tag bei der Hobatere Lodge.

    ACHTUNG: Wer in diesen Gebieten unterwegs ist braucht einen Plan B. Genügend Wasser, Lebensmittel und natürlich Treibstoff ist Pflicht. Wir haben ausserdem immer ein Satelliten Telefon dabei.

    Einen Einblick in das Gebiet erhaltet ihr über die Karte

    Ich persönlich würde das Dolomite Camp streichen und stattdessen Olifantrus nehmen. Beim Dolomite Camp stimmen Preis-Leistung nach meiner Ansicht überhaupt nicht.

    Herzliche Grüsse
    Chrigu
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    zuletzt bearbeitet 05. Jan. 2022
    Themenstarter45 Beiträge · seit 201305. Jan. 2022 · #3
    Herzlichen Dank Chrigu für deinen tollen Vorschlag

    Uns ist bewusst, dass wir in den wenigen Tagen nicht all zu weit in den Norden fahren können. Ich werde mich bei der weiteren Planung gerne an deine Tipps halten.

    Liebe Grüsse
    Thomas
    143 Beiträge · seit 200805. Jan. 2022 · #4
    Moin Thomas,

    ich stimme Chrigu in weiten Teilen zu. Palmwag paßt so gar nicht mehr in das Bild zur „1. Lodge am Eingang zum Kaokoland“. Die Campingplätze sind voll und laut, das Schwimmbad in Miniaturausführung dafür nun zu klein, …und das Restaurant ist überfordert. Mein letzter Besuch dort am 02. Januar 2022 war kein schönes Erlebnis. Aus diesem Grunde rate ich Dir ebenfalls dazu, nur eine Nacht bei Palmwag einzuplanen.

    Aus Deiner Planung erkenne ich, daß Du nur Campingplätze und Lodges anfahren möchtest. Ist das so bewußt geplant? Das Kaokoveld zeichnet sich ja als letzte zaunlose Wildnis aus. Du kannst das Kaokoveld meiner Meinung nach nur wirklich als Wildnis erleben … wenn Du Übernachtungen in der freien Wildnis erwägst. Mit einer entsprechend einfachen Vorbereitung der Ausrüstung könntest Du das tatsächlich umsetzen. Eine mentale Vorbereitung ist im Grunde genommen nicht nötig, …denn: Die Wildnis ist nicht gegen den Menschen. Man sollte nur einige Grundkenntnisse wissen und ein paar Präventivmaßnahmen im Wildniscamp treffen, dann kann tatsächlich jedermann die letzte zaunlose Wildnis mit ihrer Menschenleere und Stille in vollen Zügen genießen.

    Falls Du diese Wildnis genießen möchtest, dann rate ich Dir zu folgender Routenführung:

    15. Juli: Übernachtung in der Khowarib Lodge. Sie liegt nur 76 km nördlich der Palmwag Lodge und bietet ebenfalls Schwimmbad, ein gutes Restaurant und ist nicht so überlaufen. Zudem liegt sie schon etwas tiefer im „wahren“ Kaokoland.

    16. Juli: Fahrt über Sesfontein über die Giribes Ebene, vorbei am markanten „Signal Hill“ hinab in den Hoanib Trockenfluß. Die Karten von T4A geben vor der Einfahrt in den Hoanib bereits einige gute Übernachtungspunkte an. Bei Interesse kann ich Dir auch gerne einige meioner Übernachtungsplätze per PN übermitteln.

    17. Juli: Den ganzen Tag kannst Du Dich im Hoanib auf Wildpirsch begeben. Es gibt mehrere künstliche Wasserstellen neben dem Flußbett. Von den Guides der Tagesausflügler der Lodges kannst Du Dir Tipps geben lassen wo die Tiere gesichtet wurden. Der Hoanib ist berüchtigt ob seiner reichen Population an Wüstenelefanten. Ich empfehle Dir zur Übernachtung einen Platz westlich der Enge Amspoort zu suchen. Dort hat es ein Steilufer, von dem aus kann man wundervoll Tiere beobachten.

    18. Juli: Heute solltest Du Dich nach Norden zum Hoarusib aufmachen. Der Track führt von Amspoort direkt über eine Hochebene in den Fluß. Der Hoarusib selber ist nicht so tierreich wie der Hoanib. Dafür bietet die Fahrt durch seine Schlucht ein in Namibia einmaliges Landschaftserlebnis, zumal auch einige einfache Wasserdurchfahrten zu bewältigen sind. Sie sind völlig ungefährlich solange man den gespurten Track nicht verläßt. Sollte nach einer eventuellen guten Regenzeit dieses Flußbett nicht befahrbar sein, so gibt es eine gute Nebenpad südlich des Flusses nach Purros. (siehe T4A!)Hier gibt es mittlerweile mehrere Camps mit heißen Duschen und WC. Nach drei Tagen in der Wildnis ist eine warme Dusche ein tolles Erlebnis! 😉

    19. Juli: Wie Chrigu ebenfalls empfiehlt, solltest Du den Hoarusib weiter nach Norden folgen und ihn nach ca. 30 km nach Norden verlassen um in den Khumib zu gelangen. Am Khumib entlang erreichst Du bald die Piste D3707 nach Opuwo. Hier gibt es ebenfalls tolle Übernachtungsplätze an und in verschiedenen kleineren Flußbetten.

    20. Juli: Heute wirst Du im Laufe des Tages via die Siedlung Kaoko-Otavi fahrend, in Opuwo eintreffen. Im Laufe des Tages fahrt Ihr in das dichter besiedelte Gebiet der Ovahimba ein. In Opuwo bietet sich erneut eine Übernachtung auf einem „zivilisierten“ Campingplatz ein. Die Opuwo Country Lodge ist dafür prädestiniert. In Opuwo gibt es dann neben dem besonderen Kulturerlebnis auch Tankstellen und Supermärkte.

    21. Juli: Ihr schwebt heute 195 km über Teerstraße bis an den Westeingang des Etoscha Nationalparks. Es sind dann nur noch weitere 63 Km bis zum Camp Olifantsrus. Letzteres solltest Du rechtzeitig buchen, …es ist heiß begehrt und immer stark gebucht!

    NamForum1.jpg


    Viel Spaß bei Deiner weiteren Planung und herzliche Grüße aus Windhuk,

    Olli
    Wer aus der Wüste zurückkommt, ist reicher, aber auch einsamer. Denn die Zahl derer, die einen verstehen können, ist kleiner geworden. Zitat nach B. Baumann
    Themenstarter45 Beiträge · seit 201306. Jan. 2022 · #5
    Hallo Olli

    Auch dir ein herzliches Dankeschön für deine Bemühungen und die ausführliche Beschreibung. Wenn ich das richtig verstehe, deckt sich dein Vorschlag in weiten Teilen mit der Empfehlung von Chrigu.

    Sehr gerne werde ich mich bei dir per PN melden.

    Gruss aus der Schweiz
    Thomas
    441 Beiträge · seit 201406. Jan. 2022 · #6
    Moin

    da wir gerade so nett beisammen sind und wir auch in 6,5 Wochen im Kaokoveld sein werden (Wenn es die Regenzeit zulässt), frage ich doch mal ganz nett an für eine Erweiterung der Tour auf netto 2 Wochen im Kaokoveld.
    Wir waren schon 2 mal dort, aber eigentlich immer nur viel zu kurz. Wenn es möglich ist möchten wir auch gern die D3700 fahren.
    Danke und Gruß Matze
    148 Beiträge · seit 200607. Jan. 2022 · #7
    Hallo Olli,
    die von dir beschriebene Tou sind wir im July 2009 in umgekehrter Reihenfolge gefahren, waren sehr beeindruckt von der Landschaft und Tiersichtungen (gar nicht wie im "Zoo" Ethosha) und wir wollten immer mal wieder mit mehr Zeit nochmal hin. Jetzt fahren wir Ende Januar - Mitte Februar wieder nach Namibia.

    Was meint ihr, kann man in der Zeit diese Strecke fahren, vorausgesetzt es regnet nicht?

    Herzliche Grüße aus dem kalten Nordhessen
    Torsten
    0
    143 Beiträge · seit 200813. Jan. 2022 · #8
    Hallo Toro,

    Du kannst diese Strecke immer (-!-) befahren wenn es nicht geregnet (-!-) hat. Die Monate Januar bis April liegen in der Regenzeit. Insofern ist eine solche Route in dieser Jahreszeit keineswegs vorausschaubar und planbar. Ich persönlich fahre in der Regenzeit sehr gerne in das Kaokoveld. Das Element Wasser und die erwachte Natur lassen das Wüstenerlebnis dann viel intensiver bzw. anders rüberkommen. Jedoch stimme ich meine Mitfahrer darauf ein, daß nicht das Abspulen der geplanten Route innerhalb der geplanten Zeit das Ziel ist, vielmehr ist es in dieser Zeit das intensivere Naturerlebnis und ... als kleiner Nebenaspekt 😉 evtl. auch die fahrerischen Herausforderungen. Es kann durchaus vorkommen, daß irgendein Rivier plötzlich wegen eines Regengusses unpassierbar ist. Dann mußt Du warten, evtl. nur Stunden, bei großen Flußläufen auch mal Tage. Ich habe Kaokoland-Reisen schon einmal komplett abgebrochen und bin statt dessen spontan in den Süden Namibias gefahren. Einmal hatten wir drei Tage lang am Ufer des stark laufenden Hoarusib verbracht, haben mit Abschleppseilen gesichert in seinen Fluten gebadet, sind gewandert ...und sind dann doch nach den drei Tagen schlußendlich über Opuwo zurück zum Ongongo gefahren. Kurzum, Du solltest sensibel und flexibel sein. Vor allem aber mußt Du in der Regenzeit eine englische Regel unbedingt befolgen: "Know what you do!" Verschwitzte Grüße vom Schreibtisch, Olli 😎
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    Wer aus der Wüste zurückkommt, ist reicher, aber auch einsamer. Denn die Zahl derer, die einen verstehen können, ist kleiner geworden. Zitat nach B. Baumann
    148 Beiträge · seit 200621. Jan. 2022 · #9
    Danke Olli,
    deine Bilder und Erläuterung machen Lust auf eine Fahrt dort hoch, mal schauen wie das Wetter die nächste Zeit mitspielt. Unsere PCR-Test sind jedenfalls negativ, da kann es nach Namibia gehen!

    Torsten
    0
    7'272 Beiträge · seit 200621. Jan. 2022 · #10
    Eben haben wir von Kunden die Nachricht erhalten dass der Hoanib gestern abgegangen ist und heute voll läuft.

    Herzliche Grüsse
    Chrigu
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    343 Beiträge · seit 200612. Feb. 2022 · #11
    MatzeHH schrieb:Moin

    da wir gerade so nett beisammen sind und wir auch in 6,5 Wochen im Kaokoveld sein werden (Wenn es die Regenzeit zulässt), frage ich doch mal ganz nett an für eine Erweiterung der Tour auf netto 2 Wochen im Kaokoveld.
    Wir waren schon 2 mal dort, aber eigentlich immer nur viel zu kurz. Wenn es möglich ist möchten wir auch gern die D3700 fahren.
    moin MatzeHH

    wir haben dir eine PN gesendet. melde dich mal. 🙂
    bg
    und fair winds 😉
    441 Beiträge · seit 201413. Feb. 2022 · #12
    hab ich 😉
    Danke und Gruß Matze
    1 Beiträge · seit 202216. Feb. 2022 · #13
    Hallo, wir sind - es ist halt noch ein bisschen Zeit bis dann - im Januar/Februar 2023 für 3.5 Wochen in Namibia und währen sehr an den Campingvorschlägen für das Kaokoveld interessiert. LG, Daniel
    343 Beiträge · seit 200617. Feb. 2022 · #14
    hi,

    hier im forum gibt es super viele und interessante tipps zu deiner frage, wenn du es richtig machst, ist es eine tolle fortbildung für dich. es ist aufwand - aber mit eustress verbunden, welcher bekanntermaße beflügelt. 😛

    und dann kannst du auch hier nachsehen:

    https://www.thomasrichter.de/namibia/camping-liste-download.htm

    fair winds
    1'111 Beiträge · seit 201625. Feb. 2025 · #15
    Guten Morgen liebe Namibiafreunde,

    Ich hänge meine Frage(n) mal hier an, da es das selbe Thema ist.
    Wir werden im September/ Oktober 25 ein paar Tage im Kaokoveld unterwegs sein, leider nur wenig Zeit, da wir sehr kurzfristig unsere letzten Urlaubstage benutzt haben.

    Jetzt meine Frage:
    Wir kommen am 25.09. von der Ongongo CS und planen, angelehnt an den Vorschlag von @chrigu weiter oben, von dort durch den Hoanib bis ca Elephant Song CS (oder ähnliches/ wilde CS) zu fahren.
    Am nächsten Tag (26.9.) dann weiter Richtung W bis Amspoort und dann nach N, ev duch den Purros Canyon und dort eine CS für die Nacht.
    Am dritten Tag (27.9.)dann die Tour mit Khumib und Himba Sphinx, falls wir das finden 😉 und wieder bei Purros oder zwischen Purros und Sesfontein eine CS suchen.
    Am 28.9. Fahrt durch Khowarib Schlucht, ev Kleine Serengeti (?) und irgendwo in der Schlucht campen.
    Dann eine kurze Fahrt zur Hobatere Lodge am 28.9..
    Jetzt hatte ich eigentlich Olifantsrus angedacht, ist aber ausgebucht, daher Fahrt bis Okaukuejo.

    Ist das so machbar oder habe ich die Vorschläge von oben falsch umgesetzt?

    Vielen Dank schon mal und lieben Gruß
    Tanja
    Namibia Oktober 2019 - Namibia April 2021! Schön war's Namibia Oktober 2021 - Süd-Namibia April 2023 Namibia September / Oktober 2025
    796 Beiträge · seit 201525. Feb. 2025 · #16
    Hallo Tanja,

    zur Jahreszeit und evtl. Regen, kann ich nichts sagen, da wir dort immer 2 Monate früher unterwegs waren.
    Zu deiner ersten Etappe, ich bin mir nicht sicher, welche Streckenführung du meinst.
    Ich würde von Ongongo die D3070 (bei Sesfontein unbedingt tanken) bis zu den Giribis Plains fahren, eine Pause am Signal Hill einlegen und die Feenkreise bewundern, wenn noch genug Zeit direkt nach Süden und durch den Hoanib zum Elefant Song Camp (absolut toller Platz). Solltet ihr nicht so viel fahren wollen, zurück bis zum Ganamub und diesen nach Süden. Ist auch eine sehr schöne Strecke durch einen recht engen Trockenfluß. Im Hoanib ist wildes Campen verboten und sicher auch nicht ganz ungefährlich. Bitte halte dich daran sonst werden solch herliche Strecken bald gesperrt. Ich würde nicht direkt von Sesfontein in den Hoanib abbiegen, da die Strecke bis zum Elefant Song Camp nicht schön und nur sehr staubig ist.
    Am kommenden Tag, eine Monster Fahrstrecke (haben wir aber auch so ähnlich geschafft). Hoanib bis Amspoort, bitte Verbotsschilder beachten und bei dem langen Fahrtag dort nicht zu viel Zeit verdatteln. Die Ausfahrt nach Norden ist nicht immer einfach und auch nicht immer gleich zu finden. Ich würde die westlichste Strecke nach Nodren nehmen. Wunderbare Landschaft und einfach klasse. Durch den Hoarusib nach Puros. Der Canyon ist toll, passt aber im westlichen Bereich (also dort wo ihr einfahrt) auf schlammige Stellen auf. Bei uns war dort im vergangenen Juli ein Löwenrudel unterwegs.
    Die nächste Runde ist schön und ich würde nochmals in Puros übernachten. Puros ist für mich ein herlicher Platz. Zu empfehlen ist der Aussichtshügel östlich von Puros, oberhalb des Hoarusib. Dieser führt dort Wasser und es gibt immer etwas zu sehen. Rechnet in Puros auf jeden Fall mit Elefantenbesuch. Die Puros Comunity Campside (östlich der Lodge) gefällt uns am besten.
    Nun wir es schwierig. Bis nach Khowarib und durch den Canyon ist zu weit. Wild Campen ist auch dort so eine Sache. Ich würde bis Khowarib Lodge fahren und dort Campen. Es sit ein ordentlicher Campingplatz und ein wirklich hübsche Lodge. Bei uns war nicht viel los und wir konnten alles nutzen. Kann später im Jahr, wenn allles voll ist, aber auch anders sein.
    Von Khowarib bis Hobatere ist immer noch ein kompletter Fahrtag. Eine sehr schöne und lohneswerte Strecke. Den Abschnitt von der "großen Ebene" nach Osten (Kamdescha), kenne ich nicht, da wir bisher immer von Süden (Erwee) kamen. Kurz nach Khowarib wird es sehr feinstaubig und die Schlucht hat tiefen Sand. Im Bereich der "Kreuzung auf der Ebene, hatten wir leichte orientierungs Probleme und mußten länger nach der richtigen Strecke suchen.
    Bis nach Okaukuejo ist weit aber machbar. Nur schade, so kann man sich nicht viel Zeit an den Wasserlöchern oder für Tiersichtungen nehmen und dies sollte ja das Wichtigste dort sein.

    Es fehlt leider ein Tag für meinen Vorschlag. Den würde ich wo anders stehlen, da ich von der vorgeschlagenen Route nichts weglassen würde, da alles sehr schön ist (am ehesten die Runde nach Norden bei Puros). Ich beneide euch um diese tollen Fahrtage und wünsche ein super Erlebnis.

    Grüße
    Markus
    Reisebericht: Familienabenteuer Namibia und Bostwana, Juli/Augus 2016 Videotagebuch: Der wilde Nord-Westen, Videotagebuch von Simon, Juni/Juli 2018 Reisebericht: "4.375km durch den Nord-Westen" von Moritz 14 J. Reisebericht: Über das Kaokoveld in den Caprivi, Jul/Aug 2022
    1'111 Beiträge · seit 201625. Feb. 2025 · #17
    Lieber Markus,

    Vielen Dank für die tolle und ausführliche Antwort!
    Wir werden auf jeden Fall nicht wild campen, wenn das verboten ist, ganz klar! Also danke für diesen Hinweis, dass es im Hoanib verboten ist.

    In der Khowarib Schlucht gibt es doch auch offizielle community CS, oder?
    Ansonsten gucke ich mal nach der Khowarib Lodge/ CS.

    Ich habe nicht ganz verstanden, wo ein Tag fehlt.. Muss ich noch mal mit Karte überlegen und die von dir genannten Strecken raussuchen, ist alles neu für mich, da wir bisher nur Lodghopper waren;-)

    Durch die Khowarib Schlucht sind wir schon mal gefahren, ab Palmwag Lodge bis Hobatere, das ging zeitlich ganz gut, obwohl wir sogar einen platten Reifen flicken und wechseln mussten und noch einen netten Schwatz mit anderen Reisenden dabei hatten, die uns mit dem richtigen Jack ausgeholfen haben, puh:-)
    Aber bei den anderen Strecken bin ich wie gesagt komplett ahnungslos und habe nur versucht umzusetzten, was chrigu auf Seite 1 vorgeschlagen hat, aber das mag ich auch komplett falsch verstanden haben, sehr gut möglich.
    Ich setze mich mal an die Karte!
    Danke nochmal!
    Namibia Oktober 2019 - Namibia April 2021! Schön war's Namibia Oktober 2021 - Süd-Namibia April 2023 Namibia September / Oktober 2025
    8'680 Beiträge · seit 201025. Feb. 2025 · #18
    Ich stimme Markus in allen Punkten zu (wobei ich mich ab Khowarib dann nicht mehr auskenne...). Allerdings würde ich ungern vorschlagen, diese "Runde" von Purros aus wegzulassen (lieber Etosha 😛 ). Falls Ihr sie fahrt, dann plant so, dass Ihr das Stück vom Khumib runter zum Hoarusib zum Schluss fahrt, damit Ihr das Licht im Rücken habt (wir kamen damals sowieso von Norden). Diese Anblicke damals fand ich sehr toll! Und finden tut man das dort alles recht gut mit Navi, teilweise waren sogar Hinweisschilder zu sehen ( nur unten am Schluss im Flussbett waren wir ein bisschen verwirrt, aber das kann ein persönliches Problem gewesen sein 🤪 ).

    DSC01222kNAM2022-2.JPG


    DSC01242kNAM2022-2.JPG


    DSC01256kxNAM2022-2.JPG



    Im Unteren Hoarusib (Purros Canyon) hatten wir im August mal recht viel Wasser. Nichts wirklich Schwieriges, aber es hat auf jeden Fall Zeit und Nerven gekostet:

    Bei YouTube ansehen ↗




    LG Bele
    Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
    zuletzt bearbeitet 25. Feb. 2025
    1'111 Beiträge · seit 201625. Feb. 2025 · #19
    Hallo Markus
    Ich hab mal versucht, deine Tipps auf der Karte nachzuvollziehen.

    Meinst du ab Ongongo ev die D3706 bis Sesfontein und fann die D3707 bis Giribes Plains?
    Dann entweder den Weg via Signal Hill in den Hoanib und dann zum Elephant Song, das hab ich verstanden.
    Wenn uns das zu viel wird sb Giribes Plains wieder zurück und in den Ganamub, klar soweit! Hast du einen Tipp, wo wid dann campen könnten?
    Und falls wir im Elephant Song nichts mehr bekommen, gibt es dann eine Alternative?

    Am nächsten Tag dann auf die Verbotsschilder achten! Auf der Karte kann ich nicht so richtig erkennen, wo msn nun tatsächlich lang darf und wo nicht... Ist das vor Ort dann ersichtlich?
    Du sagst, die Ausfahrt ist schwierig und nicht gut zu finden... Ich bin gespannt, etwas Abenteuer muss aber wohl sein...
    Bei Purros gibt es ja ein paar CS, ich versuche noch herauszufinden, wie man da jemanden erreichen kann, um zu buchen..

    Dann am dritten Tag die Tour rund um Purros und wieder CS bei Purros, klaro.
    Am nächsten Tag dann entweder zur CS Khowarib Lodge oder community CS in der Schlucht, okay? Das ist unser Tag 4, bisher passt alles, oder?
    Dann wie in deinem Vorschlag einen Tag durch die Schlucht bis Hobatere..
    Ich glaube, da fehlt kein Tag, oder hab ich einen Denkfehler drin?

    Ich würde gerne noch einen Tag dazu nehmen, geht aber nicht, da unsere Reisezeit so kurz ist und wir offensichtlich echt schon spät dran sind, aber besser als nix, denke ich:-)

    So, stimmt das jetzz so in etwa?

    Dankeschön 🙂
    Namibia Oktober 2019 - Namibia April 2021! Schön war's Namibia Oktober 2021 - Süd-Namibia April 2023 Namibia September / Oktober 2025
    zuletzt bearbeitet 25. Feb. 2025
    1'111 Beiträge · seit 201625. Feb. 2025 · #20
    Liebe Bele,
    Erst mal vielen Dank für deinen Beitrag und die Tipps UND die tollen Fotos/ Video.
    (ich kenne natürlich deine Berichte B))

    Ich gucke mir gleich mal an, wie ich da die Runde um Puros fahren soll.

    Ich sehe, dass chrigu auch die Runde um Puros im Uhrzeigersinn angibt, dann sollte das ja mit deinem Tipp passen. Schön 🙂

    Ich frage dich auch noch mal, wieso fehlt mir da ein Tag.. Ich sehe es irgendwie nicht 🙄

    25.9. Ongongo via Giribis Plains bis Elephant Song
    26.9. Lange Fahrt via Purros Canyon bis CS Purros
    27.9. Runde um Purros, CS Purros
    28. 9. Fahrt zur Khowarib Lodge, dort CS
    29.9. Fahrt durch die Khowarib Schlucht bis Hobatere.
    ... Ist das korrekt so?
    Namibia Oktober 2019 - Namibia April 2021! Schön war's Namibia Oktober 2021 - Süd-Namibia April 2023 Namibia September / Oktober 2025
    zuletzt bearbeitet 25. Feb. 2025