Wir sehen uns am Boteti! - Namibia/Botswana 2021

Reisebericht 192 Antworten · 30,2k Aufrufe · gestartet 02. Jan. 2022 von TinuHH
Themenstarter898 Beiträge · seit 201622. Jan. 2022 · #42
Daxiang schrieb:

was die Vögel betrifft, kann ich nur sagen - irgendwann trifft es Jeden. Je öfter wir in Afrika waren, umso mehr hat sich das Interesse für das Federvieh gesteigert.
Hi Konni,

da hast Du Recht! Ging uns genauso. Wir werden es sicher nicht mehr zu dem enzykopädischen Wissen einiger Forenten bringen, aber wir schauen jetzt immerhin mal genauer hin!

Liebe Grüße
Martin
Im Land der grünen Wiesen! - Namibia 2018 Wir sehen uns am Boteti! - Namibia/Botswana 2021 Botswana 2025 - Erholungsurlaub mit der Familie
zuletzt bearbeitet 22. Jan. 2022
Themenstarter898 Beiträge · seit 201604. Feb. 2022 · #44
Moin allerseits,,

wie weiter vorne angekündigt wollen Mara, Robin und wir unsere Reiseberichte für die nächsten Tage etwas koordinieren. Immerhin haben wir ab "übermorgen" gemeinsam eine Zeit dort verbracht.
Ich habe das Glück, dass ich eigentlich Zeit für's Tippen habe. Robin leider nicht, er ist beruflich etwas arg Land unter. Also bitte etwas Geduld, es geht demnächst weiter!

Herzliche Grüße aus Hamburg
Martin
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Themenstarter898 Beiträge · seit 201617. Feb. 2022 · #45
9.9. - Von defekten Batterien und dem Boteti-River-Camp

Wir haben beide gut geschlafen und freuen uns auf das Frühstück mit neuer Tischdecke. Was wir im Dunkeln beide nicht gesehen haben: die Tischdecke hat heftige Flecken und dunkle Knickränder. Vielleicht können wir sie noch tauschen.



Gegen 10:00 Uhr kommt Banda und fragt uns, ob wir das Holz noch wollen. Ja, natürlich, und wir wollen die Decke umtauschen. Beides geht. Wir wollen Holz und Decke bei der Abfahrt holen.

Wir bekommen Besuch von einem sehr zutraulichen Yellow billed Hornbill, der sich unser Auto, speziell den Scheibenwischer als Aussichtsplattform wählt. Wir machen uns schon Sorgen, dass er die Gummidichtungen und die Gummis vom Scheibenwischer gut finden könnte, aber glücklicherweise interessiert er sich mehr für sein Spiegelbild.


Yellow-billed Hornbill - Südlicher Gelbschnabeltoko


Yellow-billed Hornbill - Südlicher Gelbschnabeltoko


Yellow-billed Hornbill - Südlicher Gelbschnabeltoko


Crimson-breasted Shrike - Rotbauchwürger


Crimson-breasted Shrike - Rotbauchwürger

Leider funktioniert die Batterie für unseren Kühlschrank trotz einer Nacht am Landstrom immer noch nicht richtig, das kann so nicht bleiben. 😵
Ich rufe bei der Autovermietung an und frage ob wir in Maun vielleicht eine neue Batterie bekommen können. Leider gibt es in Maun keine Vertragswerkstatt oder ähnliches, aber Marc will sich kümmern. Kurze Zeit später bekommen wir eine SMS:

"Maun Long Man - <Telefonnummer>" - Aaaaaha! 🙄 ! "Maun Long Man". Nee, is klar, klingt doch eindeutig nach einer Fachwerkstatt 🤩 .

Ich rufe an, es ist besetzt, aber gleich werde ich zurück gerufen. Das ist der Effekt, von dem ich gestern schrieb. Ich verstehe ihn kaum, aber ich bekomme soviel mit, dass wir uns in Maun melden sollen, wenn wir da sind, er würde dahin kommen. Klingt gut, so machen wir das!

Am Empfang bekommen wir Holz für 30 Pula, das eben noch für uns gehackt wurde. Wir begleichen unsere Rechnung vom Abend, lassen noch was in der Tipp-Box, dann geht es los.

Fazit Thakadu Bush Camp:
Das Camp war nur als Zwischenstop eingeplant, wir hatten keine großen Erwartungen. Aber das, was da zum Thema Ablutions geboten wurde, war schon unteres Ende der Skala. Auch rückblickend im Vergleich zu allen anderen, die wir unterwegs hatten. Robin und Mara hatten offensichtlich noch schlechtere Eindrücke als wir.
Der Platz selber ist ganz ok. Viel Platz, Landstrom, und Banda ist ein netter Typ. Man kann da gut essen, es gibt kühles Bier, das passt ganz gut. Trotzdem, es gibt bessere Alternativen in der Gegend, denke ich.
Nachdem jetzt einiges an Zeit vergangen ist -
optimistische 2 von 5 Punkten!

Es geht über die gut ausgebaute A3 bis Maun. Die Landschaft hier ist deutlich anders als in Namibia. Es gibt hohe Bäume in weiten Abständen zueinander bis hin zur Straße. Dazwischen niedriges Buschwerk. Neben den grünen Bäumen mit Schirmdach gibt es zwischendurch auch immer mal welche mit rosa- oder lilafarbene Blüten.

Alles Vieh (Ziegen, Schafe, Esel, Kühe) weidet auf dem Grünstreifen an der Straße. Man muss schon sehr aufpassen, denn ab und an verirrt sich doch mal ein Tier auf die Straße, oder es kreuzen ganze Herden von Ziegen und Kühen die Straße.


Road Block

In Maun entern wir erstmal eine Tankstelle, ich habe nämlich auch Ghanzi ausgelassen. 200L Tank, da wollen wir doch nicht hektisch werden 🤩 !
Der Typ am Zapfhahn fängt bei 50L an vorsichtig zu werden. Sehr langsam macht er weiter, bis ich ihm sage, dass er ruhig laufen lassen kann, da ginge noch was! Gut 1200 Pula haben wir letztendlich auf der Uhr, das hat er wohl auch nicht so oft. Wir bekommen, nachdem wir bezahlt haben, eine 1,5L Flasche Cola geschenkt. Auf meinen fragenden Blick sagt er mir, dass es immer Cola gibt, wenn man für mehr als 1000 Pula tankt! 🤩 😄

Dann suchen wir das Delta Meat Deli, wo wir auf Fleisch hoffen, und wo es laut Internetseite auch verschiedene Käsesorten geben soll. Claudia möchte schon mal einkaufen, während ich mich bei "Maun Long Man" melde. Leider ist der Laden nicht zu finden, aber wir finden stattdessen die Beef Boys direkt neben Riley's Garage. Früher war genau da wohl Delta Meat, aber egal, auch gut so! Claudia bunkert dort Rinderfilet und Käse. Alles andere von unserer Einkaufsliste gibt es hier nicht.

Nach 20 Minuten taucht ein Mann auf, der sich als "Maun Long Man“ vorstellt, obwohl er weniger "long" als "short" ist. Er sagt uns, dass wir ihm zu seiner Werkstatt folgen sollen, die wir alleine nie finden würden. Klingt ja so richtig einladend! 🙄

Wir fahren einige Kilometer hinter ihm her. Es geht in die Außenbezirke über kleine sandige Pisten und Hinterhöfe bis in einen heruntergekommenen Werkstatthof. Stimmt, das hätten wir nie gefunden. Fachwerkstatt, ganz klar! 🤩

"Maun Long Man" und zwei weitere Mitarbeiter machen sich ans Werk und testen alles durch. Das Laden funktioniert wohl, aber die Batterie ist offensichtlich hin! Na toll, und jetzt? Ohne Kühlung macht das alles nur halb so viel Laune.


Der Herr links, im blauen Shirt, is "Maun long Man"!

"Maun Long Man" schnappt sich die ausgebaute Batterie und fährt in einen KFZ-Zubehörladen, der ein paar Straßen weiter liegt. Und tatsächlich kommt er mit einer (fast) passenden Batterie zurück 😄 ! Nur die Anschlüsse passen nicht richtig, die Gewindebolzen sind etwas dicker als bei der alten Batterie. Aber, hey, wo sind wir denn hier? Was nicht passt, wird passend gemacht! 😗

Die Jungs graben eine Bohrmaschine aus, die "beachtlich" ist. Aus dem Griff kommen zwei einzelne „verwuselte“ Kabel, am anderen Ende mit Bananensteckern, die in die Steckdose gepfriemelt werden. 😕 😣

Sabbel nich, dat gait!

Dann werden die Löcher in den Stahlstreifen, über die die vielen Anschlüssen an die Batterie geschraubt werden, aufgebohrt, alles angeschlossen - passt!



Ok, der obere Halter für die Batterie ist nicht mehr ganz da, wo er hin soll, aber, hey, bisschen Verlust ist immer! Hält alles, sieht gut aus, so lassen wir das! Der Rest ist Kosmetik und würde uns nur noch mehr Zeit kosten. 🙂

Claudia telefoniert inzwischen mit der Autovermietung. Alles gut, man wird uns die Kosten für die Batterie bei der Rückkehr erstatten. Dann höre ich, wie Claudia plötzlich etwa laut und sehr nachdrücklich wird. "Nein, DAS werden wir sicher nicht machen, das haben wir schonmal gemacht, und das war eine Katastrophe!“, dann ist das Gespräch schnell zu Ende. Dann erzählt sie mir, dass Marc eigentlich wollte, dass wir die alten Batterie wieder mit zurück bringen. Nee, vergiss es, wir transportieren kein 15 oder 20kg Monster drei Wochen über Hoppelpisten durch den Moremi und Chobe! Wir hatten das Thema mal in Namibia, da haben wir auch eine Ersatzbatterie gebraucht und haben uns überreden lassen, die alte wieder mitzubringen. Was war das ein Krampf, die konnte man nirgends brauchbar festmachen, die flog dauernd irgendwo rum. Nee, da hat sie Recht, das fällt definitiv flach. 😈

Um 16:45 Uhr ist endlich alles erledigt. "Maun-Long-Man" hat die Batterie auf Vertrauen von dem Laden bekommen, wir fahren zusammen hin um sie zu bezahlen. Bei "Maun Long Man" bezahlen wir 300,- Pula, lassen noch ein ordentliches Trinkgeld da, dann geht es endlich nach zweieinhalb Stunden wieder auf die Piste.

Man mag im ersten Moment schimpfen, dass die Batterie kaputt war, und dass man die vor der Abfahrt in Windhoek nicht ordentlich geprüft hat, wie kann man uns überhaupt mit sowas losfahren lassen, und überhaupt - aber letztendlich war das für uns Teil des Abenteuers. Wir hatten ein tolles Erlebnis mit witzigen Typen und einer abenteuerlichen Werkstatt, die haben da einen super Job gemacht. Und die Batterie - das als Vorgriff - hat ab da wunderbar funktioniert! TiA! 🤩

Einkaufen fällt aber jetzt flach, es ist schon zu spät, wenn wir noch im Hellen im Boteti River Camp ankommen wollen. Außerdem sind wir schon am Stadtrand in der richtigen Richtung. Hinter Maun passieren wir den ersten Vet Fence, bei dem wir mit dem Auto durch eine Desinfektionslösung fahren müssen. Dann müssen wir aussteigen und mit den Sandalen auf eine mit der Lösung getränkte Matte treten. Schön ist anders! Und ich hab’ nur FlipFlops an! 🤢

Glücklicherweise sind die folgenden 150 km vor uns asphaltiert, sogar neu und ohne die von Robin und Mara in ihrem ersten Reisebericht beschriebene Schlagloch-Piste. Es geht zügig voran und wir kommen gegen 18:30 Uhr im Camp an. Wir machen das Tor auf und fahren zur Rezeption, aber da ist niemand mehr! Es wird immer dunkler und wir irren durch die Gegend, bis ich jemanden finde, den ich einfach mal frage. Er telefoniert kurz, dann sagt er uns, dass wir uns einen Platz aussuchen sollen. Mish, der Camp-Manager, ist mit seinen Leuten an der Fähre, da ist was kaputt, er würde später rum kommen um uns zu begrüßen.

Der erste Platz, den wir nehmen wollen, hat ein Problem: jemand hat die Steckdose mit Klebstoff verschmiert 😠 ! Deppen gibt es überall, da scheint jemand mir irgendwas nicht zufrieden gewesen zu sein! Aber kein Problem, hier ist wenig los, wir suchen uns eine andere Camp-Site. Da ist alles in Ordnung.

Neben uns auf der nächsten Camp-Site steht ein südafrikanisches Paar aus Johannesburg, etwa in unserem Alter. Beide sehen aus wie Althippies und sind sehr sympathisch, wie sich bei einem kleinen Plausch herausstellt. Sie haben ein ähnliches Land Cruiser Modell wie wir, aber nur ganz oberflächlich gesehen. Sie haben den Wagen um ca. einen Meter verlängert! Klar, kein Problem, macht man ja ständig 🤩 ! Damit haben sie deutlich mehr Platz. Sie sind schon eine ganze Weile unterwegs, und sie wollen wohl auch nicht so schnell wieder zurück.

Dann kommt Mish zu uns auf die Camp-Site. Er begrüßt uns herzlich, fragt uns ob alles ok ist und wir klönen einen Moment. Er drückt uns ein kleines rundes "Tablett" in die Hand, auf dem ein Handfunki, Ladegerät und KFZ-Kabel, und ein Zettel mit einem Gruß von Robin und Mara liegen. Großes Kino! Wir freuen uns sehr!

20210910_103656__9102312.jpg


Klar, wir hatten vereinbart, dass Robin und Mara zwei kleines Funkgeräte mieten und eins bei ihrer Durchreise bei Mish für uns da lassen, aber dass das so wunderbar klappt ist einfach riesig 🤩 ! Das "Tablett" stellt sich später übrigens als eine Sternkarte der südlichen Hemisphäre heraus, mit dem man Sterne am südlichen Sternenhimmel bestimmen kann. Die beiden haben sie einfach mit einer Serviette dekoriert. Großartig! 😄 🤩

Claudia checkt erstmal die Ablutions und geht duschen. Die Ablutions hier sind sehr schön mit afrikanischen Motiven auf den Duschvorhängen vor den beiden großen Duschkabinen. Alles ist nach oben hin offen und sauber, überall hat man Blick auf Blumen und Bäume. Nur Krabbel- und fliegende Viecher gibt es hier reichlich. Und die Dusche ist kalt! Bei mir gibt es später warmes Wasser, da hat Claudia wohl gerade Pech gehabt.

Als Claudia vom Duschen zurückkommt, habe ich schonmal Feuer gemacht. Claudia bekommt erstmal ein Bier in die Hand gedrückt, dann sorgen wir für Licht in der Küche.

Mit dem Feuer auf der einen und der Lampe auf der anderen Seite haben wir jetzt ausreichend Licht, um das Projekt „Grillen“ in am Angriff zu nehmen. Wir grillen Würstchen und Filet aus dem Supermarkt. Für den ersten Versuch ist es erstaunlich gut. Beim nächsten Mal muss aber der Grill heißer sein, ich war zu ungeduldig. Mit knurrendem Magen grillen ist ungünstig! 😗 🤩

Noch ein Bier, dann lassen wir das Feuer runter brennen und gehen ins Bett. War doch ein aufregender Tag!
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zuletzt bearbeitet 17. Feb. 2022
4'382 Beiträge · seit 201518. Feb. 2022 · #46
Na endlich 😄 😄 😄
geht’s hier weiter! Ich befürchtete schon, dass Ihr davongeflogen seid….
Gruß
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
1'166 Beiträge · seit 201718. Feb. 2022 · #47
Die Bebilderung eurer Batterie-Odysee komplettiert das Bild, dass ich bislang im Kopf hatte. Herrlich, solche Momente sind viel zu kostbar um sie durch den Ärger und Pula zunichte zu machen. Bei Reparaturen trifft man oft echte Künstler. Die wissen einfach noch, wie man die Dinge wieder fit kriegt. 😉
TinuHH schrieb:

Der Typ am Zapfhahn fängt bei 50L an vorsichtig zu werden. Sehr langsam macht er weiter, bis ich ihm sage, dass er ruhig laufen lassen kann, da ginge noch was! Gut 1200 Pula haben wir letztendlich auf der Uhr, das hat er wohl auch nicht so oft. Wir bekommen, nachdem wir bezahlt haben, eine 1,5L Flasche Cola geschenkt. Auf meinen fragenden Blick sagt er mir, dass es immer Cola gibt, wenn man für mehr als 1000 Pula tankt! 🤩 😄

Dann suchen wir das Delta Meat Deli, wo wir auf Fleisch hoffen, .........
Ok, Budda bei de Fische sagt ihr doch... welche Tankstelle ist das?! 😄


@ Delta Meat Deli
Da haben wir ja auch ewig nach gesucht und uns in der Peripherie des Ladens durchgefragt, aber niemand wusste wo genau der sein soll. Wir sind durch irgendwelche Hinterhöfe marschiert, auf Sandparkplätze gefahren, aber nix zu entdecken.

Des Rätsels Lösung. Man fährt zum "Sefalana Cash & Carry" Ecke Kgo Sing und Moremi III. Dort fährt man durch die Mauer auf den Hof, vom kleinen Pförtnerhäuschen lässt man sich nicht abschrecken. Und auf dem Hof erst sieht man rechter Hand in einem Nebengebäude das Delta Meat Deli. Et voila!

Muss man sich merken, die haben manchmal Wild und das beste Billtong überhaupt! 😎
(und auch noch diverse andere Dinge, wie ein kleiner Tante Emma Laden Nahversorger - man kann hier also durchaus einen kleinen Teileinkauf erledigen)



Gruß,
Robin
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zuletzt bearbeitet 18. Feb. 2022
Themenstarter898 Beiträge · seit 201618. Feb. 2022 · #49
Blende18.2 schrieb:Die Bebilderung eurer Batterie-Odysee komplettiert das Bild, dass ich bislang im Kopf hatte. Herrlich, solche Momente sind viel zu kostbar um sie durch den Ärger und Pula zunichte zu machen. Bei Reparaturen trifft man oft echte Künstler. Die wissen einfach noch, wie man die Dinge wieder fit kriegt. 😉
Moin Robin,

genauso ist es! Wenn ich heute darüber nachdenke und mir die Bilder ansehe, dann ist das immer noch eine super Aktion gewesen! Klar wünscht man sich einen problemlosen Ablauf, aber wenn es dann doch anders kommt ist es super, wenn es so läuft, wie es gelaufen ist! 🤩
Blende18.2 schrieb:
Ok, Budda bei de Fische sagt ihr doch... welche Tankstelle ist das?! 😄
Das war die Caltex, fast im Zentrum:

Bildschirmfoto2022-02-18um08.54.56.png
Blende18.2 schrieb:
@ Delta Meat Deli
Danke, das habe ich mir gleich mal eingetragen.

Herzliche Grüße
Martin
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Themenstarter898 Beiträge · seit 201626. Feb. 2022 · #52
10.09. - Wir sehen uns am Boteti!

Wir haben großartig geschlafen! Hätte ich nie gedacht, dass wir in dieser Sardinenbüchse so tief und fest schlafen können.

Die Aussicht auf eine heiße Dusche lockt Claudia aber dann doch aus der Schlafhöhle. Die Duschen hier sind wirklich genial. Die beiden Kabinen sind riesig mit ausreichend Haken für Kleidung und Waschzeug und das Wasser heiß und reichlich.



Frisch geduscht wird gefrühstückt und dann versuchen wir Robin und Mara zu erreichen. Es klappt tatsächlich, obwohl die Verbindung lausig ist, aber "Warzenschwein ruft Elefant!" - es klappt 🤩 ! Klar, der alte Funkamateur in mir weiß natürlich, dass die Entfernung auf die andere Flussseite, und dann noch eine unbekannte Strecke zur jeweiligen Camp-Site, schon grenzwertig für die kleinen Quatschkisten ist. In sofern bin ich sehr zufrieden, dass wir uns über die Entfernung verständigen können. Wir verabreden uns an der Fähre auf der anderen Flussseite. Als wir abfahrbereit sind, wollen wir Bescheid sagen, erreichen aber die beiden nicht. Wir warten noch eine halbe Stunde und fahren dann los.


Southern Pied Babbler / Elsterdrossling

An der Rezeption treffen wir Mish und quatschen etwas. Dann sagen wir Mish, dass wir auf die andere Seite wollen. Er macht sich auf den Weg zum Fluss und wir fahren die wenigen 100m zur Fähre.

Ganz ehrlich, als wir aus dem kleine Dorf die kurze sandige Piste runter zum Boteti gefahren sind, sind wir leicht sprachlos und total begeistert! Das Licht, die Aussicht über den Fluss, Kühe und Ziegen, die am Ufer weiden - das ist einfach großartig! Unsere Gefühle können die alten Hasen vielleicht nicht mehr ganz nachvollziehen, aber wir, als totale Anfänger in Sachen Botswana, waren echt überwältigt! 🤩 🤩 🤩


Fähre am Boteti


Boteti

Die Fähre über den Boteti ist schon ein Abenteuer für sich, Ihr kennt das 🤪 . Wir haben ja viel darüber gelesen und viele Videos gesehen, aber life ist das nochmal viiiel besser 🤩 ! Die Fähre liegt auf der anderen Seite, Mish und ein Kollege fahren mit einem kleinen Ruderboot rüber. Die Fähre hat keinen Motor (mehr), sie wird von Hand an einem Seil gezogen.



Als die Fähre sehr dicht am Ufer ist, bekommen wir das Zeichen, dass wir auf die Fähre fahren können. Erst geht es ein paar Meter durchs Wasser, dann die beiden Rampen hinauf 😮 . Passt alles, wir werden eingewiesen und fahren bis ganz nach vorn. Dann ziehen die beiden Männer die Fähre per Hand langsam auf die andere Seite.



Der Blick über den Boteti ist einfach großartig! Wir genießen die recht lange Fahrt ausgiebig. Kurz vor dem anderen Ufer müssen wir das Auto etwas zurücksetzen, damit die Fähre vorn etwas hoch kommt, so dass sie weiter ans Ufer gezogen werden kann. Dann dürfen wir hinunterfahren und durch das knietiefe Wasser auf das Ufer. Dann geht es die Böschung hoch und wenige Meter später stehen wir vor der Einfahrt zum Makgadikgadi Pans Nationalpark.



Am Tor zum Park kommt uns ein LKW mit Mitarbeitern des DWNP und des Militärs entgegen. Den Grund dafür sollten wir später erfahren. Wir müssen uns registrieren. Alles läuft freundlich, aber auch etwas chaotisch ab. Wir sollen erst bei Ausfahrt zahlen und zwar 220 Pula pro Person und Tag und 50 Pula für das Auto. Dann geht es über tiefsandige Pisten durch den Park. Was für eine Landschaft! Niedrige trockene Büsche, grauweißer Sand, toll 🤩 !

Wir fahren erst mal zur Camp-Site, vielleicht treffen wir ja Mara und Robin dort. Leider sind sie nicht mehr da, aber wir bekommen von anderen Campern die Auskunft, dass die beiden Richtung Hippo-Pool gefahren sind. Weiter geht es über die Piste an lustigen Hühnern und Zebra-Herden vorbei. Landschaft und der Blick auf den Boteti begeistern uns total!

Wir erreichen eine Stelle, wo es offensichtlich runter zum Boteti geht. Davon haben Robin und Mara in ihrem 2018'er Reisebericht geschrieben. Nich lang schnack’n, runter da! Vorsichtig fahren wir ans Ufer des Boteti. Es ist einfach traumhaft! Massen an Tieren, große Zebra-Herden, Kudus, jede Menge Federvieh - wir könnten hier stundenlang rumfahren.


Blick über den Boteti


Immer schön in Kolonne gehen!




Intermediate Egret / Ardea - Mittelreiher. (Danke, Ingrid!)


Auch das gehört wohl dazu.

Wir kommen an einem Baum vorbei, auf und um den herum Massen von Geiern sitzen. Den Grund dafür sehen wir erst auf der Rückfahrt. Hinter dem Baum am Wasser liegt ein toter Elefant 😵 . Der ist auch der Grund für den LKW mit den DWNP-Leuten. Der Elefant ist eines natürlichen Todes gestorben, leider lag er wohl auf der "falschen", nämlich bewohnten Seite des Flusses. Um zu verhindern, dass das Elfenbein auf dem Schwarzmarkt landet, wurden die Stoßzähne vorsorglich "ausgebaut" und mitgenommen. Robin und Mara waren früher im Park und haben Bilder davon gemacht.


Geierbaum


Whitebacked Vulture (Weißrückengeier), Boteti River, Botswana

Gleich darauf haben wir die erste Elefantensichtung (sehr lebendig) am Wasser!

Irgendwann geht es nicht mehr weiter und wir erkennen eine Fahrspur, die wieder nach oben führt. Naja, was man so Fahrspur nennt 😄 ! Sagen wir mal, hier ist wohl schonmal jemand gefahren 😄 . Ansonsten sieht das ziemlich tiefsandig aus. Und es steht eine Herde Zebras im Weg. Ok, auf Einzelschicksale können wir jetzt keine Rücksicht nehmen, da müssen wir jetzt durch! Sicherheitshalber versuchen wir es mal mit 4x4L. Wenn wir da problemlos hoch kommen, dann kann uns nicht mehr viel schocken, würde ich sagen. Gesagt, getan. Der Dicke Panzer wühlt sich langsam, aber stetig und ohne irgendwelche Probleme durch den Sand den Hang hoch. Und auch die Zebras stört das nicht sonderlich, sie machen einfach Platz und schauen etwas irritiert aus dem Fell 🤩.

Oben setzen wir wieder ein "Warzenschwein ruft Elefant!" ab, und es klappt, wir erreichen die beiden mit dem Walkie-Talkie. Kurz danach sehen wir den Wagen von Robin und Mara, gut erkennbar am gelben Seil am Kuhfänger vorn. Erste Begrüßung durch die Fenster, dann verabreden wir, uns unten am Wasser eine gute Stelle zu suchen, wo wir uns hinstellen können. Bald ist ein passender Platz gefunden und wir können uns herzlich begrüßen und für das Walkie-Talkie bedanken. Dann gibt es einen ginfreien Begrüßungs-Tonic und wir genießen ausgiebig diese Stimmung am Boteti, das Licht, die Wärme, die Tiere, und die Gesellschaft, die wir jetzt noch ein paar Tage genießen dürfen. 🙂
Und es hat tatsächlich geklappt - "Wir sehen uns am Boteti!" Das ist schon etwas sehr besonderes für uns! 🤩 🤩

Während wir da so stehen und uns unterhalten und fotografieren, kommen drei Elefanten am Ufer in unsere Richtung! Ein bisschen mulmig ist Claudia schon 😕 , aber die Elefanten ziehen friedlich durch’s Wasser. So haben wir jede Menge Zeit, sie ausgiebig zu beobachten und zu fotografieren. Mampfend waten sie durch das seichte Wasser. Einfach großartig! Irgendwann ziehen sie die Uferböschung nach oben. Das Sandbad können wir leider nicht fotografieren, aber der Anblick ist toll.


Macht mal Platz!













Irgendwann verabschieden wir uns von Mara und Robin und verabreden uns für 10:00 Uhr am nächsten Tag an der Fähre. Ab morgen werden wir ein paar Tage gemeinsam unterwegs sein. 🤩

Auf dem Rückweg geraten wir tatsächlich in einen Stau 😵 ! Drei Autos sind vor uns und halten am Geierbaum. Nun können wir auch den toten Elefanten sehen. So genau möchte Claudia den aber gar nicht ansehen und sie ist froh, als die anderen vor uns weiterfahren 🤢 .

Dann melden wir uns am Gate ab. 580 Pula kostet uns der Besuch für heute und morgen. Der Mitarbeiter am Gate ruft noch netterweise bei Mish an, der aber schon auf dieser Seite des Flusses auf uns wartet.



Es geht zurück und rauf ins Camp. Wir sind von den ganzen Eindrücken ganz schön erledigt und wollen erst gar kein Feuer mehr anmachen.

Ich beschäftige mich erstmal mit Daten-Hygiene und Claudia bastelt aus unseren Vorräten ein Abendessen. Dann machen wir doch noch ein Feuer, immerhin ist das deutlich gemütlicher 😄 .

Das südafrikanische Paar ist heute weiter gefahren, der Platz ist leer. Bis jetzt jedenfalls. Dann kommt ein HiLux mit Dachzelt. Und noch einer. Und noch einer. Fünf Hilux, alle exakt gleich, mit deutschen Campern, kommen auf die Camp-Site! Mit erstaunlicher Routine bauen sie ihr "Dorf" auf und sorgen für Abendessen. Die machen das nicht zum ersten Mal! 🤪

Total erledigt hauen wir uns hin, leider werden wir die ganze Nacht von nicht sehr lauten, aber sehr nachdrücklichen Bässen genervt, die aus dem Dorf rüber wummern. Es ist Freitag, und man macht wohl erstmal Party. Irgendwann schlafen wir aber doch wieder ein, nur um vor Sonnenaufgang von lautem Vogelgeschrei aufgeschreckt zu werden 😵 . Auch das ist Afrika.

Herzliche Grüße
Martin
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zuletzt bearbeitet 25. März 2022
1'166 Beiträge · seit 201728. Feb. 2022 · #53
TinuHH schrieb:

Wir verabreden uns an der Fähre auf der anderen Flussseite. Als wir abfahrbereit sind, wollen wir Bescheid sagen, erreichen aber die beiden nicht. Wir warten noch eine halbe Stunde und fahren dann los.
Hallo Martin... du hast ja schon weitergeschrieben. 😮

Panisch habe ich erstmal ganz schnell Elefantenbilder entwickelt, damit das auch weiter geht bei uns. Die Verständigung war übrigens wirklich genial... in unserem Tagebuch steht, die beiden werden aber wohl noch länger brauchen, also fahren wir schonmal los. 😄


Witzig finde ich dieses Bild, denn ich habe keines wo die Zebras scharf sind, bei mir sind immer nur die Elefanten scharf gestellt! 🤪



Und um dieses Bild beneide ich euch. Von solchen Momenten haben wir eben fast nie welche. 🙁



Gruß,
Robin
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zuletzt bearbeitet 28. Feb. 2022
Themenstarter898 Beiträge · seit 201628. Feb. 2022 · #54
Blende18.2 schrieb:Die Verständigung war übrigens wirklich genial...
Naja, dafür, dass die Verbindung auf unserer Seite an genau einer Stelle auf unserem Campgound (irgendwo in den Büschen) funktioniert hat, war es dann ok. Aber wir durften uns keinen Meter von da weg bewegen, sonst habe ich nichts mehr gehört. Und in sofern fand ich das schon mühsam. Aber wie gesagt, auf die Entfernung doch ok!
Blende18.2 schrieb:
... in unserem Tagebuch steht, die beiden werden aber wohl noch länger brauchen, also fahren wir schonmal los. 😄
🤩

Grüße
Martin
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zuletzt bearbeitet 28. Feb. 2022
4'382 Beiträge · seit 201528. Feb. 2022 · #55
Hallo Martin, da sich hier noch niemand gemeldet hat, um diesen juvenilen Reiher (m.E. 😉 zu identifizieren, stelle ich das Bild noch mal ein. Ich finde das Foto sehr lustig, aber leider sieht man die Schnabelfarbe nicht und auch nicht, ob er "Federhöschen" anhat. Ich hoffe auf die Experten.....
Wasfür'nReiher.jpg

Liebe Grüße
Friederike
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Themenstarter898 Beiträge · seit 201628. Feb. 2022 · #56
CuF schrieb:Hallo Martin, da sich hier noch niemand gemeldet hat, um diesen juvenilen Reiher (m.E. 😉 zu identifizieren, stelle ich das Bild noch mal ein. Ich finde das Foto sehr lustig, aber leider sieht man die Schnabelfarbe nicht und auch nicht, ob er "Federhöschen" anhat. Ich hoffe auf die Experten.....
Hallo Friederike,

herzlichen Dank! Bin mal gespannt. Ich tippe auf einen "Yellow-billed Egret ", aber dafür fehlt mir einfach das Expertenwissen.

Viele Grüße
Martin
Im Land der grünen Wiesen! - Namibia 2018 Wir sehen uns am Boteti! - Namibia/Botswana 2021 Botswana 2025 - Erholungsurlaub mit der Familie
Themenstarter898 Beiträge · seit 201622. März 2022 · #57
11.09. - Tiefsand und Baobabs

Wirklich gut geschlafen haben wir heute nicht, die Mugge aus dem Dorf war einfach zu nervig.

Auf dem Nachbarplatz ist die große Gruppe schon eifrig dabei, Frühstück zu machen. Das geht alles extrem routiniert, was bei so einer großen Gruppe sicher nicht selbstverständlich ist. Dann wird gepackt, und schon sind sie wieder vom Hof. Nicht schlecht!



Wir frühstücken in Ruhe, dann packen wir zusammen und fahren zur Rezeption, wo wir bei Mish unsere Rechnung begleichen und noch etwas klönen. Dann wird es Zeit, wir sind um 10:00 an der Fähre verabredet.

Auf der anderen Seite werden wir von diversen Touristen fotografiert, heute ist deutlich mehr los als gestern. Auf dem Camp-Ground treffen dann Mara und Robin, sie sind noch fleißig beim Einräumen.



Von den Ablutions auf der Camp-Site hatten sie und schon vorgeschwärmt, und Claudia probiert das natürlich gleich mal aus. Jo, passt, die sind super! 😁

Dann machen wir uns auf den Weg. Wieder geht es am Flussufer entlang. Diesmal ist der tote Elefant voller Geier. Das muss natürlich festgehalten werden. So einen Anblick werden wir wohl nicht so bald wieder haben. Danach geht es wieder nach oben vom Flussufer weg und auf sandigen Pisten durch den Park.


Das große Fressen


Aufwärmen!


Weißrückengeier


Reiher


Guggst Du!


Auf der Flucht

Der Reifendruck ist schon entsprechend reduziert. Die Piste ist schon heftig tiefsandig, das muss ich sagen. Robin und Mara, die eine Zeitlang hinter uns her fahren, lachen sich tot, wie sie uns später sagen, weil unser Auto in den sandigen Wellen wohl ziemlich besoffen hin und her torkelt. 🤩 Hey, was glaubt Ihr, wie wir uns gefühlt haben??? 😈 🤢

Robin hält irgendwann an um uns darauf aufmerksam zu machen, dass es hier nach frischem Elefantendung riecht. 🙄 Äh, ja, tut es immer mal wieder, aber was ist daran so besonderes? Auf einmal sehen wir ein Solarpanel seitlich im Busch. Robin biegt dort ab. Das ist eigentlich nicht unsere Route – wo will er hin? 😕 Wenige 100 Meter weiter kommen wir an ein Wasserloch, und dort stehen schon einige riesige Elefantenbullen. Aaaahhhja! Klar, die hat Robin wohl gerochen! Hat Robin vielleicht den Elefantenriecher? Vielleicht, aber das Wasserloch kannten Robin und Mara schon von ihrer letzten Reise! Damals hatten sie dort aber nur einen Elefanten gesehen und jetzt werden es immer mehr. Irgendwann sind es bestimmt 25 Elefanten, die sich mit Schlamm oder Wasser bespritzen. Was für ein Anblick. Wir stehen hier gefühlt mindestens eine Stunde. 🤩

Sorry, jetzt kommen ein paar Elefanten mehr, da müsst Ihr jetzt durch!


Elefanten am Wasserloch


Elefanten am Wasserloch


Elefanten am Wasserloch


Elefanten am Wasserloch


Elefanten am Wasserloch


Elefanten am Wasserloch


Elefanten am Wasserloch


Elefanten am Wasserloch


Elefanten am Wasserloch


Elefant

Irgendwann reißen wir uns los. Weiter geht es bis zum Gate und wir verlassen die Makgadikgadi Pans. Nach wenigen Kilometer kommen wir am Nxai Pan Gate an und checken ein. Uns wird Baines Baobab Camp-Site #1 zugewiesen, aber Robin und Mara haben #2 im Voucher stehen, und wir bekommen die Info, dass wir heute alleine dort sind, uns also eigentlich aussuchen können, wo wir stehen wollen. 🤩


Nxai Pan Entrance Gate

Der erste Teil der Strecke besteht aus einer schnurgeraden und recht sandigen Piste. Kein großer Fahrspaß, zumal rechts und links auch nicht viel zu sehen ist. Dann geht es rechts ab Richtung Baines Baobabs.

Der Weg zu Baines Baobabs besteht entweder aus schmaler Sandpiste oder grobem Schotter mit reichlich Löchern darin. Zwischendurch machen uns Robin und Mara immer wieder auf Vögel aufmerksam, die im Gelände auf Büschen und Bäumen sitzen. Alleine hätten wir die wohl entweder nicht gesehen, oder einfach ignoriert. So langsam kommen wir auf den „Geschmack“, was die gefiederten Zeitgenossen angeht! 🙂


Ok, nur ein Strauß. Aber es wird!

Dann geht es ab zu der riesigen Salzpfanne, an der die großen Baobabs stehen. Ist das beeindruckend! Die Bäume sind riesig und dahinter erstreckt sich eine riesige weiße Fläche! Natürlich halten wir erstmal an, um den Blick zu genießen und festzuhalten. Bis zur Camp-Site Nr. 1 sind es bestimmt noch 2 km. Wir schauen uns die Nr. 1 und die Nr. 2 an, beide sind sehr schön, entscheiden uns dann aber für die Nr. 1, weil man von dort einen wunderbaren Blick über die Pfanne hat.


Baines Baobabs


Baines Baobabs


Salzpfanne


Salzpfanne

Wir stellen die Wagen Heck an Hack auf und dann wird alles für das Abendessen vorbereitet. Robin und Mara haben Springbock für dem Grill, ich schnippel Gemüse für den Potjie und Claudia bastelt uns einen Kartoffelsalat mit Kartoffeln, Zwiebeln, Gurken und Mayonnaise. Es gibt Sundowner und Bier.

Auf der Camp-Site gibt es zwei schneckenförmige Holzpalisaden. In der einen verbirgt sich das Plumpsklo. Es gibt sogar einen Klorollenhalter (natürlich leer). Die andere Schnecke enthält die Eimer-Dusche. Der Eimer hat unten ein Loch, in dem ein Duschkopf mit einem Hebel zum Auf- und Zudrehen angebracht ist. Den Eimer kann man über einen Flaschenzug herunterlassen, mit dem selbst mitgebrachten Wasser befüllen und wieder hochziehen. Robin, Mara und ich nutzen die Gelegenheit. Claudia hofft auf morgen und auf eine bequemere Gelegenheit zum Duschen. Sie hat definitiv was verpasst, finde ich!

Dann wird ausgiebig gegessen. Das ist wirklich eine großartige Location! Und wenn wir uns vorstellen, dass wir in diesem riesigen Gebiet vollkommen alleine sind, dann läuft mir heute noch der Schauer über den Rücken!







Bevor wir uns in die Schlafhöhle zurückziehen, scheucht Robin uns noch auf die Pfanne: „Das müsst ihr euch ansehen!“ 🤩 Recht hat er, der Sternenhimmel ist unglaublich! Hinten sind die Lichter von unserem Dachzelten und Autos zu sehen, oben die Milchstraße. Leider ist es so kalt, dass Claudia nach ein paar Minuten aufgibt. Mir gelingen aber ein paar ganz nette Bilder, aber bei Nacht/Sternenhimmel-Bildern habe ich definitiv Nachholbedarf, das muss ich noch üben. 😗


Sternenhimmel über der Salzpfanne

Vor dieser Camp-Site hatte Claudia den meisten Bammel, wie sie mir sagte. Und jetzt, nachdem sie es live und in Farbe gesehen hat, und nach den Erlebnissen hier, ist sie völlig hin und weg. Letztendlich ist es für sie eins der HighLights dieser Reise! Und Ihr dürft mir glauben, dass mich das ganz besonders gefreut hat! 🤩 🤩

Herzliche Grüße
Martin
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zuletzt bearbeitet 22. März 2022
1'835 Beiträge · seit 201523. März 2022 · #58
Deine spiegelnden Ellis sind wunderschön. Ich erinnere mich an dieses Wasserloch. Obschon wir zwei Mal in der Nxai Pan waren, haben wir beide Male die Baines Baobabs ausgelassen, da es dort kaum Tiere hat. Aber du meinst es würde sich trotzdem lohnen. Na ja, vielleicht wenn es ein drittes Mal wird.
Danke!
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
Themenstarter898 Beiträge · seit 201623. März 2022 · #59
Sadie schrieb:Deine spiegelnden Ellis sind wunderschön.
Vielen Dank!


Sadie schrieb:Obschon wir zwei Mal in der Nxai Pan waren, haben wir beide Male die Baines Baobabs ausgelassen, da es dort kaum Tiere hat. Aber du meinst es würde sich trotzdem lohnen. Na ja, vielleicht wenn es ein drittes Mal wird.
Wenn es um "Tiere only" geht, gebe ich Dir Recht. Aber wir fanden die Gegend landschaftlich so einmalig, dass wir für das nächste Mal wieder einen Besuch dort einplanen. Die Salzpfanne, die riesigen Baobabs - das ist schon ein Erlebnis!

Herzliche Grüße
Martin
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zuletzt bearbeitet 23. März 2022
8'684 Beiträge · seit 201023. März 2022 · #60
Guten Morgen Martin,

vielen Dank für die schönen Impressionen vom Boteti und den Baines Baobabs bzw. der Kudikam Pan. Ich finde diese Gegend auch sehr beeindruckend - und gerade weil Botswana ja nicht so viel an abwechslungsreicher grandioser Landschaft (wobei für mich das Delta durchaus zu den großartigen Landschaft zählt) zu bieten hat, sollte man sich gerade diese Gebiete auf einer Reise nicht entgehen lassen, statt immer nur nach Tieren zu suchen. Die Baobabs und die Pfannen haben ja auch den großen Vorteil, dass sie nicht davonlaufen oder wegfliegen 😎 .

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung eurer Reise und auch, dass deine Frau das Campen nun offensichtlich genießen kann 🙂 .

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 23. März 2022