Reisebericht

Hochzeit in der Kalahari - ein Traum wird wahr

von bayern schorsch · begonnen 10. Nov. 2021 · 20 Teile

Teil 110. Nov. 2021
wer den Reisebericht ohne Kommentare lesen möchte, bitte auf die Sonne rechts oben neben dem Titel klicken

Hallo Ihr lieben Fomis,

seit einer Woche sind wir wieder zurück von Namibia. Diesmal war es für meine Schorschine und mich eine ganz besondere Reise, über die wir gerne berichten möchten. Es war ja alles so anders als sonst, von wegen gemütliche Planung und von wegen mal schauen, was da alles so kommt ….

Nein – es war eine Gruppenreise der ganz speziellen und besonderen Art und eine Reise, die wir so in dieser Form noch nie unternommen haben. Waren wir bislang immer und grundsätzlich und gerne und auch viel lieber allein unterwegs, so stand das bei dieser Reise unter einem ganz anderen Stern. Aber lasst Euch erzählen, es war in jedem Fall sehr spannend.

Prolog:

Der Kalender zeigt dem bayern schorsch Mitte Juni 2019 (!!!) Zeit, um sich mal Gedanken zu machen, wie er denn seine Schorschine zum 60. Geburtstag eine Freude, und vor allem auch eine surprise der besonderen Art überreichen kann. Im Dezember 2019 ist der 59. Geburtstag, und so reifte die Idee, der Wunsch und der unbedingte Wille – da machst Du am 59. Geburtstag einen Heiratsantrag, 🙂 und falls die Schorschine ja sagt, dann brauchst Du auch gleich einen Plan, wie das alles ablaufen soll. Denn geheiratet wird in Namibia, nirgendwo sonst.

Gedacht, getan! Ab Mitte 2019 wurden sämtliche einschlägigen Lodgen angeschrieben und Angebote eingeholt, um im Dezember 2020 das große Event zu feiern. Die Hochzeit als krönenden Höhepunkt einer jahrzehntelangen Verbindung – es war allerhöchste Zeit, schließlich sind die Kinder ja auch schon alle verheiratet.

Schnell war die entsprechende Location gewählt, es soll in die Bagatelle Kalahari Game Lodge gehen, dort, so wurde erzählt, feiert man Weddings vom Feinsten. Also grad recht für den bayern schorsch, und so wurde geplant und geplant. Irgendwann war dann Schorschines 59. Geburtstag, und mit einem entsprechenden Kniefall, wie sich das gehört, wurde ganz traditionell um die Hand angehalten. Und siehe da – Schorschine hat „JA“ gesagt. Der Auftakt zu einem absolutem Mammut-Planungsmarathon 😉 🤩 , der seinesgleichen sucht.

Geplant war, die Hochzeit im Dezember 2020, nämlich genau am 60. Geburtstag der Braut, zu feiern. Aber was soll ich Euch erzählen? Viele haben es mitbekommen, und so sehr der gute bayern schorsch recherchiert und geplant hat, er hat die Rechnung ohne Corona gemacht. Zwei mal mussten wir verschieben, die familiäre Situation mit Schwangerschaften und Babykriegen bei unseren Kindern änderte sich von Monat auf Monat. Dann sagt der eine ab, der andere zu, der andere der abgesagt hat, sagt dann wieder zu und so ging das über lange Zeit.

Und bevor wir Euch jetzt langweilen mit dem ganzen Hin und Her, dem Coronagedöns und den Nicklichkeiten, die eine solche Gruppenreise im Vorfeld mit sich bringt, fangen wir einfach am Tag 1 unserer Reise an, nämlich der Anreise mit Lufthansa / Eurowings und den ganzen Regularien, die heutzutage so ein Afrika-Trip mit sich bringt. Denn Reisen ist in diesen Zeiten nicht mehr ganz so easy, wie das mal früher war.

Wobei wir nicht vergessen wollen, wie das am Tag vor unserem Abflug war – ein highlight der ganz besonderen Extraklasse, ein Schmankerl, das, wenn man es nicht selbst am eigenen Leib erlebt hat, gar nicht glauben kann, dass einem so etwas passiert. Ich sage nur: Visum ….. 🙁 😕 😮

Und ein Bild darf zum Einstieg natürlich nicht fehlen.
Hochzeit in der Kalahari - ein Traum wird wahr !!!



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Teil 211. Nov. 2021
Die Geschichte mit dem Visum muss ich noch nachliefern. Es war haarsträubend und die Nerven lagen blank. Schließlich hat man einen Tag vor Abflug was anderes zu tun, als hunderte von Kilometern von Süd nach Nord und umgekehrt zu düsen, da braucht man dann so was überhaupt nicht. Und Schuld waren wir wohl selbst ....
Abflug Donnerstag, 18.00 Uhr ab Airport München, Online Check-in ist möglich 23 Stunden vor Abflug, also am Mittwoch, ab 17.00Uhr.

Wer uns kennt weiß, dass wir natürlich den Online Check-in schon etwas früher genutzt haben, und siehe da, es war auch schon um 15.30 Uhr möglich. Also nichts wie ran an die Sache, noch sind schöne Fensterplätze zu bekommen, das war alles kein Problem und lief wie geschmiert. Allerdings nur solange, bis wir zu unserem Schwiegersohn, ein türkischer Landsmann mit türkischem Pass, der liebe Mann unserer jüngsten Tochter, angelangt sind. VISUMSPFLICHT !!! Eine klare Ansage auf dem Portal, ohne Visum keine Einreise.

Hhmmmm...., jetzt standen wir aber total blöd da, schließlich haben wir uns vor langer Zeit erkundigt, (das ist das Problem, wenn die Planungsphase zu lange dauert) und da war es unserer Meinung nach möglich, ein Visum on arrival zu bekommen. Egal, anscheinend haben sich die Regeln geändert, und wir haben uns dummerweise vorher nicht nochmal abgesichert.

Für unsere Problematik gibt es aber ein namibisches Konsulat in Berlin, 😈 und Punkt 16.15 Uhr wurde mit den Herren telefoniert. Die Ansage war klar: 220 Euro bezahlen, und zwar sofort, morgen früh um 9.00 Uhr im Konsulat erscheinen mit einem halben Ordner voll Dokumente wie Lohnnachweis,Aufenthaltsgenehmigung, Passbilder usw usw., dann gibt’s das Visum und dann ab durch die Mitte, was in diesem Fall bedeutet:

1. Heimatort - Berlin, knapp 600 km Nachtfahrt
2. Konsulat 9:00 Uhr, warten auf den Stempel
3. 10:00 Uhr Berlin – München Airport 600 km untertags, man sollte um 16.00 Uhr am Flughafen sein, denn der Flieger hebt u 18.00 Uhr ab. Wer nachrechnet - 10.00 Uhr Abfahrt ab Konsulat, 16:00 Erscheinen am Flughafen in München, also 6 Stunden Zeit für 600 Kilometer. Ob das zu schaffen ist?

Jetzt hab ich mir gedacht, mal den Büromenschen im Konsulat anzubetteln, ob´s denn nicht irgendeine andere Möglichkeit gibt, als in der Nacht nach Berlin zu düsen, am nächsten Tag wieder zurück bis zum Flughafen München. Und dann hab ich noch zu allem Überfluss und zum Verdruß dieses Herren gefragt, ob er sich denn sicher sei, von wegen die 220 Euro usw. usw.

Die Antwort war: mein Herr, wollen sie nun im Ernst meine Kompetenzen anzweifeln? Außerdem ist es jetzt mittlerweile 16.30 Uhr und meine Bürozeit endete bereits vor einer halben Stunde. Von daher solle ich mich mal ganz ganz klein machen, denn hier hilft nur einer, und das ist er und sein namibisches Konsulat.


Tja, bei so einer Ansage ist der bayern schorsch dann ganz ruhig und lässt den Dingen seinen Lauf.
Wobei der Lauf dann so aussieht: wenn´s eng wird (und es war mehr als eng), dann muss die Schorschine ran, die in solchen Situationen regelrecht über sich hinauswächst. Ich war zu diesem Zeitpunkt fertig und nicht mehr zu gebrauchen. Sogar unser Sohnemann hat mir attestiert: "so kopflos und hilflos hab ich dich noch nie gesehen." Wie gut, dass es die Schorschine gibt, die sämtlichen Papierkram akribisch ausgefüllt und erledigt hat. Es wäre uns ganz arg gewesen, wenn das mit unserem Schwiegersohn nicht geklappt hätte. Natürlich haben wir alle anderen Eventualitäten abgklärt. Ab FRA, oder vielleicht einen Flug am nächsten Tag, oder mit einer anderen Maschine. Wir hätten alles unternommen, damit der junge Mann, der sich bald am Meisten auf die Reise gefreut hat, mit dabei sein kann.

Tagsüber, also am Abflugtag, wurden natürlich pausenlos die Straßenverhältnisse gecheckt. ADAC und wie Sie alle heißen, alle waren auf unseren Bildschirmen vertreten, und wir waren permanent mit unseren Leidgenossen im Auto sozusagen "live" verbunden. Es war wirklich ein nervenaufreibender Tag.

Am Ende war es eine Punktlandung: exakt um 16.00 Uhr am Terminal 2 des Flughafens München, wir steigen grad aus dem Taxi aus, und schon kommt auch der Schwiegersohn angedüst. Was für eine Freude, da ist uns allen ein riesen Stein vom Herzen gefallen, und wir haben richtig Glück gehabt.
Da gibt´s nur eins: DAUMEN NACH OBEN


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Teil 311. Nov. 2021
Was in Reiseberichten nie fehlen darf - die Reiseroute:

1 ÜN Auas Game Lodge (zum Auftakt und zum Ankommen)
2 ÜN Bagatelle (Farmhouse, am zweiten Tag das große Event)
2 ÜN Sossusvlei Lodge
2 ÜN Swakopmund Hansa Hotel
1 ÜN Gelukspoort Farm (gedacht als Zwischenübenachtung auf dem Weg in den Etosha)
3 ÜN Toshari Lodge / Etosha
1 ÜN Frans Indongo

damit man sich die Route besser vorstellen kann, hier ist die entsprechende Landkarte:


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Ein paar Dinge, bevor es dann mit dem RB „richtig“ los geht und was bestimmt viele Forumsmitglieder interessiert, das sind die Rahmenbedingungen:

Einreise:
„er“ liest ja keine Reiseberichte, aber trotzdem möchte ich an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, dass wir durch die täglichen updates von unserm Travel-Namibia Christian perfekt informiert waren. Christian – an dieser Stelle Dir vielen lieben Dank. Du bist nicht nur für uns, sondern für das gesamte Namibiaforum eine große Hilfe – DANKE!
Und bitte – natürlich nicht nur Christian, sondern der Dank geht auch an die vielen Anderen, die mit superguten Tipps zum Gelingen der Reise beigetragen haben. Logi, Hanne und die vielen Anderen, auch Euch – DANKE!

Zurück zur Einreise: wir haben sämtliche Unterlagen und Formulare zu Hause ausgefüllt. Im Einzelnen ist dies:

Einreiseformular (braucht man übrigens auch bei der Rückreise nach Deutschland)
Bestätigung der Krankenversicherung, dass auch Covidbehandlungen übernommenn werden
negativen Coronatest (max 7 Tage alt ab Abstrich bis Ankunft)
Reiseplan lückenlos
Surveillance Form (Gesundheitsformular)
zweites medizinisches Reiseformular

Sowohl Reiseplan als auch das (zweite) medizinische Reiseformular wurde nirgendwo gefragt. Allerdings wird sehr genau darauf geachtet, dass man den negativen Coronatest hat und bei uns wurde auch nach dem Impfnachweis und der Surveillance Form gefragt.

Die Einreise in Namibia ging für namibische Verhältnisse flott voran, da gibt’s nichts zu meckern. 🙂

FLUG:

wir hatten den großen Vorteil, in den Genuss einer Gruppenfliegerbuchung 🙂 zu kommen. Sehr günstige Tarife, vor allem aber waren die Rahmenbedingungen unschlagbar. Kostenloser Storno bis 3 Monate vor Abreise, Namensänderung bis zum Zeitpunkt der Ticketausstellung (das war 4 Wochen vor Abflug) usw. usw.
Auch die Bezahlung (außer einer kleinen VZ) wurde erst 5 Wochen vor Abflug getätigt.

Lufthansa / Eurowings:

Gerne und öfter haben wir an die guten Zeiten mit der SAA gedacht. Das war doch noch was, wenn du zum Auftakt einen doppelten Gin-Tonic bekommst, zum Essen ein oder zwei Bierchen und dann, wenn man noch was für die Müdigkeit braucht, auch noch ein Schöpperl Rot. Dafür sind sie aber heute auch pleite, also was hilfts. 😈

Nehmen wir das, was wir bekommen, und das ist ein Glas Wasser oder Cola, ein Bier für 3,50 Euro, einen kleinen 0,2 Wein für 7,50 Euro und eine Decke für 9,00 Euro, die man dafür aber auch behalten darf. Dazu wird ein sehr mittelmäßiges Menü angeboten. Man wird satt, mehr ist nicht zu erwarten. Und uns haben die Nudeln sogar geschmeckt. Das Frühstück war allerdings mit einem kalten Wrap oder wahlweise einer Banane spärlich bis fast schon unmöglich.

Die Besatzung war durchwegs sehr freundlich, wenn auch bei der Rückreise äußerst inkompetent, denn da meinten die Damen doch tatsächlich, dass man bei der Einreise nach Deutschland ein Formular ausfüllen muss. Wenig später entschuldigte man sich für die Verwirrung – man braucht kein Formular, das ist erst seit gestern (!!!) eine neue Regelung.
Nun – wir wissen es in diesem Falle besser, denn die angeblich erst gestern veröffentlichte Regelung gibt es schon seit etlichen Wochen ... 🤩

Bestuhlung: beim Flug nach Windhoek hatten wir uns auf die Fensterplätze umgebucht. Eng, enger, am Engsten. Wirklich – als normal großer Mensch weiß man nicht, wo man seine Haxn unterbringen soll. So eng war es noch nie auf der Langstrecke. Beim Rückflug war (zum Glück) am Fenster nichts frei, also blieb es bei der 4er-Reihe, die jedoch deutlich mehr Beinfreiheit aufwies.

Unser Tipp: beim Hinflug kann man ja noch in aller Ruhe am PC zu Hause seinen Platz aussuchen, den Rückflug würden wir vorreservieren und dann halt notgedrungen ein paar Euro bezahlen. Noch besser wäre es wohl, die etwas breiteren Sitze zu reservieren, kostet aber einen Aufpreis für unseren Flug von 110 Euro pro Langstrecke pro Person.

Eines aber muss man sagen: die Flüge waren sowohl beim Hinflug als auch beim Rückflug überpünktlich, was wir bei unseren bisherigen Reisen so noch nie erlebt haben.

Kleine Schmunzelgeschichte am Rande: beim Rückflug hielten es wir für einen Scherz, als einer aus unserer Gruppe sagte, Frauen und Männer werden getrennt eingecheckt. Und es war kein Scherz sondern der wahre blanke Unsinn. Vorne die Frauen, hinten die Männer. Ein Witz, der an Lächerlichkeit nicht zu überbieten war.


Versicherung:
wir haben beim Branchenführer eine supertolle Gruppen-Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen. Die nennt sich „Corona-Rücktritt“ und deckt u.a. eben auch dann ab, wenn einer aus unserer Gruppe Corona-positiv gewesen wäre. Nicht auszudenken, wenn Braut oder Bräutigam einen positiven Test absolviert hätten – die komplette Reise wäre ins Wasser gefallen und der Versicherer hätte bezahlen müssen. Mit so einer Versicherung schläft sich´s besser, und zum Glück haben wir die Versicherung nicht beanspruchen müssen.

So – genug mit Vorgeplänkel, morgen geht es los mit Tag 1 unserer Reise, der „AUAS-SAFARI-LODGE“.

Ah halt, was mir noch eingefallen ist: um unsere Reisegruppe bei Laune zu halten und wohlwissend, dass von den Herrschaften ja noch niemand zuvor in Namibia war, haben wir fast für jeden Tag ein kleines "Tagesprogramm" aufgelegt. Das erste Programm haben wir dann schon im Flieger, kurz bevor wir auf dem Hosea Kutako Airport aufgeschlagen sind, verteilt.
Seht hier, wobei natürlich auch noch ein paar Bilder mit ins Tagesprogramm eingeflossen sind, die ich aber hier nicht auch noch zusätzlich bringen will:

Tag 1 Ankunft (planmäßig) morgens 08:20 Uhr auf dem Hosea Kutako Airport.

Jetzt sind wir also in Namibia gelandet, das Land, das sich die Braut und der Bräutigam ausgesucht haben, um ihre Hochzeit zu feiern. Es hätte ja alles ganz anders sein sollen undeigentlich wäre ja alles schon längstens erledigt, nämlich sage und schreibe schon letztes Jahr im Dezember, als die Braut ihren 60. Geburtstag hatte. Aber Ihr wisst ja selbst, wie alles gekommen ist und jetzt freuen wir uns aber um so mehr, dass es diesmal geklappt hat.

Was erwartet uns heute?
ein banges Warten an den Laufbändern im Flughafen auf unsere Koffer. Alles haben wir schon erlebt, der Höhepunkt war in Botswana, als wir zwei volle Tage auf unsere Koffer warten mussten. Stellt Euch mal vor, der Koffer der Braut mit dem Brautkleid ist noch in Frankfurt …..
Geld am Automaten ziehen mittels EC oder Creditcard. Creditcard würden wir bevorzugen, weil die Gebühren günstiger sind. Man wird aller Voraussicht nach nicht mehr als 2.000 Namibische Dollar abheben können, das entspricht ca. 115 Euro. Wobei wir schon beim Wechselkurs sind. Wenn ein Bierchen 50 NAD kostet, dann sind das ungefähr 2,90 Euro, nur mal so als Maßstab. Oder wenn der Liter Sprit 12 NAD kostet, dann sind das ungefähr 0,69 Euro. Also nur mal so als Beispiel
erstes allgemeines Chaos und Durcheinander, bis wir dann irgendwann unseren Busfahrer begrüßen dürfen.

Keine lange Strecke haben wir heute vor uns – die Auas Safari Lodge liegt grad mal 70 km vom Flughafen entfernt, wir rechnen mal mit einer guten Stunde Fahrtzeit. Wenn die Zimmer fertig sind, ist´s gut, wenn nicht, wird uns was einfallen. In jedem Fall ist für 16.00 Uhr der erste Game-Drive angesagt, auf den wir uns schon sehr freuen dürfen. Wird bestimmt spannend, vor allem aber auch, wie Euch die Art des Ausflugs gefällt.

Lasst Euch einfach mal auf das Abenteuer NAMIBIA ein. Flexibilität ist alles, und wie oft hat der Afrika-Reisende erleben dürfen, dass er zwar alles perfekt plant und lenkt, aber eines Besseren belehrt wird: hier lenkt nämlich nur einer, und das ist der liebe Gott und der Namibianer.
Teil 412. Nov. 2021
Tag 1: Ankunft in Windhoek, Empfang durch den Busfahrer, Geld Wechsel und Fahrt zur Auas

Wenn einer eine Reise tut, dann hat er was zu erzählen. Und noch mehr hat er zu erzählen, wenn er eine Gruppenreise tut. Die erste Geschichte spielt sich bei Ankunft am Flughafen in Windhoek ab, wir müssen Geld abheben. 3.000 NAD max. hat der ATM hergegeben, gar nicht mal so wenig, aber das dauert.

Bei dem einen geht die Bankkarte nicht, bei dem anderen ist wieder was anderes, und der nächste stellt erschreckt fest, dass eine stinknormale Bankkarte noch lange nicht zum Erfolg führt. 🤩 Zum Glück gibt’s aber den bayern schorsch. Dem sein Konto ist gut gefüllt, denn der war auf solche Dinge vorbereitet. Zwar ist ihm dann am Ende fast das Geld ausgegangen, aber irgendwie haben wir uns da schon durchgewurstelt. Fakt ist: beim Geldabheben darf dir´s einfach nicht pressieren, denn bis alle in der Gruppe entsprechend den ATM geleert haben, hat das gedauert. Die anderen Touris hinter uns waren begeistert. 😛

Der Busfahrer war schon da und hat uns mit einem hocherhobenen Taferl „Wedding - Group“ erwartet. 🙂 Gott sei Dank, schon wieder eine Sorge weniger. Das hat ja super geklappt, und nachdem alle, und zwar wirklich alle, ihre Koffer und noch wichtiger die ersten namibischen Dollar in der Hand hatten, machten wir uns auf den Weg zum Bus. Und schon die nächste Falle, in die die meisten von uns reingetappt sind: von allen Seiten strömten die Kofferträger auf uns zu und hielten natürlich danach für 20 Meter Koffertragen die Hand auf. Die Trinkgelder waren viel zu hoch, man hat halt doch noch irgendwie und irgendwo die Euros im Kopf.


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Ein Wort zur Gruppe:
Wir reden immer noch miteinander, das ist schon mal das Beste. Wobei es durchaus interessant war, welche Befindlichkeiten sich im Laufe einer 14-tätigen Gruppenreise ergeben. Und zwar bei Jedem, da nehm ich den bayern schorsch und seine schorschine nicht aus. 😉

Ein Teil unserer zahlreichen Kinder / Schwiegerkinder war mit an Bord, dazu noch Trauzeugen, Schwester, Bruder und zum „Auffüllen“ der freien Kinderplätze sind noch zwei Freundespaare mitgekommen, so dass sich die Gruppe dann in einem überschaubaren Rahmen bewegte. 13 Personen zur Rundreise, 15 Personen waren wir auf der Bagatelle zur Hochzeit.

Ja und dann sitzen wir im Bus, die ersten Bilder werden gemacht, und los geht’s Richtung Auas – Game – Lodge, ca. 80 km entfernt vom Flughafen. In weiser Voraussicht, und weil der gute schorsch aus bayern weiß, dass die Truppe einem kleinen Bus-Frühschoppen nicht abgeneigt ist, hat er den Bus mit Savanah, Windhoek Lager und Wasser füllen lassen. Der Fridge war proppenvoll, und das Savanah, das außer bride und groome niemand kannte, fand dankbare Abnehmer. Das hat der bayern schorsch gut gemacht!


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Bei den ersten Farmtoren muss noch der Bräutigam herhalten, aber den Job hab ich schnell aufgegeben, schließlich gibt’s genügend Jüngere, die das deutlich schneller können:

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Die Auas war genau der richtige Einstieg für unsere Namibia-Neulinge. Wir haben auch hier im Forum öfter die Frage gestellt, welche Lodge wir am Ankunftstag nehmen sollen. Wir bekamen viele Empfehlungen und haben uns dann letztendlich für die Auas entschieden. Eine Entscheidung, die goldrichtig war, denn wir wurden hier sehr sehr freundlich und nett aufgenommen. Sehr nette Zimmer, ein schöner Pool mit einem Wasserloch davor, wo doch der eine oder andere Vierbeiner sich rumtrieb.


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Am Nachmittag dann einen Game-Drive, wo unsere Familie und Freunde das erste Mal „freilebende“ Giraffen, Oryx, Kudus, Springbock & Co. sichten konnten. Die Lodge hat leider nur ein "richtiges" Game-Drive-Auto und es war für uns natürlich eine Selbstverständlichkeit, dass wir uns den Landcruiser schnappen, während der Rest der Truppe den ersten Game-Drive im offenen Fahrzeug genießen durfte.


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Dazu ein sundowner an wunderschöner Stelle auf einem Felsen – Afrika pur und von seiner wirklich schönsten Seite. Bei der Schönheit des Landes floß dann doch die ein oder andere Träne, und Schorschine und ich können das nachvollziehen – es haut einen schier um, wenn man die ersten Wildtiere sieht, die roten Dünen, die Steppen, die untergehende Sonne, ja, es war wirklich umwerfend und sehr berührend.


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Das Dinner wurde uns sehr schön auf der Außenterrasse angerichtet. Frau Helmi von der Rezeption, aber auch alle anderen Damen waren sehr bemüht und haben mit uns beraten, wo denn wohl der "schönste" Platz für das Dinner wäre. Braai vom Feinsten, der Blick zum Wasserloch, gute Weine, das war schon alles eine ganz außergewöhnliche Stimmung. Und während wir da so glückselig und zufrieden bei einem Bierchen und einem Glas Chardonnay unseren ersten game-drive Revue passieren ließen, kommt Lodgebesitzer Michael mit seiner Frau und seinen Servicedamen an den Tisch und macht uns seine Aufwartung. Eine kleine Rede, ein Gastgeschenk für die Brautleute, damit haben wir nun überhaupt nicht gerechnet. Wir haben uns über diese Geste unglaublich gefreut, und so was vergisst man nicht. Alle in unserer Gruppe, speziell natürlich bride and groome, waren begeistert und sehr gerührt. Das hat der Michael toll gemacht und am liebsten hätten wir ihn „erdrückt“ vor lauter Freude.

Fazit zur Auas: für den Beginn oder auch zum Ende einer Namibia-Reise der absolut ideale Platz, um in Namibia anzukommen. Klare Empfehlung unsererseits, Preis/Leistung hervorragend, Freundlichkeit nicht zu überbieten. Hierher würden wir gerne wiederkommen.
Teil 513. Nov. 2021
Tag 2, die Fahrt von der Auas nach Bagatelle:

wie gewohnt, bekommen unsere Gäste zum Früstück ihr „Tagesprogramm“ präsentiert, das sich wie folgt darstellte:

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Abfahrt ist angesagt für 08:30 Uhr – die Langschläfer in der Gruppe nehmen diese doch so arg frühe Abfahrtszeit zum Anlass, um ihren Unmut zu äußern. 😈
08:30 Uhr, ja dann muss man ja schon um 7:30 Uhr aufstehen, um das Frühstück zu bekommen.
Ja, muss man. 😎
Denn in Namibia ticken die Uhren ganz anders als bei uns in old Germany. Ist halt so, und man kann einem Namibia-Neuling eigentlich gar nicht böse sein. Woher soll er denn wissen, dass auf Gravel die Fahrerei nicht ganz so einfach ist als in Deutschland auf der A sowieso. Wobei – ein Stau ist nicht zu befürchten und wir haben dann die Langschläfer schon überreden können, frühzeitig aus den Federn zu kommen. Schließlich wartet die Bagatelle auf uns, und wir (speziell Schorschine und der bayern schorsch) sind doch schon arg gespannt, was dort auf uns zukommt.

Ein kleiner Frühschoppen im Bus, dazwischen die ein oder andere Pinkelpause,

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und schon nach ein paar Stunden passieren wir das Gate der Bagatelle Kalahari Game Lodge. Hinter dem Gate zur Lodge streikt jedoch unser Bus das erste mal. Anscheinend ist das Auto die Gravelpisten nicht gewöhnt.

Ah ja – weil ich grad vom Bus spreche bzw. schreibe, dazu muss man doch die eine oder andere Anmerkung machen:
„Cars and Guides“ aus Swakopmund, dort haben wir unseren 16-Sitzer Bus gemietet. Inclusive Fahrer, inclusive Fridge, inclusive separatem Kofferaufbewahrungsraum - für unsere 13-köpfige Gruppe grad das Richtige. Der Fahrer John war ein ganz ein Lieber, aber wenn ich vorher von Langschläfern in den eigenen Reihen geschrieben habe, dann gehört der gute John zu den Super-Langschläfern. Drei mal hat er uns versetzt, drei mal ist er deutlich zu spät erschienen, und unser Bus – obwohl so gut als neu – hat immer mal wieder zwischendrin Mucken gemacht. Wir werden über die einzelnen Storys berichten, aber erst etwas später. Vorab aber können wir sagen: Cars and Guides einmal und nie wieder. 😈 🙁
Vor allem der jetzige Schriftverkehr ist haarsträubend und sucht seinesgleichen. Wenn dazu jemand Näheres wissen will, dann gerne per pm.
Jetzt aber zurück zur Anfahrt zur Bagatelle: eigentlich ganz witzig, im Motorraum machte sich eine Schelle selbständig. Ein mords Knall, und schon steht der Bus. Na ja, kann ja immer mal passieren, nur hatte unser guter John so gar keinen rechten Peil. Unser best man (zu deutsch: Trauzeuge), selbst mal „Fast“- Busfahrer in sehr jungen Jahren im väterlichen Betrieb und auskennend in diesen Dingen hilft unserem John – denn Werkzeug ist nichts, und zwar gar nichts im Bus. Nicht mal ein Schraubenschlüssel war zu finden und wenn ich´s noch recht in Erinnerung habe, dann war´s irgendein Schlauch oder Luftleitung, die den Geist aufgab. Gemeinsam haben die Beiden das schon hinbekommen, aber dass man so gar kein Werkzeug griffbereit hat, ist schon irgendwie … na ja.

Aber alles kein Problem, auf diese Weise kommen wir in den Genuss der ersten Safarifahrt. Wir werden nämlich postwendend auf zwei Game-Drive-Autos von der Lodge verfrachtet und vor zum Haupthaus der Bagatelle gebracht. Das hat ja auch alles irgendwie was, Flexibilität ist unser Motto.

Hier ein paar wenige Bilder zur Hauptlodge:

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Uns hat´s gefallen, ebenso das schnelle lunch im Haupthaus und es hat nicht lange gedauert, dann wurden wir von den beiden Game-Drive-Cars, die an beiden Tagen mehr oder weniger uns exlusiv zur Verfügung standen, vom Haupthaus zum Farmhouse gebracht.

Ja und da war dann so der Moment, als wir in Richtung Farmhouse und Terrasse liefen, wo wir alle wirklich sehr gerührt waren. Hier werden wir morgen unsere Hochzeit feiern, oh Mann, man kann in Worte gar nicht beschreiben, wie unsere Gefühle blank gelegen sind. Es war einfach nur ein Traum. Ein Unterkunft, wie sie schöner nicht sein könnte und spätestens jetzt wussten wir Brautleute, dass wir alles richtig gemacht haben. Seht mal selbst, so sieht das neue Farmhouse der Bagatelle aus, und ein paar wenige Bilder hab ich auch von deren homepage „geklaut“:

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Terrasse und Pool, alles wunderschön und perfekt in Szene gesetzt, im Hintergrund dann die insgesamt 8 Zimmer, was für unsere Gruppe genau gepasst hat. Daß die Brautleute noch einen welcome-Rosenstrauß auf dem Zimmer hatten, versteht sich von selbst, und der "sparkling wine", eisgekühlt, war grad das Richtige für Braut und Bräutigam!

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So sieht das dort aus – einfach nur ein Wahnsinn und wir haben nur wenige Stunden Zeit, dieses schöne Ambiente zu genießen. Schließlich ist für 16.30 Uhr ein erster Game-Drive angesagt.
Teil 614. Nov. 2021
Fortsetzung Bagatelle - der Nachmittag:

Pünktlich um 16.30 Uhr dann der Game-Drive, den wir als Kombi-Drive (Nature und Geparden) gebucht haben. Mit dabei unsere Stammgruppe von 13 Personen, verteilt auf 2 Vehicles. Person 14 und 15, also die Beiden, die nur zur Bagatelle auf die Hochzeit kamen, wollten nicht mitmachen, denn die kennen das alles schon und waren der Meinung, auf Bagatelle gibt’s beim Game-Drive eh nix zu sehen. Was soll man dazu sagen ….. 🤩 😈

Wir haben uns genug gesehen, vor allem aber war auch hier wieder unglaublich schön mit anzusehen, dass unsere Gäste einfach total „hin und weg“ waren. Schorschine und ich hatten wirklich ein Freude, wenn wir in die zufriedenen und glücklichen Gesichter unserer Kid´s und Freunde schauten. Es war einfach nur Klasse und das hat uns richtig gutgetan. Der Lohn für die ganzen Strapazen im Vorfeld der Reise!

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Apropos Tiere und Bagatelle: in der Tat, es war tierisch nicht viel los. Auf Nachfrage wurde uns gesagt, dass 2019 im trockensten Sommer aller Zeiten ungefähr 80 % der Tiere gestorben sind. Entsprechend wenig haben wir gesehen, aber das, was wir gesehen haben, hat uns gereicht und wir waren mehr als zufrieden. Total begeistert war die Jugend von den beiden Rhinos, die hier auf der Bagatelle ein schönes Zuhause gefunden haben. Die beiden Dickhäuter waren total relaxt, aber wenn sie einem dann sozusagen Auge um Auge gegenüberstehen, das sind schon ganz besondere Momente:


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Bei den Rhino-pics sieht man teilweise im Hintergrund die Dünenhäuschen der Bagatelle Main Lodge. Ich stell mir das megastark vor, wenn man auf der Terrasse eines dieser Häuschen sitzt, und dann laufen Dir die Rhinos vor der Nase herum. Einmalig!

Die Landschaft dort auf der Bagatelle ist wunderschön, und im Abendlicht haben wir dann doch noch den einen und anderen Gefährten gesehen:

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Zum feinen Ritual eines jeden Gamedrives gehört natürlich ein feiner "sundowner". Da sind die Driver der Bagatelle nicht verlegen und kennen natürlich die besten Plätze im Gelände. Übrigens: kalt war´s, und zwar gscheit. Die Kurzbehosten hatten ganz schön zu tun, dass sie uns nicht eingefroren sind.

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Am Abend hatten wir dann in „unserem“ Farmhouse ein perfektes Dinner. Es gab Braai vom Feinsten, eine wunderbare Vorspeise, danach ein desert - es war einfach nur ganz große Klasse.

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Nicht lange hat´s an diesem Abend gedauert und bald sind alle ins Bett. Man muss ja auch irgendwann mal verarbeiten. Die vielen Eindrücke, die einen regelrecht erschlagen, all das Neue, das auf einen einströmt – ja, da wird man müde und nach ein paar Gläsern Wein ist man bettreif.
Und soll ich Euch was sagen? Wir haben hervorragend geschlafen und haben von Nashörnern, Giraffen & Co geträumt.
Teil 716. Nov. 2021
😘 😘 😘 Tag3 und gleichzeitig der große Tag: 😘 😘 😘

Schon wieder frühes Aufstehen!!!
Aber alle Langschläfer sind mit an Bord – schließlich dürfen wir bei der Gepardenfütterung zusehen, das haben wir nämlich gestern zeitlich nicht mehr geschafft.

Also macht sich unsere 13-köpfige Truppe, verteilt wieder auf zwei Autos, auf den Weg. Aus dem Geparden-Drive wird nochmal ein richtiger Game-Drive, wobei die Fütterung der Tiere im Vordergrund steht. Die Fahrt vom Farmhouse in das Gelände der Mainlodge dauert eine viertel Stunde, und Schorschine und ich genießen diese Fahrten sehr. Die Landschaft, der ein oder andere Springbock -
🙂
. Und natürlich denken wir auch an das, was uns heute noch erwartet. Und damit meine ich nicht den Cheetah-Drive, sondern unsere Hochzeit heute Abend zum Sonnenuntergang. Schon irgendwie eine ganz besondere Stimmung, die sich da regelrecht "einschleicht" und von uns Besitz ergreift. Aber noch ist keine Zeit für Sentimentalitäten, jetzt steht nämlich zuerst "activity" auf dem Programm.

Eigentlich sind ja Schorschine und ich nicht unbedingt Freunde dieser Cheetah- Vorführungen, aber es hat seinen guten Zweck. Die Cheetah´s sind Tiere, die von Farmern an die CCF (Cheetah Conservation Fund) gemeldet werden, denn die Farmer haben verständlicherweise Angst um ihre Viehherden. Bevor nun die Geparden durch die Farmer abgeschossen werden, werden die Tiere gefangen genommen und über die CCF an die verschiedenen Stationen im Land gebracht.

Die Bagatelle-Lodge ist in Zusammenarbeit mit dem CCF ein anerkannter Ort für die Erhaltung der Geparden. Das Gehege ist 12 Hektar groß, und auch verletzte Tiere werden dort beherbergt. Durch die Buchung solch einer Geparden-Nature-Tour tragen wir zumindest mit einem kleinen Teil zur Erhaltung der schnellsten Landtiere der Welt bei.

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Absolut interessant, unsere Mitreisenden sind begeistert, denn schließlich sieht man Geparden nicht alle Tage, und das mehr oder weniger fast schon hautnah. Ein Ereignis, das man unbedingt im Bild festhalten muss.

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Frühstück gibt’s nach dem morgendlichen Game-Drive vorne im Haupthaus. 🙁 Das hat uns ehrlich gesagt nicht so gut gefallen, denn lieber wären wir auch zum breakfast in unserem Farmhouse gewesen. Angela, die Inhaberin der Bagatelle hat uns aber gesagt, dass an diesem Thema gearbeitet wird, denn wir sind nicht die Einzigen, die dieses kleine Manko eher negativ sehen.

Wie alles im Leben gibt’s aber auch hier zwei Seiten. Nämlich – am Haupthaus ist eine große Erdmännchenkolonie, 🙂 🙂 🙂 die wir nach dem Frühstück besuchen. Die kleinen Nager sind wirklich mehr als niedlich und putzig, wir hatten unsere helle Freude:

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Also doch gut, dass wir zumindest das Frühstück im Haupthaus eingenommen haben. Sonst hätten wir nämlich weder die Erdmännchenkolonie noch den danebenliegenden Animal Cemetery (zu deutsch Tierfriedhof) gesehen. Dort haben Springbock Shanky, die Cheetah´s Rolf, Tuano und noch etlich andere eine letzte Ruhestätte gefunden.

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Nach diesem netten Rundgang auf dem Farmgelände der Bagatelle geht’s dann auch schon wieder zurück ins Farmhouse, wo wir ein paar Stunden relaxen. Das Brautpaar hübscht sich auf (soweit das überhaupt nötig ist) und so nebenbei wird das ein oder andere Gläschen Champagner gezischt.

Leider konnte eine Reiseteilnehmerin unserer Gruppe zwar grad noch beim morgendlichen Cheetah-Drive dabei sein, war aber danach fix und alle. Magen-Darm, und das so stark, dass sie den ganzen lieben langen Tag nicht mehr auf die Beine kam.

😈 😈 😈 Nix Champagner, nix Pool, nix Wedding, nix Dinner, nix Party! 😈 😈 😈

Das war natürlich gar nicht gut, und da wurde dann schon die ein oder andere Träne verdrückt.

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Irgendwann am Nachmittag wird dann der Brautstrauß geliefert. Rachel, die Schwägerin von Besitzerin Angela, liefert sowohl Brautstrauß als auch für den groome das buttonhole Sträußerl.

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Au weia, schön langsam wird’s ernst und tatsächlich fangen wir an, nervös zu werden. 🤨
Die erste Ladung der Gäste wird verfrachtet, denn mit Angela wurde besprochen, dass um 16.00 Uhr Familie und Freunde im Game-Drive-Car abgeholt werden, 10 Minuten später folgen dann mit dem zweiten Auto die Trauzeugen mit Pastor Gustav, bride und groome.

Nachdem das erste Auto unterwegs war, durften auch wir aus dem Zimmer, schließlich sollten uns unsere Gäste erst auf der Hochzeitsdüne in Augenschein nehmen.


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Zum Glück gibt’s moralische und tatkräftige Unterstützung durch unsere lieben Trauzeugen (die ließen uns gar keine Chance, mal in uns zu gehen - die Beiden waren spitzenmäßig) ...

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... und dann schießt auch schon unser Fahrer Marcus ums Eck des Farmhauses.

Also nichts wie rein in die Hochzeits-Limousine, wir haben noch 10 Minuten Fahrt vor uns, denn die Zeremonie findet an einer traumhaften Stelle in der Kalahari statt – nämlich auf der schönsten Sanddüne, die die Bagatelle-Lodge zu bieten hat.

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Teil 821. Nov. 2021
Fortsetzung Tag 3, Hochzeitsfest

Wie fast täglich, so auch Heute gibt es eine Frühstückslektüre. Nichts besonderes und vor allem, weil wir ja im Vorfeld gar nicht wussten, wie der heutige Tag eigentlich ablaufen wird, haben wir uns sehr "allgemein" gehalten und nur ein bisschen was über den Oryx und unserer Liebe zu Namibia erzählt.
So hat das Blatt an diesem Tag ausgesehen:

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… und gleich muss ich was richtig stellen. Hab ich in meinem letzten Post noch geschrieben, dass wir mit Angela vereinbart hätten, Abholung ab Farmhouse ist um 16.00 Uhr, so wurde ich von meiner Schorschine eines Besseren belehrt. Nicht 16.00 Uhr, sondern 17.00 Uhr war die Abfahrt ab Farmhouse – wie gut, dass es die Schorschine gibt, und damit ist die Uhrzeit nun geklärt.


Und gleich noch vorweg: es sind viel zu viele Bilder, die ich jetzt hochladen werde. Seht es mir bitte nach – und wem´s nicht gefällt, einfach wegklicken ….

Also: 17.00 Uhr werden die Gäste abgeholt, wir folgen eine viertel Stunde später. Und schon geht’s los, Schorschine nimmt auf dem Beifahrersitz Platz, denn Marcus meint, der Wind, und der Sand, und außerdem und überhaupt hat die Braut neben ihm zu sitzen. Ein netter Bursche, dieser Marcus. Der hat das Herz am richtigen Fleck 🙂 und macht genau dann, wenn man´s gut brauchen kann, seine Scherze, denn wir waren jetzt wirklich mehr als aufgeregt.

So zuckeln wir also dahin und bei jeder Düne, die wir irgendwo erspähen, sind wir uns sicher, das ist unsere Düne, und uns macht das einen riesen Spaß. Beim nächsten Bild waren uns dann sicher, nur das kann der gesuchte Ort sein, denn da oben, das sieht ganz so aus, als wären wir jetzt angekommen. 🙂

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Nun, im Regelfall ist es ja so, dass bei einer „normalen“ Hochzeit es auch einen „normalen“ Untergrund gibt, da tut sich dann das Brautpaar leicht, erhobenen Hauptes und in stylisch perfektem Gang zum Traualter zu schreiten. Hier ist das alles ein bisschen anders, hier braucht zunächst einmal die Düne erklimmen, was bei dem Haufen Sand sich als fast schon sportliche Betätigung heraussstellt.
Die Schuhe der Braut waren da total im Weg, also ging´s für Schorschine barfüßig weiter, was ja ohnehin der eigentliche Plan war. Seht selbst, so sind wir unsere Düne raufgekraxelt:

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oben angekommen sehen wir dann, dass auf der Tafel tatsächlich unsere Namen stehen. Das hat uns sehr gefreut und damit haben wir gar nicht gerechnet:

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Beim Blick in die Ferne, und dann sozusagen beim Einzugslied, ja, da brachen dann doch viele Dämme, denn es war wirklich nur überwältigend. Bevor hier jemand danach fragt, wie wir das mit der Musik gemacht haben, hier ist die Auflösung:

Auf Smartphone etliche Lieblingslieder gestreamt (ich glaube so sagt man dazu) und mittels Bluetooth auf einen kleinen, aber sehr guten Lautsprecher (das ist so ne Flipbox) laufen lassen. Hört sich alles ganz einfach an, aber die Frage war, welches Lied wollen wir spielen. Zur Auswahl standen:
Maffey / Fischer mit Nessaja
Fischer mit Mercie Cheri von Udo Jürgens
Ella Endlich mit Küss mich, halt mich …
Ed Sheeran mit Perfect
Bing Crosby + Grace Kelly mit True Love
Fendrich mit A Herz wia a Bergwerk
Wir haben uns dann für den Anfang und als erstes Lied dieses herzzerreißende „True Love“ 😘 ausgesucht, und später nach dem Ringetausch „Perfect“ 😘 von Ed Sheeran.

Wo war ich stehengeblieben? Ah ja, bei den Tränen. Also wenn man sich nun vorstellt, dass da der Bing Crosby und dann am Ende auch die Grace Kelly ein wunderschönes Musikstück, ja einen Klassiker, zum Besten geben, und das auf einer roten Sanddüne mitten in der Kalahari, da kann man gut nachvollziehen, dass es viele Tränen gab:

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Der Blick in die Ferne war unglaublich schön, man kann das in Worte gar nicht beschreiben, darum stell ich jetzt einfach ein paar Bilder rein:

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Ja, so war das mit dem offiziellem Teil. Unser Paster Gustav stammt sich übrigens von Gochas. Ein ganz ein netter und lieber Mann, der mit uns sogar die standesamtliche Trauung in Mariental durchgezogen hätte. Das war ja nochmal eine ganz andere Nummer mit polizeilichem Führungszeugnis, Vorbesuch bei der Standesbeamtin in Mariental, Auflegen eines Fotobuches, damit die Beamtin auch sieht, dass es unsere Verbindung schon viele Jahre gibt. Das war Bürokratismus in vollendeter Form unter Beachtung aller möglichen Formalitäten, und beinah hätte es ja mit dem Standesamt in Mariental geklappt, aber eben nur beinah.

Der Pastor hat seine Frau mitgebracht, aber leider haben die Beiden nur zur „Stehparty danach“ bleiben können, denn in Namibia war zu dieser Zeit ab 22.00 Uhr Ausgangssperre, und auch bei einem Pastor machen die Behörden, sprich die Polizei, keine Ausnahme. Gochas ist von der Bagatelle-Lodge rund 2 Stunden Autofahrt entfernt, das wäre zeitlich nicht ausgegangen.

Unsere liebe Trauzeugin hat ihm aber eine große Freude bereitet. Nämlich wurden kurzerhand zu Hause Beziehungen gepflegt, und siehe da, schon hat man eine prall gefüllte Reisetasche mit Corona-Schnelltests an Bord, die wir dann mit unseren Trauzeugen an den Pastor übergeben haben. Der Mann und natürlich auch sein Frau hatten Tränen in den Augen. Ich meine, dass es bald ohne Übertreigung um die 100 Schnelltests waren – eine gute Sache, die in der Gemeinde des Pastors wohl reißenden Absatz hat.

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Nach dem offiziellem Teil gibt’s Stehparty vom Feinsten. Champagner bis zum umwinken, dazu feine und leckere Kanapees, da hat der Trauzeuge alle Hände voll zu tun – seht selbst:

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… und während sich unsere Gäste mit Champagner & Co vergnügen, haben wir noch ein Fotoshooting mit unserer Fotografin Lerike, die aus Windhoek angereist war. Wir finden, dass es sehr schöne Bilder sind und Lerike hat es prächtig verstanden, die Landschaft der Kalahari perfekt einzufangen:

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… auf dem letzten Bild sieht man, dass das Bräutigamsträußerl langsam aber sicher seinen Geist aufgibt. Das Teil hat den ganzen Tag schon nicht gescheit gehalten und hing am Ende bloß noch so halbschief am Knopfloch. Aber egal, hier noch ein paar Bilder, die uns besonders gut gefallen:

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Nu ja - hier sollten noch einige wirklich tolle Landschaftsaufnahmen kommen, aber irgendwie bekomm ich das mit den Handy-Panorama-Bilder nicht hin. Mal schauen .... 😈 😈 😈 😈 😈

auf alle Fälle - unsere DREI – unschlagbar und einfach super. Wir sind den Dreien wirklich dankbar, dass sie mitgekommen sind. Schließlich haben sie Frau / Mann und halt auch ihre kleinen Kinder zu Hause gelassen. Wir wissen, was es ihnen „gekostet“ hat und haben uns deshalb um so mehr gefreut, dass wir sie an Bord gehabt haben:

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... Vater und Sohn im Gespräch über Ehe, und wie das alles so läuft ....

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Zum Ende der Dünenzeremonie und kurz vor der Rückfahrt zum Farmhouse und nach ein paar Gläschen Champagner hat mich dann noch Angela, die First Lady auf der Bagetelle gefragt, ob ich mir eventuell vorstellen könnte, in Zukunft auf der Lodge „Game-Car-Driver“ zu werden.
Nun ja, und wer den bayern schorsch kennt, der weiss, dass aus sowas sofort eine story gestrickt wird. Also rein in den Wagen und schon geht’s los. Dass da driver Marcus etwas irritiert war, lässt sich denken, zumal ich ihm als Allererstes erklärte, dass ich ab sofort seinen Job übernehme und er in Zukunft lediglich auf der hinteren Rückbank des Autos Platz nehmen darf. 🤩 🤩 🤩

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Ja, was für ein Tag, und der Abend hat ja noch gar nicht angefangen. Darüber fasse ich mich aber kurz. Wir haben bis spät in die Nacht oder besser gesagt bis knapp vor Sonnenaufgang gefeiert. Und es ist uns nicht langweilig gewesen.

Auf der Terrasse des Farmhauses war alles wirklich wunderschön in Szene gesetzt. Da hat sich Angela mit ihrer Crew mächtig ins Zeug gelegt:


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Das Essen war einfach nur ein Traum. Verschiedene Vorspeisen, alle außerordentlich lecker, danach zum Hauptgericht Springbock und Lammkeule mit allen möglichen Zutaten. Wir haben in Namibia noch nie so gut gegessen wir hier auf der Bagatelle. Und wir sind (zumindest die Meisten von uns) verwöhnt, was den Gaumen angelangt. Hier hat´s an Nichts gefehlt, und die angebotenen Weine waren alle von vorzüglicher Qualität. 🙂

Hier ein Auszug aus der Speisekarte, wobei ich zu meiner Schande gestehen muss, dass ich die offzizielle Beschreibung des Menüs (und das hat die Angela auch superschön gemacht) nicht aufbehalten habe. Das ist uns irgendwie durch die Lappen gegangen.

Entrée:
Lüderitz Crayfish & Avocado Cocktail
Slightly Smoked Beef Carpaccio with Rocket, Balsamic Glaze and Grana Padano
Nettoyant Pour le Palais:
Lemon Sorbet
Plat Principal:
Springbok Medallions served with a Mushroom & Sherry Cream Sauce
Roast Kalahari Leg of Lamb, served with Mint Sauce
Accompanied with: Potatoes, Green Beans wrapped in Bacon, Carrot Pure
Le Dessert:
Crème Brûlée Topped with Van der Hum Liqueur
Malva Pudding Served with Crème Anglaise

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Anm.: ich weiß, dass die Bilder nicht richtig liegen, trotz zig-mal "drehen" ... 😈

Es war eine ausgelassene Fete. Angela hat Wunschmusik aufgelegt, besser, als es jeder DJ hier in einer Großstadt-Disco hinbekommen würde. Dann gab´s von den Freunden eine Rapp-Einlage zum kaputtlachen.
Wir haben eine derartige Gaudi gehabt, dass wir nicht mal zur Nachspeise bekommen sind, denn von Springbock & Co waren wir pappsatt.

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Angela mit ihren Angestellten, der Bruder und die Schwägerin von Angela, ja alle – und nicht zuletzt natürlich unsere lieben Gäste – alle haben dazu beigetragen, diesen Tag zum schönsten Tag in unserem Leben zu machen. Mag es auch abgedroschen klingen, aber es ist so. Es war ein unfassbar schöner Tag.
Teil 924. Nov. 2021
******Als Allererstes: Nachtrag zu Tag 3, da hab ich Euch das Tagesprogramm unterschlagen. Das wurde jetzt nochmal nachträglich eingefügt !******
… also – wer das noch Nachlesen möchte, muss einfach nochmal zur Seite 14 zurückblättern …

jetzt aber:

Tag 4, von der Bagatelle nach Sossusvlei:

Trotz sehr kurzer Nacht hab ich´s nicht vergessen – unsere Gäste brauchen einen Plan, wie das heute alles so ablaufen wird. Das Tagesprogramm hab ich ja schon zu Hause geschrieben, doch auch im Nachhinein hab ich mit meiner Vermutung recht behalten, wenn ich mir meinen ersten Satz nochmal durchlese.

„Na – gut geschlafen, oder hat irgendeiner ein Gläschen zu viel getrunken“

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Nochmals abschließend und in Nachbetrachtung des gestrigen Tages: da gibt es nichts mehr hinzuzufügen. Es hätte nicht schöner sein können und alle, insbesondere Braut und Bräutigam, waren mehr als zufrieden und sehr glücklich. 😘 😘 😘

Was das „zuviel Trinken“ anbelangt: die Nachwehen sind deutlich sichtbar und spürbar. Zuerst im Game-Drive-Car noch ne Runde poofen, dass selbst der Strauß den jungen Mann neugierig in Augenschein nimmt, und dann, nachdem der Wagen anderweitig gebraucht wird, wird noch am Pool die Liege benützt, damit man noch das ein oder andere Nickerchen machen kann.

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Ja so ist das mit den Youngsters, aber das gehört dazu. Wir haben eh alle über die Stränge geschlagen, und an so einem besonderen Tag darf das ruhig mal sein. 😉

Unser Frühstück haben wir wieder im Haupthaus der Bagatelle-Lodge eingenommen. Ich habe schon darüber geschrieben, dass das ein wenig unglücklich war, aber das Brautpaar konnte dort gleich die Rechnung bezahlen, die sich angesichts der gesüffelten Menge an Weinen, Champagner, Biere und Cocktails sehr in Grenzen hielt. Wir haben eine faire Abrechnung bekommen, das war mehr als in Ordnung. 🙂

Was schade war – die Hochzeitstorte, die haben wir alle miteinander gar nicht so recht mitbekommen. Die wurde nämlich erst weit nach dem Frühstück aufgetischt, 🙁 was ja ein völliger Unsinn ist, denn der Bus war abfahrbereit und wir mussten weiter.

Aber auch in diesem Punkt ist man auf der Bagatelle flexibel. Die Torte wurde so belassen, wie sie war (wahrscheinlich gab´s die dann am Abend zum Nachtisch für die anderen Gäste), und uns hat man dafür zwei Flaschen Champagner eingepackt. Eine gute Idee, denn für beide Flaschen fanden wir zum späteren Zeitpunkt eine gute Verwendung.

Die Torte hat unser Schwiegersohn dann grad noch fototechnisch eingefangen.

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Jetzt geht’s los, die ersten Kilometer haben wir noch Gravelroad, doch schon bald sind wir auf Teer unterwegs. Immer wieder faszinierend – die „bolzengeraden“ Straßen in Namibia.
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In Mariental wird getankt, und haben wir im Tagesprogramm von ca. 3 ½ Stunden Fahrt bis Neuras Wine Estate gesprochen, so sollten wir recht behalten. Nach 4 Stunden stehen wir auf dem Weingut, ein interessanter Zwischenstop auf dem Weg nach Sossusvlei. Hier gibt es eine Weinverkostung, wobei in erster Linie Rotweine zum Ausschank kommen.

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Die Managerin von Neuras war nicht anwesend, allerdings wäre neben der Weinprobe ein noch längerer Aufenthalt, wo man einen Rundgang über das Weingut hätte machen können, zeitlich gar nicht möglich gewesen.

Neuras war jetzt nicht so der Brüller. Irgendwie hat die Darbietung der Weine, die Erklärung dazu und auch der Wein selbst nicht so recht gepasst. Vielleicht waren wir aber auch nur zu verwöhnt vom Tag zuvor, das kann wohl sein. Egal, ich hab mir mehr erwartet, aber für einen Zwischenstop mit entsprechender Toilettenpause hat das auf alle Fälle gepasst. 😉

Noch eine Stunde ruckeln im Bus, und dann sind wir auch schon da. Zwei Übernachtungen haben wir in der Sossusvlei-Lodge gebucht, und dort haben wir in DBB, also dinner, bed and breakfast in den Luxury-Bungalows über DER TOUR vor langer Zeit einen sensationell günstigen Preis bekommen. Gebucht haben wir das zu einem Zeitpunkt, als der Veranstalter noch damit geworben hat, dass man bis zu 8 Tage vor Anreise kostenfrei stornieren kann.

Der ganz große Vorteil der Lodge ist, dass man mehr oder weniger direkt am Gate zum Sossusvlei wohnt. Da hast Du keine 300 Meter, und schon bist Du im Park. Wir waren vor etlichen Jahren in einer Lodge untergebracht, die eine Fahrstunde entfernt lag. Die Lodge war zwar schöner (vor allem weil deutlich kleiner), aber eine Stunde Fahrt ist halt auch nicht jedermanns Sache. Wir wussten aber, auf was wir uns einlassen und von daher war es auch im Nachhinein für unsere Gruppe die richtige Entscheidung. Wären wir allein unterwegs, würden wir die Sossusvlei-Lodge trotz der vorzüglichen Lage nicht mehr nehmen, weil sie uns ganz einfach zu groß ist.

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Leider hat man die Zeltabdeckungen abgemacht, weil der Wind zu heftig geblasen hat. Jetzt haben die Häuserl schon ein bisschen nackig ausgeschaut, was aber den guten Gesamteindruck der Lodge nicht geschmälert hat.

Die beiden nächsten Bilder sind von der homepage der Sossusvlei Lodge „geliehen“, denn so sieht das hier normalerweise aus:

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Der Blick von der Terrasse in die Ferne, mit dem einen oder anderen Oryx vor gewaltiger Bergkulisse, das hat schon was:

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Wir faulenzen tagsüber am Pool, das ein oder andere Savanah geht über die Theke, und wir haben viel zu quasseln über die gestrige Hochzeit und wie das alles so war. Man kann´s hier gut aushalten, die Kulisse ist sehr schön, und wir haben ja auch alle ein bisschen Ruhe nötig. Die einen schlafen, die anderen liegen am Pool – relaxen ist angesagt. Am Abend dann das Dinner auf großer Terrasse. Eigentlich ist hier alles viel zu groß. Hier wuselt es an allen Ecken und Enden, und es sind viele Leute unterwegs. Maskenpflicht, sobald man nicht am Tisch sitzt, ist obligatorisch.
Unsere Gruppe hat einen schönen Platz mit Blick zum abends beleuchteten Wasserloch, die Stimmung ist gut und der Sternenhimmel wunderschön.

Das Nachspeisenbuffet ist ewig groß, aber ehrlich gesagt nicht unbedingt nach meinem Geschmack. Der Großteil unserer Gruppe war aber zufrieden, und es ist ja auch kein Jammern, denn das wäre dann schon wieder übertrieben. Kommt halt immer drauf an, was man erwartet. Und die Erwartungen von Schorschine und dem bayern schorsch waren hoch. Sehr hoch sogar, wenn man die überaus positiven reviews, die man auch hier im Forum immer wieder lesen konnte, als Maßstab nimmt. 😉


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Viel war´s, pappig süß und für meine Begriffe hat alles gleich geschmeckt.

Die Vorspeise bestand aus allen möglichen Salaten, Suppen und was man halt alles so auf ein Vorspeisenbuffet stellt. Das hat schon gepasst, und auf einem Teil der Terrasse wurde an zwei Stationen gegrillt. Es gab Game jeglicher Art, daneben Fisch, und die üblichen Zutaten. Ja was soll ich sagen – das hat schon alles recht gut ausgeschaut, aber ein Gaumenfestival war das nicht. Wie hat einer aus unserer Gruppe gesagt:
the food is good, but no sensation.
Recht hat er g´habt. 😉 🙂
Teil 1026. Nov. 2021
Tag 4, Sossusvlei – und jede Menge Wind

Aufstehen 5.30 Uhr, Abfahrt 6.00 Uhr, oh Mann, geht’s vielleicht noch ein bisschen früher? 😈

Unseren Langschläfern hat das natürlich gar nicht gepasst, aber die beiden schorschens, „Sossusvleierprobt“ und erfahren wissen – der frühe Vogel fängt den Wurm. Klar Sache, man muss so früh los, und es waren alle mit an Bord.
Das Frühstückspacket haben wir bereits am Vorabend reserviert, und so treffen wir uns alle um kurz vor 6.00 Uhr auf eine schnelle Tasse Kaffee auf der Terrasse:

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Zum Kaffee gibt’s dann schon mal die erste Morgenpost, wie immer alles schon zu Hause vorbereitet. Auch jetzt im Nachhinein finde ich diesen Tagesplan gut. Man muss ja nicht alles bis ins kleinste Detail planen (geht ja eh nicht), aber grad für unsere Namibia-Neulinge war das täglich ein gute Lektüre:

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Und schon geht’s los, das Permit ist schnell gekauft (die aus meiner Sicht relativ hohen Eintrittspreise haben mich schon sehr gewundert 🙁 ), unsere Mitfahrer sind noch mit Lesen der Morgenpost beschäftigt, und schon warten die ersten Fotostops auf uns.
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Ich finde grad die "Einfahrt" in den Sossusvlei-Park unglaublich beeindruckend. Denn da ist sie wieder, diese unendliche Weite, einfach nur scheeee ....

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Nach einer halben Stunden stehen wir an der Dune 45. Eingeweihte wissen, Dune 45 nennt sich deshalb Dune 45, weil die Düne an Kilometer 45 liegt. Eigentlich eine ganz einfache Erklärung.

Sehr problematisch war heute der Wind. 😈 Der blies nämlich aus allen Rohren, heftig und feste. Au weia, ob das im Vlei eine gute Idee ist, die Big Daddy Düne hochzusteigen? Egal, jetzt sind wir auf alle Fälle bei Dune 45, wo wir natürlich gleich mal die ersten Fotos schießen.

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Schorschine und ich sind vor vielen Jahren die Dune 45 hochgelaufen. Bei absoluter Windstille, es war damals ganz große Klasse. Schaut mal, wie das vor über einem Jahrzehnt ausgeschaut hat:

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und das Taferl „Dune 45“ ist damals auch schon gestanden:

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Alles ist gleich geblieben. Das Taferl, die Düne selbst, die vielen Sandhaufen – nur wir sind ein paar Jährchen älter geworden. 😉
Jetzt fahren wir aber weiter zum Shuttle-Parkplatz, von wo aus die Reise über bzw. durch Tiefsand hinter auf den zweiten Parkplatz geht, nämlich der sogenannten „shaded tree picnic area“.


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Spätestens jetzt wird sich herausstellen: wer geht mit auf die Big Daddy, wer geht ohne Aufstiege hinter ins Tal des Todes, und wer bleibt unter den schattigen Bäumen, wo es ja in Laufnähe sogar eine ansprechende und blitzsaubere ( 🙁 ) Toilette gibt:


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Das Rätsel ist schnell gelöst:
Zwei Damen und ein Herr bleiben unter den Bäumen, der Rest, nämlich 10 Leute + Busfahrer John, die laufen hinter Richtung Dead-Vlei, unser Fahrer John sagt, er weiß genau den Weg, von wo es bergauf geht ....

Wir folgen ihm, müssen aber bald feststellen, dass der gute John auch in diesen Dingen nicht all zu viel Ahnung hat. Den Einstieg zur Big Daddy haben wir verpasst, und der Aufstieg deutlich weiter hinten erwies sich als absolut sportliche Herausforderung. Von den 11 blieben gleich mal 3 unten am Boden, 8 gingen weiter. Der Erste, der dann mittig der Düne den geordneten Rückzug antrat, war der gute, sportliche und drahtige bayern schorsch. So ein Weichei.
Aber siehe da, einer nach dem anderen taten es ihm gleich, und am Ende waren es grad noch 3 Männer, 😄 😄 😄 , die bis nach oben gekommen sind.

Über das Dead Vlei geht´s hinter zur big daddy dune:


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Es folgt mit Busfahrer John eine Lagebesprechung. Glauben tun wir ihm eh "fast" nichts mehr, aber er ist noch recht guter Dinge:

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Und so hat dann der mühevolle Aufstieg ausgeschaut: 😄

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Und das war dann der Blick von oben - leider auf Grund der Windverwehungen mit sehr schlechter Sicht, aber es hat sich gelohnt. Der Blick runter ins Dead Vlei, der Blick in die Ferne - einfach nur schön:

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So war das mit unserem Vorhaben, die big daddy zu bezwingen. Zumindest hat´s ja ein kleiner Teil der Truppe geschafft, und für die anderen war´s trotzdem eine riesen Spaß. Das Erlebnis, dort in Sossusvlei im Sand rumzutoben, das ist einfach Klasse. Unsere Gäste waren total begeistert, nur der Wind hat uns den Spaß zumindest zum Teil verdorben. Der hat jedem richtig feste zugesetzt, aber das hast du halt nicht im Griff.

Der Abstieg und Rückweg geht wie immer sehr schnell

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und in der „shaded tree picnic area“ steht für die Bergsteiger schon der Kaffee bereit.

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Unsere Schattenfreunde haben auf uns gewartet und waren froh, als wir endlich anmarschiert kamen. Das breakfast Packet war in Ordnung, mehr aber nicht, wobei sich auch hier der Verzehr als regelrechte Herausforderung erwies. Sand, Wind, Sand, Wind – keine guten Voraussetzungen, ein gemütliches Picknick zu machen.
Bald geht’s wieder mit dem shuttle zurück zu unserem Bus,

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und weil wir immer noch nicht genug haben, statten wir dem Sesriem Canyon einen Kurzbesuch ab:
Schorschine ist eine der Ersten, die den Weg nach unten findet:

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während diese Beiden den Fall lieben von oben beobachten:

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und für die "Sportlichen" war´s in jedem Fall eine schweißtreibende, aber windstille Angelegenheit:
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Unser Bus wartet auf uns oben am Canyon

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und den Nachmittag widmen wir dem Nichtstun. Relaxen ist angesagt, und man kann es hier in der Sossusvlei-Lodge schon sehr gut aushalten. Die Landschaft ist wunderschön, und das Nichtstun ist der beste Ausgleich für die sportliche Aktivität vom Morgen:

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Die Nähe zum Park hat klare Vorteile, und über diesen Vorteil wird dann im nächsten Kapitel berichtet. So viel wird verraten - wir packen den Champagner aus !!!
Teil 1127. Nov. 2021
Nachmittag - Sonnenuntergang auf die ELIM-Düne

Während der Großteil unserer Gruppe platt und schlapp sich am Pool das ein und andere Savanah gönnte, der ein oder andere ein Gläschen Chardonnay, und wieder ein anderer ein Bier, frisch gezapft vom Faß, machte sich ein klitzekleines Resthäufchen auf – die Elimdüne wartet auf uns, schließlich ist der Weg nicht weit, und unser Busfahrer John hat ja sonst auch nichts zu tun, also kann er uns leicht nochmal zu einem kurzen Abstecher in den Park fahren. Bride, groome, best woman, die neue Schwägerin und der neue Schwager, wir sind zu FÜNFT.

Das Permit gilt 24 Stunden, von daher war es also mit keinen weiteren Zusatzkosten verbunden.

Und was soll ich sagen – fast windstill, eigentlich alles so, wie wir das gerne am Vormittag gehabt hätten, so präsentiert sich uns das Sossusvlei von seiner allerbesten Seite. Mit im Rucksack ein Fläschchen Champagner, 🙂 denn wenn die anderen schon am Pool eine Runde nach der anderen schmeißen, dann sei uns doch die kleine Freude gegönnt, ein Gläschen Sprudelwasser zum Sonnenuntergang zu uns zu nehmen.

Es sind nur ein paar wenige Kilometer bis zur Elimdüne, und während alle anderen Dünensteiger nach grad mal 20 Höhenmeter links abbogen, um dort mit bestimmt noch 20 oder 30 anderen Touris den sundowner zu zelebrieren, machen wir uns auf den Weg zur Spitze des Berges, denn dort sind wir "unter uns".


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Zwischendrin brauchts immer wieder „schauen“. Die Landschaft ist faszinierend, die Ruhe, die Ferne, die Weite – Namibia ist einfach ein Traum und so muss man innehalten und alles auf sich wirken lassen:

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Oben angekommen, wird gleich mal der Rucksack ausgepackt. Gläser haben wir von der Lodge mitgenommen, also nix mit Pappbecher und Co. Ein bisschen Stil muss sein, und Schorschine hat die Flasche schon im Anschlag:


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Die Stimmung ist eine Bombe. Da sitzt Du auf der Elimdüne, schaust der untergehenden Sonne zu, das ist ein Privileg, das nicht viele Menschen erleben. Luxus in seiner schönsten Form, da macht das Leben Spaß. Und auch hier, wenn ich mir im Nachhinein die Bilder betrachte – was haben wir bloß für ein Glück, das wir solch schöne Erlebnisse haben und hier in Namibia sein dürfen.

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Teil 1228. Nov. 2021
Tag 6, von Sossusvlei nach Swakopmund

Und wie beginnt der heutige Tag?
Absolut windstill, ja ist denn das zu fassen. Gestern noch Wind über Wind, und heute …. 😉
So hätte es gestern sein soll, dann hätten wir nämlich nicht nur die big daddy, sondern die big mama, die 45er Dune und noch etliche andere Dünen, die hier ringsherum liegen, angepackt.

Na ja, so haben wir aber heute bei schönstem Wetter ein gemütliches Frühstück und wir lassen unsere Langschläfer etwas länger als sonst in den Betten liegen.

Ein letztes Wort zur Sossusvlei Lodge, wobei das nur unsere eigene Wahrnehmung ist. Andere Besucher mögen das ganz anders sehen:

also wir finden, dass die Sossusvlei Lodge ganz einfach zu groß ist. Klar, sie hat den Vorteil, dass sie quasi neben dem Eingangstor zum Sossusvlei liegt, aber wir würden diese Lodge sicherlich nicht buchen, so lange wir alleine sind. Für unsere Gruppe war es jedoch ein schöner Aufenthalt, denn was hilft dir das Quiver oder auch das Desert Camp (beides zugehörig zur Lodge, beides deutlich kleiner), wenn Du dann als Gruppe nicht zusammen bleiben kannst.

Das Essen war – mit Verlaub – das schwächste Essen im gesamten Urlaub. War doch grad die Esserei in der Lodge in den höchsten Tönen gelobt, so müssen wir festhalten, dass das nicht unsere Richtung ist. Da hast du beim Fleisch schon ganz genau hinschauen müssen, wie lange es auf dem Grill liegt. Und dass das Buffet relativ flott lehr war, leider aber nur spärlich nachgefüllt wurde, das darf ja gar nicht sein. Wir sind einmal etwas später gekommen, da war schon alles realtiv abgeräumt. 🙁

Sei´s drum – unterm Strich war es die richtige Entscheidung für unsere Gruppe und man kann sich nicht beschweren, denn das wäre völlig überzogen.

Die Lodge gehört zur Taleni-Group, und wir haben uns schon sehr gefreut, dass man unseren Wunsch, möglichst außen einen Bungalow mit freiem Blick zur Wüste zu bekommen, gerne entgegengekommen ist. Alle Doppelzimmer-Bungalows waren die äußersten, nur der Single-Bungalow war eine Reihe dahinter. Das ist prima, und für das Brautpaar war sogar ein Obstkorb im Kühlschrank bereitgestellt.

Hier nochmal der Blick vom Aussichtsturm zur Terrasse:

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und schon bald brechen wir wieder auf, heute haben wir einen langen Fahrtag vor uns.

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Wie jeden Tag, so gibt’s auch heute die Morgenpost, so weiß man in etwa, was einen erwartet:

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Schon bald sind wir in Solitaire, für uns natürlich und selbstverständlich ein Pflicht-Stop, wo wir tanken, die bakery besuchen und tatsächlich drückt sich doch so mancher (meist die Damenwelt) einen Apfelkuchen rein. (nach diesem üppigen Frühstück in der Sossusvlei Lodge !!!). 😉
Schmeckt aber auch wirklich gut! 🙂

Schorschine und ich statten dem guten Moose einen Besuch ab. Wir finden es schön, dass er hier an alter Wirkungsstätte seinen letzten Platz gefunden hat, und stellen wieder mal fest, wie schnell doch die Zeit vergeht. Es ist zwar schon einige Jahre her, dass wir hier einen Stop einlegten, und doch meinen wir, es sei erst gestern gewesen. Nur zu gut kann ich mich an diesen Mann erinnern, als er hinter seiner Kasse saß und Pfauenaugen, Nussecken und Apfelkuchen kassierte.

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Die Fahrt geht weiter, und wir kommen beim „Tropic of Capricorn“ vorbei.
Die obligatorischen Bilder werden gemacht

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und die Fahrt zieht sich ganz schön. Wir haben aber im Bus trotzdem eine riesen Gaudi, und sowohl Windhuk lager als auch ein paar Bottle Savanah verkürzen uns erheblich die Zeit.

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Irgendwann im Laufe des Nachmittags sind wir dann da. Swakopmund, dieses kleine Städtchen am atlantischen Ozean, ein Städtchen, dass genauso hier in Deutschland an der Ost- oder Nordsee sein könnte, hier werden wir für zwei Nächte unser Lager aufschlagen.

Swakopmund ist wie ein Stück Deutschland am Rand der Wüste – die deutsche Atmosphäre ist überall spürbar, die putzigen Häuser und Gebäude, teils im Jugendstil erbaut, da kommt man sich vor fast „wie zu Hause“.

Touristisch hat Swakopmund viel zu bieten, und deshalb darf dieser Küstenort auf keiner Namibia-Rundreise fehlen. Restaurants bieten in erster Linie seafood an, und das in hervorragender Qualität. Und kaum eine andere Stadt hat eine derart überwältigende Anzahl an Unterkünften im Angebot. Hier wird jeder fündig, es gibt von backpackers bis hinauf zu sehr teueren Hotels alles, was das Besucherherz höher schlagen lässt.

Ja genau - Hotel, das war ja auch so ein Thema. 😮 Also wir waren ja nun zum dritten Mal in Sakopmund, und zwar das erste Mal in der Beach Lodge etwas außerhalb der Stadt, beim zweiten Mal im Beach Hotel, das gerade neu eröffnet war, und nun das dritte Mal im Hansa-Hotel.

Wäre es nach dem bayern schorsch gegangen, wären wir nicht ins Hansa-Hotel gegangen, denn der wollte das irgendwie stylischer, moderner, abgefahrener. Zimmer mit Meerblick, so was hat er sich vorgestellt. Aber da gab´s seitens Schorschine entschiedene Proteste.

Und wie das halt so ist im Leben, bist du ja als Mann immer gut beraten, einfach nachzugeben (was mir schon relativ schwerfiel). Hast du eine zufriedene Frau, dann geht’s auch dem Mann gut, so ist das Motto, mit dem der bayern schorsch sehr gut fährt. 🙂
Also gesagt, gewünscht, und schließlich getan. Zwei Nächte haben wir uns ins Hansa-Hotel einegebucht, und wir hatten dort eine tolle Zeit. Im Reiseführer steht: klassisch-elegantes Hotel, eines der ältesten Gebäude der Stadt aus dem Jahr 1905, stilvoll eingerichtet und bekannt für seine ausgezeichnete Küche.

Nun, die Küche konnten wir nur zum Frühstück genießen, aber das war schon aller Ehren wert. Und wenn ich den Reiseführer geschrieben hätte, dann hätte ich noch den kolonialen Stil erwähnt, der war nämlich an allen Ecken und Enden zu spüren. Die Freundlichkeit war immer in einer Art zu spüren, die einem guttat. Nichts aufgesetztes, sondern da spürte man Herzlichkeit, das hat schon alles sehr sehr gut gepasst.

Die Zimmer sind teilweise renoviert, das Brautpaar bekam natürlich eines davon, wobei auch die anderen Zimmer außerordentlich schön waren. Besonders gefallen hat uns der kleine Hinterhof. Alles grün, viele Vögel, überall Sitzmöglichkeiten – eine Oase zum Wohlfühlen.


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Das Hansa Hotel hat eine wunderschöne Bar. Die muss man gesehen haben, und noch besser ist, wenn man sich einen Colonial-Coffee gönnt. Das was der Ober in die Kaffeehaferl zaubert, ist schon eine einmalige Prozedur 🙂

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Übrigens haben wir in der Bar vom Hansa Hotel ein „date“ gehabt. Wir haben uns mit Nina getroffen, eine Mitinhaberin von „Click&Travel“ aus Swakopmund. Bei Nina haben wir die Pelikantour und auch die Toshari-Lodge am Etosha Park gebucht. Dass wir überhaupt auf Click&Travel gekommen sind, das ist dem Forumsmitglied paule0803 zu verdanken. Irgendwann kam eine pm, und schon war der Kontakt hergestellt. An dieser Stelle nochmals Dank an paule0803.
Bei der Gelegenheit: die Nina hat uns als Hochzeitsgeschenk einen Kissenüberzug mitgebracht, der natürlich bei uns zu Hause schon einen Ehrenplatz hat. Wir haben uns über diese kleine Geste sehr gefreut!

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Nach dem Barbesuch im Hansa-Hotel machen wir einen kleinen Spaziergang durch die Stadt. Wir haben nämlich beim „The Tug“ einen Tisch für unsere Gruppe bestellt, schließlich gehört das Tug immer noch zu den besten Adressen


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Vor dem Restaurantbesuch statten wir natürlich der Jetty einen Besuch ab. Wir waren ja schon öfter hier und hatten bisher immer bestes Wetter. Was heißt: Sonnenuntergang vom Feinsten, wenn die Sonne glutrot am Horizant im Wasser verschwindet. Leider können wir dieses Schauspiel unseren Gästen nicht bieten, das Wetter hat einfach nicht mitgemacht. Trotzdem ist es immer wieder beeindruckend, die Jetty ganz rauszulaufen.


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Auf dem nächsten Bild im Hintergrund sieht man auch das Restaurant „The Jetty“, das leider immer noch geschlossen ist. Schade, denn auch an dieses Lokal haben wir beste Erinnerungen und wir wünschen uns, dass das Restaurant „The Jetty“ bald wieder öffnen kann.
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Und dann sind wir auch schon im Tug. Die Stimmung ist – wie zu erwarten – erstklassig. Die Kellner sind gut drauf und machen jeden Witz mit. Der Blick raus zum Meer, das ist schon eine einmalige Stimmung, wenn man denn einen Tisch ganz vorne am Fenster bekommt. Nina von „click & travel“ hat das arrangiert, und das hat sie prima gemacht, ganz nach dem Motto: mit der Nina sitzen sie in der ersten Reihe. 🙂


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Und so geht wieder ein Tag zu Ende. Trotz der langen Busfahrt ist die Stimmung innerhalb der Truppe immer noch gut, und wir freuen uns auf morgen, denn da haben wir wieder volles Programm. Pelikantour und Wüstentour – auch das wird mit Sicherheit ein mords Spaß!
Teil 1301. Dez. 2021
Tag 7, Swakopmund und ein volles Programm

Und schon beim Früstück hat man leises Grummeln gehört.
Wo bitte bleibt die Morgenpost?!?

Na ja, die hab ich zu Hause nicht schreiben können, weil das erst sehr kurzfristig alles feststand, wie und wo und wann und überhaupt. Also hab ich´s lieber bleiben lassen, nicht dass man mit Falschinfos daherkommt.

Apropos breakfast: sehr schmackhaft, sehr gediegen, sehr gut! Das was hier im Hansa-Hotel geboten war, war schon aller Ehren wert. Das Ambiente ist wirklich rundherum perfekt, das hat alles bestens gepasst. 🙂


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Und dann gab es den ersten (leichten) Krach mit unserem Busfahrer John, der in Swakopmund wohnt und leider nicht pünktlich zur vereinbarten Abfahrtszeit bereit stand. 🙁

08:00Uhr Abholung ab Hansa-Hotel, so war´s ausgemacht, denn unser Schiff für die Pelikantour startet in Walvis Bay um 09.00 Uhr. John kam knapp nach 08:15 Uhr, somit wäre es vielleicht grad noch mal gut gegangen, aber dann folgt eine Reifenpanne, für die der Busfahrer selbstverständlich nichts kann. Schorschine lehnt sich noch an ihren frischgebackenen Ehemann ...

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…und dann tut´s einen ohrenbetäubenden Knall. Also ganz schnell abgebremst und nachgeschaut. Vom Reifen hat sich ein nicht unbeachtliches Stück abgelöst ....

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… aber wir können zum großen Glück die paar Kilometer nach Walvis Bay weiterfahren und sind somit immer noch in der Zeit.

Zwei Minuten vor 09:00 Uhr 😈 😈 kommen wir am Pier an, wo die Pelikantouren starten. Die ersten Boote laufen schon aus, und wir sind ziemlich genervt, weil wir zu spät dran sind.

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… und dort wird uns dann im Mola-Mola Büro erklärt, dass wir hier total falsch sind! LEVO-Tour, bei denen wir gebucht hatten, sind auf der anderen Seite des Hafens, nämlich im Industriegebiet, und wir müssen auf die andere Hafenseite wechseln.

Ja ist denn das zu fassen?!? Unser Busfahrer respektive das Busunternehmen hatte von uns einen bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten Plan, und da war klipp und klar von LEVO die Rede. Wir waren sprachlos, denn das Busunternehmen ist von Swakopmund, der Busfahrer ebenso, und keiner weiß, wo der Ausflugscatamaran von Levo-Tours ablegt?

Ja, wir waren da schon ziemlich sauer, hatten aber das große Glück, dass wir den Catamaran von Levo-Tours exclusiv für unsere Gruppe gebucht hatten. So hat das Schiff natürlich auf uns gewartet, und abgelegt haben wir dann letztendlich um 09.30 Uhr.

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Schnell sucht sich jeder seinen Sitzplatz aus …

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der Sohnemann beruhigt den Papa, der sich ob der Irrfahrt des Busfahrers in Walvis Bay schon knapp an einem Herzkasperl vorbeigeschrammt ist ...

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… und dann dauert´ s nicht lange, und schon werden wir von Pelikanen umringt:

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… dann dauert´s wieder nicht lange, und schon kommen die Robben Bord:

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Auch ringsherum ist viel geboten. Schiffe, Bohrtürme, man kommt mit dem Schauen und Fotografieren gleich gar nicht mehr mit, besonders wenn man Auge in Auge einem Pelikan gegenübersteht:

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Langsam bewegen wir uns Richtung Robbenkolonie, wo hunderte der Robben faul auf den Sandbänken ausruhen:

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Und dann gibt es Austern satt. Jede Menge, und das war gut so, denn wir haben einige „Vielvertilger“ 😉 unter uns. Dazu sparkling wine und verschiedene Brötchen, eine mehr als feine Sache:

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… und gut, dass wir das WC nicht dringend benötigt haben, denn da wär´s ganz schön eng gewesen.


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Den Beiden hat der sparkling wine besser geschmeckt als die Austern …

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Bei der Heimfahrt in den Hafen begleiten uns viele Delphine, die mit uns bzw. wir mit ihnen viel Spaß hatten:


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Fazit LEVO-Tour:
wir hatten das Boot exclusiv für unsere Gruppe gechartert, die liebe Nina von „click&travel“ hat das super gemacht, denn grad in der heutigen Zeit – aber lassen wir das Thema....-
In jedem Fall war die Alleinbenutzung von Vorteil, denn so waren wir unter uns.

Nun schon zum dritten mal haben Schorschine und ich die Pelikantour gemacht, und jedes mal war sie anders. Diese Touren sind nie langweilig, und würden wir irgendwann mal wieder nach Swakopmund kommen, so wäre eine Tour definitiv gesetzt. Die Abfahrt im Industriehafen ist jetzt nicht so ganz nach unserem Geschmack, denn vorne am Hauptpier ist auch neben der Tour so einiges geboten. Souvenierläden, Restaurants, Kaffee´s – das hat uns immer gut gefallen, dort ein bisschen „rumzustravanzen“. In jedem Fall aber bleibt festzuhalten: immer wieder eine Pelikantour, auch gerne mit Levo-Tours.

Dass uns dann der Busfahrer nach Ankunft am Industriehafen nochmals um eine halbe Stunde versetzt hat, war schon bald irgendwie typisch. Wenn´s das Hauptpier bei Mola-Mola gewesen wäre, dann hätte wohl keiner was gesagt. So aber stehen wir recht blöd herum, und die Stimmung geht merklich in den Keller.
Also ich weiß ja nicht, schließlich bin ich weder ein Busfahrer noch habe ich ein Busunternehmen. Aber dass vier Stunden nicht ausreichen, einen Reifen zu wechseln, versteh ich nicht, zumal das Unternehmen ja grad mal 30 Kilometer entfernt in Swakopmund seinen Hauptsitz hat. 😈


Am Nachmittag geht´s dann weiter mit unserer Wüstentour, der Bericht folgt diese Tage. 🙂
Teil 1402. Dez. 2021
Tag 7, Swakopmund – der Nachmittag

Nach unserer Pelikantour am Vormittag haben wir nur ein kleines bisschen Pause – ein paar von uns strawanzen durch die Stadt, ein paar ruhen sich aus, und wieder andere nutzen die Zeit, um Geld am ATM zu ziehen. Schön ist es hier im Garten des Hansa-Hotels, wie eine kleine grüne Oase.

Um 14.30 Uhr werden wir abgeholt. Mit Chris Nell haben wir die „Little-Five-Tour“ vereinbart, und wieder sind wir, verteilt auf 2 „Großraum“-Autos, exclusiv nur mit unseren Leuten unterwegs. So sind wir unter uns, was ja auch nicht schlecht ist.

Schade war, und das kann ich gleich vorwegnehmen, dass die Tour nicht mit Chris Nell, sondern mit zwei Angestellten seiner Firma stattfand. Nicht, dass unser Tourguide die Sache schlecht gemacht hätte, aber mit Chris Nell war das vor Jahren eine ganz andere Liga. Und schade halt auch besonders deshalb, weil wir mit Chris vereinbart hatten, dass er in jedem Fall eines der beiden Autos fährt. Na ja, ist halt so …

Gleich außerhalb Swakopmunds geht es links ab in die Wüste. Wir sind gespannt, welche Abenteuer uns dort erwarten:

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Unser Guide war sehr gesprächig. Für meine Begriffe viel zu gesprächig, denn es wurde erklärt, erklärt, und nochmal erklärt. Was ja alles recht und gut ist. Aber nach zig Erklärungen hatte man fast den Eindruck, entweder hört der Mann sich gerne reden, oder aber man muss die Zeit überbrücken, damit man nicht zu früh am Ende der Tour ist.

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Der Fahrer vom zweiten Auto machte sich derweil auf die Suche nach einem Chamäleon. Leider Fehlanzeige ...

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Zum Glück haben wir aber noch diesen kleinen Palmato-Gecko gesichtet, der sich zunächst mal die Augen ausgeputzt hat, als er unsere Gruppe sah: 🙂

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Unser Guide hat den kleinen Gecko ausschließlich im Schatten platziert, weil der kleine Bursche keine Sonne verträgt. Dementsprechend sind die Bilder "nix rechtßs".
Wir haben aber schon noch das ein oder andere Tierchen entdeckt. Eine Zwergpuffotter und eine Eidechse:

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Was in jedem Fall eine tolle Sache war, das war die rasante Fahrt durch die Wüste. Das hat Spaß gemacht, und beide Fahrer haben ihr Bestes gegeben. 🙂

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In der Tat, die Wüstenfahrerei war bombig. Das hat richtig Spaß gemacht.

Fazit zu unserer Little Five Tour:
Wir meinen, dass es unseren Gästen sehr gut gefallen hat, denn wenn man diese kleinen Lebewesen das erste Mal sieht, dann traut man seinen Augen nicht. Und dann die Wüste selbst. Einfach sensationell. Am Ende der Fahrt dann noch der Blick Richtung Meer, ja, das ist schon was ganz Besonderes. 🙂

Trotzdem waren Schorschine und ich nicht ganz zufrieden. Klar, es ist kein Zoo, und das Chamäleon hatte dummerweise Tiefschlaf.(die weiße Spinne übrigens auch ...) 😈 Außerdem finden die Touren im Regelfall am Vormittag statt und nicht am Nachmittag. Da mag es vielleicht anders sein. Schorschine und mir fehlte ganz einfach der gute Chris Nell. Was war das vor Jahren für ein Erlebnis, als uns dieser Mann die Little Five der Wüste nähergebracht hat. Das war eine Fahrt mit dem Prädikat Weltklasse, und nicht umsonst konnte man Chris Nell mit seiner Tour schon oft im Fernsehen sehen. Schade, dass er uns nicht gefahren hat.

Aber wie gesagt - für unsere Neulinge war das voll in Ordnung, wie man auch auf den nächsten Bildern nochmals sieht:

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Am Abend sind wir ins "old steamer" zum Abendessen. Perfekte Stimmung, klasse Ambiente. Zwar wollten ein paar nochmals ins The Tug, wo wir am Vorabend ein sehr gutes Dinner hatten, aber die Mehrheit ....

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Es war sehr gut, es war sehr viel, und es war sehr günstig. Da gibt´s nichts zu meckern.
Vielleicht etwas zu "Fleischlastig", und im Nachhinein denke ich, wenn man schon in Swakopmund ist, dann sollte man der Küche des Meeres den Vortritt lassen. Eigentlich klare Sache 😉

Morgen geht´s dann sehr früh los. Abfahrt 06:00 Uhr ab Hansa-Hotel.
Aber auch nur dann, wenn der Busfahrer pünktlich gewesen wäre .....
😈 😈 😈
Teil 1504. Dez. 2021
Tag 8, von Swakopmund nach Gelukspoort

Tags zuvor haben wir an der Rezeption ein breakfast-Packet geordert. Das war gut so, denn für ein ausgiebiges Frühstück war heute keine Zeit. Trotzdem hat das Hansa-Hotel einen „quick-coffee“ bereitgestellt, dazu ein paar Kekse, das hat gepasst.

Einer nach dem anderen kam aus den Zimmern geschlichen, 05.30 Uhr ist nicht jedermanns Aufstehzeit, schon gar nicht die von unserem Busfahrer John. Vereinbart war mit ihm, dass er um 05:45 Uhr vor dem Hotel stehen soll, dann schnell die Koffer einladen, so dass wir in jedem Fall um 06:00 Uhr loskommen sollten. Zum „quick-coffee“ gab´s die tägliche Morgenpost, so dass jeder ungefähr wusste, wie der Tag ablaufen kann. 🙂

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Es wird 05.45 Uhr, Busfahrer John ist nicht da.
Es wird 06:00 Uhr, Busfahrer John ist immer noch nicht da.
Es wird 06:10 Uhr, da machen wir uns langsam Sorgen.
Es wird 06:20 Uhr – und ich beginne nervös zu werden.
Es wird 06:30 Uhr, und sieha da, Busfahrer John biegt um die Ecke, und ich bin grantig.
Welch ein Glück, dass er überhaupt gekommen ist. Und dabei hab ich mit ihm gestern anhand unserer Landkarte den Weg noch genau besprochen. Cape Cross – weite Strecke, dann über die Ugab-Terrassen und die Vingerclip wieder auf die main-road, irgendwann dann abbiegen nach Gelukspoort. Die Frage, ob er denn Cape Cross ebenfalls als ein „must do“ für unsere Gruppe sieht, war für ihn genau so klar wie für uns. YES!

Jetzt wurde hier im Forum die Frage gestellt, was macht man mit so einem Busfahrer. 🤩
Nun, das kann ich euch schon sagen. Ich hab den Mann so was von zusammengeputzt, wie er das wahrscheinlich in seinem Leben bisher noch nicht erlebt hat. Beim schimpfen ist mein Englisch nicht grad das Beste, aber er hat, obwohl im derbsten bayerischen Dialekt, sehr wohl verstanden, dass das alles nicht mehr unbedingt lustig war. 😈

Wenn heute jemand auf dem Weg Richtung Henties Bay unterwegs ist, dann kann er Busfahrer John vor dem Schiffswrack besuchen, dort hab ich ihn nämlich abgelegt, nachdem ich mit ihm fertig war:

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So – jetzt aber Spaß bei Seite. Das war wirklich mehr als ärgerlich, und trotzdem möchte ich mich nicht mehr länger darüber auslassen. Zu seiner Ehrenrettung sei gesagt, dass er sich dann sehr bald bei uns in aller Form entschuldigt hat. Das hat dann so ausgesehen, dass er irgendwo unterwegs rechts rangefahren ist, den Motor abgestellt, sich zu uns umgedreht und dann hat er sich in aller Form entschuldigt. Er war wegen der Abfahrtszeit etwas in „confusion“ usw. usw.

Wir haben das akzeptiert, und die Stimmung (sogar beim bayern schorsch) war dann schon wieder etwas besser. Bringt ja auch nichts, hier auf schlechte Stimmung zu machen, schließlich sind wir mit ihm noch für etliche Tage beisammen, und dann sollte man schon schauen, dass das einigermaßen im Lot ist.

John hat in jedem Fall bewiesen, dass er Charakter hat, was von seinem Auftraggeber, der Firma „Cars & Guides“ nicht zu behaupten ist.

Das ist aber eine andere Geschichte und hat mit den diversen Verspätungen von John nicht das Geringste zu tun. Da ging´s dann um ganz andere Dinge – dazu aber am Ende der Reise etwas ausführlicher.

Cape Cross haben wir gestrichen, 🙁 obwohl ich das in der Morgenpost doch sooooo schön beschrieben habe. Vielleicht ist es für manch einen ein Grund, nochmal wiederzukommen, wer weiß?
In jedem Fall war nun klar (das war es nämlich vorher nicht), dass wir den Schlenker über die Ugabterrassen und die Vingerclip machen. Das wäre nämlich bei einem Besuch von Cape Cross zeitlich eher nicht mehr machbar gewesen.

Unterwegs machen wir aber zuerst mal einen Stop im Cactus-Coffee-Shop, eine sehr empfehlenswerte Angelegenheit. 🙂
Wir hatten Glück - das Bier wurde grad frisch gezapft, und das hat uns bayerischen Kameraden natürlich sehr gut geschmeckt, zumal der Bräutigam es sich nicht nehmen ließ, eine Runde zu schmeißen:

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Die Fahrt zieht sich eigentlich schon sehr lange hin, dazwischen mal eine Pinkelpause, und irgendwann tappen wir dann in die Touristenfalle, die wohl jeder Touri irgendwie und irgendwann mal über sich ergehen lassen muss (oder will). 😉

Himbas haben an der Straße Ihre Verkaufsstände aufgebaut. Natürlich steigt man aus, und lässt dann das Übliche über sich ergehen. Da kommt man nicht so leicht davon, denn die Leute möchten halt unbedingt was verkaufen. Für Schorschine und mich war das eher abschreckend, denn auch wenn Du einen Armreif oder etwas ähnliches kaufst, dann ist es halt immer noch nicht genug. Die Damen und vor allem deren „leader“ waren für unsere Begriffe sehr aufdringlich.

Und trotzdem – wem soll man es denn verdenken? Die Himbas sind froh, ein paar Souveniere zum völlig überhöhten Preis an den Mann gebracht zu haben, und die Touris sind froh, eine kleine Gruppe des Himbastammes hautnah in Augenschein zu nehmen. Und wir sind mittendrin ….


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Insgesamt war die Fahrt heute schon ein Schlauch, den wir da zu bewältigen hatten. Kurz hinter Khorixas sind wir dann tatsächlich auf die D2743 abgebogen, und die Strecke erweist sich als landschaftlicher Traum. Unserer Forumsfreundin Hanne haben wir diesen Tipp zu verdanken. Hanne, an dieser Stelle für Dich ein ganz dickes 😘 😘 😘

Ugabterrassen und dann die Vingerclip, schön ist es hier, und bei den Schorschens aus Bayern macht sich ein bisschen Melancholie breit. Schließlich waren wir in der Vingerclip-Lodge vor vielen Jahren für zwei Nächte untergebracht. Was für ein Traum dort, allein wenn wir an das Dinner oben im eagles-nest denken.


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Irgendwann sind wir dann wieder back on C39, jetzt haben wir nicht mehr weit bis zur Gelukspoort – Gästefarm.

Gelukspoort, ein Geheimtipp schlechthin, ein regelrechtes Paradies!
Mei war das schön dort, wirklich wahr, es war schier unglaublich.
Die Gästefarm wird von Chrissie und ihrem Mann Frank in der vierten Generation geführt, für uns einer der Höhepunkte auf unserer Namibiareise.
Aber seht selbst, Bilder sind oft besser als noch so viele Worte:

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Nach einer Tasse Kaffee und ein paar Keksen geht’s dann schon los zur Farmrundfahrt. Für uns ist das immer „das Ereignis“ des Tages, und auch unsere Gruppe hat sich mittlerweile darauf eingestellt. Game-Drive oder Farm-Rundfahrt, ein must do, das hat sich auch bei den Namibia-Neulingen sehr schnell rumgesprochen:

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Auch wenn die Rundfahrt von den Tiersichtungen her eher enttäuschend war, lieben wir es sehr, auf dem offenem Safarifahrzeug durch die Landschaft kutschiert zu werden. Wir finden es immer spannend, wenn die Driver (wir hatten Frank an Bord) Geschichten über Land, Leute und Tiere erzählen. Die Farmer haben ein enormes Wissen, und man merkt es bei jedem Satz, wie sehr sie ihr eigenes Land lieben. Lange hat das Farmer-Ehepaar auf Gäste warten müssen, lange hat Corona gewütet, und zum Glück war zu unserem Zeitpunkt eine Wende zu spüren. Hoffen wir auf das Beste!

Oben, on the top of the hill, da hat der Frank mit seiner Mannschaft eine Buschbar hingebaut. Gin-Tonic reichlich, das war das Motto, und dort oben auf dem Berg, mit Blick zur untergehenden Sonne, das war wieder mal einer der ganz großen Momente in diesem Urlaub. Schorschine und ich sind uns bewusst - und ich kann das gar nicht oft genug sagen - welches Privileg es ist, so was Schönes erleben zu dürfen. Wir gauben aber auch, dass unsere Reisebegleiter ähnliche Gefühle hatten. Nicht nur ein Tränchen haben wir gesehen, es war einfach umwerfend und sehr berührend.


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Wir haben Gelukspoort auf Tripadvisor bewertet.
Die kürzere Version ist vom bestman, die längere (der braucht nämlich immer länger) vom bayern schorsch:

Seht hier

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So war das auf Gelukspoort. Morgen geht es weiter in den Etosha Nationalpark.
Teil 1606. Dez. 2021
Tag 9, von Gelukspoort nach Etosha

Schön war das hier auf der Gelukspoort Farm. Wirklich schön, und wenn´s mal wieder in der Tour liegt, dann ist dieses kleine Paradies für uns in Zukunft ein absolutes „MUST DO“! 🙂

Schorschine und ich gehen noch eine Runde in den Pool, der auch heute morgen wieder glasklar zum planschen einlädt. Danach ein Frühstück mit allem Drum und Dran – das Frühstücksbuffet lässt keine Wünsche offen …


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… und nach herzlicher Verabschiedung von Chrissi (Frank war schon wieder busy auf dem Farmgelände unterwegs) machen wir uns auf den Weg. Der Etosha Park wartet auf uns, hoffentlich haben wir unseren Reisebegleitern in Bezug auf Tiersichtungen nicht zu viel versprochen.

In Outjo machen wir einen kurzen Zwischenstop. Hier gibt’s die bakery, hier gibt’s eine Tanke, hier gibt´s zwei tolle Souveniershops, und hier gibt’s eine Apotheke, und am frühen Nachmittag kommen wir in der Toshari-Lodge nahe dem Etosha Nationalpark an. Wobei „nahe“ schon ein dehnbarer Begriff ist. Die Toshari-Lodge ist ca. 25 km vom Andersson Gate entfernt, und wenn man ehrlich ist, dann ist das für den täglichen Besuch des Parks schlichtweg zu weit. 🙁

Ursprünglich hatten wir ja schon eine Buchung in der Etosha-Village, sehr nah, wirklich sehr nah am Gate zum Park. Schorschine und ich waren vor etlichen Jahren schon mal dort und sehr zufrieden. Preis/Leistung war mehr als O.K., und wir dachten, mit dem Etosha-Village die richtige Wahl getroffen zu haben.

Dann aber konnte man immer wieder lesen (auch hier im Forum), dass die Etosha-Village schwer nachgelassen hat. Die reviews waren so schlecht, dass wir umgebucht haben. Die Toshari-Lodge sollte unser „zu Hause“ für drei Nächte sein, wobei wir mit Toshari durchaus zufrieden waren, nur die Entfernung zum Park ist zu weit.

So sieht das auf der Toshari-Lodge aus, wobei die Bilder von der Toshari-Homepage geliehen sind 🤨


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Der Empfang in der Toshari-Lodge war sehr herzlich, der Eistee hat geschmeckt und schwups waren die Zimmer bezogen. Unser Zimmer war wieder „honeymooner-mäßig“ hergerichtet, wobei es eher „honeymooner-light“ hergerichtet war, denn besonders großartig war das nicht. Zumindest aber hat man aus den Handtüchern ein paar Herzerl gebastelt. Immerhin … 😉

Und dann geht’s auch schon los – wir fahren mit dem Bus in den Etosha-Park. Na ja, wir wollten fahren, denn kurz vor dem Park tat´s mal wieder einen mords Knall, und siehe da, die Keilriemen der Klimaanlage waren gerissen. 😈

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da bleibt nichts anderes übrig – die Keilriemen wurden kurzerhand mit dem Taschenmesser durchgeschnitten, nicht dass sich da noch irgendein loses Teil im Motor verwickelt.

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So – jetzt standen wir also da. An eine „quick“ Reparatur war nicht zu denken, 😐 denn unser Busfahrer hatte keine Ersatzkeilriemen parat. Auch in der Tankstelle kurz vor dem Etosha-Park war so ein Riemen nicht vorrätig, also mussten wir eben ohne Klimaanlage weiterdüsen. Bei über 40 Grad, teils 45 Grad ein Unterfangen, das so manchem Reisegast die Schweißperlen auf die Stirn trieb. 🤩 😈

Aber wir wollten – und das kann man doch verstehen – unbedingt in den Park, ob mit oder ohne Klimaanlage. Schließlich warten die Elefanten auch nicht ewig lang, also sind wir weitergefahren. Am Gate haben wir (d.h. nicht wir, sondern der bayern schorsch) das permit gekauft, und natürlich hab ich versucht, für den guide (also für mich) einen Gratiseintritt rauszuhandeln. Irgendwie kommt das aber bei den Gate-Brüdern gar nicht gut an und ich denke, dass die Leute mir nicht geglaubt haben, dass ich der Guide von der Truppe bin. (war ich ja auch nicht, aber ich hab halt einfach mal so getan als ob ...) 😉

Zumindest aber haben wir für den Busfahrer den Einheimischenpreis bekommen. Das war doch schon was, oder?

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Gleich hinter dem Gate geht’s links ab zum Wasserloch „Ombika“.
Mensch das wär doch eine Sache, wenn wir dort auf die ersten Tiersichtungen treffen. Leider herrscht am Wasserloch Totenstille, es ist kein einziges Tier zu sehen. Hmm... das haben wir uns ganz anders vorgestellt. Aber gut. Weiter geht’s bald darauf wieder auf Teer, und die Hitze im Auto ist schon eine Nummer. 😈
Da hilft auch nichts, die Fenster zu öffnen, die zwar eine ansehnliche Größe aufweisen, aber im Endeffekt viel zu klein sind, um einen richtigen Durchzug zu bekommen. Egal, wir nehmen´s gelassen hin und freuen uns zumindest über unser gekühltes Savanah, denn der fridge, der läuft wie geschmiert. 🙂 Gott sei Dank.

Und dann haben wir Glück. Was für ein Glück!

Unmittelbar vor dem Okaukuejo-Camp kreuzt eine große Elefantenherde unseren Weg. Wir sehen grad noch die letzten Elefanten hinter der Straße verschwinden, und natürlich wissen Schorschine und ich als erfahrene Etosha-Besucher, wo diese Elefantenherde ihr Ziel hat. Das Wasserloch vorne im Camp, puh...., das wird ein Spektakel werden.

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Spätestens jetzt, in Anbetracht dessen, was uns am Wasserloch erwartet, da denke ich mir, schade, dass ein Paar von uns nicht mitgefahren ist. Die haben sich´s lieber in der Lodge am Pool mit einem Gläschen Chardonnay bequem gemacht. 🤩

So - jetzt aber schnell zum Wasserloch, schauen wir mal, wer als Erstes da ist. Die Elefanten oder wir?
Beide sind wir gleichzeitig eingetroffen. Kaum, dass sich ein jeder von unserer Gruppe ein schönes Beobachtungsplätzchen rausgesucht hat, kommen die Eli´s schon um die Kurve gewackelt. Ein super Spektakel, das seinesgleichen sucht. Bei 40 Elefantenköpfen hat man aufgehört zu zählen, es war einfach nur überwältigend.

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War es für die ganze Reisegesellschaft ein Spektakel – so nicht für den bayern schorsch, denn der ist, so wie sich´s gehört, beim office ausgestiegen und hat zuerst mal den Eintritt bezahlt. Man muss nämlich wissen, dass zwar das Andersson Gate das Gate ist, wo man registriert wird, jedoch die Zahlung erst im Büro in Okaukuejo erfolgt. Und wie´s der Geier will, braucht die Dame im Büro gefühlte Ewigkeiten, bis sie endlich die Quittung ausstellt und der bayern schorsch zahlen kann. 😈

Und dann bin ich ganz schnell zum Wasserloch gespurtet - und was sehen meine Augen?!?
Drei oder vier Elefantenbullen stehen noch ein bisschen herum, der Rest der Eli-Truppe ist schon fast am Horizont verschwunden. Also das hat mich jetzt so richtig geärgert, aber eigentlich hab ich mich mehr über mich geärgert, denn ich hätte ja auch noch etwas später bezahlen können.

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Wenigstens aber hat man mir erzählt, wie super das alles war, und ich darf auch das ein oder Bild auf den Handy´s anschauen. Ist doch klasse, oder?

Aber es gibt Gerechtigkeit. Gerechtigkeit für den bayern schorsch, denn siehe da, die komplette Herde, fast schon außer Sichtweite, macht auf dem Absatz kehrt und kommt wieder zurück zum Wasserloch. Was für ein Glück, dass die Herde nochmal umgedreht hat, und so hat auch der schorsch aus bayern seine wahre Freude. 🙂

Das gesamte Schauspiel hat bestimmt mindestens eine Stunde gedauert, und danach fahren wir noch Richtung Gaseb. Dort am Wasserloch hoffen wir auf weitere Tiersichtungen. So weit sind wir aber nicht gekommen, denn gleich neben dem Okaukuejo-Camp haben sich ein paar Elefantenbullen eine wunderschöne Schirmakazie ausgesucht, um dort genüsslich Ihren Allerwertesten zu schrubben. Ein sehr schönes Bild, das sich uns dort geboten hat.

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Ja so war das, mit unserer Elefantensichtung im Etoshapark. Wir hatten da richtig Glück, und unsere Reisebegleiter und natürlich auch wir waren sehr zufrieden. Bald darauf sind wir dann wieder in die Toshari-Lodge zurückgefahren, und das ein oder andere Tier läuft uns noch über den Weg. Besonders der Elefant, der knapp hinter unserem Bus die Fahrbahn gekreuzt hat, war schon recht imposant:

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In der Toshari-Lodge angekommen machen wir Pause. Wir sind buchstäblich den ganzen Tag auf den Beinen, irgendwann bist du müde und die Eindrücke brauchen verarbeiten. Da ist die Toshari-Lodge grad der rechte Platz, hier kannst du die Seele baumeln lassen, hier geht´s uns richtig gut:

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Es ist ja immer noch die Frage offen, wie das die nächsten Tage mit unserem Bus weitergehen soll, und auch ein Blick auf die Windschutzscheibe des Busses verhieß nichts Gutes. Der Steinschlag, den wir uns vor ein paar Tagen eingeholt haben, macht sichtbar Fortschritte. Der Sprung wird, wenn auch nur ganz leicht, immer größer und wir können nur hoffen, dass die Scheibe für den Rest des Urlaubs hält. 😠

Busfahrer John hat zwischenzeitlich mit seinem Arbeitgeber in Swakopmund telefoniert. Ja, man hätte die Möglichkeit, einen Ersatzkeilriemen mit einem Kurier zu senden, gerichtet wird das alles bis zum nächsten Tag, eventuell morgens, eventuell auch etwas später. Uns war das alles viel zu unsicher, denn das Vertrauen der Firma „cars & guides“ und auch unserem Busfahrer John gegenüber hielt sich verständlicherweise in Grenzen. Also haben wir kurzerhand die Sache selbst in die Hand genommen. 😁

Toshari bietet nämlich Fahrten in den Etosha an. Halbtagesfahrten von morgens 06:30 Uhr bis ca. 13:00 Uhr, im offenen Safarifahrzeug. Na, das hört sich doch gar nicht schlecht an, war aber mit zusätzlichen Kosten verbunden. Pro Nase nach zähester Verhandlung 766 NAD, also um die 45 Euro, wobei bei diesem Preis der Eintritt in den Park bereits includiert war. Der Guide der Gruppe war frei, wobei der Gratisplatz selbstverständlich unter allen Mitfahrern aufgeteilt wurde. Wir haben das dann gebucht, denn so wussten wir zumindest hundertprozentig, dass wir nicht den ganzen Tag in der Lodge herumsitzen und darauf warten müssen, wann eventuell unser Bus startklar sein könnte. 😠 😈

Am frühen Abend treffen wir uns dann zum Abendessen ....

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das so war, wie erwartet. Es war sehr gut, alles vom Buffet, Wild in allen möglichen Variationen, dazu sehr schöne Beilagen – es hat uns richtig gut geschmeckt. Die Stimmung war super, die Angestellten allesamt sehr nett, die Nächte wunderschön warm, es war alles so, wie man es sich vorstellt. Urlaub von seiner schönsten Seite, und anschließend unterm Sternenhimmel hat noch das ein oder andere Schöpperl Wein hervorragend geschmeckt.

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Teil 1708. Dez. 2021
Tag 10, unser zweiter Tag Toshari-Lodge / Etosha

Pünktlich geht’s morgens um 06:30 Uhr los. Das Paar, das sich gestern einen bequemen Tag am Pool gemacht hat, ist heute mit an Bord, so dass wir vollzählig sind. Das ist auch gut so, denn grad die Fahrt im offenen Fahrzeug durch den Etoshapark, und das noch dazu unter sachkundiger Führung, das ist schon was Besonderes.

Also düsen wir los, und wir sind heilfroh, dass der Fahrer warme Decken bereithielt, denn es war morgens noch richtig saukalt! 😄
Offenes Auto, dazu entsprechend niedrige Temperaturen, da hat sich jeder eingepackt, so gut er konnte.


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Und dann dauerts nicht lange, und uns laufen die ersten Tiere vor die Linse:

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Na, das ist doch für´s Erste schon mal gar nicht ganz schlecht. Besonders haben wir uns über die Rhino-Sichtung gefreut, nur leider hat sich der Bursche nicht unbedingt kooperativ erwiesen. Zumindest gelangen ein paar „einigermaßen brauchbare“ Fotos:

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Wir düsen weiter, denn unser Fahrer weiß, dass ein Löwenrudel in der Nähe ist. Also nichts wie hin, das wollen wir uns auf keinen Fall entgehen lassen:

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Eine hochinteressante Sichtung, auch wenn die Löwen mehr oder weniger recht faul rumgelegen sind. Nix "Riss" oder sonstige Action, aber das wäre wohl zuviel verlangt. Was uns aber auffällt, dass einige unserer Mitfahrer - sagen wir mal nicht Angst - aber doch einen gehörigen Respekt vor den Raubtieren hatten. Was auch gut so ist, denn immerhin sitzen wir in einem offenen Safarifahrzeug, in das ja jeder Löwe mit einem Sprung ins Auto gutes Futter bekäme.
Ja, wenn man das erste Mal den Tieren doch ziemlich nahe kommt, dann ist das schon ein Erlebnis, das man nicht alle Tage hat.

Bei so vielen Löwen gibt’s dann auch den „Daumen hoch“:

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Schön langsam bekommen wir Hunger, und zum Glück haben wir in der Lodge ein lunch-Paket bestellt, das wir jetzt in Okaukuejo, wo hinterhalb des Pools eine nette Picknick-Area ist, verputzen. Na ja – verputzen ist wohl überzogen, denn das Paket war alles andere als umfangreich. Ziemlich dürftig – vielleicht hätten wir doch im Restaurant vom Camp eine Kleinigkeit essen sollen?

Witzigerweise waren am Picknickplatz, wo wir unsere Pause einlegten, auch andere Gäste der Toshari-Lodge. Und die hatten ihren eigenen „richtigen“ guide dabei. Beim Blick in deren Essensbox haben wir uns schon gefragt, wieso unser Paket eher dürftig, denen ihr Paket dagegen üppig und vor allem sehr gutaussehend war. Da gab´s Nudelsalate in verschiedenen Variationen, und sogar ein bisschen Fleisch war auch mit in der Box. Vielleicht lag´s am guide, wir wissen es nicht. 😉

Aber - der bayern schorsch, immerhin auf dieser Reise der Bräutigam, hat sich´s nicht nehmen lassen - drei Flaschen Wein sind mit an Bord unserer Safarifahrzeuge. Eine gute Idee, wie ich finde, und es gab dankbare Abnehmer. Da haben dann die beiden anderen Toshari-Gäste geschaut. Freundlich, wie wir sind, haben wir ein Schlückerl Wein angeboten, was die beiden Damen aber dankend abgelehnt haben. Die haben bestimmt Angst gehabt, sie müssten im Gegenzug von ihrem Lunch-Paket etwas rausrücken. 😄

Nach unserer Mittagspause treten wir bald den Rückzug an, und unterwegs treffen wir noch auf viele Bewohner des Etoshaparks.

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Der Nachmittag gehört dem Nichtstun. 🙂 Die einen sind am Pool, die anderen pflegen ihre Magen-Darm-Angelegenheiten. Das war schon sehr ungewöhnlich, dass bis auf zwei (der bayern schorsch und seine neue Schwägerin) alle mit Magen-Darm Probleme bekamen. 🙁 Auch Schorschine war für ein paar Stunden gelegen, und so ging´s all den Anderen unserer Gruppe ähnlich. Einer nach dem Anderen meldete sich krank, und ich bin dann mal zur Rezeption, um mit der Managerin zu sprechen, die sich sofort der Sache annahm und Ihre Hausapotheke plünderte. 😉

Zum Glück war aus Kapstadt ein junges Doktorehepaar zu Besuch in der Lodge, und als die beiden hörten, dass es Probleme gibt, holten sie sofort zwei Erste-Hilfe-Koffer aus ihrem Auto und versorgten unsere komplette Gruppe mit Arznei. Das war schon supernett von den Beiden und auf die Frage, was ich denn „schuldig“ sei, war die Antwort:
„sag deiner Gruppe, dass sie bald wiederkommen und im nächsten Reiseplan Kapstadt mit einbauen sollen.“

Was sagt man dazu? Genau diese Art ist es, was uns an den Menschen hier im südlichen Afrika so gut gefällt. Ich hab das für eine unglaublich freundliche Geste empfunden, und unsere Leute waren dankbar, dass uns so schnell geholfen wurde.

Wir sind übrigens der Meinung, dass die Magen-Darm-Geschichten sicherlich nicht am Essen in der Lodge liegen. Vielleicht lag´s am Leitungswasser, aber wir wissen das nicht.

Dass ich das freundliche Paar am Abend zu einem Cocktail an der Bar eingeladen hab, war Ehrensache. 🙂

Übrigens hab ich nachmittags die Zeit, während Schorschine flach gelegen war, genützt. Und zwar hab ich mich als Birder 🤩 🤩 🤩 versucht. Was natürlich völlig misslang und die wahren Birder hier im Forum werden dafür nur ein müdes Lächeln übrig haben. Aber immerhin, einen Toko hab ich einfangen können. Zuerst hat er sich sein Gefieder geputzt, um dann hat sich von seiner schönen Seite gezeigt:

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Für die, die am Abend noch gut beinand waren, gab´s wieder „Wild satt“, das hat auch heute wieder sehr sehr gut gepasst. Und diejenigen, die nicht ganz so fit waren, für die gab´s Suppe, Tee und ein paar Löffel Reis. Gott sei Dank war niemand länger „außer Gefecht“. Ein paar Stunden nur, und schon war man wieder auf den Beinen.

Unseren Fahrer John haben wir beim Abendessen getroffen. Ja, die Klimaanlage ist gerichtet, wir könnten, wenn wir mögen, morgen mit ihm in den Etosha fahren. Wir haben dankend abgewunken, denn morgen ist unser letzter Tag im Etosha, und da möchten wir nochmal mit einem offenen Safarifahrzeug fahren. Zwar ist das mit Mehrkosten verbunden, aber das ist es uns wert. Und außerdem war uns doch etwas mulmig mit Blick auf die Windschutzscheibe. Da soll der Bus mal lieber stehen bleiben, nicht dass uns die Scheibe beim Geholpere im Etoshapark um die Ohren fliegt.
Teil 1811. Dez. 2021
Tag 11, unser letzter Tag im Etosha Park

Wie gewohnt ist dieAbfahrt pünktlich um 06:30 Uhr, die beiden Fahrer von gestern begrüßen uns herzlich, das sind zwei ganz nette Burschen. Die Decken liegen schon parat, und bald sind wir wieder on the road Richtung Etosha. Nur neun Personen sind wir, denn zwei haben immer noch mit Magen-Darm zu tun, und das Paar, das schon am ersten Tag nicht mitwollte, bleibt auch heute lieber zu Hause. 🙁

Auf die Mitnahme eines Lunch-Paketes haben wir verzichtet – da ist uns mittags bei der Rückkehr aus dem Etoshapark die kleine Lunchkarte der Toshari-Lodge lieber. Auch das ist ein Punkt, der uns gut gefällt: du wirst hier in der Toshari-Lodge nicht ausgenommen. Da passt der Preis zur Leistung. Kleine Gerichte mittags, bestimmt um die 5 oder 7 verschiedene Speisen zur Auswahl, dazu ein Bierchen oder mal ein Gläschen Wein, das ist für uns Urlaub.

So, zurück zum Park, den wir ein halbes Stündchen später erreicht haben. Die ersten Tiere laufen uns vor die Kamera:

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Und schon bald sind wir in Okaukuejo. Dort machen wir einen kurzen Abstecher zum Wasserloch, allerdings ist hier friedliche Ruhe. Von Tieren keine Spur ...

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…. wir fahren weiter und hätten eigentlich vorgehabt, die Löwen von gestern nochmal zu besuchen. Die haben sich aber mittlerweile aus dem Staub gemacht, also steuern wir das nächste Wasserloch an, wo sich unglaublich viele Zebras, Oryx und Springböcke um die besten Trinkplätze streiten:

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Das war schon eine Menge. Wenn ich vorsichtig schätze, dann meine ich, dass das bestimmt ein paar hundert Zebras und ebenso ein paar hundert Springböcke waren, die sich hier mit Oryx & Co zum Stelldichein trafen. In so einer geballten Ansammlung haben wir das noch nicht erlebt. Das war richtig Klasse! 🙂

Und so schaukeln wir durch den Etoshapark, machen natürlich einen Halt bei der Pfanne, und unsere driver erklären uns ein bisschen was zum Park und zur Etosha-Pfanne:
130 km lang, 50 km breit, das sind die Eckdaten der riesigen Etoshapfanne, die eine unglaubliche Fläche von 4.800 km² aufweist, was ungefähr einem Viertel der Gesamtfläche des Nationalparks entspricht. Wir hören einige Geschichten über die Tierwelt, und für uns ist das alles sehr interessant. Irgendwann kommen dann auch Zahlen, und wir staunen nicht schlecht, als von über 2.000 Elefanten, über 16.000 Springböcke, hunderte Löwen und tausende Giraffen die Rede ist.
Wie im Flug vergeht die Zeit, und langsam müssen wir uns auf den Weg zurück zu unserer Lodge machen. Schade, dass wir heute die Löwen nicht mehr gesehen haben, und auch die Elefanten von vorgestern haben uns im Stich gelassen. Wir fahren an Okaukuejo vorbei ...

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…. und schon sind wir auf der Teerstraße, es ist nicht mehr weit zum Gate.

Und dann kamen sie! Wie aus dem Nichts – eine Elefantenherde von stattlicher Anzahl, größer als die Herde von vor zwei Tagen, und zu unserem Glück steuern die Elefanten das Wasserloch im Okaukuejo-Camp an:


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Wir lassen zunächst die Elefanten kreuzen, und sputen uns ganz schnell. Zurück geht’s zum Wasserloch von Okaukuejo, wir können unser Glück kaum fassen, dass wir in diesen drei Tagen immerhin 2 x großes Kino am Wasserloch erleben dürfen:

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Ja das war schon eine show, die die Elefanten hier abzogen. Unser Beobachtungsplatz im Schatten war perfekt, so dass wir von der Tribüne aus dem Treiben zuschauen konnten:

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So, jetzt geht’s aber defintiv zurück, denn wir haben von der Zeit her weit überzogen, aber auch unseren Fahrern hat das Spektakel hier am Wasserloch sehr gut gefallen. Wir finden das prima, dass unsere Fahrer nicht „auf die Uhr“ geschaut haben, denn eigentlich ist die Zeit längst um und wir müssten schon lange wieder in der Toshari-Lodge zurück sein.

Auf dem Rückweg haben wir noch die ein und andere Sichtung:

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Zu Hause in der Toshari angekommen gibt’s als Allererstes frisch gezapftes Bier 🙂 🙂 🙂


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und dann müssen wir natürlich unsere Daheimgebliebenen trösten. Den Kranken geht’s zum Glück schon wieder etwas besser, das ist gut so und die machen auch schon wieder einen guten Eindruck. 🙂

Mir hat speziell das Paar, das am ersten Tag und auch heute nicht mit im Park dabei war, schon leid getan hat. Da sind die Leute drei Tage im Etoshapark, und haben das Pech, dass sie bei beiden „Weltklasse-Eli-Sichtungen“ nicht dabei waren. Der bayern schorsch hätte sich wahrscheinlich an deren Stelle in den "A." gebissen. Wobei - man darf ja nicht immer von sich selbst ausgehen. Für die einen, und da zählt der bayern schorsch sich dazu, ist es das Höchste, 50 Elefanten am Wasserloch von Okaukuejo zu sehen, und für andere sind halt andere Dinge wichtiger. Das ist halt so .... 🙁

Ein Teil unserer Gruppe hält sich an den Pools auf, es gibt hier drei Pools unterschiedlicher Größe, alle kristallklar, das Wasser hat eine gute Qualität, da macht´s Spaß, eine Runde zu drehen:

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Zum Abendessen hübschen wir uns auf. Ein Kleid 🤩 ist in jedem Urlaub mit dabei, und so freuen wir uns jetzt auf das Abendessen. Vor allem aber freuen wir uns deshalb, weil die meisten von uns wieder über´m Berg sind. Den Kapstädtern sei Dank!

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Der Tisch ist wie immer schön eingedeckt, und bei einem kleinen Apertivo lassen wir die Erlebnisse des heutigen Tages Revue passieren.

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Ein bisschen Wehmut kommt auf. Morgen geht’s wieder zurück, der letzte Tag unserer Reise, wobei wir uns ja noch ein kleines Schmankerl für den Schluss aufgehoben haben. Die „Frans Indongo Lodge“ erwartet uns. Darauf freuen sich vor allem Schorschine und der bayern schorsch sehr, denn noch nie hat es mit dieser schönen Unterkunft geklappt, jedesmal war es einfach nicht so recht in der Tour gelegen.

Diesmal aber passt die Frans Indongo, und wir wollten unserer Familie und unseren Freunden zum Abschluss nochmal etwas ganz Besonderes zeigen. Wir sind der Meinung, dass man spätestens auf der Frans Indongo Lodge von der Schönheit Namibias regelrecht erschlagen wird.

Ob aber unsere Reisetruppe überhaupt noch aufnahmefähig ist und ob sie von der Schönheit des Landes tatsächlich erschlagen werden, das erzählen wir dann Morgen.
Teil 1912. Dez. 2021
Tag 12, vom Etosha nach Frans Indongo

Grad mal knapp 200 km sind es von der Toshari zur Frans Indongo-Lodge, für uns ein „Katzensprung“, denn da sind wir mittlerweile ganz andere Strecken gewöhnt. In Outjo machen wir wieder einen Stop, und in den Souveniershops werden noch die letzten Mitbringsel für zu Haus eingekauft. Wir passieren die etwas größere Stadt Otjiwarongo, und bald darauf sind wir schon an der Einfahrt zur Frans Indongo:

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Der Empfang auf der Frans Indongo Lodge durch den Manager ist sehr freundlich, und wir werden zum Eistee auf die Veranda geladen. Dort klärt uns eine Mitarbeiterin über die Dinnerzeiten auf, wie das mit dem game-drive abläuft (z.B. dass es während des drives keinen "sundowner" gibt 😈 ) und überhaupt über sämtliche Regeln, die wir bitte beachten sollten – irgendwie ist´s mir so vorgekommen, als wären wir im Kindergarten. Aber egal, vielleicht hatte die Frau auch nur eine schlechte Stunde, denn am nächsten Tag war sie dann ganz „normal“.

Unserer Bitte, ob man für uns nicht draußen auf dem Aussichtsdeck das Dinner anrichten könnte, wurde nicht nachgekommen, so dass wir im hinteren Bereich neben der Bar unseren Platz hatten. Begründung: Gruppen bringen wir immer im hinteren Teil unter, da seid ihr nämlich dann mehr oder weniger unter euch. Na gut, passt schon und alles kann man wohl nicht haben. Ich wär nämlich deutlich lieber draußen gesessen, mit Blick auf das Wasserloch. Aber gut …. 😐

Dumm war, dass wir etwas too early waren. So konnten einige Zimmer bzw. Bungalows noch nicht bezogen werden. Dafür aber gab´s "light lunch", soweit man das noch als "light" bezeichnen kann:

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... lecker, lecker ...

Die Lodge ist schön. Sehr schön. 🙂
Alles im afrikanischen Stil, die Zimmer geräumig, ein großes Bad dazu, das hat schon richtig gut ausgeschaut und die Frans Indongo entpuppt sich wirklich als ein Schmankerl der Extraklasse.


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Auch hier wurde das Zimmer bzw. der Bungalow von bride and groome 😘 „honeymooner-like“ 😘 hergerichtet, was uns natürlich schon gefreut hat:

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Der schönste Platz hier in der Lodge ist in jedem Fall das Aussichtsdeck. Hier zu sitzen, einen Gin-Tonic oder ein Bierchen in der Hand, der Blick in die Weite, dazu das Wasserloch direkt vor der Nase – ja, das hat schon was, das ist hier eine ganz besondere Stimmung:

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Zum Game-Drive sind wir nur noch ein ganz ganz kleiner Haufen. Grad mal 5 Leute 🙂 🙂 🙂 incl. Schorschine und mir hat sich aufraffen können. Für uns war das nicht ganz verständlich, denn wir haben schon immer jede Gelegenheit genutzt, an Farmrundfahrten teilzunehmen.

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Nashörner gibt’s hier auch. Die haben wir sogar versucht, per pedes zu tracken. Irgendwie kamen wir aber nicht zum gewünschten Erfolg. Mal einen Buckel, mal ein paar Ohren, das war schon alles, was die Rhinos von sich preisgegeben haben. 🙁

Was uns sehr gewundert hat, dass alle Tiere immer sofort „Reißaus“ genommen haben, sobald sie unser Fahrzeug hörten. Die Tiere waren derart scheu, wie wir es eigentlich nur von Jagdfarmen kennen. Unsere Frage, ob hier gejagt wird, wurde mit „nein“ beantwortet. Wir glauben das, sind aber trotzdem verwundert, dass die Tiere alle sofort weglaufen.

Getränke zum sundowner während des game-drives - so wie wir das kennen - hat´s hier nicht gegeben. Das wurde uns ja schon am Anfang beim "briefing" beigebracht. wo uns gesagt wurde, dass wenn wir etwas trinken möchten, dann nach dem Game-Drive. Auf dem Aussichtsdeck kann man das gut genießen. Das stimmt natürlich schon, und trotzdem ist es uns während der Rundfahrt lieber.

Zum Abendessen sind wir wieder alle zusammen. Schorschine und ich haben etwas länger gebraucht, denn wir haben das natürlich wörtlich genommen, den sundowner nach dem game-drive auf dem Aussichtsdeck zu genießen. Das hat nicht unbedingt jedem gepasst, denn auch vom Nichtstun und vielleicht auch von der Langeweile bekommt man Hunger. Na ja, so haben halt die Herrschaften ein bisschen warten müssen. Verhungert ist trotzdem niemand …. 😉

Unterm Strich würde ich sagen, dass die Rundfahrt hier auf der Fans-Indongo die schwächste Rundfahrt seit langer Zeit war. Ich kann mich schwer daran erinnern, wann es das letzte mal war, dass die Tiere regelrecht geflohen sind. Wenn ich da zurückdenke an Auas, an Bagatelle und auch an Gelukspoort, das war eine ganz andere Liga. Gelukspoort hat auch wenig Tiere gehabt, aber dort wurde das mit einem klasse "sundowner" mehr als wett gemacht. Aber gut, es kann ja auch sein, dass wir mittlerweile zu anspruchsvoll sind. Wenn ich aber den Preis anschaue, dann sollte auch die Leistung in gutem Verhältnis stehen.
Wir wundern uns, dass hier bereits 3 Flaschen Wein im Cooler an den Tischen stehen. Aber gut, vielleicht hat ja einer unserer Freunde eine Runde ausgegeben, das wär doch auch mal eine super Sache. Die super Sache entpuppt sich aber als der Oberknaller, denn unser Schwiegersohn bedankt sich bei Schorschine und mir auf das herzlichste – er ist so dankbar, mit auf dieser unvergesslichen Reise dabei gewesen zu sein, er ist so froh, dass das mit seinem Visum geklappt hat, und so nimmt er den heutigen Anlass, uns darüber aufzuklären, dass wir wieder Oma und Opa werden. Na, wenn das kein Grund zum Feiern ist!
Wir haben uns über diese Rede, vor allem aber über die super Neuigkeit schon sehr gefreut. Dass die ganze Truppe auf die Art und Weise noch zu drei Flaschen Wein gekommen ist, war prima.

So war für die "Nicht-Gruppen-Gäste" gedeckt, alles perfekt mit Blick auf das Wasserloch:

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und wir waren an der Bar untergebracht:

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Zum Essen haben wir aber das selbe wie alle Gäste bekommen. Es gab (wenn ich mich recht erinnere) Springbock-Filet, dazu eine tolle Vorspeise und ebenso die Nachspeise war alles sehr sehr gut. Die Küche auf Frans Indongo ist ganz hervorragend!

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Heute Abend spürt man, dass die „Luft raus ist“. Ich kann das nicht anders formulieren. Unsere drei Kid´s haben Zeitlang nach Hause – wer will es ihnen verdenken? Schließlich sind sie seit fast zwei Wochen von Partner, Kind und Heim getrennt. Das kann man gut nachvollziehen und uns ginge es ebenso.

Und was die Gruppe anbelangt – ja, ich möchte jetzt nicht von Lagerkoller reden, denn sowas gibt’s nur bei unserer Fußball-Nationalmannschaft, aber irgendwie ist das schon so ähnlich. Nicht, dass man sich auf den Nerv geht, aber man merkt, dass es für jeden von uns langsam an der Zeit wird, wieder nach Hause zu kommen. Für Schorschine und den bayern schorsch war es höchst anstrengend, denn wir wollten es jedem recht machen. Und da ergibt sich dann im Laufe von zwei Wochen die ein oder andere Baustelle, die man nicht beachtet hat. Da kommt´s dann zwangsläufig zu einer leichten Disharmonie, aber – um wieder zu dem zurückzukommen, was ich ganz am Anfang des Berichtes geschrieben habe – wir reden noch miteinander, und das ist doch schon mal eine gute Sache.

Bald geht es ab in unser honeymooner-Bett 😘 , wir sind regelrecht geschafft, schmieden aber schon an den nächsten Afrika-Plänen. Und da gibt’s so viel, was wir nochmal sehen wollen. Und da gehören auch Teile dieser Reise dazu, die wir gerne nochmal, dann aber in alleiniger Zweisamkeit, besuchen möchten. Mal schauen, was die Zeit so bringt.

Jetzt aber müssen wir zuerst noch die Restetappe am morgigen Tag schaffen. Der Flieger startet abends um 18.00 Uhr ab Windhoek, mal schauen, was uns morgen noch alles einfällt.
Teil 2013. Dez. 2021
Tag 12, es geht wieder nach Hause

Gut haben wir geschlafen, die Betten sind bequem und Schorschine und der bayern schorsch haben von den nächsten Aktivitäten in puncto Africa geträumt. Mal schauen, wo´s die Beiden in Zukunft wieder hinzieht ….

Hier eine Kopie aus google earth, so kann man sich die Größe der Frans Indongo Lodge gut vorstellen. Man sieht die Bungalows, den Pool und auch die nachts beleuchtete Wasserstelle.

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Gemächliches Frühstück gibt’s heute, es ist nichts eilig. Da wird noch das ein oder andere Foto geschossen, und auf dem Aussichtsdeck der Frans Indongo wird letztmalig Afrika-Luft eingesaugt. Bald darauf geht’s los, die Strecke von der Fans Indongo bis zum Flughafen beträgt um die 340 Kilometer, das schaffen wir leicht. Und so lassen wir uns auch Zeit und machen den ersten Zwischenstop bzw. eine kleine Pause in Okahandja.
🙂
Gleich rechts von der B1 ist die Bar, wo man selbst als WC-Tourist gern gesehen wird. Das ist eine gute Sache, denn die Benützung kostet ein paar namibische Dollar, dafür ist alles picco-bello sauber. In unseren Augen eine gute Lösung, so ist jedem geholfen.

Den Holzschnitzermarkt besuchen wir diesmal nicht, denn beide Male, als wir hier in Okahandja einen Zwischenstop machten, wurden Schorschine und ich ziemlich massiv angegangen. Jeder will (oder muss) etwas verkaufen, und da fühlen wir uns nicht wohl. Vielleicht haben wir unser Statement etwas zu negativ vorgetragen, in jedem Fall war das Ergebnis, dass niemand mehr auf den Markt wollte. 🙁

Also geht die Fahrt weiter, und schon bald sind wir in Windhoek. Schorschine und ich haben uns im Vorfeld überlegt, wie wir diesen letzten Tag gestalten könnten, sind aber jetzt froh, dass wir keine Aktivität mehr vor uns haben. Alle sind ziemlich platt, und die Hälfte der Mannschaft schläft im Bus.

Das ändert sich aber schlagartig in dem Moment, in dem wir durch Katutura durchgondeln. Das habe ich nämlich mit unserem Busfahrer John so vereinbart, dass, falls Zeit bleibt, wir einen Abstecher bzw. Umweg über Katutura machen. Ja was soll ich sagen – für unsere Reisebegleiter war das schon ein eindrückliches Erlebnis, auch diese Seite eines Namibiaurlaubes kennen zu lernen. Auch wenn man diesen Stadtteil Windhoeks nur streift, so bekommt man doch zumindest einen klitzekleinen Einblick in das pralle Leben, das im Township sich zum größten Teil auf der Straße abspielt.

Schorschine und ich haben uns jetzt ganz fest vorgenommen, bei nächst sich bietender Gelegenheit eine organisierte Katuturatour mit einem Anbieter wie z.B. Carsten Möhle zu machen.

Ich denke, dass für unsere Namibia-Neulinge diese Tour nicht gepasst hätte. Am Ende war jeder platt, und am Anfang unserer Reise hätte man die Mannschaft vielleicht „verschreckt“. Also lassen wir das so gut sein, wie es war. Vielleicht hat uns aber auch Corona von einer Tour abgehalten, ich weiß es nicht.

Joe´s Beerhouse, das wär doch noch so ein Renner. Gesagt, getan, und schon sind wir im meistangesagtestem Restaurant Windhoek´s. Skurril, schrill, laut und gut. So kann man Joe´s Beerhouse mit ein paar wenigen Worten beschreiben, ein Restaurant, das in keinem Namibia-Reiseführer fehlt und ein Ort, der für viele Namibia-Urlauber der Startschuss in den Urlaub bedeutet.

Mir gefällt Joe´s Beerhouse gut, aber dass dieser gelb-schwarze Schal einen schöneren und auffallenderen Platz hat als der rot-weiße Schal, der irgendwo hinten drin hängt, das geht ja eigentlich gar nicht:

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Eine urige Einrichtung, so was sieht man auch nicht alle Tage:

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Nach dem Aufenthalt in Joe´s Beerhouse düsen wir raus zum Flughafen. Wir tanken unseren Bus nochmal randvoll (so war es ausgemacht) und bald sitzen wir in der Abflughalle des Hosea Kutako International Airport. Der Heimflug war ruhig, planmäßig und ohne irgendwelche besonderen Vorkommnisse, und am nächsten Tag sind wir schon „back in germany“. 🙂

So war das, mit unserer Gruppen-Hochzeitsreise nach Namibia. Wir haben uns alle Mühe gegeben, die Reise so zu gestalten, dass unsere Gäste unvergessliche Momente erleben durften und wir glauben, dass uns das bei den meisten Mitfahrern auch gut gelungen ist. Anders machen würden wir kaum etwas, vor allem nicht, was die Hochzeitslocation anbelangt. Das war unser großes Highlight, und Schorschine und ich sind dankbar, dass wir das alles so erleben durften.

Was haben wir nur für ein Glück gehabt, dass wir (nach unseren Verschiebungen) die Reise nun doch im Oktober durchgezogen haben. Unvorstellbar, wenn wir bis November gewartet hätten, denn dann säßen wir alle in Quarantäne. 🙁

🙁 🙁 🙁 Ein kurzes Wort noch zu unserem Bus: 🙁 🙁 🙁

Wir haben das Busunternehmen „Cars & Guides“ kontaktiert und eine Beschwerde bzw. Reklamation verfasst. Alles sachlich und in vernünftiger Form und ohne einer konkreten Forderung unsererseits. Der Busfahrer war für uns eh kein Thema mehr, denn der Mann hat sich in aller Form entschuldigt und man kann es ja eh nicht mehr ändern. Dass der Bus einige „Macken“ hatte, darüber kann man diskutieren, bringt aber auch nichts.
Was aber die Mehrkosten anbelangt, die wir durch den Busausfall am ersten Tag im Etoshapark hatten, sind wir der Meinung, dass das sehr wohl ein Thema wäre und wir waren der Meinung, dass sich das Busunternehmen schon an den Mehrkosten, die für uns entstanden sind, zumindest zu einem Teil beteiligen sollte. Wohlgemerkt – alles in freundlichem und sachlichen Ton.

Leider kam als Antwort seitens des Inhabers, Herrn Johan Kotze, kein Wort der Entschuldigung - ganz im Gegenteil. Wir wurden beschimpft, der Lüge bezichtigt und aufs Schlimmste beleidigt. Das traf uns mit aller Wucht und verletzte uns zutiefst. Verstehen können wir das bis heute nicht. 😐

Aus diesem Grund können wir verständlicherweise Cars & Guides auf keinen Fall empfehlen.

Aber wisst Ihr, was das Busunternehmen „Cars & Guides“ uns nicht nehmen konnte?
Das ist die Lust, bald schon wieder nach Namibia zu reisen. Und dann brauchen wir ja keinen Bus, denn eine Gruppenreise in der Größe wird es sicher nicht nochmal geben.

Wenn meine Schorschine und ich an unsere Reise zurückdenken, dann bleibt für uns der schönste Augenblick unsere Hochzeit auf der Bagatelle-Düne. Wir waren beide soooooo stolz, dass wir das durchgezogen haben und mit dem Titel unseres Reiseberichtes hätte man es nicht besser ausdrücken können:

Hochzeit in der Kalahari – ein Traum wird wahr.


So, das war´s mit meinen Schlussworten. Man könnte ja noch Romane schreiben, aber das wirklich letzte Schlusswort, das kommt jetzt. Nämlich weil er mein bester Freund ist, und weil er so was (nach mir) am Besten kann, hab ich unseren Trauzeugen gebeten, ob er nicht ein paar Schlußworte aus Sicht des „bestman“ schreiben möchte.

Hier sind sie, und wir haben uns darüber sehr gefreut. Danke Hermann! 😘
„Dieser Schorsch hat doch eine Meise! ...“ – war mein erster Gedanke als mir mein ältester und bester Freund von seinen Hochzeitsplänen in Namibia erzählte. In seinen Plan der Schorschine zum 60. Geburtstag nach 30 Jahren im Wortsinn „wilder Ehe“ einen Antrag zu machen, war ich wohl als einer der Ersten schon lange vorher eingeweiht worden; und hatte diesen Teil als absolut angebracht und längst überfällig eingeschätzt. Anders war es, als er mit der „Dünenhochzeit in Namibia“ daherkam und uns die Aufgabe als Trauzeugen antrug. Da hat man praktisch keine Chance zu widersprechen. Best man und best woman zu werden, ist schließlich eine ehrenvolle Aufgabe - nicht minder ein inniger Freundschaftsbeweis. Also was blieb uns übrig?
Dann kam Covid mit voller Wucht. Die standesamtliche Hochzeit mussten wir so anstatt in großem Kreis, zu viert im „Penthouse-Schorsch“ feiern – ganz unter uns, und schön war‘s!
Erste Hoffnung schöpften wir noch, als wegen Covid der erste Reisetermin ins Wasser fiel – aber wer Schorsch und seine Hartnäckigkeit kennt, wenn er sich erst einmal was in den Kopf gesetzt hat …
Ein paar Wochen gingen ins Land, die Corona-Lage wurde besser, und eines Tages flatterte uns ein Reiseprogramm für 14 Tage „Wedding and Sightseeing in Namibia“ ins Haus. Spätestens da wurde uns klar: Es gibt kein Entrinnen mehr.

„Gott sei Dank!“ sagen wir heute, denn was wir in Namibia erlebten (siehe Schorschi’s Bericht), war selbst für uns einigermaßen weltgewandten Zeitgenossen eine völlig neue Erfahrung hinsichtlich Natur, Flora, Fauna und nicht zuletzt den tollen Menschen, die wir auf dieser Reise kennenlernen durften – und das bezieht sich beileibe nicht nur auf unsere verschworene Reisegemeinschaft.
Bleibt anzumerken: Schorsch hat diese Reise mit hoher Sachkompetenz perfekt bis ins letzte Detail bestens vorbereitet. Die Routenwahl war neben der Auswahl der Lodges und Gamedrives ebenso hervorragend wie die übrige Organisation (Flüge, Reiserücktritts-/Krankenversicherung etc.) Auch ein professioneller Hochzeitsplaner aus Hollywood hätte diese Vermählung auf der Kalahari-Düne bei Sonnenuntergang nicht besser in Szene setzen können. -Das wird uns für immer unvergesslich bleiben und dafür sagen wir den Schorschis herzlichsten Dank!
Das Größte für uns „Best People“ war, in die glücklichen Gesichter zweier sich liebender Menschen zu schauen, die nach 30 Jahren gemeinsamen Weg angekommen sind, und die wir unsere besten Freunde nennen dürfen.

P.S.:
Er hat keine Meise der Schorsch! Blöd waren wir, dass wir beinah nicht mitwollten in dieses wunderbare Land Namibia.
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