heuchefThemenstarter911 Beiträge · seit 200722. Okt. 2021 · #1
Wir waren vom 17. bis 21.10.2021 in Khaudum NP. Wir fuhren allein, also nicht mit einem zweiten Fahrzeug. Unser Auto ein Hilux Safari, also etwas Offroad- Ausstattung, stärkerer Sechszylinder-Motor und nagelneue Offroadreifen. Und das war gut so (Siehe später).
Die Anfahrt von Tsumkwe zum südlichen Eingang war problemlos. Am Eingang waren alle freundlich, aber von afrikanischerUmständlichkeit überzeugt. Wir mussten uns dreimal in so ein breites Buch einschreiben mit Kennzeichen, Passnummer usw. Dann wurde auf einem Blatt Papier die Parkgebühren ausgerechnet und dann sorgfältig zwei Quittungen mit allen Angaben ausgefüllt. Nicht schlimm, aber es dauerte eine halbe Stunde - wir waren die einzigen. Der Parkeintritt für zwei Personen, ein Auto und drei Nächte insgesamt 600 N$.
Auf unsere Frage nach Sikereti erhielten wir die Antwort „Camping not allowed“. Aber wir waren spät dran und den Weg bis zum Khaudum Camp hätten wir vor Einbruch der Dunkelheit bei weitem nicht geschafft. Also „mussten“ wir in Sikereti das Dachzelt aufschlagen. Es war dann aber niemand zu sehen, der das hätte beanstanden können.
Sikereti ist mit dem Neuaufbau offensichtlich sehr weit. Es gibt Stellplätze mit WC, Dusche und Spüle und jeweils drei oder vier Betonplatten zum drauf stellen oder zum Feuer machen. Weiter gibt es mehrere Plätze mit Safari- Zelten auf Plattform. Ich habe nicht gezählt, aber es sind sicherlich acht Plätze. Ein Empfangsgebäude mit großer Lapa ist baulich fertig, aber noch nicht eingerichtet. Die technischen Anlagen (Wasser, Abwasser) scheinen fertig zu sein, aber noch nicht in Funktion. Irgendwelche Aussagen, wann das geöffnet wird, kann ich nicht machen.
Insgesamt bis dahin problemlos und rundrum in Ordnung. Demnächst mehr.
Aber wir waren spät dran und den Weg bis zum Khaudum Camp hätten wir vor Einbruch der Dunkelheit bei weitem nicht geschafft. Also „mussten“ wir in Sikereti das Dachzelt aufschlagen. Es war dann aber niemand zu sehen, der das hätte beanstanden können.
Na klar, erst die Bestätigung abholen, dass es nicht erlaubt ist und dann trotzdem machen. Ohne Worte....
Wg. Sikeretti (und auch der seit Jahren fertigen Xhaudum Lodge): Exclusive Namibia, der Konzessionär, ist wohlpleite und deshalb werden die Unterkünfte bis auf Weiteres nicht aufmachen. Nur Khaudum Campsite ist/bleibt offen.
Beste Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Hallo, hier muss ich Christian vollumfänglich beipflichten. Es gibt Regeln, an die sich jeder halten sollte, vor allem wenn man Gast in diesem herrlichen Land ist. Wir waren 2020 in Khaudum und hatten vor der morgentlichen Einfahrt in den Park eine Übernachtung auf dem Campingplatz der Tucsin Tsumkwe Lodge gebucht. Empfehlenswert und legal. Gruß Peter
heuchefThemenstarter911 Beiträge · seit 200722. Okt. 2021 · #4
Hallo Cristian und Peter,
Natürlich habt ihr grundsätzlich recht und juristisch gesehen war es sogar Vorsatz. Aber vielleicht könnte der Ball doch etwas flacher gehalten werden.
Ich bereise dieses wunderschöne Land Namibia nun seit 17 Jahren fast jährlich und inzwischen auch gerne zweimal im Jahr. Seit fast 15 Jahren unterstütze ich aktiv die Schule an den Epupa falls. Und ich achte die Regeln und Gepflogenheiten hier., weil ich dies Land liebe,.
Und wenn ich mich jetzt bei der Planung der Anfahrt zum Khaudum ziemlich vertan habe und dafür eine Lösung suchte, die niemandem weh tat, kann das vielleicht toleriert werden. Wir haben selbstverständlich den Platz genau so verlassen, wie wir ihn vorgefunden haben.
Ich finde es sehr schade, dass jemand, der sich hier bemüht einen ganz aktuellen Bericht für alle Interessierten einzustellen (noch während der Reise), sofort zurechtgewiesen wird. Ich jedenfalls bedanke mich bei Dir, lieber heuchef und freue mich auf weitere aktuelle Infos - vor allem auch in Bezug auf Tier-Sichtungen und Zustand der Wege! Freue mich schon auf den Khaudum... Nike
Auch ich würde mich sehr über weitere Informationen freuen, Khaudum ist mit eine der spannendsten Gegenden in Namibia und aktuelle Informationen aus erster Hand sind sehr wertvoll!!
Viele Grüße und in freudiger Erwartung auf die Fortsetzung
........ich würde mich auch sehr über eine Fortsetzung der Geschichte freuen......
LG, Roman
heuchefThemenstarter911 Beiträge · seit 200724. Okt. 2021 · #8
Natürlich schreibe ich trotz Kritik weiter - Tag 2:
Zunächst Dachzelt abgebaut und alle Spuren auf dem Lagerplatz beseitigt. Dann den Luftdruck auf allen Rädern auf 1,4 reduziert. Weiter Richtung Khaudum Camp.
Schon nach kurzer Fahrt am Soncana waterhole eine schöne Elefantengruppe.
In der Nähe warteten die Geier.
Der viewpoint an diesem Wasserloch wie auch an allen nachfolgenden Wasserlöchern, auch die jeweiligen Aussichtsplattformen, waren von mehreren Menschen besetzt, die ein Lager eingerichtet haben. Wie wir erfahren, war in dieser Woche Tierzählung im Khaudum angesgt. Das ist natürlich eine sinnvolle Sache. Aber schade, die einsamen Aufenthalte auf einer Plattform mit beobachten oder warten auf Tiere blieben uns diesmal verwehrt….
Weiter ging es Richtung Norden auf tiefsandigen Spuren. Sperren durch umgefallene Bäume konnten wir umfahren.
Das ließ sich mit dem reduzierten Reifendruck gut fahren, aber es gab auch längere Abschnitte, in denen man die Geschwindigkeit unbedingt beibehalten und nicht stehen bleiben durfte. Sonst wäre ein Steckenbleiben und längere Schaufelei wohl unvermeidlich gewesen. Ingesamt also machbar, wenn man Erfahrung im Tiefstand hat.
Im weiteren Verlauf einige Giraffen und Elefanten im Gebüsch. Dann Ankunft im Khaudum Camp und Anmeldung an der Reception
Ich hatte nicht reserviert, aber problemlos. An die Gebühr erinnere ich mich nicht mehr genau, aber sie war nicht gering. Aber der Platz 3 war sehr schön.
Abolutions mit Toilette, Dusche mit Warmwasser durch Donkey (Brennholz lag daneben), Waschbecken und Spüle. Schattendach und Feuerstelle. Alles gepflegt und am zweiten Tag wurde morgens die gesamte Fläche gefegt . Bald nach der Ankunft Besuch von zwei Elefanten..
Nach einigen Regentropfen am Abend dann in der Nacht ein heftiges langdauerndes Gewitter mit kräftigen Regenschauern (lt. Internet etwas 14mm). Der Schlaf war bei diesen Blitzen und Donner eher nachrangig….
heuchefThemenstarter911 Beiträge · seit 200725. Okt. 2021 · #9
Tag 3 - Ausfahrt Richtung Nord
Nach gutem Frühstück alles zusammengepackt und dann - wichtig - den Reifendruck auf 1,2 reduziert.
An der Rezeption ein Winken mit dem sehr freundlichen Ranger, dann zum Parkausgang. Dort Selbstbedienung:
Und dann ging es los mit der „echten“ Tiefsandstrecke. Ich war froh über den reduzierten Luftdruck und unser durchzugstarkes Auto. Man muss immer in Fahrt bleiben (ca. 20 km/h). Damit es die Motordrehzahl nicht durch unnötiges hochschalten in den drehmomentschwachen Bereich bringt, bei Automatikgetriebe in den manuellen Bereich gehen und bei 2 oder 3 fixieren.
(Das Foto gibt die Situation nur eingeschränkt wieder - mein kurzes Video lässt sich nicht hochladen)
Über mehrere große Abschnitte läuft neben der westlichen sehr tiefsandigen Strecke eine neuere östliche Spur, die etwas leichter zu befahren ist. Man muss sich nur rechtzeitig entscheiden, denn ein überwechseln ist nur in sehr großen Abständen (so etwa 10 km, d. h. 30 Minuten) möglich.
Insgesamt eine mit Tiefsanderfahrung machbare Strecke, bei der der Fahrer nach 40 km weiß, was er gemacht hat und Beifahrer/in die Ruhe/Nerven bewahren mussten.
Der anschließende Restnachmittag und Abend in der wunderschönen Mobola Lodge taten gut….
Liebe Grüße an alle interessierten und ich überlege gerade, diesen Bericht etwas umzubenennen und fortzuführen über unsere nächsten 4 Wochen an den Kunene, dann Kaokeveld und weiteres….
Hallo Helgi Vielen Dank für deinen Bericht! Zwei Fragen noch zum Khaudum: Sind die Wasserlöcher in Betrieb? Und ist es richtig, dass ihr außer Elefanten und in der Ferne einige Giraffen, sonst keine weiteren Tiere mehr gesehen habt? Danke schon mal... Grüße aus Hamburg Nike
Africa Love
Chrigu7'267 Beiträge · seit 200625. Okt. 2021 · #11
Wir waren drei, vier Tage vor helgi im Khaudum. Die wasserlöcher waren alle in Betrieb. Speziell im Norden haben wir viele Pfedeantiopen, Gnus, Oryx und hunderte Elefanten gesehen. Giraffen waren dann irgendwo unterwegs. In der Nähe von Camp Khaudum seien auch die Löwen. Die hatten wir leider nicht gefunden.
Herzliche Grüße Chrigu
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heuchefThemenstarter911 Beiträge · seit 200725. Okt. 2021 · #13
Wie Chrigu schreibt - sehr viele Elefanten in großen und kleinen Gruppen oder einzeln. Dann Gnus und verschiedene Antilopen, Giraffen auch mal ganz nah. Die Löwen haben wir leider auch nicht gesehen. Herzliche Grüße Helgi
Wenngleich das Khaudum-Hegegebiet mit seiner Größe von nur 3842 Quadratkilometer ein relativ kleiner Teil der „Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area“ ausmacht, gibt der Nachwuchs unter den Elefanten in diesem vergleichsweise trockeneren Teil des riesigen transnationalen Hegegebietes Grund zur Hoffnung für die Dickhäuter. ...
LG Logi
take-off1'674 Beiträge · seit 201216. Nov. 2021 · #15
Hallo Helgi, vielen Dank für deine Schilderungen vom Khaudum.
Deine Schilderungen passen genau zu meinen Erinnerungen. Wir sind die Strecke 2019 umgekehrt gefahren, die nördliche Zufahrt hat uns damals ganz schön durchgerüttelt. Ich glaube, wir hatten den Reifendruck beim Landi sogar auf 1.0 gesenkt. Damals sagten wir Khaudum 1x reicht. Heute mit Abstand muss ich nur noch meinen Fahrer überzeugen, diese Strecke nochmals fahren zu wollen 😄 😄
Schade, dass ihr durch die Tierzählung die Einsamkeit der einzelnen Wasserlöcher nicht genießen konntet. In guter Erinnerung ist mir da das Tari Kori Wasserloch mit riesigen Elefantenherden.
Ich finde deine Ehrlichkeitd die Tour so zu beschreiben, wie ihr sie gemacht habt, gut. Wer, wie du das Land schon so oft besucht hat, weiß wie man sich dort verhält. "Leave nothing but your footprints"
Natürlich soll die übernachtung in Sikereti nicht zur Nachahmung anregen. Andere machen dies und berichten nicht darüber - das ist der Unterschied. Ich habe im Khaudum einen Touroperater getroffen, der mit seiner 10-köpfigenTruppe bewusst und geplant "wild" im Khaudum gecampt hat. Das finde ich dann schon eine andere Hausnummer und nicht ok.
So und nun hoffe ich, dass ich keine Diskussion losgetreten habe und freue mich auf die Fortsetzung eures Berichtes.