Hallo zusammen
Ich möchte kurz meine Eindrücke bezüglich Caprivi schildern. Ich war über den Jahreswechsel wie auch gerade (Mitte/Ende September) im Caprivi unterwegs. Vorausschicken möchte ich, dass ich hiermit etwas Werbung für die Region machen möchte. Sicherlich sind mehr Touristen im Caprivi unterwegs als in Botswana, dennoch ist die Auslastung überaus mager. Die Einheimischen und alle im Tourismus tätigen Personen freuen sich über jeden Besucher. Leute, nutzt die Gunst der Stunde! Derart entspannt lässt es sich so schnell nicht mehr reisen. Insgesamt wird Corona, meinem Empfinden nach, bedingt durch die heftige Welle im Afrikawinter 21, deutlich ernster genommen als noch über den Jahreswechsel 20/21.
Autovermietung: Beide Male habe ich bei Bushlore gemietet. Die Fahrzeuge waren wie immer einwandfrei. Trotz der drastischen Einbussen wird nicht gespart. Ich hatte einen nagelneuen Hilux mit 5000km jetzt im September. Das Fahrzeug hatte nur die Überführung aus Joburg und einen Vormieter auf dem Buckel. Campingausrüstung war teilweise nagelneu. Da in der Krise Cash King ist, sind die Fahrzeuge im Moment nicht mehr vollgetankt. Ein kleiner Wermutstropfen...
Die Buchung des Fahrzeugs sowie der Campsites in Botswana hat (wie immer) Namibia Click and Travel für mich übernommen. Kommunikation und Abwicklung war stets perfekt. Danke Nina!
Ich habe mich im Wesentlichen in der Region um Divundu und Kongola aufgehalten.
Divundu
Wer gerne zum Fischen geht, dem kann ich den Bootsservice bei der Rainbow River Lodge empfehlen. Ich habe für die Stunde 250NAD gezahlt. Sie haben ein kleines Boot, bei dem sich das Verdeck vollständig wegklappen lässt, sodass auch Fliegenfischer voll auf ihre Kosten kommen. Ich persönlich finde die gesamte Anlage, insbesondere den Pool und die Bar weitaus weniger ansprechend im Vergleich zur Nunda River Lodge. Aus diesem Grund habe ich Quartier bei der Nunda bezogen. Ich konnte es kaum glauben, dass jetzt im September alle River Campsites verfügbar waren. Über den Jahreswechsel war bedingt durch die einheimischen Touristen deutlich mehr los. Cameron und sein Team pflegen die Anlage weiterhin tadellos. Den Pool hatte ich an einem Tag komplett für mich alleine. Mit kleinen Abstrichen muss man beim Service rechnen. Die Bar/Küche öffnet derzeit erst um 14Uhr.
Kongola
Den Grossteil meiner Zeit habe ich bei Dan (Mavunje Campsites und Mashi River Safaris) am Kwando verbracht. Dan hat die Coronaflaute gut genutzt und die Hütten bzw. Bäder/Küchen - wo notwendig - renoviert. Auch lernt er derzeit einen neuen Bootsmann und Guide (als Nachfolger für Shaddy – RIP) an. Sein Name ist Isaac. Der Mann macht bereits einen tollen Job. Ich war einige Male mit ihm zum Fischen auf dem Kwando. Er kennt sich bereits bestens auf dem Fluss und den Lagunen aus! Derzeit ist viel Wasser in der Region, sodass Dan die Boote direkt am Camp liegen hat. Die legendären Bootstouren starten daher direkt vor der Haustür. Isaac hat auf einer Morning Cruise sogar Wildhunde im Bwabwata entdeckt, woraufhin mich Dan zielsicher mittels GPS an die Stelle gelotst hat, an der die Hunde den Tag im Schatten verbracht haben. Super Service und man merkt, dass Dan und Isaac die Gegend wie ihre Westentasche kennen. Das Rudel (20 Tiere) habe ich dann am nächsten Tag noch einmal in der Nähe der Nambwa Lodge gefunden. Überdies habe ich auch im Mudumu Wilddogs und Löwen gesehen.
Mavunje war die einzige Unterkunft auf der Reise, die mal fully booked war (aus gutem Grund 😎 ), sodass ich dies zum Anlass nahm, das neue Camp Kazondwe zu besuchen. Das Camp liegt ein paar Kilometer südlich zum Mavunje Camp. Die Familie hat ein tolles Camp auf einer Düne errichtet, welches eine wundervolle Aussicht auf die Floodplains bietet, inklusive einem „infinity pool“, welcher Abkühlung an heissen Tagen ermöglicht. Sie bieten sowohl Campsites wie auch feste Unterkünfte. Die Bilder der Campsites sind aktuell, die Bilder mit Aussicht sind aus dem Winter. Wir hatten damals zusammen mit Dan im Camp Kazondwe Silvester gefeiert... Susanne und ihr Mann Mark führen das Camp. Da die Familie auch Farmen in NAM besitzt, kann man sich vor Ort mit Fleisch aus der Tiefkühltruhe eindecken. Lamm, Rind, Eland und Würste waren im Angebot. Durch den Anbau von Gemüse im eigenen Garten ist für das kulinarische Wohl bestens gesorgt. Susanne ist darüber hinaus eine hervorragende Spotterin, die mich auf zwei Gamesdrives in den Mudumu und Bwabwata begleitet hat.
Abschliessend sei angemerkt, dass die Gate offices in den NPs nicht immer zur Gateöffnung besetzt waren. Dies ist wahrscheinlich den geringen Besucherzahlen geschuldet. In den Registrierungsbüchern konnte ich oft nur drei, vier oder fünf Besucher pro Tag ausmachen. Ich habe entweder bei der Security oder auf einem Zettel meinen Namen und das Kennzeichen hinterlegt, sodass ich immer rechtzeitig um 6Uhr im Park war. Das Permit habe ich bei der Ausfahrt bezahlt. Dies war nie ein Problem.
Fazit: Moremi, Khwai und Chobe in Botswana sind grosse Namen, jedoch stehen die Parks im Caprivi den vorgenannten in Nichts nach! Aus meiner Sicht ist das Preis-Leistungs-Verhältnis auf namibischer Seite deutlich (!) besser. Caprivi is pure magic!
Gruss
earl
Ich möchte kurz meine Eindrücke bezüglich Caprivi schildern. Ich war über den Jahreswechsel wie auch gerade (Mitte/Ende September) im Caprivi unterwegs. Vorausschicken möchte ich, dass ich hiermit etwas Werbung für die Region machen möchte. Sicherlich sind mehr Touristen im Caprivi unterwegs als in Botswana, dennoch ist die Auslastung überaus mager. Die Einheimischen und alle im Tourismus tätigen Personen freuen sich über jeden Besucher. Leute, nutzt die Gunst der Stunde! Derart entspannt lässt es sich so schnell nicht mehr reisen. Insgesamt wird Corona, meinem Empfinden nach, bedingt durch die heftige Welle im Afrikawinter 21, deutlich ernster genommen als noch über den Jahreswechsel 20/21.
Autovermietung: Beide Male habe ich bei Bushlore gemietet. Die Fahrzeuge waren wie immer einwandfrei. Trotz der drastischen Einbussen wird nicht gespart. Ich hatte einen nagelneuen Hilux mit 5000km jetzt im September. Das Fahrzeug hatte nur die Überführung aus Joburg und einen Vormieter auf dem Buckel. Campingausrüstung war teilweise nagelneu. Da in der Krise Cash King ist, sind die Fahrzeuge im Moment nicht mehr vollgetankt. Ein kleiner Wermutstropfen...
Die Buchung des Fahrzeugs sowie der Campsites in Botswana hat (wie immer) Namibia Click and Travel für mich übernommen. Kommunikation und Abwicklung war stets perfekt. Danke Nina!
Ich habe mich im Wesentlichen in der Region um Divundu und Kongola aufgehalten.
Divundu
Wer gerne zum Fischen geht, dem kann ich den Bootsservice bei der Rainbow River Lodge empfehlen. Ich habe für die Stunde 250NAD gezahlt. Sie haben ein kleines Boot, bei dem sich das Verdeck vollständig wegklappen lässt, sodass auch Fliegenfischer voll auf ihre Kosten kommen. Ich persönlich finde die gesamte Anlage, insbesondere den Pool und die Bar weitaus weniger ansprechend im Vergleich zur Nunda River Lodge. Aus diesem Grund habe ich Quartier bei der Nunda bezogen. Ich konnte es kaum glauben, dass jetzt im September alle River Campsites verfügbar waren. Über den Jahreswechsel war bedingt durch die einheimischen Touristen deutlich mehr los. Cameron und sein Team pflegen die Anlage weiterhin tadellos. Den Pool hatte ich an einem Tag komplett für mich alleine. Mit kleinen Abstrichen muss man beim Service rechnen. Die Bar/Küche öffnet derzeit erst um 14Uhr.
Kongola
Den Grossteil meiner Zeit habe ich bei Dan (Mavunje Campsites und Mashi River Safaris) am Kwando verbracht. Dan hat die Coronaflaute gut genutzt und die Hütten bzw. Bäder/Küchen - wo notwendig - renoviert. Auch lernt er derzeit einen neuen Bootsmann und Guide (als Nachfolger für Shaddy – RIP) an. Sein Name ist Isaac. Der Mann macht bereits einen tollen Job. Ich war einige Male mit ihm zum Fischen auf dem Kwando. Er kennt sich bereits bestens auf dem Fluss und den Lagunen aus! Derzeit ist viel Wasser in der Region, sodass Dan die Boote direkt am Camp liegen hat. Die legendären Bootstouren starten daher direkt vor der Haustür. Isaac hat auf einer Morning Cruise sogar Wildhunde im Bwabwata entdeckt, woraufhin mich Dan zielsicher mittels GPS an die Stelle gelotst hat, an der die Hunde den Tag im Schatten verbracht haben. Super Service und man merkt, dass Dan und Isaac die Gegend wie ihre Westentasche kennen. Das Rudel (20 Tiere) habe ich dann am nächsten Tag noch einmal in der Nähe der Nambwa Lodge gefunden. Überdies habe ich auch im Mudumu Wilddogs und Löwen gesehen.
Mavunje war die einzige Unterkunft auf der Reise, die mal fully booked war (aus gutem Grund 😎 ), sodass ich dies zum Anlass nahm, das neue Camp Kazondwe zu besuchen. Das Camp liegt ein paar Kilometer südlich zum Mavunje Camp. Die Familie hat ein tolles Camp auf einer Düne errichtet, welches eine wundervolle Aussicht auf die Floodplains bietet, inklusive einem „infinity pool“, welcher Abkühlung an heissen Tagen ermöglicht. Sie bieten sowohl Campsites wie auch feste Unterkünfte. Die Bilder der Campsites sind aktuell, die Bilder mit Aussicht sind aus dem Winter. Wir hatten damals zusammen mit Dan im Camp Kazondwe Silvester gefeiert... Susanne und ihr Mann Mark führen das Camp. Da die Familie auch Farmen in NAM besitzt, kann man sich vor Ort mit Fleisch aus der Tiefkühltruhe eindecken. Lamm, Rind, Eland und Würste waren im Angebot. Durch den Anbau von Gemüse im eigenen Garten ist für das kulinarische Wohl bestens gesorgt. Susanne ist darüber hinaus eine hervorragende Spotterin, die mich auf zwei Gamesdrives in den Mudumu und Bwabwata begleitet hat.
Abschliessend sei angemerkt, dass die Gate offices in den NPs nicht immer zur Gateöffnung besetzt waren. Dies ist wahrscheinlich den geringen Besucherzahlen geschuldet. In den Registrierungsbüchern konnte ich oft nur drei, vier oder fünf Besucher pro Tag ausmachen. Ich habe entweder bei der Security oder auf einem Zettel meinen Namen und das Kennzeichen hinterlegt, sodass ich immer rechtzeitig um 6Uhr im Park war. Das Permit habe ich bei der Ausfahrt bezahlt. Dies war nie ein Problem.
Fazit: Moremi, Khwai und Chobe in Botswana sind grosse Namen, jedoch stehen die Parks im Caprivi den vorgenannten in Nichts nach! Aus meiner Sicht ist das Preis-Leistungs-Verhältnis auf namibischer Seite deutlich (!) besser. Caprivi is pure magic!
Gruss
earl
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