Selbstfahrer-Tour Oktober

21 Antworten · 3'956 Aufrufe · gestartet 08. Aug. 2021 von Kempf
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Themenstarter3 Beiträge · seit 202108. Aug. 2021 · #1
Hallo,

wir möchten Mitte Oktober eine Selbstfahrertour ab Arusha machen.
Angedacht sind ca. 8-10 Tage mit dem Schwerpunkt Serengeti.

Die Migration dürfte zu dieser Zeit ja größtenteils in Kenia in der Massai Mara sein.
Lohnt es sich trotzdem so weit wie möglich in den Norden der Serengeti zu fahren, oder sollten wir gerade deswegen unser Hauptaugenmerk auf den nördlichen Teil legen?

Ich hätte mal folgende Route angedacht:

Tag 1: Arusha - Tarangire NP (Public Campsite Tarangire NP)
Tag 2: Tarangire NP - Ngongoro (Simba Campsite)
Tag 3: Ngongoro - Serengeti (Seronera Public Campsite)
Tag 4: Serengeti (Seronera Public Campsite)
Tag 5: Serengeti (Lobo Public Campsite)
Tag 6: Serenegti (Lobo Public Campsite)
Tag 7: Serenegti Kleins Gate - Lake Natron
Tag 8: Lake Natron - Arusha

Bin über jegliche Tipps, oder Änderungsvorschläge sehr dankbar.

Und zum Abschluss hätte ich noch eine Frage zum Ngongoro: Der Preis um in den Krater mit dem eigenen Mietwagen reinzufahren, ist schon ziemlich happig und schreckt uns mehr, oder weniger noch ab. Ist es trotzdem ein absolutes Muss, oder lohnt sich der Teil auch außerhalb des Kraters? Die Aussicht in den Krater hat man ja zumindest von diversen Stellen oberhalb des Kraters. Kann man evt. vor Ort auch eine (verhältnismäßig) günstigere gebuchte Tour in den Krater buchen, wenn man den eigenen Wagen mal für einen Tag stehen lässt?
155 Beiträge · seit 201808. Aug. 2021 · #2
Hi,
nach allem, was ich bisher gelesen, vor Ort gehört und erlebt habe, ist die Migration bis September in der Mara, müsste also im Oktober schon wieder in Tansania sein. Zum Ngorongoro kann ich leider nichts sagen.
Vg Tommy
2'845 Beiträge · seit 201108. Aug. 2021 · #3
Hallo Kempf,

wir sind mit Driver gefahren - unser Beginn war wie von Euch geplant.
Nur - wir hatten jeweils im Tarangire und im Ngorogoro zwei Übernachtungen.
Ich weiß nur, dass sich die Strecke ab Eingang "großem Gate" Ngorongoro Conservation Area (NCA) bis in die Serengeti ziemlich zog!
Da frage ich mich, wann wollt ihr Tarangire besuchen und wann den Krater? Irgendwie sehe ich da nicht viel Zeit!
Wir fanden den Ngorongoro (früh morgens) schon recht besonders.
Ich hoffe, Du bekommst noch hilfreiche Tipps. Auch zu den einzelnen Permits. Man kann ja nicht einfach überall hinfahren.

Viele Grüße
Strelitzie
2'397 Beiträge · seit 201108. Aug. 2021 · #4
Hallo,
ich kann Strelitzie nur beipflichten. Wenn Ihr am 1. Tag in Arusha noch für 8 Tage einkaufen müsst, würdet ihr recht spät im Tarangire ankommen. Am nächsten Tag spätestens mittags wieder los, um noch im Hellen an der Simba CS zu sein: das lohnt sich nicht. Einen game drive in den Krater könnt Ihr Euch auch abschminken, wenn Ihr von der Simba CS nach Seronera wollt. Die Piste ist übelstes Wellblech (meistens jedenfalls) und fordert Mensch und Maschine. Und die letzten beiden Tage (die Strecke kenne ich allerdings nicht aus eigener Anschauung) sollen auch 2 heftige Abschnitte sein.
Mein Rat: Streicht den Tarangire NP (auch wenn er für mich einer der schönsten Parks in Ostafrika ist) und erweitert auf 10 Tage. Dann solltet Ihr an den einzelnen Orten genug Zeit für game drives haben und die Strecken etwas entzerren können.
LG aus HH,
Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
1'394 Beiträge · seit 200908. Aug. 2021 · #5
Hallo Kempf,

vor 2 Jahren in der Trockenzeit hat sich die Strecke vom Ngorongoro Krater zur Serengeti sehr gezogen, stellenweise mit recht viel Wellblech.

Die Strecke von der nördlichen Serengeti zum Lake Natron war beinahe eine Tagesfahrt und wenn sich dort nicht viel getan hat, zeitweise auch mit größeren Auswaschungen und Löchern versehen. Diese Etappe habe ich als sehr anstrengend in Erinnerung.

Hier mal zwei Bilder von der Strecke:

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Die Landschaft um den Lake Natron mit dem Ol Doinyo Lengai war für mich auf der nördlichen Route ein absolutes Highlight.

Vom Lake Natron dann Richtung Shumata Camp (sollte teilweise dann die gleiche Strecke Richtung Arusha sein) habe ich die Piste/Straße auch als lang, jedoch nicht so anstrengend wie die Strecke von der Serengeti zum Lake Natron, in Erinnerung.

Was kostet es denn mit dem Mietwagen in den Krater zu fahren?

Viele Grüße
Sabine
zuletzt bearbeitet 08. Aug. 2021
6'369 Beiträge · seit 201109. Aug. 2021 · #6
Hoi Kempf und herzlich willkommen hier!

Das ist zu knapp kalkuliert!
Entweder braucht Ihr mehr Tage oder weniger Tour.
Rechnet in Arusha mit Stau, auf Teer (also grob zwischen Arusha, Tagangire und Mto wa Mbu) mit 50km/h und den Rest mit 20-30km/h.
Die Strecke zwischen der Serengeti und Lake Natron ist echt nicht zu unterschätzen, da sind 30km/h als Schnitt schon ambitioniert.
All diese Durchschnittsgeschwindigkeiten sind ohne Pausen gerechnet.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
2'240 Beiträge · seit 201109. Aug. 2021 · #7
Kempf schrieb:Hallo,

Tag 1: Arusha - Tarangire NP (Public Campsite Tarangire NP)
Tag 2: Tarangire NP - Ngongoro (Simba Campsite)
Tag 3: Ngongoro - Serengeti (Seronera Public Campsite)
Tag 4: Serengeti (Seronera Public Campsite)
Tag 5: Serengeti (Lobo Public Campsite)
Tag 6: Serenegti (Lobo Public Campsite)
Tag 7: Serenegti Kleins Gate - Lake Natron
Tag 8: Lake Natron - Arusha
Hallo,
gehe mit den Vorrednern einig. Viel zu viel für einen Selbstfahrer in zu kurzer Zeit. Entweder auf Ngorongoro Krater-Besuch verzichten oder Lake Natron. Auch für Seronera hast Du meiner Meinung nach zu wenig Zeit geplant. Da lohnt es sich, ob nun die Migration da ist oder nicht. Es gibt einige Katzen in der Region... 😎
2. Tag: Tarangire
3. Tag; Tarangire - Fahrt in die Region Karatu
4. Tag: Durchfahrt Ngorongoro Area in die Region Seronera (ohne Krater-Besuch)
5. Tag: Seronera
6. Tag: Fahrt in die Region Lobo
7. Tag: Region Lobo
8. Tag: Rückfahrt - entweder via Lake Natron (dort Übernachten) oder via Karatu
9. Tag Arusha

Besser wäre es natürlich, wenn Du noch einen Tag am Lake Natron bleiben könntest.
Für eine solche Reise mit Krater - Besuch u. Lake Natron würde ich mind. 10-11 volle Tage veranschlagen.
Bei weniger Zeit würde ich in die Masai Mara fahren.
Habt Ihr mehr davon und preiswerter ist es auch.
Bez. Ngorongoro Tour: weiss nicht, ob sich das wirklich auszahlt, eine Tour von Arusha aus zu buchen, den Wagen in Karatu stehen zu lassen, rum zu eiern. Dann wäre es einfacher, eine ganze Camping-Tour von Arusha aus buchen. Anbieter gibt es ja genug.
Das geht sich dann auch mit der Zeit aus. Kochen u. fahren musst Du dann ja nicht.

Gruss M.
Nächste Reiseziele: ab Mai 2025:Zentralasien https://www.polarsteps.com/marimariontour https://www.instagram.com/marimari_on_tour/
zuletzt bearbeitet 09. Aug. 2021
Themenstarter3 Beiträge · seit 202111. Aug. 2021 · #8
Hallo,

vielen, vielen Dank für eure hilfreichen Tipps und Vorschläge.

Ist gar nicht so einfach, wenn man selbst noch nicht da war und mehr, oder weniger noch gar keinen Plan hat...
Gerade deshalb sind die Infos und Ratschläge hier wirklich mehr als Gold wert 🙂

Es ist wohl wirklich besser, wenn wir unsere Tour entweder etwas verschlanken, oder verlängern.
Da uns der Preis für den Ngongoro Krater nur für das Mietauto (295 US Dollar pro Tag) noch immer abschreckt, würde ich die Tour jetzt mal ohne Übernachtung im Ngongoro planen und vorher noch eine Nacht im Tangarire dranhängen.

Da wir schon vor einen Tag unserer Rundreise in Arusha sind, können wir schon am Vortag diverse Einkäufe tätigen und mehr, oder weniger am ersten Tag schon relativ früh in Richtung Tangarire aufbrechen.

Die letzte Übernachtung am Lake Natron hatte ich eigentlich nur auf dem Rückweg von der Serengeti nach Arusha eingeplant, weil ich schon über die anstrengende Strecke zwischen Kleins Gate und Lake Natron gelesen hatte. Über den Lake Natron selbst habe ich mich ehrlich gesagt, noch gar nicht groß befasst.

Der aktualisierte Tourenverlauf würde im Moment also so aussehen:

Tag 1: Arusha - Tarangire NP (Public Campsite Tarangire NP)
Tag 2: Tarangire NP (Public Campsite Tarangire NP)
Tag 3: Tarangire NP - Ngongoro NCA - Serengeti (Seronera Public Campsite)
Tag 4: Serengeti (Seronera Public Campsite)
Tag 5: Serengeti (Seronera oder Lobo Public Campsite)
Tag 6: Serenegti (Lobo Public Campsite)
Tag 7: Serenegti Kleins Gate - Lake Natron
Tag 8: Lake Natron - Arusha

Gegebenenfalls könnte man am Ende noch einen Tag und eine Nacht am Lake Natron dranhängen.

Sieht das Ganze jetzt eurer Meinung nach besser aus?

Viele Grüße

Kempf
6'369 Beiträge · seit 201111. Aug. 2021 · #9
Hoi Kempf
Kempf schrieb:Sieht das Ganze jetzt eurer Meinung nach besser aus?
Nicht wirklich...
Kempf schrieb:Tag 3: Tarangire NP - Ngongoro NCA - Serengeti (Seronera Public Campsite)
Das sind 269km, davon rund 165km unbefestigte Piste, grossteils Wellblech.
Das sind dann rund 8 Stunden Fahrt PLUS Pausen PLUS Tarangire Gate PLUS Lodoare Gate PLUS Naabi Hill Gate...
Kempf schrieb:Tag 6: Serenegti (Lobo Public Campsite)
Tag 7: Serenegti Kleins Gate - Lake Natron
Wir waren auf der umgekehrten Route inkl. einer kurzen Essenspause rund 8 Stunden unterwegs...mit professionellem, einheimischen Fahrer.
Kempf schrieb:Tag 8: Lake Natron - Arusha
Das sind rund 215km, davon 100km übelste Schlagloch-Wellblechpiste.
Ich weiss leider nicht mehr genau wie lange wir vom Lake Natron nach Arusha unterwegs waren, aber wir sind nach der nächtlichen Ol Doinyo Lengai-Besteigung und einem kleinen Frühstück losgefahren, mussten wegen eines Aufhängungsschadens an der Hinterachse (Ja, die Strecke killt auch Toyotas) einen zweistündigen Zwischenhalt in Mto wa Mbu machen und so kamen wir am späten Nachmittag in Arusha an.

Ihr überschätzt Eure Geschwindigkeit meiner Meinung nach noch immer!
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
2'397 Beiträge · seit 201111. Aug. 2021 · #10
Hallo Kempf,
Ich kann mich nur wiederholen: wenn Ihr so wenig Zeit habt, streicht den Schlenker in den Tarangire NP. (An einem Tag von Tarangire bis Seronera ist vollkommen unmöglich!) Evtl. könnt Ihr am 1. Tag in der Nähe des Lake Manyara NPs übernachten und am nächsten Tag vormittags in den Park, dann noch bis zur Simba CS. Am nächsten Tag dann in einem langen, anstrengenden Ritt nach Seronera.
Und jetzt komme ich mit einer weiteren Idee um die Ecke, die Euch auch nicht gefallen dürfte: Wenn es Euch im Wesentlichen um Wildtierbeobachtungen geht und nicht um Landschaften, spart Euch die Tour über den Lake Natron, sondern fahrt die gleiche Strecke zurück.
Picco schrieb, dass Ihr Eure Geschwindigkeit überschätzt. Der Meinung bin ich auch. Kann es sein, dass Ihr Eure Reise mit Google Maps plant? Ich habe spaßeshalber mal Arusha - Ngorongoro eingegeben und habe eine Fahrzeit von 3 h 27 min erhalten. 🤩 🤩 🤩
LG aus HH,
Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
2'240 Beiträge · seit 201112. Aug. 2021 · #11
KarstenB schrieb:
Picco schrieb, dass Ihr Eure Geschwindigkeit überschätzt. Der Meinung bin ich auch.
Meiner Meinung nach auch. Das wird nix.
Lasst Euch fahren. Ich glaube nicht, dass Ihr die Strecken u. Verhältnisse richtig einschätzt.
Ngorongoro Krater Aussichtspunkt - Seronera ist übelste Wellblech-Piste. Wir sind teilweise Schritttempo gefahren. Vom Aussichtspunkt Krater bis zum Serengeti Gate hatten wir ca. 5-6 Stunden reine Fahrzeit. Gross stoppen u. eine Pause einlegen / eventuell die Nacht verbringen kannst Du da nicht.
Gruss Mari
Nächste Reiseziele: ab Mai 2025:Zentralasien https://www.polarsteps.com/marimariontour https://www.instagram.com/marimari_on_tour/
zuletzt bearbeitet 12. Aug. 2021
6'369 Beiträge · seit 201112. Aug. 2021 · #12
Hoi zämä
marimari schrieb:Ngorongoro Krater Aussichtspunkt - Seronera ist übelste Wellblech-Piste. Wir sind teilweise Schritttempo gefahren. Vom Aussichtspunkt Krater bis zum Serengeti Gate hatten wir ca. 5-6 Stunden reine Fahrzeit.
Dann hat sich die Piste noch massiv verschlechtert! Wir konnten damals mit einheimischen Fahrer noch fast durchgehend 'zügig' fahren, daher auch meine angenommenen 30km/h als Schnitt.
Dann ists in einem Tag wirklich nicht mehr zu schaffen.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
460 Beiträge · seit 201812. Aug. 2021 · #13
Hallo Kempf,

ich sehe das auch so wie die anderen: viel zu viel Programm, da muss der Rotstift angesetzt werden. Unseren Selbstfahrer-RB aus dem letzten Jahr kennst du? Wir waren auf der ähnlichen Strecke unterwegs (Link in der Signatur).

Ob sich Ngorongoro lohnt oder nicht .... schwierige Frage. Ich finde, wenn man noch nie da war, sollte man ihn schon mal gesehen haben. Die Vielzahl der Tiere ist schon beeindruckend. Wir sind womöglich mit falschen Erwartungen drangegangen und waren daher etwas enttäuscht. Ich muss auch sagen, dass ich bei einer zweiten Tour den Krater auslassen würde. Bei einer ersten Tour würde ich ihn aber immer einbauen.

Ehrlich gesagt, würde ich bei der kurzen Zeit (das ist im Prinzip nur eine Woche!) Tansania gar nicht planen. Meiner Meinung nach braucht man für einen vernünftigen Eindruck mindestens 2 Wochen.
Reisebericht "In Lodges auf Selbstfahrerreise in Tansania" Reisebericht "Zwei Warmduscher auf Camping-Reise in Botswana"
zuletzt bearbeitet 12. Aug. 2021
180 Beiträge · seit 200612. Aug. 2021 · #14
Hallo Kempf,

ohne die einzelnen Ausführungen hier zu bewerten, die wohl richtig sind.
Ich komme gerade von dort und war auch schon im Oktober in der Serengeti.
Du hast um die Zeit gute Chancen Crossing zu sehen und auch einen Teil der Migration.
Ein bisher hier nicht erwähnter Punkt wäre die Tour anders herum zu fahren. Die Strecke über den Lake Natron ist wirklich übel aber auch interessant. (das wird sich bald ändern denn die neue Strasse dort Richtung Kenia ist schon sehr weit...)
Mein Vorschlag wäre von Arusha direkt bis zum Lake Natron fahren (hängt natürlich davon ab wann ihr in Arusha los kommt).
Das wären grob geschätzt 8h. (Einen Tag hier anhängen lohnt nicht) Am nächsten Tag von dort in die Nord-Serengeti. Das ist auch wieder eine sehr lange Strecke aber die Fahrt ist ja auch Teil des Abenteuers.... (hier müsste ihr mit Baustellen rechnen)
Am letzten Tag von der Central-Serengeti/Seronera direkt in den Tarangire und den Crater weg lassen. (wir haben mit Fahrer vom Naabi Gate bis Aussichtspunkt Krater 2 Std gebraucht, allerdings sehr zügiges fahren) auch hier wieder die Fahrt ist ja auch gleichzeitig eine Tierbeobachtung. Dann zum Schluss noch einen Tag Tarangire machen...

Aber wie alle schon sagen, sehr ambitioniert. Ein Mietwagen ist glaube ich teurer als ein "Camping"safari mit Fahrer zu machen...

Beste Grüße

J.R.
www.travel4pictures.com -youtube: https://www.youtube.com/travel4pictures -Reisebericht Serengeti: http://www.travel4pictures.com/blog/2016/5/serengeti -zu den Haien Südafrikas: http://www.travel4pictures.com/blog/2016/7/Tauchen_ohne_Kaefig_mit_Haien_in_Suedafrika_und_Mosambik -Reisebericht Uganda: http://www.travel4pictures.com/blog/2015/5/eine-reise-zur-perle-afrikas -Reisebericht Mabuasehube/KTP unter: http://www.travel4pictures.com/blog/2014/5/kgalagadi-transfrontier-national-park-teil-1 und folgende -Bericht Gorillatrekking: http://www.travel4pictures.com/blog/2014/10/gorillas-ohne-nebel
6'369 Beiträge · seit 201113. Aug. 2021 · #15
Hoi J.R.
J.R. schrieb:Die Strecke über den Lake Natron ist wirklich übel aber auch interessant. (das wird sich bald ändern denn die neue Strasse dort Richtung Kenia ist schon sehr weit...)
Von wo bis wo und wodurch führt diese neue Strasse und wie weit sind die Bauarbeiten etwa?
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
321 Beiträge · seit 202113. Aug. 2021 · #16
Die Strecke von Lake Natron zum Klein's Gate ist bei Regen auch mit 4x4 mitunter unbefahrbar. Oder gibt es an den beiden tiefen Furten inzwischen stabile Brücken? Ich würde die Strecke mit nur EINEM Fahrzeug nicht in Angriff nehmen. Und wenn schon Lake Natron, dann mit 2 ÜN damit man dort auch etwas unternehmen kann. Z.B. Spaziergang zum See, Wanderung zum Wasserfall am Escarpment oder Aufstieg ins Escarpment. Alles sehr lohnend. Zwischen Lake Natron und Mto wa Mbu gips übrigens an jedem Weiler einen Checkpoint wo man "Transit-Permits" kaufen muss! Die Strecke ist landschaftlich großartig.
Im Oktober hatte ich eigentlich immer Glück mit der Migration ab Lobo Richtung Norden. Man kann auch an einem Tag von Lobo Campsite zum Crossing Point am Mara fahren und zurück. Dort und auf der Strecke allerdings jede Menge Tsetse! Seronera ist zwar zu jeder Jahreszeit gut für Katzen aber davon abgesehen im Oktober sehr dürftig ... Ich würde von Tarangire kommend an der Simba Campsite auf dem Kraterrand übernachten und dann in einem Rutsch bis Lobo fahren. Natürlich muss man über "rasta" (Waschbrettpiste) brettern - sonst ist es zeitlich kaum zu schaffen und eine elende Quälerei für Mensch und Material. Der Streckenzustand vom Kraterrand nach Seronera fällt immer sehr unterschiedlich aus - je nachdem wann das letzte Mal der Grader drüber ist und wann es geregnet hat ... Ab Seronera nach Norden ist es normalerweise gut. Zu beachten ist, dass es im Gebiet um Lobo sehr viel Black Cotton Soil gibt - bei Nässe auch für 4x4 heikel! Beim timing und bei der Entscheidung ob im oder gegen den Uhrzeigersinn, sollte man an die 24h-Regelung bei den Nationalparkgebühren denken. Für jede angefangene 24h werden werden sie fällig ...
LakeNatron_13.JPG
Bereiste Länder: Marokko, Algerien, Tunesien, Niger, Mali, Burkina Faso, Senegal, Gambia, Elfenbeinküste, Ghana, Ägypten, Äthiopien, Kenya, Uganda, Tanzania, Zambia, Zimbabwe, Botswana, Namibia, Südafrika, Lesotho, Eswatini, Oman, Mosambik, Seychelles, Mauritius, La Reunion, Syrien, Thailand, Russland, Brasilien, Argentinien, Norwegen, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Spanien, Portugal, Frankreich, Italien
zuletzt bearbeitet 13. Aug. 2021
180 Beiträge · seit 200613. Aug. 2021 · #17
In der Tat würde ich Lugawe zustimmen, bei Regen wird es schwierig und in der Regenzeit ist die kompette Strecke am Lake Natron vorbei unbefahrbar. Ich persönlich fand die Wanderung zum Wasserfall eher unspektakulär und zu See kann man Nachmittags oder Morgens noch gehen. Natürlich wenn mann viel Zeit hat kann man auch 2ÜN machen. Irgendwelche Checkpoints für Transit-Permits gab es bei uns nirgendwo. Lediglich das Gate in die Ngorongoro-Consession am Lake Natron. Bzgl der 24h Regel sollte man in der Tat genau planen.
@picco Die Strasse soll von Kenia im Norden an Loliondo vorbei Richtung Lake Natron nach Arusha. Wir konnten große Baumaßnahmen in der Region Loliondo und weiter südlich beobachten. Wie weit Richtung Kenia geteert war kann ich nicht beurteilen. ABer an Loliondo vorbei bis etwa 10-20 KM in den Süden war Teer. dann noch etwa weiter 20km stand das Teeren kurz bevor... Die Chinesen machen da wieder vollendete Tatsachen...

Gruß J.R.
www.travel4pictures.com -youtube: https://www.youtube.com/travel4pictures -Reisebericht Serengeti: http://www.travel4pictures.com/blog/2016/5/serengeti -zu den Haien Südafrikas: http://www.travel4pictures.com/blog/2016/7/Tauchen_ohne_Kaefig_mit_Haien_in_Suedafrika_und_Mosambik -Reisebericht Uganda: http://www.travel4pictures.com/blog/2015/5/eine-reise-zur-perle-afrikas -Reisebericht Mabuasehube/KTP unter: http://www.travel4pictures.com/blog/2014/5/kgalagadi-transfrontier-national-park-teil-1 und folgende -Bericht Gorillatrekking: http://www.travel4pictures.com/blog/2014/10/gorillas-ohne-nebel
321 Beiträge · seit 202113. Aug. 2021 · #18
In 2006 gab es 2 oder 3 "Community Checkpoints" zwischen Mto wa Mbu und Lake Natron. Vor einigen Jahren sollen es viel mehr gewesen sein ... habe ich hier im Forum irgendwo gelesen. Warst Du in jüngerer Zeit da? Wäre natürlich schön wenn die Regierung diesem Treiben einen Riegel vorgeschoben hat ... Leider ist die Ethnie der "Waombaomba" in TZ sehr groß ...
Bereiste Länder: Marokko, Algerien, Tunesien, Niger, Mali, Burkina Faso, Senegal, Gambia, Elfenbeinküste, Ghana, Ägypten, Äthiopien, Kenya, Uganda, Tanzania, Zambia, Zimbabwe, Botswana, Namibia, Südafrika, Lesotho, Eswatini, Oman, Mosambik, Seychelles, Mauritius, La Reunion, Syrien, Thailand, Russland, Brasilien, Argentinien, Norwegen, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Spanien, Portugal, Frankreich, Italien
2'397 Beiträge · seit 201113. Aug. 2021 · #19
Hallo J.R.,
J.R. schrieb:
@picco Die Strasse soll von Kenia im Norden an Loliondo vorbei Richtung Lake Natron nach Arusha. Wir konnten große Baumaßnahmen in der Region Loliondo und weiter südlich beobachten. Wie weit Richtung Kenia geteert war kann ich nicht beurteilen. ABer an Loliondo vorbei bis etwa 10-20 KM in den Süden war Teer. dann noch etwa weiter 20km stand das Teeren kurz bevor... Die Chinesen machen da wieder vollendete Tatsachen...
Gruß J.R.
Gibt es denn einen neuen Grenzübergang nördlich von Loliondo nach Kenia?
Ansonsten ergibt diese Straße für mich keinen Sinn.
LG aus HH,
Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
Themenstarter3 Beiträge · seit 202114. Aug. 2021 · #20
Vielen Dank für eure ganzen Infos und Einschätzungen, die ja allesamt in die gleiche Richtung gehen. Dann haben wir das Ganze wohl wirklich überschätzt, auch wenn wir nicht über Google Maps usw. planen 😉 Aber ich gebe zu, ich hätte erstmal ein paar Reiseberichte lesen sollen, bevor ich dieses Thema hier eröffne (hatte ich bis jetzt noch nicht gemacht).... Sorry!

Da wir noch ein paar einzelne Tage "Puffer" haben (sind vorher in Daressalam und wollen im Anschluss noch nach Sansibar), werden wir einfach noch ein, zwei Tage dran hängen. Wie die dann genau aussehen, müssen wir uns erst noch überlegen und weitere Reiseberichte lesen etc., bevor ich hier ein neues Update poste. Ich bin auch immer noch am Grübeln zwecks Ngongoro Krater... Denn ich bin mir ziemlich sicher, dass ich es im Nachhinein bereuen würde, wenn wir es nicht machen werden. Schon als Kind, oder Teenager wollte ich - dank Bernhard Grzimek - immer mal in die Serengeti, aber auch in den Ngongoro. Vielleicht sollte man hier doch nicht am falschen Ende sparen? Auch wenn ich bei dem Preis eigentlich schon nur aus Prinzip abwinken würde.

Uns ist eine Selbstfahrer-Tour auf jeden Fall viel lieber, als mit Fahrer. Wir hatten schon beides, Kenia mit Fahrer und Südafrika, Namibia, Botswana und Uganda/Ruanda als Selbstfahrer. Beides hat seine Vor- und seine Nachteile, aber ohne Fahrer ist es schon ein ganz anderes Feeling. Auch wenn ich zugeben muss, dass das Selbstfahren (bis auf Botswana teilweise und einer kleinen Ausnahme in Uganda) doch ziemlich entspannt und ohne Herausforderung war.

Da wir nicht nur an der Tierwelt, sondern auch immer an schöner Landschaft interessiert sind, würde ich schon an der Route über den Lake Natron bleiben. Entweder gleich zu Beginn, oder am Ende unserer Tour. Ich hoffe natürlich, dass es Mitte Oktober noch nicht (allzu viel) geregnet hat, sonst müssten wir die Route Tour wohl wirklich wieder umschmeißen.

In der Serengeti werden wir den Schwerpunkt auf jeden Fall auf den nördlichen Teil (Lobo) legen, vielleicht haben wir ja Glück mit der Migration und auch ansonsten scheinen ja hier im Vergleich zu Seronera weit weniger Besucher unterwegs zu sein.

Viele Grüße

Kempf
zuletzt bearbeitet 14. Aug. 2021