Strecke Maun - Kasane über Moremi/Savuti

33 Antworten · 5'308 Aufrufe · gestartet 10. Juli 2021 von Kerstin93
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Themenstarter121 Beiträge · seit 200810. Juli 2021 · #1
Hallo zusammen!

Wir planen eine (hauptsächlich Camping) Reise von Windhoek über Maun, Moremi, Savuti bis Kasane und dann über den Caprivi zurück nach Windhoek.

Dies wird unsere 4. Reise nach Namibia, unsere 2. führte uns über den Caprivi nach Kasane und auf dem gleichen Weg zurück. Jetzt möchten wir aber doch quer durch fahren.

In einigen Reiseberichten steht dass es kein Problem ist trotz Tiefsand (habe auch einen von einer Frau gefunden die das alleine gemacht hat) aber auf einer Seite eines Reiseveranstalters steht was von 200 km gleicher Sand wie vom 2x4 Parkplatz zum Sossusvlei (sind wir bei der 1. Tour gefahren), beratungsresistenten Reisenden und dass das Fahrzeug mindestens 160 PS haben sollte. Jetzt bin ich ziemlich verunsichert.

Ist jemand von euch mit einem Fahrzeug diese Strecke im September gefahren? Ist das wirklich machbar? Wäre es besser mit einem zweiten Fahrzeug?

Würde mich sehr über Erfahrungsberichte freuen. Vielen Dank im voraus für eure Hilfe.
2'397 Beiträge · seit 201110. Juli 2021 · #2
Hallo Kerstin,
lass Dich nicht verunsichern. Diese Strecke haben 1000de vor Dir gemacht. Dass Du den Reifendruck im Sand erniedrigen solltest, weißt Du ja wohl? (Bei meiner ersten Tour durch den Moremi wusste ich das nicht, wir sind trotzdem durchgekommen.)
Der Reiseveranstalter will wahrscheinlich seine geführten Touren verkaufen. Ich bin jedenfalls immer noch sauer auf Iwanowski, der damals in seinem Buch von Selbstfahrertouren durch Botswana ohne 2. Auto abriet. So habe ich Jahre lang darauf verzichtet, nach Botswana zu fahren, da wir keine Mitreisenden fanden.
LG aus HH,
Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
zuletzt bearbeitet 12. Juli 2021
607 Beiträge · seit 201010. Juli 2021 · #3
Hallo Kerstin,
vertraue den Reiseberichten. Im Sept. sehr gute Reisezeit. Auf unserer 1. Tour (im vorigen Jahrhundert) hatten wir einen Landrover der hatte nicht mal 120 PS. Mit Untersetzung geht das locker.
Es ist halt bequemer zu fahren, wenn das Auto einen großen Motor hat, aber keine Voraussetzung.
Viele Grüße Wolfgang
2'610 Beiträge · seit 200710. Juli 2021 · #4
Hallo Kerstin,

ich kann Karsten nur zustimmen. Wir sind diese Strecke bereits gefahren, als man sich keine Streckenbeschreibungen bei YouTube und Co ansehen konnte und das Internet gar nicht existierte. Plane genügend Zeit ein, die Strecke Savuti war tiefsandig, aber andere schaffen sie auch. Das man bei Sand Luft aus den Reifen ablässt, wussten wir auch nicht und sind trotzdem ohne festfahren durchgekommen (mehrfach).
LG
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
Themenstarter121 Beiträge · seit 200810. Juli 2021 · #5
Danke für eure Rückmeldungen - das klingt ja wirklich machbar.
299 Beiträge · seit 201810. Juli 2021 · #6
Ich kann den vorangegangenen Schreiber beipflichten.
Im 2013 war dies mein erster Kontakt mit Afrika und wir kamen wunderbar durch . (Habe aber ein bisschen Erfahrung mit 4x4)
Die Zufahrt NaixPan war dann deutlich "sandiger".
Was sicher auch hilft ist sich über Bergungsmöglichkeiten Gedanken zu machen und sich damit auseinander zu setzen.
z.B wie nutze ich, falls vorhanden, den Hi Lift Jack oder Airbag.
Wenn Ihr eine Winde habt dann sollte man auch damit umgehen/bedienen können.
Und viel PS falsch eingesetzt bringt auch nix 😗

Liebe Grüsse
René
In der Schweiz daheim, auf der Welt zuhause
Gast10. Juli 2021 · #7
Auch früher sind Touristen dorthin gefahren, und Einheimische gab es ja auch 😉 , die mit damaligen Motorisierungen gut zurechtkamen. Die Series III Landrover hatten ca. 70, 85, 90 PS mit 4, V6, V8 Zylinder-Benzinern. Der Landcruiser Reihen-6-Zylinder leistete ca. 100 PS. Noch ältere Modelle leisteten vielleicht 1/3 weniger und das ging auch, dafür ist die Untersetzung ja da.
Also, das geht schon.
Derartige Empfehlungen von mindestens 160 PS sind nicht nur ein Blödsinn sondern auch schädlich, weil immer mehr Leute nur auf Kraft und Durchzugsvermögen anstelle von Technik setzten. Oft war hier zu lesen, unbedingt so einen Kraftlackel zu nehmen. Denn das erspare sogar das Luft Ablassen (also auch das lästige Wiederaufpumpen), PS: 18:15 Sogar die Zuschaltung des Allradantriebes könne man sich dann ersparen, nach dem Motto: Der wühlt sich überall durch. Die Wege schauen dann eben auch entsprechend aus.
Grüße
zuletzt bearbeitet 10. Juli 2021
794 Beiträge · seit 201310. Juli 2021 · #8
In der Trockenzeit ist es dort im Sand entspannt. Wie bereits geschieben, Luft auf 1,5 Bar runter und du gleitest perfekt durch...

Nur in der Regenzeit ist Vorsicht geboten. Wir hatten uns im Februar 2014 übel festgefahren. Aber das lag nicht am Landcrusier, sondern an meinen (damals nicht vorhandenen) Fahrkünsten... 😉 Und wenn man sich doch mal im Sand festfährt ist das noch weit angenehmer als in einer 1m tiefen Matschfütze, also beim Schaufeln... 😉
Gast10. Juli 2021 · #9
Andre008 schrieb:In der Trockenzeit ist es dort im Sand entspannt. Wie bereits geschieben, Luft auf 1,5 Bar runter und du gleitest perfekt durch...
Für mich war es immer genau umgekehrt, so unterschiedlich können Erfahrungen sein 🙂 . Meine ist, dass heißer Sand viel unangenehmer ist als kühler Sand und feuchter Sand ist noch leichter zu fahren. Daher Tiefsand immer möglichst früh am Tag fahren. Was um 7 Uhr gut geht, kann Mittags zur Qual werden.
Dass hängt mE einerseits mit der temperaturabhängigen Dichte des Sandes zusammen und andererseits damit, dass trockener Sand nicht komprimierbar ist. Meine ersten praktischen Erfahrungen damit habe ich beim Bauen von Sandburgen gemacht. In der Düne sind sie mir zerbröselt aber nahe der Wasserlinie wurden sie so richtig schön 🙂 . So lehrreich können Kindheitserfahrungen sein. Ich habe diese nie veröffentlicht 😎, aber der Rest der Welt ist auch ohne mich dahintergekommen 🙂 . So wird z. B. beim Wegebau immer wieder gespritzt, damit sich das Feinmaterial komprimieren lässt.

Was allerdings im Nassen unangenehmer bis unbefahrbar wird, ist der lehmige Untergrund, Stichwort „black cotton“. In der Trockenzeit ist er hart und man segelt drüber, aber wenn nass………..
Grüße
zuletzt bearbeitet 10. Juli 2021
794 Beiträge · seit 201310. Juli 2021 · #10
Na Loser, im Sand an der Oberfläche schaufelt es sich aber weit angenehmer als im Schlamm 1 Meter unter Wasser... Wobei ich mich noch nie im Sand festgefahren habe, nur im Schlamm und das sogar mit Schwiegermutter und Schwiegervater bei deren ersten Afrika Reise mit uns... War ein Fest und ich hatte den besten Eindruck hinterlassen... 😉
zuletzt bearbeitet 10. Juli 2021
Gast10. Juli 2021 · #11
Hallo Kerstin, fiel mir noch ein/auf, weil noch nicht erwähnt, aber mE wichtig im Sand.
In den ausgefahrenen Tiefsandpisten NICHT oder möglichst wenig "aktiv" lenken. In der tiefen Spur wird das Auto von der Spur in der Spur gehalten. Wenn du versuchst selber zu lenken, kommst du leicht in eine Auslenkung und diese bremst dich ein, du verlierst den Schwung und das ist der erste Schritt zum Festfahren. Lass das Auto "selber fahren", es wird der Spur von selber folgen. Hänge aber nie deinen Daumen in die Lenkradspeiche, denn wenn die Vorderräder trotzdem durch eine Bodenwelle odgl. abgelenkt werden, kann das deinen Daumen verletzen.
Grüße und viel Spaß
zuletzt bearbeitet 10. Juli 2021
Gast10. Juli 2021 · #12
Andre008 schrieb:Na Loser, im Sand an der Oberfläche schaufelt es sich aber weit angenehmer als im Schlamm 1 Meter unter Wasser... Wobei ich mich noch nie im Sand festgefahren habe, nur im Schlamm und das sogar mit Schwiegermutter und Schwiegervater bei deren ersten Afrika Reise mit uns... War ein Fest und ich hatte den besten Eindruck hinterlassen... 😉
Hallo Andre, ich wollte nur sagen, dass SAND in der trockenen Jahreszeit schwieriger ist als in der feuchten. Da sind wir uns doch einig, oder? Diese Anfragen kommen ja von Leuten, die (noch) überhaupt keine Erfahrung haben und obig leicht missverstehen könnten.
Dass lehmiger Boden eine komplett andere und eigene Kategorie ist, ist doch wohl auch klar.
Mit meinem Hinweis @trockenem vs. feuchten Sand wollte ich dich keinesfalls kritisieren.
Grüße, Werner
und mmmmhhhhh, also: ich habe mich schon oft im Sand festgefahren. Ist doch normal und keine Schande 😉
zuletzt bearbeitet 10. Juli 2021
7'296 Beiträge · seit 200611. Juli 2021 · #13
loser schrieb:
Daher Tiefsand immer möglichst früh am Tag fahren. Was um 7 Uhr gut geht, kann Mittags zur Qual werden.

… und vielleicht vorher nochmal den Kühlwasserstand prüfen und ggf. nachfüllen. Der Motor müht sich etwas mehr und wenn er heißläuft und man ihn abstellen muss, ist man oft auch gleichzeitig festgefahren. Und einen heißen Motor unter der Mittagssonne Afrikas abkühlen lassen, dauert ein wenig.

Meine Reisepartnerin und ich sind vor 20 Jahren mal mit einem Serie-III-Landy zum Sossusvlei gefahren. Morgens um 6 Uhr war das völlig einfach, aber zurück um 16 Uhr in der Hitze (Januar) war es eine Quälerei für das Auto. Die 65 PS hätten völlig gereicht, aber der Motor lief halt heiß. In unserem Fall war der Kühlwasserstand zwar ok, aber das Auto hatte ohnehin immer Probleme mit der Temperaturregulierung, auch auf Asphaltstraßen. Die Sandpiste war dann halt zu viel …

Auch bei einem moderneren Fahrzeug schadet es nicht, wenn der Kühlwasserstand ok ist.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
zuletzt bearbeitet 11. Juli 2021
1'004 Beiträge · seit 200811. Juli 2021 · #14
Hallo Kerstin,
Wir sind die Strecke auch mehrmals im September mit verschiedenen Autos ohne stecken zu bleiben gefahren. 😎
Haben aber auch schon ein paar herausgezogen, die aber wie schon beschrieben den Reifendruck zu hoch hatten. Ich finde im September ist da genug Verkehr, so dass Du im Notfall eben auf das nächste Auto warten kannst. So war es zumindest vor Corona.
Es gibt nicht 200 km Sand, sondern immer mal wieder.
Ich fand die Wasserpassagen spannender als Sand, je nach Regenzeit.
Nach Khwai gab es auch im September immer eine Wasserdurchfahrt, aber ich glaube, die wurde entschärft. Notfalls am Campingplatz in Khwai fragen, wie man da am besten fährt.
Lass Dich nicht verunsichern und viel Spaß beim Planen
Gruss
Doro
zuletzt bearbeitet 11. Juli 2021
898 Beiträge · seit 201612. Juli 2021 · #15
Hallo Kerstin,

ich habe mich mal ganz eigennützig hier mit angehängt. Wir sind zu gleicher Zeit (September) in der Gegend unterwegs, wollen auch über Caprivi wieder zurück nach Windhoek. Daher sind die Infos auch für uns sehr interessant.

Wann genau seid Ihr in der Gegend?

Danke und viele Grüße
Martin
Im Land der grünen Wiesen! - Namibia 2018 Wir sehen uns am Boteti! - Namibia/Botswana 2021 Botswana 2025 - Erholungsurlaub mit der Familie
Themenstarter121 Beiträge · seit 200812. Juli 2021 · #16
Vielen Dank für eure Vorschläge - wir fahren zum ersten Mal eine längere Sandpiste und da ist jeder Ratschlag willkommen.

Geplant war eigentlich 19. September - 6. Oktober dieses Jahr doch aufgrund von Corona (und auch des derzeit geschlossenen Grenzüberganges Buitepos) hat sich das wohl für dieses Jahr erledigt 🙁 .

Ich war jetzt so verunsichert ob wir die Durchfahrt wirklich schaffen und hatte angefangen zu stornieren und überlegt nächstes Jahr (wieder) "nur" Namibia zu machen und einen anderen (günstigeren) Mietwagen (Bushcamper) zu mieten da Bushlore (und vor allen Dingen der Landcruiser) doch sehr teuer ist.
607 Beiträge · seit 201013. Juli 2021 · #17
und auch des derzeit geschlossenen Grenzüberganges Buitepos) hat sich das wohl für dieses Jahr erledig
Hallo Kerstin,
ich hab da irgendwo ein Info nicht mitbekommen. Wann ist die Grenze wieder geschlossen worden?
Ich hoffe aber, dass sie bis Oktober wieder offen ist. Wir sind im Oktober im Chobe und Moremi.
Viele Grüße Wolfgang
Themenstarter121 Beiträge · seit 200813. Juli 2021 · #18
Das hier habe ich auf der Seite des Auswärtigen Amtes zu den Grenzübergängen Namibia - Botswana gelesen:

"Einreisen auf dem Landweg aus Botsuana sind über die Grenzübergänge Ngoma, Mohembo, Mamuno und Impalila Island möglich, ebenso wie die Einreise aus Sambia über Katima Mulilo."

Also nicht von Botswana nach Namibia über Katima Mulilo? Und Buitepos wird gar nicht erwähnt.
607 Beiträge · seit 201013. Juli 2021 · #19
alles grün: Buitepos(Namibia) und Mamuno(Botswana) ist derselbe Grenzübergang
663 Beiträge · seit 201613. Juli 2021 · #20
Hallo Kerstin,
Kerstin93 schrieb:
"Einreisen auf dem Landweg aus Botsuana sind über die Grenzübergänge Ngoma, Mohembo, Mamuno und Impalila Island möglich, ebenso wie die Einreise aus Sambia über Katima Mulilo."
Also nicht von Botswana nach Namibia über Katima Mulilo? Und Buitepos wird gar nicht erwähnt.
Ngoma, südöstlich von Katima Mulilo ist der Grenzübergang nach Botswana

Gruss, Gerhard
Namibia 1998/2002/2005/12-2020 & 05+06/2021 Namibia/Botswana/Vic-Falls 1987/1995/2017 Namibia 1980 (u. a. 2 Monate auf einer Rinderfarm nördl. Okahandja)