SCSchober82Themenstarter25 Beiträge · seit 200918. Juni 2021 · #1Hallo liebe Formis
Derzeit (seit dem 27. April 2021) befinde ich mich mit meiner Familie (meine Frau, unsere 3 Kinder mit 9, 7 & 5 Jahren, ich) auf einer 3-monatigen Reise (bis Anfang August 2021) mit Start in Windhoek durch Namibia, Sambia und – so ist es derzeit noch geplant – Tansania nach Dar-es-Salaam.
Neben anderen Info-Quellen habe ich auch immer wieder im Namibia-Forum gestöbert und auch gefragt; deshalb möchten ich gerne ein paar aktuelle Infos zu unserer Reise-Route hier allen zugänglich machen. Es soll kein Reisebericht im einigen Sinne sein, sondern einfach einige Infos und Anregungen anhand unserer Route liefern, über welche ich/wir jeweils auch froh waren…
Zuerst aber einige Vorbemerkungen zu unserer Reise (um anderen Reise-Interessierten auch etwas die „Angst“ zu nehmen… wir kennen das auch…):
- Die Reise haben wir bereits seit 2019 geplant (inkl. Antrag zur Schulfreistellung der Kids); Corona hat alles etwas „mühsam“ gemacht, wir haben aber den Starttermin unverändert belassen (wobei erst kurz vorher definitiv entschieden)
- Wir haben schon einige Afrika-Erfahrung (u.a. eine Transakfrika-Reise „Schweiz ans Kap“ mit dem Landrover im 2010 und 3x Namibia), sind aber bestimmt keine „Freaks“… dieser aktuelle Trip ist sicher keine „Anfängerreise“, aber grundsätzlich für jeden mit etwas „Vernunft“ machbar (wobei wir beim Schreiben dieser Zeilen erst in der Hälfte sind… mal schauen, was noch kommt… 😉 ).
- Wir sind keine Automechaniker oder sonst besonders handwerklich geschickt; etwas Improvisations-Talent und Vertrauen zu anderen Leuten ist aber sicher von Vorteil…
- Die Route ist den Kindern angepasst; Ziel ist es, nicht mehr als 3, max. 4 Stunden zu fahren (manchmal sind halt „Fahrtage“ notwendig) und wenn möglich hat die Destination ein Pool…
- Uns war es wichtig, ein „richtiges“ Auto zu haben; also haben wir einen Toyota-Landcruiser mit 2 Dachzelten gemietet (ja, das geht mit 5 Personen, wenn 3 davon noch einigermassen klein sind...) von Bushlore (www.bushlore.com / gemietet in der Schweiz über www.world-wide-wheels.ch; sehr zu empfehlen). Ist sicher keine „Billig-Lösung“, aber mit dem Wagen kommt man überall durch (unter diesem Gesichtspunkt sind auch die Strecken-Beschreibungen zu verstehen!) und es sieht auf den Fotos halt einfach auch gut nach Safari aus… 😉
- Zur Planung und Navigation empfehlen wir die Karten von Track4Africa (T4A) auf ein Navi zu laden (bei Bushlore bereits drauf, wenn man ein Navi mietet) sowie die T4A-App herunterzuladen und die paar Franken/Euros in die Länder-Guides in der App zu investieren.
- Zu Corona: uns hat Corona seit wir in Namibia sind praktisch nicht mehr beschäftigt – klar, man trägt Maske beim Einkaufen, aber sonst praktisch keine Einschränkungen, welche uns betreffen.
- Und ja, das Geld… Wir führen kein Buch über die Kosten und entsprechend gehe ich auch nicht gross darauf ein. Für uns ist es eine „once-in-a-lifetime-Zeit“ mit den Kindern und entsprechend haben wir darauf gespart und gönnen uns, wozu wir Lust haben. Wir schwelgen keineswegs im Luxus, aber es ist sicher keine „Low-Budget-Reise“.
Gerne beantworte ich im Forum auch Fragen zu meinem Bericht; verzeiht mir aber, wenn das teilweise etwas dauert… wir sind ja weiterhin unterwegs und geniessen v.a. die Natur.
Liebe Grüsse
Marco
SCSchober82Themenstarter25 Beiträge · seit 200918. Juni 2021 · #2Namibia
Unsere erste Station war Namibia, beginnend in Windhoek. Die Route führt uns im Uhrzeigersinn um das Land, wobei wir einige interessanten Orte ausgelassen haben (da wir schon 3x in Namibia waren und nicht alles kindergerecht ist oder wir noch mehr Fahrerei verhindern wollten).
Ankunft 28.4.21
Wir sind über Johannesburg nach Windhoek geflogen, weshalb entsprechend für den Transit ein PCR-Test notwendig war (Stand Ende April 2021) – die Route „mussten“ wir aus verschiedenen Gründen so wählen. Wenn möglich, empfehlen wir zur aktuellen Corona-Zeit aber eine Anreise über Frankfurt (in „normalen“ Jahren ist der Weg über Johannesburg aber ok).
Erste 2 Übernachtungen auf der Ondekaremba-Lodge
- Nahe am Flughafen
- Zimmer und Essen sind gut und preislich vernünftig
- Guter Ort zur Angewöhnung für die Kids
- Für „Erst-Täter“ ist sicher ein Aufenthalt direkt in Windhoek selber spannend; wir waren da aber schon genügend.
- Katatura-Tour mit dem offenen Landrover von Carsten Möhle (unser Guide war Pinheas) gemacht und ist sehr empfehlenswert; www.bwana.de
30.4.21
Übernachtung beim Klipdam-Camp bei Isabis-Farm (www.isabis4x4.com)
- Guter Ort für erste Nacht auf der Tour, da in ca. 2.5 Stunden ab Windhoek erreichbar
- Man ist alleine auf der Campsite auf dem Farmgelände (ca. 4 km zur Farm) mit Outdoor-Dusche (warm; Donkey) und - Toilette
- Schöner Feuerplatz, ungefährliches „Wildlife“, schöner Sternenhimmel
1.5.21
Übernachtung in „Oanab Lake Resort“
Dieser „Schritt“ tönt „unlogisch“ und ist es auch… wir mussten aufgrund eines kleinen Defekts zurück nach Windhoek und sind dann so in Richtung Kalahari gefahren.
- Ausflugs-Ziel vieler Windhoeker; entsprechend „belebt“
- Camp war ok, Essen gut und sehr schöne Lage am Oanab-See
2.5.21
Red Dune Camp (ca. 35 km südöstlich von Gochas; nicht zu verwechseln mit Red Dune Lodge)
- Traumlage; Campsite (total nur 4 Stellplätze) auf einer Düne mit Aussichtplattform in die Kalahari
- 2019 erstellte, schöne Dusch-/Toiletten-Häuschen
(die Grenze nach Südafrika war zu, deshalb keine Weiterfahrt zum KTP-Nationalpark)
3.5.21
Mesosaurus-Camp (Köcherwald & Fossilien) in der Nähe von Keetmanshoop
- Campsite schön abseits gelegen auf einem Farmgelände neben einem Köcherbaumwald
- Gute Abolutions
- unbedingt die Mesosaurus-Tour mit Giel Steenkamp machen; der etwas ältere Führer und Farm-Besitzer ist sehr liebenswürdig und was er erzählt kurzweilig und spannend
-
4.5.21
Canyon Roadhouse (Gondwana) beim Fishriver-Canyon
- Camping ok, schönes Restaurant im amerikanischen Roadhouse-Stil, guter Stopp, aber kein "Muss"
5. & 6.5.21
Fahrt via Fishriver-Canyon nach Aussenkehr, 2 Übernachtungen in der Norotshama-Lodge
- grundsätzlich schöne Anlage, aber etwas "Unterhalt" würde nicht schaden…
- landschaftlich grandiose Anfahrt und Camp schön am Orange-River gelegen
- 1 Pool-Erholungstag
Der Fishriver-Canyon ist grandios – für Erwachsene… Die Kids war nur mässig beeindruckt. Der Abstecher ist landschaftlich schön, aber für Kids nicht so spannend… Kann man machen, wenn man viel Zeit hat, ansonsten weglassen.
7. & 8.5.21
"Fahrtag" direkt nach Lüderitz (400 km); 2 Übernachtungen im Gästehaus "Zur Waterkant" in Lüderitz
- in den Städten an der Küste schlafe ich nicht mehr im Zelt; ist mir zu kalt, nass und windig…
- "Zur Waterkant" wird von den deutsch-namibischen Eigentümern geführt und bietet schöne, einfache Zimmer mit super Sicht auf den Hafen
- Boot-Tour mit dem Katamaran "Dolphin" nach Halifax-Island (Pinguine; jedoch auch Delfine gesehen) ist empfehlenswert (Start um 8.00 Uhr, da Meer dann noch ruhig; sehr kalt und windig!)
- Tour durch Kolmanskuppe auf eigene Faust (die geführte Tour beginnt um 11.00 Uhr und ginge grundsätzlich mit der Bootstour auf; haben wir leider einkaufsbedingt verpasst)
9.5.21
Übernachtung auf Namtip-Campsite
- sehr schön in den Tirasbergen gelegen, Anfahrt über die sehr schöne D707
- schöne Campsite mit traumhafter Aussicht wie aus "Out of Africa"; leider etwas teuer (alle Kinder als Vollzahler)
- in der Nacht extrem windig!
10.5.21
Sossusvlei – Übernachtung auf Sesriem-Camp von NWR
- Campsite war ok, trotz NWR (offenbar hat sich das etwas verbessert; ist uns auch andernorts aufgefallen)
- genügend Wasser im Sesriem-Canyon um zu baden und sogar ins Wasser zu springen!
- dank Lage hinter dem ersten Gate, kann man eine Stunde früher losfahren – "dank" Corona waren wir die ersten bei der Sossousvlei-Düne (mit immer noch viel Wasser! Sehr selten!) und für lange die einzigen
11. & 12.5.21
Übernachtung auf Campsite bei Farm "Haubachfontain" (ca. 80 km Fahrt ab Sesriem an der D854
- sehr weitläufige Campsites mit schönen Abolutions (am Abend ist der Weg mit Kerzen beleuchtet)
- Baden und Klippenspringen in den Fluss hinter dem Camp möglich; Wasser fliessend und glasklar; sehr empfehlenswert!
13.-15.5.21
Fahrt nach Swakopmund (Walvis Bay haben wir ausgelassen, da bereits 2018 besucht und eine empfehlenswerte Robben-Tour mit Mole-Mole gemacht); Zimmer bzw. Ferienhaus über Airbnb gebucht
- Living Desert-Tour "the little 5" mit Chris (www.livingdesertnamibia.com) ist ein absolutes "Muss"! Bereits unsere 2. Tour mit Chris; sehr spannend und unterhaltsam – für Kids perfekt! (allerdings nicht ganz günstig)
- Erholungstage in Swakopmund mit sonst wenig Programm
- Swakopmund ist für uns für lange Zeit der letzte Ort um richtig einzukaufen (genügend Wasser kaufen! Ist nachher etwas schwierig; einige der kleinen Shops im Damara-Land und Kaokoland hatte nur eine kleine Auswahl; teils auch kein Wasser)
SCSchober82Themenstarter25 Beiträge · seit 200918. Juni 2021 · #316.5.21
Übernachtung bei Spitzkoppe Campsite (www.spitzkoppe.com)
- einmalige Lage der Campsites um die Spitzkoppe – landschaftlich traumhaft, sehr zu empfehlen (Campsite Nr. 1 oder die "Secret-Campsite A&B sind schön alleine gelegen; jedoch wohl auch noch andere schöne Plätze)
17.5.21
Brandberg White Lady Campsite
- Lodge-Area mit Pool darf mitbenutzt werden; schöne Anlage
- Campsite 20 ist schön am Rand gelegen; hatten da auch schon Elefanten-Besuch (jedoch nicht in diesem Jahr)
- am Abend zog ein Chor von den Campsite zu Campsite und sang einige Lieder; Preis nach eigenem Ermessen durch Einlage in einen Hut
- etwas "mühsam" sind die Kids bei der Anfahrt (wie bereits bei Spitzkoppe), welche einem alle die hohle Hand hinstrecken – wenn die Bettelei teilweise ja auch verständlich sein kann, ist es halt wohl schon eine negative Auswirkung der starken touristischen Frequentierung und kennen wir in dieser Ausprägung eigentlich sonst nur von wenigen anderen Orten in Afrika (im Caprivi und nun Sambia erleben wir nun völlig anders). Aus erzieherischer Sicht ist es sicher nicht sinnvoll, wenn diese Kinder-Bettelei "belohnt" wird, auch wenn das teilweise "hart" erscheint.
18. & 19.5.21
Mowani Mountain Lodge
Anfahrt direkt nördlich ab White Lady-Campsite (über den Ugab-River) in Richtung Doros-Crater und "Verbrannter Berg"; Strecke (siehe T4A) etwas "abenteuerlich" über einige Steinstufen und tiefen Sand (machbar, aber nur 4x4!), aber landschaftlich sehr schön.
- Mowani Mountain-Campsite sehr schön gelegen mit sehr schönen Abolution; wir haben uns allerdings 2 Lodge-Tage in der sehr schön gestalteten Lodge gegönnt
20. & 21.5.21
Palmwag-Campsite
- Campsite gehört seit 2019 Gondwana; entsprechend auch besser unterhalten als zuvor
- 2 Pools; Erholungstag (wobei teilweise krankheitsbedingt)
- vor Palmwag liegt der Veterinärs-Zaun (Durchquerung nach Norden ist kein Problem; retour aber kein Fleisch möglich!)
22. & 23.5.21
Fahrt durch das Palmwag-Konzessionsgebiet; Übernachtung 1x wild & 1x Elephant Song-Camp
- die Fahrt durch das Konzessionsgebiet ist lang und streng (nicht schwierig); für Kinder sehr langatmig (wobei unsere unterwegs noch krank wurden, was es nicht einfacher machte…); landschaftlich aber grandios
- Wüstenelefanten im Hoanib; Abstand halten und Vorsicht walten lassen!
- derzeit keine Wasser-Durchquerungen nötig (kann umfahren werden)
- Elephant-Song-Camp wurde 2019 übernommen und neu aufgebaut; schön gestaltet und Traum-Aussicht (wobei ich lieber auf den Riverbanks (nicht im Flussbett!!) übernachtet hätte; kinderbedingt im Camp)
24.5.21
Übernachtung beim Ongongo-Wasserfall (Campsite)
- Anfahrt etwas "abenteuerlich" und vorbei an unzähligen bettelnden Kindern
- Campsite ist schön in der Schlucht gelegen, gute Plätze und Abolutions
- Bad bei den Fällen war ok, wenn man sich nicht von vielen Wasser-Insekten und Blutegeln abschrecken lässt…
- alles in allem würden wir heute wohl eine Nacht bei der Khowarib-Lodge/-Campsite vorziehen
25.5.21
Übernachtung im Dolomite-Camp (Etosha); Anfahrt durch Khowarib-Schlucht
- Fahrt durch die Khowarib-Schlucht und über die "Beesvlakte" (Südroute nach Schlucht-Ausfahrt durch den Hoanib/Ombonde) ist landschaftlich traumhaft schön (und sogar mit Elefanten-Sichtung im Flussbett) – lange Tiefsand-Passage und zu Beginn der Schlucht einige "Kletter-Stellen" (man muss kein Offroad-Profi sein, aber für einen absoluten Anfänger nicht zu empfehlen; man muss schon wissen bzw. erfahren haben, dass man dem Auto im Low-Gear "vertrauen" kann...), keine Wasserdurchfahrten bei unserer Fahrt (kann in den Monaten zuvor aber anders sein!) – Wild-Camping im Gebiet wäre wohl auch noch schön…
- Am Ende der Fahrt (nahe Hobatere-Concession) folgt eine Durchfahrt durch den Veterinärs-Zaun; keine Mitnahme von Fleisch möglich
- Dolomite-Camp aufgrund Einfahrt durch Galton-Gate; Lodge ist für NWR-Verhältnisse gut, mehr aber nicht. Campen auf Olifantstrus wäre absolut eine valable Alternative.
26. & 27.5.21
Fahrt durch den Etosha; Übernachtung im "Etosha Safari-Camp" (Gondwana) ausserhalb des Parks
- die Fahrt durch den Westen des Etosha ist lange mit wenig Wasserlöcher; viele Zebras und Springböcke, wir hatten Glück und eine Geparden-Sichtung direkt an der Strasse
- Etosha-Safari-Camp sehr empfehlenswert; wir hatten ein "Familien-Zimmer", welches hübsch gestaltet ist. Das Abendessen im schönen Innenhof (Thema "Shebeen") mit anschliessender musikalischer Unterhaltung (2-3 Sänger mit Gitarren spielen gemütliche Musik; das Personal singt teilweise mit) ist sehr gemütlich und empfehlenswert.
28.5.21
Fahrt durch Etosha-Ost (da wir noch einige Parks machen, was Etosha kein Schwerpunkt für uns) nach Onguma Bush-Camp
- Nacht auf der Campsite mit privaten Abolutions
- Abendessen im sehr schönen Restaurant des Bush-Camps (mit Wasserloch direkt beim Restaurant und Pool) sehr zu empfehlen
29.5.21
1. "Fahrtag" in Richtung Caprivi mit Abstecher zum San-Living-Museum (Ju'/Hoansi-Museum)
Ich hatte "Bedenken"; dass das Living-Museum eine richtige "Touristen-Kiste" ist; und wurde sehr positiv überrascht! Alles war für uns sehr authentisch und wir fühlten uns sehr willkommen bei den freundlichen San. Wir haben einen Bushwalk gemacht sowie am Abend noch Tänze und Gesang auf unserer Campsite (schöne Campsite mit sehr einfachen Einrichtungen) – Absolut empfehlungswerter Abstecher (auch für die Kids)!!
ACHTUNG: zum Museum muss man kurz vorher durch den Veterinärs-Zaun; für den Hinweg kein Problem, aber man muss für die Weiterreise wieder zurück (somit kein Fleisch auf dem Retourweg)…
30.5.21
2. "Fahrtag" in Richtung Caprivi, Übernachtung in Hakusembe-Campsite
- Campsite am Kavango gelegen; schön, jedoch für uns nur ein Zwischenstopp
31.5.21
Fahrt in Richtung Divundu mit Einkaufsstopp in Rundu (wir waren über die sehr guten Einkaufsmöglichkeiten in Rundu überrascht; Mall mit Kleiderläden mit guter Auswahl sowie grossen Shoprite); Übernachtung in der Riverdance-Lodge (empfehlenswert!)
- schöne Lodge mit sehr gutem Abendessen
- Campsite sehr schön angelegt mit privaten Abolutions und Esstisch/-Bank
- bei uns war es sehr kalt, deshalb Übernachtung in der Lodge
1.6.21
Mahango-Lodge (nahe Divundu)
- die Lodge ist schon etwas älter, aber in einem sehr schönen Garten mit sehr schöner Sicht auf den Kavango; Frühstück auf dem Boot ist inklusive (Breakfast-Cruise)
- die Dinner-Cruise (zusätzliche Kosten) ist ein echtes Highlight (sehr empfehlenswert!); mit dem Boot zu einer Insel für den Sundowner; währenddessen bereitet die Crew das sehr gute Essen zu! Top!
2.6.21
Nambwa-Campsite
- Fahrt auf der Hauptstrasse durch den Strip bzw. Bwabwata-NP eher ereignislos
- Nambwa-Campsite (nahe der Luxuslodge) ist sehr schön einsam gelegen an einem Flussarm (Hippos! / Campsite direkt bei der Einfahrt rechts ist top), gute Abolutions
3.6.21
Namashasha-Lodge (Gondwana)
- sehr grosse Campsites (Campsite Nr. 6 ganz am Rand) mit Flussblick und Hippogeräuschen
SCSchober82Themenstarter25 Beiträge · seit 200918. Juni 2021 · #44.6.21
Nkasa Lupala-Lodge
- Aufgrund der Kälte Lodge-Nacht; schöne, einfache Zelt-Lodge
- Lodge für uns alleine; entspannte Anlage mit kleinen Pool, guten Essen und direktem Blick auf eigenes Wasserloch
5. & 6.6.21
PCR-Test in Katima Mulilo (5.6.21
Derzeit 2 Orte in Katima Mulilo für Touristen für den Test: DiagnoLab (Nahe Total-Tankstelle / N$ 800.00, Auswertung in Windhoek, deshalb früh dort sein! So. geschlossen) und Enkehaus Private-Hospital (N$ 1'500.00, jedoch etwas schneller, da Auswertung in Katima); Test wird sauber abgenommen & Resultat kommt per E-Mail und funktioniert eigentlich gut.
Chobe-River-Camp
- Camp ist gut (Gondwana) mit schönem privaten Koch-/Ess-/WC-/Dusch-Häuschen
- Bootfahrt entlang Chobe-NP (Botswana) sehr schön
Fazit Namibia
- Corona ist schlecht für alle hier, die direkt und indirekt vom Tourismus leben (und viele andere) – aber super für uns zum Reisen (wir haben keine Buchungen im Voraus gemacht und reisen von Tag zu Tag…) – Namibia ist offen und kann gefahrlos bereist werden (auch wenn die Zahlen derzeit steigen - man ist ja hauptsächlich in der Natur)!
- die Kinder müssen immer irgendwie "bespasst" werden; entsprechend ist die Route zu planen – die Route hat sich mehrheitlich bewährt (Fishriver-Abstecher würden wir wohl zu Gunsten mehr Caprivi-Zeit streichen)
- für Camping ist es mit den Kids im Caprivi in dieser Zeit definitiv zu kalt (was wir eigentlich wussten, aber offenbar sei es früher kalt geworden als in anderen Jahren); da waren wir etwas zu optimistisch (konnten aber in Rundu sehr gut warme Kleider kaufen)
- für Tierbeobachtungen ist diese Zeit sicher nicht ideal (wir waren sonst auch immer im Nord-Herbst in Namibia, was natürlich dafür ideal ist); trotzdem ist es landschaftlich ein sehr schönes Erlebnis
Weiter geht's in Sambia...
SCSchober82Themenstarter25 Beiträge · seit 200918. Juni 2021 · #5Sambia
Sambia ist als Selbstfahrer-Land noch etwas unbekannter; entsprechend schwierig ist es, an Informationen zu gelangen. Wir haben uns den Reiseführer von Ilona Hupe gekauft und uns im Namibia-Forum informiert (Danke, liebe Formis!!) – jedoch ist nicht mehr alles ganz taufrisch. Weiter hilft das Tracks4Africa-App mit dem Sambia-Guide. Sambia ist aber definitiv etwas mehr «Fahrt ins Blaue» als das in Namibia der Fall war…
7.6.21
Aufgrund der vielen Horror-Berichten wollten wir die Strecke Sesheke – Kazangula meiden und sind deshalb via Botswana (durch den Chobe) gefahren. In Corona-Zeiten ist das etwas mühsam, da man auf die 72h-PCR-Test-Alter schauen muss – in normalen Zeit würde ich das aber sowieso immer so machen.
Einreise Botwana (Ngoma-Bridge)
- an der Grenze gibt’s (PCR-Test ist notwendig) nochmals einen Covid-Schnelltest (kostenlos!)
- die Abwicklung erfolgt korrekt, aber mit afrikanischer Gemütlichkeit
- keine Visumkosten und auch die im Internet herumgeisternde Touristen-Gebühr von USD 30.00 p.P. gibt es nicht
- einige Gebühren für das Auto; total um die USD 15.00
- Total Zeit: etwas mehr als 1 Stunde
Senyati Safari-Camp
- Fahrt durch den Chobe-NP (nicht Hauptstrasse, sondern Riverfront, d.h. mit Zahlung der Parkgebühr; viele Tiere wie Elefanten, Hippos, Kroks, Büffel, div. Antilopen, Waran…)
- Senyati Safari-Camp; schöner Camping mit einem Wasserloch; am Wasserloch hat es einen Bunker, in welchem man sehr nahe an die Elefanten kommt – ein Highlight und sehr empfehlenswert!
8.6.21
Wir konnten die Grenze nach Sambia bei Kazangula über die neue Brücke beschreiten (die Fähr-Fahrt vor 11 Jahren hatte schon mehr Charme…); gesamte Abwicklung der Ausreise auf Sambia-Seite. Ausreise Botswana ohne Probleme und spetitiv.
Die Einreise nach Sambia ist weiterhin aufreibend und braucht etwas Geduld (aber wir kennen noch ganz andere Grenzen in Afirka…). Visa-Kosten USD 50.00 (Kinder bis 16 keine Kosten), Strassengebühr (USD 20.00; auf "Troughout Zambia" bestehen!), Carbon-Tax (350 Kwacha), Brückengebühr (450 Kwacha), Versicherung (rund 160 Kwacha) und wenn alles geschafft ist noch eine Community-Levy (50 Kwacha). Alles Beamten «hinter den Schalter» sind nett und hilfsbereit; problematisch war nur der Typ bei der Autozulassung im 2. Gebäude (bei uns «fehlte» bei der Autozulassung ein Dokument… einfach ruhig bleiben und "aussitzen"…). Geldwechseln ist nicht nötig; es hat einen ATM bei der Grenze. Total Zeit: 3.5 Stunden.
8. - 10.6.21
Livingstone mit Victoria-Falls; dazu gibt es viele Infos und braucht es keinen Kommentar.
Wir haben uns 2 Nächte zu einem "Special-Special" im Royal Livingstone gegönnt; der Lage und des Hauses wegen. Top, aber natürlich teuer.
3. Nacht in der Taitan Falcon-Lodge; etwas abseits und ruppige Anfahrt, jedoch mit Traumaussicht, originellen Unterkünften (Lodge; die Campsite war 1.5 Jahre ausser Betrieb, soll aber wieder aufgenommen werden) und Gastgeber Faan.
11.6.21
Hippo Bay-Campsite im Kafue-NP
- Fahrt über Kalomo nach Itezhi-Tezhi (durch (Dundumwenze Gate); die Piste ab Koloma ist sehr gut und gut fahrbar, jedoch gesamthaft weite Strecke (zeitig losfahren!)
- Hippo Bay Campsite: Anmeldung bei der Konkamoya-Lodge; Campsite direkt am See mit schöner Sicht auf die toten Bäume, vielen Hippos und traumhafter Sonnenaufgang
12. – 14-6.21
Kasabushi-Camp
- Besuch der Elephant Orphanage (die Elefanten-Waisen sind mit den Betreuern im Busch; Rückkehr um 12.00 Uhr zum "Mittagessen", kein Touristenangebot, aber die Guide (Mason war sehr gut) geben Auskunft, kein Eintritt (Spende willkommen)
- Fahrt über Spinal-Road nach Kasabushi war für uns der Horror (nicht schwierig, aber lang, eintönig, zugewachsen, teils durch brennenden Busch, keine Tiere – kann alles an der Saison liegen, aber war echt kein Spass…)
- Kasabushi-Camp dafür aber ein Traum (sehr empfehlenswert)! Kreative & saubere Abolutions, schöne Lage am Kafue, sehr ruhig und idyllisch, mit etwas Glück (bzw. keine Lodge-Gäste) kann man evtl. den Natur-Pool bei der Lodge benützen, Gastgeber Libby und Andy sind sehr nett; Flussfahrt mit Andy ist sehr zu empfehlen (landschaftlich traumhaft), Hippogeräusche die ganze Nacht und jede Nacht Löwen-Gebrüll (aber keine Sichtung)
15./16.6.21
McBrides’ Camp
- sehr weit ab Kasabushi (haben wir unterschätzt), da die letzten 110 km sehr hart zu fahren sind (viele Löcher in der Piste); 3 bis 3.5 Stunden ab Mumbwa (in Mumbwa hat es einen Choppies mit gutem Sortiment und v.a. frischem Brot!)
- der knapp 80-jährige Löwenforscher Chris McBride entschädigt aber für die Strapazen; er ist ein sehr interessanter, liebenswürdiger und witziger Zeitgenosse; die Gamedrives sind schön und interessant (auch ohne Löwensichtung). Das Camp und die Campsite sind rustikal, aber alles funktioniert und ist sauber.
- auch wenn man Camping macht, ist ein Abend-Essen in der Lodge empfehlenswert (auch der Brunch nach dem Morning-Drive). Chris McBrides sass bei uns jeweils am Tisch (wir waren die einzigen Gäste) und hat mit uns gegessen (Essen ist sehr gut!); sehr unterhaltsam mit ihm!
Noch ein kurzes Wort zu den Tsetse-Fliegen: Die Horrorgeschichten haben uns Angst gemacht; bisher ist es aber halb so wild. Türen und Fenster aber möglichst geschlossen halten und wenn eine reinkommt, sofort mit Doom bekämpfen und "rausschicken". Allerdings ist eine Klimaanlage schon einen Voraussetzung; an manchen Orten sind die Biester sofort im Auto, wenn man die Türen oder Fenster öffnert. Ebenfalls hilft das viertelstündliche Einreiben eines Dettol-Wassergemisches (1:1) auf die Haut (natürlich nicht nötig im geschlossenen Auto, aber auf dem Gamedrive…). Die Camps waren bisher komplett Tsetse-frei.
Reisemaus1'004 Beiträge · seit 200819. Juni 2021 · #6Hallo Marco,
Vielen Dank für Deinen Bericht. Ist super aktuelle Infos zu bekommen!
Bin gespannt, wie es weitergeht. Die Strecke würde uns auch mal reizen…
Ist bestimmt eine geniale Familienzeit, genießt es!
Viele Grüße
Doro
AFafrica202076 Beiträge · seit 201719. Juni 2021 · #7Hoi Marco
Oh wow so eine tolle Reise!!!!!! Und vielen herzlichen Dank, dass du dir die Mühe gibst deine Tipps aufzuschreiben. Wenn alles klappt starten wir mit unseren 3 Jungs in 3 Wochen unsere 6-wöchige Reise durch Botswana und Sambia. Bei dem special special Royal Livingstone habt ihr dort einfach vor Ort nachgefragt? Und wielange habt ihr in Zeit von Livingstone nach Hippo Bay gehabt? Ich glaube es gibt eine neuere Verbindung an der Parkgrenze entlang oder? Das Elephant orphanage würdest du empfehlen?
Ich bin sehr gespannt wohin es in Sambia weitergeht.
Liebe Grüsse
Sandra
SCSchober82Themenstarter25 Beiträge · seit 200919. Juni 2021 · #8Hallo Sandra
Oh, da habt Ihr ja auch einen coolen Trip vor Euch!
Livingstone nach Hippobay ist in rund 5 Stunden machbar (wir hatten länger; brauchten noch Diesel in Itezhi Tezhi (da es in Kaloma keinen gab); dort gibt es eine neue Meru-Tankstelle / Diesel ist aber dezeit in Sambia offenbar etwas knapp - immer füllen, wenn‘s geht!)
Diese neue Strecke entlang der Grenze gibt es und ist auch alles gut fahrbar - aber zu sehen gab‘s nicht viel. Hippobay ist aber schön gelegen und v.a. der Sonnenaufgang war klasse!
Rest per PN!
Lg
Marco
SCSchober82Themenstarter25 Beiträge · seit 200919. Juni 2021 · #9Noch zur Elephant Orphanage: Lohnt sich ein Besuch? Jein...
Da wir sonst nicht viel gesehen haben, gab es dort wenigstens die kleinen Elefanten (Elies erst ab 3 Jahren mit 1 Ausnahme / total 15). Mason war sehr informativ, der 2. „Guide“ dann aber nicht mehr...)
Wenn Ihr zweimal in Hippobay übernachtet, würde ich es machen. Wenn Ihr aber gleichtags über die Spinalroad hoch müsst, eher nicht (wird einfach ziemlich spät).
AFafrica202076 Beiträge · seit 201720. Juni 2021 · #10Hallo Marco
Vielen Dank für deine aktuellen Informationen und Tipps. Es kommt ein bisschen daurauf an wie schnell wir über die Grenze kommen, ob wir dann 1 oder 2 Nächte bei Hippo Bay haben. Das müssen wir dann spontan anschauen.
Wie ist die Tourismussituation in Sambia? Seid ihr häufig aleine?
LG Sandra
SCSchober82Themenstarter25 Beiträge · seit 200920. Juni 2021 · #11Kafue waren wir alle 6 Nächte alleine... haben keine anderen Touristen gesehen - auch nicht auf der Strecke.
Heute sind wir im Wildlife-Camp beim SLNP angekommen; hier hat‘s noch 2 weitere Fahrzeuge...
Livingstone war auch extrem ruhig; Europäer konnte man an einer Hand abzählen.
SCSchober82Themenstarter25 Beiträge · seit 200909. Juli 2021 · #12So, endlich hatten wir mal Zeit um ein bisschen zu schreiben - Reisen ist ja sooo stressig 😉 - und vor allem haben wir auch wiedermal richtig Internet...
17. & 18.6.21
Übernachtung 1x privat und 1x im «15 Latitude-Hotel» (sehr schönes modernes Hotel zu einem vernünftigen Preis, Essen sehr gut, Massage zu empfehlen!)
19.6.21
Chimwemwe Lodge Campsite
- sehr schlechte Strasse bis Luangwa-Bridge (viele Schlaglöcher und Lastwagen); braucht viel Zeit und Nerven; aber ab der Brücke brandneue Teerstrasse
- Camping bei Chimwemwe Lodge (Nkwaya bei Petauke); kein Bijou, aber für den nötigen Zwischenhalt ok (eingezäunt, Duschen/WC knapp ok mit warmem Wasser)
- Diesel ist aktuell überall knapp! Wenn man kann, immer tanken (zieht sich durch ganz Sambia hindurch!)
20. & 21.6.21
The Wildlife Camp
- Alternative Route zu Hauptstrasse: Fahrt via Msoro (D411, R304, R258); dauert zwar rund 5-6 Stunden, aber hier fahren sehr selten Touristen durch, sehr hübsche Dörfer mit sehr freundlichen Leuten - alle winken, lachen, Daumen hoch… Ein wahrer Aufsteller nach den verdreckten Dörfern entlang des Highways!
- Übernachtung im The Wildlife Camp direkt am Luangwa mit Traumsicht auf den Fluss mit Sonnenuntergang (Campsite 7, 8 oder 9 nehmen!), ganze Nacht Hippogeräusche - traumhaft!
- South Luangwa-NP: wunderschöner NP mit vielen Lagunen, wenig Leuten, viel Wildnis… gehört zum Schönsten, was wir gesehen haben!
22. & 23.6.21
Flatdogs Camp
- 2 Lodge-Luxus-Tage im "Flatdogs Camp" (auch teuer, aber kein Vergleich zu den Lodges im Park!); wir haben "voll zugeschlagen" und das Crocs Nest gegönnt – wow!! Inklusive Elefantenbesuch am Pool!
24.6.21
Kamukonzo Community Camp
- für den Transit durch Nsefu-Sektor und Luambe NP ist kein Eintritt fällig; wir haben aber noch etwas «Game-Drive» im Nsefu-Sektor gemacht und deshalb bezahlt (ACHTUNG: die Game-Drive-Strassen entlang des Lunagwa im Nsefu-Sektor sind nicht durchgehend – T4A ist da nicht aktuell; man muss praktisch zurück zum Eingangsgate für die Rückkehr auf die "Hauptpiste")
- die Hauptpiste bietet alles – von ziemlich hart (aber gut machbar) über einfache Flussdurchfahrten (Jahreszeit beachten!) und "Mitten durch den Busch" bis zu schöner Sandpiste… Ist alles gut machbar (einfach immer T4A folgen), aber braucht Zeit. Sehr hübsche Dörfer und alle Menschen winken und lachen – ein Stopp zum Tomaten-Kaufen in einem kleinem Dorf ist unbedingt zu empfehlen; man ist sofort das Dorf-Highlight und von zig neugierigen Kindern und Dorfbewohnern umringt (aber nicht aufdringlich; sehr angenehm und herzlich)
- Kumukonzo Community Camp ist sehr einfach, aber wunderschön am Fluss gelegen (wieder viele Hippos) mit warmer Dusche
25.6.21
Chifunde Bushcamp
- Streckenbeschreibung sh. Vortag – zusätzlich ein grösseres Rivercrossing (Lundazi); relativ weit, aber bei uns Ende Juni nicht tief (25 cm) – kurz checken und dann einfach gerade durch. Sehr steile Ausfahrt.
- Chifunde Bushcamp ist derzeit eine Baustelle (es werden einige Cottages gebaut), man kann aber campen an schöner Lage inkl. Hippo- & Elefantenbesuch im Camp und warmer Dusche
26.6.21
Samala Camp
- Überfahrt mit dem Ponton (Ponton neu ca. 3 km südwestlich als früher; T4A noch nicht aktuell) über den Luangwa in den North Luangwa NP ist abenteuerlich, aber ok (kostenlos bzw. im NP-Eintritt inklussive; freiwillige Zahlung; wir haben den 4 Männern mangels Kleingeld je 50 Kwacha gegeben, was sicher eher hoch, aber u.E. ok ist)
- Fahrt durch den North Lunagwa auf mehrheitlich guter Piste (wir haben die westliche Route genommen, da diese schöner sein soll; wir können die andere Strecke nicht beurteilen) ohne viele Tiersichtungen, aber schöner Landschaft; Escarpment-Auffahrt war ziemlich steil, aber auf sehr guter Piste problemlos machbar
- Samala Camp (self-catering): 4 einfache, aber gute und schöne Zelte direkt am Mwaleshi River zu sehr fairen Preisen
SCSchober82Themenstarter25 Beiträge · seit 200909. Juli 2021 · #1327.6.21
Kapishya Hot Springs
- die Hotsprings mit 40 Grad warmen Wasser sind ein Highlight für die Kids (und auch die Erwachsenen) – Lodge und Quelle sind in einem sehr schönen, grünen Garten angelegt
- Camping können wir nicht beurteilen, da wir in der Lodge geschlafen haben (mussten früh los); Restaurant-Essen ist lecker – alles zusammen aber relativ teuer (trotzdem ein Besuch wert)
- eigentlich wäre es schön, 2 Tage zu bleiben – bei uns tickte aber die Uhr des PCR-Test (max. 72 Stunden)
- Anfahrt ab Hauptstrasse knapp 1 Stunde
PCR-Test für Grenzübergang Tansania
Wir haben den PCR-Test im neuen Spital bei Chinsali gemacht (das Spital ist an der T2 gelegen, Abzweiger links ca. 150 Meter nach dem Polizei-Checkpoint – das Spital ist brandneu (Oktober 2020), die rund 1 km lange Zufahrtsstrasse hat man aber offenbar vergessen zu bauen… unglaubliche Piste, bis man beim Spital-Gate auf feinsten Asphalt rollt…). Kosten für den Test pro Person USD 60.00, Resultat eigentlich in 3, 4 Stunden (Labor vor Ort) – bei uns war aber keiner da für die Zahlung und Bestätigung, da Sonntag (wir mussten Zahlung und Bestätigung dann am Montag beim alten Spital in Chinsali bei einem Herr Mumba erledigen/abholen). Genauer Prozess am besten vor Ort im neuen Spital checken (falls man ins alte Spital geschickt wird, unbedingt nach Mr. Mumba fragen – dessen Büro findet man sonst nicht…).
28.6.21
Kalungu Kings Highway Guesthouse
- die Hauptstrasse ab Chinsali bis zur Grenze ist der absolute Horror; unglaublicher Strassenzustand mit Riesenlöchern, fehlendem Asphalt und vielen Lastwagen (ja, es ist ein armes Land… aber das ist jetzt schon heftig…) – man ist froh, wenn man den Zwischenstopp in Kalungu erreicht hat
- Camping ist schön in einem Wäldchen angelegt, Duschen & Toiletten sind ok bzw. warm
29.6.21
Grenzübergang Tansania
- früh dort sein (ACHTUNG: Tansania ist eine Stunde voraus; wir waren um 7.00 Uhr Zambia-Time dort)! Ab Kalungu ist es nicht weit (ca. 65 km), aber es braucht gut 2 Stunden...
- man hört viele Horror-Geschichten zu diesem Grenzübergang (und wir können uns auch noch an unseren Übergang im 2010 erinnern); es ist halb so schlimm – neu ist es eine 1-Stop-Border (Ausreise Sambia im gleichen Gebäude wie Einreise Tansania); aber es braucht einfach viel Zeit und Geduld (wir benötigten 4 Stunden, obwohl praktisch alleine dort…)
- wir hatten einen «Runner» (wir waren mit Südafrikanern unterwegs, welche einen «angelacht» haben…); grundsätzlich ist das aber nicht zwingend notwendig (mit ihm geht es aber wohl gut 1, 2 Stunden schneller, da er den "Fast-Line" direkt in einige Büros nahm und sich nicht in die Schlange stellte...)
- Corona-Special: Wir mussten an der Grenze noch einen Schnelltest machen (trotz PCR-Test), welcher pro Person USD 25.00 kostet. Zusätzlich TSh 15'000.00 für die "Auto-Desinfektion"
- Einreise: Visum pro Person USD 50.00 (auch Kinder), Road-Toll Tsh 15’000 und Autoversicherung (wir haben Tsh 120'000 bezahlt) sind die Hauptausgaben. Alle Gebühren müssen bei einer Bank (im Grenzgebäude) bezahlt werden; ATM vor Ort verfügbar. Nach der Einreise wollte noch einer Tsh 5000 «Community-Levi». Dem Runner haben wir 600 Kwacha gegeben (Emanuel; Nummer bei Bedarf per PN verfügbar - ich bin da grundsätzlich sehr skeptisch, aber er war hilfreich, anständig und korrekt; hat uns dann auch noch mit SIM-Karte in Tunduma geholfen und auch noch auf eine Frage geantwortet per Whatsapp, als wir schon weitergefahren sind; hatten nie das Gefühl, dass er uns über's Ohr hauen will)
- Grundsätzlich lief bei uns an der Grenze alles korrekt ab, Gebühren sind nur an den Bankschaltern zu bezahlen! Es dauert einfach alles lange… (man wird von Schalter zu Schalter geschickt, an welchen unglaublich viel Schreibarbeit durch die Beamten zu erledigen ist…; mehrheitlich aber freundlich und hilfsbereit). / ACHTUNG, folgende Kopien sind nötig (und vorher zu erstellen): Pass des Fahrers bzw. Fahrzeughaltes/-Mieters, Int. Führerschein des Lenkers, Auto-Papiere (Fahrzeugausweis, Ermächtigung des Vermieters / bei eigenem Fahrzeug weiss ich nicht, was es alles braucht)
SCSchober82Themenstarter25 Beiträge · seit 200909. Juli 2021 · #14Fazit Sambia
- Sambia ist nicht Namibia oder Botswana – die Strassen sind teils sehr schlecht, es hat nicht um jede Ecke ein Camping oder einen Shop mit westlichem Standard…
- die Distanzen (bzw. die Fahrzeiten) sind sehr lange und die Fahrten sind teilweise sehr anstrengend (wobei die Hauptstrassen viel anstrengender sind als die Pisten...)
- die Natur ist wild und wunderschön! Man ist noch ziemlich alleine in den Nationalparks (wohl auch zu Nicht-Corona-Zeiten) und es gibt schöne Camps (wir können aber nur über Vic-Falls, Kafue, SLNP & NLNP berichten)
- Juni ist für Kafue und North Luangwa nicht ideal, South Luangwa war auch im Juni gut (aber im September/Oktober wohl noch viel besser)
- die Leute sind praktisch alle unglaublich freundlich – wir haben uns immer sehr wohl gefühlt!
- Würden wir Sambia empfehlen? Für einen «Afrika-Neuling» definitiv nicht! Nach 1-3 x Selfdrive in Namibia/Botswana und etwas Abenteuerlust kann man es aber problemlos «wagen» - und es gibt noch viel mehr zu entdecken, als wir bereist haben… (v.a., weil wir den Kindern nicht noch mehr Fahrerei zumuten wollten)! --> viel Spass in Sambia!
So, nun geht's weiter nach Tansania - Update folgt in ein paar Wochen...
Liebe Grüsse, Marco & Familie
chamäleon20112'497 Beiträge · seit 201109. Juli 2021 · #15Wow, danke für den Bericht. Ich habe in Namibia fast alles wiedererkannt, in Sambia war ich bisher leider noch nicht. Es ist wunderbar, wenn man mit Kindern solch ein Erlebnis teilen kann.
Ich wünsche Euch noch viel Freude und auch Gesundheit für Eure weitere Reise. Hut ab, dass Ihr das trotz schwieriger Zeiten macht.
Herzliche Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
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AFafrica202076 Beiträge · seit 201709. Juli 2021 · #16Hallo Marco und Familie
Danke danke für den aktuellen Bericht. Für SLNP und NLNP haben wir genau die gleiche Route geplant, ausser dem Faltdogs. Aber 4 Nächte Wildlife mit Nummer 8. Ach ich freue mich sehr!
Ich wünsche euch weiterhin eine unkomplizierte und tolle Reise. Geniesst es!!!
Liebe Grüsse
Sandra