CantorThemenstarter93 Beiträge · seit 201425. Mai 2021 · #1
Hallo in die Runde,
für unsere nächste Rundfahrt in Namibia suche ich einen robusten, gut ausgestatteten Bushcamper (aus Bequemlichkeit). Ein relativ günstiges Angebot finde ich bei Africamper, doch habe ich bisher nur geringe Infos zu dessen Stärken & Schwächen. Vor mehreren Jahren gab es dazu einige böse Kommentare, die sich besonders auf die überpungelige Abnahme bezogen. Aber das könnte sich ja mittlerweile geändert haben. Wer kann dazu raten oder aber davon abraten? Sehr gute Noten bekommt ja der Bushlore-Bushcamper, aber - wie die Gemeinde schon zu Recht angemerkt hat - ist das ein ziemlich teurer Laden. Wie sehen das die "alten Hasen" oder auch die jüngeren?
doch habe ich bisher nur geringe Infos zu dessen Stärken & Schwächen. Vor mehreren Jahren gab es dazu einige böse Kommentare, die sich besonders auf die überpungelige Abnahme bezogen
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Hallo Cantor, wir haben für unsere 5 ca je 5000 km langen Touren von 2014 bis 2018 jeweils einen Bushcamper von Africamper gemietet, sind in Johannesburg, in Kapstadt oder Windhoek gestartet und zweimal an anderer Stelle "gelandet". Es ist im Gegensatz zu Bushlore nur ein kleiner Betrieb. Die Fahrzeuge waren von abgesehen kleineren Problemen gut gewartet. Technische Probleme, die wir während der Touren hatten, wurden - manchmal mit einiger Kreativität von beiden Seiten - anstandslos behoben. Einmal musste uns ein neues Fahrzeug von Johannesburg in die Mahangu Lodge/Sambesi Region gebracht werden. Wir würden wieder bei Africamper mieten, auch weil uns der Umgangston gefiel. Mir ist die Kritik einiger Fomis bekannt, doch ich kann sie nicht bestätigen. Einige versteckte Probleme, die erst im Laufe einer Tour zu Tage traten, waren dem unsachgemäßen Umgang von Vormietern mit den Fahrzeugen zu verdanken 😠 . 2019 mussten wir auf Bushlore umsteigen, weil Africamper keine Versicherung hat, die für Sambia gilt. Auch mit dieser Firma waren wir sehr zufrieden, obwohl der Kontakt aufgrund des großen Unternehmens umständlicher und nicht so ganz störungsfrei verlief. Den Ansprechpartner in Deutschland fanden wir jedoch überaus kooperativ und servicefreundlich.
Mit besten Grüßen freshy,
die mit keinem der beiden Unternehmen befreundet oder verwandt ist, und auch keine Werbeeinnahmen bezieht 😉 .
Für uns war Africamper immer der richtige Vermieter. Wir haben bisher 5x und werden ab Ende September zum 6. Mal dort einen Bushcamper anmieten. Da wir immer für 2,5 - 3 Monate mieten ist uns Sicherheit und vor allem gute Erreichbarkeit des Vermieters extrem wichtig. Die Fahrzeuge waren bei uns immer hervorragend gewartet und das Camping-Equipment sehr umfangreich. Auf Wünsche bzgl. Ausstattung wurde immer eingegangen. Klar gab es - gerade bei 3 Monaten - immer mal wieder kleinere technische Probleme, aber zum einen ist ein sehr gut ausgestatteter Werkzeugkasten an Bord (das Lieblingsspielzeug von meinem Mann 😄 ) und zum anderen ist der Vermieter jederzeit gut erreichbar. Hier war das ganz große Plus, dass wir auf Deutsch erklären konnten, wo das Problem liegt. Wir sprechen zwar beide ziemlich fließend Englisch aber bei den technischen Ausdrücken hapert es doch etwas und am Telefon erst recht. Alles in allem können wir Africamper aus unserer Sicht uneingeschränkt empfehlen. Der neue (temporäre?) Firmensitz ist übrigens in Windhoek und nicht mehr in Südafrika.
Viel Spaß bei der weiteren Planung.
Grit
Giselbert699 Beiträge · seit 201026. Mai 2021 · #7
Hallo Grit, da schon einige Male der Bushcamper von Africamper erwähnt wurde, habe ich mir den mal angesehen. Das ist ein üblicher Canopyaufbau mit Dachzelt zum aufklappen. Richtig? Ich dachte ein Buschcamper hat eine kleine Kabine. Giselbert
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Giselbert699 Beiträge · seit 201026. Mai 2021 · #9
Ich habe mal in meinen Bildern gewühlt. Hier sind noch ein paar Bilder von unserem Camper in 2018:
Man steigt von hinten in die Kabine, das Bett ist tagsüber hochgeklappt.
Staufächer für Kleidung, Lebensmittel, etc. sind ausreichend, wir hatten ja immer für 2 Wochen Zeug gebunkert. Engel Kühlschrank gleich links neben der Tür.
Hallo zusammen, wir hatten kürzlich für 3 Wochen einen Africamper, können nur dringend abraten. Fahrzeug hatte gravierende technische und sicherheitsrelevante Mängel, Service war schlecht bis gar nicht vorhanden. Als das Auto liegen geblieben ist gab es auch kein Ersatzfahrzeug. Hat uns eine Menge Zeit und Geld gekostet. Ähnliches auf vielen Reisen quer durch Afrika noch nie auch nur annähernd erlebt. LG, Mag
mag schrieb: wir hatten kürzlich für 3 Wochen einen Africamper, können nur dringend abraten. ...
Guten Morgen Mag,
Herzlich Willkommen im Namibia Forum!
Bei den frischen Anmeldungen ist es immer eine Gradwanderung. Insbesondere wenn deren einziger Sinn und Zweck darin besteht, Bashing zu betreiben und zwar ganz ohne irgendwelche konkreten Belege, die diese Behauptungen untermauern könnten.
Es wäre schön, wenn Du Dir kurz die Zeit nehmen würdest, um Dir die Anleitungen für Neulinge anzuschauen. Das Erstellen dieses Forums hat viel Arbeit gemacht und da ist es nur fair, wenn man sich kurz einliest und den wenigen Vorgaben des Forumsbetreibers nachkommt.
LG Logi
freshy3'883 Beiträge · seit 201126. Nov. 2022 · #16
mag schrieb:Hallo zusammen, wir hatten kürzlich für 3 Wochen einen Africamper, können nur dringend abraten. Fahrzeug hatte gravierende technische und sicherheitsrelevante Mängel, Service war schlecht bis gar nicht vorhanden. Als das Auto liegen geblieben ist gab es auch kein Ersatzfahrzeug. Hat uns eine Menge Zeit und Geld gekostet. Ähnliches auf vielen Reisen quer durch Afrika noch nie auch nur annähernd erlebt. LG, Mag
Hallo Mag, wir haben für unsere Reisen durch das südliche Afrika 5 oder 6 x einen Buschcamper bei Africamper gemietet und waren jedes Mal sehr zufrieden, das letzte Mal allerdings im Herbst 2018. Hatten wir Probleme, wurden diese durch gute Zusammenarbeit mit Herrn Schäfer sehr zufriedenstellend behoben. Es täte uns leid, wenn sich die Qualität seitdem dermaßen verschlechtert hätte. Wo habt ihr denn das Fahrzeug übernommen: In Jo'burg, Kapstadt oder Windhoek? Nur in Kapstadt ist der Vermieter selbst aktiv. In Jo'Burg und Windhoek muss er sich auf seine Geschäftspartner verlassen. Zumindest war das so bei unseren Kontakten. Ich stimme Logi zu, dass konkrete Fakten deine Behauptungen untermauern würden.
stachi00720 Beiträge · seit 201326. Nov. 2022 · #17
Hallo Mag,
ich kann deine Erfahrungen bestätigen. Wir hatten im Dezember 21 ein Fahrzeug von Africamper in Windhuk gemietet. Wir hatten 3 Reifenschäden und am Ende der Reise noch Probleme mit dem Trennrelais von den Batterien. Der Zustand der Reifen auch auf anderen Fahrzeugen war zu diesem Zeitpunkt miserabel ( bei der Fahrzeugrückgabe auch andere Fahrzeuge begutachtet). Wir hatten auch Kontakt zu anderen Mietern die die gleichen Probleme mit den Reifen hatten.
viele Grüße
Gerhard
peter 081'927 Beiträge · seit 200826. Nov. 2022 · #18
mag schrieb:........Ähnliches auf vielen Reisen quer durch Afrika noch nie auch nur annähernd erlebt.... LG, Mag
..... und nach so vielen Reisen ohne Forum wird jetzt hier der Frust abgeladen 😠
ok, hier die Langversion mit den wesentlichen Punkten:
Die Windschutzscheibe war sandgestrahlt. Kein Problem so lange die Sonne nicht direkt auf die Scheibe trifft, aber bei direkter Sonneneinstrahlung war die Windschutzscheibe eine glitzernde Fläche, auf der man nicht einmal die Straße, geschweige denn ein Tier richtig erkennen konnte (und gerade in den Nationalparks ist das Fahren zu den Zeiten tiefstehender Sonne interessant...). Africamper meinte dazu nur, sie hätten schon Windschutzscheiben gesehen, die schlimmer waren. Siehe beiliegendes Foto, das ist die Sicht gerade nach vorne auf die Straße im Etosha, fotografiert mit maximaler Tiefenschärfe.
Die Klimaanlage funktionierte (schon bei der Übergabe) nicht, bei vielen Stunden Sandpiste und Temperaturen bis knapp unter 40°C mühsam. Sie wurde auf halber Strecke repariert, die Organisation kostete wegen der unzuverlässigen Kommunikation mit Africamper viel Zeit, der Mechaniker bestätigte, dass das Gas nachgefüllt und ein Ventil gereinigt werden musste. Ein Serviceproblem, das wohl vor der Übergabe des Autos hätte erledigt werden müssen. Africamper bestreitet das zwar, sie sagen es hätte sich durch das rütteln etwas gelöst (auch wenn sie nicht vor Ort waren und der von ihnen beauftragte Mechaniker etwas anderes bestätigte), wir bekamen aber eine Rückerstattung für einen Tag, immerhin.
Das Übelste von allem - die Kupplung war in einem fragwürdigen, ziemlich abgenutzten Zustand. Bei höherer Last rutschte sie durch, begann schließlich zu stinken, und das war's. Wir hatten eine Menge Ärger und verloren viel Zeit, um das Auto von einem fragwürdigen Mechaniker im Nationalpark reparieren zu lassen. Africamper hatte keinen Ersatzwagen zur Verfügung, war die meiste Zeit nicht erreichbar (ich musste mir ein Telefon vom Personal im Park leihen, um sie dazu zu bringen, abzuheben, nachdem ich einen halben Tag lang versucht hatte, sie zu erreichen), wir mussten uns eine Ersatzunterkunft organisieren (unser Camper war ja beim Mechaniker), Africamper hat bis jetzt keinerlei Kosten erstattet. Sie bestehen darauf, dass wir die Kupplung zerstört haben, weil wir in den Dünen stecken geblieben sind (und schickten Bilder von zwei verschiedenen Kupplungen als "Beweis"). Wir haben jedoch sogar GoPro-Aufnahmen der Fahrt (war vorne am Rammschutz montiert, also sogar relativ nah zur Kupplung), die deutlich zeigen, dass wir das Auto nirgends 'festgefahren' haben, sondern wegen der stinkenden Kupplung anhielten. Nicht ein einziges Mal war das Auto irgendwo stecken geblieben, die Kupplung wurde auch nicht 'getreten'. Unterm Strich - wir haben von Africamper ein Auto mit einer verschlissenen, stark abgenutzten Kupplung bekommen. Wir haben ein Auto mit einer neuen Kupplung zurückgegeben und bis jetzt keinen Cent Erstattung bekommen.
Die Reifen auf den Hinterrädern waren stark abgefahren, die Reservereifen höchstens noch als Überbrückung brauchbar, der Wassertank war undicht, ein Zipp beim Dachzelt kaputt....
Als wir das Auto retournierten ist der Techniker dann 20 min damit herumgefahren und hat nach möglichen Schäden gesucht.
und nein, es geht uns sicher nicht darum Frust abzubauen, unsere Afrika-Erfahrungen sind fast ausschliesslich sehr sehr positiv und auch in Namibia war das der einzige negative Punkt neben wunderbaren Menschen, atemberaubenden Landschaften, großartiger Tierwelt...
LG, Mag
freshy3'883 Beiträge · seit 201103. Dez. 2022 · #20
Hallo mag vielen Dank für deinen Bericht. Kein Wunder, dass du sauer warst. Entweder ist der Windhoeker Kollege nicht mehr zuverlässig oder Herr Schäfer selbst hat seine Firma nicht mehr im Griff.