Ersttätertour März 2022

15 Antworten · 2'603 Aufrufe · gestartet 16. Mai 2021 von Julian1995
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Themenstarter6 Beiträge · seit 202116. Mai 2021 · #1
Hallo liebes Namibia-Forum,

meine Freundin und ich (beide 25 Jahre alt) planen für den März 2022 eine zweiwöchige Rundreise nach Namibia mit einem anschließenden Abstecher nach Kapstadt. Da es durch die aktuelle Situation neben der Arbeit nicht viel zu tun gibt, habe ich in den letzten Wochen stillschweigend das Forum durchforstet und mir mehrere YouTube-Reiseberichte angeschaut. An dieser Stelle schon einmal vielen Dank für den Schwall an wertvollen Informationen! 🙂

Berufsbedingt mussten wir uns auf den März festlegen und hoffen, dass wir trotz Regenzeit eine unvergessliche Zeit in Namibia haben werden. Da wir beide noch keine großartige Campingerfahrung gesammelt haben, war die erste Idee mehrere Lodges anzusteuern, budgetbedingt fällt die Wahl aber doch auf einen Mix aus Lodges und Campsites mit einem 4x4 Fahrzeug mit Dachzelt 😄

Um das kostenlose Umbuchen bei der Lufthansa mitzunehmen, haben wir die Flüge schon gebucht. Nachfolgend würde ich euch gerne unsere klassische Ersttätertour mit dazugehörigen Fragen vorstellen:

05.03.: Hinflug mit Eurowings
06.03.: Ankunft Windhoek, Übernahme Mietwagen, Fahrt zur entfernten Verwandtschaft nach Okahandja (ca. 80 km)
07.03.: Fahrt zum Desert Quiver Camp nach Sesriem (ca. 370 km)
08.03.: Sossusvlei usw.
09.03.: Fahrt nach Swakopmund über Walvis Bay (ca. 344 km)
10.03.: z. B. Living Desert Tour
11.03.: Fahrt über Cape Cross zum Spitzkoppe Rest Camp (ca. 280 km)
12.03.: Fahrt zum Madisa Camp im Damaraland (ca. 180 km)
13.03.: Eventuell Wüstenelefanten, Fahrt Richtung Etosha zur Vreugde Guest Farm (ca. 250 km)
14.03.: Etosha (Übernachtung z. B. im Okaukuejo Camp)
15.03.: Etosha (Übernachtung z. B. im Halali Camp)
16.03.: Etosha, Fahrt nach Grootfontein zur entfernten Verwandschaft (ca. 133 km + Fahrt im Etosha-Park)
17.03.: Fahrt nach Okonjima oder Erindi (280 km bzw. 400 km)
18.03.: Okonjima/Erindi und anschließende Fahrt nach Okahandja (150 km bzw. 106 km)
19.03.: Fahrt nach Windhoek, Rückgabe Mietwagen, Flug mit Airlink nach Kapstadt
20.03. - 24.03.: Kapstadt

Allgemeine Frage:

Ist die Tour so stimmig, oder seht ihr (z. B. durch den gewählten Reisezeitraum im März) Optimierungspotential?

Fahrt von Okahandja nach Sesriem

An unserem ersten Tag in Namibia würden wir entsprechend eurer Empfehlungen gerne nur eine kurze Fahrt haben. Okahandja liegt zwar in der "verkehrten" Richtung, allerdings ist hier die Farm des Großonkels meiner Freundin, wo wir gerne unsere erste Nacht verbringen möchten. Im Umkehrschluss müssten wir am nächsten Tag ca. 80 km mehr fahren, um nach Sesriem zu gelangen. Ist das machbar, da wir von Okahandja über Windhoek die B1 nehmen können?

Fahrt von der Spitzkoppe zum Etosha-Park

Wie im Plan vermerkt würden wir auf dem Weg von der Spitzkoppe zum Etosha-Park einen Zwischenstop im Madisa-Camp im Damaraland einlegen. Aktuell überlege ich noch, ob ich diesen Halt streiche und vom Spitzkoppe Camp zur Vreugde Guest Farm in einem Rutsch durchfahre (ca. 380 km), um dafür einen zusätzlichen Tag zu gewinnen. Diesen Tag würden wir dann in Erindi oder Okonjima dazunehmen, in der Hoffnung mehr Tiere sehen zu können. Ist die Strecke machbar bzw. wäre es zu schade einen Stop im Damaraland auszulassen? Blöd gesagt, Elefanten kann ich auch im Etosha-Park sehen, oder?

Etosha-Park in der Regenzeit

Ist es empfehlenswert in der Regenzeit eine geführte Tour durch den Etosha-Park zu buchen, um höhere Chancen auf Tiersichtungen zu haben? Das selbe gilt natürlich auch für die Fahrten im Okonjima- bzw. Erindi-Park.

Okonjima/Erindi

Wie ich schon in mehreren Beiträgen gelesen habe, ist die Wahl zwischen Erindi und Okonjima eine Sache für sich. Damit möchte ich euch gar nicht weiter belästigen 😄 Daher eine andere Frage: Sollten wir einen zusätzlichen Tag durch die Streichung des Damaraland haben, würdet ihr jeweils eine Nacht in Erindi und Okonjima verbringen, oder lieber zwei Nächte in einem Camp?

Viele Grüße

Julian
2'610 Beiträge · seit 200716. Mai 2021 · #2
Hallo und willkommen im Forum,

schon Tag 1 lässt mich kopfschüttelnd zurück. Okahandja und dann Sesriem? geht gar nicht. Wenn es denn unbedingt nach Okahandja gehen muss, dann passt die nachfolgende Tour und Unterkünfte einfach an:
Erindi, Etosha (da fährt man ganz gut alleine ohne eine organisierte Tour), Damaraland, Swakopmund und zum Schluss Sesriem . dann kommt ihr zwar nicht mehr nach Okahandja, aber so macht die Tour m.E. Sinn, da habt ihr einen Rundkurs und kein Zickzack.

Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
zuletzt bearbeitet 16. Mai 2021
7'296 Beiträge · seit 200616. Mai 2021 · #3
Jambotessy schrieb:
schon Tag 1 lässt mich kopfschüttelnd zurück. Okahandja und dann Sesriem? geht gar nicht.

Ich vermute, Julian möchte zu Beginn und am Ende der Reise seine Verwandtschaft treffen. Das würde die unkonventionelle Route erklären.
Ansonsten wäre es natürlich Quatsch, auf dem Weg nach Sesriem über Okahandja zu fahren, wenn man am Ende sowieso wieder dort vorbei kommt.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter6 Beiträge · seit 202117. Mai 2021 · #4
Hallo ihr beiden,

vielen Dank für eure schnelle Rückmeldung! Genau, die Idee war es die erste und letzte Nacht bei der Verwandtschaft zu verbringen, aber trotzdem den Spannungsbogen so aufzubauen, dass Etosha (fast) zum Ende kommt.

Ist die Strecke von Windhoek bzw. Okahandja nach Sesriem wirklich so anspruchsvoll, dass man die als Ersttäter an seinem 2. Urlaubstag vermeiden sollte?

Viele Grüße

Julian
7'296 Beiträge · seit 200617. Mai 2021 · #5
Julian1995 schrieb:
Ist die Strecke von Windhoek bzw. Okahandja nach Sesriem wirklich so anspruchsvoll, dass man die als Ersttäter an seinem 2. Urlaubstag vermeiden sollte?

Es ging wohl nicht um das "anspruchsvoll", sondern um die auf den ersten Blick seltsame Streckenführung. Die Pisten nach Sesriem sind ganz normale Schotterpisten. Es gibt ja verschiedene Möglichkeiten, dorthin zu fahren.

Gruß
Wolfgang
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2'610 Beiträge · seit 200717. Mai 2021 · #6
Hallo Julian,

nein nicht anspruchsvoll, aber lang (man kann die Entfernungen nicht 1:1 mit D gleichsetzen). Da hat man ja überhaupt keine Zeit z,B. die tolle Fahrt über den Spreetshoogte Pass zu genießen. Familie hin oder her es soll doch ein unvergesslicher und stressfreier Urlaub werden. Familie kann man doch zum Schluss mit 2 Ü integrieren und die lässt euch morgens bestimmt nicht ganz früh losfahren und dann "jagd" ihr Sesriem entgegen.
Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
zuletzt bearbeitet 17. Mai 2021
7'296 Beiträge · seit 200617. Mai 2021 · #7
Jambotessy schrieb:
Familie kann man doch zum Schluss mit 2 Ü integrieren und die lässt euch morgens bestimmt nicht ganz früh losfahren und dann "jagd" ihr Sesriem entgegen.

Die Gefahr, dass man morgens nicht zeitig genug loskommt, ist sicherlich vorhanden. Das kann wohl passieren.
Ich kann Julian aber durchaus verstehen. Erst einmal die Verwandtschaft treffen, vielleicht noch ein paar Tipps bekommen und am Ende wieder treffen und erzählen, wie es war ist doch besser, als am Ende zu hören, was man alles verpasst hat, weil man davon nichts wusste und dran vorbei gefahren ist.

Ich gebe Dir aber durchaus Recht. Die Strecke zieht sich und man sollte zusehen, dass man zeitig genug loskommt. Ich bin da selbst mal unter Zeitdruck eher 'ne Rallye gefahren und dann steigt das Unfallrisiko stark an.

Gruß
Wolfgang
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568 Beiträge · seit 201417. Mai 2021 · #8
Hi Julian1995,
das Ganze ist schon etwas unkonventionell, wenn auch nicht unmöglich. Fahrtechnisch eine Frage der Präferenzen.
Willst du ganz bestimmte Dinge sehen und die Fahrt ist nur "Transfer von A nach B" kann man das so machen.
Du nimmst dir dadurch allerdings viel vom eigentlichen "Namibia-Erlebnis".

Ich lass' das Okahandja-Problem mal weg. Ihr kommt ja am Schluss nochmal dorthin, was einen zeitigen Aufbruch beim ersten Besuch eher möglich macht. Dann zügig bis zum Spreetshoge-Pass fahren (ca. 4 Std.) und dort Pause machen um den atemberaubenden Blick zu genießen. Dann weiter nach Soitaire (Kaffee, Kuchen, Tanken) - rechne mal mit 1 Std. Fahrzeit plus 2x halbe Stunde Pause. Von dort ist es noch ca. 1 Std. reine Fahrzeit nach Sesriem. Unterwegs anzuschauende Tiere können das Ganze verlängern... Okay, ich neige auf Schotter schon mal zu zügigem Fahren, also rechne noch 'ne Stunde dazu plus die Zeit von euren Verwandten bis zur B1. Kommst also auf 8-9 Std. insgesamt. Ist also machbar und reicht noch rechtzeitig zum Sundowner mit Genuss des Farbenspiels.

Muss der Schlenker über Cape Cross wirklich sein? Landschaftlich das Ödeste, was es gibt...
Swakop - Spitzkoppe direkt wäre am Vormittag zu machen mich ausgiebiger Mittagsrast an der Spitzkoppe (Spaziergang, Essen).
Am Nachmittag dann weiter zum Madisa Camp (Elefantengarantie gibt's übrigens weder hier noch in Etosha zu dieser Jahreszeit). Von dort nach Vreugde ist eine Fahrt, die genügend Zeit lässt für einen Abstecher nach Twyfelfontein oder Vingerklip - oder einfach zum Landschaft genießen und Tiere entdecken.

Wie auch immer: viel Spass und passt auf euch auf.
Grüßle
Randfontein
33,1k Beiträge · seit 200617. Mai 2021 · #9
Hi Julian1995,

ich würde Okahandja am Anfang machen und dann gegen den Uhrzeigersinn oder am Ende und mit dem Uhrzeigersinn. Ich bin sicher, dass die Verwandtschaft dann am anderen Reiseteil (also Ende oder Anfang) sicher auch für einen Tag/Abend nach Windhoek kommen würde. Du ersparst Dir so 140 km Umweg und kannst deutlich entspannter den ersten wirklichen Reisetag angehen.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter6 Beiträge · seit 202120. Mai 2021 · #10
Hallo zusammen,

entschuldigt meine späte Rückmeldung, ich war die letzten Tage beruflich zu sehr eingespannt. Vielen Dank für eure ausführlichen Antworten! 🙂 Vor dem ersten großen Tagestrip von Okahandja nach Sesriem hatte ich auch schon etwas Bammel, ich denke hier werden wir noch einmal nachbessern und lieber die erste Nacht in Windhoek bzw. in der näheren Umgebung von Windhoek verbringen.

Auch vielen Dank an dich Randfontein für die genaue Kalkulation der Fahrtzeit, das ist wirklich sehr hilfreich! Cape Cross werden wir vermutlich auch auslassen, um über die Spitzkoppe direkt zum Madisa Camp zu kommen.

Viele Grüße

Julian
28 Beiträge · seit 202020. Mai 2021 · #11
Hallo Julian, meine Freundin und ich (33J) haben im März 2020 fast die gleiche Tour gemacht. Ich gehe mal auf ein paar Punkte ein:

07.03.: Fahrt zum Desert Quiver Camp nach Sesriem (ca. 370 km) - Deser Quiver Camp ist ein weiträumiges Camp, die Lodges sind recht gut und sauber, man kann an den Hütten selbst grillen und Nachts kommt der ein oder andere Schakal vorbei. Frühstück und Restaurant gibt es in der 3km entfernten Sossusvlei Lodge.

08.03.: Sossusvlei usw. - Wir waren das erste mal in Namibia, hatten keinerlei 4x4 Erfahrung, haben vorher etwas Luft aus den Reifen gelassen und sind recht problemlos bis zum letzten Parkplatz gefahren. Wer das Momentum clever nutzt kann die Strecke auch als Anfänger durch "Tiefsand" fahren.

09.03.: Fahrt nach Swakopmund über Walvis Bay (ca. 344 km) - Entgegen vieler Meinungen würde ich diese beiden Städte unbedingt ansteuern. Walvis Bay würde ich unbedingt eine Catamaran Tour machen. Die kostet zwar ein bisschen, aber mMn. lohnt die sich total. Wenn das Boot nicht all zu voll ist, fährt der Capitän individuell Punkte in der Bucht an, es kommen Seebären und Pelikane an Bord, beide darfst du füttern und selbst bekommst du auch ein nettes Buffet und Getränke sowie einen Guide der Deutsch und Englisch spricht. Übernachten würde ich in einen AirBnb in Swakopmund, da gibt es sehr günstige und tolle Unterkünfte mit Parkplätzen auf Hinterhöfen und man kann dort seine Klamotten waschen. In Swakopmund selbst ist es einfach mal beeindruckend zu sehen, wie die deutschen Kollonisten damals mitten in der Wüste eine deutsche Stadt aus den Boden gestampft haben. Dort kann man auch eine Walking Tour mit Guide durch die Stadt machen, welche recht günstig ist. Außerdem gibt es dort viele leckere Restaurants. Die 344km sind auch bequem an einen Tag machbar. Es ist eine tolle Route durch die Berge und Wüste. Unterwegs könnt ihr in der Rostock Ritz Lodge eine Mittagspasue machen.

10.03.: z. B. Living Desert Tour - die haben wir nicht gemacht, stattdessen oben erwähnte Catamaran Tour.

11.03.: Fahrt über Cape Cross zum Spitzkoppe Rest Camp (ca. 280 km) - Hier wurde geschrieben, dass sich das nicht lohnt, dass würde ich sofort verneinen. Entlang der Küste liegen eine Hand voll Schiffswracks, die man bestaunen kann und Cape Cross Allgemein ist ein Erlebnis, was man als Stadtbewohner so noch nie gesehen hat. Dort leben 200.000 Seebären und man kann bis auf wenige Meter an die Tiere ran. Ja es stinkt nach Kot und toten Tieren und ja man sieht auch tote Seebären oder Schakale die einen toten Seebär essen, aber für uns war das einfach ein riesiges Erlebnis.

12.03.: Fahrt zum Madisa Camp im Damaraland (ca. 180 km) - tolles Camp, sehr nette Eigentümer, die ein Camp abseits von Zivilisation und Wlan bauen wollten. hier unbedingt das Abendessen mit allen Campbewohnern am runden Tisch machen. Sehr lecker und man kommt mit allen ins Gespräch. Open Air Dusche und Klo gibts dort auch. Wer sonst nur in Lodges schläft sollte das einmal gemacht haben 🙂 Ansonsten auf den Felsen dort gibt es sehr sehr schöne Sonnenuntergänge.

13.03.: Eventuell Wüstenelefanten, Fahrt Richtung Etosha zur Vreugde Guest Farm (ca. 250 km). - Wüstenelefanten sind reines Glücksspiel. Wir haben keine Tour mitgemacht und selbst haben wir keine gefunden. Das Madisa Camp hat zwar Fotos mit Wüstenelefanten im Camp, aber sie selbst sagten uns, dass sie dort schon mehrere Jahre keine gesehen hatten. Die Tour von Madisa nach Etosha kann man auch bequem an einen Tag machen.

14.03.: Etosha (Übernachtung z. B. im Okaukuejo Camp)
15.03.: Etosha (Übernachtung z. B. im Halali Camp)
16.03.: Etosha, Fahrt nach Grootfontein zur entfernten Verwandschaft (ca. 133 km + Fahrt im Etosha-Park)

Je nachdem wieviel ihr ausgeben wollt, würde ich Okaukuejo Camp heraus nehmen und lieber vor dem Park zB. in der Toshari Lodge übernachten. Dort gibt es zum Essen ein riesiges Buffet für Jedermann und das Personal singt und tanzt abends. Natürlich eine kleine Tourifalle weil die dafür danach etwas Trinkgeld haben wollen. Aber auf euer Tour habt ihr sonst kaum Kontakt zur afrikanischen Kultur und so kann man wenigstens etwas mitnehmen. Außerdem lebt dort eine Kolonie Zebramangusten, welche man den ganzen Tag beim treiben zusehen kann.
Halalil Camp ist in meinen Augen ein Drecksloch und wirklich nur zum kurz übernachten geeignet. Vielleicht sollte man hier eine Nachttour buchen, die kann sich zwar lange hinziehen, aber mit Glück sieht man dort Tiere, die man Tagsüber im März nicht oder nur mit Glück sieht wie zB. Hyänen oder Leoparden. Im Etosha Park würde ich sonst keine weiteren Touren buchen, kann man alles auch selbst machen. Der Vorteil bei einer geführten Tour ist lediglich, dass sich die Ranger absprechen und daher wissen wo die Tiere sind. Allerdings stehen dann meist dort auch schon mehrere Autos. So richtiges Afrikafeeling kommt da dann mMn. nicht auf.

Wichtig ist, dass Ihr euch vorher Informiert wo zu dieser Jahreszeit die Tiere sind. Im Westen des Parks sollte dort recht wenig los sein. Empfehlen würde ich daher eine Übernachtung am Nord-Ost Gate, außerhalb, da die Elefanten zu dieser Jahreszeit hauptsächlich im Nordosten sind.
In meinen Augen ist der März mit die beste Reisezeit. Aber hier wird dir sicher jeder etwas anderes erzählen. Die nördlichen Gebiete ab Windhoek sind schön grün, die Tiere sind wohl genährt und kämpfen nicht um den letzten Zentimeter Wasser, es gibt Jungtiere und Pirschfahrten machen viel mehr Spaß, weil man sich wirklich freut, wenn man dann seltene Tiere sieht. In der Trockenzeit tummeln sich alle Tiere und Menschen rund um die Wasserlöcher. Ja man sieht dann wahrscheinlich alle Tiere an den bekannten Wasserlöchern, aber da stehen dann meist auch schon 10 Autos. Die Temperaturen sind Tagsüber und Nachts recht angenehm.

Wer nicht in Caprivi fährt muss sich auch keine Sorgen um Malaria machen. Mückenschutzspray würde ich aber trotzdem auftragen. Geregnet hat es bei uns eigentlich fast ausschließlich Nachts und wenn, dann nur kurz. Auf dem Weg zwischen Spitzkoppe und Etosha mussten wir einmal durch einen recht flachen Fluss fahren, weil es in den Bergen geschüttet hat, was aber der Hilux locker weggesteckt hat.
zuletzt bearbeitet 20. Mai 2021
Themenstarter6 Beiträge · seit 202120. Mai 2021 · #12
Wow, vielen Dank für deine mehr als ausführliche Nachricht! 🙂 Aber mensch, jetzt machst du mich wieder unsicher bzgl. Cape Cross 😄 Die Drohnenaufnahmen von der Kolonie sahen schon sehr beeindruckend aus 😕

Die Toshari-Lodge sieht auch toll aus, die habe ich mir direkt in meiner Excel-Liste vorgemerkt 🙂

Viele Grüße

Julian
16,9k Beiträge · seit 201220. Mai 2021 · #13
Julian1995 schrieb:. Cape Cross 😄 Die Drohnenaufnahmen von der Kolonie sahen schon sehr beeindruckend aus 😕
Falls Du vorhaben solltest dort irgendwo selbst mit der Drohne herumzufuchteln, um spektakuläre Tieraufnahmen zu machen => vergiss es. Drohnen sind in den Nationalparks schlichtweg verboten.

Der User Fischkopf hat eine Menge Dinge geschrieben, davon ist etliches schlichtweg nicht zutreffend...
Beispielsweise gibt es auf der Strecke zum Cape Cross keine Hand voll Schiffswracks. Es gibt auch keine 4 oder 3 Schiffswracks, sondern gerade mal eines: nämlich die Zeila.

LG
Logi
7'296 Beiträge · seit 200620. Mai 2021 · #14
Fischkopf schrieb:
08.03.: Sossusvlei usw. - Wir waren das erste mal in Namibia, hatten keinerlei 4x4 Erfahrung, haben vorher etwas Luft aus den Reifen gelassen und sind recht problemlos bis zum letzten Parkplatz gefahren. Wer das Momentum clever nutzt kann die Strecke auch als Anfänger durch "Tiefsand" fahren.

Wie "problemlos" das ist, hängt sehr von der Luftfeuchtigkeit und der Feuchtigkeit des Sandes ab. Nach starkem Küstennebel und früh morgens ist der Sand schön dicht. Da braucht man je nach Fahrzeug wohl nicht mal 4x4 einschalten (obwohl ich es machen würde). Wenn die Feuchtigkeit nach großer Hitze um 16 Uhr deutlich nachgelassen hat, wird es ungleich kniffliger und der Sand viel tiefer. Wir hatten uns damals auf dem Rückweg auch festgefahren. Wir waren allerdings mit einem 71er Land Rover mit 65 PS (da muss man schon aufpassen, dass einen Wanderdünen nicht überholen) unterwegs, der ab 80 km/h schon auf der Straße heiß lief. Hier lief er grenzwertig heiß und wir mussten mitten im Tiefsand den Motor abstellen, damit nicht die Zylinderkopfdichtung durchbrennt. Da wir nun sowieso warten mussten, bis der Motor wieder abkühlte, konnten wir die Zeit prima nutzen, um die Räder auszubuddeln und Sandbleche unterzulegen.

Und kleiner Tipp noch am Rande:
Nicht zu dicht hinter den Guides herfahren. Ich habe es nämlich auch schon gesehen, dass die offenbar absichtlich stehengeblieben sind, um gerade dann den Gästen etwas zu erklären, wenn gerade ein Auto im Gegenverkehr kam und der Hintermann nun ebenfalls stehenbleiben musste. Die sind aber mit breiten Reifen, abgelassenen Luftdruck und hohem Drehmoment (Unimog, Land Cruiser 4,2l) lässig wieder losgefahren, während die Touristen hintendran festgefahren waren.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter6 Beiträge · seit 202121. Mai 2021 · #15
Hallo Logi,

keine Sorge, ich wollte damit nur ausdrücken, dass ich aufgrund der Drohnenaufnahmen Cape Cross sehr beeindruckend fand, eine Drohne habe ich nicht und werde in nächster Zeit auch keine anschaffen 😄

@Wolfgang, vielen Dank für den Tipp. Ich könnte mir auch vorstellen, dass wir eher bis zum Parkplatz fahren, um danach den Shuttle zu nehmen. Sicher ist sicher 😄

Viele Grüße

Julian
7'296 Beiträge · seit 200621. Mai 2021 · #16
Julian1995 schrieb:Ich könnte mir auch vorstellen, dass wir eher bis zum Parkplatz fahren, um danach den Shuttle zu nehmen. Sicher ist sicher 😄

Es gibt auch noch die (von mir bevorzugte) Variante, die letzten Kilometer zu Fuß zu gehen. Ich habe das schon mehrfach gemacht und würde es wieder so machen.

Gruß
Wolfgang
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