Nachdem das Thema „Corona“ hier einige spürbar nervt, kommt hier mal ein kurzer Reisebericht über ein eher unübliches Reiseland.
Der Bericht stammt aus dem Archiv vergangener Zeiten, als noch kaum jemand wusste, wo dieses Land liegt, dessen Hauptstadt Paramaribo heißt und Cowboys noch auf Dinosauriern ritten. Touristisch hat das Land keine große Bedeutung – außer bei den Niederländern. Niederländisch ist bis heute auch die einzige Amtssprache in der ehemaligen Kolonie.
Wer zum ersten Mal "Sranantongo" liest, versucht zunächst meist instinktiv, die Buchstaben gedanklich in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen. Das ist jedoch unnötig, denn Sranantongo ist die Umgangssprache Surinams und die sinnvolle Reihenfolge von Buchstaben besitzt in dieser Sprache nur eine untergeordnete Bedeutung. Deshalb versteht man ja auch nix. Die Sprache ist eine Mischung aus Niederländisch, Portugiesisch, Englisch und diverser afrikanischer Sprachen, die zur Sklavenzeit den Weg nach Südamerika fanden und sich dort vermischt und verändert haben.
Ursprünglich sollte die Reise nach Ostafrika gehen, aber mein Reisepartner Thomas musste aus beruflichen Gründen seinen Urlaub verschieben und der neue Zeitraum fiel nun in die dortige Regenzeit. Als er mir das am Telefon erzählte, schlug ich als neues Ziel Surinam vor.
Thomas hatte vor meinem Vorschlag noch nie von Surinam gehört, weil er früher im Erdkundeunterricht angeblich immer zum Kreide holen geschickt wurde.
Seine Reaktion: „Surinam? Nie gehört. Wo liegt das denn, was gibt’s denn da?“.
Ich erzählte ihm in zahlreichen Sekunden ausschweifend (fast) alles, was ich von dem Land wusste. Thomas wollte schon immer mal in den Regenwald und war spontan begeistert von der Idee und ich war spontan begeistert von seiner spontanen Begeisterung. Nach einer kurzen Prüfung der Sicherheitslage auf der Website des Auswärtigen Amtes stand das Reiseziel nach nur fünf Minuten fest. Am nächsten Tag buchte ich die Flüge, einmal von München und einmal von Frankfurt. Andy, der Besitzer des Reisebüros in Trier, über das ich immer meine Flüge samt Fahrradtransport klären lasse, sagte damals am Telefon: "Ich habe das Reisebüro jetzt seit 25 Jahren. Dort wollte noch nie jemand hin." Das klang schon mal spannend.
Fortsetzung folgt …
Gruß
Wolfgang
Der Bericht stammt aus dem Archiv vergangener Zeiten, als noch kaum jemand wusste, wo dieses Land liegt, dessen Hauptstadt Paramaribo heißt und Cowboys noch auf Dinosauriern ritten. Touristisch hat das Land keine große Bedeutung – außer bei den Niederländern. Niederländisch ist bis heute auch die einzige Amtssprache in der ehemaligen Kolonie.
Wer zum ersten Mal "Sranantongo" liest, versucht zunächst meist instinktiv, die Buchstaben gedanklich in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen. Das ist jedoch unnötig, denn Sranantongo ist die Umgangssprache Surinams und die sinnvolle Reihenfolge von Buchstaben besitzt in dieser Sprache nur eine untergeordnete Bedeutung. Deshalb versteht man ja auch nix. Die Sprache ist eine Mischung aus Niederländisch, Portugiesisch, Englisch und diverser afrikanischer Sprachen, die zur Sklavenzeit den Weg nach Südamerika fanden und sich dort vermischt und verändert haben.
Ursprünglich sollte die Reise nach Ostafrika gehen, aber mein Reisepartner Thomas musste aus beruflichen Gründen seinen Urlaub verschieben und der neue Zeitraum fiel nun in die dortige Regenzeit. Als er mir das am Telefon erzählte, schlug ich als neues Ziel Surinam vor.
Thomas hatte vor meinem Vorschlag noch nie von Surinam gehört, weil er früher im Erdkundeunterricht angeblich immer zum Kreide holen geschickt wurde.
Seine Reaktion: „Surinam? Nie gehört. Wo liegt das denn, was gibt’s denn da?“.
Ich erzählte ihm in zahlreichen Sekunden ausschweifend (fast) alles, was ich von dem Land wusste. Thomas wollte schon immer mal in den Regenwald und war spontan begeistert von der Idee und ich war spontan begeistert von seiner spontanen Begeisterung. Nach einer kurzen Prüfung der Sicherheitslage auf der Website des Auswärtigen Amtes stand das Reiseziel nach nur fünf Minuten fest. Am nächsten Tag buchte ich die Flüge, einmal von München und einmal von Frankfurt. Andy, der Besitzer des Reisebüros in Trier, über das ich immer meine Flüge samt Fahrradtransport klären lasse, sagte damals am Telefon: "Ich habe das Reisebüro jetzt seit 25 Jahren. Dort wollte noch nie jemand hin." Das klang schon mal spannend.
Fortsetzung folgt …
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...