2009 September Südafrika Namaqua oder Blumen vom Chef
04.09.09 Flug mit BA nach Kapstadt 05.09.09 Paternoster Dunes 06.09.09 Naries Namaqua Retreat 07.09.09 Naries Namaqua Retreat 08.09.09 Naries Namaqua Retreat 09.09.09 Papkuilsfontein 10.09.09 Mt. Ceder 11.09.09 Mt. Ceder 12.09.09 Mt. Ceder 13.09.09 Auberge de la Dauphine 14.09.09 Auberge de la Dauphine 15.09.09 Auberge de la Dauphine 16.09.09 Cliff Lodge 17.09.09 Cliff Lodge 18.09.09 Cliff Lodge 19.09.09 Abflug mit BA nach Frankfurt 20.09.09 Ankunft Frankfurt
Karte von Garmin / Base Camp
Diese Reise war eine ganz besondere, denn wir arbeiten beide in der Finanzbranche. Die Finanzmarktkrise hielt auch uns in Atem und unsere Arbeit brachte uns an und teilweise über die Grenze unserer Belastbarkeit. Uns beherrschten, Gott sei Dank aus heutiger Sicht unbegründete, Existenzängste. Und so brachte uns eine unverhoffte Sonderzahlung als Basis die Möglichkeit, eine Reise ins Namaqualand zu unternehmen. Und so löse ich den Reisebericht-Titel ungewohnt schnell auf. Die Reisezeit war für die Blumenblüte nicht ganz optimal. Eine frühere Abreise war aber mit der Urlaubsplanung anderer nicht vereinbar. Und so hofften wir das Beste !
Es sollte eine sehr erholsame, beeindruckende Afrikareise werden, die wir gerne wiederholen würden !
Teil 207. März 2021
04. / 05.09 2021 Flug Frankfurt / London / Kapstadt mit BA – Paternoster Dunes (ungeplant) Teil 1
Schon vor Reisebeginn bekommen wir einen kleinen Schock. Als ich die Reiseunterlagen ausdrucken will (natürlich erst am Tag vor dem Abflug) merke ich, dass wir die Buchung im Oystercatchers Haven nicht finalisiert haben. Jetzt ist es wie fast alle in Paternoster fully booked. In allerletzter Minute bekommt Kerstin noch ein Zimmer im Paternoster Dunes, dass wiederum andere nicht finalisiert haben. Diese Aktion macht uns dann total urlaubsreif… Und so sind wir sehr froh, als wir in Frankfurt in den Flieger nach London einsteigen, der Umstieg in Heathrow klappt und wir nach einem normalen Langstreckenflug etwas müde aber happy aus der 747 aussteigen und wieder südafrikanischen Boden unter den Füßen haben.
Unser Hyundai Tucson gefällt uns ausgesprochen gut. Zuerst geht es erst einmal nach Blouwberg Strand, wo wir uns mit einem Coffee to Go erst einmal die Beine am Strand vertreten.
Wir sind echt müde und wechseln uns mit dem Fahren ab.
Der Vygevallei Farm Stall (müsste es gewesen sein) ist ein willkommener Stopp. Das Rührei mit Speck und eine Tasse Kaffe sind sehr willkommen und machen uns happy und wieder etwas fitter. Und wie so oft gesellt sich eine interessierte Katze zu uns 😉
Teil 307. März 2021
04. / 05.09 2009 Flug Frankfurt / London / Kapstadt mit BA – Paternoster Dunes (ungeplant) Teil 2
Da es noch früh am Tag ist, nehmen wir auf der Weiterfahrt mal eben den West Coast NP mit. Mit einem Schlag ist der lange Flug vergessen und wir sind voll im Explorer Modus.
Mein Gott ist das schön hier !
Überall blühen die Blumen und zwar genau die, die wir sonst in der Gärtnerei einkaufen.
Hier ist alles voll von Ihnen und zwar bis fast zum Strand.
Dort wird das Auto abgestellt. An den Klippen krachen die Wellen an die Felsen.
Ein beeindruckendes Schauspiel.
Dann fahren wir etwas weiter und werfen einen Blick auf die Langebaan Lagune.
Ziemlich euphorisiert und vollgestopft mit den ersten Eindrücken fahren wir an einer unbekannten Schlange vorbei aus dem Park und erreichen schließlich das Paternoster Dunes.
Der Empfang ist sehr herzlich und das B&B macht überhaupt nicht den Eindruck einer Notlösung. Das Zimmer ist super und das ganze Haus mondän und stilvoll eingerichtet.
Nach einem kleinen Nap zischen wir ein Bierchen
und fahren dann in die Noisy Oyster. Ein saucooles und relaxtes Restaurant mit hervorragendem Essen und ultranetter Bedienung.
Leider waren wir bis heute nicht mehr dort, weil sie immer gerade Ruhetag hatten, wenn wir in Paternoster waren. Total kaputt fallen wir ins Bett und sind gespannt auf die weiteren Erlebnisse. Der Körper ist müde, aber die Arbeit schon jetzt gaaanz weit weg !
Teil 409. März 2021
06.09 2009 Paternoster Dunes – Naries Namaqua
Nach dem Frühstück machen wir noch einige Bilder von unserer Unterkunft.
Hier hätten wir es auch länger aushalten können.
Ein kurzer Strandspaziergang zeigt uns, wie ausgesprochen schön Paternoster ist.
Schweren Herzens reißen wir uns los auf unsere Reise nach Norden. Die Fahrt durch weite Landschaft gefällt uns gut.
Der Verkehr ist nicht zu stark. Dann halten wir an ersten kleinen Blumenteppichen an. Der blaue Himmel und die knallgelben Blumen, toll !
In Naries Namaqua checken wir am schönen Haupthaus ein und fahren zu den etwas weiter weg liegenden Chalets. Und von dem sind wir ziemlich begeistert.
Es hat eine tolle Out of Africa Aussicht, ist wunderschön eingerichtet und auch noch in die Felsen integriert.
Ich kann mich noch richtig gut daran erinnern, wie begeistert wir waren.
Bei einem Bierchen saugen wir die Eindrücke der untergehenden Sonne auf.
Nebenan hoppelt noch ein Hase herum.
Genau so gefällt uns das. Zum Dinner fahren wir ins Haupthaus. Ich esse ein unglaublich gutes Lamm, der Bollerofen brennt neben uns.
Gespannt auf den nächsten Tag fahren wir durch die Dunkelheit zurück und gehen ins gemütliche Bett.
Teil 510. März 2021
07.09 2009 Naries Namaqua
Der heutige Tag sollte den Höhepunkt dieser Reise beginnen lassen. Die Blumenblüte im Namaqualand. Die ganze Planung war mit einer gewissen Ungewissheit verbunden. Regnet es ? Wie ist das Timing ? Scheint die Sonne, damit die Blumen „Ihren Laden nicht dicht machen?“ Als wir morgens die Tür zum Paradies öffnen, scheinen die Voraussetzungen gut zu sein. Blauer Himmel, ziemlich kalt und dieser Ausblick !
Wir fahren um Frühstück und beobachten vorher diesen Webervogel.
Die Lodge ist wirklich wunderschön.
Nach dem Frühstück geht es in Richtung Nababeep.
Die Gegend ist von Bergbau geprägt.
Touristen sehen wir gar keine. Dafür aber Blütenteppiche, für die wir gerade noch rechtzeitig kommen.
Hier ist es echt urig !
Teil 610. März 2021
07.09 2009 Naries Namaqua
Dann erreichen wir Goegap.
Schon die Zufahrt ist vielversprechend.
Um die Rezeption herum blüht es schon sehr vielversprechend. Eine Schildi krabbelt herum
und die Webervögel bauen zwitschern ihr Nest.
Auch hier ist sehr wenig los.
Wir folgen der Pad und erreichen eine Fläche mit großen Flächen Lila blühender Blumen.
Dazu die offene, leicht hügelige Landschaft.
Die Begeisterung beginnt uns zu übermannen.
Um einen Telegrafenmast herum sind die Blumen besonders prächtig.
Die Landschaft erinnert uns ein wenig an Namibia.
Unglaublich zufrieden und dankbar verabschieden wir uns von diesem Stück Erde und kehren zurück nach Naries Namaqua.
Teil 710. März 2021
07.09 2009 Naries Namaqua
Um unsere Hütte herum entdecken wir immer neue, total faszinierende Pflanzen.
Wir sind keine Kenner, aber die meist klitzekleinen Kunstwerke begeistern uns sehr.
Bis uns fast die Finger abfrieren laufen wir wild fotografierend durch die Gegend.
Immer wieder ertönt ein Aaaah und Oooh.
Auf einer folgenden kleinen Wanderung sehen wir (ohne es zu wissen) unseren ersten Malachite Sundbird .
Auf den Bildern kann man es nicht erahnen.
Es ist wirklich kalt !
Und so beschließen wir die kleine Wanderung über das Lodgelände
und machen es uns noch etwas auf der Terrasse gemütlich. Zur Abrundung des wirklich perfekten Tages bildet sich noch ein herrlicher Regenbogen
und die Sonne geht stimmungsvoll unter !
Dieser Tag ist einer der schönsten unseres Lebens und noch heute sind die Erinnerungen sehr präsent. Auch das Dinner ist wieder lecker.
In der Nacht regnet es stark und das Dach ist etwas undicht. Am Bettende postieren wir einen Papierkorb, in den es immer wieder reintropft. Letztendlich kein Problem.
Teil 811. März 2021
07.09 2009 Naries Namaqua nach Papkuilsfontein – Namaqua NP Skilpad
Leider ist die schöne Zeit in Naries Namaqua schon wieder vorbei. Der Himmel ist wieder stahlblau.
Beim Frühstück treffen wir einen Mann mit Schweizer Dialekt. Irgendwie kommt er uns bekannt vor. Ich spreche ihn an. Er hat eine Lodge in Stellenbosch sagt er. Yes ! Der Inhaber der Papyrus Lodge, wo wir 2006 waren. Wir unterhalten uns ein wenig. Wir sollten unbedingt im Namaqua NP in Skilpad vorbeischauen. Habe ich schon einmal gehört, aber eigentlich wollten wir direkt nach Papkuilsfontein fahren. Das hatte ich im Internet gefunden und es gefiel mir sofort. Das Gespräch sollte ziemlich wichtig werden. Wir verabschieden uns, checken aus uns fahren los. Es ist ein wenig herumgekurke, bis wir in den Namaqua NP hereinfahren.
Dann fahren wir über eine Kuppe und es verschlägt uns fast den Atem !
Eine unglaublich grell orangen leuchtendes Blütenmeer liegt vor uns.
Ich werde sofort sentimental.
Wir steigen aus und entdecken aus der Nähe die Vielfalt der Blumen.
Die Kapmargeriten sind nicht mehr alle ganz voll im Saft. Aber es ist einfach unglaublich beeindruckend !
Die alte Digitalkamera kommt mit diesen Farbkontrasten nur bedingt zurecht.
Ich schreibe wild SMS. Die Menschen, die außer uns an der kreisrunden Pad um das Blumenmeer herum stehen, sind auch alle von den Socken !
Nach knapp zwei Stunden eisen wir uns los. Mal schauen, wie Papkuilsfontein ist. Viele Informationen haben wir nicht…..
Teil 913. März 2021
07.09 2009 Naries Namaqua nach Papkuilsfontein
Wir nehmen die N7 und fahren wieder nach Süden. Über Vanrhynsdorp geht es dann ins Landesinnere. Oben am Vanrhynspass halten wir kurz und genießen den Blick in die Weite.
Bei der Weiterfahrt nach Nieuwoudtville merken wir, dass wir auf so einer Art Hochplateu sind.
Weite Weideflächen und natürlich mit Blumen.
Und zwar viele Blumen. Im Prinzip bestehen alle Weiden aus riesigen Teppichen aus Millionen kleiner Blüten.
Nieuwoudtville selbst ist nichtssagend.
Wir durchqueren es und sind nun wieder auf weitem Farmland unterwegs.
Auch hier Blütenmeere.
Wir steigen kurz aus und schauen uns das staunend an.
Nach einiger Fahrt taucht das Schild von Papkuilsfontein auf. Die Farmerin empfängt uns sehr nett und befiehlt uns fast, hinter dem Haus nach einer bestimmten, ganz seltenen Wildblume zu schauen.
Ich glaube es war diese hier….
Oder diese ?
Unser Haus liegt etwas weiter entfernt auf dem Farmgelände.
Und es liegt natürlich in Mitten eines Blumenmeeres (Sorry Boris!).
Es gefällt uns total gut !
Innen ist es urig eingerichtet.
Zwei Sessel stehen an einem Kamin. Die Küche ist gut ausgestattet.
Schöne Sitztplätze mit Ausblick.
Wir erkunden die Gegend etwas zu Fuß !
Diese hohen gelben Blumen stehen überall !
Die haben wir vorher noch nie in unserem Leben gesehen !
Hier könnten wir es länger aushalten….
Wie oft habe ich diesen Satz schon geschrieben ?
Die Sonne farbt den HImmel ! Fast kitschig !
Dann liefert uns die Farmerin das Essen.
Unglaublich viel und gut ! Es gibt geschmortes Lamm und alles mögliche…….
Dann machen wir den Kamin an und trinken eine oder vielleicht auch zwei Flaschen Roten. Draußen ist es kalt und wir genießen unsere allererste Nacht zu zweit an einem Kamin.
Vollgestopft mit Eindrücken und sehr dankbar gehen wir ins Bett, in dem wir die Zusatzdecken gut gebrauchen können.
Teil 1013. März 2021
08.09 2009 Papkuilsfontein – Mount Ceder
Vorsichtig klettern wir aus unserem warmen Bett. Die Nacht war ganz schön kalt. Dank der vielen Decken hatten wir es aber gut. Nur der nächtliche Gang aufs Klo war eine kleine Herausforderung. Leider hatten wir Papkuilsfontein nur mit einer Nacht in diese Reise „hereingezwickt“. SO packen wir mal wieder schweren Herzens unsere sieben Sachen und fahren zum Frühstück. Der Himmel ist blau, aber es ist noch ziemlich kalt. Ein Farmers Frühstück wird bestellt, während draußen die Schafe (Kerstins Lieblingstiere) herumlaufen.
Das Frühstück ist hervorragend. Nach der Mahlzeit setzen wir uns mit einer Tasse Kaffee nach draußen in die Sonne. Ein Jacky leistet uns Gesellschaft.
Es ist einfach herrlich hier !
Beim Ausschecken fleht uns die Farmerin fast an noch schnell den Wasserfall in der Gorge anzuschauen. Eigentlich wollen wir so schnell wie möglich nach Mount Ceder. Letztendlich sagen wir „Ja“. Also ins Auto und wieder zurück an unserem Haus vorbei, die Pad weiterfahren in für uns bisher unbekanntes Gebiet. An einem kleinen See blühen überall Blumen.
Zusätzlich fallen uns einige knallbunte gelbe und rote Vögel auf.
Cool ! Das Blumenmeer ist überwältigend ! Dann erreichen wir den Zugang zur Gorge.
Oha ! Unsere Vorstellung von einem kleinen Bach wird ziemlich auf den Kopf gestellt !
Ein kapitaler Wasserfall fließt in eine große, felsige Gorge.
Das hatten wir nicht erwartet ! Bei uns würde sie dick im Reiseführer stehen.
Langsam fahren wir zurück. Was könnte man hier Wandern !
Noch ein Bild vom Haus, dann geht es auf die Pad in Richtung Botterkloof Pass.
Teil 1114. März 2021
08.09 2009 und 09.09.2009 Papkuilsfontein – Mount Ceder
Weiter geht es auf die Pad in Richtung Botterkloof Pass.
Hier ist es bis auf ganz wenige Farmen recht einsam und urig !
Also genau nach unserem Geschmack ! Plötzlich kommt uns ein Rotel Tours Bus entgegen.
Vermutlich über Clanwilliam fahren wir in die Cederberge herein.
Mount Ceder hatte uns das letzte Mal so gut gefallen, dass wir unbedingt zurückkehren wollten. Und wieder sollte es das Haus Puntje werden.
Korrektur Am Ankunftstag haben wir wohl nicht mehr viel gemacht ! Das Beschriebene fand am nächsten Tag nach dem Frühstück statt !
Auch hier hat es geregnet und Blumen blühen. Wir machen es uns zuerst gemütlich, laufen dann etwas herum
und fahren am späten Nachmittag auf den Pass, um noch eine kleine Wanderung zu unternehmen.
Auch hier wachsen etliche Blumen. Nicht so in der Masse wie in Papkuilsfontein, aber doch auch sehenswert.
An der Landschaft können wir uns nicht satt sehen.
Und mit ein wenig Glück hat man sogar Mobilunkempfang ! Die Ruhe und die Weite ist wundervoll, genau so wie wir es lieben !
Und so schmeckt das mitgebrachte Windhoek besonders gut !
Wir fahren zurück nach Mount Ceder, essen im Farmhaus Dinner und gehen nach einem Absacker ins Bett.
Teil 1216. März 2021
10.09.2006 ganzer Tag Mount Ceder
Wir lassen es heute äußerst gemütlich angehen und sitzen in den Adirondack Chairs lange unter einem kleinen Baum vor dem Haus.
Mir ist das so gut in Erinnerung geblieben, weil wir die Ruhe damals so genossen haben ! Irgendwann raffen wir uns dann doch auf und fahren zum Wasserfall Trail. Es handelt sich eher um einen kleinen, urigen Spaziergang. Auch hier blühen die Blumen.
Durch einiges Gebüsch führt ein kleiner Pad zu einem kleinen, aber sehenswerten Wasserfall.
Wir rasten kurz und kehren wieder zum Chalet zurück.
Hier habe ich tatsächlich nur diesen kleinen Flip fotografiert. Ansonsten haben wir einfach nur die Ruhe genossen.
Am Abend holen wir das bestellte Braiipaket ab. Es ist gigantisch und zu zweit eigentlich nicht zu bewältigen. Zum ersten Mal grillen wir hier mit Käse, Tomaten und Zwiebeln belegte Toastbrote . Und natürlich haufenweise Fleisch.
Direkt nach dem Essen kommt langsam, aber laut brüllend eine Pavianfamilie auf uns zu. Die Schreie hallen in den Bergen und wir bekommen echt Schiss. Also räumen wir zusammen und verbarrikadieren uns im Haus. Da wir sowieso müde sind, gehen wir bald ins Bett.
Teil 1317. März 2021
11.09.2021 Mount Ceder nach Franschhoek Auberge Dauphine
Nach dem Frühstück packen wir unsere sieben Sachen und es heißt Abschied nehmen von diesem herrlichen Fleck Erde. Die Strecke aus den Cedarbergen heraus in Richtung Ceres hat bei all dem Grün einen ganz besonderen Charakter.
Wir lieben diese sanft geschwungene Straße durch die wunderschöne Landschaft.
Auch der Weg ins offenere land ist traumhaft schön.
Dann erreichen wir das Farmland um Ceres,
fahren den Mitchell’s Pass hinunter.
Leider wird ab hier das Wetter schlechter. Der Himmel ist stahlgrau.
In Franschhoek beziehen wir ein superschönes Zimmer in der Auberge Dauphine.
Der Eigentümer ist sehr gut drauf und könnte locker die Hauptrolle in einem Mantel und Degen-Film spielen. Es hatte sich schon angedeutet. Kerstin bekommt eine satte Erkältung und legt sich erst einmal hin. Etwas später fahren wir eine Runde nach Franschhoek, bummeln etwas herum und besuchen das Kaffee Träumerei.
Zum Dinner gehen wir ins Reubens und haben einen super Abend ohne Bilder...
Teil 1418. März 2021
11.09.2021 Franschhoek Auberge Dauphine
Kerstin fühlt sich etwas besser. Wir schlafen aus, Frühstücken in Ruhe, bewundern noch einmal die schöne Lage der Lodge
und machen uns dann los zu einer Erkundungstour.
In diesem Urlaub sind wir das dritte Mal in Franschhoek. Es ist schon ein wenig touristisch (damals wirklich wenig, heute total), aber die Lage in Mitten der Berge ist einfach atemberaubend.
Auf den Feldern wird gearbeitet.
Unsere erste Station ist Boschendahl, das wir schon kennen.
Das kleine Museum ist ganz nett.
Dann fahren wir weiter in Richtung Simonstown. Khayelitsha ist wie immer etwas angsteinflößend.
Der Grund unserer Tour für mich auch ! Shopping !
In Simons Town schauen wir nach Jeep Klamotten und Kerstin kauft einen wunderschönen Mondstein-Ring, den sie auf dem anschließenden Besuch auf dem Weingut Groot Constantia mit Freude trägt.
Der kleine späte Lunch dort ist eine Spontanentscheidung.
Wir sitzen schön ruhig, trinken ein sehr leckeres Glas Wein und das Essen ist hervorragend.
Ein wenig verrückt, denn am frühen Abend haben wir bereits einen Tisch im Grande Provence reserviert. Also nix wie zurück nach Franschhoek, kurz umgezogen und kurz ausgeruht und dann voller Spannung zum zweiten Mal ins Grande Provence gefahren. Ob des ungewohnten Luxus sind wir etwas angespannt.
Das sollte sich erst im Laufe der Jahre ändern. Bin ich richtig angezogen ? Was denken die von uns Normalos ? Das haben wir inzwischen total abgelegt.
Und Grande Provence hat uns dabei geholfen. Nach einem Glas Sekt beginnen wir mit dem hervorragenden Mehrgang-Menü.
Die Location ist sowieso unser Ding,
der Kellner ein Juwel.
Am Ende gibt es noch einen gewärmten KWV (Wow!!!).
Zu 100% zufrieden gehen wir ins Bett! Inzwischen vollzieht sich in mir der Wandel vom 100% Namibia Fan zu einem immer größer werdenden Südafrika Fan.
Teil 1520. März 2021
11.09.202109 😕 Franschhoek Auberge Dauphine
Nach dem Frühstück laufen wir ein wenig auf dem schönen Gelände der Auberge Dauphin herum und machen endlich einmal ein Paar Fotos von der Lodge.
Ich verabschiede mich von den sehr netten Hunden und los geht es in Richtung des Weingutes L’Ormarins,
wo wir das Oldtimermuseum besuchen. Es ist sehr wenig los.
Wir sollen einen Moment warten, bis die Führung losgeht.
Wir wundern uns etwas, dass die beiden netten älteren Männer so hoffiert werden und fragen den Guide heimlich wer er ist. John Myers, der Konstrukteur des südafrikanischen Sportwagens, den wir später noch sehen werden. Aha !?!
Dann beginnt die Führung durch die ziemlich beeindruckende Ausstellung des Milliardärs Rupert.
Mr. Myers posiert vor dem von ihm konstruierten Auto. Ein rührender Moment ! PS: Ich habe gerade gelesen, dass Herr Myers im September 2020 im Alter von 97 Jahren gestorben ist 🙁
Besonders die Rennwagen alter Größen sind richtig interessant !
Sehr zufrieden fahren wir weiter zum Weingut Vrede en Lust, wo wir einfach etwas herumlaufen.
Gegen Mittag fahren wir zum La Petit Ferme, wo wir einen Tisch zum Lunch reserviert haben. Zum Dinner war leider nichts mehr frei.
Das Essen ist hervorragend und die Aussicht trotz des durchwachsenen Wetters phantastisch.
Den Rest des Tages ruhen wir uns etwas aus, bevor es schon wieder zum Dinner geht. Eigentlich stehen uns die vorher konsumierten hervorragenden Speisen bis ans Zäpfchen……
Das Bon Vivant soll es heute sein ! Die Speisekarte sieht nichtssagend aus. Das Restaurant selbst ist richtig schön.
Durch ein Fenster kann man in die Küche schauen.
Das Mehrgangmenü ist absolut phantastisch….. obwohl wir keinen Hunger haben !
Zufrieden fallen wir ins bequeme Bett !
Teil 1621. März 2021
12.09.202109 Franschhoek Auberge Dauphine nach Cliff Lodge De Kelders
Bei durchwachsenem Wetter heißt es Abschied von der schönen Auberge Dauphine nehmen !
Über weites Farmland erreichen wir unser erstes Zwischenziel Bredasdorp.
Hier schauen wir uns das beschauliche, aber sehr interessante Shipwreck Museum an.
Auch in dieser Gegend sind wohl im Laufe der Jahre dutzende Schiffe havariert. Das Museum ist nach unserem Geschmack wirklich sehenswert !
Weiter geht es zum Cape Agulhas.
Bei grauem Himmel lassen wir ein obligatorisches Bild von uns machen.
Haken dran und weiter geht es in Richtung Gansbaai und nach einem kurzen Fotostopp am Hafen weiter nach De Kelders.
Diesmal gönnen wir uns den North Room.
Schon damals kein Schnäppchen !
Dafür beschert uns die raue See ein Feeling wie auf einem Kreuzfahrtschiff. Die Lage der Cliff Lodge ist einfach perfekt !
Bei dramatischen Lichtverhältnissen vertreten wir uns auf dem schon bekannten Küstenpfad noch etwas die Beine.
Das Dinner haben wir auf Empfehlung im Kloks @ Home reserviert. Wie im Wohnzimmer sitzt man hier und das Essen ist klasse !
Zufrieden gehen wir ins Bett und schlafen mit dem Geräusch an die Felsen krachender Brecher ein !
Teil 1724. März 2021
12.09.2009 Cliff Lodge De Kelders Träärää 2009 🙂
Wir wachen auf und hören die Brecher an die Wellen krachen.
Es ist bewölkt, stürmisch aber ein wenig blauen Himmel hat es auch! Bei dem Wetter fallen die Waltouren von Gaansbaai ausgehend leider aus. Auch Wale haben wir in der rauhen See bisher keine entdecken können. Im letzten Jahr schwammen sie hier gemütlich am Ufer herum. Das beschriebe ich dann bald in meinem letzten, ausstehenden Reisebericht. Aber dieser Frühstücksblick mit Meeressound ist auch so phantastisch !
Aber es ist genau der richtige Zeitpunkt für einen genüsslichen Coastwalk.
Es ist einfach herrlich und einsam !
Beeindruckt stehen wir wieder auf einem der Felsen, auf dem heute die Stars von Sing meinen Song stehen.
Dies ist für uns ein ganz besonders schöner Platz !
Nach der Rückkehr trinken wir einen köstlichen Tee und genießen den Blick aufs Meer.
Am Nachmittag geht es dann noch einmal kurz los nach Hermanus, wo wir etwas Shopping machen und ein frohes Dinner zu uns nehmen.
Den Abend verbringen wir dann wieder auf unserem einmalig schönen Zimmer und einzigartigen Lichtstimmungen !
Wale waren bisher Fehlanzeige. Das sollte sich aber noch ändern !
Teil 1826. März 2021
13.09.2009 Cliff Lodge De Kelders
Nach dem Aufstehen wird klar, dass es heute leider wieder nichts mit der Waltour in Gaansbai wird ! Die stürmische See lässt das laut Gideon leider nicht zu. Morgen, an unserem Abreisetag könnte es vielleicht klappen. Und so fahren wir nach dem Frühstück los nach Hermanus.
Am Grotto Beach genießen wir die Sonne und den leeren Strand!
In Hermanus selbst
postieren wir uns in den Klippen und endlich sehen wir sie.
Mehrere Wale !
Sie sind irgendwie gut drauf und machen allerlei Kapriolen.
Wir sind ziemlich glücklich.
Besonders eindrucksvoll ist es, wenn die tonnenschweren Tiere aus dem Wasser schießen
und wie ein Reisebus wieder im Wasser einschlagen.
Nach ausgiebiger Beobachtung
wollen wir noch ein wenig das nahe Heemel en Aarde Valley erkunden.
Im La Vierge kehren wir ein.
Der Lunch ist gut, die Aussicht auf dem Männerklo phantastisch.
Etwas müde fahren wir zurück in die Cliff Lodge. Am späten Nachmittag entdecken wir endlich auch von hier aus Wale.
Es ist so etwas von faszinierend, wenn man vom Ufer aus die relativ nahe an den Klippen vorbeischwimmenden Wale beobachten kann und die Atemgeräusche hört.
Wir sind wirklich dankbar !
Am letzten Abend dieser wunderbaren Reise geht die Sonne noch einmal besonders dramatisch unter !
Ein unvergesslicher Moment !
Das letzte Dinner haben wir im nahen Grootbos gebucht, wo heute Sing meinen Song gedreht wird.
Das Essen ist sehr gut und mit etwas Wehmut schauen wir über die weite Walker Bay.
Ob unsere Bootstour morgen klappt ? Wir werden sehen….
Teil 1927. März 2021
18.09.2009 Heimreise Cliff Lodge De Kelders über Kapstadt und London nach Frankfurt Beim Frühstück teilt uns Gideon mit, dass wir tatsächlich mit dem Walboot fahren können. Unsere Sachen können wir gepackt in der Cliff Lodge lassen. Ziemlich happy fahren wir nach Gaansbaai, checken ein, bekommen die Sicherheitseinweisung und Ölzeug und laufen bei strahlend blauem Himmel zum uns schon aus vorherigen Urlauben bekanntem Boot Whale Whisperer.
Die kann heute nicht mit full Speed fahren, da die Wellen ganz schön hoch sind. Gott sei Dank hat Kerstin von Gideon Tabletten gegen Reisekrankheit bekommen. Sie sollten hervorragend helfen !
Wir fahren direkt nach Dyer Island, wo die Robben und die PInguine auf den Felsen liegen.
Hier kann man ganz gut erkennen, wie aufgewühlt die See ist.
Die Robben schießen kreuz und quer um unser Boot herum durch das tosende Meer.
Etwas weiter weg dümpeln die Shark Cage Diver Boote.
Das wäre jetzt nicht so unser Ding. Wie immer Geschmackssache !
Wenn ein Hai kommt, brüllen die Guides „down, down!!!“. Die Haie werden mit einer blutigen Fischsuppe angelockt.
Unser Boot fährt etwas näher an die Küste.
Und dort treffen wir sofort auf mehrere Wale.
Jedes mal wieder ein faszinierendes, friedliches Schauspiel.
Wir kommen ihnen sehr nah!
Dann geht’s zurück in den Hafen. Eine Frau war die ganze Fahrt Seekrank und ist nicht mehr ansprechbar. Sie hat richtige Zitterkrämpfe, keinerlei Farbe mehr und sie tut uns sehr Leid. Wir fahren zurück zur Cliff Lodge, holen unsere Koffer und fahren weiter nach Bettys Bay,
wo wir uns noch einmal die Pinguin Kolonie anschauen.
Man kann sie einfach nur gerne haben.
Und so saugen wir die Bilder dieses letzten Reisehighlights auf, bevor wir weiter in Richtung Kapstadt fahren.
Die schöne Küstenstraße macht uns den Abschied nicht leicht.
Doch irgendwann sitzen wir dann doch im Flugzeug und sind in Gedanken noch in einem abwechslungsreichen Urlaub, der uns immer in toller Erinnerung bleiben wird.