Zeitraum für Namibia/Botswana mit Moremi/Chobe

11 Antworten · 2'330 Aufrufe · gestartet 24. Feb. 2021 von wve_de
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Themenstarter12 Beiträge · seit 201724. Feb. 2021 · #1
Hallo Fomis,

ich oute mich mal als Neurentner, der in den nächsten Jahren noch 3 größere Touren machen möchte: Namibia/Botswana, Norwegen mit Lofoten, Westküste USA inkl. Hawaii. Von diesen Touren scheint mir die Reise nach Namibia/Botswana die körperlich anstrengendste zu sein und daher würde ich diese wohl zuerst und bald machen wollen.

Nun würde ich eure Erfahrung gerne nutzen um den für uns günstigsten Zeitraum herauszufinden. Zeitlich sind wir völlig ungebunden, als Rentner aber finanziell ein wenig limitiert so dass wir für diese Reise einen Zeitraum von 6-8 Wochen einplanen. Hauptziel der Reise ist die Gegend Moremi/Savuti/Chobe; für eine 4-wöchige Reise Windhoek-FishRiverCanyon-Etosha-Caprivi-VicFalls in 2018 hatten wir damals hier ganz viele Informationen gefunden.

Zurzeit lese ich geraden den tollen Reisebericht „8 Wochen entschleunigt in BOT, NAM & SA 10-11/2019“ von Stefanie&Dani, deren Reise in etwa zu unserer derzeit präferierten Jahreszeit stattgefunden hat, wobei wir wohl etwas früher fahren würden. Sofern es überhaupt noch freie Campsites gibt.

Ohne jetzt auf die Pandemie eingehen zu wollen, was wäre denn eurer Meinung nach der beste oder ein sehr guter Zeitraum für eine solche Reise? Mai, Juni und Juli werden ja wohl aufgrund des hohen Wasserstandes im Okavango-Delta ausfallen und ich vermute mal, dass die davorliegende Regenzeit auch nicht ideal ist. Oder sehe ich das falsch?

Für die genauere Reiseplanung werde ich gerne später nochmals auf euch zurückkommen.

Ich freue mich über jede Meinung zu diesem Thema.

Viele Grüße, Willi
33,1k Beiträge · seit 200624. Feb. 2021 · #2
Hallo Willi,

wenn "Moremi/Savuti/Chobe" Schwerpunkt ist, dann die Trockenzeit mit Niedrigwasser, also ab August. Bedenkt aber auch, dass es ab Oktober/November extrem heiß werden kann. Wenn ihr Namibia, v. a. auch den Süden wollt, dann ist es im August dort v. a. nachts meist kalt bis sehr kalt.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
547 Beiträge · seit 201424. Feb. 2021 · #3
Hallo Willi

Ich bin die Stefanie vom von dir genannten Reisebericht 😉 . Vermutlich wäre für euch (Juli) August - September (Oktober) die ideale Reisezeit für eure Ziele. Im Oktober/November war es teilweise wirklich schon sehr heiss (wobei wir Hitze mögen und deshalb würden wir wieder zu dieser Zeit gehen 🙂 )... Da das auch die Hauptreisezeit ist solltet ihr sicherlich möglichst früh buchen... (Wobei ich nicht einschätzen kann, wie das aktuell aussieht.)

Für die Buchungen in Botswana kann ich euch Botswana Footprints sehr ans Herz legen. Die ca. 50 USD Buchungsgebühr für alle Buchungen war es allemal wert.

Wann würdet ihr denn Reisen wollen?

Liebe Grüsse
Stefanie
Aktueller Reisebericht: 8 Wochen Botswana, Namibia und KTP Reisebericht "Breakfast with Lions" - Kapstadt - KTP November 2018, Reisebericht Südafrika Nordosten 2017/18, Mehr Fotos auf unserer Facebook-Seite "We travel not to escape life, but for life not to escape us."
607 Beiträge · seit 201024. Feb. 2021 · #4
Hallo Willi,
wir machen dieses Jahr auch noch Ende Sept.-3.Dez. ähnliche Route. Start und Ende ist JNB. Chobe/Moremi 3 Wochen schon gebucht. Es soll aber sehr voll werden.
Wir waren in den Gebieten auch schon im April/Mai, haben da aber Moremi nur ein paar Tage besucht. Chobe/Savuti und Vicfalls waren im April/Mai sehr schön. Chobe/Savuti/Moremi ist im Okt. halt sehr trocken, also landschaftlich muss man das mögen. Hitze wurde schon genannt. Die ist im Okt/Nov. bei der ganzen Tour sehr hoch.
Ich finde jede Jahreszeit hat ihren Reiz.
Habt ihr Norwegen/Lofoten im Sommer geplant? Ist im Winter genauso anstrengend wie Afrika, aber wunderschön.
Viel Spaß beim Planen.
Grüße Wolfgang
2'191 Beiträge · seit 201624. Feb. 2021 · #5
Hallo Willi,

zu Deiner Reisezeit kann ich wenig beitragen. Wir waren zwar schon zu allen (zumindest in Namibia) und jede hat ihren Reiz.

Allerdings wundert mich, warum Namibia /Botswana am anstrengensten ist. Ich finde das ist am einfachsten. Man muss nicht viel wandern und laufen, sondern sitzt den ganzen Tag nur im Auto. Der Westen der USA mit Wanderung im Grand Canyon, Brye Canyon oder Zion sind doch weitaus anstrengender....

Allerdings kannst Du das südliche Afrika bereits dieses Jahr bereisen, was mit USA nicht gehen wird und Norwegen mal sehen.

LG

Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Themenstarter12 Beiträge · seit 201725. Feb. 2021 · #6
Guten Abend!

Erst einmal vielen Dank für die ersten Antworten, die ich folgendermaßen beantworten möchte:

@alle: wenn möglich würden wir wohl ab Ende August/Anfang September reisen wollen - abhängig von der Buchungslage. Dies wird prinzipiell ja von euch bestätigt.

2018 waren wir bereits einmal auf der Route WDH - Fish River - Sossusvlei - Swakopmund - Spitzkoppe - Etosha - Caprivi - VicFalls von Anfang Mai bis Anfang Juni im Camper unterwegs. Vom Fish River bis Aus haben wir uns den Hintern abgefroren, bis zur Spitzkoppe eine tolle Tour gehabt, im Etosha in 3 Tagen 1(!!!) Elefanten und auch sonst sehr wenige Tiere gesehen, einen tollen Caprivi erlebt und die Victoria Falls vor lauter Gischt nicht gesehen (einfach viel zu viel Wasser). Zwei Jahre zuvor fuhren wir in SA JHB - Krüger - Hluhluwe - Drakensberge - Battlefields - JHB mit tollen Sichtungen in allen Parks - vor allem deshalb weil Büsche und Bäume gerade begannen grün zu werden. Von daher beurteilen wir die erste Tour in Namibia als höchstens durchschnittlich, was ich gerne dieses Mal optimieren möchte.

@Stefanie: euer Reisebericht ist einfach nur der Hammer - ohne Wenn und Aber. Nett geschrieben und einfach nur tolle Bilder. Gratulation! Neben Moremi/Savuti/Chobe stand für uns auch die Nxai Pan und der Makgadikgadi auf dem Plan, CKGR wird jetzt wohl dazukommen. Anstatt KTP wird es uns aber wohl (nochmals) zum Erongo, Damaraland. vielleicht Kaokoveld und Etosha ziehen. Wir arbeiten mit einem kleinen bei uns in der Nähe gelegenen Reisebüro (Sandveld) zusammen der auch über Partner in den besuchten Länder bucht.

@Wolfgang: ist der Moremi im April/Mai befahrbar? Bisher bin ich davon ausgegangen, dass bis April Regenzeit ist und dann auch schon das Wasser aus Angola im Delta ankommt. Klar ist, dass wir am Ende der Trockenzeit fahren würden. Norwegen/Lofoten würden wir Ende Mai bis Anfang Juli machen, da wir die ganze Küste hochfahren wollen. Lappland im Winter steht unabhängig davon noch für 8-10 Tage auf der Agenda und wurde von mir daher als nicht so anstrengend definiert.

@Gabi: den Grand Canyon bin ich schon runter und rauf gewandert, genau wie Angel's Landing im Zion o.ä. Und da waren tolle und allertollste Wanderungen dabei. Für die geplante USA-Tour würden wir die Küste von Seattle bis LA fahren - mit diversen Abstechern - und in diesen Ecken würden wir nur Kurzwanderungen bis max. 3h einplanen. Tatsächlich finde ich es wesentlich anstrengender tagelang nur im Auto zu sitzen als ab und zu ein wenig die Hufe zu schwingen. Und eigentlich mache ich viel lieber Urlaub bei 25° als bei 35°. Aber das ist alles subjektiv. Und ich gehe aufgrund der amerikanischen Impfrate fest davon aus, dass die USA im Frühsommer die Grenzen wieder öffnen.
349 Beiträge · seit 201325. Feb. 2021 · #7
Sehr geehrter Willi,
generell sind Mai-Mitte Juni die einfachsten Zeiten für den Moremi Bereich. Man braucht dann kein Fahrzeug mit Schnorchel.
160 PS sollte das Fahrzeug allerdings ganzjährig schon haben. Je Allrad unerfahrener desto mehr PS ist hilfreich.
Zudem sind die meisten Bereiche seit über einem Jahr nicht mehr befahren, Wege zugewachsen und zweimal überschwemmt.
https://www.bwana.de/botswana/botswana-info/moremi/moremi-wasserstaende.html

In diesem Jahr ist der Moremi zur Zeit geschlossen, First Bridge und second Bridge unter Wasser, Fourth Bridge nicht erreichbar sowie der Bereich Khumago wegen der hervorragenden Regenfälle in Botswana selber. Im letzten Jahr war bis Ende April das Central Kalahari Game Reserve nicht befahrbar wegen guter lokaler Regenfälle.
Es verdunstet aber jeden Tag 3 cm Wasseroberfläche.

In Ojavango Einzugsgebiet Angola hat es bisher kaum geregnet, zudem wird dem Okavango seit einigen Jahren das Wasser durch Plantagen im Oberlauf mehr und mehr das Wasser abgegraben (während die Halbinformierten auf Probebohrungen um das Delta und im Kalaharisandbereich starren). Allerdings kann es dort noch bis Ende April gut regnen. Tut es das, kommt das Wasser Ende Juni im Moremi Bereich an, Schnorchel notwendig und dann Schwierigkeiten mit tiefen Wasserquerungen bis Mitte/Ende September.
Tut es das in diesem Jahr nicht, ist Mai-Juni gut möglich oder generell ab Oktober.

Die Buchungslage bis Ende September ist sehr schlecht. Die (ausgefallenen ) Buchungen des letzten Jahres wurden stumpf auf dieses Jahr verlegt, um Anzahlungen bei den botswanesichen Leistungsträgern zu retten, ohne dass echte Gästewünsche dahinterstehen.
Das heisst, nach Restzahltag ca. 6 Wochen vorher, werden 4 Wochen vor dem eigenen Reisetermin wieder viele Plätze buchbar sein. Die "Leistungs"träger brauchen ca. 2 Wochen, um die Plätze wieder freizustellen. Oktober war letztes Jahr noch nicht so gut gebucht, so dass es da noch freie Plätze gibt.

Die besten / einfachsten Zeiten für den Moremi-Chobe Bereich sind nicht die besten Zeiten für andere Nationalparks in Botswana. Viele praktische Informationen zu den Botswana Nationalparks finden Sie bei uns hier:
https://www.bwana.de/botswana/botswana-info.html

Zu Grenzübertritten hier noch eine aktuelle Information:
https://www.bwana.de/blog/botswana-grenzuebergang-in-den-zeiten-von-covid.html

Mit sonnigen Grüßen aus Omaruru
Carsten Möhle
http://www.bwana.de http://www.facebook.com/Namibia.Reisen http://www.paulgraetz.de
4'984 Beiträge · seit 201625. Feb. 2021 · #8
Es ist mir ein Anliegen hier etwas zu berichtigen:
Man braucht weder im Moremi, und auch sonst nirgendwo in Botswana, und egal zu welcher Jahreszeit,
ein Fahrzeug mit Schnorchel, sofern wir von einem Mietfahrzeug sprechen.
Der Grund: die mir bekannten Fahrzeugvermieter schließen Wasserdurchfahrten vertraglich in ihren Bedingungen aus;
manche gänzlich, manche erlauben sie bis zur angegeben Wattiefe.
Gruß Gina
zuletzt bearbeitet 25. Feb. 2021
7'267 Beiträge · seit 200625. Feb. 2021 · #9
GinaChris schrieb:
Der Grund: die mir bekannten Fahrzeugvermieter schließen Wasserdurchfahrten vertraglich in ihren Bedingungen aus;
manche gänzlich, manche erlauben sie bis zur angegeben Wattiefe.
Naja, es gibt durchaus Verleiher bei denen Du durch Wasser fahren darfst. Dann aber auf eigenes Risiko. D.h. die Versicherung würde einen allfälligen Schaden nicht übernehmen.

Als Inspiration haben wir mal ein Beispiel für eine Tour mit Caprivi, Chobe und Moremi zusammengestellt.

Herzliche Grüsse
Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
4'984 Beiträge · seit 201625. Feb. 2021 · #10
chrigu schrieb:
GinaChris schrieb:
Der Grund: die mir bekannten Fahrzeugvermieter schließen Wasserdurchfahrten vertraglich in ihren Bedingungen aus;
manche gänzlich, manche erlauben sie bis zur angegeben Wattiefe.
Naja, es gibt durchaus Verleiher bei denen Du durch Wasser fahren darfst. Dann aber auf eigenes Risiko. D.h. die Versicherung würde einen allfälligen Schaden nicht übernehmen.

Als Inspiration haben wir mal ein Beispiel für eine Tour mit Caprivi, Chobe und Moremi zusammengestellt.

Herzliche Grüsse
Chrigu
Auf eigenes Risiko darf ich meinen Mietwagen auch mit bunten Blumen bemalen 😉
Es ging ja wohl darum, dass etwaige Schäden bei Wasserdurchfahrten dann nicht gedeckt,
also versicherungstechnisch ausgeschlossen sind.
Und weil das wohl die meisten Mieter eben davon abhalten wird, ergibt sich daraus die Sinnlosigkeit eines Schnorchels.
Gruß Gina
7'267 Beiträge · seit 200625. Feb. 2021 · #11
GinaChris schrieb:
Es ging ja wohl darum, dass etwaige Schäden bei Wasserdurchfahrten dann nicht gedeckt, also versicherungstechnisch ausgeschlossen sind.
Wenn Du wüsstest wie viele Mieter das "Fahren auf eigenes Risiko" akzeptieren. Viele Selbstfahrer die in Botswana oder im Kaokoveld unterwegs sind, sind oft unversichert und gehen bewusst oder unbewusst das Risiko ein.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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zuletzt bearbeitet 25. Feb. 2021
607 Beiträge · seit 201025. Feb. 2021 · #12
Hallo Willi,
ja: wie schon geschrieben, waren wir im Mai 2009 im Moremi, aber eben nicht eine ganze Woche und nur im nördlichen Gebiet (Khwai Region). Ja es geht zum Fahren, wenn man mit 4x4 umgehen kann und man die Hinweise von Guides vor Ort annimmt.
Carsten (Bwana) hat es wie immer mit am Besten beschrieben, wie es ist und wie es sein könnte.
Ich kann dir nur empfehlen, die Seiten von Bwana genau zu studieren, sie sind sehr informativ. Und bei Buchungen ist man da auch gut aufgehoben. Wir haben Teile(Bots und Nam) unserer Tour ab Sept. dort gebucht. Auch hatten wir eine Buchung von 2020 auf 2021 verschoben. Alles ohne Probleme.
Grüße Wolfgang