topsy-turvyThemenstarter19 Beiträge · seit 202105. Jan. 2021 · #1
"Afrika verändert dich für immer, wie kein anderer Ort auf der Welt. Wenn du einmal da warst, wirst Du niemals wieder der selbe Mensch sein. Aber wie soll ich diese Magie jemandem beschreiben, der sie noch nie erlebt hat?" Brian Jackman
Es ist der 04. Januar 2021 und in 3 Tagen geht mein Flug nach Windhoek.....
Hallo Forum, das wird mein erster Beitrag hier und ich würde mir wünschen, das mein Beitrag dem ein oder anderen gefällt und neue Hinweise , Ideen oder Tipps vermitteln kann. Es wird kein Reisebericht im herkömmlichen Sinne, ich werde 3 Monate in Namibia bleiben, arbeiten, Erfahrungen machen und reisen! Ich freue mich auf Eure Tipps, Hinweise und Ratschläge - Euch und mir viel Spaß in den nächsten Wochen 🙂
Rückblick: anlässlich unserer Silberhochzeit im September 2019 waren mein Mann und ich 3 Wochen in Namibia - mein erstes Mal. Sofort habe ich mich in das Land und die Menschen verliebt. Das Fazit: Traumreise! #Namibiajederzeitwieder Manchmal spielt der Zufall einem zu und ich bekam kurze Zeit später das Angebot in den Vorruhestand zu gehen. Meine Pläne für 2020 waren schnell klar definiert: nichts tun, etwas für mich tun, reisen und ein Praktikum in Afrika. Schon bei meinen ersten beiden Urlauben in Südafrika fühlte ich mich "geerdet", aber in Namibia wusste ich instinktiv: hier bin ich angekommen. Und so reifte mein Plan dort Freiwilligenarbeit oder ein Praktikum zu leisten. Ich möchte etwas da lassen, etwas zurückgeben. Naja, und dann kam Corona. Alle Projekte , für die ich mich interessiert oder beworben hatte, wurden gestoppt. Mitte Oktober zeigte mir mein Mann eine Facebook Seite einer Schule in Otavi, man suchte Praktikanten für die Betreuung der Schüler. Ich bewarb mich sofort. Und habe keine Antwort bekommen, naja, ich bin ungeduldig, sehr ungeduldig und es dauerte gefühlt ewig. Dann Anfang November eine Mail: "liebe Katja, wir würden uns freuen, wenn Sie im nächsten Januar, Schulanfang 12.02. bei uns anfangen können"... Welcher Januar? 2021? das war mein erster Gedanke. Um es kurz zu machen, ich habe direkt zugesagt: 3 Monate Namibia. Ich! Alleine! Ohne meine Familie! "Wir reisen nicht nur an andere Orte, sondern vor allem reisen wir in andere Verfassungen der eigenen Seele."
Dienstag, 05. Januar - das reinste Chaos das gute Zuerst - mein Corona Test war für mich positiv - also negativ ! Aber der Tag begann nicht so gut: die erste Nachricht des Tages war eine Whats App von " meiner neuen Schule" :Namibia reagiert auf die steigenden Corona Zahlen und lässt die Schulen bis zum 26.01. geschlossen - kurzer Anfall von Panik. Was nun? Nach vielen, vielen Nachrichten, Abstimmungen und Nachfragen, war es entschieden: ich fliege trotzdem. Allerdings - danke Schicksal - fange ich nun erst eine Woche später an und habe somit (Trommelwirbel) meine erste Woche in Namibia frei. ❤
Etwas organisatorisches am Rande : Namibia ist seid Ende Dezember wieder zum Risikogebiet erklärt worden. Vor nicht notwendigen Reisen wird gewarnt, aber Reisen ist grundsätzlich möglich. Man braucht einige Unterlagen zum einreisen: negativer PCR Test, nicht älter als 72 Stunden. Man muss ein fest gebuchtes Reiseprogramm vorlegen sowie 2 Gesundheitsformulare, die auf der Internetportal des namibischen Tourismusverbandes zu finden sind. Nicht zu vergessen ist der Nachweis einer Reisekrankenversicherung, die die Behandlungskosten im Falle einer Covid Erkrankung abdeckt - und alles in englischer Sprache.
Jetzt hatte ich nur noch ein, klitzekleines, Problem - wie vermittle ich meinen Männern, das der Männerurlaub mit mit stattfinden muss??? Ja, meine Männer, d.h. mein Ehemann und unser ältester Sohn sind bereits in Namibia. Aus einer Schnapsidee geboren, haben Sie sich kurz vor Weihnachten entschlossen, das beide zwingend Urlaub brauchen und ich dringend jemand, der mich von Windhoek sicher nach Otavi bringt ? völlig untypisch für Beide, haben sie spontan beschlossen, am 02.01. nach Namibia zu fliegen und einen Vater-Sohn-Urlaub zu machen. Der Plan war ein Abstecher in den Namib Naukluft Park und Swakopmund, mit mir in den Etosha um mich danach nach Otavi bringen. Das Highlight Ihres Urlaubes sollten 5 Tage im Caprivi bilden, 2 Männer, im Zelt, Selbstversorgung, grillen .. aber, manchmal kommt es eben anders....sorry! Inzwischen wissen sie ,das sie den Jackpot gezogen haben und mich dabei dazu bekommen; Ich erspare mir hier jeden weiteren Kommentar.
Morgen muss ich packen - ja! ich habe noch immer nicht gepackt...aber in der ganzen Wohnung Stapel verteilt, die muss ich nur noch sortieren. Im Anhang 2 Fotos von meinem Mann aus der Kalahari von gestern, es regnet und es blüht alles - wunderschön! PS 1 ich krieg das mit dem Anhang /Fotos noch nicht hin.. ich liefere nach - versprochen PS2 falls das wirklich jemand bis hierhin gelesen hat - wenn ich einen Absatz geschrieben und veröffentlicht habe, wie schreibe ich die Fortsetzung? Ich meine, was muss ich anklicken? Antwort? Also so, das es chronologisch weiter geht, sowohl mit Text als auch mit Fotos?
Super Katja und Gratulation zu Deiner Entscheidung. Du wirst es nicht bereuen, auch wenn es den ein oder anderen Tag geben könnte, wo es nicht ganz rund läuft. Ich selbst war so zwischen zwei Jobs vor einigen Jahren Südafrika.
Liebe Grüsse Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200605. Jan. 2021 · #4
topsy-turvy schrieb:"Afrika verändert dich für immer, wie kein anderer Ort auf der Welt. Wenn du einmal da warst, wirst Du niemals wieder der selbe Mensch sein. Aber wie soll ich diese Magie jemandem beschreiben, der sie noch nie erlebt hat?" Brian Jackman
… oder auch:
"Alles was ich wollte, war, nach Afrika zurückzukommen. Wir hatten es noch nicht verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach.“ Ernest Hemingway
"Wer aus der Wüste zurückkommt, ist reicher, aber auch einsamer. Denn die Zahl derer, die einen verstehen können, ist kleiner geworden." Bruno Baumann (hat zu Fuß die Wüste Gobi durchquert)
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
topsy-turvyThemenstarter19 Beiträge · seit 202106. Jan. 2021 · #5
tolle Zitate Wolfgang, Danke - ich hoffe, ich darf die bei Bedarf einbauen?
PS 1 ich krieg das mit dem Anhang /Fotos noch nicht hin.. ich liefere nach - versprochen PS2 falls das wirklich jemand bis hierhin gelesen hat - wenn ich einen Absatz geschrieben und veröffentlicht habe, wie schreibe ich die Fortsetzung? Ich meine, was muss ich anklicken? Antwort? Also so, das es chronologisch weiter geht, sowohl mit Text als auch mit Fotos?
Zu PS 1 Auf „Datei hinzufügen“ klicken, das entsprechende Foto aussuchen, im Text die Stelle zum Einfügen suchen und darauf klicken - fertig Zu PS 2 Unter Deinem Beitrag sind links unten drei Kästchen - eines lautet „Thema beantworten“ - da klickst Du drauf und schwuppdiwupp öffnet sich die Möglichkeit, Deinen Bericht weiterzuführen - auf den ich im Übrigen seeeehr gespannt bin! Gute Reise Friederike
du brauchst dir nicht viele Gedanken zum Einbauen der Zitate zu machen.....Ernest ist schon seit längerem "tiefer gelegt" worden und wird wohl keine Copyright Ansprüche geltend machen können!
Danke für den "real time" Bericht; wir sind alle zur Zeit sehr ausgehungert. Bin gespannt auf Fortsetzung.
@BikeAfrica: Wolfgang, ein wunderbares Zitat von Hemingway.....man könnte eigentlich die gesammten Afrika betreffenden Werke des Meisters komplett zitieren.....müsste eigentlich Pflichtlektüre fürs Visum sein.....am Immigration Schalter vom Flughafen werden Kenntnisse überprüft!
Liebe Grüsse, busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
topsy-turvyThemenstarter19 Beiträge · seit 202117. Jan. 2021 · #9
Hallo Friederike, ich bekommen folgende Fehlermeldung und kann nichts neues posten - kannst Du mir evtl nochmal helfen ? Danke mit lieben Grüßen aus Otavi , Katja FEHLER Illegal mix of collations (utf8_general_ci,IMPLICIT) and (utf8mb4_general_ci,COERCIBLE) for operation '=
katja@sehnsuchtsreise
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200617. Jan. 2021 · #10
busko schrieb: du brauchst dir nicht viele Gedanken zum Einbauen der Zitate zu machen.....Ernest ist schon seit längerem "tiefer gelegt" worden und wird wohl keine Copyright Ansprüche geltend machen können!
Hier "um die Ecke" in Frankfurt und Offenbach gab es zwei Lokale mit dem Namen "Hemingway Lounge". Die mussten auf Betreiben der Nachfahren das "Hemingway" aus dem Namen entfernen. Auch die Fotos und die Deko im Inneren änderten sich in der Folge.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Blende18.21'165 Beiträge · seit 201717. Jan. 2021 · #11
topsy-turvy schrieb:Hallo Friederike, ich bekommen folgende Fehlermeldung und kann nichts neues posten - kannst Du mir evtl nochmal helfen ? Danke mit lieben Grüßen aus Otavi , Katja FEHLER Illegal mix of collations (utf8_general_ci,IMPLICIT) and (utf8mb4_general_ci,COERCIBLE) for operation '=
Hallo Katja,
das liest sich eher wie ein Verbindungsproblem und nicht eines der Forensoftware, andererseits kannst du ja das Thema beantworten, also klappt das zumindest.
Anstelle in deinem ersten Beitrag weiterzuschreiben, nutzt du einfach einen neuen Beitrag und schreibst dort deine Updates rein, ganz so als ob du antwortest. Wenn du dann, bevor du dein neues Update des Berichtes abschickst den Haken setzt bei "Dieser Beitrag ist Teil eines Reiseberichts", dann kann man später die Sonne im Beitrag anklicken (kommt dann automatisch) und dann werden alle Zwischenkommentare rausgenommen und man kann deinen gesamten Bericht an einem Stück lesen.
topsy-turvyThemenstarter19 Beiträge · seit 202119. Jan. 2021 · #12
Leaving on a jet Plane - oder die grausame Pflicht des Packens Der 6. Januar ist bei uns in Ba Wü ein Feiertag und ich habe mir fest vorgenommen, an diesem Tag alles fertig gepackt zu haben um am Abreistag nicht in Stress zu geraten. Im echten Leben bin ich wirklich gut organisiert. Ich habe schon vor Wochen die zur Reise fehlenden Dinge besorgt, mich endlich uum einen Führerschein in Kartenform, einen Auslandsführerschein und alle Versicherungen gekümmert. Ich habe meine Impfungen überprüft und war sogar beim Zahnarzt. Über die letzten Tage hinweg habe ich meine Sommer Kleidung wieder raus geholt und kleine Stapel zum Packen gerichtet. Gestern Vormittag super motiviert mit 2 großen Reisetaschen dann frisch ans Werk - Alexa - spiel leaving ob a jet Plane... Aber gute Laune kam nicht auf. Mein ursprünglicher Plan eine Tasche mit allem für mich, die andere mit in Namibia gern gesehen Spenden meiner Freund zu füllen ging nicht auf. Nach vielen Kompromissen bzgl diverser Hosen und Kleider ( alle sortiert nach passt noch und geht gar nicht) war der Koffer zu und wog 29 Kilo - ich kurz vorm ersten Nervenzusammenbruch - und noch viel zu früh für Alkohol (Bild1). Alles wieder raus und umgepackt, jetzt musste schon einiges in Tasche zwei. Wohin aber nun mit den ganzen Schulsachen, Fussballtrikots und Süßigkeiten? Irgendwann nach 20 Uhr , einige Tränen später , sowie der Erkenntnis das 3 Monate eine lange Zeit sind und ich trotzdem Nicht mein gesamtes Leben einpacken kann, waren alle Taschen, incl. Handgepäck gepackt und innerhalb des zulässiges Gewichtes.
Frankfurt, Flughafen 7. Januar 2021, mitten im Corona Lock down: Dank meiner lieben Freundin D. bin ich pünktlich und entspannt am Flughafen - dort ist es menschenleer. Ich muss nirgends anstehen, alle Mitarbeiter bei den einzelnen Stationen wie Zoll und Gepäckkontrolle sind nett und freundlich. Am Gate dann die Überraschung - Menschenmassen ... damit hatte ich nicht gerechnet. Vom Gefühl her würde ich sagen, die „Eco“ ist sicher zu 70% gebucht. Aber trotz Corona hat ein kleiner Imbiss geöffnet und ich gönne mir einen kleinen Pro Secco,, leider gibt es nur Becher in einer Größe - ob mir das was ausmacht? Nee! (Bild2). - Ich hatte das Glück und zu einem wirklich günstigen Tarif einen Sitz in der Premium Eco Class gebucht - Lufthansa, Operatated by Brussels, codeshare mit Eurowings... oder so. „Hanseaten“ unter euch, bitte ich hier um Verzeihung, ich sehe meine Tochter schon die Augen rollen. Der Platz neben mir war frei, die Eurowings Crew aus Düsseldorf sehr nett und aufmerksam , kurz gesagt, ich hatte einen ruhigen angenehmen Flug und die 10 Stunden gingen schnell um. Ich durfte mit meinem normalen Mundschutz aus Stoff fliegen, mein Mann musste auf dem gleichen Flug 5 Tage zuvor, einen medizinischen Mundschutz tragen.
Einreise: Organisatorische Info: stand Januar 2021 braucht man zur Einreise in Namibia. .. hab ich weiter oben schon geschrieben. Bei der Einreise muss man an 3 Stellen den Corona Test vorzeigen und später die beiden Seiten von der Namibia Homepage, den Rest hat niemanden interessiert. Fieber gemessen wurde auch nicht, weder in Frankfurt noch in Windhoek.
katja@sehnsuchtsreise
topsy-turvyThemenstarter19 Beiträge · seit 202119. Jan. 2021 · #13
Endlich in Namibia, 08. Januar 2021 Einreise Prozedur , Namibianische Dollar mit Girocard noch im Flughafengebäude am Automaten gezogen, eine SIM mit dazugehörigen Wochenvouchers bei MTC ( ebenfalls direkt am Flughafen) geholt (ich hatte mich wegen der Dauer von 3 Monaten dafür entschieden, ein zweites Handy mitzunehmen und mir hier eine zweite Nummer zuzulegen.) Und schon kamen meine Männer um mich abzuholen- die beiden hatten die Nacht zuvor auf der „Düsternbrook Gäste Farm“ https://www.duesternbrook.net/de/ übernachtet und aufgrund der starken Regenfälle in den letzten Tagen länger zum Flughafen gebraucht, ein Fluss war übergetreten und der musste umfahren werden. Düsternbrook empfehlen meine Männer für eine erste oder letzte Übernachtung in Namibia. „ Erstes Abenteuer Afrika“ haben sie es genannt. Die Lodge ist sehr heimelig und man wird nett und aufmerksam betreut. Die Unterkünfte sind einfach und sauber, das Essen sehr gut und den Preis wert. Wer keinen Luxus sucht fühlt sich hier wohl. Als kleines Bonbon hat man hier die Möglichkeit bei einer privaten Führung, die auf der eigenen Ranch gehaltenen Geparden und Leoparden aus der Nähe zu betrachten.
Unser erstes gemeinsames Ziel: Etosha Park. Es ist das letzte Ferienwochenende der Sommerferien in Namibia und Südafrika und viele Lodges sind dementsprechend gut gebucht oder noch immer wegen Corona geschlossen. Es war gar nicht so einfach kurzfristig und in einem für uns angemessenen Rahmen ein Zimmer für 3 Erwachsene zu finden.
Gebucht haben wir schließlich die „ Etosha Safari Lodge“ von Gondwana. Sie liegt nur wenige Kilometer vorm Eingangstor zum Park und das war uns wichtig, wenn man nicht im Park übernachten möchte. Eine kurze Notiz zur Lodge: jede Unterkunft der Gondwana Kette in der wir bereits persönlich waren, ist empfehlenswert. Überall ist der Gast im Mittelpunkt, die Zimmer geräumig und sauber, die Betten sehr gut. Oft fallen sie auch mit Ihrer besonderen Lage auf, hier hoch über dem Mopane Wäldern, nur 10 km vorm Anderson Gate, einem der Eintrittstore in den Etosha National Park. Diese Lodge ist allerdings sehr groß, so das wir uns alle sicher waren, uns in der Hauptreisezeit hier nicht wohlzufühlen. Die drei Tage die wir hier verbracht haben, waren außer uns nur wenige der 65 Bungalows gebucht - es war herrlich. Foto 1 . Kurze Info zum Corona Ablauf: beim Betreten des Haupthauses wird desinfiziert und Fieber gemessen. Im Haupthaus ist Maskenpflicht; das Essen wird als Buffet angeboten. Am Tisch ist keine Maskenpflicht.
Unsere Fahrstrecke haben wir mit Google Maps geplant ( ich höre euch erfahrenen Leser hier schon lachen): Windhoek- Okajandija - Otjiwarongo - Outjo- Anderson Gate/ Etosha , reine Fahrzeit 4, 5 Std, 452 km. Schön wärs gewesen 😉 wir haben knapp über 6 Stunden gebraucht, mit einer Shopping Pause im, gut sortierten, Spar in Otjiwarongo. Ich habe Namibia auf dieser Strecke ganz anders wahr genommen, viel grün, überall große Pfützen und kleine Tümpel. Kurz vor Outjo dann Regen, sintflutartig, alle Autos mit Warnblinker, Sicht teilweise null. Foto 2,3 Es ist eine besondere Regenzeit in Namibia, es regnet täglich und sehr viel, aber das werden wir bald ganz bewusst merken.
katja@sehnsuchtsreise
Enilorac65768 Beiträge · seit 201719. Jan. 2021 · #14
Hallo Katja, das tönt ja mega spannend. Da möchte ich gerne dabei sein und wünsche dir eine gute und spannende Zeit in Namibia!
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
Hallo Katja, auch ich finde interessant und spannend was Du hier schreibst 🙂
Bitte berichte bald weiter!
meine HP: www.wolfgangsphotos.de
leave nothing but footprints, take nothing but memories
topsy-turvyThemenstarter19 Beiträge · seit 202120. Jan. 2021 · #16
Etosha Park, 9.-11. Januar 2021 oder: Das Ende des Fluchs
Was man wissen muss- dies ist nicht unsere erste Fotosafari in einem südafrikanischen Nationalpark. Wir waren bereits mehrfach im Krüger Park und ebenfalls in Etosha. Wir haben faszinierende und einzigartige Begegnungen gehabt und einige ganz besondere Fotos machen können. Was mein Mann und ich nicht, niemals, finden sind Raubkatzen. Wir finden große Elefantengruppen, mehrmals am Tag Nashörner, seltene Tiere wie den Honigdachs, aber keine Katzen. 😠 Unsere ganze Hoffnung lag nun auf unserem Sohn, er musste den Fluch brechen Wecker also auf 5.30 Uhr, ein kleines Frühstück und mit dem Sonnen Aufgang in den Park . Aktuelle Parköffnungszeiten: 6.20 Uhr - 19.40 Uhr.
Direkt hinter dem Anderson Gate sind wir rechts in eine Pad eingefahren und nach 5 Minuten: „oh, ein Löwe“ - Vollbremsung! Da lag er, direkt am Weg, rekelte sich und machte sich bereit fürs Shooting Foto- der Fluch war endlich gebrochen. 😘
Zusammenfassung: wir sind an den kommenden 3 Tagen sehr, sehr viele Kilometer durch den Park gefahren, generell gilt immer noch das alte Sprichwort: „zwischen 10 und 3 hat der Fotograf frei“. Etosha war für uns nicht wieder zu erkennen. Wo es möglich ist, ist es grün. Blumenteppiche überall. In den riesigen Pfützen liegen Ochsenfrösche und Schildkröten. Auch die Tierwelt war für uns eine ganz Andere. Keine Elefanten, keinen einzigen bei so vielen Kilometern. Insgesamt nur sehr wenige andere Autos. Der Park erschien uns alles in allem sehr leer, die Tankstellen sind alle besetzt, aber kaum Verpflegung in den einzelnen Camps, alles sehr reduziert. Die Straßen sind mit einem erhöhten Auto alle befahrbar, einige sehr tiefe Pfützen gibt es aber durchaus. Am ersten Tag sind wir, ganz grob, Okaukuejo - Halali- Etosha Lookout-Okaukuejo abgefahren.
katja@sehnsuchtsreise
topsy-turvyThemenstarter19 Beiträge · seit 202120. Jan. 2021 · #17
2. Tagesetappe: Okaukuejo - Obondeka - Leubron - Gemsbokvlakte- Rhino Drive- Okaukuejo. Löwen, täglich - an beiden Tagen hatten wir das Glück ein Löwenpaar aus nächster Nähe beobachten zu dürfen: am Abend war ein Paar ca 3 km vor Okaukuejo aus Richtung Pans Edge unterwegs. Ein anderes Paar fanden wir morgens kurz vor 7 Uhr vom Anderson Gate kommend, ebenfalls ca 3 km vor Okaukuejo.
Mein ganz persönliches Highlight war diese schlafende Hyäne, unter einem Baum auf dem Weg zu Homob. Wir konnten sie über eine viertel Stunde beim Schlafen beobachten, sie ließ sich überhaupt nicht stören und lag glücklich und satt auf 2 großen, abgenagten Knochen. Hier noch ein paar Schnappschüsse:
katja@sehnsuchtsreise
topsy-turvyThemenstarter19 Beiträge · seit 202120. Jan. 2021 · #18
Namutoni- Rundu Auf dem Weg in den Caprivi Streifen
Wir waren wieder pünktlich um 6.30 Uhr im Park, wo wir noch den Vormittag verbringen wollten, um uns am Mittag auf den Weg nach Rundu zu machen. Ausnahmsweise regnete es mal nicht und wir kamen zügig voran, um ab Halali mehr Zeit zu haben, hier waren wir die beiden vorangegangen Tage noch nicht. Landschaftlich eine sehr schöne Strecke, aber keine besonderen Tiersichtungen. Alle Wasserlöcher waren, wie in den vorangegangenen Tagen, vereinsamt. Kurz vor Namutoni wird alles tief grün und wir sahen eine wunderbare Herde, gemischt aus verschiedenen Antilopen, Zebras und Giraffen. Bei Klein Okavi haben wir unseren ersten Waran entdeckt. Um 12 Uhr waren wir unterwegs nach Rundu, laut Google Maps ca. 4 Stunden. - Ha! Nicht nur der heftige Regen hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht, wir waren gefühlt endlos unterwegs. Die Straßen sind aber, trotz des vielen Regens in letzter Zeit, gut befahrbar. Die Zeitverschiebung in Rundu war uns ebenfalls nicht bekannt und so lief der Abend dann anders als geplant. Gerne hätten wir noch eine Rundfahrt auf dem Okavango mit dem Boot mitgemacht, aber die waren schon unterwegs, als wir endlich ankamen. 2 große, kühle Bier und ein sehr leckeres Abendessen haben uns dann doch noch entschädigt. Weil wir 3 Erwachsene waren haben wir in der „Hakusembe River Lodge“ ein ganzes Ferienhaus für uns bekommen, herrlich, in direkter Flusslage. Das hat uns allen gut getan, ein Schlafzimmer für jeden, endlich tiefer Schlaf, ohne Schnarchgeräusche vom Nachbarn (also von mir).
Heute bin ich das erste Mal „auf der falschen Seite gefahren“ - mit meinem Mann als „Fahrlehrer“ neben mir, habe ich das super gemeistert. Ohkeee, der ein oder andere Gang war nicht perfekt eingelegt und ziemlich häufig lief auch plötzlich der Scheibenwischer, aber egal, ich war mächtig stolz!
katja@sehnsuchtsreise
topsy-turvyThemenstarter19 Beiträge · seit 202121. Jan. 2021 · #19
Caprivi 12.-15.01.2021 In Rundu waren wir noch Verpflegung für die nächsten Tage einkaufen, wir wollen uns überwiegend selbst versorgen. Es dauert bis wir uns entscheiden wo wir einkaufen, anschliessend was wir einkaufen. Ab Rundu verändert sich die Landschaft kaum mehr, die Strasse geht schnurgerade aus, weiter und immer weiter. Wann sind wir endlich da? Wie lange noch? Ich vertreibe mir die Zeit mit Fotos „People on Streets“. Bei Divundu überqueren wir den Kavango und kommen direkt in den „Bwabwata National Park“. Direkt am Straßenrand schläft ein Leopard, bis wir umgedreht haben, läuft er in die Büsche, kein Foto, aber ein wunderschöner Anblick. Viele Kilometer weiter, ich kann es nicht mehr schätzen, ein Elefant, gute 50 Meter entfernt, in den Büschen. Wir drehen, stoppen und beobachten ihn - endlich, wo ein Elefant ist sind hoffentlich auch mehrere und fahren voller Erwartung auf die nächsten Tage weiter.
Endlich kommen wir in Kongola an, schnell noch nachtanken und die letzten Kilometer fahren.- Schnell noch? Nach einigem Wundern und Nachfragen wissen wir Bescheid. Es ist Schichtwechsel und die nächste viertel Stunde passiert einfach mal gar nichts. Immerhin werden wir als Erstes bedient und der der Tankwart tankt und tankt ... der Stutzen ist voll, nee, da geht noch was.. und noch mehr und noch mehr. Wir stoppen ihn dann doch lieber mal.
Nach wenigen Minuten auf der C49 erreichen wir die „Namushasha River Lodge“. Wir haben dort die nächsten 3 Nächte ein Zelt reserviert. Es ist groß, sauber, die Lage ist wunderschön. Der Vorplatz ist mit allem ausgestattet, was man zum Grillen und kleinen Kochen braucht. Meine Männer sind glücklich. Leider ist unsere 5 Liter Flasche Wasser im Kofferraum ausgelaufen und die Kohle nass. Also schnell an der Rezeption eine Fuhre Feuerholz gekauft und los gehts.... nix geht... Trotz vieler, wirklich kreativer und zum Teil auch sehr merkwürdiger Methoden, wie das Feuerholz auf dem Gasherd entzünden, bekommen wir lange kein Feuer im Grill. Die viele Mühe wird in diesem Fall belohnt und nach einem hervorragenden Essen, schlafen wir bald, umgeben von den Geräuschen der Natur, ein.
katja@sehnsuchtsreise
Dillinger796 Beiträge · seit 201521. Jan. 2021 · #20
Hallo Katja,
danke für deinen Bericht. Über die Idee, das Holz auf dem Gaskochen anzuzünden, musste ich schmunzeln. 😄 Habe ich in der Form noch nie gesehen und wäre sicher auch nicht auf diese Idee gekommen.