Wegen anhaltender Dürre....! in der Zeitung New Era.
es ist vor allem dem Mensch-Wildtier-Konflikt geschuldet. Die Dürre hat da nix mit zu tun, ist aber wie bei "Stille Post" irgendwie dann in den Medien darein gerutscht. Das nur zum Hintergrund.
Viele Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Trotz einer entsprechenden Bitte seitens der Medien lag bis Redaktionsschluss keine Erklärung des Umweltministeriums vor, nachdem gestern allgemein bekannt wurde, dass Namibia 170 Elefanten versteigern will, die angeblich Menschen bedrohen. Die Lokalmedien sowie Interessenträger machen dem Umweltministerium schwere Vorwürfe....
Umweltministerium treibt Elefantenverkauf trotz Kritik voran: Die Ausschreibung des Umweltministeriums für den Verkauf von 170 Elefanten, einschließlich sogenannter wüstenangepasster Tiere, ist abgeschlossen. Indessen stößt der geplante Verkauf der Dickhäuter besonders international auf große Kritik....
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MAMammal154 Beiträge · seit 202002. Feb. 2021 · #7
Es ist nicht haltbar, wenn einige Naturschützer angesichts des Verkaufs von 170 Elefanten nun die Ausrottung von Elefanten in Namibia an die Wand malen. In einigen Regionen kann der Verkauf weniger Tiere allerdings durchaus den Bestand der lokalen Population bedrohen, z.B. bei den versprengten kleinen Populationen der sogenannten Wüstenelefanten in der Kunene-Region.
Namibia ist argumentativ in einer schwachen Position, weil sie immer herausstellen, dass die Elefantenpopulation angeblich so stark gewachsen ist, dafür aber kein belastbaren Quellen als Beleg vorlegen. Gern wird als vermeintliche externe Bestätigung auf die Cites-Zahlen verwiesen, nur hat diese die namibische Regierung selbst an Cites gemeldet und da auch keine unabhängigen Quellen vorgelegt. Man referenziert sich also selbst, was null argumentativen Wert hat.
Noch argwöhnischer macht, das Namibia das Angebot hatte, eine aufwändige, hochwertige Elefanten-Zählung aus der Luft durchführen zu lassen (Great Elephant Census). Und zwar komplett kostenfrei weil finanziert durch Microsoft-Milliardär Paul Allen. Als einziges afrikanisches Land mit größerer Elefantenpopulation hat Namibia das abgelehnt. Wer absichtlich so intransparent ist, kann jedenfalls für sich nicht große Erfolge und ein angebliches Wachstum der Elefantenpopulation reklamieren. Ein Anstieg an Human-Wildlife-Conflicts allein ist auch kein ausreichendes Indiz für eine steigende Elefantenpopulation, weil für Human-Wildlife-Conflicts braucht es natürlich Humans und Wildlife. Seit dem Jahr 2000 ist beispielsweise auch die namibische Bevölkerung um 40-55% gewachsen - also die eine Hälfte, die man für Human-wildlife-Conflicts braucht.
In der aktuellen Stellungnahme geht Namibia nun auch (erstmals?) darauf ein, warum sie ihre Elefanten nicht unabhängig zählen lassen wollten. Der Great elephant census sei "driven by emotion and not by science" gewesen. Das ist schlicht absurd. Der Great Elephant Census wurde nach höchsten wissenschaftlichen Maßstäben durchgeführt und die Studie ist Peer reviewed. Das garantiert nicht, dass alles in der Studie stimmt, aber es ist ein zigfach höherer wissenschaftlicher Standard, als alles was Namibia bislang zu dem Thema vorlegt hat. Insofern ist der Vorwurf fehlender Wissenschaftlichkeit absurd.
Der Ton in der Pressemitteilung Namibias ist der Übliche: Kritiker werden als "selbsternannte Umweltschützer" abgekanzelt. Alles ist "rubbish" und "nonsense". Niemand außer dem MET weiß, wie Umweltschutz geht und Korruption gibt es in der SWAPO sowie so nicht. Bedauerlich.
Wo sollen die Elefanten denn, so es Käufer geben wird, angesiedelt werden? Danke und Grüße PS @ die "Zahlen" sind offensichtlich immer ein willkommener Grund zur Aufregung, nicht nur beim Thema 1 "CORONA". Zumindest bei den Elefanten geht es aber auch einfacher, weil empirisch außer Streit gestellt, ohne sie zu zählen. Man braucht nur zu schauen, wo es jetzt, im Vergleich zu vor 20, 30... 60 Jahren, Elefanten gibt.
Wo sollen die Elefanten denn, so es Käufer geben wird, angesiedelt werden?
Da wo der käufer sie hinhaben will, vermutlich werden die nach Südafrika gehen, vielleicht aber auch zum Teil in Namibia auf private Wildfarmen gehen.
Viele Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Es ist wunderbar und sehr lobenswert, dass die "travelNAMIBIA"s, "Logi"s, "GinaChris"s usw. dieser Welt immer wieder diese Themen am Leben halten und an die Oberfläche bringen.....ja, uns diese immer wieder ins Gesicht halten und ins Gewissen drücken.....es ist nämlich viel zu leicht solche unangenehme Wahrheiten zu verdrängen und zur Tagesordnung über zu gehen.....
.....aber.....
Heute sind es die "hochwertigen" Elefanten (was für ein Hohn.....als ob es "minderwertige" Elefanten gäbe!?), Morgen die Nashörner und Übermorgen wieder die Löwen (um die z.B. Philip Stander so bewundernswert und wahrscheinlich bis zur letzten Konsequenz kämpft)! Immer wieder wird hierbei die "Mensch-Tier Konflikt Karte" gezogen. Dabei steht für mich immer zwischen den Zeilen; "Der Mensch hat sich mal wieder um 45% vermehrt und braucht Platz", oder, "Irgendwelche benebelte, ewig gestrige Menschen glauben mal wieder, dass sie durch Einnahme von Nashorn-Horn, Tigerhoden, Elefantenstoßzähne oder was auch immer, ganz besondere Manneskraft erreichen!".....und immer sterben die Tiere! Es kann auch durchaus sein, dass der arme Kleinbauer der in Konflikt mit den Tieren kommt, am Ende selbst nur um seine eigene Existenz kämpft. Doch ist es dann die Gier anderer die ihn in diese Situation bringt, ihn sozusagen als "stumpfen Gegenstand", skrupellos, wenn vielleicht auch unbewusst einsetzt um den persönlichen Wohlstand zu fördern und dabei, als Kolateralschaden, die Umwelt nieder zu prügeln!.....und immer sterben die Tiere! Es ist wie beim Aktienmarkt, nur leider anders herum..... Verfolgt man den DAX über 50 Jahre, so wird man sehen, dass er im Durchschnitt mit ca. 6-7% pro Jahr steigt, wobei durchaus immer mal wieder Situationen wie im 4. Quartal 2008, oder jetzt unlängst als Folge der Corona-Krise entstehen in denen der Markt mal absackt. Bei der "Elefanten.....Nashorn.....Löwen.....Anzahl" ist es genau anders herum.....es gibt mal Lichtblicke, wo z.B. ein Philip Stander, eine Jane Goodall, Beirute Galdikas usw. es schafft einen kleinen, punktuellen Umkehr zu schaffen.....der Grundtrend ist und bleibt jedoch (stark) negativ!!!.....und immer sterben die Tiere!
Weiter geht es mit dem Buschholz aus Namibia! Wir importieren es, verbrennen es und schauen zufrieden in den Sonnenuntergang weil wir meinen damit CO2 neutrale Energie erzeugt zu haben! Was wir vergessen, verdrängen und/oder gar nicht realisieren ist, dass wir damit das Problem nach Namibia verschieben, das dann die Kohle "für uns" verbrennt!
So geht es munter weiter; wir schließen die bösen Atom- und Kohlekraftwerke und beziehen postwendend den Strom aus Frankreich (>80% Atom) und Polen (>80% Kohle)!.....wieder was gutes getan für unser Gewissen und unserer "weißen Weste"! Es ließe sich ähnlich über die Elektromobilität argumentieren! Je mehr man wühlt, den Ursachen und Folgen nachgeht desto mehr merkt man, dass diese Dinge alle miteinander zusammen hängen.....es ist zum großen Teil ein riesiges Nullsummenspiel!
Anstatt irgendwie das eigentliche Problem; die ungebremste Vermehrung von Homo Sapiens, anzugehen setzen wir stumpf auf das Wachstums-Mantra, wobei selbst dem schlichtesten unter uns klar sein müsste, dass unendliches Wachstum auf einem sehr endlichen Planeten totaler Unsinn ist und zur Katastrophe führen muss!
Wenn Elefanten, Nashörner, Löwen.....ja, auch die Umwelt, darüber reflektieren könnten, dann wäre bei denen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit am Anfang 2020 ein Funken Hoffnung aufgekommen, der jetzt, wo effektive Impfungen und Medikamente an den Start gehen, im CO2-Nebel der wieder auf vollen Touren anlaufenden Kraftwerke erstickt worden wäre!
Liebe Grüße, busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201602. Feb. 2021 · #11
@Werner hier kannst du die Bedingungen nachlesen. Gruß Gina
MAMammal154 Beiträge · seit 202002. Feb. 2021 · #12
loser schrieb:PS @ die "Zahlen" sind offensichtlich immer ein willkommener Grund zur Aufregung, nicht nur beim Thema 1 "CORONA".
Natürlich sind bestimmte Zahlen ein Aufreger. Sofern halbwegs seriös erhoben, stellen Zahlen eben am ehesten eine Faktenbasis da. Das muss doch die Basis der Diskussion sein? Ich könnte auch anführen, das ich bei meinem letzten Besuch in der Nyae-Nyae-Conservancy leider keinen einzigen Elefanten mehr finden konnte und das angebliche Elefantenproblem bei Tsumkwe nicht nachvollziehen kann. Aber das ist erst mal nicht mehr als eine Momentaufnahme und zählt eben nicht als Fakt.
Ein wenig anders schaut es bei den südlichen Wüstenelefanten rund um den Ugab aus. Die Ugab-Herde ist nicht immer im Ugab sondern wandert auch durch die Gegend östlich davon in die Gegend von Omatjete. Genau da bei Omtjete möchte das Umweltministerium nun 30 Elefanten entnehmen, darunter 4 Bullen. EHRA ist seit Jahren die aktivste NGO in der Region und monitored die Elefanten dort. EHRA gibt die Zahl der Ugab-Elefanten mit 62 an. Nachdem der ikonische Bulle Voortrekker aus kommerziellen Gründen eben bei Omatjete von Trophäenjägern abgeschossen wurde, gibt EHRA die Zahl der Breedings Bulls unter den 62 Ugab-Elefanten mit nur noch 2 an. Sollte da der halbe Bestand an Elefanten entnommen werden und darüber hinaus auch die letzten erwachsenen Bullen, dann sollte es einleuchtend sein, dass das die lokale Population gefährdet.
Alle lokal ansässigen Lodges/Camps wie Brandberg White Lady, Brandberg Rest Camp und Madisa haben sich schriftlich gegen die Entnahme von 30 Elefanten ausgesprochen. Ebenso die dort ansässige Sorris-Sorris-Conservancy. Die sind in der Gegend alle sehr viel mehr aktiv und involviert als das MET. Aber siehe MET-Stellungnahme: alles nur dumme selbst ernannte Umweltschützer, die "rubbish" und "nonsense" erzählen.
das Ministerium hat doch Zahlen bekanntgegeben. Das Problem ist, dass sie von den angesprochenen Organisationen als "falsch" abgetan werden. Ohne aber konkrete andere Zahlen zu liefern oder es gar besser zu wissen. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit der Zahlen irgendwo in der Mitte. Unbestritten ist aber, dass der Mensch-Wildtierkonflikt zunimmt. Entweder weil die Menschen weiter in die Gebiete der Elefanten vordringen oder eben umgekehrt oder beides.
Bekannt ist auch schon immer, dass das MET keinen Unterschied zwischen "Wüstenelefant" und "normalem" Elefanten macht. Es ist schlichtweg wissenschaftlich eine Art, die einfach nur dort in wüstenähnlichen Gebieten lebt. Deshalb gibt es in den Augfen des MEFT eben auch keine "lokale" Population, sondern nur eine namibische bzw. eine grenzüberschreitende. Ob man das so als Laie gut findet, ist ein ganz anderes Thema.
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Danke Mammal1, ich weiß jetzt nicht ob obig eine Antwort auf meine Zuschrift war oder ob du mich nur als Einstieg zu deinen Argumenten zitiert hast. Ich glaube schon auch mit Zahlen umgehen zu können, weil ich das mein Leben lang gemacht habe. Mit meiner Zuschrift habe ich eigentlich gemeint, dass auch empirische Beobachtungen und anekdotische Beweise etwas aussagen und nützlich sind. Es sagt etwas aus, wenn heute in Namibia, genauso wie in Botswana, Elefanten an Orten vorkommen, wo sie in Menschengedenken nicht mehr gesehen oder schon lange nicht gesichtet wurden. Über 100e Kilometer von den Verbreitungsgebieten vor z. B. 50 Jahren entfernt. Das beweist doch eine Bestandszunahme, oder? Für mich ist die Darstellung der Bestandentwicklung in Namibia im MEFT-Dokument recht plausibel und glaubwürdig. Nachdem du dich auskennst, folgende Frage, die ich schon anlässlich des Voortrekker-Abschusses gestellt habe: Seit wann gibt es denn um den Brandberg Elefanten? Grüße
MAMammal154 Beiträge · seit 202002. Feb. 2021 · #15
travelNAMIBIA schrieb:das Ministerium hat doch Zahlen bekanntgegeben. Das Problem ist, dass sie von den angesprochenen Organisationen als "falsch" abgetan werden.
Nach meinem Verständnis sind zunächst mal Politik und Behörden gegenüber Bürgern rechenschaftspflichtig. Zunächst sollte also das Ministerium mal mit Quellen darlegen, wie es auf seine Zahlen kommt.
travelNAMIBIA schrieb: Deshalb gibt es in den Augfen des MEFT eben auch keine "lokale" Population, sondern nur eine namibische bzw. eine grenzüberschreitende. Ob man das so als Laie gut findet, ist ein ganz anderes Thema.
Es geht hier doch eigentlich nicht um Laien oder vermeintliche Profis. Bislang habe ich nicht gesehen, dass die Kritiker damit argumentieren, dass die Wüstenelefanten eine eigene Art wären. Eine einzigartige Attraktion sind sie dagegen schon schon. Außer in Mali findet man in solchen semiariden bis ariden Gebieten sonst nirgends Elefanten. Wenn man das in Abrede stellt, dann sind wohl auch Wüstenlöwen und Wüstengiraffen nicht existent und nicht besonders schützenswert. Leute, die sich mit dem Schutz dieser Tiere beschäftigen wie der Dr. Stander sind dann wohl einfach Trottel? Gibt ja anderswo genügend Löwen und Giraffen in Namibia.
das ist ein häufiges Problem. Person A sagt so, Person B so, und keiner weiß von dem anderen, aber alle sind sie natürlich die einzigen, die was sagen dürfen 😉
Nach meinem Verständnis sind zunächst mal Politik und Behörden gegenüber Bürgern rechenschaftspflichtig. Zunächst sollte also das Ministerium mal mit Quellen darlegen, wie es auf seine Zahlen kommt.
islang habe ich nicht gesehen, dass die Kritiker damit argumentieren, dass die Wüstenelefanten eine eigene Art wären. Eine einzigartige Attraktion sind sie dagegen schon schon.
Es wird viel mit der Besonderheit der Wüstenelefanten argumentiert. Dabei ziehen die aus Etosha auch einfach in die Flussgebiete und sind dann "Wüstenelefanten". Es ist schon ein wenig ein Hype um DIE Wüstenelefanten.
Nur als Hinweis, aber die Elefantendiskussion hatten wir so gegen Ende 2020 (?) in einem anderen Thread sehr ausführlich.
Viele Grüße Christian
P.S. Warum Namibia am Great Elephant Census nicht teilgenommen hat, bleibt mir aber in der Tat auch absolut unklar.
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Mogambo566 Beiträge · seit 201302. Feb. 2021 · #17
Mal eine andere Frage, da ich das so nirgends explizit gelesen hab: wohin sollen die Tiere denn verkauft werden? Mir wäre neu, dass das Exportverbot für wilde Elefanten aus Afrika heraus aus dem Jahr 2019 wieder aufgehoben wurde. Damit bliebe nur ein Verkauf innerhalb Afrikas, was dann eher eine Umsiedlung auf Kosten privater Unternehmer wäre.
Die Ausnahme vom Exportverbot aufgrund "besonderer Umstände zum Zwecke der Arterhaltung" wäre zwar theoretisch denkbar. Allerdings dürften auch europäische, chinesische oder amerikanische Zoos bei 170 Tieren deutlich an ihrer Kapazität scheitern.
Daher: wohin sollen die Tiere denn verkauft werden? Wer gehört zum angesprochenen Bieterkreis? Gibt's da Erkenntnisse?
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MAMammal154 Beiträge · seit 202002. Feb. 2021 · #19
loser schrieb:Es sagt etwas aus, wenn heute in Namibia, genauso wie in Botswana, Elefanten an Orten vorkommen, wo sie in Menschengedenken nicht mehr gesehen oder schon lange nicht gesichtet wurden. Über 100e Kilometer von den Verbreitungsgebieten vor z. B. 50 Jahren. Das beweist doch eine Bestandszunahme, oder?
Nein, natürlich ist das allein kein Beweis und ich bin erstaunt über so eine Argumentation. Ja es kann sein, dass das Auftauchen von Elefanten in neuen Gebieten ein Symptom einer steigenden Population ist. Es kann aber auch sein, dass steigender Bevölkerungsdruck (Bevölkerungswachstum ist ein Fakt) und "Harrassment" die Elefanten aus angestammten in neue Gebiete treiben. Es kann nicht nur sein sondern es ist so, dass der Klimawandel das Angebot an Regen/Wasser und Vegetation verändert und das wiederum kann Elefanten in andere Gebiete treiben. Es ist einfach eine Formel mit vielen Variablen. Eine Vereinfachung in der Form, dass man sich eine Variable heraus pickt, alle anderen ignoriert und dann Schlüsse ableitet, ist nicht zulässig.
Wenn ich etwas langatmig werden darf: Diese ganzen Vereinfachungen sind ja auch das Problem in der Corona-Diskussion. Sowohl Corona-Leugner als auch Befürworter der Corona-Schutzmaßnahmen argumentieren mit der Übersterblichkeit. Beide Seiten vereinfachen meistens unzulässig. Es kam im letzten Jahr eben nicht nur Corona als Faktor hinzu. Durch die Lockdowns und Homeoffice gab es erheblich weniger Straßenverkehr und weniger Verkehrsunfälle. Ebenso war vieles an Sport und Risikosportarten nicht möglich = weniger Sportunfälle. Die Kontaktbeschränkungen haben zu einem starken Absinken andere ansteckender Krankheiten von Grippe über Noroviren bis Gürtelrose geführt. Auf der anderen Seiten haben Lockdown und Homeoffice möglicherweise zu mehr häuslichen Übergriffen und Suiziden geführt. Der Alkoholkonsum ist anscheinend gestiegen. Es gibt einfach unzählige Faktoren die man anschauen und herausrechnen muss, bevor man da verlässlich etwas ableiten kann.
Danke Mammal1, es freut mich sehr, dass ich dich wenigsten erstaunen konnte 🙂 . Und noch ein Hinweis @ die Interpretation von Zahlen für die Übersterblichkeit in Zeiten wie diesen. Viele große Denker unserer Zeit (außer dir) haben sich diese Frage gestellt und die SAMRC (bitte gxxgeln) in RSA hat für die von dir zu Recht angesprochenen Fragen zu den vielen Variablen in der großen Gleichung eine für „afrikanische“ Verhältnisse angepasste einfache Lösung entwickelt. Sie unterscheiden zwischen „natural und unnatural death“. Das ist schon mal ein praktischer und aussagekräftiger Zugang, 🙂 Hausverstand hilft immer 🙂 , wenn man den Wald vor Bäumen (Variablen) nicht sehen kann 😗 Und die Antwort zu Elefanten am Brandberg bist du mir noch schuldig, Grüße, Werner