Von Palmwag nach Puros

14 Antworten · 5'751 Aufrufe · gestartet 03. Nov. 2020 von Jochen66
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Themenstarter444 Beiträge · seit 201103. Nov. 2020 · #1
Hallo Zusammen.
Durch den Lock Down planen wir eine Reise in Namibia. Unterwegs mit 4x4 und Campingausstattung. Reisezeit Mitte / Ende November. Wir sind zu Zweit unterwegs.
Wir wollen von Palmwag nach Puros über den Palmwag Crowther's 4wd trail. Erstes Camp nach ca. 170 km bzw. 6 bis 7 Stunden Fahrt in der Gegend von Mudorib Walter pump and Tank. Dann in Richtung Westen den Hoanib riverbed 4wd-trail. Nach ca. 10 km in Richtung Norden nach Amspoort Gorge (50 km / 2 bis 3 Stunden Fahrt). Weiter dann nach Puros (50 km / 2 bis 3 Stunden). Das ist der Plan.
1. Ich war noch nie im November in dieser Gegend - ist diese Tour (Wetter, Pistenzustände - sollte nach der Trockenzeit kein Proplem sein) so machbar?
2. Gibt es unterwegs bestimmte Stellen, die zum Übernachten perfekt sind?
3. Dieseltank mach in Palmwag voll - wie sieht es mit Wasser aus?
4. Ein oder zwei Übernachtungen?
5. Ich war seit 7 Jahren nicht mehr in Puros - gibt es dort einen Laden oder erst wieder in Sesfontein?
Gruß Jochen66
6'152 Beiträge · seit 200604. Nov. 2020 · #2
hallo Jochen,
stöbere mal in einigen Reiseberichten z.B. von den Eulenmuckels und Champagner, da findest Du Antworten auf deine Fragen.
Einen schönen Tag wünscht
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
zuletzt bearbeitet 04. Nov. 2020
544 Beiträge · seit 201404. Nov. 2020 · #3
Hallo Jochen,

alle gestellten Fragen wirst Du in den empfohlenen Quellen eher nicht beantwortet bekommen, vor allem nicht die bzgl. der Erfahrungen zu Eurer Reisezeit.

Wir sind den Crowthers Trail und den Hoanib (allerdings ostwärts) Mitte/Ende November 2019 gefahren, da war das überhaupt kein Problem. Ob das dann auch in diesem Jahr oder in der Zukunft geht, ist natürlich eine Frage in Richtung 'Glaskugel', weil niemand wissen kann, wo und in welchem Umfang Regen fällt und ggf. Riviere laufen.
Generell ist die von Dir geplante Fahrtroute die ungünstigere, weil Du die meisten Flussbetten 'gegen den Strom' fährts und Dir im ungünstigen Fall das Wasser entgegen kommt bzw. Du in schlecht passierbares Gebiet fährst und umkehren musst. Ich gehe mal davon aus, Dass Du das weißt und dann eben einen Plan B parat hast (der dann ja erstmal aus umkehren oder abwarten besteht).

Zu Deinen Fahrtzeiten:
Die müssten für den Crowthers Trail ungefähr passen. Wir sind letztes Jahr erst gegen Mittag in Palmwag losgekommen (Reifenreparatur, Tanken usw.) und dann nach einer etwa einstündigen 'Extratour' am späteren Nachmittag auf der Theuns CS angekommen. Bis Blackridge hätten wir es auch geschafft aber wir haben uns dann für die Übernachtung in Theuns entschieden. Bei rechtzeitiger Abfahrt solltet Ihr es also bis zum Mudorib/Hoanib schaffen. Für Euch nicht auf dem Weg liegt die Elephant Song Campsite, die ich an dieser Stelle aber dennoch gerne empfehle. 😉

In Elephant Song haben wir zwei Reisende getroffen, die an dem Tag den Weg von Puros bis Elephant Song gefahren sind. Das war aber wohl ein ziemlicher Ritt, denn sie kamen trotz Guide spät, in der Dämmerung an.
Mit den zwei geplanten Übernachtungen sollte das also passen, wobei wir festgestellt haben, dass Elefantensichtungen im Hoanib äußerst zeitraubend sind. Wenn Ihr jeweils früh loskommt und Euch ranhaltet, schafft Ihr es wohl auch mit einer Übernachtung, wäre mir aber zu stressig und würde ich persönlich nicht planen.

Wasser würden wir IMMER ausreichend dabei haben wollen und uns in der Ecke nicht auf Infrastruktur verlassen.

Kraftstoffversorgung ist in der Gegend nicht immer gewährleistet, als wir dort waren, gab es in Sesfontein keinen Diesel, sondern nur Benzin. Für uns in dem Fall glücklicherweise, da wir mit einem Benziner unterwegs waren und im Anschluss den Khowarib-Trail usw bis Hoada gefahren sind. Andernfalls hätten wir umplanen müssen.

Zu Deinen anderen Fragen gibt es bestimmt noch Input 🙂


Gruß
Henning
8'678 Beiträge · seit 201004. Nov. 2020 · #4
Jochen66 schrieb:
5. Ich war seit 7 Jahren nicht mehr in Puros - gibt es dort einen Laden oder erst wieder in Sesfontein?
Hallo Jochen, es gibt zwar einen kleinen Laden, aber ich würde nicht auf ein großes Sortiment hoffen. Du kannst allerdings versuchen, Colin aus Puros anzufunken und zu fragen, der müsste am aktuellsten Bescheid wissen. Er verkauft ja auch vor Ort Diesel - und hat uns letztes Jahr glaubhaft versichert, dass man bei ihm auch vorbestellen kann. Wie das bei der momentanen Lage aussieht, weiß ich natürlich nicht.

Seine Handynummer, die man laut seinen Aussagen gerne weitergeben darf und die auch auf einem Schild am "Ortseingang" steht ist folgende:

+264 81 671 0310

Er hat auch Whatsapp und schickt gerne Sprachnachrichten! Aber bitte nicht wundern, wenn er dich bittet, Zement für das Kirchenfundament mitzubringen 😎 😄 .

Henning hat ganz recht, unser Bericht taugt nicht bezüglich Befahrbarkeit, weil wir im August unterwegs waren. Ich würde aber - wie er ja auch schreibt - nicht mit einer Übernachtung durchrasen wollen, dazu ist die Gegend doch viel zu schön!!!

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 04. Nov. 2020
7'269 Beiträge · seit 200604. Nov. 2020 · #5
Hallo Jochen

Ich war einige Male im November in der Palmwag Konzession und in den Trockenflüssen. Diese waren immer trocken. Der Regen kommt in der Regel erst sehr spät (Dezember, Januar) in diese Gegend.

Ich mache es in der Regel so, dass ich nicht in Palmwag selber übernachte sondern schon irgendwo in der Konzession. Es hat da mehrere ausgewiesene Campsites. Meistens fahre ich zu der Campsite die bei Tracks4Africa als Hein's Campsite bezeichnet wird. Diese liegt ca. eine Fahrstunde von Palmwag entfernt in der Konzession. Ich mag die Campsite "im Busch" lieber als die rummelige Campsite bei der Lodge.


heins_campsite_palmwag_konzession.jpg

Hein's Campsite

palmwag-konzession1.jpg


Von da aus bis in die Region vom Mudorib Wasserloch ist es in einem Tag gut machbar. Unterwegs gibt es einige ausgewiesene Campsites. Beim Hoanib stehe ich gerne so, dass ich über den Fluss zur Wasserstelle sehen kann. Kein besonders schöner Platz. Aber man sieht gut wer zum Wasser kommt. In den Tracks4Africa Karten sind ausserdem einige Übernachtungsplätze eingezeichnet.

Du solltest Dich gut mit Wasser, Diesel und Lebensmitteln eindecken. In Purros gibt es zwar zwei Shops. Die haben aber keine große Auswahl. Diesel gibt es ab und zu aus Fässern. Darauf würde ich aber nur im äußersten Notfall zurückgreifen.

Ich persönlich bin immer wieder gerne in dem Gebiet Hoanib und Hoarusib. Ich würde min. je zwei Nächte machen. Es gibt viel zu entdecken. Das schaffst Du bei einer Übernachtung nicht.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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zuletzt bearbeitet 04. Nov. 2020
Themenstarter444 Beiträge · seit 201104. Nov. 2020 · #6
Hallo Zusammen.
Danke für die Antworten und Infos.
Werde auf jedenfall berichten, wie es war.
Gruß Jochen66
410 Beiträge · seit 200704. Nov. 2020 · #7
Hallo Jochen,

Ihr solltet Euch auf alle Fälle mindestens 2 Übernachtungen von Palmwag nach Purros gönnen.
Wir würden auch nicht an der Palmwag Lodge übernachten....sondern auch in die Concession einfahren....Die Landschaft und die verschiedenen Campsites sind sehr schön dort - und Ihr könnt Euch ja vor Ort für einen entscheiden (solange er nicht schon besetzt ist 😎 ). Auf dem Weg nach Purros (Tsuxub ?) könnt Ihr ja unterwegs ein Buschcamp aufschlagen.....

Nehmt genügend Wasser, Diesel und Nahrungsmittel mit......in Abhängigkeit noch davon wo es nach Purros weiterhingeht (Sesfontain ? Auch ungewiss mit Diesel....).
In Purros wirst Du im Lädchen vermutlich nicht das finden, was Du gerne hättest.....dementsprechend nehmt alles mit !
Und auch beim Diesel würde ich Reservekanister mitnehmen. Sicher ist sicher.

Viel Spaß Euch
Grüße
Schnuppe
5'479 Beiträge · seit 200905. Nov. 2020 · #8
Hallo Jochen,

wir sind eine vergleichbare Strecke sogar mitten in der Regenzeit (Januar) gefahren. Den Reisebericht dazu findest Du in meiner Signatur. Wenn überhaupt, ist der Hoanib die einzige Passage, die Dich in der Regenzeit vor größere Probleme stellen kann. Aber auch dieser Fluss läuft selten länger als einen Tag. Alle anderen Flüsse die Du befährst laufen äußerst selten und wenn nur für sehr kurze Zeit.

Wasser bekommst Du sicher in Purros.

Wie groß ist Euer Tank? Was für ein Fahrzeug fahrt ihr? Wo soll es von Purros aus hingehen? Wenn Du diese Infos postest, bekommst Du sicher auch die gewünschten Infos zur Spritversorgung.

Alles Gute
Thomas
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31 Beiträge · seit 201205. Nov. 2020 · #9
Hallo Jochen,

noch ein paar Gedanken zu den Übernachtungen:

Es gibt in der Palmwag Concession z.b. die Aub Combretum Campsite (die letzte vor dem Crowther's Trail). Ist im Aub Trockenfluss gelegen und hat einen Schattenbaum. Wir haben dort nur Pause gemacht und sind weiter nach Norden gefahren, um beim sogenannten Crowther's Camp (siehe tracks4africa) zu übernachten. Das hat eine 360-Grad Rundumsicht ins Nichts, genial. ABER: ab dem frühen Abend hat uns der SW fast von der Kuppe runter geblasen.

Nördlich des Hoanib gibt im Obias und im Ganamub jeweils eine nette Stelle zum Campen. Von dort schaffst du es in einem Tag nach Purros, egal ob über Tsuxub, Giribes-Plains oder Sawurogab.

lg
Matthias
Themenstarter444 Beiträge · seit 201105. Nov. 2020 · #10
Hallo Zusammen,
Danke für zusätzlichen Infos. Ich war 3 x in Sesfontein und es war immer das gleiche Schild an der Tanke..... no Diesel today.
Da wir nichts verbuchen und 17 Tage Zeit haben, wird es eine gemütliche Tour.
Grob: WDH - Blutgruppe - Swakop - Torra Bay - Palmwag - Puros - Sesfontein - Etosha - Spitzkoppe - WDH.
Unterwegs mit einem Hilux 3.0 Bush Camper - Tank 140 l + 2 x 10 l , sollte für ca. 1200 km reichen. Wasser haben wir einen 50 l Tank.
Nach Puros soll es nach Sesfontein gehen. Falls wir noch Luft haben, wären die Epupa Falls noch eine Alternative. Was wäre dann von Puros die beste Strecke - sollte nicht so wild sein?
Gruß Jochen66
7'269 Beiträge · seit 200605. Nov. 2020 · #11
Hallo Jochen,

Von Puros kannst Du über Orupembe nach Opuwo fahren. Das geht einfach über die D3707. Es sind etwa 290 km für die Du ca. 8 Stunden brauchst. Spannender ist über den Hoarusib und Khumib Trail. Da brauchst Du etwas länger. Ich finde es aber super schön.

Ich würde bei beiden Varianten von Orupembe aus nach Etambura fahren und eine Nacht da bleiben. Dann wieder zurück nach Orupembe und weiter nach Opuwo.

puros_opuwo.jpg


Herzliche Grüsse
Chrigu
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zuletzt bearbeitet 05. Nov. 2020
5'479 Beiträge · seit 200905. Nov. 2020 · #12
Hallo Jochen,

für die Strecke würde Euer Sprit auch ohne Reservekanister reichen. Selbst wenn es in Sesfontein kein Diesel gibt und Ihr bis Palmwag oder Opuwo fahren müsst.

Von Puros zu den Epupa Falls würde ich via Hoarusib und Khumib Riverbed Trail zur D3707 und über diese nach Opuwo fahren.

Alles Gute
Thomas
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Themenstarter444 Beiträge · seit 201105. Nov. 2020 · #13
Hallo.
Dann plan ich mal und berichte dann, wie wir gefahren sind.
Gruß Jochen66
255 Beiträge · seit 201304. Juni 2023 · #14
Topobär schrieb:
Von Puros zu den Epupa Falls würde ich via Hoarusib und Khumib Riverbed Trail zur D3707 und über diese nach Opuwo fahren.
Hallo Topobär, war nett euch in der Masai Mara zu treffen. Hoffe euer Urlaub ist noch stressfrei weitergelaufen. Das Auto sah ja super aus.

An alle: Sollte man eurer Meinung nach den Khumib River Trail unbedingt bis zum Ende (Witdrom) fahren oder versäumt man nicht viel wenn man zur D3707 will und daher bei "Shade Tree Picnic Spot" abkürzt?


3703oder3707.jpg



Und Anschlussfrage: In welchem Camp würdet ihr auf dieser Strecke (D3707) nach Epupa übernachten?
Wo kämen wir da hin, wenn alle immer nur sagten "Wo kämen wir da hin?", und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?
zuletzt bearbeitet 04. Juni 2023
5'479 Beiträge · seit 200907. Juni 2023 · #15
Wir hatten noch eine sehr schöne Woche in der Mara. Nach einem schweren Unwetter waren die Pistenverhältnisse allerdings zum Teil sehr herausfordernd.

Die Strecke weiter bis Witdrom kenne ich nicht. Wir sind immer bei Sanitatas auf die D3707 abgebogen. Einmal sind wir auch durch den oberen Hoarusib Canyon bis zur D3707 gefahren. Die Strecke kostet aber einen weiteren Tag und ist sehr anspruchsvoll.
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