ChriguThemenstarter7'267 Beiträge · seit 200613. Okt. 2020 · #1
Hallo,
wir sind nun seit einer Woche in Namibia. Ich nutze die Gelegenheit nun für einen kleinen Zwischenbericht, in dem ich natürlich auch auf die Einreise und Corona eingehe.
Zwei Tage vor unserem Flug nach Namibia haben wir in Hamburg am Flughafen bei Centogene den ersten Covid Test gemacht. Wir haben uns zuhause schon registriert und den Test bezahlt 59 Euro + 9 Euro für den Eintrag der Passnummer. Den Eintrag hätten wir uns sparen können. Das interessiert niemanden. Der Test geht schnell und einfach per Abstrich im Mund. Wir waren eine Viertelstunde im Testcenter.
Am nächsten Morgen haben wir unser Negativ-Ergebnis per Mail erhalten. Auf der Webseite von Centogen haben wir das Testergebnis heruntergeladen. Dieses ist in verschiedenen Sprachen verfügbar.
Am Dienstag sind wir von Hamburg über Frankfurt nach Windhoek geflogen. In Hamburg mussten wir nichts vorweisen. In Frankfurt wurde der Coronatest angeschaut. Der Flughafen in Frankfurt war für uns ein Schock. Da war alles leer. Es waren kaum Leute unterwegs. Die meisten Duty-Free Shops und Restaurants waren zu. Überall gab es mehr als genug Platz obwohl ganze Sitzbereiche wegen Corona gesperrt waren.
Im Flug von Frankfurt nach Windhoek waren vielleicht 40% der Plätze besetzt. Im hinteren Bereich des Flugzeugs waren ganze Reihen frei. Ein Umsetzten ist nicht so einfach. Wenn man sich aber beim Personal meldet, dann ist das doch möglich. Währen der ganzen Zeit im Flugzeug, außer bei den Mahlzeiten, muss eine Maske getragen werden. Ein Tuch oder Schild ist nicht erlaubt. Wir konnten bei unseren Sitznachbarn erleben, wie das von den Flugbegleitern sehr strickt durchgesetzt wird. Speziell beim Fliegen ist, dass alle gebeten werden beim Aussteigen noch sitzen zu bleiben. Anschließend werden die Fluggäste aufgefordert reihenweise den Flieger zu verlassen. Das klappt sehr gut.
Während des Fluges haben wir zwei Dokumente erhalten, die wir ausfüllen mussten. Das eine war das normale Einreiseformular. Das zweite ein spezielles Covid-Formular. Da wird nach der ersten Unterkunft inkl. Telefonnummer und nach der persönlichen, namibischen Handynummer gefragt.
Nach der Landung geht man wie gewohnt zum Flughafengebäude. Es ist deutlich mehr Personal am Boden dafür zuständig, dass man nicht irgendwo falsch abbiegt. Vor dem Flughafengebäude mussten wir etwas anstehen und wurden dabei schon aufgefordert den Covid-Test bereit zu halten.
Im Flughafengebäude wird als erstes die Temperatur gemessen. Dann hatten wir die normale Einreise. Da wurde neben dem normalen Formular auch der Covid-Test angeschaut.
Im Gepäck Bereich war dann neben dem Gepäck auch jemand der das zusätzliche Blatt eingesammelt hat. Da mussten wir dann angeben, dass wir nicht fünf Tage an unserem ersten Ort sind und entsprechend unseren Aufenthaltsort für Tag fünf angeben. Die komplette Reise von Tag 1-5 oder auch weiter hat niemanden interessiert. Da haben wir auch die Aussage erhalten, dass wir an Tag 5 angerufen werden. Darauf sollte man sich nicht verlassen.
Wichtig ist also die Unterkunft an Tag 5 nach der Ankunft. Da sollte man die Adresse und Telefonnummer zu Hand haben. Ausserdem ist es am einfachsten, wenn man schon im Vorfeld die Telefonnummer für sein Handy in Namibia kennt. Der Autoverleiher oder der Veranstalter helfen da häufig gerne weiter.
Wenn man dann in der Wartehalle ankommt, wird man noch einmal nach der Handynummer gefragt. Hat man keine kann außerhalb des Gebäudes in einem MTC Fahrzeug eine SIM-Karte gekauft werden.
Wenn das alles erledigt ist, ist man durch und in Namibia erst mal angekommen.
Wir haben dann unser Fahrzeug abgeholt, sind eine Nach in Windhoek geblieben, Haben Einkäufe gemacht für unser Keep up, Namibia! Projekt und sind dann Richtung Sossusvlei gefahren.
Wen man aktuell in Namibia unterwegs ist, fallen einige Dinge auf. Die Schotterpisten sind besser als in den letzten Jahren, man sieht mehr Tiere entlang der Strecke, es hat kaum Touristen Autos (mit Dachzelten). Viele Unterkünfte sind ganz oder teilweise geschlossen. Wenn man in einer Unterkunft ist, ist die Chance hoch, dass man als einziger Gast da ist. Für uns als Tourist ist Namibia zurzeit superschön. Fast wie vor 20 Jahren.
Wir haben mit sehr vielen Leuten gesprochen. Wir haben auch eine sehr große Unsicherheit bei den Menschen gespürt. Die Frage wann, dass wieder Touristen kommen haben wir immer wieder gehört. Sei es von Kellnern, Guides, Personal an der Rezeption oder Managern von Lodges. Man spürt überall Unsicherheit und Verzweiflung. Wir haben oft versucht gute Stimmung zu verbreiten. Den Leuten zu sagen, dass wieder Touristen kommen werden. Wir haben auch viele Einzelpersonen oder Projekte mit Spenden unterstützt und doch sehen wir, dass das nur ein ganz kleiner Tropfen ist, den wir hier beitragen können.
Wir haben die Reise so geplant, dass wir Tag fünf und sechs nach der Ankunft in Swakopmund verbringen. So sind wir gestern selbständig in Swakopmund zu PathCare gefahren, um den Covid Test im Land zu machen. Angerufen hat uns niemand. Bei PathCare mussten wir etwa eine Stunde warten. Unsere Formulare hatten wir bereits ausgefüllt. Vor Ort wurde noch eine Passkopie angefertigt. Nach dem Bezahlen von 850 N$ / Person wurde der Test gemacht. Hier, nicht wie in Deutschland aus dem Mund, sondern aus der Nase. Das ist etwas unangenehm, aber auch nicht so schlimm wie die Geschichten, die immer herumgereicht werden. Lasst Euch da nicht Angst machen.
Wir gehen nun davon aus, dass wir wieder negativ getestet werden. Das Ergebnis sollten wir morgen erhalten. Außerdem fahren wir morgen über das Damaraland in Richtung Etosha.
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Das ist doch mal eine Ansage in die richtige Richtung..... 🙂 🙂
LG...........BMW
Elchontherun1'250 Beiträge · seit 200914. Okt. 2020 · #3
Hallo Chrigu,
das hört sich ja gut an! Ich wünsche Euch eine schöne Zeit im "Namibia wie vor 20 Jahren". Und ich hoffe natürlich trotzdem gleichzeitig, dass bald wieder mehr Touristen ins Land kommen, denke aber, dass das noch eine ganze Weile dauern wird.
Vielen Dank für deinen Bericht. Ursprünglich hatten wir für November eine Tour durch Botswana geplant - daraus ist jetzt 5 Wochen quer durch Namibia geworden. Und dein Bericht weckt nun doch einiges an Vorfreude. Hoffentlich machen uns die deutschen Zahlen nicht noch einen Strich durch die Planung. Gruß Horst