Erste selbstfahrerreise in den Süden Tanzania's

12 Antworten · 2'871 Aufrufe · gestartet 24. Sept. 2020 von ddaannii
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Themenstarter69 Beiträge · seit 201624. Sept. 2020 · #1
Hallo, wir, 2 Botswana- Selbstfahrer- Frauen , wollen dieses Jahr zum Jahreswechsel den Süden Tanzanias erkunden. (Mikumi, Ruaha, Selous) . Ich bekomme dazu fast nirgendwo Handfeste informationen. Z.B. bezüglich der Campingplätze, 1) wie zu buchen ist und wie wir Plätze und Eintritte in die Parks bezahlen....2) Auf was zu achten ist damit wir nicht vor einem, für uns, geschlossenen Gate stehen. 3) Ob wir in den Selous fahren können oder nicht und wenn nicht ob es z.B. möglich ist das Auto irgendwo stehen zu lassen, oder an der Lodge, um dann in einer Lodge 2-3 Tage im Selous zu verbringen. 4) Ist es Möglich über den Jahreswechsel ohne Vorbuchung, in z.b. so einer Lodge, unter zu kommen? 5) Wie sind die Strassen zu den Parks ? Welche sollten wir meiden, welche lassen sich nicht vermeiden haben aber unendlich viel Schlaglöcher....6) .Am Allerwichtigsten ist mir aber, dass wir nicht in eine Dollarfalle geraten...Wäre das Möglich ? Z.B. in den Park hineinzufahren und dann ohne Buchung erst 2 Tage später wieder heraus zu kommen? 7) Und was dürfen wir nicht vergessen ? Ich denke da an Permits für das Auto für die Strassen zu den Camps und Parks, Permits für den Eintritt.....Sorry für die vielen auch ähnlichen Fragen....Ich bin für jeden Hinweiss dankbar...
6'369 Beiträge · seit 201124. Sept. 2020 · #2
Hoi ddaannii

Hier im Forum hats etliche Reiseberichte mit wertvollen Infos. (Klick mich!)
Sei es von Selbstfahrern wie Topobär, Erika usw, sei es von 'Selbstorganisierern mit Driverguide' wie ich einer bin.
Viele Deiner Fragen werden dadurch schon beantwortet.

Mit Botswana solltest Du Südtansania nicht vergleichen.
Die normalen Campsites sind nicht wie in Botswana vorreserviert, das trifft nur auf Special-Campsites zu.
Die Strassen sind halt wie sie sind, am besten Du schaust Dir Reiseberichtsbilder an.
Viele Strassen sind ganz passabel, aber es hat halt teilweise Baustellen und vielfach auch recht viel Lastwagenverkehr.
In vielen Reiseberichten sieht man auch die Tafeln mit den Gate-Öffnungszeiten, wenn Du eine Stunde (plus den Weg vom Gate zum Übernachtungsplatz) vor Schliessung am Gate bist sollte das schon klappen.
Die Selbstfahrer werden Dir aber sicherlich bessere Infos geben können.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter69 Beiträge · seit 201624. Sept. 2020 · #3
hi, ja danke, aber ich habe schon einiges gelesen und irgendwie doch nicht die antworten gefunden, bzw. waren die oft unterschiedlich....fotos habe ich keine gesehen...aber ja, ich werde hier noch weiter recherchieren...oder vielleicht liest es ja auch einer der die antworten kennt, das wäre am besten 🙂 lg dani
173 Beiträge · seit 201925. Sept. 2020 · #4
Hallo Daniela, hast Du Dir damals bei mir nicht meine Fotos / Bericht/ Alben angesehen über genau die Gegend? Wir waren dort zusammen mit Josef Chengula, Tansanier, der auch Wohnsitz bei Stuttgart hat. Der oder seine Frau kann sicher alle Fragen genauestens beantworten, ich nur zT. Kontakt gern auf Wunsch! Extrem viel Fahrerei - tolle Landschaft! Gruß!
Namibia Camper 1999, 2005,2007, 2011, 2012; Botswana 2011,2012, 2018 ; Uganda+ Ruanda 2016; Südtansania 2018; Botswana/Limpopo zu Pferd 2018; Madagaskar zu Pferd 2019;Botswana+ Namibia/ Kaokofeld 2020; Namibia Camper 2021, Tansania-Vet-farm 2021, Okavango zu Pferd 2024, Lesotho zu Pferd 2024
5'479 Beiträge · seit 200925. Sept. 2020 · #5
Hallo ddaannii,

reservieren musst Du in Tansania im Gegensatz zu Botswana überhaupt nichts. In dieser Beziehung ist Tansania wesentlich unkomplizierter als Botswana.

Für den Mikumi und den Ruaha Nationalpark gibt es bei den normalen Anreisewegen eigentlich gar keine Alternativer bei den Gates. In den Mikumi direkt an der Hauptstraße, die den NP durchquert und in den Ruaha die direkte Anreise von Iringa aus. An diesen Gates kannst Du direkt mit VISA zahlen.

Beim Selous kann man sowieso nur den sogenannten Fotosektor selbst befahren, der restliche Teil ist für Jagdsafaris vorbehalten. Hier beitet sich eine Durchquerung an. Bei Selous ist es etwas komplizierter mit der Bezahlung. Man muss den Eintritt im Voraus per Banküberweisung bezahlen und am Gate die Quittung vorzeigen. Liegt daran, dass Selous kein NP ist und nicht unter Verwaltung der TANAPA steht. Am besten erkundigt Ihr Euch direkt bei der Parkverwaltung, wie die exakte Regelung ist.

Die Zufahrtsstraßen zum Selous und Ruaha sind zum Teil schon recht ruppig, aber nicht anspruchsvoller als nach Savuti oder ins CKGR.

Was Du mit "Dollarfallen" meinst, hat sich mir leider nicht erschlossen.

Links zu Reiseberichten über die für Euch interessanten Regionen findest Du in meiner Signatur.

Alles Gute
Thomas
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
zuletzt bearbeitet 25. Sept. 2020
6'369 Beiträge · seit 201125. Sept. 2020 · #6
Hoi Dani
ddaannii schrieb:...fotos habe ich keine gesehen...a
🙄 Wo hast Du denn geschaut??? 🤩
Die Reiseberichte hier im Forum bestehen zum grossen Teil aus Fotos!
In denen von Topobär, Erika und etlichen Anderen (auch in meinen Reiseberichten) findest Du auch aussagekräftige Fotos betreffend der Strassen und Pisten.
Vom technischen her ist das Fahren in Tansania sicher einfacher als in Botswana weils nur sehr wenig Tiefsand hat. Schwiriger wirds wenns regnet, da liegen die schwirigeren Böden aber eher in Nordtansania (Stichwort 'Black Cotton Soil'). Da ist dann eher Feingefühl gefragt als das in Botswanas Tiefsand übliche Vollgas.
Vom Verkehr her jedoch ist Tansania schon eine andere Nummer, wenn auch nicht so schlimm wie Kenya.
Da kanns schon mal sein dass Dir in einer unübersichtlichen Kurve ein Bus auf Deiner Seite entgegen kommt.
Also immer schön deffensiv fahren und auf alles gefasst sein.
Es gibt auch sehr viele 'Speedbumps' und seit einigen Jahren viele Geschwindigkeitsbegrenzungen und Radarkontrollen.
Nicht zu vergessen natürlich die vielen und langen Baustellen!
Rechne auf guten Strassen mit vielleich 50km/h Durchschnitt, auf Pisten mit max. 30km/h Durchschnitt.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
546 Beiträge · seit 201825. Sept. 2020 · #7
Hallo Daniela,
willkommen nach Tansanias schönem Süden!

Ich bin etwas irritiert über Deine vielen sehr allgemeinen Fragen.
Habt Ihr Euch mal einen ordentlichen Reiseführer gekauft und den durchgestöbert?
Ich empfehle z.B. "Tansania" vom Reise-Knowhow-Verlag.
Für Selbstfahrer ein Schatz an detaillierten Infos, Auch immer wieder kleine "Ausflüge" in Geschichte und Kultur enthalten.

Meiner Ansicht nach ist so etwas für eine Vorbereitung als Selbstfahrer in einem Land wie Tansania unabdingbar.
Und dann müsste die Hälfte Deiner Fragen eigentlich schon geklärt sein...

Alles, was andere hier bereits gepostet haben, kann ich nur unterstreichen.

Zur jetzigen Corona-Zeit gilt noch zu beachten, dass man bei LODGES vorher klären sollte, ob die geöffnet haben.
Für CampingPlätze hingegen sollte es auch zur Zeit kein Problem sein, einfach aufzuschlagen.
Ankommen, anmelden/zahlen, Zelt aufstellen, genießen!

Was meinst Du mit
Ich denke da an Permits für das Auto für die Strassen zu den Camps und Parks
🤨 ???
Du musst bezahlen, wenn Du IN einen Park oder in eine Schutzgebiet HINEIN fährst - aber doch nicht auf den Zufahrtstrassen/üblichen Straßen im Land?
Beim Lake Natron ist es verzwickt, das muss man alles im Vorfeld klären und bezahlen, da dort kein InternetEmpfang ist, und man am Gate sonst wieder weg geschickt wird. Aber das liegt ja im Norden und nicht auf der Route Eures Interesses.

Grundsätzlich kannst Du an KEINEN Gates mehr BAR bezahlen, nur noch MIT KARTE (VISA z.B.), da dafür landesweit elektronische Bezahlwege eingeführt wurden, um der Korruption an diesen Stellen einen Riegel vor zu schieben.
Hat auch geholfen. Zumindest teilweise.... 😗
Allerdings befindet sich auch hier nach wie vor vieles im Fluss, und die Einnahme der Parkgebühren unterstehen nun nicht mehr der TANAPA (tanzanianParks), sondern der TRA (Steuerbehörde). Wobei das den Bezahlvorgang erst mal nicht ändert
(Außer am Arusha Park, denn da sitzen ein paar am Gate, die ham nen Schaden.... 🙄 )

Aktuelle Park Fees findest Du hier:

https://www.tanzaniaparks.go.tz/uploads/publications/en-1598856303-2020_2021%20TARIFFS%20Final%202%2011th%20August%202020.pdf

Was die Straßen betrifft:
Der Zustand verändert sich ständig. Nicht nur auf Rough Roads.
Was Du also in einem Reisebericht von vor einem halben Jahr darüber liest, kann heute schon wieder anders aussehen. Auch wegen der, wie von Picco erwähnt, Baustellen...
Generell aber kommt man auf den geteerten Hauptstraßen gut voran - Piccos Durchschnitts Geschwindigkeiten (50 km/h auf Teer, 30 km/h auf Rough) sind gute Anhaltspunkte.

Solltest Du gezieltere Fragen haben, karibu!

Gruß,
Rehema
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
Themenstarter69 Beiträge · seit 201626. Sept. 2020 · #8
hi bsc....ja, bitte gern den kontakt herstellen...das wäre nett...danke dani
zuletzt bearbeitet 26. Sept. 2020
Themenstarter69 Beiträge · seit 201626. Sept. 2020 · #9
vielen dank, ja gezielte frage: gibt es einen zuverlässigen autovermieter in dar es salaam und/oder Arusha ? bezahlbar mit campingequipment ? also, wo es auch garantiert ist, dass wenn das auto aueinanderfällt jemand kommt ? ....
Themenstarter69 Beiträge · seit 201626. Sept. 2020 · #10
hallo topobär 🙂 danke für deine antwort ....ja, also ich sags mal so : ich bin schon in einen park gefahren und länger geblieben als angegeben...oder vorrausgesehen...wenn ich das in tanzania mache, gibt es dann vielleicht einen strafzettel ? sozusagen np-längergeblieben -strafzettel ? hat da jemand erfahrung ? ...
5'479 Beiträge · seit 200928. Sept. 2020 · #11
Nachdem ich vor vielen Jahren ich Botswana eine Nacht auf der Polizeiwache in Maun verbracht habe, weil wir eine Nacht länger im Moremi NP geblieben sind und sich die Ranger nicht auf nachzahlung bei Ausfahrt aus dem NP eingelassen haben, gehe ich jetzt immer auf Nummer sicher. Wenn ich seitdem den Aufenthalt in einem NP in Afrika verlängere, mache ich rechtzeitig vorher einen Abstecher zu einem Gate oder zum Headquarter und regele das dort. Solch ein Abstecher lässt sich eigentlich immer problemlos in einen Gamedrive integrieren.
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Themenstarter69 Beiträge · seit 201628. Sept. 2020 · #12
oh, das ist ja nicht schön, dabei sind die botwaner doch so nette menschen....und mußtet ihr dann strafe zahlen oder haben sie euch "nur" fetsgehalten....?
zuletzt bearbeitet 28. Sept. 2020
5'479 Beiträge · seit 200928. Sept. 2020 · #13
Nach langem Palaver hat die Polizei erklärt, dass sie nicht zuständig sei. Nach einem weiteren langem Palaver am nächsten Tag beim DWNP konnten wir dann das erreichen, was wir von Anfang an wollten; die Nachzahlung unserer Verlängerung im NP. Wir haben zwar kein Geld verloren, aber einen Tag.
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