Ölbohrung Okavango-Ökosystem NAM/BOT

336 Antworten · 47,1k Aufrufe · gestartet 16. Sept. 2020 von travelNAMIBIA
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16,9k Beiträge · seit 201227. Jan. 2021 · #61
Ölexploration gut für Namibia https://www.az.com.na/nachrichten/lexploration-gut-fr-namibia2021-01-27/

Der Geschäftsführer des Staatsunternehmens National Petroleum Corporation in Namibia (NAMCOR), Immanuel Mulunga, behauptet, dass die Suche nach Öl und Gas in den Kavango-Regionen gut für das Land sei. NAMCOR ist zu 10 Prozent an dem Fördervorhaben der Firma Reconnaissance Energy Africa (ReconAfrica) beteiligt. ReconAfrica hatte das Kavango-Becken in ihren Vorlagen als „weiteres Weltklasse-Perm-Becken, analog zum texanischen Sedimentbecken“ angegeben...

LG
Logi
43 Beiträge · seit 200927. Jan. 2021 · #62
Das war am 18.01. auch in der AZ.
Alles ganz umweltverträglich und ohne Risiko, deshalb heißt die Firma ja auch „Risk-Based Solutions“.
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16,9k Beiträge · seit 201228. Jan. 2021 · #64
„Kavango ist nicht ökologisch-sensibel“: ReconAfrica-Projektberater Mwiya behandelt Interessenträger Muyemburuko äußerst respektlos https://www.az.com.na/nachrichten/kavango-ist-nicht-kologisch-sensibel2021-01-28/

Der Vorsitzende des Verbandes für Hegegebiete und Kommunal-Forstwirtschaft in den Kavango-Regionen wird in einer schriftlichen Antwort auf seine Fragen bezüglich der Kavango-Ölexploration von Dr. Sindila Mwiya als uninformierter Lakai von Ausländern abgekanzelt und beleidigt. Damit stellt Mwiya seine Unabhängigkeit bei der Ausführung der Umweltverträglichkeitsstudie gänzlich in Frage....

LG
Logi
54 Beiträge · seit 202028. Jan. 2021 · #65
Auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen: Ich halte die Ölbohrungen für vertretbar. Wir zerstören in Deutschland auf unglaublich großen Flächen (teils über 50 Quadratkilometer am Stück) alles aber auch wirklich alles an Natur, um Braunkohletagebau betreiben zu können. Das reiche Deutschland "gönnt" sich das, um noch wenigstens 15 Jahre der dreckigstmöglichen Form der Energiegewinnung zu frönen. Und einem armen Pleiteland wie Namibia wollen wir pauschal verbieten, seine Bodenschätze zu verwerten, bzw. erstmal auch nur zu untersuchen? Das wäre an Scheinheiligkeit kaum zu toppen. Doppelstandards in Reinform.

Schon aus purem Egoismus bin ich selbstverständlich auch für den Schutz der Natur und den Erhalt von Nationalparks und sonstigen Schutzgebieten in Namibia und Botswana. Aber letztlich muss man dann im konkreten Einzelfall abwägen. Es kann nicht um pauschale Verbote gehen.
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200628. Jan. 2021 · #66
OFF TOPIC
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nd einem armen Pleiteland wie Namibia wollen wir pauschal verbieten, seine Bodenschätze zu verwerten, bzw. erstmal auch nur zu untersuchen? Das wäre an Scheinheiligkeit kaum zu toppen. Doppelstandards in Reinform.
Ist ja (leider) z. B. beim Regenwald in Brasilien nichts anderes. Europa hat bis vor 50+ Jahren auch seine Wälder rigoros abgeholzt... aber Brasilien darf es nun nicht?

Zumal dieses Ölsuch-Thema einem total auf den Geist geht. Es ist bisher "nichts" passiert. Es wird derzeit ein Loch gebohrt um zu sehen ob da überhaupt was sinnvoll abbaubares ist. Danach kommt dann die mögliche Förderung (sofern diese genehmigt wird) und dann kann man sich irgendwann auch die Frage nach Fracking etc stellen.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Gast28. Jan. 2021 · #67
Bisher wurde nach meinem Verständnis der Berichte überhaupt nichts gefunden oder nachgewiesen, auch wenn manche Medien das so darstellen.
Tatsächlich wurde bisher mit aeromagnetischen Messungen geologische Voraussetzungen für öl- und gashältige Schichten festgestellt. Jetzt folgen Explorationsbohrungen bzw. haben an einer Stelle bereits begonnen. Davon werden Bohrkerne entnommen und analysiert um obig nachzuweisen bzw. zu überprüfen. Sollten diese und andere Bohrungen die Voraussetzung für öl- und/oder gasführende Schichten grundsätzlich bestätigen, müssen die Stellen für (wirtschaftlich) förderbare Lagerstätten gesucht und aufgefunden werden. Erst dann kann und muss entschieden werden, ob diese nach wirtschaftlichen, ökologischen u. a. Gesichtspunkten ausgebeutet werden können. Dabei sind dann alle „stakeholder“ involviert, wie z. B. schon jetzt auch die UNESCO, wo Weltkulturerben betroffen sein KÖNNTEN. Als Folge davon, hat z. B. Botswana, die Exploration um Tsodilo bereits ausgeschlossen, die Erlaubnis wäre „ein Versehen“ gewesen. https://www.energyvoice.com/oilandgas/africa/ep-africa/288541/namibia-reconafrica-unesco-drilling/

Von den in 605149 angeführten seismischen Messungen geht überhaupt kein Risiko aus. Das und andere Techniken wurden und werden bei jeder Rohstoffgewinnung für die Herstellung der Güter unseres täglichen Gebrauchs verwendet, ohne dass wir das jemals zur Kenntnis genommen hätten.
Generell sind mE die Bedingungen für Milliardeninvestitionen in neue Erschließungen seit dem Verfall der Rohlölpreise sehr ungünstig. Und Corona und die anlaufenden Veränderungen in der Mobilität und Stromerzeugung werden die Investitionsbereitschaft sicher nicht beflügeln. Die Voraussetzungen für Großprojekte sind ungünstig. Ob die Rahmenbedingungen für Öl in Namibia dafür jemals passen werden, steht in den Sternen. Beim Kudu-Gasfeld haben sie nicht gepasst.
Jedenfalls kann man mM Namibia nicht dafür geißeln, dass es seine Chance für eine professionelle Erhebung seines Potenzials nützt (siehe Mammal1). Auch wenn bei dieser Exploration in Namibia „nur“ zu vertretbaren Kosten und Umfeldbedingungen gewinnbares Gas gefunden wird, war es die richtige Entscheidung das jetzt anzufangen. Botswana hat diese Schritte tw. schon hinter sich*). Das Big Oil ist eine andere Sache aber im Augenblick derart spekulativ, dass es sich kaum rentiert sich schon darüber aufzuregen.

Generell sollte man mE. solche Themen ganzheitlich sehen. Rohstoffe 10.000e km durch die Welt zum transportieren ist auch nicht gerade toll. Siehe z. B. die Entrüstung um die Förderung von CBM in der Kalahari.

*)In Orapa wurden/werden z. B. (wegen der Versorgungslücke durch die ESKOM-Krise in RSA) 90 MW aus Diesel erzeugt und bei Spitzenlast 17.000 Liter/Stunde verbrannt. Wie viele Tankerfuhrenkilometer im Jahr das wohl sind? Aber der Strom für den AC in der Lodge kommt ja aus der Steckdose 😈 . Das soll jetzt durch neu erschlossenes CBM substituiert werden, wahrscheinlich ist es auch schon in Betrieb. Ganzheitlich gesehen ist das mE eine gute Entscheidung, volkswirtschaftlich wie "ökologisch", PS:11:12 weil es dabei immer auf die AUSGANGSsituation ankommt, alles ist relativ, nix ist absolut
zuletzt bearbeitet 28. Jan. 2021
16,9k Beiträge · seit 201229. Jan. 2021 · #68
Kanadische Ombudsperson eingeschaltet: Ansässiger Kanadier wendet sich mit seinem ReconAfrica-Protest an seine Heimat
https://www.az.com.na/nachrichten/kanadische-ombudsperson-eingeschaltet-2021-01-29/

Bisher geriet die lokale Umweltfachkraft, Dr. Sindila Mwiya, zunehmend ins Kreuzfeuer der Gegner des Ölexplorationsvorhabens nachmaßen er das Projekt in der Kavango-Region verteidigte. Jetzt wendet sich ein ansässiger Kanadier an die zuständige Ombudsperson seines Heimatlandes und beschwert sich über ReconAfrica. ReconAfrica umwirbt Investoren mit der Aussicht auf nachhaltiges Fracking, bestreitet aber ein solches Vorhaben während der öffentlichen Versammlungen in Namibia.....

LG
Logi
4'984 Beiträge · seit 201629. Jan. 2021 · #69
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Gruß Gina
99 Beiträge · seit 201631. Jan. 2021 · #70
Hallo zusammen!
Nachfolgend Links zum Thema Erdöl- und Erdgasexploration im Kavango-Becken.

KLICK ↗



KLICK
2017 - Namibia (10.09. - 04.10.2017) 2019 - Neuseeland (19.01. - 12.02.2019) 2020 - Mecklenburg-Vorpommern (Ersatz Kanada - 06.09. - 19.09.2020)
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200601. Feb. 2021 · #71
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Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
16,9k Beiträge · seit 201201. Feb. 2021 · #72
Heute auch in der AZ

ReconAfrica will sich erklären https://www.az.com.na/nachrichten/reconafrica-will-sich-erklren2021-02-01/

Nachdem sich verschiedene Interessenträger wiederholt über das intransparente Verfahren des Studienleiters der Umweltverträglichkeitsstudie .......beschwert hatten, lud das Bergbauunternehmen Reconnaissance Africa (ReconAfrica), das die Gas- und Ölexploration in den beiden Kavango-Regionen vorantreibt, am vergangenen Freitag zu zwei Anhörungen von jeweils zwei Stunden für morgen (Dienstag, 2. Februar) ein....

LG
Logi
16,9k Beiträge · seit 201202. Feb. 2021 · #73
ReconAfrica verlängert Frist für Beiträge https://www.az.com.na/nachrichten/reconafrica-verlngert-frist-fr-beitrge2021-02-02/

Seitdem das kanadische Gas- und Ölexplorationsunternehmen Reconnaissance Africa (ReconAfrica) seine umstrittene Umweltverträglichkeitsstudie in Auftrag gegeben hatte, geriet das Bergbauunternehmen zunehmend unter Druck, weil der Leiter dieser Studie, Dr. Sindila Mwiya, scheinbar alles daran zu setzten schien, diesen Auftrag intransparent auszuführen. Gestern lenkte das Unternehmen zum ersten Mal ein....

LG
Logi
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200602. Feb. 2021 · #74
ReconAfrica will sich erklären www.az.com.na/nachri...h-erklren2021-02-01/
Wird live gestreamt aktuell: https://www.facebook.com/aznamibia/videos/252383012962868
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
16,9k Beiträge · seit 201203. Feb. 2021 · #76
travelNAMIBIA schrieb:"ReconAfrica im Zwiespalt"
https://www.az.com.na/nachrichten/reconafrica-im-zwiespalt-2021-02-03/
Etwas verblüffend machen die Vertreter von ReconAfrica das Zugeständnis, dass das kanadische Förderunternehmen nur noch die konventionelle Ölförderung beabsichtige....

und ein Kommentar dazu:

ReconAfrica nährt Skepsis https://www.az.com.na/nachrichten/reconafrica-nhrt-skepsis-2021-02-03/

Seit etlichen Monaten - zweckdienlich in der Zeit der COVID-19-Pandemie - wurden mit möglichst wenig Beteiligung seitens der Öffentlichkeit angebliche Anhörungen in den Kavango-Region vorgenommen....

LG
Logi
Gast03. Feb. 2021 · #77
Danke für den video-link zur „public consulation“. Das war sehr informativ und das Stück*) hat auch echten Unterhaltungswert. Das wird spannend, ob und wer gefeuert wird.
*)
1. Akt: Börsenprospekt und die Mühen der Ebene.
2. Akt: Aus meiner Steckdose kommt nicht nur Strom sondern auch Benzin und Diesel.
zuletzt bearbeitet 03. Feb. 2021
16,9k Beiträge · seit 201208. Feb. 2021 · #79
„Fracking im Okavango ist Wahnsinn!“ https://www.az.com.na/nachrichten/fracking-im-okavango-ist-wahnsinn2021-02-08/

Namibischer Widerstand wird von ReconAfrica-Interessenten abgetan
Während in Namibia die Möglichkeit des Frackings von ReconAfrica öffentlich widerlegt wurde, zeigt sich das kanadische Ölförderunternehmen im Internet bullisch und wird Investoren weiterhin das Fracking in Aussicht gestellt...


LG
Logi
16,9k Beiträge · seit 201209. Feb. 2021 · #80
Kommentar in der AZ: https://www.az.com.na/nachrichten/eigentor-der-firma-reconafrica-2021-02-09/

Die offensichtliche Häme der ReconAfrica-Lobbyisten, die im Internet den namibischen Widerstand als lästige Unannehmlichkeit verhöhnen und versuchen dem kanadischen Gas- und Ölexplorationsunternehmen den Rücken zu stärken, bewirkt wahrscheinlich das Gegenteil. Selbst nach dem desaströsen, öffentlichen Gespräch in Windhoek, hat die ReconAfrica nicht begriffen, dass es in Namibia hochqualifizierte Experten gibt, die ihren Fachkräften mindesten ebenbürtig sind. Namibier sind stolz auf ihr Land und den Erhalt ihrer Umwelt - das ist Teil unseres DNAs.

LG
Logi