Kenya ist nicht nur Masai Mara

30 Antworten · 6'776 Aufrufe · gestartet 25. Aug. 2020 von Tommy54
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321 Beiträge · seit 202123. März 2021 · #21
Topobär schrieb:
Tommy54 schrieb:Fazit Aberdare/Treetops: Hier macht man keine Safarifahrten, sondern beobachtet die Tiere, die zur Wasser- und Salzleckstelle kommen, von der Dachterrasse und vom Unterstand aus.
Meiner Meinung nach ist es ein schwerer Fehler im Aberdare NP auf Fahrten zu verzichten. Das besondere in dem Park sind nicht die Tiere, die zur Tränke an der Lodge kommen. Das hat man in vielen Parks.
Das besondere am Aberdare NP sind die verschiedenen Klima- und Vegetationszonen, die man hier ganz einfach mit dem Fahrzeug erleben kann. Vor allem die Wasserfälle und die Hochmoor-Landschaft in über 3000m Höhe sind einzigartig.
Bin vor ein paar Jahren mal von "The Ark" (die andere traditionsreiche Lodge im Inneren des ANP, höher gelegen und vor allem weiter weg von der Asphaltstraße) über den Aberdares Hauptkamm nach Nakuru gefahren. Hier meine Notizen von damals:
Man fährt besser NICHT NACH KARTE sondern lässt sich vom Konservator in der Ark eine Skizze zeichnen und erläutern. Wenn man sich nicht verfährt ist die Piste innerhalb des NP recht gut - außer nach längerem Starkregen - und landschaftlich abwechslungsreich. Man kommt durch 3 Vegetationszonen (Nebelwald, Mountain Bamboo und Moorland) und bis auf 3200m NN. Wenn das Wetter mitspielt, gute Aussicht auf Mt. Kenya. Wenig Tiere aber einige Antilopen und Vögel sieht man schon unterwegs. Beim Chania River führt unmittelbar li vor der Brücke ein Pfad zu einem Aussichtspunkt. Bis dahin ist man 1 1/2-2h unterwegs und es ist ohnehin Zeit für eine Pause von 15-20'. Nach spätestens 5' sieht man re den hübschen Wasserfall. Nicht zum Fluss unterhalb des Wasserfalls absteigen und sowieso aufpassen (!) da auch in der Moorland-Zone Büffel und Großkatzen nicht 100% ausgeschlossen sind! Dieser kurze Spaziergang ist hier ohne Ranger erlaubt. Wie immer gilt in solchen Gegenden mit Großwild: auch wenn man ein einsames, stilles Örtchen sucht trotzdem NIEMALS in dichten Busch gehen sondern im Gegenteil übersichtliches Terrain auswählen - notfalls direkt hinter das Fahrzeug hocken. An der mitunter sorglosen Kismet-Mentalität mancher DriverGuides sollte man sich nicht orientieren. Nach Passieren des Mutubio Gate führt eine erstaunlich gute Asphaltstraße in steilen Serpentinen durch das Forest Reserve abwärts ins Farmland. Auf holpriger Piste erreicht man bei dem größeren Dorf Ndunyu Njeru eine neue Asphaltstraße und hält sich an der T-Junction rechts (links geht's nach Naivasha). Nach einigen km kommt li erneut ein Abzweig (ebenfalls asphaltiert) mit Schild Naivasha. Wir wollten nach Nakuru und haben uns nach weiteren 15km für eine Abzweigung li "Gilgil 34km" entschieden. Die Piste wurde im weiteren Verlauf sehr schlecht und zeitraubend. Ob es eine bessere Variante gibt müsste weiter erkundet werden. Jedenfalls ist die Umfahrung des Aberdares NP über Nyahururu schneller - wenn man nach Nakuru will. Nur bei Ziel Naivasha ist die Durchquerung kürzer und schneller. Es ist sehr einsam auf der Strecke innerhalb des ANP und im Fall einer Panne muss man sich selbst helfen können!
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Bereiste Länder: Marokko, Algerien, Tunesien, Niger, Mali, Burkina Faso, Senegal, Gambia, Elfenbeinküste, Ghana, Ägypten, Äthiopien, Kenya, Uganda, Tanzania, Zambia, Zimbabwe, Botswana, Namibia, Südafrika, Lesotho, Eswatini, Oman, Mosambik, Seychelles, Mauritius, La Reunion, Syrien, Thailand, Russland, Brasilien, Argentinien, Norwegen, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Spanien, Portugal, Frankreich, Italien
Themenstarter155 Beiträge · seit 201823. März 2021 · #22
Hallo picco,
wie ich sehe, warst du 2017 im Blixen Museum. Also September 2019, als ich dort war, war Fotografieren innen definitiv und ausdrücklich verboten.
Hallo travel_photographer,
danke für das Lob, ich war mit meiner neuen Fotoausrüstung sehr zufrieden. Canon EOS 6D Mark II und Sigma 150-600mm. Vorher hatte ich nur bis 250mm Brennweite und das war definitiv zu wenig. Ich kann dir nur zuraten, auf in die Samburu, lohnt sich definitiv und ist nicht so wüstenhaft wie man denkt.
Hallo Lugawe,
danke für die Ergänzung. Ich war nicht als Selbstfahrer unterwegs, habe aber gesehen, dass bei vielen angebotenen Safaris anstelle des Treetops das Ark angeboten wird. Ist bestimmt auch interessant.
VG Tommy
255 Beiträge · seit 201326. Juni 2021 · #23
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Danke für Deinen tollen Bericht. Dachte die Mara ist flach - von wo hat man diesen Ausblick?

lg

Robert
Wo kämen wir da hin, wenn alle immer nur sagten "Wo kämen wir da hin?", und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?
zuletzt bearbeitet 26. Juni 2021
1'523 Beiträge · seit 201126. Juni 2021 · #24
@ Robert...

Das Ist das SIRIA-Escarpment (westl. Riffkante)...................mit Blick auf den Mara-River..... 🙂

die beiden Grünflächen hinter dem Mara links sind die Musiara-Swamps..... 🙂 🙂 🙂

rechts des Mara Rivers etwa auf gleicher Höhe, durch breiten Galeriewald etwas verdeckt, wäre das Little Governors Camp,

das auf der Triangle Seite liegt, deren Fahrzeuge aber auf der Musiara Seite (links) stationiert sind...das heisst der Mara River

wird auf einer Nussschale 😄 immer zuerst überquert (vor und nach jedem Gamedrive) 😄 😄 😄

ist part of the game... 😄 😄 😄


LG...........................BMW
zuletzt bearbeitet 27. Juni 2021
Themenstarter155 Beiträge · seit 201827. Juni 2021 · #25
Hallo Robert, hallo BMW,
ich hoffe, ich widerspreche jetzt BMW nicht, ich kenne mich mit den örtlichen Namen nicht so gut aus. Den Blick hat man von den Zelten des Kilima Camps. Ich zitiere einfach mal von der Website:

Das Kilima Camp in Kenia liegt an der Westgrenze des Masai Mara Reservats. Kilima Camp wurde in einem privaten Schutzgebiet errichtet, angrenzend an das berühmte Mara Triangle Wildschutzgebiet ( drei zusammenhängende Verwaltungsbezirke, welche das Masai Mara National Reservat bilden, auch genannt die Masai Mara).

Kilima bedeutet „Berg oder kleiner Hügel“ in der Landessprache Swahili.

Ein passender Name, denn Kilima Camp liegt am Rande des Siria Steilhanges (auch Oloololo genannt) auf 1800m über dem Meeresspiegel, von hier oben überschaut man die weiten Ebenen der Masai Mara und den Marafluss auf 1500m Höhe davor ausgebreitet gelegen. Somit begeistert Kilima Camp mit seiner fantastischen und phänomenale Aussicht auf die Masai Mara Ebenen mit dem Marafluss, wahrlich als schaue man durch das “Fenster Gottes“.

Jetzt wieder ich: Das kleine Camp ist sehr schön, die Aussicht wirklich einmalig, das Essen hervorragend, nachts
Wärmflasche im Bett und Decken zur Frühsafari. Nicht weit zum Crossing. Einziger Nachteil: 20 bis 25 Minuten Fahrt bis zum Gate.

VG Tommi


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255 Beiträge · seit 201327. Juni 2021 · #26
Sieht traumhaft aus. Gibt es da oben auf diesem Hügel in der Nähe auch eine Campingmöglichkeit für RoofTopTent-Selbstfahrer?
Wo kämen wir da hin, wenn alle immer nur sagten "Wo kämen wir da hin?", und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?
1'523 Beiträge · seit 201127. Juni 2021 · #27
Nein Tommy, Du widersprichst mir überhaupt nicht.....Du bist richtig....es hat auf dem Escarpment noch

mehr Camps (Die Sicht in die Mara ist ein Verkaufsargument ). Es gibt auch ein Flugfeld mit Mara-Sicht,

wo auch (früher) die alte DC-3 alle Camps an der Abbruchkante bediente.....Der Nachteil in meinen Augen

ist die zeitintensive Hin- und Rückfahrt jedesmal in die Mara, wie Du selber auch beschreibst... 🙁 🙁 🙁


LG................BMW
zuletzt bearbeitet 27. Juni 2021
Themenstarter155 Beiträge · seit 201827. Juni 2021 · #28
Hallo Robert,
tut mir leid, habe dort keine camping Möglichkeit gesehen. Ich weiß es nicht.
VG Tommy
661 Beiträge · seit 201524. Aug. 2021 · #29
Hallo Thommy
Dank deines Berichtes haben wir unsere Safari für Ende Oktober/Anfang November als Flugsafari gebucht.
Samburu gehört dazu auch Lewa und Meru und zum Schluss die Masai Mara. Die Welt von oben zu sehen ist für uns ebenso ein Abenteuer wie die Safari als solches. Abgesehen davon spart man damit viel Zeit für Pirschfahrten.
Grüessli
Malbec
Themenstarter155 Beiträge · seit 201825. Aug. 2021 · #30
Hallo Malbec,
das freut mich sehr zu hören. Klingt super und ich würde mich sehr freuen, wenn du darüber berichten würdest. Ich wünsche dir eine wunderschöne Reise und bin total neidisch.
Vg Tommy
2'240 Beiträge · seit 201125. Aug. 2021 · #31
robert.vienna schrieb:Sieht traumhaft aus. Gibt es da oben auf diesem Hügel in der Nähe auch eine Campingmöglichkeit für RoofTopTent-Selbstfahrer?
Hallo
ja gibt es - Mara West.
https://ioverlander.com/places/13971-mara-west
Mein Lieblingscamp in der Mara. Die Aussicht ist traumhaft.

Viele Grüsse, M.
Nächste Reiseziele: ab Mai 2025:Zentralasien https://www.polarsteps.com/marimariontour https://www.instagram.com/marimari_on_tour/
zuletzt bearbeitet 25. Aug. 2021